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Die Geschichte von Weenacha

Erstellt von moselbert, 17.12.2007, 10:44 Uhr · 63 Antworten · 3.333 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XV. DIE HEIRAT (1973)

    Eines Tages, nachdem er sich durch sein Fragen sicher sein konnte, dass Weenachas Regelblutung ausgeblieben war, bat er um eine Unterredung mit ihren Eltern.

    Nichts ahnend empfingen ihn Burit und Charawee einige Tage später. Weenacha hatte ihren Eltern noch nichts von ihrem Verhältnis und ihrer angeblichen Hochzeit erzählt, weil sie sich schämte. Die Eltern hatten zwar mitbekommen, dass Weenacha öfter mit Suchit unterwegs war, hatten dem aber keine große Bedeutung beigemessen, auch wenn sie bei Suchit irgendwie ein komisches Gefühl hatten.

    Suchit setzte sich Weenachas Eltern gegenüber. Ziemlich direkt kam er zur Sache.

    „Ich möchte Weenacha heiraten.“ sagte er.

    „Wir sind der Meinung, das Weenacha noch zu jung zum Heiraten ist. Deswegen haben wir auch die anderen Kandidaten abgelehnt. Wir haben unsere Meinung nicht geändert.“ antwortete Charawee.

    „Und Dir gebe ich sie sowieso nicht.“ dachte Burit.

    „Ich glaube nicht, dass sie zu jung ist.“ sagte Suchit. „Sie sieht gut aus. Und ich würde sie gerne heiraten. Jemand anders würde sie sowieso nicht mehr nehmen. Sie ist keine Jungfrau mehr.“

    „Wie bitte?“ fragte Burit irritiert.

    „Sie bekommt ein Kind von mir.“ behauptete Suchit.

    Burit beugte sich zu Charawee.

    „Wann kommt Weenacha nach Hause?“ fragte er.

    „Normalerweise müsste sie gleich kommen. Die Schneiderfachschule ist schon aus.“ antwortete Charawee irritiert.

    „Frag sie, ob das stimmt, was Suchit behauptet.“ Burit wandte sich wieder seinem Gast zu. „Und Du wartest hier solange. Wenn Deine Behauptungen nicht stimmen, dann werfe ich Dich raus und Du brauchst nie wieder zu kommen.“

    Nach einiger Zeit kam Weenacha von ihrer Lehre wieder zurück. Charawee empfing sie an der Tür und lotste sie in ein Nebenzimmer.

    „Ich muss mit Dir unter vier Augen sprechen.“ sagte sie.

    „Gerne, Mutter. Was gibt es denn?“ Sie setzten sich.

    „Suchit ist da. Er möchte Dich heiraten.“ begann Charawee.

    „Äh. Aber...“ Weenacha war irritiert.

    „Erzähl, was willst Du sagen?“

    „Es ist mir etwas peinlich, Mutter.“

    „Sag es ruhig. Mir kannst Du alles sagen.“

    „Er hat mich doch schon geheiratet.“

    Charawee machte den Mund und die Augen weit auf.

    „Wie? Das kann doch gar nicht sein.“

    „Doch. Er hat mich umarmt und geküsst. Und dann sagte er, das wäre unsere Hochzeit gewesen.“

    „Du Dummerchen. Das ist doch keine Hochzeit.“

    Jetzt war Weenacha erschrocken.

    „Dann hat er mich getäuscht. Na warte! Wenn ich ihn sehe!“

    „Nun mal ruhig. Ist das alles, was passiert ist?“

    „Er sagte, ich müsse jetzt öfter mit ihm zusammen sein. Als Ehefrau wäre das meine Pflicht.“

    „Du kannst als Minderjährige nicht so ohne weiteres heiraten. Er sagte, Du wärest keine Jungfrau mehr. Habt Ihr miteinander 5exuellen Verkehr gehabt?“ Charawee wurde bewusst, dass sie Weenacha noch nicht aufgeklärt hatte. „Also, ich meine, ist er irgendwie in Dich eingedrungen?“

    „Ja. Er sagte, auch das müsse ich als Ehefrau machen. Es hat aber anfangs geblutet und tat weh.“

    Charawee wurde nachdenklich.

    „Dann stimmt das also, was er gesagt hat. Warte hier.“

    Charawee ging zu ihrem Mann, der mit Suchit wortlos zusammengesessen hatte.

    „Und? Hast Du sie gefragt.“ fragte Burit.

