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Die Fragen...

Erstellt von hello_farang, 17.07.2007, 02:32 Uhr · 176 Antworten · 22.512 Aufrufe

  1. #41
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Die Jungs sollen ruhig ihre Geschaefte machen, auch wenn die bestimmt illegal sind. Mir kann es egal sein, solange nicht gleich die Polizei oder eine andere Bande auftaucht. Bam kommt von der Tanzflaeche und ich bitte sie, mal nach meiner Schulter zu sehen. Vorsichtig ziehe ich das Hemd aus und schiebe den Streckverband zur Seite, wie erwartet tritt an der Bruchstelle etwas Blut aus. Die eine Knochenspitze ist durch die Haut gedrungen. John, scareface, und die anderen schauen begeistert zu, warum nur muessen alle Thais von Wunden und Schmerzen so fasziniert sein? Ich druecke die Knochenteile wieder in Position, waerend Bam am Tresen Jod und etwas zum Verbinden holt.

    Maennlicher waere es wahrscheinlich, wenn ich mir einfach einen Schluck Black Label draufschuetten und dann das Hemd wieder anziehen wuerde. Bam bringt Tippa mit, die fragt wie das passiert ist. Ich deute nur auf John, der etwas bedroeppelt dreinschaut. So wie ein Koeter den man beim Klauen einer Wurst vom Esstisch erwischt hat. Und er bekommt seine Abreibung, Tippa haut ihm ein paarmal auf den Ruecken und flucht etwas auf thai, alle lachen. Als sich John grinsend halb umdreht um ihrer Faeuste habhaft zu werden, huepft sie aber sicherheitshalber schnell hinter meinen Ruecken. "Hey Kraut, you have beautyful bodyguards" haut John raus, wieder muessen wir alle herzlich lachen. Das Jod brennt im offenen Fleisch, ich bitte laechelnd um einen Nachschlag. Zaertlich tupft Bam das ueberschuessige Jod von der Haut, und klebt mir mit zwei Steifen thailaendischem Leucoplast die Mullkompresse fest. Den Streckverband darf John festziehen, denn er scheint ja drauf zu stehen Deutschen Schmerzen zuzufuegen. "Ayyy" es tut wirklich weh. Ich schnipse Bam und Tippa zu und zeige auffordernd in Richtung John "Top salop salai!", woraufhin er scherzhaft vor den Amazonen fluechtet. Resultat ist natuerlich wieder schallendes Gelaechter in der Runde.

    Den naechsten Whiskey lehne ich dankend ab, habt ihr kein Bier am Start? Die fuer unseren Tisch extra abgestellte Kellnerin giesst mir ein Glas ein, und bevor ich "Mai sai nam kaeng" sagen kann bestueckt sie es mit vier gelochten Eiswuerfeln. Na gut, so einer suessen Bedienung kann man nicht boese sein. Absolut niedlich, enges Oberteil, viel zu kurzer Rock, hohe Schuhsohlen, irgendwie verstehen es die Thais ihre Kellnerinnen auszusuchen und zu stylen. Das Auge trinkt schliesslich mit, man hat die tolle Beine. Bekomme von Bam natuerlich sofort die Quittung in Form mehrerer Knuffies auf den rechten Oberarm, Tippa umfasst meinen Nacken und drueckt fest zu. Grinse John an "With girlfriend like these you do not need enemies", was meine Qualen jedoch nur noch verlaengert.

    Es ist in geselliger Runde spaet geworden, halb eins zeigt mein Handy mir an. Ich sage meinen Maedels, das wir ja morgen frueh raus muessen, und besser mal nach Hause fahren sollten. Kurz und knapp sind die thailaendischen Verabschiedungen, nur John kommt noch mit raus zu den Mopeds. Er entschuldigt sich nochmal fuer seinen Fehlschlag, er dachte es waere die andere Schulter gewesen. "Mai pen arai", mach dir mal keinen Kopp.

    Eine Viertelstunde spaeter sind wir wieder im Bungalow, ich lasse mich erstmal aufs Sofa fallen. Wobei, einen Joint sollten wir noch rauchen, oder? Ich gehe in unser Zimmer und hole den Beutel mit der beaengstigend abgenommenen Menge Grass. Da muss bald mal Nachschub organisiert werden. Was mir jedoch viel mehr Sorgen bereitet ist die Tatsache, das meine OCBs zur Neige gehen, vielleicht noch 10 Blaettchen sind in der Packung. Zwar kann ich Zigaretten mit den ungummierten thailaendischen Blaettchen drehen, auch mit Palmwedelstueckchen, aber eine vernuenftige Tuete bekommt man damit nicht hin. Nicht umsonst ziehen sich die Thais meisst Bambusrohre rein, vielleicht ware das mal eine lohnende Investition? Na egal, fuer heute Nacht reicht es ja, ich bastele uns ein gepflegtes Dreiblatt. Tippa liegt neben mit auf der Couch, ihr Oberkoerper jedoch auf meinen Oberschenkeln, sie schaut aufmerksam zu wie die Tuete entsteht. Bam kuemmert sich derweil um den Fernseher und DVD-Player, legt eine Konzert-CD ein und kommt dann zu uns aufs Sofa. Krault mir ueber den Nacken und durch die Haare, ich kuesse sie nebenbei mal auf ihre Wange, sie beisst mir in den Hals das es so richtig weh tut. Mein empoertes "Ja bist du irre?" erstickt sie einfach mit ihrer schnellen Zunge.

    Die Tuete schmeckt, und zeigt Wirkung. Selbst ich muss mal wieder husten, anscheinend ziemlich stark gebaut das Teil. Ein echt heftiger Betthupfler, aber so mag ich es. Viel hilft viel, oder so. Meine Freundinnen winken nach zweimal ziehen lachend ab, ich bleibe also auf der halben Tuete sitzen. An sich kein Problem, aber ich bin selbst schon ziemlich durch, der Abend war lang und heftig. Bevor Tippa auf mir einschlaeft kitzele ich sie lieber wach und schicke sie ins Bett. "Only with you" schnurrt sie uns zu, macht dabei nichtmal die Augen auf sondern grinst nur. Mein linker Oberschenkel ist zu ihrem Kopfkissen geworden, in das sie sich vertraeumt schmiegt. "Hey honey, you are not in your bed, or in our bed!" Wir gehen also gemeinsam in Bams Zimmer, ich staune wieder einmal ueber Tippas wundervollen Hueftschwung und ihren knackigen Apfelhintern. Wie kann man auf den paar Metern einen Mann nur so wuschig machen, und das ungewollt?! Bam fest im Arm glaube ich kaum, was ich da direkt vor mir sehe.

  2.  
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  3. #42
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Ein grosses Bett kann sehr entspannend sein. Kann, muss aber nicht. Die Hasen kuscheln sich unter die Bettdecken, ich muss zusehen das ich irgendwie dazwischen passe. Wird mir aber schnell zu bloed, ich will nicht wieder ohne Decke daliegen, also scheuche ich Bam nochmal hoch, damit sie mir eine weitere holt. Und die wird sofort ausgetauscht mit der von Tippa, denn ihre ist viel laenger als meine. Natuerlich kontert sie, indem sie mir auf die Pelle rueckt. Bam laesst sich nicht lumpen und kommt auch auf mich zu. Ja verdammt nochmal, ich will doch nur pennen. Die zarten Koerper auf und neben mir machen es schwierig, aber es klappt.

    Der Wecker klingelt mitten in der Nacht um 5:30 Uhr. Mit Bam gehe ich kurz duschen und so, Tippa luemmelt sich weiterhin im Bett rum. Ich wecke sie auf, muss dabei handgreiflich werden. Kann es mir natuerlich auch nicht verkneifen, ihren suessen Koerper zu massieren. Los steh auf, bald kommt unser Lift. Sie muss einsam unter die Dusche, es tut mir in der Seele weh. Waerenddessen packen Bam und ich ein paar Sachen in eine Sporttasche, viel brauchen wir ja nicht fuer die zwei Tage. Tippa kommt aus der Dusche, sie sieht aus wie ein Engel im Regen. Ihre noch nassen langen schwarzen Haare kleben schimmernd an Schulter und Busen, ich kann wieder mal nur noch verzweifelt mit dem Kopf schuetteln. Die personifizierte Erotik, ob ihr das ueberhaupt wirklich bewusst ist? Ich deute auf die Tasche, pack deine Klamotten ein, leo leo. Bam hat mir einen Nescafe gemacht mit viel Zucker, als sie mit der Tasse ins Schlafzimmer kommt muss sie grinsen. Der farang konnte sich also beherrschen bei dem Anblick ihrer Freundin. Schaut kurz nach meiner Wunde an der Schulter, alles ist wieder zu aber dennoch klebt sie mir ein frisches Pflaster drauf.

