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Die schönste Stadt der Welt

Erstellt von resci, 28.02.2008, 14:44 Uhr · 74 Antworten · 5.876 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Samuianer

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Zitat Zitat von MooKai",p="605022
    Nee, nur ein "Schönes Feld"
    Du wuerdest bei 'ner Staatsbuergerpruefung auch durchfallen!

    Aber bei Aschaffenburgern lassen wir das mal durchgehen! ;-D

    Flughafen Tempelhof, Tegel, Schoenefeld und der ehemalige britische Flughafen Gatow, macht 4!

    Die ersten drei, die sich in oeffentlichen Betrieb befinden, hatten Passagierzahlen um die 20 Millionen erreicht!

  2.  
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  3. #62
    Avatar von MooKai

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Jo, ein schönes Feld mit 20 Mio Besuchern. :-)
    Bin kein Aschaffenburger... wohne nur hier in der Gegend (Bayern). Wobei ich lieber in BKK oder Samui wohnen würde, als in AB oder auf einem "schönen Feld"

  4. #63
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo,

    als Ergaenzung zum vorherigen Beitrag stelle ich einen Artikel von Sohn Rainer ein, flott, wie man heute so schreibt, und unterlege ihn mit Bildern von 1986 aus Lissabon und einigen anderen schoenen Stellen des Landes.

    Die alten Farbnegative wurden "gescannt"; verwoehnte Digitalfreunde muessen da schon Ueberzeichnungen und Farbstiche in Kauf nehmen.



    1. Die Stadt am Tejo begeistert durch den Kontrast zwischen glorreicher Vergangenheit und modernem Leben. Urlaub Perfekt verraet die besten Sightseeing-, Shopping- und Szenetipps.



    Freitag, 1. Tag
    Viel Action am Anfang


    Blick vom Kastell São Jorge auf die Alfama



    Wer in Lissabon landet, loest am Flughafen sein Ticket fuer 72 aufregende Stunden. Mit der Lisboa Card fuer 28 Euro nutzen Kurzurlauber gratis Busse oder Bahnen, erhalten ermaessigten Eintritt in 25 Museen und Attraktionen sowie Rabatte in Restaurants und Geschaeften. Genug gespart. Wir nehmen ein Taxi in die Alfama.



    Mit 80 Sachen rast der Fahrer durch die Altstadt. Kaum geparkt, stellt er das Taxameter von 6,80 Euro auf null, springt aus dem Wagen und ruft den dreifachen Preis auf. Wir haben Glueck. Die Vermieterin unserer Wohnung (www.lissabon- altstadt.de) erwartet uns bereits und jagt ihn zum Teufel: "Lissabonner sind eigentlich sehr gastfreundlich", sagt sie.

    Die alte Strassenbahn





    Ihr Tipp fuer einen besseren ersten Eindruck: Ein Spaziergang zum Kastell São Jorge. Wir schlendern durch die engen Gassen, vorbei an maroden Fassaden, praechtigen Kirchen und idyllischen Hinterhoefen.

    Wo gibt es das? Eigene Wasserstellen fuer Tauben



    Die Kathedrale



    Der Elevador



    Die Luft duftet nach gegrillten Sardinen, Knoblauch und Gebaeck.

    Der Turm von Belém



    Bilder fuer die Ewigkeit

    Am Hang unter dem Kastell wogt ein rotes Daechermeer, dahinter funkelt im gleissenden Licht das schachbrettartig angelegte Viertel Baixa. Lissabon ist wie Rom auf sieben Huegeln gebaut. Lissabons Schoenheit ist die Vielfalt seiner Ausblicke. Jeder der zahlreichen Panoramaplaetze (Miradouros) verzaubert. Ueberall leuchtet der Himmel, das Licht spielt mit den hellen Bauwerken, die Farben changieren je nach Tageszeit von weiss ueber gelb bis tiefrot. Wir schweben in der Leichtigkeit des Seins - so stimmungsvoll ist nicht einmal die Kulisse der ewigen Stadt.





