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Die Ruhe vor dem Sturm

Erstellt von DJDS1103, 21.01.2004, 05:00 Uhr · 0 Antworten · 1.198 Aufrufe

  1. #1
    DJDS1103
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    Die Ruhe vor dem Sturm

    Reisebericht Thailand - Kambodscha - Laos (22.11.02 - 19.01.03)
    Die Ruhe vor dem Sturm

    Am 23.11.02 bin ich nach 2 recht schüttelfreien Srilankan-Airways Flügen wieder glücklich und müde in Bangkok eingelaufen. Das Empfangskomitee bestehend aus Lek, San, Tic und Kids hat mich erst kurz ins Slum verschleppt, aber danach gings dann zügig nach Sattahip. Der Trip mit dem neuen Pickup-Truck mit Karaokeanlage und Flachbildschirm, sowie der Ex-Generals-Fahrer Thuek waren eindrücklich...

    Ich habe dann einige ruhige Tage auf der Farm verbracht. Der Familie gehts gut und die Region gefällt mir immer besser. Mein Morgenspaziergang auf den Berg Baisri und die Ausflüge an die Had Nang Lam Beach bleiben mir gut in Erinnerung. In Pattaya habe ich mal beim Zahnarzt reingeschaut und da hiess es denn gleich: 6 Kronen und eine Füllung stehen an! Leider musste ich mir das denn doch gönnen, denn in der Schweiz hätte mich das ruiniert. Doch davon später mehr...
    Zischs Hochzeit

    So um Anfang Dezember liefen die ersten Kollegen von Zisch in Bangkok ein. Am 02.12.02 war ich denn auch wieder in Bangkok, allerdings habe ich mich gleich mit Olli und Jonas wieder abgesetzt, denn mein Zahnarzt-Termin stand an. Olli hat sich als enorm populär erwiesen, vor allem bei jungen Frauen! Ab dem 04.12.02 war ich voll eingespannt, unter anderem habe ich mit Urs und Brigitte, den Eltern von Zisch, ein gutes Tourist-Programm mit schwimmenden Märkten, Krokodilfarm und goldenem Berg abgespuhlt. War lustig, aber auch anstrengend... Am alleranstrengendsten war dann aber das Hochzeit selber.

    Es ging natürlich schon morgens um 6 Uhr los, das volle Brimborium wurde abgespuhlt und die Ventilatoren brummten Vollgas. So war ich denn schon unter dem Tag ziemlich erledigt und die Erkältung hat sich anschliessend 2 Wochen gehalten. Zisch hat die Prozedur recht gut überstanden, aber zum Schluss wurde es ihm dann doch auch etwas zuviel. Am 08.12.02, nach Urs und Brigitte's Abreise, haben wir uns dann auch alle Richtung Sattahip abgesetzt.
    Zahnarzt und Anreise nach Koh Chang

    09., 10. und 11.12.02 standen ganz im Zeichen des Zahnarztes. Am 09. regnete es brutal, so musste ich denn meinen ersten Termin gleich schon mal verschieben. Der gute Michel meinte nur: Kommst halt wenn es aufgehoert hat zu regnen... Zisch und Karen reisten schon mal ab Richtung Koh Chang und der Rest der Mannschaft (Olli, Jöni und Chris) genoss das Leben in der Provinz. Zu guter letzt liessen wir uns denn auch nach Trat chauffieren, Thuek führ das wieder wunderbar. Eigentlich wollten wir ihn auch noch mitnehmen nach Koh Chang, aber er hat sich denn doch verkrümmelt und so fuhren wir denn mit dem Pickup-Taxi nach Koh Chang Center Point. Unterdessen fahren fast nur noch Auto-Fähren nach Koh Chang, die Lage hat sich doch recht dramatisch geändert.

