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Das Kharma und seine Auswirkungen

Erstellt von dutlek, 29.04.2007, 21:48 Uhr · 71 Antworten · 6.151 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Ich meine mal das in diesem vermeintlichen "Chaos" doch eine gewisse Ordnung besteht. Sonst haetten wir keine physikalischen etc. Gesetzmaessigkeiten.
    Allen Wats hat einmal gesagt, dass der Mensch alles vermessen will und zu diesem Zweck ein "Raster" über alles gelegt hat um es zu "kartographieren", es verstehen zu könen. Nimmt man dieses Raster aber wieder weg, dann ist alles wieder das was es vorher war; unbefreiflich, mysteriös und unfassbar.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Quote Mr.Luk: "Das heutige Leben kann man demnach viel eher als das Resultat von Chaos und Fehlbarkeit, als Perfektion in sich nennen."

    That make me really smile!

    Wenn z.B. sich entwickelndes Leben, ....., Foetus, Geburt.... keine faszinierende Perfektion ist dann weiss ich wahrhaft nicht mehr weiter.
    Ja, genauso sieht die ROMANTISIERUNG aus. Wie perfekt sieht wohl ein unfruchtbarer Mann, odeer eine Frau die keine Kinder bekommen kann die Natur. Wie wird wohl die dritte Fehlgeburt von einer Frau empfunden, oder aber Missbildungen bei der Geburt, - oder der sogenannte frühe Kindstot.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Schau sich Einer eine Bluete, ein Eiskristall, ein Spinnennetz die weiten des Universums, eine Bienenwabe, das Facettenauge der Fliege, einen Elefanten, einen Tiger, eine Schwalbe, einen menschengemachten A380, ein Mobiltelefon, das Internet an...
    Das selbe Muster, - diese ebenso romantische Betrachtungsweise mag allgemeine Zustimmung finden, ist aber auch sehr subjektiv. Die Fliege im Spinnenetzt hat wohl wenig Augenmerk für die "Perfektion" des Spinnennetzes in dem sie gerade gefangen ist. Der noch so romantische Sonnenuntergang rettet auch die Eintagsfliege nicht vor ihrem sicheren Tod. Die Eiskristalle auf einem finischen Trunkenbold, der bei -40°C auf dem Nachhauseweg erfrohren ist, sind plötzlich weniger faszinierend. Ein Tiger der gerade in Nordindien ein zehnjähriges Mädchen an einer Wasserstelle gerissen hat, verliert auch einiges an Perfektion. Ein Vulkanausbruch wie der Krakatao oder etwa der bekannte Ausbruch des Vesuv, haben auch eine gewisse Faszination - nur leider ist dies auch nicht nur als "perfektes Naturschauspiel" zu sehen. Cholera , Pest, Aids, Ebola ect. Perfektion? Ist das nicht ein wenig einseitig aus der aktuellen und sehr subjektiven 'Gewinnerposition' betrachtet?

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Sowie ich zwischen Kiesel und Mensch durchaus Zusammenhaenge sehe, ja, gar eine gewisse Unzertrennlichkeit.
    Wenn du die Zusammenhänge siehst (gar als unzertrennlich ansiehst) kannst du diese Zusammenhänge sicherlich auch erklären. Dann leg' mal los, ich bin gespannt!

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Richtig, Zahlen, Mengen spielen keine (bedeutende) Rolle, habe nur eben mal superlative Zahlen von Geschehnissen herbeizitiert. Aber wo da die karmischen Zusammenhaenge, Einzelindividien betreffend, liegen sollen bist du uns (leider) schuldig geblieben!
    Ich denke ich bin hier Niemandem irgendetwas schuldig (geblieben). Die Lehre von Annata wenn sie richtig verstanden wird, macht solche Erklärungen aus buddhistischer Sicht überflüssig. Es geht nicht um eine absolute Vorstellung oder Erklärung von der Wirkungsweise des Karmas aus dualistischer Sicht, dies ist Teil des Samsara. Es geht darum dass man versteht dass kein Schöpfer und keine "religiöse Fatalität" hinter dem steckt was wir als Schicksal verstehen. Die Interprätation, dass nur das was wir taten und tun (einzig und allein) für unser Schicksal verantwortich ist, ist nur eine mögliche Interprätation. Ich teile diese übrigens nicht, ich erwähne sie nur, bzw. analisiere ich sie in diesem Zusammenhang. Falls das nicht klar aus dem Kontext hervorging: hier noch einmal in aller deutlichkeit - ich "glaube" oder vertrete überhaupt nichts, sondern 'spiele' nur mit diesen Ideen um sie zu verstehen.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Du hast Krischnamurti erwaehnt, der sagt eigentlich Alles. Vielleicht sollte anbei noch Aurobindo und "The Mother" erwaehnt werden.
    Entschuldige, was erklärt oder sagt das? Das ist absurd - entweder du kennst Sri Aurobindo nicht oder du weißt nicht wer Krishnamurti war. Beide sind in etwa so verschieden voneinander wie der Papst und Karl Marx!

