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Der Farang - 5 Kurzgeschichten

Erstellt von Chonburi's Michael, 28.05.2004, 10:42 Uhr · 25 Antworten · 3.326 Aufrufe

  1. #1
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Ich werde in diesem Thread fuenf Kurzgeschichten reinstellen. Namen sind frei erfunden, die Handlungen sind jedoch wahr. Es sind keine 6-stoeries.

  2.  
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  3. #2
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Erste Geschichte

    Jedesmal wenn ein Farang ins Dorf kam, kamen die Nachbarn zu mir um mir dies mitzuteilen. Es kam nicht oft vor, das dies geschah. Eines morgens hoerte ich wieder wie sie nach mir riefen. ich ging schlaftrunken nach draussen. Heute ist der Ehemann von Nam Wan hier und beide seien krank.

    Ich hatte von diesem Farang schon einiges gehoert. Nicht nur gutes. Er habe zwar ein Haus gebaut jedoch die Schwester von Nam Wan durfte darinn nicht wohnen. Der Grund war das die Schwester ihn nicht mochte. Er soll einfach ueberheblich sein und alles beanstandet haben. Wie die Familie mit dem Geld umgehe, das sie auf dem Fussboden sitzend ihre Mahlzeit zu sich nahmen. Das die Leute im Dorf eigentlich nur sein Geld wollten. Als einige ihn fragten ob er ihnen helfen koenne hat er nur gesagt, das sie ein faules pack seien und selber arbeiten sollen. Er war nur eine Woche geblieben, seitem habe keiner von den beiden gehoert.
    Jetzt sitzt er im Shop und trinkt ein Bier. Nam Wan ist bei ihrer Mutter und spricht mit ihr.

    Ich ging zum Shop um mir diesen Farang anzusehen. Er sah furchtbar aus. Der Koerper war voller Ausschlaegen. Seine Fuesse waren mit grossen ..........n die nicht verheilten, uebersaet. Ein schlichtes Hallo wurde ebenso mit einem Hallo gedankt. Ich sagte das ich der Michael sei und aus Oesterreich kaeme und hier nun lebe.
    Er entschuldigte sich bei mir, das er schon in aller Fruehe ein Bier trinke, das brauche er jetzt, denn er habe grosse Probleme. Er ist der Jens 45 Jahre und kommt aus Duesseldorf.
    Er erzaehlte mir das er finanzielle Schwierigkeiten habe. Der Geldfluss aus Deutschland wurde von seiner betagten 73 Jahre alten Mutter gestopt. Seine Frau sei schwer krank. Sie habe HIV und er befuerchtet das er es auch habe.

    Er lebt seit 4 Jahren in Pattaya und hat Nam Wan dort kennengelernt. Sie ist jetzt 39. Nach einem Monat habe er sie geheiratet und als Brautgeld das Haus hier im Dorf bauen lassen. Da er das langweilige Dorfleben nicht ausgehalten habe seien sie zurueck nach Pattaya. Sie hatten eine Bar eroeffnet die jedoch nicht so gut lief. Dann versuchte er sich als Koch in einem Deutschen Restaurant. Der Chef habe ihm jedoch nur einen Hungerlohn bezahlt. So haben sie eine Waescherei eroeffnet. Jedoch das war zu schwer fuer seine Frau. Jeden Tag die Waesche buegeln in der Hitze hatten sie Krank gemacht.

    Seine Mutter haette ihn immer finanziell unterstuetzt. Seit 3 Monaten kam kein Geld mehr. All sein Geld habe er fuer Nam Wan ausgegeben. Die Arztkosten haetten alles verschlungen. Er habe die Kleidung in Pattaya zurueckgelassen und er koenne nicht zurueck, den er sei mit der Miete im Rueckstand. Der Vermieter im Elendsviertel, irgendwo in der Soi Bua Kaou, liesse ihn nicht seine Sachen aus dem Zimmer nehmen bis er seine Schulden beglichen habe. Er brauche Geld um Kleidung und Medikamente kaufen zu koennen. Er sei hier ins Dorf gekommen um auf die Hilfe der Schwiegermutter zu pochen, er habe schliesslich das Haus bauen lassen. Nam Wan will Freundinen fragen ob sie helfen. Die Menschen seien doch alle gleich. Kaum hat ein Maedchen einen Farang will das ganze Dorf Geld. Er sei jetzt nur auf Wunsch seiner Nam Wan hier. Er erhoffe sich nichts von diesen geizigen Menschen. Wenn er Geld haette, wuerden sie ihn Gruessen. Keiner moechte mit ihm sprechen da er jetzt voruebergehend ohne Geld sei.Er war schon auf der Botschaft in Bangkok, die riefen bei seiner Mutter zu Hause an, doch niemand ginge ans Telefon.

