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Die Fragen...

Erstellt von hello_farang, 17.07.2007, 02:32 Uhr · 176 Antworten · 22.503 Aufrufe

  1. #141
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Lege den Helm auf den Tank, stuetze mich mit verschraenkten Armen darauf. Es bleibt ja nichts anderes als Abwarten, warum also aufregen? Ich habe eben vielleicht zwei oder drei Ordnungswidrigkeiten auf einmal begangen, mich juckt das nicht weiter. Wuerde es in Berlin ja auch nicht. Aber da bin ich auch nicht mit einer Freundin unterwegs, die mich haerter rannehmen wird als die Beamten, wenn wir zuhause sind. Davor habe ich etwas Bammel, nicht vor den Uniformierten. Es dauert solange wie es dauert, und es kostet was es kostet. Ist der Wahlspruch eines meiner besten Kumpel in Deutschland, und da ist was dran.

    Tippa hat ihren Helm natuerlich auch bereits abgenommen, ist vom Bock abgestiegen und telefoniert mit ihrem Vater. Scheint ihm die momentane Situation zu erklaeren. Irgendwann reicht sie das Handy rueber an einen der Beamten, der spricht dann auch mit Vati. Hoere vom Polizisten nur "Khrap" "Khrap", und nochmal "Khrap". Dann gibt er Tippa ihr Handy zurueck. In gebrochenem Englisch bekomme ich eine Standpauke. Der eine Beamte zueckt seinen Block, aber ich reiche erstmal einen 500-Baht-Schein rueber. Daraufhin verschwindet sein Block wieder in der Tasche, die zwei Polizisten steigen in ihren Pickup und wir duerfen weiterfahren. Eine Quittung kann oder will keiner von beiden ausstellen, und ich will auch kein Wechselgeld von ihnen haben.

    Tippa ist ruhig, zur Abwechslung mal keine Schlaege auf meinen Ruecken und kein Gemecker. Ich warte noch einen Moment, bis die Polizisten losfahren. Von hinten immer noch keine Reaktion, sie legt ihren linken Arm um meine Huefte, kneift mir in den Bauch und meint nur "Ba!". Also starte ich den Motor und fahre weiter. Nach einer Minute ueberholen wir den Polizei-Pickup wieder, diesmal aber in angemessener Geschwindigkeit. Ich blicke zu ihnen rueber, nicke kurz. Zwei laechelnde Gesichter lassen uns vorbeiziehen, also gebe ich Gas. Die Maschine marschiert vorwaerts, wieder viel zu schnell. Aber alle sind zufrieden, diesmal bleiben die roten Rundumleuchten und das Signalhorn hinter uns ausgeschaltet.

    Etwas aergere ich mich zwar, denn immerhin ist das eben mehr als der Gegenwert eines Zugtickets nach Surat Thani gewesen. Aber andererseits haette mich der Spass in Deutschland deutlich mehr Geld und Stress gekostet plus einen Monat Fahrverbot. Egal, fuer mich ist es bereits Geschichte als wir in die Strasse einbiegen wo Tippas Eltern ihr Haus haben. Das Tor geht auf als wir ankommen, Vati hat anscheinend einen Sensor am Motorrad angebracht. Ich fahre rein, auch die Garage geht automatisch auf. Bin echt ueberrascht als Tippa den Helm abnimmt und mich angrinst, mir ihre Stirn auf meine drueckt. "Arai na khrap?" frage ich. Sie lacht nur "Khun same same khon thai" Grinse sie an, denn die Spielregeln im Umgang mit Polizisten hier habe ich bereits kapiert, Frauen hingegen werde ich nie verstehen. Warum sie nun nicht meckert sondern mich sogar lobt begreife ich nicht. Aber besser so als anders herum.

    Bin gespannt was Mutti uns alles eingepackt hat, also folge ich Tippa in die Kueche. In der ersten Tuete sind Reis, Huehner- und Schweinespiesse mit mehreren kleineren Tuetchen voll Dip. Die zweite ist fuer mich, gebratene Tofuwuerfel mit Gemuese und Reisnudeln, es riecht sehr scharf. Mir laeuft das Wasser im Mund zusammen und ich will gleich mal zugreifen, aber Tippa haut mir auf die Finger. Sie stellt einen Wok und eine Pfanne auf den Herd, giesst jeweils etwas Palmoel rein. Hat ja recht, heiss schmeckts besser. Also inspiziere ich die dritte Tuete, fuenf verschiedene Sorten Obst und ein Beutel mit Papayasalat.

    Die Kueche ist sehr funktional und nach westlichem Standard eingerichtet, also suche ich schonmal die Teller und Schuesseln zusammen und stelle sie auf ein Tablett. Als ich Tippa frage ob sie Staebchen oder Loeffel haben will und sie auf die Staebchen zeigt, klingelt ihr Handy. Sie wirbelt gerade in dem Wok mein Essen durch, blickt kurz aufs display und reicht mir das Telefon rueber "Papa". Ich gehe ran "Hallo, sawat dii khrap" Erst denkt er, das er sich verwaehlt hat. Ich meine also "It´s Koja. Tippa tham gap khaau" Er lacht, will sich nur erkundigen wie es mit der Polizei gelaufen ist. "Oh, no problem. I gave 500 Baht and everything was fine" Wieder hoere ich ihn lachen "You solve the problem thaistyle, thats good" Dann berichte ich ihm davon, das wir umgebucht haben und zwei weitere Tage in Chiang Mai bleiben werden. Findet er natuerlich super. Entschuldigt sich, das er und seine Frau auch heute erst sehr spaet nach Hause kommen werden, aber morgen haben sich beide fuer uns frei genommen. Wir werden eine Tour mit dem Auto machen, aber wenn ich will koenne ich auch gerne wieder das Motorrad nehmen. Nee nee, geht schon klar, Hauptsache er regelt die aircon etwas runter. Sein Lachen ist wirklich erfrischend. Frage ihn, ob er noch mit Tippa reden moechte, denn sie ist fertig mit kochen. Noe nicht noetig, ein "Phrungnii phop gan" beendet unser Gespraech dann.

    Tippa hat vor dem Fernseher bereits eine Kokosmatte ausgerollt, wir setzen uns auf den Boden und essen bei einer thailaendischen Version von Lindenstrasse. Verstehe zwar nicht viel von dem was gesagt wird, aber die Handlung ist genauso simpel gestrickt wie alle telenovelas. Ein zweifelhafter uniformer Charme, dem ich noch nie etwas abgewinnen konnte. Alle paar Minuten Unterbrechungen durch Werbung, das wuerde mich irre machen. Als eine neue Schauspielerin auftaucht bin ich so unvorsichtig, ein "Uii, come to daddy" rauszuhauen, denn sie sieht verdammt 5exy aus. Tippa schaut mich nichtmal an, als sie zuschlaegt. Aber sie trifft punktgenau wieder genau die Stelle auf meinem Oberarm, wo sie sonst auch immer draufhaut. Den blauen Fleck dort werde ich seit drei Wochen schon nicht mehr los, wie auch.

  2.  
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  3. #142
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Bringe das Tablett mit den leeren Tellern raus in die Kueche und hole das Obst. Dann setze ich mich dicht hinter sie, lege meinen Kopf auf ihre Schulter und fuettere sie mit Ananasstueckchen. Im Gegenzug puhlt sie die Tamarindenschoten auf und steckt mir das leckere Zeug in den Mund. In den Werbepausen ist sogar Zeit fuer ein paar zaertliche Kuesse, ihre Zunge elektrisiert mich jedesmal. Aber sobald die Serie weitergeht ist Schluss mit lustig, ich werde durchsichtbar, bin nicht vorhanden. Also gehe ich nach oben, schnappe mir die Kippen und das Woerterbuch, und setze mich raus auf die Terrasse vorm Haus. Sie fragt nichtmal, wohin ich gehe. Koennte auch die Strasse runterlaufen und mich in die naechste Pinte hocken, Tippa wuerde es erst auffallen wenn die Folge vorbei ist. Die Magie der bunten bewegten Bilder ist mir aeusserst suspekt, deshalb habe ich in Deutschland auch keine Glotze. Muss grinsen bei dem Gedanken, sie waere bei mir in Berlin und wuerde realisieren, das es keinen Fernseher gibt in meiner Wohnung.

    Mein Magen arbeitet und grummelt auf Hochtouren, immerhin war das jetzt das dritte Essen innerhalb von sechs Stunden. Ich bin pappsatt, stecke mir eine Krong Thip an und geniesse die abendliche leicht kuehle Briese, die vom Berg herunter weht. Lege die Fuesse auf die Bruestung, und beginne mit etwas Vokabellernen. Arbeite mich seit Beginn der Ankunft vor gut sechs Wochen von vorne durch das Buch, und bin dennoch erst bei dem Buchstaben F angekommen. Gut, in den vierzehn Tagen direkt nach dem Unfall habe ich kaum gelernt, dafuer waren die bunten Pillen und die Schmerzen zu heftig, aber ich hinke hinter meiner eigenen Vorgabe hinterher. Hatte mir in Deutschland fest vorgenommen jeden Tag zu lernen, aber da kannte ich Bam und Tippa auch noch nicht.