    Ich setze mich an den Wohnzimmertisch und drehe mir schnell ein kleines Ego-Tuetchen. Viel Grass ist nicht mehr uebrig, na hoffentlich bekommen wir was in Railey. Stecke mir den schmalen Beutel in die Brusttasche, und gehe mit meinem Kaffee raus auf die Terrasse. Die Weiber stopfen Shampoo, Parfuem, Schminkzeug und was noch alles in die Reisetasche. Hey, wir sind doch nur zwei Tage unterwegs? Na egal, ich starte den Spliff, gruesse mehrere Nachbarn und Nachbarinnen. Huehnerhaltung scheint hier verboten zu sein, dafuer kommt der haessliche kleine graue Pudel von neulich wieder vorbei. Ich streichele ihn, er ist ein merkwuerdiges Viech. Wedelt mit dem Schwanz, solange man ihn in Ruhe laesst. Aber sobald man ihm das Fell krault, faengt er an zu knurren und mit den Zaehnen zu blecken. Seine ganz eigene Art zu sagen, das es ihm gefaellt. Blase ihm ein paarmal etwas Rauch auf die Schnauze, scheint ihm egal zu sein. Vielleicht steht er ja aber auch auf die gewuerzte Abluft.

    Um 7:20 Uhr steht der Minibus vor dem Haus, drinnen sitzt bereits ein Paeaerchen, der Kofferraum ist fast voll mit zwei Taschen und zwei Koffern. Ausserdem haben beide noch je einen kleinen Rucksack dabei, wieso muessen die farangs nur soviel Zeug mit sich rumschleppen?? Gibt es in Thailand keine Waeschereien, und keine shops? Ihr seid ja alle irre! Unsere Tasche landet auf dem Dachgepaecktraeger und wird festgezurrt. Der Fahrer versucht, mich neben das Ehepaar auf der hintersten Bank zu plazieren, ich lehne natuerlich ab. Wir drei machen eine Bank voll, also werden wir auch nebeneinander sitzen. Und hoer auf so zu glotzen, ja die beiden Hasen sind verdammt huebsch. Ich wechsele ein paar Worte mit unseren Beifahrern, sie kommen aus Schweden. Wollen rueber nach Krabi, ich grinse und meine nur, das sie dann Glueck haben und ihr ganzen Hausrat nicht durchs Wasser bis an den Strand schleppen muessen. Er ist gut drauf, aber seine Frau wittert bei mir einen Hallodri und 5extouristen. Gut, ich kann es ihr nicht wirklich veruebeln bei meinen Begleiterinnen. Der Fahrer sammelt noch drei weitere Gaeste ein an einem Hotel in Kata, dann geht es rueber nach Phuket town zum Busbahnhof. Dort befindet sich das Buero, ich muss die Tickets bezahlen. Also steige ich mit Bam aus und gehe in das Buero. Eher nebenbei findet die Gelduebergabe statt, denn Bam unterhaelt sich ohne Punkt und Komma mit ihrer Freundin dort.

  4. #43
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Unsere schwedische Mitreisende ist etwas hektisch und nervoes, ob wir das Schiff denn noch erreichen werden. Der Zwischenstop am Buero war nicht eingeplant. Alte entspann dich doch mal, und hoer auf hier so rumzuzetern am fruehen Morgen. Die werden schon auf uns warten, wenn der Fahrer es dir sagt. Unsere kurze Abwesenheit haben die drei jungen Maenner, die wir in Kata aufgenommen hatten, dazu genutzt sich an Tippa ranzumachen. Sie ist sichtlich froh als wir wieder zusteigen, denn sofort schmiegt sie sich an meinen Arm. "Nee Jungs, so wird das nichts" grinse ich sie an. Wie sich nun rausstellt verstehen sie mich, kommen aus Suedtirol. Sofort versuchen sie sich zu entschuldigen "Wir dachten, dies sei deine Freundin", deuten auf Bam. "Nein, beide", das scheint sie erstmal etwas zu ueberfordern, denn einen Augenblick lang herrscht Ruhe. Es folgt der uebliche Urlaubs-smalltalk. Woher, wohin, wie lange, und so weiter.

    Die drei kommen aus Bozen, studieren jetzt aber in Bologna. Ich muss grinsen, war ich doch schon oft in Bozen zum Skifahren, auch die Universitaet von Bologna kenne ich von einer Exkursion waerend meines Stadt- und Regionalplanung-Studiums. "Ihr habt eine tolle Uni-Kantine. Preiswert und sehr lecker" Die Situation entspannt sich deutlich, nur dem rechts haue ich gleich was aufs Maul, wenn er nicht aufhoert Tippa anzustarren. Sag ihr wenigstens was nettes, aber nur gierig glotzen geht gar nicht. Winke ihm vor seinen Augen rum "Kannst du auch woanders hingucken?" Seine Kumpels muessen lachen, ihm ist es sichtlich peinlich. Verlegen meint er nur "Sie ist wunderschoen..." "Na dann sag es ihr doch auf thai, das heisst ´Khun suai tschang loeoei´ Aber mach dir keine Hoffnungen, sie ist bereits vergeben" Jetzt wollen Tippa und Bam wissen, worueber wir reden. Ich uebersetze kurz ins englische, Tippas Reaktion ist ein abschaetziges "Ba" und sie drueckt sich noch fester an mich. Bam lacht, gibt mir einen bestaetigenden Kuss.

    Am Schiff angekommen verlieren wir die Italiener aus den Augen, auf die beiden Schweden achte ich eh nicht mehr. Irgendwie hatte ich die Ao Nang Princess groesser in Erinnerung, sieht doch recht zerbrechlich aus der Kahn. Aber voll wie damals ist es, um nicht zu sagen ueberfuellt. Menschen und Gepaeck auf und unter Deck, niemals wuerde sowas in Deutschland durchgehen. Wir sichern uns einen Platz ein paar Meter hinter dem Bug auf der Backbordseite an der niedrigen Reeling. Tippa ist etwas flau im Bauch, obwohl wir noch nichtmal abgelegt haben. Sie schaut mich an wie ein Hund, dem bewusst ist das er jetzt in die Badewanne kommt, es aber doch gar nicht moechte. Hey Schatz, das wird schon werden. Und zur Not kotzt du einfach ins Meer, "Use the big one". Sie muss lachen, was bleibt ihr nun auch anderes uebrig. Bam sitzt zwischen uns und lehnt ihren Kopf gegen meine Schulter, ich streife mit meiner rechten Schlaefe verliebt ueber ihren Scheitel waerend meine Hand unter ihrem T-Shirt verschwindet um ihr den Bauchnabel zu streicheln.

    Das Boot beginnt ploetzlich zu vibrieren, die zwei Diesel wurden gestartet. Endlich geht es los. Ich blicke rueber zu Tippa, sie guckt in meine Richtung und muss laecheln - nicht lachen. Ach Suesse, komm her, ich strecke meine Hand in ihre Richtung. Sie lehnt sich an Bam und laesst sich von mir streicheln. Besser geht es ihr danach nicht, der wilde Ritt ueber die Wellen beginnt ja erst. Wobei die See sehr ruhig ist heute, aber die Motoren schieben maechtig voran und lassen das Boot tanzen. Hoffentlich wirken die Tabletten gegen Uebelkeit, die sie sich gestern in Kata besorgt hat. Ich habe keine eigenen Erfahrungen mit der Seekrankheit gemacht, mir kann es gar nicht doll genug auf und ab gehen. Aber ich versuche ihr einen Tip weiterzugeben, den ich mal auf Malta bzw. einem Ausflugsboot vor Malta mitbekommen habe. ´Stell dir einfach vor, du liegst gerade in einer Haengematte, schaukelst sanft hin und her, und bist total entspannt´. Mehr kann ich momentan nicht fuer sie tun, und mache mich mal auf die Suche nach einem Fruehstuecksbierchen. Bam will ueberraschenderweise auch eins, Tippa nur ein Wasser. Also turne ich los, immer knapp neben die unzaehligen Beine und Gepaeckstuecke tretend bis fast zum Heck, um von dort weiter ins Unterdeck zu kommen. Muss mich regelrecht zusammenfalten, um die niedrige steile Treppe unbeschadet runtersteigen zu koennen. Unten treffe ich die drei Suedtiroler wieder, die anscheinend die gleiche Idee hatten. Jeder von ihnen haelt eine Dose Chang in der Hand. "Wo habt ihr das her?", sie deuten auf einen Thai der hinter einer grossen Kuehlbox sitzt. "Bia Chang saam, naam nueng kuat" "Soong rooi gaau sip Baht", ich bin beeindruckt bei den Preisen. Pro kleiner Dose 80, fuer das Wasser 50 Baht, reiche drei Hunderter rueber und nicke freundlich ab. Zwei Dosen stecke ich mir in die eine Hosenaussentasche, das Wasser in die andere. Mit der dritten Dose prosten wir uns zu und gehen dann wieder nach oben, ich kann hier unten nicht aufrecht stehen.