    Szenenwechsel: Das Lokal Mesa de Frades in der Rua dos Remédios kuendigt einen Fado-Abend an. Grosse gusseiserne Laternen zaubern eine pittoreske Atmosphaere auf die Terrasse, Romantik pur. Der servierte Stockfisch (Bacalhau) ist ein Gedicht ohne Graeten. Nur die Gesangseinlage laesst auf sich warten. Als wir schon beim Brandy Macieira angekommen sind, bittet der elegante Kellner - weisser Anzug, dickes Goldkettchen - in den stilvollen Innenraum und schliesst die Fluegeltuer. Die Bedienung entpuppt sich als Saenger. Er intoniert mit Traenen in den Augen Lieder von Sehnsucht und Schmerz. Dabei klingelt kein Handy, klappert kein Besteck.

    Das Hieronymus-Kloster





    Samstag, 2. Tag
    Film ab fuer Kunst und Kommerz


    Hinter dem Kloster São Vincente laedt der legendaere Flohmarkt Feira da Ladra zum Stoebern ein. Zweifelhaft finden wir auf dem "Markt der Diebin" nicht die Herkunft, sondern das Angebot der professionellen Haendler: CDs, Sonnenbrillen, Videos, Billigklamotten. Interessanter sind Antiquitaeten aus dem Fundus portugiesischer Familien wie die beruehmten weiss-blauen Kacheln. Azulejos schmuecken seit ueber 500 Jahren die Stadt. Wir verzichten auf das klassische Souvenir und erstehen lieber alte Postkarten als originellen Urlaubsgruss.



    Am Kloster ergattern wir Plaetze am offenen Fenster der elektrischen Strassenbahn. Die Linie 28 rumpelt seit 1901 auf abenteuerlich verschlungenen Gleisen durch Lissabon. Mal rasant, mal aechzend und quietschend am Hang, weist sie den Weg zu vielen Sehenswuerdigkeiten. Aussteigen lohnt sich bei der Kathedrale Sé, dem Museo do Chiado, der Basilica da Estrela und dem Prazeres- Friedhof.







    Wir unterbrechen die nostalgische Achterbahnfahrt zun Shoppen in der Baixa und dem Chiado. Einkaufen macht in diesen fast autofreien Vierteln noch richtig Spass, weil traditionelle Geschaefte wie Goldschmiede, Tuchmacher oder Schuster direkt neben modernen Boutiquen und grossen internationalen Ketten liegen. So bietet Carlos Carvalho in der Rua do Carmo 87a seit ueber 30 Jahren in seinem nur vier Quadratmeter grossen Laden Luvaria Ulisses ueber 5000 Handschuhe an. Seine Nachbarin ist Portugals Stardesignerin Ana Salazar. Ihre Mode ist extravagant, aber trag- und bezahlbar (www.anasalazar.pt).

    Im Konsumrausch versaeumt man allzuleicht einen aufmerksamen Blick auf die Fuelle denkmalgeschuetzter Bauwerke. Wir schlendern durch den Triumphbogen, bewundern die Stahlkonstruktion des Fahrstuhls Santa Justa und die verspielte Architektur des Rossio-Bahnhofs. Pause im Art-déco-Café Nicola. Das stilvolle Ambiente erinnert an die Zeit, als sich hier noch Kuenstler und Bohemiens trafen. Das macht Lust auf mehr.

    Sintra



    Von Fischen und Hollywood-Stars

    Wir lassen die Kommerztempel an der Avenida da Liberdade links liegen und laufen bis zum Gulbenkian-Museum und zum Museum fuer moderne Kunst. Die Fuelle der Werke reicht hier von antiken Schaetzen ueber klassische Malerei bis zu zeitgenoessischen portugiesischen Kuenstlern. Sehen, staunen und die Stille im herrlichen Museeumspark geniessen. Faszinierende Kunstwerke anderer Art beeindrucken im Oceanário auf dem Expo-Gelaende. Im groessten Aquarium Europas schwimmen Tausende Fische aus allen Weltmeeren. Der Hauptdarsteller ist aber ein Seeotterpaerchen, das filmreif schmust. Auch ein echter Hollywood-Star sorgt fuer Unterhaltung: In John Malkovichs cooler Bar Lux beim Bahnhof Apolónia schluerfen hippe Lissabonner Cocktails. Wer noch szeniger feiern moechte, geht ins Bairro Alto oder zu den Docas.