    Auf den Polizeirevier in Duesseldorf hatten die Beamten versprochen bei seiner Mutter vorbeizuschauen. Nun warte er auf den Anruf aus Bangkok. Er habe die Telefonnummer des Dorftelefons angegeben.
    Er lud mich auf ein Bier ein das ich jedoch ablehnte. Erstens war es zu frueh und zweitens trinke ich nur ganz selten Alkohol.
    Er bat mich ihn zum Haus seiner Schwiegermutter zu begleiten.

    Wir gingen zu dem Haus seiner Schwiegermutter. Nam Wan sass mit ihrer Schwiegermutter auf den Boden und auch ihre Schwester war hier. Ich begruesste sie. Jens schaute zu seiner Schwaegerin und sagte zu mir dies ist ein Teufel. Sie muss lesbisch sein denn warum sonst habe sie mit 42 noch keinen Ehemann. Ich hatte Phueng, das war der Name seiner Schwaegerin, nur 2 mal gesehen. Sie war ein wenig distanziert zu mir, gruesste nur. Jetzt schaute sie mich an und fragte was er sagte. Ich log sie an. Ich sagte das er nur sagte das sie die Schwester sei.

    Nam Wan sprach in Deutsch zu mir. Willst du Jens helfen. Er ist einer von deiner Rasse. Dann sagte sie auf Thai das sie ihn nicht liebe und nur wegen des Geldes ihn genommen habe. Er sei ein Saeufer und habe jede Gelegenheit genutzt um eine andere Frau in Pattaya zu nehmen. Zuerst sei er ganz lieb gewesen. Er habe auch Thaiunterricht in Pattay genommen, 3 Kurse zu 21.000 Baht. Aber dann habe er sich geaendert. Phueng schaute wieder auf mich. Du bist auch ein Farang. Ich weiss du bist anders jedoch du bist ein Farang. Jens verstand ziemlich alles und er sagte dass dies nur halb stimme.

    Er habe mit den Maedchen nichts gehabt. Da mischte sich wieder die Schwester ein. Es war nun ein Familienstreit im Gange. Die Mutter sass da und weinte. Sie sei nun schon alt und sie moechte das sich alle vertragen. Mir war es unangenehm. Ich sagte zu Jens wenn sich alle beruhigt haetten, kann er zu mir kommen.

    Ich war auf dem Wege zum Haus, da kam der Ortsvorsteher mit seiner Frau und einigen anderen Dorfbewohnern des Weges entlang. Der Ortsvorsteher bat um ein Gespraech.
    Wir gingen ins Haus und die Leute folgten alle. Er sprach ueber Jens und Nam Wan. Er sagte das es fuer mein Ansehen nicht gut waere wenn ich Jens helfen wuerde. Jens sei ein Dieb. Er habe in Pattaya ein Moped von einer Freundin Nam Wan’s ausgeliehen und es dann an einen Thai sehr billig verkauft. Die Polizei haette diesen Thai inhaftiert spaeter wieder freigelassen. als er beweisen konnte das er das Moped von Jens gekauft hatte. Jens behauptet der Thai haette es gestohlen. So musste der Thai das Moped zurueckgeben und 5.000 Baht Strafe bezahlen.