    Endlich wieder Tageslicht, und Platz ueber dem Kopf bis zum Himmel. Die Thais sollten langsam mal Boote nach DIN-Norm bauen, nicht nach Thai-Norm. 80-90 Prozent farangs an Bord, und davon stossen sich fast alle den Kopf da unten. Einer der Italiener fragt mich, was ihm vermutlich vorhin im Minibus schon auf der Zunge gebrannt hat. "Sag mal, was bezahlst du fuer die beiden Maedchen?" "Na die Ticket fuer uns, den Bungalow, und Essen und Trinken, wieso?", sage ihnen nicht, das sie fuer zwei Tage Tippa-Service bestimmt 4500 oder mehr hinlegen muessten. "Die beiden haben mich ausgesucht, nicht umgekehrt. Wieso sollte ich ihnen also irgendwas bezahlen, und wofuer?" Der Glotzkopp kann ploetzlich reden "Wir haben eben noch darueber gesprochen, das es doch bestimmt Barladies sind" "Nein, die mit der ich im Buero war ist Kellnerin und Kassiererin in einem ganz normalen Restaurant in Kata, hat gerade zwei Tage Urlaub. Und die, die ihr vohin angemacht habt, ist ihre Freundin und studiert in Bangkok" Oder so, ich muss den Jungs ja nicht alles erzaehlen.

    Unsere Dosen sind schnell geleert, und wandern in den Muelleimer neben der Kajuetentuer. Unterhalten uns noch ueber die jeweiligen Reiseziele, dann heisst es ´Chiao!´. Ballanciere wieder zu den Maedels, Tippa hat sich gut gehalten. Sie rueckt etwas zur Seite "Koja sit here", also zwischen den beiden. Gebe Bam ihr Bier und Tippa die Wasserflasche, dann mache ich meine eigene Dose auf und setze mich. Es war gut, das wir uns fuer die Backbordseite entschieden haben, denn so gibt es etwas Schatten durch die Aufbauten. Tippa hat es sich anders ueberlegt und will lieber doch nichts trinken, vielleicht auch klueger bei ihrem Unwohlsein. Bam hingegen hat einen ordentlichen Zug am Leibe, und macht ihre Dose schnell leer und schmeisst sie danach ueber die Reeling. Ich beobachte den Unmut der Farangbraut neben ihr ob diesem unglaublichen Umweltfrevel. Stecke mir eine Krong Thip an, der Wind raucht mit, also ist ziemlich schnell Schuss mit dem Vergnuegen. Die Kippe schnipse ich natuerlich ins Meer. Gleich hinterher folgt meine leere Bierdose, jetzt platzt der Hippiebraut mit eingeflochtenen Bo-Derek-Zoepfchen und Nasenpiecing endgueltig der Kragen. Sie muss aus Franken kommen, jedenfalls spricht sie mich direkt auf deutsch an und mit diesem Akzent. Wieso wir unseren Muell einfach ins Wasser schmeissen, das waere doch Umweltverschmutzung und ueberhaupt. Ich sage ihr nur knapp, das momentan tausend bis zweitausend Meter Wasser unter uns sind, und die Dosen mit Sicherheit bis auf den Grund sinken werden, wenn sie in ein paar Minuten vollgelaufen sind. Die sehen wir nie wieder, wo ist also dein verdammtes Problem? Zuende doch fuer die Dosen ein paar Raeucherstaebchen an, vielleicht gehts dir dann besser. Aber laber mich nicht weiter zu. Sonst hole ich gleich noch zwei, und die landen dann auch wieder im Meer.

  5. #44
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Ich haette es lassen sollen, denn nun hebt sie an zu einer Grundsatzdiskussion a la Greenpeace. Wenn das alle machen wuerden, denk doch an die armen Tiere, das Meer ist schon verdreckt genug, und so weiter und so fort. Breche erstmal in Gelaechter aus, dann beantworte ich ihre Vorwuerfe. Erstens machen es nicht alle. Zum Glueck gibt es ja Hippies und andere durchgeknallte Gruene wie dich, die Leuten wie uns ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Was ist aus den Hippieidealen geworden, das jedeR nur Spass und Liebe sucht? Welches Viech sollte die Dosen fressen bitte schoen? Ein Hai vielleicht, und der knirscht die Dose in seinem Magen zusammen und kackt sie grinsend wieder aus. Wenn die auch Knochen zerbeissen und verschlingen, dann werden sie wohl auch mit einer Dose zurechtkommen. Ein Thunfisch wuerde sehr schnell merken, das er keine Nahrung aufgeschnappt hat und das Blech wieder ausspucken. Das Meer ist verdreckt genug? Ja was denkst du denn, was dieses Boot waerend unserer Fahrt an oeligem Grint hinterlaesst? Kannst du es mit deinem Gewissen ueberhaupt vereinbaren hier mitzufahren? Wie bist du eigentlich nach Thailand gekommen, im Flieger - ja?! Na dann denk mal drueber nach, wieviel tausende Tonnen CO² bei eurem Flug dabei produziert und in die Atmsophaere geblasen wurden. Herzlich willkommen im Club der Treibhauseffekt-Verursacher! Mensch Maedel, mach erstmal deine Hausaufgaben, bevor du mich anmachst.

    Es scheint gesessen zu haben, denn man kann sehen wie ihr Hirn rattert auf der Suche nach einer Antwort. Nach der schoepferischen Pause faengt sie nochmal an, diesmal auf die weinerliche Wir-haben-doch-nur-diese-eine-Erde Masche. Waere es nicht toll, wenn niemand mehr soviel Muell und Dreck produzieren wuerde, damit wir bald in einer sauberen Welt leben koennen? Ja nee, das waere bestimmt toll, aber es ist eine Illusion, die niemals Realitaet werden wird. Guck dich doch an, was du alleine an Giften und Muell mit dir rumtraegst. Wie ich das nun meine will sie wissen. Na deine bunten Zoepfchen, was meinst du wohl mit wieviel Wasserstoffperoxyd und Chemiefarben die so bunt und rastafarbenmaessig geworden sind, wenn es nicht eh komplett Kunsthaar ist. Mit dem Abwasser daraus kann man locker einen See stilllegen und alles Leben darin toeten. Und dein Metall im Gesicht, das waechst ja wohl auch nicht auf Baeumen, oder? Ganze Landstriche werden weltweit abgebaggert, um aus einer Tonne Gestein vielleicht ein Kilo Rohmaterial zu gewinnen. Bis du es in die Nase gebolzt bekommst, sind noch einige energiefressende Schritte notwendig. Mir macht es mittlerweile sogar Spass, sie auflaufen zu lassen. Wehe dem, der einen Berliner morgens und nach bereits zwei Bierchen herausfordert. Spreche dabei aber ruhig und gleichmaessig, schaue die ganze Zeit aufs Meer, denn Tippa ist in meinem Arm weggenickt und ich moechte sie nicht wecken.

    Ist es nun Uebersprungshandlung oder schlichte koerperliche Notwenigkeit, aber das Hippiemaedchen muss pinkeln gehen. Wieder schuettele ich verstaendnislos mit dem Kopf, denn sie macht es barfuss. Na dann viel Spass auf dem Klo. Das sieht naemlich noch schlimmer aus als die Dinger im Zug Bangkok-Surat Thani nach zehn Stunden ruckelnder Fahrt. Ihr Freund, wie sich rausstellt ein Australier, hat es mitlerweile unbemerkt geschafft, eine Tuete zu rollen. Er reicht sie rueber zu uns, Bam greift zu und zieht. Ob er genug von seiner Freundin hat, oder nur neue Kontakte sucht, keine Ahnung. Jedenfalls ist es ein ganz relaxter Typ Marke naturstrohblonder beachboy, sieht gut und sehr fit aus. Ist bestimmt Surfer und hat ein fettes Tribal quer ueber die linke Schulter-, Brust.-, und Rueckenpartie, welches polynesich ausschaut.

    Er rueckt rueber neben Bam und beginnt Fragen zu stellen. Wir wechseln also ins englische, endlich versteht Bam auch worueber wir sprechen und kann mitreden. Der Joint kreist zwischen uns dreien, denn die Hippiebraut kommt und kommt nicht wieder. Sie wird bestimmt immer noch mit sich kaempfen, endlich das ueberschwemmte Klo zu betreten. Mal wieder bin ich froh, als Mann geboren worden zu sein und ausserdem als Berliner keinerlei Hemmungen zu kennen. Wenn ich pinkeln muss -und es wird bald soweit sein denn die zwei Bierchen druecken schon etwas auf die Blase- dann gehe ich einfach nach hinten und ..... in das aufgewuehlte Wasser der Schrauben. Da kenne ich nichts, man muss nur aufpassen nicht ploetzlich hinterher zu fallen bei einer groesseren Welle die das Schiff trifft. Auf die Toilette kriegen mich jenfalls keine zehn Pferde, obwohl ich meine festen Treckingschuhe anhabe werde ich bestimmt nicht knoecheltief in diese hin und her schwappende stinkende Mischung aus Urin und Kotze treten. Der Surfer schnipst den durchgerauchten Joint in hohem Boden ins Meer wie selbstverstaendlich. Sehr sympathisch, er hat ja von meinem Disput mit seiner Freundin nichts verstanden. "Lets go PiPi island?" fragt er, ich stimme zu. Bam ermahnt uns, vorsichtig zu sein, jaja. Wir krabbeln ueber Beine und Gepaeck, am Heck empfaengt uns ein Berg aus Koffern und Taschen. Egal, igendwie drueber und ab an die Reeling. Ein Thai der crew haelt dort ´Wache´, damit kein Unglueck geschieht, er kennt anscheinend seine Gaeste. "Tscha tscha, take care!", mehr ist von ihm nicht zu hoeren bei den droehnenden Schrauben. Wir suchen uns jeweils eine senkrechte Stange der Reeling, verdrehen den Fuss daran, und lehnen uns dann mit den Schienenbeinen an die waagerechten Rohre um einen festen Stand zu haben. Hose auf, Feuer frei. Es ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit, aber der Strahl ist weit und stark genug, um mir nicht auf die Klamotten zu schiffen. Hoch mit dem Reissverschluss, umdrehen, und wieder ueber das Gepaeck robben. Ich sehe dabei in maennliche Gesichter, die anscheinend eben die Loesung ihres Problems begriffen haben. Und in die von Frauen, welche neidisch sind ob der Selbstverstaendlichkeit. Der Crew-Thai grinst uns nur zu, endlich ein paar Spinner die kapiert haben wie es normalerweise auf hoher See laeuft.