    Brabbele also vor mich hin "Familie khroob khrua, Familienangelegenheit ruenang khoong khroob khrua, Familienname naam sagun, Fanatiker phuu khlang", versuche die im Woerterbuch angegebene Tonhoehe zu treffen und wiederhole die Worte immer wieder aufs Neue. Singe so vor mich hin, hole mir zwischendrin ein Bierchen aus dem Kuehlschrank in der Kueche. Die Glotze laeuft zwar immer noch, aber Tippa scheint gerade auf der Toilette zu sein. Jedenfalls sehe ich sie niergends. Wieder draussen weiter im Text, dabei wiederhole ich die eben gelesenen fuenf Worte mehrmals und sehe dann nach, ob es mit der angegebenen Aussprache uebereinstimmen koennte. Als ich bei "Fels hin phaa und Fenster naa taang" angekommen bin legen sich von hinten ploetzlich zwei Arme um meinen Hals, und mir wird schwarz vor Augen.

    Ihre langen Haare machen ein knisterndes Geraeusch auf dem Papier des Buches, sie kuesst mich aufs Ohr "Naa taang", dabei ist das Naa deutlich abfallend betont. Dann setzt sie sich neben mich und wir lernen eine Stunde zusammen, ich thai und sie deutsch. Wobei das mit dem deutsch natuerlich in wildem hin. und hergeblaetter ausartet, denn sie will gleich ganze Saetze sprechen. Ich habe genug Muehe damit ihr zu erklaeren, das die deutsche Sprache anders und deutlich komplizierter aufgebaut ist als die thailaendische. An einem Satz haengen wir uns auf, denn sie versucht mich zu fragen, ob ich was rauchen moechte. Natuerlich verstehe ich auch ihr "Du wollen rauchen Gunja?", aber bevor ich ihr darauf antworte verbessere ich sie nochmal und nochmal, solange bis sie wirklich "Willst Du Gunja rauchen?" ueber ihre suessen Lippen bekommt. Das l am Anfang des letzten Wortes ueberhoere ich hoeflich laechelnd, wieso ist es fuer Asiaten nur so schwer ein r auszusprechen? Hoert sich aber jedenfalls unheimlich niedlich an, es bringt mich immer wieder zum grinsen. Meine Antwort auf ihre in deutsch gestellte Frage lautet natuerlich kurz und knapp "Khrap!" waerend ich ihren Nacken massiere. Sie nimmt ihr Handy und telefoniert.

    Keine zehn Minuten spaeter kommt ein Moped die Strasse runter, haelt vor dem Tor an der Einfahrt zum Grundstueck. Tippa geht zu dem Typen, redet kurz mit ihm, und kommt dann mit einem Tuetchen voll Grass zurueck. Ich habe sie die ganze Zeit sehr genau beobachtet, und ich habe nicht gesehen wie die Uebergabe stattgefunden hat. Weder habe ich Geld in ihrer Hand gesehen, noch das der Bote ihr etwas gegeben hat. Na jedenfalls faehrt der Typ wieder weg, Tippa kommt zurueck und reicht mir eines der ueblichen 200 Baht-Plastiktuetchen, welches jedoch fast doppelt so voll ist wie die auf Samui.

    Wir haben auf der Terrasse nur ein Licht angemacht wegen der Muecken. Sie steht vor mir im fahlen Licht, hinter ihr leuchtet der abnehmende Mond, und ihr Kleid wirkt fast durchsichtig im Wind. Wie ein schwarzer Scherenschnitt, ein Traum. Ziehe sie zu mir, hebe ihr den Saum des duennen Kleides hoch und kuesse sie auf ihren Bauchnabel, lasse meine Zunge darin spielen. Nicht weil sie eben fuer uns was besorgt hat, sondern weil sie einfach so suess ist. Als ich von ihr ablassen will presst sie meinen Kopf fest gegen ihren hardbody, stoehnt leise unter den Kuessen.

    Dann bekommt sie einen kraeftigen Klapps auf den Po von mir, jetzt ist Schluss! Ich will das eben gelieferte Zeug ja nicht nur riechen, sondern auch mal verkosten. Ihr Kopf schnellt nach unten, wieder habe ich ihre Haare im Gesicht, bekomme einen Kuss. Dann huepft sie nach oben und holt die Packung mit den weissen OCB aus meiner Reisetasche. Als sie wiederkommt faellt mir auf, das ich keine Filterpappe mehr habe, also schlage ich im Buch nach, versuche es mit khrueang groong und gradaad khaeng. Sie versteht mich nicht, obwohl ich ihr die Worte zeige und sie diese auf thai lesen kann. Der Zusammenhang ist nicht da, also Gestik, ich zeige auf die Blaettchenpackenung, zerre an der Pappe und frage nach etwas vergleichbarem. In Thailand werde ich mich hueten, eine OCB-Packung zu verfiltern, das sind fuer jeden Polizisten weltweit eindeutige Hinweise aufs ....... Sie versteht nun was ich will und holt eine ziemlich dicke Pappe aus dem Zimmer. Gut, ich kann mit allem eine Tuete drehen, auch wenn die Konsistenz einem Buchumschlag gleicht. Wie immer setzt sie sich neben mich und beobachtet sehr aufmerksam, wie aus zwei Blaettchen, etwas Tabak, und der Pappe eine Zigarette der etwas anderen Sorte entsteht.

    Das Grundstueck ist eigentlich nur vom Einfahrtstor halbwegs einzusehen, trotzdem schaue ich mich ein paarmal um, schliesslich ist das hier Privatbesitz, und wir sind in Thailand. Keinen Stress fuer niemand. Das Zeug ist absolut korrekt, zieht sich gut rein. Wir geniessen es, sie wird gleich wieder etwas albern und beginnt mich zu kitzeln. Ich muss die ersten zwei deutschen Worte sagen, die sie von mir gelernt hat "Hoer uff!" und ihre Haende festhalten. Die Tuete ist seit ein paar Minuten erloschen, da fragt sie mich "You want swim?" "What?" Tippa greift nach dem Buch, blaettert darin bis sie das Wort gefunden hat "Schwimmen?" Blicke sie an, na so heftig war der Joint ja nun auch nicht, aber sie steht auf und nimmt mich bei der Hand.

    Wir gehen ums Haus, hinten war ich noch nicht. Und was haben die Eltern sich da hinbauen lassen? Einen kleinen aber feinen Swimming pool, ich fasse es nicht. Wieso zeigst du mir den jetzt erst? Bin noch vor ihr im Wasser, weil ich einfach losrenne und in Klamotten reinspringe. Sie zieht sich wenigstens noch das Kleid aus, die Unterwaesche bleibt aber an. Nachts bekifft im Pool reicher thailaendischer Eltern, na wie geil ist das denn?! Ich tauche ab und schreie unter Wasser gegen ihren Bauch laut los, sodass Tippa die Druckwellen und Blubberblasen auf sich spuert. Als ich wieder auftauche lacht sie, gibt mir einen innigen Kuss.

  4. #143
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Habe ich im Lotto gewonnen ohne jemals gespielt zu haben, oder was ist los? Druecke sie fest an mich, gemeinsam turnen wir durch den pool und kuessen uns dabei. Die Nacht ist klar, Sterne funkeln und es wird etwas kuehler draussen. Aber das Wasser ist durch die Sonne aufheizt, oder ist es nur meine Begeisterung? Ihre schimmernde hellbraune Haut und die glatt anliegenden nassen schwarzen Haare lassen mich fast irre werden. Wenn es nicht der pool ihrer Eltern waere, ich wuerde mich vergessen und auf ein Condom pfeifen. Ich weiss gar nicht mehr, wo ich zuerst hingucken soll. In ihre dunklen Augen, auf ihre sinnlichen Lippen, auf die nackten Schultern von denen das Wasser rinnt? Steichele ueber ihre Haare waerend wir durch das Nass taenzeln. Richtig tief ist das kleine Schwimmbecken nicht, maximal 180 cm an der tiefsten Stelle, ich kann da locker noch stehen. Aber Tippa nicht mehr, sie haelt sich an mir fest und ich geniesse es in jeder Sekunde. Wann wache ich schweissgebadet neben einer dicken haesslichen blondierten deutschen Frau mit wirren bunten billigen Lockenwicklern von Lidl im stumpfen Haar auf, die mich anblafft weil ich verpennt habe? Niemals hoffe ich, muss ueber den Gedanken lachen und Tippa noch fester an mich druecken.

    Ziehe mir das Hemd aus und werfe es auf den Beckenrand, um sie besser und intensiver spueren zu koennen. Ihre Haut ist unglaublich, so zart und erotisch, ohne das sie etwas dafuer kann. Am liebsten wuerde ich ich sie beissen und kratzen, aber das wuerde nur ihre Makellosigkeit verschandeln. Wieder so ein Moment, an dem ich schier durchdrehen koennte. Sie spuert, das ich verdammt geil auf sie bin und fragt neckisch "Uii, you want me?" Ich antworte nicht, gebe ihr nur einen langen Zungenkuss, sie schlingt ihre Oberschenkel fest um meine Huefte. Laesst ihren Oberkoerper nach hinten gleiten, ich kuesse mich vom Hals an abwaerts ueber ihre Haut, bis mein Gesicht unter Wasser ist. Dann blubbere ich ihr zu "Tirak I love you, phom rak khun", sie zuckt wild weil es natuerlich kitzelt. Ich hebe meinen Kopf etwas, hole kurz Luft, um dann wieder soweit abzutauchen, das gerade noch meine Augen aus dem Wasser gucken. Wie ein Krokodil, was seine Beute fest im Blick hat fixiere ich die zwei Huegel und das in den Himmel gestreckte Kinn von Tippa. Durch den nassen eng anliegenden BH zeichnen sich deutlich ihre harten Nippel ab, langsam schieben wir uns in Richtung Leiter. Bei jedem Schritt dorthin stoehnt sie leise, was fuer ein schoenes Vorspiel.