    Der Thai war ein Bewohner dieses Dorfes und er hat sich an die Mutter von Nam Wan gewandt die haette mit Nam Wan telefoniert und sie sagte das der Thai die Wahrheit sprach. Sie konnte es der Polizei nicht sagen da Jens sonst grosse Probleme gehabt haette. Sie versprach das sie den Thai das Geld zurueckgeben werde, nur haette sie es nie getan. Ihre Schwester haette das Geld zurueckgegeben. Ich soll mir ueberlegen ob ich denen helfen wolle. Ich versprach besonnen zu handeln.

    Nachmittags kam Jens mit Nam Wan. Nam Wan war betrunken.
    Ich konfrontierte ihn mit der Story die ich hoerte. Er stritt nichts ab. Er sagte der Thai haette gewusst dass dieses Moped geliehen war. Der Thai haette den Deal vorgeschlagen. Nam Wan sagte das Jens ein Versager sei und durch ihn haette sich ihre Familie von ihr losgesagt. Jens widerum behauptete das Nam Wan nur Geld haben wollte um es der Familie in den Rachen zu schmeissen. Das habe er unterbunden. Nam Wan fragte mich nun direkt um Geld. Sie muessen das Dorf verlassen. Sie wollten nach Bangkok zur Deutschen Botschaft.

    Die Mutter und die Schwester haetten beschlossen das sie hier nicht uebernachten koennten und so wollten sie mit dem naechsten Bus weg. Keiner im Dorf wollte den beiden helfen. Jens sagte wenn ich ihm Geld borgen koenne wuerde er es mir bei naechster Gelegenheit zurueckgeben.
    Ich packet eine Reisetasche und gab Jens einige Kleidungsstuecke und zwei Buecher, da er gerne liest, wie er mir sagte. Nam Wan gab ich von meinen hart ersparten 2000 Baht, 1.500 Baht.
    Sie schlichen sich wie Diebe aus dem Dorf.

    Abends kam Phueng zu mir, nein nicht ins Haus. Sie stand davor und wollte mit mir sprechen. Sie entschuldigte sich das sie mich unhoeflich behandelt habe und mich obwohl sie meinen Namen wusste nur Farang gesagt habe. Sie bedankte sich das ich Nam Wan Geld gab. Nam Wan hat es natuerlich erzaehlen muessen. Phueng sagte das mich die Leute nun anders einschaetzen wuerden. Das ich wenn jemand in Not war helfen wuerde obwohl die es nicht verdienten. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, sollte ich Schwierigkeiten haben, die Leute in Dorf wuerden zu mir stehen. Sie sagte ich sei im Herzen ein Thai. Dies war das schoenste Kompliment das Phueng mir machen konnte.

    So war die unangenehme Sache doch noch positive verlaufen und ich freute mich das ich mich in den Dorfbewohnern nicht getaeuscht hatte. Von Jens hab ich nie wieder was gehoert und ein Anruf aus Bangkok kam auch nicht.
    Ich weiss nicht warum ich geholfen habe. Er tat mir einfach leid. Viele Menschen haben mir in meiner Not geholfen. Es tut gut zu wissen, das es immer jemanden gibt der hilft.

  4. #3
    Avatar von Dana_DeLuxe

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    740

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    shiver

    Gute Geschichte, vielen Dank. :bravo:


    Hab mich ordentlich gegruselt bei so viel wirklichem Leben.

  5. #4
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Zitat Zitat von Chonburi's Michael",p="137517
    ...Ich weiss nicht warum ich geholfen habe...
    Ich wünsche Dir, daß Du es nie erfahren wirst.
    Für Suay war die Erklärung ganz einfach: tham bun

  6. #5
    Avatar von DisainaM

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    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Zwar heißt es, helfen sollte man nur innerhalb der Familie;

    tam buhn spielt sich im Grunde ja auch nur zwischen Tempel und Familie ab,

    sieht man aber mit der christlich-abendländischen Brille,

    so könnte man die Dorfgemeinschaft ja auch aus erweiterte Familie sehen,

    wobei die Crux in der Doppelbedeutung des Wortes Chai dii liegt.

  7. #6
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Zitat Zitat von DisainaM",p="137557

    wobei die Crux in der Doppelbedeutung des Wortes Chai dii liegt.
    Ich frage mich nur, was guter Tee damit zu tun hat. :???:

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    auch Tee hat die Doppelfunktion;

    kurz gezogen - aufputschend,

    lange gezogen - beruhigend


  9. #8
    Avatar von moselbert

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    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Zitat Zitat von Chonburi´s Michael",p="137509
    ... Es sind keine 6-stoeries.
    Es sind ja nur 5.