    Ich erinnere mich wieder an die Zeit auf Malta, genau genommen auf Gozo. Damals bin ich oft mit Fischern rausgefahren. Natuerlich gab es kein Klo auf dem Boot, man war aber gut sechs bis acht Stunden unterwegs. Wenn einer ...... musste, dann wurde ein Eimer ins Wasser gehalten, da schiss man rein und kippte den ganzen Inhalt danach ueber Bord. Mai mii panhaa. Noch cooler war es, wenn das Boot ruhig lag, dann ist man einfach ins Wasser gesprungen und liess es ploppen. Klar war mir die Eimermethode lieber, da kann einem wenigstens kein Hai in den Hintern beissen, und man hat nicht kilometerweises deep water unter sich. Denn das ist schon ein eigenartiges Gefuehl, kein Land in Sicht und die fast unendliche dunkle Tiefe unter den Fuessen.

    Der Australier schaut sich um nach seiner Hippiebraut, nichts zu sehen. Wir beschliessen, unten mal nachzugucken. Er findet sie, und sie ist ziemlich verzweifelt. Die Klos haben eine ca. 5-8 cm hohe Schwelle am Eingang. Diese laesst natuerlich die Bruehe darin nicht abfliessen. Zum Glueck, sonst wuerde ja das ganze Boot stinken. Jedenfalls traut sie sich nicht rein, so wie ich bereits vermutet habe. Ich gebe ihr den kurzen Rat, sich doch einfach hinten auf die Reeling zu setzen und drueber zu pinkeln. Zwar ernst gemeint, sie faengt aber gleich wieder an mich zu beschimpfen, wie ich ihr denn sowas vorschlagen koenne. Da sind viele Leute die zugucken?! Na meinst du die Leute hier haben noch nie ein Maedel ...... gesehen? Und, gucken die dir irgendwas ab? Kannst ja auch in die Latrine hier steigen, up to you.

    Ich habe sie noch nie begriffen, und ich werde sie nie begreifen, diese elenden Hippies. Zum Haschrauchen sind sie zu gebrauchen, keine Frage. Aber sonst?! Ein verstoertes Weltbild neben jeglicher Realitaet, Ich-bezogene Spinner und Traeumer die den Schuss nicht gehoert haben. Ist in Portugal, Spanien, oder auf Malta nicht anders gewesen wie hier in Siam. Ganz crass sind die Weiber auf ihrem Ego-Findungstrip. Am besten noch mit gerade mal zwanzig Jahren. Man braucht nur an einer der Spielkarten zu ziehen, und schon stuerzt ihr ganzes Haus der Logik zusammen. Sie haben nichts begriffen von freiem Leben, von Selbstverwichklichung, oder diesem ganzen Zeug. You talk like a Hippie, may you walk like a Hippie, but you do not know anything about the free hippie-feeling.This is only one second in your life, but don´t fear, much more better days will come for you.

    ...und wenn ich dir jetzt erzaehle, das ich eben mit deinem lover ganz entspannt ...... war, dann drehst du voellig frei. Ist mir voellig klar.

  6. #45
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Zum Glueck habe ich die letzten Aeusserungen nur gedacht, und nicht laut ausgesprochen. Sonst waere sie mir vermutlich an die Gurgel gesprungen. Ueberlasse die beiden ihrem Problem, und gehe zurueck zu den Maedels. Kaum sitze ich wieder, kommt der Ausi, grinst. "Hey man, good idea", er kramt aus seinem Rucksack ein grosses Badetuch hervor und verschwindet wieder nach hinten. Ein paar Minuten spaeter kommen beide zurueck, die Hippiebraut sieht ziemlich erleichtert aus, er grinst immer noch. Frage nach "Und, Klo oder Reeling?" Sie muss verlegen schmunzeln "Reeling, mein Freund hat das Handtuch vor mich gehalten. Entschuldige wegen eben" "Kein Problem, ist ja auch etwas ungewoehnlich, aber tausendmal besser als auf dieses Klo zu gehen" Der beachboy rollt schon wieder einen, ich kuemmere mich etwas um Tippa. "Sabai dii mai khrap?" "Sabai dii khaa" Bekommst trotzdem eine Streicheleinheit von mir, Bam gleich mit. Sie hat sich mein schweizer Basecap gemopst. Ihren Pferdeschwanz hat sie durch die Oeffnung hinten ueber dem Verstellklettband gefaedelt, und sieht damit umwerfend 5exy aus. Die Kombination schwarze Haare-broncene Haut-rotes Cap ist perfekt. Ganz automatisch muss ich jetzt einfach wieder mal an ihrem Ohr rumknabbern, sie geniesst es mit geschlossenen Augen und einem Laecheln. "I never did it on a boat before, you know" fluestere ich ihr zu. Aus ihrem entspannten wird ein strahlendes Laecheln.

    In einiger Entfernung ziehen kleine aber hohe Inseln vorbei, die Sonne merkt man kaum durch den Fahrtwind und die Gischt, welche gelegendlich zu uns raufsprueht. Links und rechts ein huebsches Maedchen im Arm, keine Kohlen in den dritten Stock schleppen muessen um den Ofen anzuheizen. Man kann das Leben schoen sein! Ich koennte den ganzen Tag einfach so sitzenbleiben, um abends wieder in Phuket town auszusteigen. Als waere es nicht eh schon perfekt, kommt nun auch noch die australische Tuete mit thailaendischem Grass bei mir an, ich muss einfach nur noch grinsen. Es ist eher eine Zigarre geworden, die reicht ja fuer eine Hundertschaft. Sogar Tippa traut sich zweimal kurz dran zu ziehen, muss dann aber husten. Die naechsten drei folgenden Runden laesst sie aus. Ich beuge mich leicht nach vorne und schaue nach links. Der Ausi grinst mich an, als ich den rechten Daumen der ansonst geschlossenen Faust anerkennend in die Hoehe strecke "Aroi dii, khoop khun khrap!" Bam und Tippa muessen lachen, die beiden anderen sprechen kein thai und verstehen daher nur die Geste. Ich uebersetze ins englische "Very delicious, thanx so much". Er ist erstaunt "Wow, you speak thai?" "Only a little bit. But I am a vegetarian, so I had to learn it for ordering food. And then step by step more and more"

    Das findet seine Freundin klasse "Ach echt? Wie lange schon?" "Na was haben wir jetzt? Dezember 2002, also seit gut dreizehn Jahren" "Ich seit vier Jahren. Hast du auch aufgehoert Fleisch zu essen wegen der armen Tiere?" "Anfangs ja, mittlerweile steht dahinter viel mehr. Vor allem die buddhistische Philosophie, keinem Lebewesen etwas Boeses zu wollen oder anzutun. Und sorry, wenn ich vorhin etwas sehr direkt war, aber du hast es herausgefordert. Ich bin Berliner, und wir haben eine freche und kodderige Schnauze" Wir wechseln wieder ins englische, damit unsere BegleiterInnen im Bilde sind worueber wir sprechen. Das Thema Disco kommt auf, das Hippiemaedchen beschwert sich, das sie vor drei Tagen auf Samui in Chaweng nicht in die Bars des ´Green Mango´ reinkam, Passkontrolle am Eingang. Bam meint nur, das sie dann bestimmt noch keine 21 Jahre alt ist? Stimmt, sie hat gerade erst ihren 20sten gefeiert. Also wussten die Betreiber, das in der Nacht eine Polizeikontrolle anstand, und deshalb bist du nicht reingelassen worden. Fassungsloses Staunen, ja ist man denn in Thailand erst mit 21 volljaehrig. Ich kann nicht anders, muss wieder sticheln. Ja klar, und alle Minderjaehrigen muessen normalerweise um 22:00 Uhr zuhause sein. Bo Derek denkt, ich will sie auf die Schippe nehmen, aber meine Maedels bestaetigen es ganz sachlich. Tippa meint noch "Two years before I could not go to discothek, since last year I can" Sieh mal an, jetzt weiss ich endlich, wie alt bzw. jung du bist. Sie hat ihre Arme gekreuzt auf meinem rechten Oberschenkel plaziert und benutzt ihn wieder mal als Kissenersatz. Aber gut, als Ausgleich hat sie auch wieder meine Hand unter dem T-Shirt auf ihrem superzartem Ruecken. Versuche ganz nebenbei herauszufinden, wie wohl dieser ihrer BHs aufgeht. Jedesmal, wenn ich der Loesung naeher komme kneift sie mich ins Bein.