    Die Durchfahrt an White Sand Beach auf Kohg Chang war ein echter Schock. Eine 4-spurige Autobahn führt hinter White Sand Beach durch. Zum Glück haben wir einen Deal mit Adi von Seahorse Diving abgemacht, so stiegen wir dieses Jahr auf Kai Bae Beach ab, wo's mir doch noch viel besser gefällt. Karen hat nach dem ersten Tag Tauchen leider nicht weitermachen können, aber die Jungs Olli, Jöni und Chris haben den Tauchkurs durchgezogen.
    Koh Kud, Nok und Zischs Abflug

    Am 16.12.02 fuhren wir los Richtung Koh Kud. An Bord: Der Kapitän und sein Helfer, Ede und Rick, der Tauchlehrer, Gath, der Engländer und Nok, sein Pattaya-Girl, Olli, Jöni und Chris, sowie Anna, die Polin, die den Tauchkurs mitgemacht hat. Dann war da noch eine Französin, der Australier und ein weiteres Thai-Girl. Mit der illustren Bande fuhren wir also los und die 2 Thai-Mädels haben gleich mal einen auf Seekrank gemacht. Da der Käpten aber einige Tintenfische erbeutete und zu braten begann, erwachten die beiden wieder zum Leben und verwöhnten uns von da an auf dem ganzen Trip mit frischem Food.

    Die Taucher machten recht gute Fortschritte und ich habe mich auch wieder mal nass gemacht... Gegen Abend waren wir dann vor Koh Kud und die Suche nach Unterkunft begann. Am Schluss landeten wir in einer sehr gepflegten, aber auch teuren Anlage. Der Inhaber macht einen auf Guru, weisse Gewänder und burmesische Stumpen sind sein Markenzeichen. Wer wollte hat sich ein Aircondition Bungalow genommen und der Rest der Mannschaft hat auf dem Boot oder im Restaurant gepennt. Am Morgen organisierten wir einen Ausflug zum Wasserfall auf Koh Kud und das war der absolute Hammer. Ein Traumplätzchen und definitiv stand da "Auf Wiedersehen" drauf!

    Leider gings dann schon weiter Richtung Hin Prai Nam und auf den Dive habe ich mich recht gefreut. Zum Schluss haben wir aber trotz GPS von Rick den verdammten Fels nicht gefunden und ich habe mich wunderbar aufgeregt unter Wasser. Dank der Paddelei hatte ich auch ein gutes Kopfweh beieinander und so hats mich denn nach Ankunft auf Koh Kham gleich mal ins Bett gelegt. Am nächsten morgen war ich aber wieder fit und habe mit Chris den kleinen Berg auf Koh Kham erklommen. Nok kam ganz griesgrämig aus Gath's Bungi raus, aber ein herzliches "Good morning, Ms. Sunshine" verwandelte sie wieder in das zuckersüsse Tennager Girl vom Vortag. Olli hatte geistig recht hart zu kämpfen um seine Treueschwur einhalten zu können, aber soviel ich weiss, ist er bis zum harten Ende knallhart geblieben :-)

    Die Dives am letzten Tag am Hin Luk Bath und am Hin Raab waren ein Deja-vu für mich. Adi hat mir auf Koh Chang noch angeboten, sein Partner zu werden auf Koh Kud, aber leider ist das momentan noch nicht drin für mich. Nach unserer Rückkehr auf Koh Chang genossen wir den Luxus und bereiteten uns auf den Abflug Richtung Kambodscha vor. Zisch hatte die Schnauze voll von Thailand und wollte wieder nach Hause. Ergo habe ich ihm den Flug gebucht, nicht ohne ihn nochmals auf die Kälte in der Schweiz hinzuweisen.
    Weihnachten in Kambodscha bei Otto

    Nachdem wir Zisch in Trat im Hotel deponiert haben, haben wir uns an die Grenze gestürzt. Die Loser-Road haben wir überlebt; da fahren sie immer wie die Wahnsinnigen wenn sie im Casino verloren haben. Zisch musste letztlich per Fusstritt von San aus dem Hotelzimmer befreit werden, aber finalement ist er gut in der Schweiz gelandet... Wir haben die Anreise zu Otto in Koh Kong sehr genossen, denn seit die Brücke offen ist, gibts keinen Stress mit Transport mehr. So rollten wir denn im Minibus vor Ottos Haustüre an und mit Freude stellte ich fest, dass Ott's Familie weiterhin gut drauf ist und dass es Otto sehr gut geht. Erstaunlicherweise ist er immer noch die einzige Weissnase in Koh Kong; von mir aus kann das so bleiben.