    „Ja, habe ich. Es ist alles meine Schuld.“

    „Wieso?“

    „Ich habe unsere Tochter nicht aufgeklärt. Suchit hat sie geküsst, dann behauptet, das war ihre Hochzeit und auch noch mit ihr geschlafen. Es tut mir Leid, Burit.“

    Suchit lächelte.

    „Lach nicht so frech!“ sagte Burit erregt. „Du bist ein hinterhältiger Mensch. Aber ich will mich mit Dir nicht streiten. Denn Du hast recht. Jemand anders wird unsere Tochter jetzt nicht mehr heiraten. Ich hoffe, Du wirst als richtiger Ehemann etwas anständiger sein als bisher.“

    Und so kam es dass nach kurzer Zeit Suchit mit seinen Eltern kam. Sie brachten Geld und Schmuck ins Haus von Charawee und Burit. Danach wurde Weenacha offiziell an Suchit vergeben.

    Nachdem Weenacha eingesehen hatte, wie sehr Suchit sie getäuscht und hintergangen hatte, bestand sie darauf, die Ehe nur als kleine Zeremonie zwischen den Familien stattfinden zu lassen. Sie wollte weder eine buddhistische Heirat mit Mönchen des nahegelegenen Wat Mai, noch eine standesamtliche Hochzeit. So waren sie zwar nun beide ein Paar, auch die Nachbarn erkannten diese Verbindung an. Offiziell galt sie allerdings immer noch als ledig. Das war aber kein Problem, die offizielle Hochzeit konnte immer noch nachgeholt werden.

    Der einzige Nachteil war, sie konnte ihre Ausbildung nicht fortsetzen. Die Lehrer in der Schneiderfachschule wollten nicht, dass eine Schwangere am Unterricht teilnahm, weil sie angeblich den anderen Mädchen ein schlechtes Beispiel sein würde.

    Auch die anderen Schulen oder Ausbildungsstätten würden ähnlich handeln, wussten Charawee und Burit. So half Weenacha dann also im Haushalt und auf den Feldern der Eltern mit, so lange es ihre Schwangerschaft erlaubte.
    Suchit zog ins Haus der Schwiegereltern ein. Und er änderte sich tatsächlich ein wenig. Und so waren Weenachas Eltern schließlich doch zufrieden. Und als das Kind geboren wurde, schien die kleine Familie glücklich werden zu können. Es war ein Sohn. Sie nannten ihn Watikorn.



    Ob diese Ehe gut gehen kann? Das nächste Kapitel heißt "Die Trennung"

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Charly

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    Die folgenden Sätze habe ich fortgelassen
    Macht nichts, die Geschichte liest sich gut, obwohl das letzte Kapitel habe ich noch vor mir

    Sabei Dee Pee Mai

  4. #23
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    Es sind auch nur wenige Sätze, die ich nicht hingeschrieben habe. Da könnt Ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Später könnt Ihr dann auf meiner Internetseite die ganze Geschichte ohne Kürzungen lesen.

  5. #24
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XVI. DIE TRENNUNG (1976)


    Weenacha hatte ihren zweiten Sohn zur Welt gebracht. Suchit und sie hatten ihm den Namen Wirit gegeben.

    Suchit war immer häufiger abends nicht zu Hause. Weenacha war für ihn weniger attraktiv geworden. Die Schwangerschaften ließen ihren Körper nicht mehr so hübsch erscheinen. Sie war für ihn da, bekochte ihn, hielt seine Wäsche sauber. Oder Weenachas Mutter machte es. Er ließ es sich hier gut gehen. Und für die 5exuelle Befriedigung hatte er verschiedene Frauenbekanntschaften. Und so kam es wie es kommen musste, eines Tages, es war kurz nach Wirits Geburt, bekam Weenacha Wind von Suchits Abenteuern. Eine Nachbarin hatte Suchit mit einer anderen Frau gesehen.

    „Suchit. Wo warst Du vorgestern Abend?“ fragte Weenacha ihn daher.

    „Mit mehreren Freunden war ich zusammen, Mekhong trinken. Das hatte ich Dir doch schon gesagt.“

    „Ja. Das hattest Du. Und wer waren die Freunde?“

    „Kennst Du nicht. Bekannte eben.“

    „Kann ich nächstes Mal mitkommen? Oder besuchen wir mal tagsüber einen Deiner Freunde?“

    „Was soll die blöde Fragerei?“ erwiderte Suchit gereizt.