    Bam und das fraenkische Hippiemaedchen unterhalten sich, waerend der Australier mich mit grinsenden Augen fragend anschaut. Ich blicke wortlos ebenso grinsend zurueck, ja. Er hat schon wieder die Papers zur Hand, und beginnt mit den Vorbereitungen fuer eine weitere Tuete. Greife in meine Brusttasche, hole den Beutel mit Gunja raus, und reiche ihn rueber. Diesmal bauen wir von meinem Stoff. Er meint zwar, das wir nicht mehr viel haben, aber ich winke ab. "We go to Railey beach, so it will be no problem to buy some new stuff" Immerhin gibt es keinen Fussweg nach Railey, nur per Boot koennte die Polizei eine Razzia starten. Und geanu deshalb ist der Zipfel ja so beliebt bei ......n aus alle Herren Laendern. "Were do you go now?" frage ich ihn. "Railey" ist die Antwort, alles klar. Wo wohnt ihr da? "I don´t know, you must ask Sabs" zeigt auf seine Freundin. Sie hoert ihren Namen und dreht sich verwundert zu ihm um. Er zeigt dann auf mich, "speak to him". Wo wohnt ihr in Railey? "Ach ganz toll, in einem der Baumhaeuser" Na super, ihr habt uns also eins weggeschnappt, verdammt. Die Dinger sind super, total urig. Ich war einmal oben um es mir anzusehen. "Na ihr koennt doch nachher mit rauf kommen" Ich habe zwar bestimmt genug Party mit den zwei Hasen, aber einen Besuch werden wir euch garantiert abstatten, allein nur wegen der Aussicht von da oben.

    Die Maschinen fahren runter, es wird ruhiger. Allem Anschein nach sind wir bald in Ao Nang. Ein hektisches Treiben setzt ein, alle die von Bord gehen wollen oder muessen suchen schonmal nach ihren Rucksaecken und Koffern. Auch Bam und Tippa schauen sich um, ich beruhige sie "Tschaa tschaa, we stay on the boat. Next stop we must go" Tippa hat es geschafft, das mein rechtes Bein eingeschlafen ist. Aber wir muessen zumindest aufstehen, um den anderen den Weg freizumachen. Halte mich an dem Dachhandlauf fest, und gemeinsam betrachten wir das Treiben. Noch ist die Princess laengst nicht dort, wo die Longtailboote bereits auf sie warten. Aber alle wollen unbedingt die ersten sein, etwas anderes als "Kohn farang ba ba bo bo" faellt mir nicht ein, ich schuettele verstaendnislos mit dem Kopf. Unser Schiff faehrt noch gute zehn Minuten, aber schon stehen die Touris da mit ihren 30 Kilogramm-Rucksaecken schwankend auf den Planken, oder zerren ihre Koffer ans Heck. Das die longtails auch links und rechts neben uns anlegen koennen kommt keinem in den Sinn. Wie in der Berliner U-Bahn, da steht man auch lieber rechtzeitig auf und stolpert dann durch den halben Wagen, wenn irgendwann mal gebremmst wird. Das es aber immer genug Zeit geben wird zum Aussteigen kommt niemandem in den Sinn. Warum koennen die Leute nicht einfach ruhig sitzen bleiben, bis es soweit ist? Phom mai kautschai.

  7. #46
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Die Leute gehen von Bord, es wird deutlich leerer und wir haben viel mehr Platz. Den Suedtirolern winke ich zu, als sie im longatail an uns vorbeischiessen. Jungs, habt noch eine schoene Zeit in Siam. Wieder werden die Motoren angeworfen, und weiter geht es entlang der Kueste. Kein Gott haette sie sich malerischer ausdenken koennen. Hohe Klippen, unten vom Wasser angenagt und ausgehoehlt, ein Sinnbild von Zeit und Raum. Neben uns taucht ploetzlich eine Meeresschildkroete auf, um gleich danach wieder in die Tiefen der See zu entschwinden. Wie ein beilaeufig gesetzter Pinselstrich rundet sie das Bild ab, bringt es zur Perfektion.

    Beim Anblick der Klippen kribbelt es schon wieder in meinem Bauch, will einfach nur hochklettern um runter zu springen. Wenn diese verdammten gebrochenen Knochen nur nicht waeren, ich wuerde den Kapitaen sofort zum Anhalten zwingen. Zehn, fuenfzehn, zwanzig Meter, ich fuehle mich zurueckversetzt auf Malta. Damals habe ich das cliff jumping kennengelernt, und es macht absolut suechtig. Ein Adrenalinkick ohne gleichen, da braucht es keine Drogen. Wenn man aus zwanzig Metern Hoehe springt, dann faellt man auch lange. Egal was Einstein oder Newton dafuer ausgerechnet haben, der Thrill ist dieser ewige Flug in die Tiefe. Man hat genuegend Zeit ueber sein bisheriges Leben nachzudenken, bevor die Fuesse aufschlagen und den Koerper in eine riesige weisse Wolke aus kleinen Luftblasen huellen. Fuer einen Moment lang voellig frei sein, man hat alles hinter sich gelassen. Ein kleiner Schritt vorwaerts und die Schwerkraft beherrscht nun dein Leben, es ist nichts mehr daran zu aendern.

    Die Realitaet besteht jedoch aus samtener Haut, ich lege meinen Kopf in Bam´s Schoss, mache mich lang. Tippa schiebt sich halb auf mich, und sie will das ich ihr den Ruecken massiere. Mache ich glatt, obwohl meine Gedanken dabei ganz woanders sind. Klettern, springen, fallen, aufschlagen, das ist viel besser als jeder 5ex. Da koennt ihr noch so verlockend zart sein und angenehm riechen, ich wuerde euch alle beide sofort links stehen lassen fuer den einen Sprung. Aber Springen wuerde mir nur wieder die Schulter zerreissen, also konzentriere ich mich mal besser auf den interkulturellen Kontakt. Das klappt auch ganz prima, Tippa muss mitbekommen das ich geil auf sie werde. Von hinten kommt zum Glueck eine weitere australische Tuete, die meine Aufmerksamkeit einfordert. Komisch, das es aus dieser Richtung keinerlei Fragen gibt zu den zwei Hasen. Selbst die Hippiebraut scheint es klaglos zu akzeptieren.

    Die Ao Nang Princess faehrt ca. eine halbe Stunde die Kueste entlang, dann erreichen wir Railey. Die longtails umkreisen unser Schiff wie eine Meute hungriger Haie, um dann beizudrehen und die Passagiere zu uebernehmen. Fuer Tippa bzw. ihren Magen heisst es nun, nochmal tapfer zu sein. Bam reicht unsere Reisetasche runter, dann steigen wir in das schaukelnde lange schmale Holzboot. Auch das australisch-fraenkische Paeaerchen steigt zu neben bestimmt zehn anderen Personen. Der Motorenlaerm ist ohrenbetaeubend, als der Kahn sich in Bewegung setzt. Aber die 100 Meter bis zum Strand sind schnell zurueckgelegt, mit einem knirschenden Geraeusch schiebt sich der Bug in den Sand. Thais kommen ins flache Wasser gewatet und bringen das Gepaeck an Land, wir steigen aus.

    Ich bin dafuer, erstmal den Bungalow zu beziehen, nicht das der noch vergeben wird weil wir nicht rechtzeitig einchecken. Muss mich kurz orientieren, aber so schwer ist das hier nicht. Den Weg da lang, just follow me. Im Buero des Tonsai Bay Resort bezahle ich erstmal bei der huebschen Empfangsdame, ein Traeger sucht fragend nach unserem Gepaeck. Na die Tasche hier, mehr ist es nicht, und die koennte ich auch selbst tragen. Aber es ist sein Job, schliesslich soll er sich die zwanzig Baht Trinkgeld auch verdienen. Unsere Bleibe fuer eine Nacht sieht wirklich so aus, wie ich es noch in Erinnerung habe. Vielleicht ist es sogar die selbe Huette wie damals, das kann ich aber nicht mit Gewissheit sagen. Baugleich sind die eh alle, man muss sich schon die Nummer merken. Uns wird das Bad gezeigt, die Schluesselanhaenger-Strom-Kombination, alles bekannt. Aber der Deckenventilator geht nicht an, ich schicke unseren Begleiter ohne tip erstmal wieder los. Kurze Zeit spaeter kommt er zurueck, gleich wird ein Elektriker das Problem beheben. Reiche ihm den Schein, er bedankt sich, vermutlich auch fuer den suessen Anblick meiner Begleiterinnen. Es gibt keinen Fernseher, aber den braucht man hier auch nicht. Den Kuehlschrank jedoch sehr wohl, er ist zwar klein aber immerhin vorhanden.

    Habe keinen Bock auf den Servicemann zu warten, er wird sicherlich einen eigenen Schluessel haben. Also gehen wir erstmal fruehstuecken, mein Magen knurrt schon seit einer Stunde. Das "Bo Bo´s" vorne am beach hat sich anscheinend auf die Macken der Touris eingestellt, denn es gibt auch mehrere vegetarische Gerichte. Die Maedels nehmen Huehnersuppe mit Reis, ich ordere ´no name´ vegetable. Dazu Kaffee, Wasser und Pepsi. Der Blick ist unglaublich, dieser feine Sandstrand ist eingerahmt von hohen Felsen. Wenn man ganz genau hinschaut, dann erkennt man am linken sogar einige Kletterer in der Wand. Dafuer ist Railey auch bekannt, es ist ein absoluter climber hot spot. Wuerde ich jedoch hoechstens machen, um mich irgendwann aus der Sicherung auszuklinken und zu springen.

