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Das wahre Leben

Erstellt von moselbert, 05.11.2004, 13:21 Uhr · 24 Antworten · 1.921 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    Zitat Zitat von Ampudjini",p="184915
    ... Brauchst du sonst noch Namen oder Anregungen?? Ich bin grad sooooo kreativ, das könnte man ausnutzen.

    Gruss an die Mosel.
    Ampudjini
    Danke nein, die Geschichte ist schon fertig. Aber der Name war gut, vielen Dank.

    Gruß an die Donau.

  2.  
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  3. #12
    woody
    Avatar von woody

    Re: Das wahre Leben

    Zitat Zitat von moselbert",p="184914
    ........Sie bekam am nächsten Tag sogar frei, damit sie ihn zum Flughafen bringen konnte. In der Licht durchfluteten hochmodernen Empfangshalle des gerade eröffneten neuen Flughafens im Osten der Stadt umarmten sie sich und schauten sich tief in die Augen.

    „Ich warte auf Dich.“ sagte sie.

    „Ich komme wieder.“ versprach er.

    Ihre Lippen fanden sich und Tränen liefen der Schwerkraft folgend in breitem Strom über beider Wangen.
    @moselbert

    Das ist eine sehr schöne Geschichte und so romantisch ;-D ,
    ich befürchte jedoch das es noch dramatisch wird, bin neugierig wie es weitergeht

    gruss woody

  4. #13
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    7. Das Wiedersehen

    Nach einigen Monaten war es dann wieder so weit. Er hatte sich nur Flugtickets besorgt, für Patcharin auch eins für den Flug aus Thailand in seine Heimat. Um ein Hotel brauchte er sich nicht zu kümmern, denn Patcharin hatte ihm gesagt, dass in ihrer kleinen Wohnung genug Platz für ihn sein würde.

    Wieder wurde er von der Hitze und Schwüle des Landes empfangen. Er bewunderte wieder die luftige Glaskonstruktion des Flughafens. Anders als beim letzten Mal wurde er aber diesmal von Patcharin erwartet. Er konnte gar nicht abwarten, sie wieder in die Arme schließen zu können. Denn eMail und ICQ waren doch nur virtuelle Krücken.

    Das wahre Leben stand dort hinten. Er hatte Patcharin schon entdeckt und eilte so schnell es der schwere Koffer auf dem Wägelchen erlaubte zu ihr. Und wieder lagen sie sich in den Armen. Und wieder flossen die Tränen. Aber dieses Mal war es kein Abschied sondern ein Wiedersehen. Und daher schmeckten die Tränen viel süßer.

    Patcharin organisierte ein Taxi. Nachdem der Fahrer den viel zu großen Koffer in den viel zu kleinen Kofferraum verstaut hatte, fuhren sie zu Patcharins Wohnung. Es war eigentlich nur ein Zimmer in einer großen Wohnanlage in einer namenlosen Siedlung in irgendeinem Stadtteil. Aber das Zimmer hatte Patcharin lange Zeit gute Dienste geleistet.

    Jetzt bot es auch Holledau Unterschlupf für die nächsten Wochen. Eine Küche gab es eigentlich nicht. Ein Reiskocher stand irgendwo herum. Auf dem Minibalkon hatte Patcharin noch einen kleinen Kochplatz eingerichtet. Eine Tür führte zu einem kleinen Bad mit WC und Dusche. Alles war irgendwie einfach und praktisch.

    Besonders stolz zeigte Patcharin ihm ihren Computer auf einem kleinen Schreibtisch. „Hier habe ich oft gesessen, gelacht und geweint. Mit Dir. Jetzt bist Du da. Und ich bin glücklich.“

    „Ich bin auch sehr glücklich.“ erwiderte Holledau.

    „Ich liebe Dich.“ sagte Patcharin.

    „Ich liebe Dich auch.“ sagte Holledau.

    Sie lagen sich in den Armen.