    Ich lasse ihr den Vortritt, denn den Anblick will ich mir nicht entgehen lassen. Sie umfasst die beiden Edelstahlgriffstangen, beugt ihren Kopf nochmal hinten ueber ins Wasser damit ihre Haare nass am Ruecken kleben, und steigt dann die Sprossen empor. Erst erscheinen die Schultern, dann der Ruecken, dann der unglaublich suesse Po, dann die langen schlanken Beine, sie macht es langsam und in einer sehr selbstbewussten koerperbetonten Art und Weise. Oben bleibt sie mit dem Ruecken zu mir und leicht gespreizten Beinen stehen, schaut mich ueber die Schulter mit einem gespielt scheuen erotisch-fragenden Blick an. Als ob sie wissen moechte, ob das so in Ordnung war. Ich gehe laechelnd unter, stemme mich kraeftig vom Beckenboden ab und komme neben der Treppe am Poolrand aus dem Wasser.

    Stuetze mich zwar mit beiden Armen ab, aber in der linken Schulter hoere ich ein fieses Knacken. Es sticht als wuerde jemand mit voller Wucht von vorne einen Schraubenzieher reinstecken. Muss wieder einmal tief durchatmen. ...., das war jetzt gar nicht gut. Nach ein paar Sekunden stehe ich auf, sie nimmt mich in den Arm, und gemeinsam gehen wir zurueck ins Haus. Natuerlich vergesse ich mein Hemd, muss also nochmal raus um es zu holen. Wie schoen war es doch eben, fast schwerelos durchs Wasser zu schweben. Nun hat uns Newtons Gesetz wieder. Ich merke deutlich das wieder irgendwas kaputt gegangen ist am Schluesselbein.

    Im Badezimmerspiegel betrachte ich meine Schulter waerend ich den Arm auf und ab bewege, sieht eigentlich alles aus wie sonst auch, aber hoeher als 90° bekomme ich den Arm nicht. Lege meine Hand flach auf den Knochen, sodass die Bruchstelle mittig ist. Mit den Fingern versuche ich festzustellen, ob sich die beiden Knochenteile verschieden bewegen, wenn ich den Arm kreisen lasse. Nein, der Kallus ist anscheinend nicht kaputt, muss also etwas anderes sein. Na egal, aendern kann ich es nun auch nicht mehr.

    Tippa hat sich unterdessen ausgezogen, und mit viel Lachen hilft sie mir aus der nassen Jeans die fest an meinen Beinen klebt. Die Unterhose rutscht gleich mit runter, und da sie bei der Aktion vor mir kniet nutzt sie ihre Position fuer einen netten Liebesbeweis. Verdammt, oben tut es weh, unten wird es angenehm. Bevor es zu heftig wird ziehe ich sie hoch, lass uns erstmal unter die Brause gehen. Das gemeinsame Duschen ist wie immer wundervoll, aber ich ueberlasse ihr die Initiative. Die uebernimmt sie auch, und zwar gut. Ich muss mich nicht mit Duschgel einschmieren, das kann sie viel besser. Lasse mich von ihr verwoehnen, wie viele Arme und Haende hat diese Frau bloss? Sie scheint damit ueberall gleichzeitig auf meinem Koerper zu spielen. Bin sehr schnell wieder kurz davor, sie mal direkt spueren zu wollen, aber die Vernunft siegt. Sie hat es natuerlich vorhergesehen, aber wo sie die silberne kleine quadratische Verpackung mit dem blauen Aufdruck herzaubert, ich weiss es nicht. Was folgt, ist eine wundervolle Nummer mal wieder unter der laufenden Dusche. Grundsaetzlich ein sehr erotischer Ort, ich liebe es hier 5ex zu haben.

    Danach sind wir beide ziemlich geschafft, trocknen uns gegenseitig ab und schluepfen in bequeme Schlabberklamotten. Fuer mich bedeutet das T-Shirt und die 3/4-Hose mit dem Aufdruck ´Khon mai mii faeaen´. Als sie es sieht bekomme ich die Zunge rausgestreckt, dann hebt sie ihr Shirt hoch um mir kurz ihren blanken Busen zu praesentieren. Strecke meine Hand gerademal zehn Zentimeter in Richtung dieser doppelten Perfektion der Natur, da faellt der Vorhang auch schon wieder und sie dreht sich um, geht nach unten. Ich rolle uns noch eine schoene Tuete, dann gehe ich auch ins Erdgeschoss und befehle sie mit einem Kopfnicken Richtung Tuer nach draussen. Wir geniessen den Joint, geben uns gegenseitig einen Shut bis wir husten muessen, und lachen.

    Wolken sind aufgezogen und es beginnt leicht zu regnen. Fuer mich eine Wohltat, endlich reinigt sich die Luft. Tippa holt sich eine Decke aus dem Wohnzimmer und kuschelt sich dicht an mich. Kann gar nicht anders und lasse meine Hand unter ihr Shirt gleiten, um ihren Busen sanft zu massieren. Sie sinkt vertraeumt tiefer und macht es sich mit ihrem Oberkoerper auf meinem Schoss bequem, dreht sich so das sie mich anschauen kann. "Koja you have a big nose" stubst sie an meinem Zinken rum "Not same same khon Thai". Faengt an, mir einzelne lange Nasenhaare auszureissen. "Aua, na sagt mal bist du bescheuert?" Sie lacht und zupft weiter "What?" "Khun khlau mai khrap? Lass meine Nase in Ruhe! Hoer uff!", ich nehme ihre Hand und beisse ihr leicht in die Finger. Sie grinst mich an, kitzelt mich an der Huefte. "Koja, I want have also a big nose" "Same me?" muss ich lachen, denn sogar fuer einen Europaeer ist sie ziemlich gross. "No, but my nose is too small" sie knuffelt an der supersuessen Stubsnase in ihrem Gesicht herum. Ich kuesse ihre Nase, sage ihr das die einfach perfekt ist, genau richtig fuer ein thailaendisches Maedchen. "Koja, ditschan rak khun maak", ihren Kuss auf meinen Arm nehme ich laechelnd zu Kenntnis. Blicke hinaus in den Regen, waerend sie beginnt immer intensiver mit ihrer Zunge meinen Bauchnabel zu massieren. Das sie von Grass rollig wird wie eine laeufige Katze ist mir schon vor Langem aufgefallen, bloss heute Abend ist es besonders schlimm. Ihre Atmung wird schwerer und schneller, auch ich merke das sich da bald nochmal etwas ausgehen wird. Aber erstmal drehe ich uns noch einen satten Nachbrenner, der die Lage wieder etwas entschaerft fuer ein paar Minuten.

  5. #144
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Wir reden lange ueber ihre Zeit an der Uni, ich frage mal wieder viel zu viel. Aber ich will verstehen wie es ist, an einer thailaendischen Uni dieser Groessenordnung und Bedeutsamkeit zu studieren. Hartes Programm, so wie es uns Vanida schon beschrieben hat. Morgens hin, Abends irgendwann nach Hause und dort weiterlernen fuer den naechsten Tag oder Test. Sie erzaehlt viel ueber die strenge Uniordnung, das man viel lernen muss, immer nur zuhoeren und mitschreiben. Den ganzen Stoff muss man sich dann so schnell wie moeglich aneignen, wie auch immer. Sie hat es damals mit zwei Freundinnin gemacht, indem sie sich alle paar Tage gegenseitig abgefragt haben. Vorher haben sie gemeinsam gelernt, waren ein kleines eingeschworenes Team. Eine von ihnen war Vanida. Die kurzen Ferien haben gerade dazu gereicht, hoechstens mal eine Woche nach Chiang Mai zu fahren.

    Ob sie damals Freunde hatte, also faeaens unter den Kommilitonen. Ja hatte sie, wieviele will ich wissen? Sie muss lachen, vergraebt ihr Gesicht verschaemt zwischen meinem T-Shirt und ihrem Arm der auf meinem Schoss liegt, murmelt ein ´saam´. Ich verstehe nicht richtig "Some?", sie muss wieder lachen und boxt mich in den Bauch "Mai some, saam, three" Aber sie kontert auch sehr schnell, will von mir wissen, wieviele Freundinnen ich denn schon hatte vor ihr? Ich muss kurz ueberlegen, und zaehle mit "Nueng, soong, saam, sii, haa. Haa." "Five girlfriends, uii!? And now you have a girlfriend in germany?" "Mai, phom mai mii faeaen nai joereman", ob sie es mir wirklich glaubt weiss ich nicht. Ihr Blick ist skeptisch, aber ich versichere ihr nochmal, das ich keine Freundin habe in Deutschland und da auch keine Kinder auf mich warten. Schatz, das hast du mich vor einem Monat alles schonmal gefragt, und ich habe es dir gesagt. Sie grinst "Yes I know but I want hear it again", ihre Augen sind bereits geschlossen und sie zieht sich die Decke zurecht.

    Bevor sie mir hier auf der Terrasse aber einpennt und das auch noch auf meinem Schoss, wecke ich sie lieber gleich wieder auf und wir gehen rein. Schon auf den paar Metern schlaeft sie fast im Gehen ein, ich schiebe sie gleich zur Treppe, was jedoch ploetzlich strikt abgelehnt wird. Schalte uns also den Fernseher ein, und sie packt sich auf die weiche Couch neben den Holzmoebeln. Mir ist das zu bloed, drehe ich mir noch einen und gehe wieder raus. Irgendwie muessen wir das Zeug ja in zwei Tagen wegbekommen, denn mit auf die Reise nach Bangkok werde ich hoechstens zwei oder drei vorgerollte Tueten nehmen.