    Aber wenn die anderen 4 von der gleichen Qualität sind...

  10. #9
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    Zweite Geschichte

    Wer nicht hoeren will muss warten

    Freitags morgens 6 Uhr frueh. Dies ist mein freier Tag. An Freitagen fahr ich mit meiner Frau nach Sri Racha oder Chonburi zum Einkaufen. Da meine Frau ca. 2 Stunden braucht bis sie Einkaufsbereit ist, gehe ich nach dem Duschen und rasieren zum kleinen als Café hergerichtetet Shop in der naehe unseres Hauses um auf meine geliebte Frau zu warten.
    Alles blitzt schon im Gemeinschaftsshop. Die Som Tam Verkaeuferin hackt Papaya in eine grosse rosa Schuessel um fuer den Tag geruestet zu sein. Die Nudelsuppenverkaeuferin baut ihre Glasvitrine auf, worin sich 2 ganze Huehner, in streifen geschnittenes Bauchfleisch vom Schwein und geroesteter Knoblauch mit Schale befinden. Die dickliche Besitzerin des 3 Unitshops betreibt das Café. Bald schon wird es auf dem kleinen sauberen Vorplatz lebendig werden. Die Schueler treffen sich hier um auf den Schulbus zu warten. Lieferanten bringen die telefonisch bestellte Waren und sortieren diese auch ein.

    3 kleine runde Natursteinplatten Tische weisen den vorbeifahrenten darauf hin,dass hier ein gemuetlicher Platz zum Rasten und Essen ist.
    Am kleinen quatratischen Himmelblauen gefliesten Tisch, der in der mitte ein kleines eingelegtes Damespiel hat, sitzen 2 Maenner die spielen. Spielsteine sind die Bier Chang Kronverschluesse. Ein Schild weist auf den Parkplatz, fuer den Shop und fuer die auf der anderen Strassenseite liegenden Internetcafe und Beautysaloon hin, der sich auf dem Gelaende der angrenzenden LKW Reperaturwerkstaette befindet. Diese Werkstatt ist auch im Besitz des kleinen Cafes.

    Ich nahm an einem der Tische platz, bestellte Café O-liang und nahm die Tageszeitung. Die ersten Lieferanten kamen, gruessten freundlich und fragten was es neues gibt. Schueler kamen und kauften Snacks um die Wartezeit des bald eintreffenden Schulbuses zu ueberbruecken.
    Guten Morgen Michael. Hast du heute frei? Hast du schon gefruehstueckt? Wo ist May? Was macht dein kleiner Hund Snowball? Faehrst du zum Einkaufen? Immer dieselben Fragen an Freitagen und doch werden sie nie langweilig oder laestig, den ich gehoere zu ihnen.
    Der morgentliche Verkehrslaerm war noch nicht laut. Es war angenehm hier auf meine Frau zu warten. Ein ganz normaler Freitag Morgen.

    Ein dunkelblauer Toyota Tiger Hillux SR5 4WD, 3,0 Liter neues Modell mit Chromaufbau hielt am Vorplatz. Ein grossgewachsener grauhaariger um die 60 Jahre Mann entstieg dem auf hochglanz polierten Auto. Sein durchtrainierter muskuloeser Oberkoerper zeugte das er als Hobby Bodybuilding hatte. Ein weisses Bodybuilder T-shirt unterstrich seinen Braungebrannten Oberkoerper. Die Bermuda-shorts waren der Wagenfarbe angepasst. Er schloss das Auto ab und wandte sich der anderen Strassenseite zu, des ofteren seinen Blick zum Auto zu werfen.

    Die Besitzerin ging auf den Mann zu um ihn darauf Aufmerksam zu machen, das der Parkplatz 15 m weiter entfernt sei. Er schaute sie nur an. Er sprach zu ihr in Englisch was sie wolle. Die Besitzerin ist der Englischen Sprache nicht maechtig und winkte mich heran. Ich stand auf und sagte das ich der Michael sei. Er stellte sich als Hermann vor.
    Er sagte das er nur zum Internet wolle und in einer Stunde wieder zurueck sei.