    „Ich will nur Deine Freunde kennenlernen.“

    „Ich will ja auch nicht Deine Freundinnen kennenlernen. Kümmere Du Dich lieber um unsere Söhne.“

    „Was meinst Du, was ich die ganze Zeit zu Hause mache, während Du abends durch die Gegend streifst? Und was meine Freundinnen angeht, eine hat Dich vorgestern Abend gesehen.“

    „Ach, ja?“

    „Ach ja. Und weißt Du wo? Nicht mit irgendwelchen Männern beim Mekhong trinken, sondern mit einer anderen Frau. Was denkst Du Dir dabei eigentlich?“

    Suchit sagte nichts.

    „Da fällt Dir nichts ein, was? Was hast Du die anderen Tage gemacht, wenn Du sagtest, Du bist mit Freunden unterwegs?“

    „Ich bin öfter mit Freunden unterwegs.“

    „Ja, ja. Ich glaube Dir kein Wort. Ist es immer dieselbe Frau, oder sind es verschiedene? Denkst Du überhaupt mal daran, dass wir unser Gesicht verlieren vor den anderen, wenn Du mich betrügst.“

    „Reg Dich nicht auf. Eine Mia Noi ist ja schließlich nichts Ungewöhnliches in Thailand.“

    „Du gibst es also zu? Du packst jetzt sofort Deine Klamotten und verschwindest. Raus!“

    „Langsam. Wir sind verheiratet.“

    „Wir sind weder buddhistisch noch gesetzlich verheiratet. Ich bin ganz froh, dass ich das damals nicht gemacht habe. Hau ab! Gehe zu einer Deiner Geliebten, aber lass Dich hier nie wieder blicken!“

    Suchit stand auf und wollte den Raum verlassen.

    „Vergiss Deine Wäsche nicht. Und komm mir bloß nicht wieder unter die Augen.“

    Suchit packte seine Sachen zu einem Bündel und verließ wortlos das Haus. Weenacha setzte sich in eine Ecke und weinte.

    Es klopfte an der Tür.

    „Darf ich hereinkommen, Weenacha?“ fragte Charawee.

    „Ja, sicher, Mutter.“ Weenacha wischte sich die Tränen aus den Augen.
    Charawee setzte sich neben ihre Tochter und nahm sie in den Arm.

    „Ich habe das meiste mit angehört.“

    „Laut genug war ich ja.“

    „Ja. Aber zu Recht. Ich denke auch, dass er Dich betrügt. Sonst hätte er ja mal seine Freunde hier mit hergebracht. Du schaffst das schon. Wir helfen Dir wo wir können.“

    „Danke Mutter. Ich werde versuchen mir etwas zu arbeiten zu suchen, wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind.“

    „Du bist erst 18. Deine Söhne sind noch Babys. Du brauchst Dich nicht zu beeilen. Deine Brüder sind 15 und 13. Die müssen wir auch noch groß bekommen. Das schaffen wir schon. Dein Vater ist zwar nicht mehr der jüngste und ich bin zuckerkrank, aber wir haben genug Leute die für uns auf den Feldern arbeiten und einen guten Verdienst. Und Irgendwann findest Du auch einen guten Mann.“

    „Ach, wer will mich denn noch. Mit zwei kleinen Kindern.“

    „Ich habe nicht gesagt, dass es einfach wird.“ lächelte Charawee.



    Um Vaters Tod geht es im nächsten Kapitel

  6. #25
    Avatar von ChangLek

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    .....ich wundere mich immer wieder, wie Du solch schöne Geschichten zusammen bekommst..... :bravo:

  7. #26
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    Wie ich Geschichten zusammenbekomme, ist eigentlich ganz "einfach": Ich schreibe das, was ich gerne lesen möchte.

    Ob die Geschichten schön sind, das muss der Leser entscheiden. Oder die Leserin.

    Danke für die Lorbeeren.
    :-)

  8. #27
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XVII. VATERS TOD (1976)


    „Wir mussten Burit ins Krankenhaus bringen.“ sagte einer der Arbeiter zu Charawee.

    „Wo ist er? Im Siriraj?“ fragte sie.

    „Ja.“

    Charawee suchte nach ihrer Tochter.

    „Weenacha! Wo bist Du?“

    „Hier Mutter, hinter dem Haus am Kanal, Wäsche waschen.“ rief Weenacha.

    Charawee ging zu ihr.

    „Weenacha, Du musst ein bisschen auf Deine Geschwister aufpassen. Ich kann mich um sie nicht kümmern. Vater ist zusammengebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Ich werde zu ihm gehen. Ich weiß noch nicht wann ich wiederkomme.“

    „Ist es schlimm?“

    „Ich weiß es nicht. Ich hoffe nicht. Ich gehe dann los.“

    „Grüß ihn schön und wünsche ihm gute Besserung.“

    „Das mache ich. Bis später, Kind.“

    Charawee verließ das Grundstück.