    Das Essen kommt, die Portionen sind gross und sehen gut aus. Nix mit Touriabzocke, auf meinem Teller liegen bestimmt fuenfzehn ´no names´, und das fuer gerade mal 40 Baht. Wir lassen es uns schmecken und denken an nichts Boeses, als ich ein "Hello my friend" hoere. Normalerweise ignoriere ich solche Ansagen, diesmal schaue ich auf. Und in ein mir bekanntes Gesicht, welches mich angrinst. Nee, das kann doch gar nicht wahr sein? Es ist Sek, den ich anno 1999 auf Samui gut kennengelernt habe. Damals hat er am Maenam beach in der Strandbar gearbeitet, wo wir zu Stammgaesten wurden. Er war es auch, der mir mitten in der Nacht mein liegengelassenes Portemonnaie den halben Strand hinterhergetragen hat. Und mir zum Abschluss unseres Urlaubs ein blaues Hemd des ´Home Bay Resort´ schenkte, wo ich damals mit meinen Freunden wohnte. Mehrfach war ich mit ihm bei seinem Kumpel im Krankenhaus, weil der sich maechtig aufgemault hatte mit dem Moped.

    Ich stehe natuerlich sofort auf und umarme meinen Freund, bitte ihn an den Tisch. Erst jetzt bemerke ich, das er lauter Seile und Karabinerhaken um hat, hinter ihm drei Touristen stehen die aehnlich vollgepackt sind. Er ist Kletterguide geworden, und mit seinen Kunden auf dem Weg in die Wand. Arbeit geht vor, wann seit ihr wieder zurueck? "5 p.m." meint er, und das wir dann zum ´King climbers´ kommen sollen. Ihm ist natuerlich nicht entgangen, wer da mit am Tisch sitzt, und er boxt mir in den Magen "Your girlfriends?" "Khrap" laechele ich ihn an. Er schlaegt wieder anerkennend zu, meint das ich die beiden unbedingt mitbringen muss nachher. Klar, die zwei lasse ich keinen Moment aus den Augen oder gar alleine im Bungalow zurueck. Sek und seine Truppe setzen sich in Bewegung, er dreht sich nochmal um und winkt uns zu.

    Den Maedels muss ich nun erklaeren, woher ich Sek kenne. Sie meinen, er sei total suess, ich hole schonmal aus mit flacher Hand. Natuerlich sieht er gut aus, und die Kletterei hat seiner Form bestimmt nicht geschadet. Aber kommt bloss nicht auf komische Gedanken, er ist tabu fuer euch. Ich bestelle noch einen Kaffee, die Schnuckis wollen nichts weiter. Zu uns an den Tisch hat sich ein kleiner vierbeiniger Schnorrer gesellt. Schnurrt um unsere Beine in der Hoffung, das etwas zu fressen abfaellt. Ein ´no name´ lasse ich springen, Bam etwas Huehnchenfleisch aus ihrer Reissuppe. Natuerlich passt das tote Huhn deutlich besser ins Beuteschema des kleinen Loewen, der Gemueseklops wird zwar berochen, aber dann liegen gelassen. Erst als kein weiteres Gefluegel folgt kuemmert sich der Kater um meine Spende.

    Als der Australier und das Hippiemaedchen am Lokal vorbeikommen rufe ich ihnen zu: "Welches Baumhaus habt ihr?" Die beiden drehen um und kommen zu uns an den Tisch. "B 2, also eins ganz oben" strahlt mich Bo Derek an. "Ihr muesst unbedingt vorbei kommen und es euch anschauen" "Werden wir machen zum sunset-Gucken" Sie sieht unsere leeren Teller und Schuesseln, fragt ob man hier gut essen kann. Klar, ist absolut lecker. Also entern sie den Tisch neben uns und bestellen.

  8. #47
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Ich lege Kippen, Brieftasche und das Feuerzeug auf den Tisch, ziehe mir das Hemd aus. Dann lasse ich Schuhe und Maedels stehen und huepfe ins Meer. Warmes Salzwasser, ich schwimme bestimmt zehn Minuten einfach nur raus. Als ich mich umdrehe sehe ich den gesammten Strand vor mir, bin da wo uns vorhin die Ao Nang Princess freigelassen hat, und alleine. Endlich mal seit Tagen.

    Mir schwappen die Wellen ueber den Kopf, es ist nur noch schoen und entspannend. Gedanken kommen hoch, wer man eigentlich ist und was man will. Unter mir tiefes Wasser, wenn ich versinke wird mich niemand finden. Ist mir der Spass mit zwei thailaendischen beauties meine Freiheit wert, was soll der ganze Stress eigentlich? Bisher ging es doch immer ganz locker ab, und ich war stets mein eigener Herr. Gut, Tookta im Isaan, aber das war auch etwas ganz anderes. Da habe ich geglaubt, das es ernst wird. Eine wundervolle Zeit mit ihr, keine Frage, aber es ist vorbei. Treibe im Wasser, lasse mich verzaubern von der Landschaft. "Everything o.k.?" von hinten, ich erschrecke und schlucke Wasser. Lautlos hat sich ein Segelboot genaehert und schiebt zehn Meter langsam an meinem Kopf vorbei. Die kleine schweizer Flagge unter der thailaendischen signalisiert mir, man spricht vermutlich auch deutsch. "Ja, alles bestens, danke" pruste ich das Wasser raus. In Swizerduetsch kommt die Frage, ob ich ein Bier haben moechte. Der Typ Mitte Fuenfzig scheint Gedanken lesen zu koennen. Also sage ich ´Ja´, und halte mich erstmal am Beiboot fest, welches hinter dem Zweimaster vertaeut ist. Robbe mich in die Gummischale, zwei Leute ziehen mich ans grosse Boot und helfen mir hoch. Kurzer kritischer Blick in die Runde, nein es sind auch zwei Damen on board, kein Homokahn.

    In der Tat, ich bekomme einen Stuhl aus Nylongewebe und Alurohren hingeschoben, und ein grosses kaltes Singha gereicht. Immer noch skeptisch, ob es nicht doch eine der .....jachten ist blicke ich mich nach Fluchtmoeglichkeiten und weiterer Manschaft um, aber alles scheint in Ordnung zu sein. Keine Kameras zu sehen, die Schweizer sind voellig entspannt, die zwei Maedels sowieso. Der Streckverband erregt Aufmerksamkeit, was hast du denn gemacht? "Bin Polizist und habe nur meine Knarre verloren - Nein, ein Schulterbruch. Motorradunfall..." Die Yacht zieht langsam weg vom beach entlang der Kueste. Ich werfe ein, das ich aber zum Railey zurueck muss. "Kein Problem, wir wenden gleich wieder" Na wers glaubt, ich bleibe misstrauisch. Und wenn ihr irgendwelche Schweinereien vorhabt, meine Rechte findet ihr Ziel. Zur Not verbarrikadiere ich mich unter Deck und zuende das Schiff an. Irgendwas zum Feuermachen werde ich dort unten schon finden. Oder ich schlage mit dem naechstbesten harten Gegenstand ein Leck ins Boot.

    Wieder mal ist es alles falscher Alarm, denn ich geniesse das Bierchen als Spuehlung gegen das geschluckte Salzwasser und sitze relaxed auf einer teuren Yacht. Plaudere mit den Mietern, tausche eine paar Saetze auf thai mit den Damen, dann wird gegen den Wind gekreuzt zurueck nch Railey beach. Ungefaehr da, wo sie mich aufgesammelt haben, entlassen sie mich auch wieder. Ich steige ganz locker auf der Treppe am Heck ins Wasser, und lasse los. Langsam aber gleichmaessig zieht das Segelschiff weiter, ein mehrarmiges Winken zum Abschied. Mache erstmal ´Toter Mann´, lasse mich treiben, dabei immer die Kueste im Auge. Jetzt wegtreiben waere aber ziemlich uncool, also paddele ich sicherheitshalber etwas mit den Fuessen Richtung Strand. Es gibt genug Leute dort, die aufs Meer blicken und meine Fontainen sehen muessen, zudem auch reichlich longtails die mich auflesen wuerden, denke ich mal so.