    Es regnet nun richtig stark, dennoch ist die Temperatur nicht merklich gefallen. Ziehe mir das Zweiblatt entspannt alleine rein, muss dabei an meine Freunde und die Minusgrade in Deutschland denken. Schicke ihnen ein lachendes "Ihr Looser!" mit Stinkefinger rueber, den verdammten grauen Schneematsch im dreckigen Berlin habt ihr ganz fuer euch - ihr Penner! Ich werde gleich nochmal meine Freundin sehr gluecklich machen, und danach mit fast ohne Bettdecke gut und zufrieden einschlafen. Hinter mir kriechen zwei Geckos die Wand runter, irgendwo in der Nachbarschaft fangen nacheinander ein paar Hunde an zu bellen. Warum klingt hier bloss alles so ganz anders als zuhause, und warum wundere ich mich darueber?

    Ich bin gut gepegelt als ich wieder ins Haus gehe, die Tuer hinter mir zweimal abschliesse mit dem amerikanischen Tuerknauf. Der Blick auf die schlafende Tippa bestaetigt meine Befuerchtung, wie bekomme ich sie nun wach oder nach oben ins Bett? Versuche es zunaechst mit der diplomatischen Masche, leise saeuselnd auf sie einreden, mit etwas Geschaukel an ihrer Schulter. Keine Reaktion, war eh klar. Wenn die mal eingeschlafen ist, dann razzt sie auch. Aber ich kann sie hier unten unmoeglich liegen lassen, was sollen die Eltern denn denken, wenn sie nach Hause kommen? Das wir uns gestritten haben und sie auf dem Sofa pennt? Oder soll sie ihnen morgen Frueh beichten, das wir gekifft haben und sie es nicht mal mehr bis in den ersten Stock geschafft hat.

    Was bleibt mir also uebrig? Ich nehme ihre Beine, stelle die Unterschenkel halbwegs auf den Fussboden, und richte dann ihren Oberkoerper auf. Na immerhin bekommt sie die Augen auf, laechelt mich an und will mich umarmen. Nichts da, mai dschab! Nehme ihr die Decke weg, sie mault rum. Nochmal probiere ich es im Guten "Tirak, tueuen noon!", und wieder ernte ich nur ein voellig verschlafenes suesses Laecheln. Also gut, dann eben auf die harte Tour. Ziehe sie hoch, dann ducke ich mich schnell ab und nehme sie auf die rechte Schulter. Kopf nach hinten, ihre Beine baumeln vor mir. Na wie ploetzlich sie da wach ist, wer haette das gedacht. Aber nun ist es zu spaet, ich lasse sie nicht mehr runter. Ganz im Gegenteil, sie bekommt erstmal ein paar auf den Hintern. Sie trommelt zwar lachend auf meinen Ruecken ein, und ich muss ihre strampelnden Beine gut festhalten, aber sie hat keine Chance auf Gegenwehr. Trage sie so die Treppe hoch ins Schlafzimmer, und schmeisse sie dann mehr oder weniger sanft auf das Bett. "Uii Koja, I love you" streckt sie mir ihre Arme entgegen, ich lasse mich bereitwillig von ihr runterziehen auf die Matratze. Sie weiss genau, was ich von ihr will. Und was sie von mir haben will. Muss in meiner Reisetasche nach der Schachtel mit den Condomen kramen, waerend sie bereits an meinem Shirt rumfummelt um es mir ueber die Schultern zu ziehen. Aua, Hase pass auf die Schulter auf, das tut weh "Bai sia, kautschai mai khrap?!"

    Fuer sie eher ein Reizwort, denn sie dreht mich auf den Ruecken, kuesst vorsichtig meine linke Schulter, und macht es sich dann auf mir bequem. Eine Koerpermassage vom feinsten, die sie da hinlegt. Verdammt nochmal, ich lasse Tippa machen was sie moechte. Durch das Fenster leuchtet eine Strassenlaterne muede ins Zimmer, ich sehe sie ueber mir und spuere sie auf mir. Von links ist ihr Gesicht und Oberkoerper etwas angestrahlt, aber ihre Haare verdecken die Augen. Sind sie offen oder geschlossen, ich kann es nicht erkennen. Gegen die Decke betrachtet reitet ein schwarzes Wesen auf mir im Galopp. Ihre schwarze Maehne wogt hin und her, manchmal trifft sie auch mein Gesicht damit wie mit einer Peitsche, ich mag es. Sie bekommt richtig was auf den Hintern verpasst, glaub bloss nicht das ich dir keine Belohnung gebe. Sie freut sich, ich freue mich, und danach verbringen wir eine sehr ruhige Nacht. Eng aneinander gekuschelt, nackt unter der Bettdecke.

  6. #145
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Der Handywecker reisst mich aus meinen Traeumen, komme von ganz weit weg langsam zu mir und taste nach dem verdammten Telefon. Blicke drauf, dann druecke ich den Wecker auf stumm und lasse das Ding auf den Nachttisch fallen. Tippa ruehrt sich nicht mal, liegt nur da wie eine Tote. Na zum Glueck atmet sie noch. 7:55 Uhr hat mir das display eben gezeigt, was fuer eine unchristliche Zeit? Aber ich muss es gestern Abend wohl so eingestellt haben. Also quaele ich mich aus dem Bett, hinter mir hoere ich ein leises Murmeln. Tippa greift ins Leere, denn ich sitze ja bereits, und sie schlaeft wieder ein. Betrachte sie etwas gelangweilt, krame nach meinen Kippen, und stehe auf. Erstmal ne Hose anziehen, oje. Ja da war was, sind nackt ins Bett gestiegen. Kann es mir nicht verkneifen nachzuschauen, ob sie auch immer noch so ganz ohne Klamotten...?! Ja, ist sie, ich muss grinsen. Normalerweise ein No-Go fuer Thais, aber es muss wohl alles gepasst haben heute Nacht. Sie bekommt einen zarten Kuss auf ihren Po, dann lege ich ihr ein T-Shirt und eine Hose aufs Bett. Nicht die von gestern, sondern frische Sachen.

    Schleiche mich runter, will draussen erstmal eine rauchen. Die Treppe komme ich zur Haelfte nach unten, da erklingt schon die Stimme vom Mama. Ob ich denn etwas essen moechte, und wenn ja was? Ich winke hoeflich ab, nicht im Morgengrauen, ich brauch zunaechst mal eine Kippe. Sie lacht, verschwindet in der Kueche mit der Frage, ob ihre Tochter schon wach ist? "Mai, Tippa nueai maak. Tippa tam noon" Was sie danach alles ihrem Wok erzaehlt will ich gar nicht wissen, gehe raus und zuende mir eine Krong Thip an.

    Jetzt, draussen, merke ich erst wie fertig ich noch bin von der letzten Nacht. Meine Fresse, es ist viel zu hell, die Nachbarn droehnen mit Mopeds und Autos die Strasse runter, ein paar Toehlen scheinen ihnen ununterbrochen nachzubellen. Koennen nicht wenigstens diese verdammten Dreckskoeter mal die Schnauze halten? Aber es ist eben der ganz normale way of life in Thailand. Hier bellen die Hunde nunmal, hier sind die Mopeds zum Kopfschmerzen bekommen laut, und es schert niemanden. Warum auch?

    Ich schlendere nach vorne an die Strasse, druecke auf den Tueroeffner und gehe raus. Als nach zwei Minuten ein alter Mann vorbeikommt, grinsen wir uns an. Er bleibt stehen, ich biete ihm eine Kippe an die er gerne annimmt. Und dann redet er mit mir thai, ohne aufzuhoeren oder davon Kenntnis nehmen zu wollen oder koennen, das ich ihn und seinen slang nicht verstehe. Als wir aufgeraucht haben tippt er auf die Packung in meiner Brusttasche, also gebe ich ihm noch zwei Zigaretten. Er steckt sie ein, bedankt sich bei mir und zieht dann vor sich hin redend seines Weges. Ich schaue ihm nach, man irgendwie muss das schoen sein in Thailand alt werden zu koennen?!

    Das Papa aus dem Haus gekommen ist und bereits hinter mir steht habe ich nicht mitbekommen. Erst als er verhalten hustet, um auf sich aufmerksam zu machen ohne mich zu erschrecken, drehe ich mich zu ihm um. Er grinst, hat auch eine Fluppe im Mundwinkel und erklaert mir, das dies eben der Aelteste in der Stasse war, der mit den Behoerden redet und hier sowieso alles unter Kontrolle hat. Wie damals im Isaan denke ich mir, da gab es auch einen Moo in jeder Strasse der sich um die Dinge der Nachbarn gekuemmert hat. Vati klopft mir auf die Schulter, zum Glueck die rechte, und meint grinsend das er alles mitgehoert und mitbekommen hat, und das es gut war so wie ich es gemacht habe. Ich sage ihm, das es doch voellig normal war eben, da haut er mir grinsend zweimal in die Rippen "No, this is not normal for a farang!" Wir rauchen noch eine, ein Nachbar kommt zu uns und erkundigt sich nach dem grossen farang und was es mit dem auf sich hat, dann gehen wir zurueck zum Haus.

    Mutti hat das warme Fruehstueck bereits fertig, fragt ausgerechnet mich nach ihrer Tochter. Ich muss lachen "I don´t know, but I can check it out" Also kurz nach oben, natuerlich liegt Tippa nach wie vor da und traeumt von Joereman, oder Chula, oder Phuket. Ich ruettele an ihr, und sie wird auch wach. "Tam aahaan tschuaau, leo leo!" kneife ich sie hoch, hey deine Mutti hat uns bereits was gekocht. Bin schon fast wieder raus aus dem Zimmer, da kommt ein flehendes "Koja..." von hinten. Drehe mich also nochmal um, und sehe sie zwar aufrecht sitzend im Bett, aber doch ziemlich fertig.