    „Mutter hat ganz schön zugenommen in den letzten Jahren.“ dachte Weenacha. Charawee war zuckerkrank geworden. Ob das wegen ihres Übergewichts war oder die Zuckerkrankheit die Ursache für das Gewicht war, wusste sie nicht.

    „Wo ist Mutter?“ fragte der 15jährige Chawakorn.

    „Sie ist bei Vater im Krankenhaus.“

    „Komme er bald wieder?“

    „Ich denke schon.“

    „Weißt Du, was ich machen werde, Piisao?“

    „Was?“

    „Ich lerne Thaiboxen. Und dann werde ich berühmt und Ihr könnt mich bei den großen Kämpfen besuchen.“

    Weenacha lächelte. Seit Chawakorn die Schule beendet hatte, schmiedete er große Pläne. Leider konnte er nicht weiter zur Schule gehen, denn weiterführende Schulen kosteten zu viel Geld. Ihr jüngster Bruder Sarak konnte mit seinen 13 Jahren noch die staatliche Schule besuchen. Chawakorn übte wie schon in den vergangenen Tagen Boxbewegungen auf dem Hof.

    Weenacha war in Gedanken versunken. Sarak kam bald aus der Schule zurück. Ihre eigenen Kinder schliefen. Sie war erst 18, eigentlich ein junges Mädchen, aber sie sorgte bereits für zwei Kinder, und ihre jüngeren Geschwister brauchten auch noch Aufsicht. Sie hatte eine ganze Menge Verantwortung in diesem Moment, wo ihre Mutter nicht da war und ihr Vater im Krankenhaus lag.

    Nach etlichen Stunden kam Charawee wieder zurück. Sie sah aus als hätte sie lange geweint.

    „Was ist, Mutter?“ fragte Weenacha. „Wie geht es Vater?“

    Charawee schluchzte und nahm ihre Tochter in den Arm.

    „Ist er...?“

    „Die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen, Kind.“ Sie weinte.

    Weenacha hielt ihre Mutter wortlos im Arm.

    „Wir werden wohl etwas Land verkaufen müssen, um die Beerdigungsfeierlichkeiten zu bezahlen.“ sagte Charawee nach einiger Zeit. „Schade, dass Chawakorn und Sarak noch zu jung sind, um die Landwirtschaft zu übernehmen. Ich kann durch meine Krankheit auch nicht mehr so arbeiten. Du hast Dich um die Kinder zu kümmern.“

    „Wir haben ja noch die Arbeiter.“

    „Zum Glück. Ich hoffe, wir machen etwas Gewinn. Die Arbeiter wollen ja auch ihren Lohn haben.“

    „Wir schaffen das schon, Mutter.“

    „Hoffentlich.“ dachte Charawee.


    "Der Kredithai" ist der Titel des nächsten Kapitels.


    (Halbzeit der Geschichte, übrigens...)

  9. #28
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XVIII. DER KREDITHAI (1978)


    „Vielleicht ist es besser so, Weenacha.“

    Charawee lag schwer krank zu Hause im Bett.

    „Das darfst Du nicht sagen, Mutter.“

    „Kind, die teuren Medikamente. Wir haben keine Krankenversicherung.“

    „Dafür haben wir Gold, das wir verkaufen können. Wir haben genug Ländereien.“

    „Und wovon willst Du später leben? Denk an Deine Kinder und Geschwister.“

    „Du wirst schon wieder gesund, Mutter.“ beruhigte Weenacha sie.

    Allerdings wusste sie ganz genau, dass das wohl nicht so sein würde. Schließlich war Charawee schwer zuckerkrank und trotz ihrer erst 50 Jahre wirkte sie viel älter. Die ganzen teuren Medikamente, die der Arzt verschrieben hatte, Insulin vor allem, rissen tiefe Löcher in die Familienkasse.

    Weenacha legte sich abends zum Schlafen ins Zimmer ihrer Mutter. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war Charawee tot. Weenacha ließ zwar von Verwandten in der Nachbarschaft den Arzt holen, aber er konnte nichts mehr machen.
    Ihre Kinder Watikorn und Wirit waren mit ihren 4 beziehungsweise 2 Jahren noch zu jung, um den großen Einschnitt im Leben der Familie zu begreifen. Ihre Brüder waren allerdings schon alt genug, um zu verstehen, dass sie jetzt auf sich alleine gestellt waren. Keine Eltern, die ihre schützende Hand über sie hielten.