    Wir haben am Weihnachtstag einen exzellten Ausflug auf die Insel Koh Kong organisiert und am 26.12.02 waren wir bei einem kleine Super-Wasserfall. Die Region um Koh Kong (auch Dong Tong oder Sao Tong genannt) ist fantastisch u8nd ich verstehe nicht ganz, warum alle Travellers in Koh Kong durchreisen. Unterdessen gibts auch einen Bus von Otto nach Phnom Penh. Für die Reise nach Sianhoukville empfiehlt Otto immer noch das Russen-Boot. Die kleine Win ist schon etwas grösser geworden und sie führt das Kommando bei Otto. Er selber spielt meistens Civilization und spielt den Kassierer (und "Komische-Fragen-Beantworter") Da Olli, Jöni und Karen am 27.12.02 wieder nach Hause fliegen mussten, haben wir viel zu schnell wieder von Otto verabschieden müssen, aber nächstes Jahr Weihnachten kommen wir wieder!

    Anreise nach Nakorn Phanom und Laotourism-Diskussionen
    Mit Chris habe ich mich dann am Abend des 26.12.02 nach Mo Chit begeben wir wir glücklicherweise noch ein Plätzchen im VIP-Bus nach NKP ergattern konnten. 10 Stunden später standen wir frierend am Busbahnhof von Nakorn Phanom und haben uns erst mal wieder etwas entfaltet... Das Wiedersehen mit Nick und Kaew, sowie mit der North by Northeast Tour Crew war hocherfreulich und Chris durfte gleich Ollis Position als "Schönster" übernehmen. Leider musste ich relativ schnell erfahren, dass Nick und Kaew sich etwas entfremdet haben, aber ich hoffe doch, die beiden kriegen den Rank nochmals. Nick hat schwachsinnigerweise seinen Pass irgendwie verhühnert, so kamen wir in den Genuss, von Kaew auf den Laoistrip geführt zu werden. In stundenlangen, harten Diskussionen haben wir versucht, die Internet-Prioritäten für Nicks Business richtig zusammen zu bekommen. Auf Montris Farm haben wir die Vorneujahrs-Nacht gefeiert und das Wort "Massaque" anstelle von Mariuhana ist in unseren Sprachgebrauch von Agent 008 eingebracht worden. Nach einigem Massaque durchs Bambusrohr hat er die Fische in Montris Teich gefüttert - zu unser grossen Erheiterung. Montris Vater, der sonst nicht viel spricht, meinte nur: "Da werden die kleinen Fische aber schön besoffen sein!"
    Der Laos-Trip und Madame Li's Abenteuer

    Am 02.01.03 gings endlich los auf den lang geplannten Laos-Trip. Das Team bestand aus: Kaew, Montri, Agent 008, Ede, Chris, Mike and Martin, sowie Madame Li aus Peking. Da wir alle kein Laos-Visum hatten, mussten wir über Nong Khai - Vientiane einreisen. Also gut 500 km Minibus, dann einreisen und einmal in Vientiane übernachten und am nächsten Tag mit dem Minibus wieder nach Thakaek runterreisen. Wenns geht sollten wir nächstes Jahr die Laos-Visa wieder mitbringen, denn der Teil des Trips war nicht so ein Hit. Anyway, ab Thakaek gings dann mit dem 4-Wheel-Truck weiter in die Berge. Im Nakai-Plateau haben wir in einer coolen Anlage genächtigt - unser Massaque haben wir dann trotz dem uns begleitenden Polizisten auch noch geniessen können. Der nächste Tage wäre eigentlich als Wandertag geplant gewesen, aber wir haben uns wieder auf den 4-Wheel gehechtet und haben die Fahrt genossen. Gegen Abend trafen wir in Ban Nathan ein und das Dorf machte einen sehr guten Eindruck auf uns. Wir waren seit Max Archangeloni die ersten Weissnasen im Dorf und wurden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Kaew genoss den Aufenthalt im Dorf sehr und Mike, Martin und Li fotografierten auf Teufel komm raus... Ich bin schon gespannt auf die Aufnahmen. Wir haben dem Dorf auf eine Medizin-Spende mitgebracht, leider ist das auch dringend nötig, denn das laotische Gesundheitswesen ist noch nicht sehr entwickelt. Edle Spender dürfen sich gerne bei mir melden -