    Mache die international gueltige und unmissverstaendliche Handbewegung dafuer, das sie aufstehen soll. Sie jammert, ich solle bei ihr bleiben. Zeige ihr einen Vogel, denn erstens habe ich Hunger, zweitens hat Mutti bereits fuer uns gekocht, und drittens ist es nicht mein Problem wenn du das verpennst. Die Antwort ist ein fliegendes Kissen in meine Richtung, was ich jedoch nur mit einem Lachen und "Leo leo" kommentiere. Sie schafft es, das ich am fruehen Morgen wieder gewalttaetig werde. Zieht sich die Decke ueber den Kopf, woraufhin ich mit den geworfenen Kissen auf sie einschlage, bis sie aufgibt und aus dem Bett steigt. Dann gehe ich runter und setze mich an den Esstisch in Erwartung eines warmen Fruehstuecks. Mutti meint es gut mit mir, denn sie bringt ein english breakfast. Natuerlich ohne Schinken, dafuer aber mit Tofu und hoellisch scharfen baked beans. Mir brennt fast die Fresse weg, aber die Toasts und Spiegeleier sind perfekt.

  7. #146
    hello_farang
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    Re: Die Fragen...

    Mir schiessen Traenen in die Augen, Mutti freut es und sie fragt "Aroi mai?" "Khrap, aroi maak. Taeae pet maak maak. Uiuiui" grinse ich. Sehe sie nur verschwommen, hoere aber ihr diabolisches Lachen. Wische mir erstmal die Augen trocken mit der Serviette von der Rolle. Nach dem ersten Schaerfeschock geht es besser, sie stellt eine Schuessel mit weiteren baked beans auf den Tisch, dazu noch drei Toasts und Tofu mit zwei Spiegeleiern. Boah, wer soll das denn alles essen? Ihre Taktik scheint zu sein, mich etwas aufzupaeppeln, oder sie kann als Gastwirtin gar nicht in normalen Dimensionen kochen. Stellt auch noch eine Suppenschuessel hin, ich blicke sie fragend an. "Not for you, its for Tippa" Danach erfolgt ein lauter Lockruf nach ihrer Tochter, die dann auch verschlafen erscheint.

    So suess, die langen Haare sind noch etwas durcheinander, und sie hat neben ihren gebluemten Shorts das schwarz-weiss-karierte Levis Hemd von mir uebergezogen. Es ist ihr natuerlich viel zu gross, wie ein quaengelndes Kleinkind haelt sie mir die Arme hin, und ich krempele ihr erstmal die Aermel hoch. Die sollen ja nicht in der Tom kaa gai landen, denn eigentlich will ich das Hemd heute anziehen. Mal abwarten, ob sie es mir ueberlaesst. Oder es genau wie die thai army Hose bereits in ihren Besitz uebergegangen ist.

    Ich bewege lautlos meinen Mund zu den Worten ´Phom rak khun´, waerend ich ihr tief in die Augen blicke. Sie kennt mich gut genug um es auch so zu verstehen. Ein fast unmerklicher Hauch eines Laechelns huscht ueber ihr Gesicht, dabei streift sie zart ueber die Haare auf meinem linken Unterarm, nur um sofort danach kraeftig in ihn zu kneifen. "Au!", aber bevor ich noch was sagen kann fragt sie mich nach der Schulter. Der geht es wieder besser, keine Ahnung was das gestern Abend ploetzlich war. Sie tastet dran rum, massiert mich kurz waerend ich mir mit der rechten Hand noch ein paar Loeffel von den baked beans auf den Teller schaufele. Lass gut sein, ich will jetzt weiteressen. Fasse ihre Finger, kuesse ihr leicht auf den Handruecken und lege ihre Hand dann auf den Tisch. Ich veranstalte mit den Toasts, den Bohnen, und den Spiegeleiern ein ziemliches Chaos auf meinem Teller, um nicht zu sagen eine Schweinerei. Der Toast gibt nach unter dem Gewicht der Bohnen, klappt nach unten weg und alles pladdert auf die Eier. Ein eher belustigtes als ein verwundertes "Oh?!" entfaehrt mir als ich das Malleur sehe. Bestaune fuer einen Moment, wie sich ein paar der Bohnen mit dem noch leicht weichen Eigelb vermischen und alles zusammen langsam ueber den Teller fliesst. Aber schon knallt eine Hand auf meinen Oberschenkel, Tippa meckert ich soll nicht mit dem Essen spielen.

    Vati muss grinsen waerend er uns dabei zuschaut, und meint dann lachend "You are already like an old married couple" Tippa entfaehrt nur ein ueberrascht-empoertes "Uii?!", aus der Kueche hoert man Mutti lachen, ich nicke mit leicht hochgezogenen Augenbrauen und einem nachdenklichen Schmunzeln. Kann mir durchaus sehr gut vorstellen, die Tochter des Hauses zu ehelichen. Das es gegen meinen zweiten eisernen Grundsatz ´Du sollst niemals heiraten´ verstossen wuerde, laesst meine Mundwinkel weiter nach oben wandern. Das entgeht Tippa natuerlich nicht, sie laesst den Loeffel in die Suppenschuessel sinken und fragt sofort "What?", schaut mich dabei mit durchbohrendem Blick an. So als wolle sie mich warnen, jetzt etwas falsches zu ihr zu sagen. Blitzschnelle Synapsenmassage, dann antworte ich ihr "No, nothing. Tirak, I love you". Verdammt, habe ich den Schuss mal wieder nicht gehoert und sitze bereits laengst in der Falle?

    Dann erklaert Papa den Plan fuer heute. Erstmal zu ein paar Verwandten und Bekannten fahren, danach zu einem Wat. Gut, das wird bestimmt lustig, bedeutet aber auch vernuenftige Kleidung. Das mit dem Wat im Zusammenhang mit den Eltern gibt mir gleich wieder zu denken, nicht das da ploetzlich gewisse Grundlagen abgeklopft werden sollen fuer eine gemeinsame Zukunft. Ach was solls, ich werde es schon erfahren.

    Habe ja einen leichten Zeitvorteil vor Tippa, also bin als erster unter der Dusche. Suche mir danach die schwarzen langen Jeans raus, und als Tippa im Bad verschwindet erobere ich mein Hemd zurueck. Mutti guckt, als ich wieder runter komme. Erklaere ihr, das das Hemd mir gehoert, nicht ihrer Tochter. Zumindest fuer die naechsten zwanzig Minuten, denn als Tippa in engen Hosen und mit einem tollen langaermeligen rosa Top zu uns kommt, wird die Sache richtiggestellt. Ihr Wortschwall auf thai laesst Mama und Papa lachen, mir ist nun klar das ich mich also von dem Hemd werde trennen muessen. Naja, mache ich gerne wenn ich daran denke wie niedlich sie darin ausschaut. Aber es ist ein echtes Levis aus Amiland, hat richtig Kohle gekostet, ausserdem ist es mein Lieblingshemd. Widerstand ist hier leider zwecklos, das war mir vorher eigentlich schon klar. Also verspreche ich ihr, das sie es heute Abend zurueckbekommt, nach kurzer Pause schiebe ich nach "...or tomorrow, possibly next week...". Meine Art um Schlaege zu betteln, denn natuerlich setzt es wieder ein paar auf meinen rechten Arm.

    Zum Glueck laesst sie schnell wieder von mir ab, weil es an der Tuer klingelt und sie aufmachen geht. Ein Freudenschrei, dann fallen sich die beiden Maedels in die Arme. Nachdem sie die Eltern mit einem Wai begruesst hat bin ich dran, erwidere den Wai. Wir werden uns vorgestellt, sie heisst Su und ist eine Schulfreundin von Tippa. Sieht super aus, etwas kleiner als Tippa, vielleicht 1,65 aber mit fast ebenso langen Haaren und einem Gesicht zum verlieben. Tippa stellt sich sicherheitshalber neben mich und lehnt sich an meine Schulter. Und sie scheint ihre Freundin noch gut zu kennen, denn die ist alles andere als zurueckhaltend. Wir haben uns vor keinen fuenf Minuten zum ersten Mal gesehen, da faehrt sie mir ganz sanft mit der Hand ueber die blonden Haare auf dem Unterarm, meint mit vertraeumter Stimme "Tippa told me you have hairs same like a monkey on your arms" Schon schnellt Tippas Hand hervor um Su auf die Finger zu hauen, die zieht aber rechtzeitig zurueck, sodass sie natuerlich wieder nur meinen Arm trifft. "Au, sag mal bist du bescheuert, ich habe nichts gemacht!", beide Maedchen lachen, immerhin bekomme ich von Tippa einen Entschuldigungskuss auf den Hals. Ich blicke hilfesuchend rueber zu Vati. Der ist aber schon wieder am Grinsen, so als haette man ihm die Mundwinkel oben festgetackert und wolle er ausdruecken ´Das ist Dein Problem´.

    Die beste Loesung scheint mir, die zwei Tratschen erstmal einfach stehen zu lassen. Also huepfe ich nach oben, um offiziell das Woerterbuch zu holen. Rolle mir schnell einen Sticki und verziehe mich damit aufs Klo, rauche ihn am offenen Fenster. Alibimaessig druecke ich die Spuelung und taenzele gechillt wieder runter. Tippa schaut mich an, und in dem Moment merke ich es: Habe das Buch oben liegen gelassen. Also wieder rauf, diesmal kommt Tippa mit. Im Zimmer fragt sie mich sofort, ob ich eben was geraucht habe? Aeh, ja, wieso? Sieht man mir das etwa an? "Koja I see because I know you. And why you smoke alone? I want also" Dafuer ist jetzt aber keine Zeit mehr, denn unten wird zum Aufbruch geblasen. Ich drehe in Rekordzeit von 30 Sekunden eine etwas verschrumpelte Zweiblatt-Tuete, und stecke sie mir in die Hemdtasche. Wird sich unterwegs schon irgendwo eine Gelegenheit bieten, die heimlich zu rauchen.