    „Ich bin jetzt für Euch verantwortlich.“ sagte Weenacha zu Chawakorn und Sarak. Der 17jährige Chawakorn hatte tatsächlich angefangen Thaiboxen zu lernen. Dazu fuhr er regelmäßig mit dem Zug ins benachbarte Salaya. Sarak, 15 Jahre, würde bald sein letztes Schuljahr beenden. Auch er konnte dann wegen der Schulgebühren keine weiterführende Schule besuchen. Was er danach machen wollte, wusste er noch nicht so recht.

    „Es wird eine schwere Zeit.“ fuhr Weenacha fort. „Aber ich werde zu Hause etwas hinzuverdienen. Ich habe ja schließlich Schneiderin gelernt. Nicht bis zum Schluss, aber ich denke, daraus kann ich etwas machen.“

    Nach einigen Tagen kam ein ihr unbekannter Mann ins Haus.

    „Guten Tag, mein Name ist Aranya.“ stellte er sich vor.

    „Guten Tag. Was verschafft uns die Ehre Ihres Besuchs?“ Weenacha bot ihm einen Sitzplatz und ein Glas kühles Wasser an.

    „Danke schön.“ sagte Aranya, nahm einen Schluck, und fuhr fort. „Ich möchte Ihnen zunächst mein Beileid zum Tode Ihrer Mutter aussprechen.“

    „Danke.“

    „Ihre Mutter war in den letzten Monaten, als sie noch einigermaßen gehen konnte, bei mir gewesen und hatte über ihre finanziellen Nöte geklagt. Sie meinte, sie müsste eigentlich Land oder Gold verkaufen. Allerdings wollte sie es nicht machen, weil beides für ihre Kinder gedacht war. Deswegen hat sie sich bei mir Geld geliehen.“

    „Davon hat sie gar nichts gesagt.“

    „Sie wollte sicher nicht das Gesicht gegenüber ihren Kindern verlieren. Sie versprach es mir nach ihrer Genesung wieder zurückzuzahlen.“

    Weenacha dachte nach. Sprach dieser ihr unbekannte Mann die Wahrheit oder nicht?

    „Haben Sie etwas Schriftliches?“

    Er griff in die Tasche, die er bei sich trug und holte einen Zettel hervor. Es handelte sich um ein Formblatt auf dem ihre Mutter bestätigte, dass sie Herrn Aranya einen bestimmten Betrag schuldete.

    „70000 Baht? Das kann nicht sein.“ Weenacha war irritiert.

    „Sie hat Ihnen nichts erzählt. Das dachte ich mir.“

    „So viel Geld würde sich meine Mutter niemals leihen.“

    „Hat sie aber. Es tut mir leid, dass wir sie nicht mehr fragen können.“ sagte Aranya. „Aber Sie sehen hier ja den Schuldschein. Ich möchte das Geld natürlich so bald wie möglich zurückbekommen. Ich werde Ihnen aber etwas Zeit einräumen. Sie haben ja mit der Beerdigung genug zu tun. Wenn Sie mir das Geld innerhalb zwei Monaten nach der Beerdigung ihrer verehrten Frau Mutter zurückzahlen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.“

    „So viel Geld kann ich unmöglich aufbringen.“

    „Verkaufen Sie etwas vom Land oder vom Gold, junge Frau.“

    „Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.“ sinnierte Weenacha. „Überlassen Sie mir den Schuldschein?“

    „Wo denken sie hin? Nachher ist er verschwunden und Sie behaupten, es habe ihn nie gegeben. Sie bekommen ihn, wenn ich das Geld von ihnen bekommen habe. Auf Wiedersehen. Und nochmals mein herzliches Beileid.“

    Herr Aranya stand auf und verließ das Haus.

    Ihre Mutter würde sich doch nie 70000 Baht leihen. Oder geliehen haben. Oder vielleicht doch? Oder waren es nur 7000 gewesen und Herr Aranya hatte eine Null angefügt?

    Weenacha wusste es nicht.

    Allerdings hatte sie keine Wahl. Denn mit diesem Schuldschein hatte er alle Trümpfe in der Hand. So bezahlte Weenacha schließlich ein paar Wochen nach der Beerdigung ihrer Mutter die Schulden. Das Familiengold und die Ländereien waren etwas weniger geworden.


    Die arme Weenacha scheint das Unglück anzuziehen. Das nächste Kapitel handelt von einem Eisenbahnunglück.