    Nach der wohlverdienten Ruhepause im Dorf stand der nächste Höhepunkt der Reise bevor. Die Durchquerung der Konglo-Höhle ist spektakulär. Es handelt sich um eine 7 km lange Höhle mit einem Fluss. Wir haben 4 Longtail-Boote gechartert, so hatten wir bequem Platz in den Booten und auch all unser Gepäck kam mit. Unterwegs mussten wir mehrmals aussteigen und kurze Stücke zu Fuss bewältigen - ABENTEUER PUR! Nach der Höhlenfahrt kam die Höllenfahrt, denn wir haben bei leichtem Regen noch 50 km mit einem sogenannten I-täng absolviert. Das ist eine Holzkarre mit einem kleinen Traktor vorne dran. Bald sollte ich ein paar Fotos erhalten, die werde ich dann auch posten.... Dank einem alten James-Bond Trick (Austausch von Körperwärme) haben Kaew und ich den Trip gut überstanden. Die letzten 2 Tage in Ban Na Hin waren wieder ruhig, der Ausflug mit den Bombenbooten war der Höhepunkt. Zu gueter letzt haben wir uns mit der Aussicht auf eine warme Dusche wieder ins Flachland begeben, nur um an der Grenze festzustellen, dass Madame Li nicht wieder nach Thailand einreisen konnte. So kam es, dass ich die nächste Nacht im Bus Richtung Vientiane sass, zusammen mit Mike und Madame Li. Wir mussten die Gute wieder etwas aufbauen, denn sie ist noch nicht so erfahren in Sachen Reisen und so vergoss sie denn einige Tränen bevor der Humor wieder Oberhand gewann.

    Nach einigen Hin und Her gelang es uns schliesslich, Madame Li wieder einzuschleusen und zur Belohnung machten wir noch einen Abstecher zum Wat Sala Gaew in Nong Khai. Die Anlage beeindruckt mich immer wieder und dieses Jahr hat uns ein älterer Herr einige recht aufschlussreiche Infos gegeben. Trotzdem war ich dann auch erleichtert, als wir endlich wieder in Nakorn Phanom eingetroffen sind.
    Die letzten Tage vor der Heimkehr
    Ich konnte dann Nick und Montri davon überzeugen, dass sie herzlich bei mir in Sattahip eingeladen sind und zu meiner Ueberraschung standen wir denn schon bald danach zusammen an der Busstation, unter anderem schwer beladen mit Holzmöbeln von Ejnar aus Thakaek. Er hat mir die Möbel geschenkt, da ich ihm die Website erstellt habe (und unterhalten werde)

    Die Tage mit Nick und Montri waren cool, wir haben uns am Morgen jeweils auf den Khao Baisri Berg begeben, Montri hat das letzte Stück des Wegs erstellt und an der Nang Lam Beach waren wir natürlich auch. Ich würde mir wünschen, dass Montri eine Weile bei uns leben würde, das würde der Farm gut tun. Er hat sich gut mit unserer Familie verstanden, vor allem mit dem Schwiegerpapa, denn die beiden sind sehr an Kampfhähnen interessiert. Beim Zahnarzt war ich nochmals schnell um noch etwas am Biss rumzufeilen, alles in allem bin ich froh, das Kapitel mal wieder abgeschlossen zu haben.

    Am letzten Tag habe ich Siemens-Fritz nochmals in Pattaya getroffen und ich habe Aree ein Handy gekauft. Die Kleine erfreut mich wirklich sehr, denn sie ist jetzt voll begeistert in der Schule dabei und ich hoffe jetzt, dass nächstes Jahr auch Ihr Englisch besser wird, denn sie möchte Stewardess werden!

    Nach einem wunderbaren Abendessen im Slum bei Tic und San gings viel zu schnell wieder Richtung Don Muang Flughafen in Bangkok. Die Flüge waren recht ruhig und angenehm, allerdings hätte ich in Colombo beinahe meinen Flug verpennt. In 10 Monaten gehts wieder los - wer kommt mit?
    TextTextTextText Text

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