    Ich sagte zu ihm das der Parkplatz da drueben sei. Hier ist der Schulbusplatz und dieser Vorplatz ist im privaten Besitz. Da wurde er ein wenig laut. In Thailand gibt es keinen Privatbesitz. Er koenne Parken wo immer er wolle dies sei ein freies Land. Er lebt nun schon mehr als 10 Jahre in Thailand. Sowas sei ihm aber noch nie passiert. So ein ueberhebliches Volk. Ich bat nochmals seinen Wagen auf den dafuer vorgesehenen Parkplatz zu stellen. Er lasse sich nicht von einem Auslaender Vorschreibungen machen, sprach er mit lauter Stimme. Was ich eigentlich in Thailand mache. Ich soll meinen Urlaub woanders verbringen.

    Die Besitzerin sprach auf mich ein. Er war ein wenig erstaunt das ein >Urlauber<Thai verstand. Ach so einer bist du, machst hier den grossen Maker. Ich sagte ihm, das ich ihn im Auftrag der Besitzerin hoeflich gefragt habe ob er sein Auto umpakieren koenne. Beleidigen lasse ich mich nicht. Hier diese Menschen sind meine Freund und ich bitte das er nicht unhoeflich werde. Wir sind hier nur Gaeste. Bist gar ein Pfarrer oder Misionar? fragte er mich. Lies mich stehen und ging zum Internetcafe.
    Ich entschuldigte mich bei der Besitzerin. Sie sagte mei pen rei. Irgendwie war ich aufgebracht.

    Der Schulbus kam und musste auf der Strasse halten. An diesem Morgen konnte ich meinen Kaffee nicht geniessen. Die Zigarette brachte auch meinen erhoeten Blutdruck nicht zum Normalzustand. Ich schaemte mich. Die Besitzerin ging zum Telefon. Sie sprach mit ihren Ehemann. Dieser Mann kann wunderbar singen. Manchmal abends da singt er fuer mich einige Lieder von Carabaou.

    Sie kam zu mir und sagte das das Problem geregelt sei. Ich wunderte mich. Was meinte sie . Da kam ein LKW von der Reparaturwerkstaette und parkt auf wenige cm hinter dem Toyota. Der Pick-Up vom Besitzer parkte wenige cm vorm Toyota. So war das Auto festgesetzt. Der Farang kam aus dem Internetcafe gestuermt. Was das alles soll, schrie er. Der Ehemann der Besitzerin schaute breitgrinsend zu ihm und sagte: "mei khau dschei". Der Mann kam auf mich zu. Das ist ja eine Frechheit.

    Ich sagte ihm, das dies ein freies Land sei, und jeder kann parken wo er wolle. Er solle sich beruhigen. Er beschimpfte mich als Affentrainer, sozialversager und K….fi…r. Ich ging zurueck zu meinem Haus. Einige Zeit spaeter fuhr ich mit meiner Frau am Café vorbei. Ich hatte ihr natuerlich alles erzaehlt. Sie sagte mir, wer nicht hoeren will muss warten. Der Farang stand noch immer wild fuchtelnd neben seinem Auto.

    Am fruehen Nachmittag kam ich zurueck. Der Shop hatte geschlossen. Das Auto des Farangs war jedoch immer noch festgesetzt.
    Abends war ich neugierig. Der Shop hatte geoeffnet und das Auto war weg.
    Wie es weiterging? Der Farang hatte die Polizei gerufen. Die kam auch. Sie sagten das sie nichts machen koenne, denn dies sei Privatbesitzt. So sass der Farang im Internet und wartete und wartete. Vielleicht hat er seinen Frust auch in den Foren geschrieben.
    Thailand ein freies Land >Alles ist moeglich<

  11. #10
    pef
    Avatar von pef

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    3.974

    Re: Der Farang - 5 Kurzgeschichten

    absolut geile Geschichte, so hätte ich das auch geregelt

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