    Sonntag, 3. Tag
    Sightseeing im Zeitraffer


    Im goldenen 16. Jahrhundert gruendete sich der Wohlstand durch die neuen Wasserwege. Im Stadtteil Belém erinnert das Entdeckerdenkmal an die grossen Seefahrer. Von hier geht es ueber die Promenade am Tejo zum Turm Torre de Belém, dem Wahrzeichen der Stadt. In Sichtweite hegt das Hieronymuskloster, ein Meisterwerk des nach Koenig Manuel I. benannten manuelinischen Baustils.



    Kontrastprogramm in historischer Umgebung zeigt das Centro Cultural. Wir ziehen eine Zuckerbaeckerei vor: Seit 1837 werden in der Antiga Confeitária de Belém die Sahnetoertchen Pasteis de Nata warm serviert. Dazu ein Espresso, und wir schweben im siebten Himmel.

    Ein Genuss fuer die Sinne ist auch ein Ausflug nach Sintra.







    In den kuehlen Bergen 30 Kilometer von Lissabon entfernt verbrachten Koenig und Adel die Sommermonate in Lustschloessern und wandelten durch Parks voller exotischer Pflanzen. Kroenender Abschluss ist der Besuch des Spielzeugmuseums mit 40.000 Exponaten von Autos ueber Puppen bis zu Zinnsoldaten, die nicht nur Kinderaugen glaenzen lassen (museu-do-brinquedo.pt).

    Bei Estoril



    Auf dem Rueckflug schwelgen wir in Erinnerung an 72 aufregende Stunden. Wir sind uns einig: Die riesige Leinwand Lissabon muss man lieben. Sie ist eine wunderbare Projektionsflaeche fuer grosse Gefuehle.



    Gruss
    HPollmeier


    Der besondere Tip


  5. #64
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo!

    2. Der Sueden



    2. 1 Wer in Portugal Badeferien erleben will, faehrt an die Suedkueste - an den oder die oder das Algarve. Es ist strittig. Die Portugiesen sagen »der Algarve«. Bei uns heisst es »die« oder sogar »es« - das Algarve. Die Araber nannten sie »al-gharb« - »der Westen«.




    Diese Kuestenlinie ist ca. 155 km lang und zaehlt zu den beliebtesten Ferienregionen Europas. Feine Sandstraende, eine subtropische Vegetation und durchorganisierte Feriensiedlungen.





    Eigentlich gibt es zwei Algarvekuesten - die felsige und die sandige, im Westen und im Osten. Die Provinzhauptstadt Faro liegt etwa an der Grenze, noch auf sandigem Gebiet.



    Die Sand-Algarve hat einen grossen Nachteil, denn vor den flachen, langen Straenden breiten sich seichte Lagunen aus; erst an den maechtigen Sandbaenken kann man richtig baden. Da hilft nur ein Boot. Der Abschnitt ist landschaftlich nicht so reizvoll, aber wenig ueberlaufen.



    Die Fels-Algarve ist touristisch belebter, auch interessanter: Steilkuesten mit Buchten, Grotten, Durchbruechen, bizarren Felsen und geheimnisvollen Tunnels. Es gibt auch hier Sand - kleine, versteckte, goldschimmernde Straende. Und die Farben sind abenteuerlich: rostrote Felsen, gruenes Meer, weisse Wuerfel marokkanischer Haeuschen.



    So ist Carvoeiro z. B.


    einer der charmantesten Fischer- und Badeorte in Portugal. Hier gibt es Felsen und Grotten von bizarrer Schoenheit.



    Man gibt sich viel Muehe, moderne Neubauten im Stil der Algarve anzulegen, um das malerische Ortsbild zu erhalten.



    Sagres ist ein Fischerdorf mit fuenf sehr guten Badestraenden.





    Oben in der Burg lebte Heinrich der Seefahrer 40 Jahre lang, war aber selbst nie zur See gefahren.



    Er liess die Burg zur Navigations- und Marineschule umbauen und versammelte die beruehmtesten Seeleute, Kartographen und Astrologen um sich.



    Sechs Kilometer westlich von Sagres ragt das »Fin do Mundo« - das Ende der Welt - ueber die stets aufgewuehlte See.



    Gruss
    HPollmeier

  6. #65
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo!



    2. 2 Das Staedtchen Monchique liegt mitten in dem Vulkangebirge »Serra de Monchique«.







    Das Bergland zaehlt zu den schoensten Landschaften Portugals mit ueppigem Wald und zwei Aussichtsbergen in der Naehe.