    Papi holt den Audi aus der Garage, bei dem Anblick der Kutsche bekomme ich eine Gaensehaut. Wieso muessen die Thai ihre Wagen nur immer tiefer legen? An den Kotfluegeln wurde doch auch was gemacht, sonst wuerden die gigantischen Felgen gar nicht in die Radkaesten passen. Sieht einfach klasse aus das Teil, nicht nur weil es die einzig wahre Farbe hat: Sii dam. Aber trotzdem stimmt etwas nicht an dem Fahrzeug, ich ueberlege noch was es sein koennte, da zeigt Mutti mir ganz unbewusst die Loesung der Frage. Sie oeffnet die hintere Tuer, indem sie oben aufs Dach tippt an der schmalen Regenrinne. Klar man, die Tuergriffe fehlen, absolut genial. Das dort Bleche eingeschweisst und dann ueberlackiert und poliert wurde, man sieht es nicht, feinste Arbeit. Ich druecke auf den Knopf ueber der Beifahrertuer, die daraufhin ein paar Zentimeter weit aufspringt. Bin natuerlich begeistert, lasse es mir aber nicht anmerken. Steige ein, mit einem leichten Stoehnen lande ich auf einem Recaro-Sitz. Ist fuer Mutti eingestellt, also muss ich ihn erstmal anpassen auf die farang-Beine. Die Knoepfe dafuer finde ich sofort, was Vati wieder einmal das Laecheln ins Gesicht zaubert. Mit Motorkraft bewegt sich der Sitz nach hinten, dann lege ich ihn etwas tiefer um nicht an den Himmel zu stossen.

    Ich simuliere, das ich am Steuer eines deutschen Autos sitzen wuerde, halte die Haende vor mich und bewege das imaginaere Lenkrad. Reaktion von Papa ist nur die Frage, ob ich fahren moechte? Lehne dankend ab, erstmal nicht, auch wenn es bestimmt maechtig Spass machen wuerde den Hobel mal kommen zu lassen. Ist mir aber viel zu gefaehrlich und teuer, wenn was pasiert bin ich der Dumme. Ausserdem kommt von hinter mir ein Kommentar, Tippa meint ich solle nichtmal daran denken. Grinse Papa zu und mache mit Daumen und Zeige- sowie Mittelfinger das Schnattern einer Ente nach. Ob sie es im Rueckspiegel sieht, oder es sich denken kann, keine Ahnung. Jedenfalls setzt es wieder mal zwei Schlaege auf meinen Oberarm mit einer thailaendisch sprachigen Zurechtweisung, ich versuche sie abzuwehren mit einem "Mai dschab!", Su und Mutti lachen sich kaputt dabei.

  8. #147
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Nach ein paar Kilometern ist mir klar, warum sich Vati nicht drueber aufgeregt hat, das mich die Polizei angehalten hat mit seinem Motorrad. Er tritt auch gerne aufs Gaspedal, ich bin froh ueber den Rennsitz mit den Vierpunktgurten. Ja leck mich, aber irgendein Hobby muss man schliesslich haben. Seines sind anscheinend ein gepimptes deutsches Auto und riskante Fahrweise. Er guckt ein paarmal rueber, ob ich nervoes werde bei seinem style, bin aber die ganze Zeit nur entspannt und geniesse den Ritt. Vertraue ihm, denn er wird schon wissen was er macht. Wie immer wenn ich unterwegs bin koennte ich genauso gut auch einfach die Augen zumachen und einschlafen. Habe ja eh keinen Einfluss auf das Geschehen, also kuemmert es mich nicht besonders.

    Erster Stop ist ein Haus am Rande von Chiang Mai. In Schrittgeschwindigkeit tastet sich Vati vor auf den Parkplatz neben der Strasse, bloss nicht mit dem Bodenblech aufsetzen. Um uns herum toben drei Hunde, die aufmerksam das Auto anbellen und darauf warten, was gleich passieren wird. Ich oeffne die Tuer, sie geht wieder nur einen Spalt weit auf, dann druecke ich sie ganz auf. Der Koeter, der daneben steht bellt mich an, ich blicke ihn an und klaeffe zurueck. Erschrocken duckt er sich weg und macht sich drei Meter rueckwaerts davon.Nur um dann erneut anzufangen, wie ein Grosser zu bellen. Steige aus, ganz langsam, denn man weiss ja nie wie die Viecher wirklich drauf sind. Er guckt mich an, ich ihn. Ein kurzes Abchecken der Situation, dann faengt er wieder an zu bellen. Meine Antwort ist ein lautes "Was willst Du?", gefolgt von einem weiteren Bellen meinerseits. Das bringt die Toele vollkommen aus dem Konzept, ein Mensch der ihn anbellt?! Aber das ist meine langjaehrige Taktik, mit Hunden umzugehen die ich nicht kenne. Sie merken einerseits, verdammt der spricht ja meine Sprache, und andererseits, das ich hier jetzt der Chef bin. Er ist ein ......., irgendwas zwischen Gossenkoeter und Rottweiler, sieht nicht ungefaehrlich aus und ist groesser als ein deutscher Schaeferhund.

    Wir blicken uns an, er kommt vorsichtig wieder naeher. Wie immer halte ich eine Hand runter, damit er an mir riechen kann. Ganz wohl ist mir bei dem Burschen zwar nicht, aber mehr als mich beissen kann er nicht. Er wuerde sofort ein paar kraeftige Tritte in die Rippen bekommen von mir, meine Beinmuskulatur ist bereits angespannt. Freundchen, mach jetzt keine Fehler! Tippa traut sich nicht aus dem Audi, sagt irgendwas zu mir was ich aber nicht verstehe. Ist mir auch scheissegal, ich bin mit dem Koeter beschaeftigt. Er kommt ran, riecht an meiner Hand, seine Augen signalisieren Entspannung. Also kraule ich ihm mit dem Zeigefinger kurz ueber den Nacken, nur so als freundschaftliche Geste.

    Tippa steigt aus, guckt mich an. Ich blicke zurueck und frage sie nur "What?" "Koja, you speak like a dog, I fear" Na wenn du sonst kein Problem mit mir hast, ich muss anfangen zu lachen. Belle sie kurz an, worauf der riesige Koeter gleich wieder anfaengt zu knurren. Glotzt mich an als haette ich einen Pekinesen auf der Schulter, den er nun sucht. Von hinter dem Wagen ertoent eine fremde Stimme "Bai, bai!", alle drei Hunde nehmen schlagartig Reissaus. Es ist unsere Gastgeberin, die Tante von Tippa. Wir werden uns vorgestellt, eine nette Dame um die 50 mit einem sehr energischen Gesichtsausdruck. Sie ist hier mit Sicherheit die Cheffin, hat das Heft fest in der Hand. Das Haus hat vorne ein Geschaeft, wo man Reis kaufen kann fuer Schweine, Gaense, oder als Saatgut. Ein gekachelter Betontisch mit den dazu gehoerenden Baenken steht da, wir nehmen Platz. Der Herr des Hauses verkauft gerade ein paar Reissaecke an einen Kunden, winkt deshalb nur kurz. Die Saecke wiegen pro Stueck 50 Kilo, und der Kunde ist nichtmehr der Juengste. Ich beobachte, wie der erste Sack gemeinsam auf den Pickup verladen wird, dann stehe ich auf um zu helfen. Schultere mir einen auf die rechte Seite, und wuppe ihn auf die Ladeflaeche. Verdammt nochmal, die sind ja wirklich richtig schwer. Aber was solls, noch drei Saecke und der Einkauf ist verstaut. Der Alte freut sich natuerlich, bietet mir eine Zigarette an. Er hat nur noch vier in seiner Packung, aber ich nehme mir dankend eine. Sein thai verstehe ich kaum, wohl aber seine Gesten und Blicke. So kommt es dazu, das ich erst mit einem alten Mann spreche der zum Einkaufen hier ist, bevor ich mit den Verwandten von Tippa rede.

    Aber dann wird es ein lustiges Beisammensein. Der Farang darf erstmal erzaehlen, was er so beruflich macht, ob er verheiratet ist oder Kinder hat, dazu gibt es etwas zu essen und zu trinken. Das mit dem tschang maai nutzt der Hausherr gleich aus, winkt mich rueber und wir gehen nach hinten. Zeigt mir den halb eingefallenen Holzbalkon des Zweithauses, ich schuettele nur mit dem Kopf. Da hilft kein Ausbessern mehr, zumal habe ich ueberhaupt kein geeignetes Werkzeug und Material am Start. Eine Konversation nur via thai, ein paar Brocken englisch, und Zeichensprache.

    Um mir den Schaden von oben ansehen zu koennen muss ich mir natuerlich erstmal die Schuhe ausziehen, bevor ich das Haus betrete. Der Riesenkoeter schnueffelt schon wieder an mir rum dabei, ich schubse ihn weg. Der Hausherr grinst, als ich meine Botten auf einen Fensterbrett stelle damit der Koeter nicht reinpinkelt. Zutrauen wuerde ich es dem Monster. Gebe ihm noch eine kurze Massage, dann einen kraeftigen Klapps auf den Hintern, er schaut mich entspannt und schwanzweldelnd an. Man, was fuer ein Hofhund, den kann man bestimmt auch mit einer Moehre bestechen, sehr symphatisch.

