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Dunkel war’s und überschwemmt

Erstellt von moselbert, 12.07.2004, 23:42 Uhr · 10 Antworten · 1.369 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von moselbert

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    Re: Dunkel war’s und überschwemmt

    Teil 4: Der Stau

    Wir hatten in weiser Voraussicht noch zwei weitere Ausflugsziele in unser Programm aufgenommen. Damit wollten wir wiederum einem Stau entgehen, der sich sicherlich bilden würde, wenn die Menschen nach Bangkok zurück fuhren.

    Das erste Ziel war ein in der Nähe von Chai Badan gelegener Wasserfall. Hier konnten sich die kleinen Kinder erfrischen, denn der Wasserfall war nicht dramatisch hoch. Irgend ein kleiner Fluß floß über ein paar große Steine hinweg.



    Auf dem Gelände wurden auch Chilischoten zum Trocknen in der Sonne ausgelegt. Die Hausfrauen unter uns kauften an einem Stand große Tüten davon ein.



    Als nächstes ging es in den Isaan. Allerdings nicht allzu weit. In der Provinz Khorat (Nakhon Ratchasima) gab es bei Dan Kun Thot einen besuchenswerten Tempel, Wat Ban Rai. Allerdings hatten auch viele andere Leute sich diesen als Ausflugsziel ausgesucht. Der Parkplatz war zumindest gerammelt voll.



    Menschenmassen waren auf dem Tempelgelände. Es war allerdings nicht so sehr der hübsche Tempel an sich mit seinem Tempelelefanten, der die Leute anzog.



    Der Abt des Tempels sollte Wunder vollbringen können.
    Bei diesen Massen an Leuten war allerdings auch Massenabfertigung angesagt.



    Alle wurden durch ein Gebäude geschleust. Hinter einer Tür stand der schon recht alte Abt und drosch mit einem Reisigbesen auf die Vorübergehenden ein. Jeder der getroffen wurde, sollte angeblich immun gegen Autounfälle werden.
    Danach wunderte mich auch die abenteuerliche Fahrweise von manchen Auto- oder Busfahrern in Thailand nicht mehr. Wahrscheinlich hatte die schon mal alle den Tempel hier besucht.

    Um 17 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Zunächst ging es eine Landstraße nach Süden und dann über die Autobahn, die Korat mit Bangkok verbindet, in die Hauptstadt zurück. Gegen Sonnenuntergang kamen wir am Stausee Lam Takhong vorbei. Eigentlich hatten wir ja Staus aus dem Wege gehen wollen, als wir noch zwei Zwischenaufenthalte einlegten. Aber das hatten wohl viele Leute ähnlich gemacht. Die Autobahn war jedenfalls gut gefüllt. Und ab Saraburi, wo die Straßen aus Korat mit denen aus Lopburi zusammentrafen, war es dann ziemlich zu Ende mit dem fließenden Verkehr.

    Stop and Go hieß die Devise. Manchmal war es für längere Zeit mehr Stop als Go. die Autobahn war inzwischen auf mehr als zwei Spuren angewachsen, es waren sicher 4. Die Thais machten in bewährter Weise 6 daraus. Und trotzdem war an ein zügiges Vorankommen nicht zu denken.

    Vor allem einigen der weiblichen Mitfahrer ging diese Fahrweise ziemlich auf den Magen. Fenster auf war auch keine so gute Idee, denn die Abgase der Nachbarautos strömten in den Bus. So musste alle 15 bis 20 Minuten ein Stop bei einer Tankstelle eingelegt werden. Immer war es jemand anders, dem übel geworden war. Manchmal hatten wir in 20 Minuten gerade mal knapp einen Kilometer zurückgelegt und sahen fast noch die Lichter der anderen Tankstelle, wenn wir schon an der nächsten halten mussten.

    So wälzte sich der Automoloch langsam von Norden auf Bangkok zu. Ich hatte die Straßenkarte im Kopf und mir war klar, dass erst ab dem Flughafen Don Muang mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen war, denn es gab keine Ausweichstraßen. Alle waren wegen Hochwassers unpassierbar. Und sogar auf dieser Autobahn waren hie und da einige Fahrstreifen etwas überschwemmt.

    Schließlich waren wir am Flughafen vorbei und es ging zügiger voran. Der Rest war ein Pappenstiel. Nachts gegen 2 Uhr waren wir wieder daheim. Von Saraburi bis in den Westen Bangkoks 7 Stunden für etwa 140 Kilometer.

    An diesen Tag denke ich immer zurück, wenn ich in Deutschland mal in einem "Stau" stehe.

    26.10.: Nuu wollte zu dem Grab ihrer Eltern in Sala Tammassop. Ich sagte ihr wir bräuchten gar nicht hinzufahren. Nachdem das Hochwasser die Marke von 1983 durchbrochen hatte, war es jetzt das höchste seit 53 Jahren, seit 1942. Damals gab es 2,25 Meter. Wahrscheinlich war der Friedhof nicht erreichbar. Aber sie wollte doch. Sie meinte, wenn man von Norden kommen würde, gebe es eine relativ hochgelegene Straße. Also ein Taxi geordert und losgefahren. Aber schon die Autobahn Talingchan – Bangbuathong stand stellenweise unter Wasser, wodurch sich der Verkehr teilweise staute. An eine Fahrt über die tiefer gelegenen Nebenstraßen war nicht zu denken.

    28.10.: Das Wasser erreichte laut Bangkok Post einen Stand von 2,27 Metern und war damit das höchste seit 200 Jahren. Dennoch kamen wir ohne Probleme zum Flughafen. Eine ereignisreiche Urlaubsreise hatte ihr Ende gefunden.



  2.  
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