    Man ist im Wasser so schwerelos, die gebrochenen Knochen sind nicht zu spueren. Kein nach unten ziehender Arm , der das Gewicht auf die Schulterknochen zusaetzlich erhoeht. Ein Gleichgewicht stellt sich ein, als ich wieder flach auf dem Wasser liege. Dummerweise scheint das fuer die Besatzung zweier longtails ein Signal zu sein, flacher Koerper der mit den Beinen schlackert. Sie starten ihre Motoren, und kommen beide zu mir ran. Die crews erkundigen sich, ob ich in Ordnung bin. Jungs, ihr bekommt alle ein Bier von mir ausgegeben, auch wenn es diesmal unnoetig war rauszufahren. Das eiserne Gesetz weltweit, wenn jemand zu ertrinken droht muss man ihn retten, hat sofort ihren Instinkt geweckt. Von zwei Booten aus muss ich mich nun ueberzeugen lassen, an Land zu schwimmen. Ihr koennt doch eh alle nicht schwimmen, also wo ist das Problem? Ich als Touri duempel relaxed vor mich hin, aber es kommt ihnen nicht geheuer vor. Links und rechts donnern Dieselmotoren, man bleibt blos weg von meinen Beinen mit euren Schrauben! Das waere es ja noch, die ´Retter´ zerhechseln mir die Unterschenkel im mit angeblich Haien verseuchten Gewaesser. An einer Reeling fasse ich dann an, und lasse mich an den Strand fahren, wenn auch komplett uebeberfluessig.

    Beide Manschaften steigen sofort aus um zu schauen, wie es mir geht. Und natuerlich um nicht leer auszugehen, wie ich vermute. Ganz im Gegenteil, denn viele der Thais sind ploetzlich weg, und ich kann ihnen nichts anbieten, sie haben sich mit einem schnellen Wai verabschiedet und sind zurueck auf ihre Boote gegangen. An Railey gibt es keine so tueckischen Stroemungen wie vor Karon, aber dennoch wird auf die Touris geachtet. Ich komme noch gar nicht dahinter, da meint Bam: "They want do save your live. It´s for their Karma" Ich bin mit der Antwort nicht einverstanden, und werde Sek danach fragen, wenn er wieder vom Felsen kommt. Ein paar Bier oder eine Runde Hochprozentiges werde ich ja wohl ausgeben duerfen.

  9. #48
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Nun muss ich mir aber Vorwuerfe anhoeren wie "Where were you? We had fear you drowned" und noch einiges mehr. Nicht nur von den Maedels, sondern auch vom Autralier und der Hippiebraut. Ich versuche zu erklaeren, das ich fuer eine halbe Stunde auf der schweizer Yacht war, nachdem sie mich erschreckt hatten und ich mich maechtig verschluckt habe. Deshalb haben sie mich erstmal an Bord geholt, es gab Bierchen und smalltalk. So weit draussen laesst man niemanden einfach absaufen. Bam versteht und freut sich, das ich wieder da bin und legt ihre Hand sanft in meinen Nacken. Tippa und die Fraenkin scheinen sich jedoch verbuendet zu haben, denn die beiden reden in zwei Sprachen auf mich ein, nur der einen bin ich soweit maechtig das ich verstehe, die haben sich echte Sorgen gemacht. Gut, Tippa nimmt auch noch die Faust zu Hilfe und donnert sie gegen meinen Oberschenkel. Am ruhigsten aber auch am ernstesten ist der Surfer, denn er meint das er schon zwei Freunde im Meer verloren hat. Sie haben sich nach zwanzig Minuten Sorgen gemacht, weil sie mich nicht mehr gesehen haben. Hatten nicht mitbekommen, das ich auf das Segelboot gestiegen bin. Wie auch, denn in dem Moment lag es mit Bug zum Strand, und ich bin ja am Heck rauf.

    Bin erstmal wortlos, was mir eigentlich sehr selten passiert. Muss ueberlegen. Klar haben sie recht. Aber haette ich euch anrufen sollen, wie denn? Mein Handy liegt vor euch auf dem Tisch, und zwar trocken. Bestimmt hatte der Schweizer auch ein mobiles Telefon auf dem Schiff, aber eure Nummern waren in meinem. Hoert endlich auf zu mosern, denn es war eine ganz spontane Situation, in der ich auch nicht weiter nachgedacht habe.

    Mir ist es aber auch halbwegs egal, ich bin froh hier zu sein. Der Aussi geht nach hinten zum Tresen, um mit zwei kleinen Chang und zwei roten Fanta auf dem Tablett einer suesen Bedienung zurueck zu kommen. Sie stellt die Flaschen plaziert auf den Tisch, und wir stossen an. Ich frage ihn nach seinem Namen, etwas spaet aber egal. "Rob, Robbie" " Same like Robbie Naish or like Robbie Williams?" proste ich im zu, dabei verrate ich ihm nebenbei auch meinen Namen. Die zwei Robbies halte ich fuer ganz Grosse, jeden in seiner Berufung. Wobei Robbie Nash einen Tick Vorsprung hat. Er hat wie kein zweiter mit seinem board und Koerper eine Einheit geschaffen, der Millionen Windsurfer in aller Welt nacheifern. Und keiner kann ihm das Wasser reichen ausser vielleicht eine handvoll Profis. Er hat Standards gesetzt, und zwar einen nach dem anderen, diese immer hoeher geschraubt. Ein Ayrton Senna des Windsurfens, auch wenn er heute zum Glueck noch lebt. "Robbie Naish of cause"

    Rob ist ziemlich enttaeuscht, das er hier in Thailand nicht aufs board steigen kann. Keine Wellen zum abreiten, kaum Wind, fast Null Brandung. Kann ihm nur bepflichten, dafuer ist Thailand das falsche Land, es sei denn er kommt waerend der Monsunzeit her. Da koennte er mal Glueck haben, ansonsten ist eher liming angesagt. Es juckt mich, in frage ihn nach seinem maechtigen Tribal. Hat er sich auf Tahiti stechen lassen von einem alten Mann, der alles ueber die Rituale des Tattoo weiss. Und er kann mir erklaeren, was es darstellt. Wellen, kosmische magische Wellen, denn er ist ja eine Wasserratte. Eine wunderschoene Arbeit, mit einer Art Hammer geschlagen. Na warte mal bis heute Abend, wenn Sek zurueck ist kann er Dir seine Tattoos zeigen. Die sind mit einem langen schweren Eisenstab mit Doppelspitze gemacht worden von einem Moench. Hat den halben Ruecken voll damit, alle zum Schutz. Auf der Brust hat er sogar ein unsichtbares, dieses ist etwas ganz besonderes. Sein Interesse ist geweckt, das will er sehen. Ich soll Sek nachher unbedingt mitbringen ins Baumhaus. Dann kommt die Frage, warum ich eine Gebetskette trage, sie mit drei Wais ehre wenn ich sie ab- oder anlege. Bist du ein Sanjassin?

    Ich grinse, nein. Das hat eine ganz andere Bedeutung. Es ist eine Leihgabe "meines" Wats bei Kanchanaburi, dem Wat Thamfad. Dort gibt es heilige Steine, das Kloster steht ueber der Hoehle mit den sogenannten LekLai. Ich habe mir da solch einen in den Arm implantieren lassen. So wie er mir seine Geschichte zum Tattoo erzaehlt hat, berichte ich ihm nun ueber die Steinsetzung. Natuerlich will er ihn sehen, also drehe ich meinen linken Arm etwas. "Wow, it must be very painfull?" "No pain, nothing" Er moechte ihn beruehren, ich lasse es zu. Aber als Sabs auch anfassen will lehne ich ab. "Wieso denn nicht?" "Weil du eine Frau bist, und Frauen fassen den Stein nicht an!" Na super, ich habe wieder ein weiteres Wespennest angestochen. Sie geht ab und regt sich auf. Zum Glueck springen mir Bam und Tippa zur Seite und bestaetigen, das sie den LekLai auch nicht anfassen duerfen. Vermutlich einer der Gruende, weshalb sie sehr zaertlich und umsichtig mit mir sind beim 5ex.

    Es geht auf 15:00 Uhr zu, ich moechte gerne in den Bungalow und duschen, das Salzwasser abwaschen. Tippa findet die Idee toll, ich kann mir schon denken warum. Bam signalisiert ihre Gefuehle mit einem Kuss in mein Ohr. Ja, ich glaube es ist Zeit zu gehen, also bezahle ich die Zeche und wir brechen auf. Mit Rob und Sabs verabreden wir uns zum Sonnenuntergang in ihrem Baumhaus, hoffentlich ist Sek rechtzeitig zurueck von der Tour. Aber eigentlich auch egal, denn ´King climbers´ ist direkt neben den Baumhaeusern, zur Not braucht man nur zu rufen. Also lassen wir die beiden sitzen und die schoene Aussicht geniessen.

    Der Elektroheini war wohl da, hat aber anscheinend den Ventilator nicht repariert bekommen. Dafuer haengt nun ein nagelneuer Fan an der Decke, der auch bestens funktioniert. Wir schalten sofort auf Stufe IV, volle Pulle. Wie selbstverstaendlich gehen wir erstmal gemeinsam duschen, ein sehr schoenes Erlebnis. Nackt sind die Maedels wirklich noch viel huebscher als in Klamotten. Vor allem Tippa reibt sich das Duschgel auf den Koerper in einer Art und Weise, die mich verrueckt macht. "Up to you" laechelt Bam nur wieder. Na also wenn ihr das wirklich so locker nehmt, dann vernasche ich sie eben. 5ex unter der Dusche ist etwas sehr schoenes, vor allem mit gleich zwei zuckersuessen Maedels. Tippa quiekt und stoehnt, das einem die Ohren klingeln. Und Bam ist wirklich nicht eifersuechtig, ganz im Gegenteil. Es erregt sie, das ich ihre beste Freundin bumse. Sie reibt mit ihren steifen Nippeln ueber meinen Ruecken und presst sich an mich, sodass ich mich kaum noch auf Tippa konzentrieren kann. Zum Glueck muessen wir die Wasserrechnung nicht extra bezahlen, denn das warme Nass prasselt locker zwanzig Minuten auf unsere Koerper. Ich will hier nicht mehr weg, koennte ewig unter der Dusche stehen und diese Hasen liebkosen. Nasse nackte Haut, ein rudimentaerer Schluesselreiz der ganz automatisch geil macht.