  10. #29
    Avatar von moselbert

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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XIX. DAS EISENBAHNUNGLÜCK (1979)


    Weenacha wachte auf. Sie schaute auf die Uhr. Sie erschrak. Es war schon 6 Uhr. Sarak schlief natürlich auch noch. Er hatte sich immer darauf verlassen, dass Weenacha ihn rechtzeitig weckte, damit er den Zug zur Nailong Schule in Bangkok Noi nehmen konnte. Bisher hatte sie auch noch nie verschlafen. Es war heute das erste Mal.

    Sie stand auf und weckte Sarak, der sich den Schlaf aus den Augen rieb.

    „Ich habe verschlafen, Bruder.“ sagte sie zu ihm. „Den Zug schaffst Du nicht mehr. Er müsste gerade jetzt abfahren. Du musst den nächsten nehmen. Entschuldige Dich bitte bei Deinem Lehrer und sag dass ich verschlafen habe. Es tut mir Leid, ich weiß auch nicht wie das passieren konnte.“

    „Das macht nichts, Schwesterherz. Er wird das schon nicht so eng sehen.“

    Sarak stand auf und ging hinunter zum Kanal um sich zu waschen. Weenacha holte in der Zwischenzeit das Bügeleisen und plättete das Hemd der Schuluniform.

    Während sie bügelte, bemerkte sie, dass auf den Wegen und in den Häusern der Siedlung mehr geredet und diskutiert wurde, als es sonst um diese Zeit üblich war. Offenbar machten irgendwelche Neuigkeiten in der Nachbarschaft die Runde. Sie würde es schon früh genug erfahren, dachte sie, und bügelte weiter.

    Kurze Zeit später hörte sie draußen jemand weinen und ihren Namen rufen. Es war eine ihrer Tanten. Sie ging an die Tür.

    „Was ist denn los, Tante?“ fragte Weenacha.

    „Die Eisenbahn ist verunglückt.“ schluchzte diese. „Und viele Bekannte und Verwandte waren drin. Alle, die zur Schule oder zum Markt gefahren waren.“

    „Ist jemand verletzt?“

    „Ich weiß nicht, wer verletzt ist. Aber es hat wohl auch Tote gegeben, sagen die Leute.“

    Weenacha nahm ihre weinende Tante in den Arm.

    „Ich glaube, ich muss gleich ein Dankgebet sprechen.“ sagte sie. „Ich habe heute verschlafen. Das ist mir noch nie passiert. Und so ist Sarak nicht mit dem Zug gefahren.“

    Der Angesprochene kam von seinem morgendlichen Bad im Klong wieder zurück.

    „Was ist los? Warum weinst Du?“ fragte er seine Tante.

    „Die Eisenbahn ist verunglückt.“ antwortete Weenacha an ihrer Stelle. „Wahrscheinlich fährt heute kein Zug mehr nach Thonburi.“

    „Ist es schlimm?“

    „Das weiß noch keiner so genau.“

    Sarak ging wieder ins Haus zurück und weckte seinen älteren Bruder Chawakorn. Er erzählte ihm was passiert war. Chawakorn hatte eigentlich später mit einem Zug zum Boxtraining nach Salaya fahren wollen. Auch er konnte das jetzt wohl vergessen. Auch Chawakorn wusch sich schnell im Klong, zog sich an und verließ dann mit seinem jüngeren Bruder das Haus.

    „Wo wollt Ihr hin?“ fragte Weenacha.

    „Wir versuchen zur Unfallstelle zu gehen und nachzuschauen was passiert ist.“ sagte Sarak und lief mit Chawakorn den Fußweg entlang.

    Weenacha war das zwar nicht so recht, weil sie nicht wusste, wie viel passiert war und ob es für Schaulustige eventuell gefährlich werden könnte. Aber sie wusste, dass ihre Brüder sehr neugierig waren.

    Sie tröstete ihre Tante, die sich kurze Zeit später wieder auf den Weg nach Hause machte. Weenacha bereitete Frühstück, frischen Reis mit aufgewärmtem Gemüse und Fleisch von gestern, und weckte dann ihre Söhne Watikorn und Wirit. Sie gab ihnen zu essen und wusch sie anschließend am Klong. Während der ganzen Zeit hörte sie oft Sirenen, offenbar von Krankenwagen, die auf der etwa einen Kilometer entfernten Straße fuhren, die Salaya und Talingchan verband. Auch Hubschrauber waren zu hören und ab und zu auch zu sehen.

    Später kamen Chawakorn und Sarak wieder nach Hause. Sie waren nicht mehr so munter und redefreudig wie noch am Morgen.