    Angler suchen auch wegen der Forellenbarsche und Wildkarpfen die Barragem de Bravura und de Santa Clara auf.






    In Beja liegt hoch auf dem Stadthuegel die Burg, komplett mit turmverstaerkten Mauern, Rittersaal, Kapelle, einem Militaermuseum und dem hoechsten Bergfried Portugals.



    200 Stufen fuehren auf die obere Plattform.



    Evora, die von Olivenhainen, Weingaerten und einem Befestigungsguertel umgebene Provinzhauptstadt des Alentejo ist eine der schoensten Staedte Portugals.



    Beim Spaziergang durch 2000 Jahre Geschichte trifft man auf die die fruehgotische wehrhafte Kathedrale und den Diana-Tempel mit seinen 14 korinthischen Saeulen aus dem 2./3. Jh. n. Chr.







    An dem malerischen Platz Praya do Giraldo



    sollte man die lokale Spezialitaet Porco a alentejana - Schweinefleisch mit Muscheln - probieren.



    Setubal hat bei dem grossen Erdbeben von 1755 ebenfalls sehr gelitten. Doch das groesste Baukunstwerk der Stadt blieb erhalten: die Igreja de Jesus.



    Die marmorne, spaetgotische Kirche zeigt Anfluege von manuelinischem Beiwerk - jener maurisch inspirierten Bauweise, die fuer Portugal typisch ist.

    Burgenliebhaber werden auch in der Naehe Sesimbra und Palmela aufsuchen.



    Das Kastell von Sesimbra wurde im 12./13. Jh. errichtet, 1190 von den Sarazenen vollkommen zerstoert, im Jahre 1200 wieder aufgebaut und 1236 dem Orden Santiago uebergeben. Zu Beginn des 17. Jh. wurde es fast voellig neu errichtet.



    Am Nordhang der Serra de Arrabida steht das maechtige Kastell Palmela. Die Burg wurde im 12. Jh. gebaut, im 14. und 17. Jahrhundert erweitert. Zum Komplex gehoert ein romanisches Kloster mit Kirche, Refektorium und Klosterkueche. Die Abteigebaeude wurden als Pousada ausgebaut.



    Einzelheiten unter:
    http://picasaweb.google.com/grampy19/Pamela

    Gruss
    HPollmeier

  7. #66
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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo!





    Unterwegs nach Obidos

    3. Der Norden

    3. 1 Die Barockbauweise kam waehrend der 60-jaehrigen Besetzung durch die Spanier ins Land. Doch der allgemeine Niedergang Portugals verhinderte eine groessere Entfaltung. Erst mit dem Gold aus Brasilien konnten die adligen Potentaten ihr Geld fuer Prachtbauten verwenden.


    Bezeichnend fuer diese Art des repraesentativen Bauens ist der Klosterpalast von MAFRA, 50 km noerdlich von Lissabon. Er sollte 1717 das groesste Bauwerk Protugals werden und sogar den Escorial bei Madrid uebertreffen. Die ganze Sache wurde aber so kostspielig, dass die Staatsfinanzen durcheinander kamen.



    Man hat darin alle moeglichen Baustile verarbeitet, die es bis dahin in Portugal gab. Zunaechst war ein deutscher Architekt am Werk, dann ein italienischer und zuletzt ein Portugiese. Darum praesentiert sich das Kloster heute in drei verschiedenen barocken Nationalstilen. Es ist eine imposante Anlage, die sich ueber vier Hektar ausbreitet.



    Der geschaeftige Fischerort Peniche mit einer gut erhaltenen Festung aus dem 17. Jh. liegt auf einer flachen, felsigen Halbinsel,



    vom Festland durch eine alte Befestigungsmauer mit Wassergraben getrennt.



    Peniche ist Ausgangspunkt zu den felsigen Berlenga-Insel. Die Ueberfahrt dauert eine Stunde. Die anderthalb Kilometer lange, 800 Meter breite, rotbraune Insel hat eine jahrhundertealte Festung, viele Hoehlen und natuerliche Felsboegen.



    An diesen Kuesten lohnt sich das Meeresangeln.



    Alcobaça: Hier steht Portugals groesste Kirche, ein fruehgotischer Bau, dessen Fassade in der Barockzeit sehr veraendert wurde. Aber das Innere praesentiert sich in reiner, schlichter Gotik.