    Auf den Balkon wage ich mir gar nicht erst, ist alles voellig marode. Sah von unten ja noch halbwegs intakt aus, aber von oben nur noch ein Dilemma. Da ist ja kein Brett mehr dort, wo es sein sollte. Zusammengefrickeltes notduerftiges Nachbessern, das ist alles was seit Jahren passiert ist. Meine Diagnose faellt dementsprechend nuechtern aus, hoffentlich hetzt er nicht gleich seinen Wachhhund auf mich.

  9. #148
    hello_farang
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    Re: Die Fragen...

    Erklaere ihm, das da nicht mehr zu machen ist, und alles neu aufgebaut werden muss. Sonst ist da keine Statik vorhanden, und es waere toedlich sich auf den Balkon zu wagen. Der Koeter wartet natuerlich draussen auf uns, ich setze mich und ziehe die Schuhe wieder an. Er schnuppert an mir rum, dann legt er sich vor mir hin als sei es das normalste auf der Welt, das ein farang zu Gast ist. Sein Herrchen wartet bis ich fertig bin, dann gehen wir zu dritt nach vorne an die Strasse. Tippa und Su bekommen erstmal einen maechtigen Schreck als das Riesenviech neben ihnen auftaucht. Um die beiden zu entspannen taetschel ich dem Hund auf den Kopf, knuddel etwas an seinen Ohren rum. Er scheint wieder zu grinsen und wedelt mit dem Schwanz. Die Tante von Tippa meint, das waere sehr ungewoehnlich, denn normalerweise hat der Hund etwas gegen Fremde und beisst gerne mal zu. Das kann ich mir gut vorstellen, wenn ich ihn mir so betrachte. Der ist nicht gross, er ist sehr gross. Und sieht wirklich boese aus.

    Komisch, die zwei anderen Klaeffer behelligen mich gar nicht. Kleine Fusshupen, die ihr Pulver schnell verschossen haben und die Schnauze halten. Kommen zwar auch kurz vorbei um zu schnuppern, aber das wars dann auch. Vielleicht liegt es an dem viel zu langen Fell fuer diese Region, die armen Viecher muessen bestimmt maechtig darunter leiden. Ihr irres Hecheln ist fast nicht mit anzuhoeren, so wie ein um Luft japsender Marathonlaeufer am Versorgungspunkt bei Kilometer 32. Am liebsten wuerde ich sie unter dem Betontisch wegtreten. Aber ich bin ja Gast.

    Der Onkel fragt mich via Tippa, ob ich nicht Lust haette, den Balkon neu zu bauen? Laechele, denn Interesse daran habe ich schon, wir sitzen aber Uebermorgen wieder im Zug gen Sueden. Ausserdem darf ich in Thailand ja leider nicht arbeiten, zumindest nicht als Zimmermann. "Oh, mai mii panhaa" lacht mein Gegenueber, und ich glaube es ihm. Aber wenn sich Nachbarn beschweren das ein farang hier arbeitet, dann komme ich in Teufels Kueche. Meine Einwaende werden abgeschmettert, sogar Tippa meint nur, das wir eben nochmal herkommen im Januar. Am besten mit dem Flugzeug, das Fliegen scheint ihr Spass gemacht zu haben. Ausserdem braeuchte ich mir keine Sorgen zu machen, denn ihr Onkel ist hier der Dorfpolizist. Ich staune und frage ihn "Khun tamruat mai khrap?" "Khrap" grinst er. Man, das ist ja wie im Isaan auf dem Dorf, dort war der Dorfpolizist nebenberuflich Lao Khau Verkaeufer - und einer seiner besten Kunden. Oder im Dorf bei Nakhon Pathom, der Polizist dort hatte einen kleinen Supermarkt als zweites Standbein. Wenn man etwas geregelt haben wollte, musste man dorthin, nicht auf die nicht existierende Polizeiwache. Hier ist es also der Reisdealer, der mich dazu auch noch ueberreden will gegen ein Gesetz zu verstossen.

    Ueberlege, denn mein erster Visarum steht Ende Januar an, dann ist das Zwei-Monats-Visum abgelaufen und ich muss erstmal raus aus Thailand. Laos und Burma sind nicht allzuweit entfernt, vielleicht koennte man das ja alles miteinander verbinden. Aber das will ich erstmal mit Tippa besprechen, also deute ich ihr an das ich mal etwas mit ihr spazieren gehen moechte. Su kommt natuerlich mit, ich habe nichts dagegen. Auch der massive Koeter begleitet uns, so als wolle er aufpassen das uns nichts zustoesst. Drei Haeuser weiter fuehrt ein schmaler Sandweg von der Strasse in die Felder, den gehen wir entlang. Als wir ausser Sichtweite sind krame ich erstmal die Tuete hervor und zuende sie an, was Su davon haelt werde ich gleich erfahren. Ziehe zweimal tief, dann reiche ich das Teil an Tippa weiter, schon bei der ersten Rauchwolke muss Su laecheln, also alles klar. Haette mich auch sehr gewundert, wenn das freche Ding nicht selber mal etwas kifft. Also kreist der Joint ganz dezent im Gehen, wer weiss schon welcher Bauer uns gerade beobachtet. Dabei spreche ich aber mit den beiden, in erster Linie mit Tippa. Was sie von der Idee haelt, ob es richtig waere und so weiter. Frage, ob ihr Onkel o.k. ist, und wie er im Dorf angesehen ist. Sind ihr zwar schon wieder viel zu viele Fragen, aber sie hat sich ja mittlerweile daran gewoehnt das ich mir oftmals Gedanken mache und Antworten haben moechte. Beiden sind meine Ueberlegungen klar, denn schliesslich kann es fuer mich die Ausweisung und eine Menge Geld zahlen bedeuten. Su ist es, die die gute Idee ins Spiel bringt, wie es fuer alle ungefaehrlich ablaufen koennte. Ich baue den Balkon, bzw. plane ihn offiziell. Alleine bauen geht ja eh nicht, dazu braucht man mindestens drei Handwerker. Lohn werde ich keinen bekommen, will ich ja auch nicht. Aber der Onkel kann aber die Anmeldegebuehr fuer Tippa an der Chula zahlen.

    Die betraegt meines Wissens ca. 1400 Baht, was fuer drei Tage Arbeit plus Vorplanung und Einkaufstour ein schwer zu vermittelnder Wert fuer mich ist. Ein Arbeiter bekommt hier 200 oder 250 Baht am Tag, das mal drei sind 750. Ich brauche zwei Passleute, also 1500 Baht. Ich wuerde das gleiche alleine fordern, umsonst wohnen und essen ist eh klar. Die Materialkosten kommen natuerlich extra dazu. So wie der Onkel sagte, moechte er wieder einen Balkon aus Holz haben. Das ist nicht billig, mein grober Ueberschlag sind 10.000 Baht fuer alles. Zusammen sind das also ungefaehr 13-15.000 Baht, beim aktuellen Kurs demnach 335 Euro. Fuer deutsche Verhaeltnisse zwar ein Schnaeppchen, aber ob der Onkel die Kohle genauso locker sitzen hat wie Tippas Eltern weiss ich nicht. Sie auch nicht, also wird sie ihn fragen wenn wir wieder zurueck sind. Aber immerhin haben wir jetzt eine Hausnummer, ueber die man sprechen kann.

    Der Koeter steht da und blickt uns an. Was nun? Weiter oder wieder nach Hause? Ist ihm irgendwann zu bloed, legt sich auf den Weg und beobachtet kurz danach einen grossen Kaefer, der an seiner Schnauze vorbeikrabbelt. Man kann es dem Hund foermlich ansehen wie er darueber nachdenkt, ob das wohl was zu fressen ist. Seine Entscheidung ist "Ja", mit einem Happs befoerdert er den Sechsbeiner in ein neues Leben. Ich betrachte die Situation und laechele dabei, will mich nicht einmischen. Tippa und Su reden, ich hoere sie kaum und bin mal wieder etwas outer space. Lasse mich zu leicht ablenken von solchen Nebensaechlichkeiten, die fuer den Kaefer jedoch sehr ernste Folgen hat.

    Aber ich denke drueber nach, ob es nicht auch ein Bild dafuer ist, was mir passieren kann, wenn ich das Angebot annehme. Baue dem Onkel seinen Balkon, und werden dann einfach weggeschnupft. Keine Chance mich zu wehren, ich merke nicht mal das ich in mein Verderben laufe?! Ich traue dem Onkel zwar, aber Gesetz ist nunmal Gesetz. Und ich waere absolut im Unrecht, selbst wenn es nur eine nett gemeinte Dienstleistung ist. Eben war ich noch voller Zustimmung fuer die Loesung von Su, der Kaefer hat dies zunichte gemacht.

  10. #149
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Das Monster trabt vor uns her, als wir wieder zurueck gehen. nach zwanzig Metern ist ihm danach, mal eine Haufen ablegen zu muessen. Es wird aber ein Berg. In dem koennte man problemlos das Vorderrad eines Fahrrades schieben, und es wuerde ohne Stuetze stehenbleiben. In Deutschland habe ich daenische Doggen gesehen, die haben gerade mal knapp die Haelfte hinterlassen als sie fertig waren mit ihrem Geschaeft. Mit was fuettern die den Koeter? Eine Kuh am Tag, oder einen ganzen Sack Reis? Sieht aus, als haette eben ein ausgewachsener Wasserbueffel abgekotet.