    Liebe Leser, hier blenden wir uns erneut aus der Geschichte aus. Wie Ihr schon bemerkt habt, habe ich keine große Lust, Dinge zu beschreiben, die jeder schon selber einmal erlebt hat. Wieder werde ich Eure Phantasie bemühen müssen. Also, was würdet Ihr jetzt tun?

    Bitte? Wer sagt da, er würde dem Forum berichten? So wichtig ist das doch jetzt im Moment nicht, oder?

    Denkt mal an Dusche und Bett und Ihr seid schon auf dem richtigen Wege. Lasst Eure Phantasie so richtig spielen. An dieser Stelle hat das auch noch den Vorteil, dass ich nicht wegen Verbreitung .....grafischer Schriften an Leser unter 18 beschuldigt werden kann, die sich eventuell hierher verirrt haben.

    Inzwischen dürften die beiden ihr Wiedersehen richtig gefeiert haben und wir können uns wieder einblenden.


  5. #14
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    8. Das neue Leben

    Die nächsten Tage waren ein einziger Kampf mit den Behörden. Nette und unfreundliche Beamte der Deutschen Botschaft sowie der thailändischen Behörden mussten davon überzeugt werden, dass Holledau und Patcharin zusammengehörten. Schließlich war es soweit und sie wurden auch vor den Augen des Gesetzes ein Paar. Sie fuhren zu Patcharins Verwandten nach Chonburi und richteten eine große Feier aus. Anschließend erholten sie sich am Meer von den ganzen Strapazen.

    Liebe Leser, alle diese Begebenheiten sind eigene Geschichten, die von anderen in anderen Threads erzählt werden können. Vielleicht hat ja auch der eine oder andere schon einmal etwas in dieser Richtung erlebt und auch beschrieben. Für diese Geschichte sind die Begebenheiten allerdings eher Nebensache, deswegen machen wir einen kleinen Sprung.

    Glücklich kamen Patcharin und Holledau in Deutschland an. Seine im Vergleich zu Thailand große Junggesellenwohnung hatte es ihr gleich angetan. Es fehlten zwar einige Dinge, die zum Leben einer Thai unbedingt dazugehören mussten, wie Reiskocher und Buddha, aber die hatte Patcharin schon in weiser Voraussicht in Thailand eingekauft. Jetzt stand dem neuen Leben in Deutschland nichts mehr im Wege.

    Nach einiger Zeit hatte sich Patcharin in Deutschland eingelebt. Manchmal fror sie zwar, nicht nur wegen der Temperaturen, sondern auch wegen der unfreundlichen Kühle, die ihr von manchen Mitmenschen entgegengebracht wurde. Aber es gab auch sehr nette Menschen. Die Kollegen von Holledau waren fast alle sehr nett und auch mit der Familie von Holledaus Freund hatte sie sich inzwischen angefreundet.

    Eines Tages klagte Patcharin über unerklärliche Beschwerden im Unterleib und Übelkeit. Voller Sorge begleitete Holledau sie zum Arzt. Obwohl Patcharin schon etwas Deutsch gelernt hatte und alleine einkaufen konnte, zog sie bei Behördengängen und Arztbesuchen doch gerne Holledau hinzu.

    Der Arzt machte nach der Untersuchung ein ernstes Gesicht. Er sagte, Patcharin müsse jetzt gut auf sich aufpassen, nicht rauchen und auch nur wenig Alkohol trinken, wenn überhaupt. Denn sie trage jetzt nicht nur für sich Verantwortung, sondern auch für ein kleines neues Leben, das sich in ihr zu entwickeln begann.

    Hatten Patcharin und Holledau anfangs besorgt gewirkt, waren sie jetzt voller Glück und begossen die freudige Nachricht mit einer Flasche Wein. Besser gesagt, Holledau begoss. Denn ihm hatte der Arzt den Alkoholkonsum nicht untersagt. Trunken vor Freude und vor Wein loggte er sich in das Internet ein und unterrichtete seine Forengemeinde von der freudigen Nachricht. Alle beglückwünschten ihn dazu und baten Grüße an Patcharin auszurichten. Keiner nannte ihn mehr einen Liebeskasper.