    Bei einer Zigarette auf der Terrasse versuche ich eine Rechtfertigung zu finden fuer mein unmoralisches Verhalten, es gelingt mir nicht. Was ist Moral, wer hat mir das eingeimpft? Man sollte tun was man machen will, ohne staendig Fragen stellen zu muessen. Nach einer Schlaegerei habe ich mir auch nie Gedanken drueber gemacht, ob das nun korrekt war. Hoechstens, ob es ein ehrlicher Kampf war. Good fight, good night, an mehr habe ich nie gedacht. Warum sollte es beim 5ex mit zwei Maedels anders sein? Ich kenne weder Magnus noch die Sponsorendeppen von Tippa, so what?

  10. #49
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Bam legt mir von hinten die Arme um den Hals auf die Brust. Ich blicke nach oben, ihre Augen schauen mich wissend an. Sie meint, das ich in Tippa verliebt bin und nicht in sie. Falsch mein Schatz, ich liebe euch beide und kann mich nicht entscheiden zwischen euch, wenn ihr solche Nummern durchzieht. Wie auch, was wuerdest du denn in meiner Situation tun? Ihre diplomatische Antwort ist, das ich mir keine Gedanken machen soll. Tippa sei wunderschoen und sehr 5exy, sie wuerde mich verstehen. Setz dich hin und nimm deine Haare aus meinem Gesicht! Mit einem Lachen streift sie ihre feuchte Maehne zurueck und peitscht sie mir ueber den Ruecken, dann setzt sie sich neben mich auf den weissen ISO-Norm-Plastikstuhl. Ich streiche sanft ueber ihre nackten Beine, versuche sie nicht loszulassen.

    Aber wie bei einem in einen Bach gefallenen Blatt, neben dem man herlaeuft und es irgendwann aus den Augen verliert spuere ich, das wir uns ploetzlich voneinander entfernen. Es tut weh, aber ich werde mich an das Blatt immer gerne zurueckerinnern. Wohin treibt es, wann geht es unter, oder bleibt es vielleicht irgendwann am Ufer haengen? Ich schaue Bam an, sehe eine wunderschoene junge Frau die sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das sie selbst nicht richtig begreifen kann. Lebenslinien treffen sich, laufen eine zeitlang parallel, trennen sich wieder. Ihr scheint es genauso bewusst zu sein wie mir. Vielleicht fragt sie sich gerade, warum sie mich Tippa vorgestellt hat? Und selbst wenn sie es nicht getan haette, ich haette Tippa trotzdem kennengelernt, weil ich zu Bam in den Bungalow gekommen bin. Eine sinnlose Frage, ueber die man nicht nachzudenken braucht. Wir schauen uns lange stumm in die Augen, ich wende als erster den Blick ab und muss laecheln. Ach Schatz, mach es mir doch nicht so schwer. Du bist versorgt, wirst bald in ein kaltes Land zu einem guten Mann gehen und gluecklich werden.

    Ein Stubser mit ihrem Fuss gegen meinen Oberschenkel signalisiert mir, ich soll mich mal umdrehen. In der Tuer steht Tippa, lehnt an der Zarge und blickt uns an. Mein Gott, wie schoen sie ist. Hat eine hautenge Jeans an und ein ziemlich knappes Shirt, traut sich nicht zu uns. Ich zwinkere ihr zu, sie soll herkommen. Wie ein kleines Maedchen das genau weiss, das es etwas verbotenes getan hat schleicht sie die zwei Meter zu uns rueber. Frage mich, ob sie nur spielt oder es ihr wirklich peinlich ist, sich zwischen Bam und mich gedraengt zu haben. Muesste ich Erotik definieren, meine Antwort waere einfach nur ´Tippa´´! Streichele mit meiner linken Hand zwischen ihren Oberschenkeln durch und umfasse ihren suessen Po, ziehe sie zu mir ran. Maedel, wir haben es getan, es ist passiert. Mach dir keinen Kopp, rueckgaengig kann es niemand von uns machen. Und es war wunderschoen.

    Bam erkennt, das sie gegen ihre Freundin verloren hat. Sie nimmt es aber gelassen, denn sie weiss, das wir noch einige gemeinsame Naechte vor uns haben werden. Aber die Grenzen sind wortlos abgesteckt worden innerhalb weniger Augenblicke. "Up to you", haettest du es bloss nicht so oft zu mir gesagt. Ich bleibe stehen und sehe dem Blatt zu auf seinem Weg den Bach runter.

  11. #50
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Mir steht der Sinn nach einer Tuete, also stosse ich Tippa mit einer Hueftbewegung weg, sie kontert mit ihren geilen Hintern den sie ueber meinen Oberkoerper streichen laesst. Reinbeissen moechte man am liebsten, so geil ist ihr Po. Es gibt aber nur einen festen Klapps, der richtig knallt. Ein leises Stoehnen signalisiert, das sie es geil findet. Verdammt nochmal, ich wuerde dich am liebsten gleich nochmal nehmen. Ich gehe jedoch ins Haus und drehe die letzte schmale Tuete, dann ist der Stoff alle. Draussen schnattern die Weiber auf thai, es ist wie Musik in meinen Ohren. Kein boeses oder lautes Wort, alles ganz ruhig und relaxed, ich muss grinsen am Tisch ueber dem Zweiblatt. Gebe Flamme, und ziehe mir die ersten Zuege ego rein, dann gehe ich raus mit der Jolle im Mundwinkel. Interessieren tut das hier niemanden, ausser die beiden Schnuckies auf der Terrasse, denn die wollen auch mal ziehen. Wartet mal, ich zeige euch was! Drehe den Joint um und stecke mir die Glut in den Mund, dann blase ich Bam einen Shut ein. Muss kurz abbrechen, um selber Luft zu holen, dann bekommt Tippa den selben Service. "O.K.?" frage ich danach, beide grinsen nur.

    Bam geht rein um sich umzuziehen, Tippa bleibt dicht bei mir damit ich ihr den Ruecken kraulen kann. Ich blicke der schnurrenden Katze tief in die Augen, sie biegt sich verliebt in meine Richttng. Als Bam wieder rauskommt faellt mir nichts mehr ein. Hat sich schick gemacht fuer den Abend mir einem rueckenfreien Top. Jeder kann sehen, das sie keinen BH traegt, und genau das hat sie beabsichtigt. Am liebsten wuerde ich ihr sofort drunter grabschen aber lasse es. Stattdessen staune ich sie an, um wieviel schoener koennen thailaendische Maedchen noch werden?! Sie ist ein Traum, bloss fuer wen? Fuer mich -ich kann es nicht glauben. Rob oder die anderen Jungs, ich haue ihnen allen was aufs Maul. Die brauchen sich bloss anstellen und sie werden von mir bedient, wenn sie bloede gucken.

    Bam weiss ganz genau was sie da macht, und sie zeigt es auch durch ihr Laecheln. Diesmal ist es Tippa, die ueberraschend entspannt bleibt. Zwei wirklich nette Freundinnen, die sich gut verstehen. Hier gibt es keine Disco, in der man aufgesylt erscheinen muesste. Weder in dem Outfit von Bam noch in den wirklich verfuehrerisch engen Jeans von Tippa, man kann ihr quasi die Wuensche von den Lippen ablesen. Ich waere ja fuer eine weniger auffaellige Kleidung, aber andereseits moechte ich den Maedels auch nicht reinreden. Beide sehen hammermaessig aus, also kommen keine Einwaende diesbezueglich von meiner Seite. Ich ziehe mir also auch was vernuenftiges an, eine lange blaue Jeans und ein dunkles Hemd. Schuhware jedoch die blau-weissen 12-Baht-Flip-Flops, man ist ja schliesslich in Thailand. So durchgestylt marschieren wir rueber zu den Baumhaeusern.

    Dort angekommen lasse ich Tippa den Vorzug, sie darf als erste die Treppe raufsteigen. Natuerlich nicht ohne Hintergedanken, denn nur so kann ich ihren knackigen und leckeren Hintern bewundern, der nun vor mir hin und her schwingt. Bam muss mein Laecheln bei diesem Anblick erahnen, denn sie versetzt mir einen heftigen Schlag in den Ruecken. Drehe mich augenblicklich um, bleibe stehen und umarme sie mit einem dicken Kuss. Die zwei Stufen die sie hinter mir war, ziehe ich sie einfach zu mir rauf. Wieder mal hoere ich ein erfrischendes "Ui?!!" Dem Schlag von Tippa entgehe ich nur knapp, weil ich instintiv den Kopf einziehe als Bam sich duckt. Freundinnen...

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