    „Und?“ fragte Weenacha. „Wie sieht es aus?“

    „Es ist sehr schlimm.“ sagte Chawakorn nachdenklich. „Es hat wohl viele Tote gegeben. Ein Güterzug ist mit dem Nahverkehrszug kollidiert.“

    „Passt Du bitte auf die Kinder auf?“ bat Weenacha.

    „Wo willst Du hin?“

    „Ich werde zum Tempel gehen und beten. Sarak, bitte komm mit. Wenn ich nicht verschlafen hätte, dann wärest Du eventuell jetzt auch tot.“

    Sie ging mit ihrem jüngsten Bruder in Richtung Tempel. In den Häusern hörte sie Menschen reden, die Stimmen waren gedämpft. Hie und da wurde auch geweint. Dann gingen sie über die Brücke, die die beiden Ufer des Klongs miteinander verband. Direkt gegenüber war der Wat Mai. Er gehörte zwar nicht zu Bangkok sondern zur Provinz Nonthaburi, aber er war trotzdem der Heimattempel der Bewohner der Siedlung Thamassop.

    Zunächst machten Sarak und Weenacha Halt an der Grabstelle ihrer Eltern, eines kleinen Grabmals in Form eines Chedi, in dem die Urnen von Vater und Mutter beigesetzt waren. Mutter Charawee war erst vor einem Jahr gestorben.
    Anschließend opferten sie Buddha Räucherstäbchen, Lotosblüten und Blattgold. Weenacha fragte sich dabei, ob vielleicht ihre Mutter die schützende Hand über die Familie gehalten hatte. Mutter war die beste und liebenswerteste Person gewesen, die sie bisher gekannt hatte. Und sicher hatte sie das Unglück geahnt und Weenacha einen tiefen Schlaf beschert. Das glaubte sie und bedankte sich.

    In den nächsten Tagen wurde aus den Zeitungs- und Radioberichten das Ausmaß der Katastrophe klar. Man sagte, dass 54 Menschen gestorben seien. Es war das schlimmste Eisenbahnunglück in Thailands Geschichte gewesen, 76 Jahre nach Eröffnung der Linie von Thonburi nach Petchaburi, die dann weiter in den Süden bis Singapur verlängert worden war. Weenacha hatte allerdings den Eindruck, dass die Zahl der Toten in Wirklichkeit noch höher war. Auf dem Tempelgelände des Wat Mai hatte man nicht genug Platz, um alle Leichen bis zur Verbrennung aufzubahren. So mussten einige der Toten zunächst in den Häusern der Siedlung bleiben. Und das waren nur die Toten aus Thamassop gewesen. Es hatten sicher auch Fahrgäste aus Nakhon Pathom, Nakhon Chaisi oder Salaya im Zug gesessen.



    Um Suchits Rückkehr geht im nächsten Abschnitt. Warum kommt er zurück? Was hat er vor? Wir werden es erfahren.

  11. #30
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    Re: Die Geschichte von Weenacha

    XX. SUCHITS RÜCKKEHR (1980)


    Das Haus hatte umgebaut werden müssen. Das Dach war undicht geworden und einige Stützbalken hatten den Angriffen der Termiten nichts mehr entgegenzusetzen gehabt. Und es sollte etwas aufgestockt werden. Weenacha beauftragte eine Firma mit dem Umbau. Er sollte 100.000 Baht kosten. Der Umbau startete im Dezember. September und Dezember waren die einzigen Monate in Thailand, in denen traditionell mit einem Hausbau begonnen wurde. Diese beiden Monate brachten Glück.

    Trotz dieses gewählten Starttermins ergaben sich nach Angaben der Firma beim Bau einige Schwierigkeiten. Welche das waren, hatte der Firmeninhaber zwar erläutert, aber Weenacha hatte nicht verstanden, ob das der Wahrheit entsprach oder nicht. Vielleicht war es dem Firmeninhaber in der Zwischenzeit auch klar geworden, dass er von der 22jährigen Weenacha etwas mehr Geld verlangen konnte.

    Bevor das Dach neu gebaut werden konnte, kam der Firmeninhaber zu Weenacha und erklärte ihr, dass sich der mündlich gemachte Kostenvoranschlag nicht mehr halten ließ. Anstatt der veranschlagten 100.000 Baht würde der Umbau 300.000 Baht kosten.

    Weenacha war erschrocken. Sie konnte das Geld zwar aufbringen, aber nur, wenn sie Land verkaufte.