    Auch auf der Arbeit freuten sich alle mit ihm und keiner tuschelte mehr hinter vorgehaltener Hand.

    Das war das wahre Leben. Holledau war glücklich. Auch Patcharin war glücklich und das Glück sollte auch noch einige Zeit anhalten.


    Demnächst geht es weiter mit Teil 9: "Das Forum"

  6. #15
    Avatar von Tomad

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    Re: Das wahre Leben

    moselbert

    Aber lass uns mit der Fortsetzung bitte keine 9 Monate warten.

    Thomas

  7. #16
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    Zitat Zitat von Tomad",p="185027
    ...Aber lass uns mit der Fortsetzung bitte keine 9 Monate warten.
    Thomas
    Thomas, Du bringst mich da auf eine Idee...

  8. #17
    Avatar von bigchang

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    Re: Das wahre Leben

    klasse story moselbert
    ich kann mich da an einigen stellen wiedererkennen,kennnst du mich etwa?
    warte schon auf den naechsten teil,den ich wahrscheinlich aber erst im dezember lesen kann,schade,das ist ja sooooo gemein

    gruesse matt

  9. #18
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    Zitat Zitat von bigchang",p="185202
    ... ich kann mich da an einigen stellen wiedererkennen,kennnst du mich etwa?
    Nein, aber die Gefahr, die erst in den kommenden Teilen der Geschichte sichtbar wird, besteht auch bei mir, vielleicht bei einigen hier. Deswegen ist es nicht ausgeschlossen, dass sich noch einige wiedererkennen werden, obwohl die Personen in der Geschichte frei erfunden sind.
    Zitat Zitat von bigchang",p="185202
    ... warte schon auf den naechsten teil,den ich wahrscheinlich aber erst im dezember lesen kann,schade,das ist ja sooooo gemein
    gruesse matt
    Matt, sooooo gemein will ich nicht sein. Vielleicht kannst Du den Rest ja heute noch lesen.

  10. #19
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    9. Das Forum

    Er hatte nicht den Mut der Geburt beizuwohnen und wartete außerhalb des Kreißsaales.

    „Es ist ein Junge.“ rief ihm die Schwester kurze Zeit später zu. Er lief ins Zimmer, in dem Patcharin lag. Er umarmte seine Frau und streichelte den Nachwuchs. Sie waren sooo glücklich.

    Nach einigen Monaten war Patcharin erneut schwanger und brachte diesmal ein gesundes Mädchen zur Welt. Bald zogen sie in eine größere Wohnung um. Patcharin kümmerte sich aufopferungsvoll um die Kinder.

    Und so hatte sie natürlich weniger Zeit für Holledau. Aber das machte nichts, denn er hatte sich inzwischen so an seinen PC und das Internet gewöhnt, dass er seine Zeit auch gut hier verbringen konnte.

    Auch in seinem Lieblingsforum, in dem es sich vor allem um Thailand drehte, war er gerne zugegen. Er erzählte von seinen Erlebnissen, gab Rat und Hilfe wo er nur konnte. Ab und zu gab es Streit unter den Mitgliedern. Er versuchte zu schlichten. Er war auch in anderen Foren vertreten. Wenn dort über sein Lieblingsforum geschimpft wurde, verteidigte er dieses mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.

    Holledau fühlte sich bald wie Psychologe, Feuerwehr und Polizei gleichzeitig. Er wäre auch gerne Moderator geworden, aber das Forum hatte schon zehn davon. Das hielt ihn aber nicht davon ab, für Gerechtigkeit in der Forenlandschaft zu kämpfen. Er hatte zwar bisher nur ganz vereinzelt Mitglieder des Forums kennen gelernt. Aber ihm kam es vor, als wäre das Forum seine zweite Familie.