    Kaum ist der Klumpen gefallen und der verdammte Koeter hat ein paarmal mit den Hinterbeinen gescharrt, setzen sich schon die ersten Fliegen drauf. Wie neulich auf meine offenen Wunden an den Knien und der Schulter. Ich hasse diese kleinen Dreck fressenden Fiecher. Haette ich einen Wunsch bei der Zauberfee frei, das Verschwinden der Fliegen von dieser Welt wuerde es sein. Und Wespen mit ihrem irren Hin- und Hergezucke, die muessten auch weg. Aber Wespen gibt es hier zum Glueck nicht, sonst wuerde ich ganz bestimmt des oefteren auskreisen. Moskitos sind Gegner, vor denen ich Respekt habe, denn sie greifen an und stechen um zu ueberleben. Nicht angenehm, aber ich akzeptiere die Taktik. Das sie manchmal dabei dran glauben muessen ist ihnen zwar nicht bewusst, aber das gehoert dazu zum Spiel um die Torte. Bloss diese verdammten Kackfliegen, die sich erst in Aas und Exkrementen satt ruesseln, um danach auf meinem Essen zu landen? Nein, da ist es vorbei mit meiner Gelassenheit Tieren gegenueber. Vegi hin oder her, die Mistviecher haben in meinem Luftraum sehr schlechte Karten. Quasi schon ein Ticket gebucht fuer eine neues Leben.

    Darueber nachsinnend gehe ich mit den Maedels und dem kotwerfenden Hund zurueck zum Anwesen von Onkel und Tante Tippa. Schnappe mir aber nochmal meine Freundin, denn so schnell werde ich heute bestimmt nichtmehr zur der Chance kommen. Halte sie erst von hinten fest, drehe sie langsam um, und gebe ihr einen langen Kuss. Su steht daneben, etwas verunsichert und beschaemt, so kommt es mir vor, aber sie laechelt zumindest. Sie sieht, das es nicht nur mein Willen ist, sondern auch ihre Freundin am liebsten gar nicht aufhoeren moechte, mich im Reisfeld zu kuessen. Warum laeuft in solchen Situationen nie eine Kamera mit, Bilder fuer eine bessere Welt und Voelkerverstaendigung koennten so entstehen.

    Es ist unglaublich gruen um uns herum, ich bin begeistert. Blicke mich um, gegen das frische der jungen Reispflanzen kontrastiert das Laub der Baeume in der Ferne. Der Urwald hat sich auf den Bergen manifestiert, eine scheinbar ewiges Meer aus undurchdringlichem Dschungel voller gefaehrlicher Tiere. Hier soll es die letzten frei lebenden Tiger von Thailand geben, es reizt mich mal reinzugehen fuer vierzehn Tage. Natuerlich mit Knarre, man weiss ja nie...

    Stehe so da, das eine huebsche Maedchen im Arm, das andere neben uns, und wir schauen. Ziehe die gute frische Luft durch meine Nuestern, ein Vergleich wie Tag und Nacht zu der in Bangkok. Am Himmel zeigen sich bereits wieder die ersten Wolken, tuermen sich auf, und kuendigen erneuten Regen an.

    Mit zwei schnellen schlurfenden Tritten erschrecke ich den Hund vor uns, der sich mit leisem Bellen umdreht. Dann lasse ich Tippa los, huepfe auf das Viech zu, immer noch mit den Fuessen schabend in seine Richtung, er nimmt an. Wedelt mit dem Schwanz, geht vorne in die Knie und wir beginnen unser Spielchen. Er versucht meine zuckenden Fuesse zu erwischen, waerend ich ihm links und rechts ein paar draufgebe. Jedesmal dreht er sich nach der Stelle um und probiert schneller zu sein als ich. Keine Chance, also springt er mich irgendwann einfach an, seine Vorderbeine landen auf meinen Schultern. Was fuer ein Monster, ich nehme seine rechte Pfote von meiner linken Schulter und lege sie nach rechts, dann druecke ich ihn an mich und streichele ihn. Sein Kopf ist auf der Hoehe von meinem, und wenn er aufrecht stehen koennte, dann waere er ganz bestimmt groesser als ich. Seine Schnauze ist es jedenfalls, und er hat maechtig Mundgeruch. Senke meine Schulter, er rutscht runter, dann bekommt er einen kraeftigen Klapps aufs Hinterteil und rennt vor uns her. Bleibt ab und zu stehen, dreht sich fragend und wartend um, ich versuche ihn auf den Kopf zu boxen, er nimmt meine Hand in die Schnauze und zeigt mir, das er es als Spiel auffasst. Denn sonst wuerde er sie einfach zerbeissen zwischen seinen kraeftigen Kiefern. Wir knurren uns an, ein Spass unter Lebewesen.

    Das lachende Kompliment von Su, das ich baa bin nehme ich nur nebenbei zur Kenntnis, und auch die Antwort von Tippa. Bleibe stehen, schuettele den Koeter ab, und zeige den beiden wie man mit Hunden redet. Beginnend mit ein paar Bellern, komme ich zum Heulen. Und natuerlich faengt des Biest auch an zu heulen, der Wolf steckt in jedem Hund. Eine schnelle Lehrstunde, wie man mit den Viechern kommunizieren kann. Die Maedels packen sich fast weg vor Lachen, auf ihr "Baa baa" achte ich gar nicht mehr. Als ich aufhoere zu heulen hoert auch der Koeter auf, wedelt wieder mit dem Schwanz und kommt dicht an meine Seite. Tippa und Su sind begeistert, obwohl Tippa nochmal betont, das ich ihr unheimlich bin weil ich mit Tieren reden kann. Tja Schatz, das ist dein Problem. Warum suchst du dir auch ausgerechnet so einen durchgeknallten Freund aus?

  11. #150
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Die Fragen...

    Ich muss sowieso mal ......, also frage ich nach dem hoong naam, werde von dem Sohn der Tante dorthin gefuehrt. Es ist eine typisch thailaendische Toilette. Loch im Boden, eingefasst durch ein Keramikbecken ueber das man sich hocken muss. Ich mache es nicht, sondern pinkele im Stehen, das Loch ist leicht zu treffen. Daneben die zwei Becken, eins fuer die Spuelung, das andere -groessere- zum duschen. In beiden erblicke ich drei kleine Fische, die am Grund schwimmen. Dabei schwenke ich etwas nach rechts ab, muss also mit reichlich Wasser aus der Plastikschuessel das Malheur beseitigen. Vor mir am Fenster wieder so eine haessliche grosse graue Spinne in ihrem Netz, mir laeuft es eiskalt den Ruecken runter bei dem Anblick. Aber ich bin erstmal erleichtert fuer die naechsten paar Stunden, eine Wohltat.

    Wasche mir in der Plastikschuessel die Haende, und kippe das Wasser dann ins Klo. Betrachte mich im an der Wand haengenden Spiegel, der fast blind ist, und richte meine Haare. Ich muss dringend mal wieder zum Friseur. Wieso sagt Tippa da nix, das ist schon laengst kein Tamruat-Haarschnitt mehr. Na gut, sie ist ja auch zufrieden mit meinem Bart, der seit mittlerweile nun fuenf Tagen vor sich hin spriesst und immer deutlicher zu Tage tritt. Ihr Gestreichel in meinem Gesicht bringt mich zwar immer zum Grinsen, aber sie kuesst und knabbert gerne an den Haaren. Ob nur ich baa baa bin, das wollte sie noch nie beantworten in der Situation, aber sie muss immer lachen und schlaegt mich. Ich liebe sie dafuer, bietet sie mir doch Moeglichkeiten fuer Konter und Ersatzfoules, die sie aber auch sehr gerne ertraegt. So hart wie sie mich boxt, so hart schlage ich ihr auch auf den Po, es gefaellt uns beiden. Beissen und Kratzen natuerlich inclusive, da verstehen wir uns blendend. Ihr weh tun macht mir Spass, und sie nimmt gerne ihre Krallen oder Faeuste zu Hilfe. Eine intensive Beziehung, die bis jetzt keinen Wunsch offen gelassen hat.

    Schiebe den Verschluss der Tuer wieder beiseite, muss dafuer das klapprige und verrottete Tuerblatt etwas anheben. Alles total verzogen, mit einem neuen Balkon ist hier noch lange nicht Schluss. Koennte ein guter Dauerjob werden, wenn ich zusage. Aber der Koeter und der Kaefer gehen mir nicht aus dem Sinn, wie soll ich mich hier einbringen mit der Verletzung und meinem Status als farang?

    Das Licht blendet, die Huehner laufen hysterisch gackernd vor mir davon, nur drei Kueken bleiben sitzen. Die Viecher koennen nicht aelter als eine Woche sein, piepen mich an. Ich nehme mir die Zeit, sie zu streicheln. Ihre langbeinigen Muetter stehen argwoehnisch mit dem Kopf zuckend daneben und zetern rum, ist mir egal. Das aus den kleinen suessen Fluffis mal so haessliche Huehner werden, oje. Nix mit der Geschichte von Schwan und Ente, hier laeuft es anders herum, erst niedlich dann haesslich. Egal, die landen ja eh alle im Kochtopf oder auf den Grill, oder im Wok. Dann kackt mir einer der jungen Voegel auch noch auf die Hand vor Angst, also muss ich nochmal zum Haendewaschen gehen.

    Komme wieder aus dem Badezimmer, lasse die Voegel fiepen, und gehe nach vorne zum Betontisch und den anderen. Tippa fragt natuerlich gleich, was ich so lange hinten gemacht habe, ich versuche zu erklaeren. Auf ihre Reaktion brauche ich nicht lange zu warten, strecke ihr bereitwillig meinen rechten Arm hin. Den sie auch gut und hart zweimal trifft, ich bedanke mich grinsend.

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