    Die Kirche gehoert zu einem ehemaligen Kloster, das man sich anschauen sollte: der gotische Kreuzgang des Schweigens, der riesige Schlafsaal, der Speisesaal mit einer schoenen Lesekanzel



    und die Kuechen.



    Sie hatten maechtige Kamine und fliessendes Wasser. Das stroemte aus dem Rio Alcoa in das Frischhaltebecken fuer Fisch und Fleisch.



    Die Karpfen wurden lebend aus einem Fischteich hineingeschwemmt und dort verarbeitet..



    Die malerische kleine Stadt Obidos – ein Rothenburg Portugals - liegt auf einem Huegel in flacher Kuestenebene, umgeben von einer mit Tuermen und wuchtigen Bastionen verstaerkten Mauer.



    Schon im 13. Jahrhundert war die Stadt sehr huebsch. 1228 macht Koenig Dinis sie seiner Gattin Isabel zum Geschenk. Diese Sitte pflanzte sich in den Herrscherdynastien Portugals bis ins 19. Jahrhundert fort - die Gemahlinnen bekamen den Ort immer als persoenliches Geschenk; man nannte deshalb Obidos "Casa das Rainhas", Haus der Koeniginnen.





    Die Burg von Obidos wurde zu einer Pousada ausgebaut. Man kann den Turm besteigen und von dort auf die verwinkelte Stadt blicken.




    Gruss
    HPollmeier

  8. #67
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo!

    3. Der Norden




    3. 2. Am Klosterbau Batalha im gotisch-manuelinischen Stil mit ueppigem Fassadenschmuck wurde zweihundert Jahre lang gebaut. Es ist ein Denkmal portugiesischer Unabhaengigkeit.







    "Batalha" heisst Schlacht. An der Strasse von Lissabon nach Coimbra, beim Dorf Aljuberotta, entging Portugal 1385 der spanischen Abhaengigkeit, denn ein winziges Heer unter Johannes l. von Portugal schlug ein grosses spanisches unter Johannes I. von Kastilien.










    Drei Jahre nach der Schlacht wurde nicht weit vom Schlachtfeld mit dem Bau begonnen und man liess viele Stile einfliessen. Doch der Gesamteindruck ist gotisch. Die maechtige Kirche, die Kreuzgaenge, eine Handvoll Kapellen, viele Skulpturen - Batalha ist ein grossartiges Bauwerk.







    Die Portugiesen haben es zum Nationaldenkmal erklaert.

    Zu den vielen schoenen alten Burgen, die es in Portugal noch gibt, gehoert Leiria; sie wurde im 12. Jh. gegen die Mauren erbaut.




    Oberhalb von Tomar steht auf einem Huegel eines von Portugals beruehmtesten Bauwerken: die sogenannte Tempelritter-Burg von Tomar.






    Sie ist allerdings ein Kloster - das groesste des Landes: Convento de Cristo. Die Christusritter als Nachfolger der Tempelritter hatten genuegend Mittel, um im 15. Jh. die ersten Schiff5expeditionen zu finanzieren und ein Kloster zu gruenden.




    Bis ins 17. Jh. wurde fleissig daran gebaut, so dass maechtige Gebaeude entstanden, die sich aneinanderreihen und ineinander verschachteln. Sie bilden einen riesenhaften Komplex inmitten von prachtvollen Gaerten.



    Weitere Hinweise:

    http://www.viagensnotempo.com/de/castelo1.html


    Almourol ist eine verzauberte Maerchenburg auf einer Felsinsel mitten im Tejo. Tempelritter bauten sie im 12. Jh. auf den Resten einer roemischen Festung zum Schutz gegen die Mauren.



    Hier eine genauere Beschreibung:

    http://www.viagensnotempo.com/de/castelo2.html



    Tejo bei Amourol

    Die Zitadelle ist eine gut erhaltene und behutsam restaurierte Ruine mit zinnengekroenten Mauern und zehn runden Tuermen.

    Die Burg von Ourem



    http://www.viagensnotempo.com/de/castelo3.html

    Wer sich fuer weitere Burgen interessiert:

    http://www.jarwinbenadar.de/Jarwinin...er/Kathar.html

    Der Buçaco Nationalpark:




    Der exotisch-romantische Wald im noerdlichen Teil des Schiefergebirges Serra de Buçaco ist nur zwei Kilometer lang und 750 Meter breit.