    Bald verbrachte er mehr Zeit am Computer als mit seiner jungen Frau und den Kindern. Natürlich liebte er sie, keine Frage. Aber in der Familie lief alles seinen Gang. Alles war eingefahren. Manch einer würde sagen, es war langweilig.

    Im Forum gab es immer neue Geschichten und Probleme, an denen er teilhaben konnte. Überall gab er seine Meinung dazu. Und seine Meinung war in der Forengemeinde geschätzt. Was wiederum ihm gefiel.

    Ja, da draußen im Forum erfuhr man wirklich etwas vom wahren Leben außerhalb seiner vier Wände.

  11. #20
    Avatar von moselbert

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    Re: Das wahre Leben

    10. Der Helfer

    Patcharin war über die ganze Entwicklung natürlich nicht gerade begeistert. Das war nicht mehr der Mann, in den sie sich vor wenigen Jahren noch verliebt hatte. Sie beschloss, Holledaus Freund aufzusuchen und ihn um Hilfe zu bitten.

    Dieser hörte sich Patcharins Geschichte an.

    „Der Alltag hat die Liebe verschluckt wie die schwarzen Schatten das Land Phantásien in Michael Endes Geschichte.“ bemerkte er.

    Das sagte Patcharin zwar nichts, weil sie die Geschichte nicht kannte, aber es hörte sich gut an.

    „Holledau wird bald selber ins Internet gesaugt werden, wenn er nicht aufpasst.“ sagte er bissig. Aber ein guter Freund hat immer einen Rat. So auch dieses Mal.

    -----

    Wie jetzt immer saß Holledau am PC und ließ die Finger in wildem Stakkato über die Tasten fahren. Er war wieder im Forum, wo er sich wieder bei einem Problem als Psychologe versuchte. Gleichzeitig war er Polizei, weil er einem Fake auf der Spur war. Und auch sein Talent als Feuerwehr war wieder gefragt, weil zwei Mitglieder sich zofften.

    Allmählich verlor er den Überblick. So hatte er in einem Thema eine Antwort geschrieben, die er eigentlich in einem anderen Thema hätte schreiben wollen. Da sie nur kurz war, hatte sie an der falschen Stelle zu Missinterpretationen geführt. Jetzt musste er seinen Fauxpas wieder ausbügeln. Ja es war manchmal schon ganz schön stressig.

    Das Fake ließ ihm auch keine Ruhe. Da hatte sich doch eine angeblich weibliche Person unter dem Usernamen Dierfeld angemeldet. Diese erzählte gerade eine wilde Geschichte über eine im Sumpf des Alltags versinkende Partnerschaft. Sie hatte einen Mann geheiratet, der sich nicht mehr mit ihr beschäftigte, sondern nur mit dem PC und dem Internet.

    Er schrieb zurück, er könne sich so etwas nicht vorstellen. Nun gut, auch er sitze ab und zu am PC, sogar jetzt (danach fügte er ein augenzwinkerndes Smiley ein). Aber er liebte seine Frau und die Kinder. Und er würde niemals die Liebe wegen dieser elektronischen Spielzeuge aufs Spiel setzen. Außerdem sagte er ihr, dass er sie für ein Fake halten würde.

    Dierfeld antwortete, dass sie ganz gewiss die Wahrheit erzählt hatte. Sie habe sogar die Vermutung, dass er ihren Mann kennen würde, denn dieser habe schon öfter von ihm gesprochen.

    Jetzt war Holledau doch etwas irritiert. „Wer ist denn dieser Mann?“ schrieb er. „Wenn ich Euch helfen kann, würde mich das freuen. Du kannst mir das auch gerne über PN mitteilen.“ Jetzt war er vom Polizisten wieder ganz zum Psychologen mutiert.

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