    „Dreihunderttausend? Das ist mir zu viel.“

    „Wenn Sie das Geld nicht bezahlen können, dann einigen wir uns halt auf die vereinbarten 100.000. Allerdings können wir dann nicht mehr weiterarbeiten.“

    „Und das Dach?“

    „Wir mussten mehr Stützbalken austauschen. Das Holz ist teurer geworden. Uns sind die Hände gebunden. Wir sind schon jetzt im Minus. Und das Dach können wir zu dem Preis mit Sicherheit nicht mehr bauen. Also, wenn Sie in einem Haus ohne Dach leben wollen...“

    Das wollte in Thailand natürlich niemand. Jetzt in der Trockenzeit ging es vielleicht noch. Wenn aber in der Regenzeit die Wolken ihre Schleusen öffneten... Weenacha wagte gar nicht daran zu denken. Und so einigte sie sich mit dem freundlich (oder zufrieden) lächelnden Firmeninhaber auf die Zahlung von insgesamt 280.000 Baht. einen gewissen Nachlass hatte er beim Feilschen freundlicherweise gewährt.

    --------------------

    Weenacha arbeitete zu Hause als Näherin. Das noch in ihrem Besitz befindliche Ackerland hatte sie verpachtet. Und so kamen sie finanziell einigermaßen gut über die Runden. Und es hatte den Vorteil, dass sie zu Hause war und auf die Kinder aufpassen konnte.

    Eines Tages bekam sie Besuch. Suchit war mit seinen Eltern gekommen.
    Sie bat die Drei ins Haus und bot ihnen etwas zu trinken an.

    „Wir wissen, Weenacha, dass Du es sehr schwer hast. So ganz alleine, die Eltern gestorben. Es wäre besser, wenn Du wieder einen Mann im Hause hättest.“ begann Suchits Mutter.

    „Das mag sein. Aber nicht Suchit. Er hat mich mit anderen Frauen betrogen. Ich habe ihn vor Jahren rausgeschmissen.“

    Sie warf dem Vater ihrer Kinder einen bösen Blick zu.

    „Ich habe mich geändert, Weenacha.“ sagte Suchit.

    „Wer’s glaubt.“

    „Doch. Er hat sich wirklich geändert.“ sagte Suchits Mutter. „Er hat hart gearbeitet. Zuletzt war er beim Einkaufszentrum The Mall Bangkapi als Klempner tätig. Er bedauert sein Verhalten von damals.“

    „Ja, das stimmt, Weenacha. Ich habe mich damals nicht gut verhalten. Ich weiß es jetzt. Und die Kinder brauchen einen Vater.“

    „Das fällt Dir spät ein.“

    „Besser spät als nie, Weenacha.“

    Da auch die Suchits Eltern ihr gut zuredeten, willigte sie schließlich ein, Suchit wieder bei sich aufzunehmen.

    Er schien sich tatsächlich gebessert zu haben. Er ging regelmäßig arbeiten und brachte Geld mit in den gemeinsamen Haushalt.

    Und Weenacha wurde wieder schwanger. In dieser Zeit bemerkte sie allerdings, dass Suchit wieder der Alte wurde. Er war häufig ungehalten, versuchte sogar seine Frau zu schlagen. Schließlich kam er öfter betrunken nach Hause. Als Weenacha erfuhr, dass er sich erneut mit anderen Frauen vergnügte, war das Maß voll. Sie versuchte ihn wieder wie schon vor 4 Jahren aus dem Haus zu werfen. Allerdings ging er diesmal nicht. Mit dem Hinweis, er müsse sich ja um die Erziehung der Kinder kümmern, blieb er bei ihr wohnen. Und er drohte ihr Schläge und Schlimmeres an, wenn sie noch mal versuchen würde, ihn loszuwerden.

    In ihrer Not wandte sich Weenacha an die Polizei. Sie schilderte ihr den Fall. Ein Polizist begleitete sie nach Hause. Er holte bei Nachbarn und Verwandten Weenachas zunächst Erkundigungen ein. Die Nachbarn bestätigten im Großen und Ganzen Weenachas Version. Dann stellte der Polizist Suchit zur Rede. Er stritt zwar alles ab, was ihm aber nicht viel half. Der Polizist drohte Suchit mit Haft, wenn er nicht unverzüglich das Haus verlassen und Weenacha in Ruhe lassen würde. Er sei schließlich offiziell mit Weenacha nicht verheiratet und wenn sie es wolle, müsse er gehen.

    Mit wütendem Blick verließ Suchit Weenacha. Eine Haft in Thailands berüchtigten Gefängnissen wollte er nicht riskieren.

    Ein paar Monate später kam der dritte Sohn Weenachas und Suchits zur Welt. Weenacha nannte ihn Suthimon.


    Um eine Wäscherei geht es im nächsten Teil.

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