    Als im sechsten Jahrhundert Benediktinermoenche hier eine Einsiedelei gruendeten, bestand der Wald vorwiegend aus Eichen und Pinien. Die Karmeliter bauten ein Kloster und zogen eine Mauer um den Wald. Sie pflanzten exotische Baeume und Straeucher an: Heute finden wir 400 einheimische Baumarten und 300 Sorten aus fremden Laendern.



    Mitten im Wald liess Koenig Carlos 1. 1888 ein Jagdschloss bauen; es ist heute ein Luxushotel.



    Gruss
    HPollmeier

  9. #68
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Hallo!

    3. Der Norden

    3. 3 & Schluss



    Aveiro lag einst an einem Meeresarm.



    1575 wurde die schmale Zufahrt zum Meer bei einem heftigen Sturm verschuettet, die Bucht wurde verschlossen und zum See »Ria d´Aveiro«.




    Erst im 19. Jahrhundert verband man den See durch einen Kanal wieder mit dem Meer.



    Die vielen Kanaele in der Stadt werden von klassizistischen Patrizierhaeusern gesaeumt und von malerischen Bruecken ueberspannt.



    Porto ist die aelteste Stadt des Landes; von ihr hat es seinen Namen.



    Die Roemer nannten die eine Flussseite »Porto« - wegen des Hafens - und die andere »Cale«. Ein koenigliches Dekret untersagte den Adeligen, in Porto zu wohnen - es waere vielleicht heute bedeutender als Lissabon.



    So aber blieb es buergerlich, fleissig, ein wenig spiessig, aber unbestritten eine schoene Stadt.



    Das Ruinendorf Citania de Briteiros liegt auf einem 340 Meter hohen Huegel, ca. 10 km noerdlich von Guimaraes.



    Es stammt aus der Eisenzeit, wurde wahrscheinlich um 500 v. Chr. gegruendet und vermutlich eilig geraeumt, als roemische Legionaere kamen.



    Die Fundamente von 150 runden oder quadratischen Huetten, von einem dreifachen Ringwall umschlossen, ragen noch etwas aus dem Boden heraus. Zwei der Huetten wurden rekonstruiert.



    Der Minho war schon vor Ankunft der Roemer dicht besiedelt – bekannt sind ueber 50 solcher Siedlungen. Wer die Siedler waren, ist ungewiss. Es wird ueber Ligurer, Kelten oder Lusitaner geraetselt.



    Minho, die noerdlichste gruene und gebirgige Provinz Portugals, ist die mit Abstand aermste. Der Boden ist zwar fruchtbar, aber die Landwirtschaft bringt wenig ein. Die Felder zwischen den kleinen Doerfchen, den winzigen, schmucken Haeuschen, sind in kleinste Parzellen zerteilt - ein Grund fuer die Armut des Landes.

    Minho hat schoene, ausserhalb von Portugal fast unbekannte Duenenstraende, meist menschenleer vor einer gruenen Huegellandschaft.



    Noch ein Blick auf Braga





    Barcelos



    http://www.portugal-live.net/D/green.../barcelos.html

    und weit im Landesinnern, der Serra da Estrela, auf den durch Gletscher geformten Rio Zezere, wohl nur fuer Angler von Interesse.



    Gruss
    HPollmeier

  10. #69
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    12.292

    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Ja,Portugal und besonders Lissabon kenne ich auch.
    Da kommen Erinnerungen an die Inter-Rail-Zeit auf.
    Die Portugiesen waren damals,1972 sehr freundlich und hilfsbereit.
    Spaeter bin ich nicht mehr hingekommen,trotzdem ich ein Condo in Spanien hatte.

    Habe mal gehoert,die schoenste Stadt der Welt soll Kapstadt sein,will da auch mal hin.

    Bis heute ist fuer mich die schoenste Stadt PARIS,besonders wenn die vielen Touris im Bett liegen ist die Atmosphaere einfach toll.
    Geniessen kann man das aber nur mit einer tollen,romantischen Frau im Arm an der Seine naehe Notre Dame.

  11. #70
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Die schönste Stadt der Welt

    Otto,
    du warst also nicht mit einer deutschen Frau in Paris?

    Pollmeier's Fotos sind spitze.

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