    Sri Aurobindo mag ein herzensguter Mensch und ein exemplarischer Idealist - sowie ein grosser Dichter gewesen sein. Er war aber im Vergleich zu Krishnamurti aber ein geweihreucherter, nahzu feierlich-pathetischer Krishna- und Shivaist und schwärmerischer Anbeter der Baghavat Gita. Ein typischer Inder halt. Sri Aurobindos Werk ist hochreligiös, - damit kann ich überhaupt nichts anfangen, das gefällt mir auch überhaupt nicht. Wogegen Krishnamurti ein im Westen aufgewachsener nüchterner Realist und Minimalist war dem es nur um die Essenz und den reinen praktischen Nährwert ging. Ein Mann dem die Kritiker nur die ständigen Wiederholungen nachsagen konnten, die bei seinem konzentrierten und destilierten (sehr ernüchternden) "Extrakt" nun mal nicht zu vermeiden waren. Hier hast du dich wohl durch den Namen Krishnamurti zu einem drolligen "cop out" verleiten lassen...

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Das die buddistische Idee in ein derartiges Ritual und Verehrungsspektakel verfallen ist - macht die ganze Geschichte noch abstruser - wenn nicht gar grotesk.
    Die buddhistische Idee ist in gar nichts verfallen,- einige Leute (möglicherweise viele) sind das schon. Aber dies und das "Folgende" steht hier leider nicht zur Debatte, - das sehe ich also als reine Ablenkung, - als dekoratives 'red hearing'.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478317
    Sonst duerfte es auch nicht heissen "der Weg ist das Ziel", denn, dann duerfte Mensch sich erst garnicht auf den Weg machen, oder?
    Der Ausspruch stammt aus dem Taoismus und hat nicht wirklich buddhistischen Charakter, weder gestern noch heute. Der Buddhismus sagt dies nicht, sondern eindeutig: der Weg ist der achtfache Pfad und das Ziel ist das 'Auflösen' des Leidens des Samsara und letztlich die Auslöschung im Nirvana. Im Buddhismus ist der Weg der Weg und das Ziel das Ziel, - nichts anderes!

  2.  
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  3. #62
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Ein ewiger Kreislauf. Vom Leiden kann sich nicht geloest werden, aufgrund eines vom Mensch dubios interpretierten, niemals existierenden Perfektionismus, der das tatsaechlich Existentielle in Frage stellt.

    Der Mensch mit seinen Denkern, Dichtern, Philosophen, Theologen stellt sich in seiner Ueberheblichkeit ueber die Natur. Will sie verbessern, was aber immer nur ins Auge gehen kann.

    "Erleuchtung" durch die buddhistische Lehre zu gewinnen ist wie den Wald erkennen, wobei einem diese vermaledeiten Baeumen staendig die Sicht versperren.

    20.000 Moenche gehen in Thailand fuer den Buddhismus auf die Strasse, wollen ihn offiziell manifestiert sehen. Pferde sollten Fluegel haben, weil Pferde fliegen sollen. Ohne Fluegel waeren sie ja nur "wertlose" Pferde und sonst nichts.

    Das Leid bleibt bestehen und wird nicht schwinden, wie eben auch ein Kranker nicht gesunden kann, wenn er seine Medizin nicht nimmt. Keine Erloesung trotz maechtigsten Schamatismus.

    Schlimm?

    Nein, es ist wie es ist und der Mensch bleibt unverbesserlich und faengt sicherlich mit der Zeit sogar an, am Leid gefallen zu finden. Der Mensch hat in "seiner Weisheit" an seiner eigene Evolution "nachgebessert", wird ungluecklich und muss sich dann zur Kur Religion als Medizin verschreiben. Laecherlich? Nein, nur menschlich.

    Viele Gruesse,
    Richard

  4. #63
    Avatar von Samuianer

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Well, wie meinen Mr.Luk, so hat eben Jeder ein Weltbild und seine Anschauungen, ob "romatisierend" oder "chaotisch", so ist es nun mal mit uns Menschenkindern.

    Ist es das Karma der Fliege im Netz der Spinne sein Ende zu finden oder ist es die Vorausetzung, der Existenz von Netz, Spinne und Fliege, so wie das Blut anderer Lebewesen als Nahrung fuer die Stechmuecke dient, diese dabei gelegentlich Krankheiten, wie Malaria etc. verbreitet.

    Aber darueber laesst sich wohl bis ans Ende der Tage diskutieren weil es auch hier kein 'falsch', wie kein 'richtig' gibt, es ist eine Anschauungssache.

    Es dreht sich bei der Idee des Karma wohl mehr um die Sicht auf Moral, Ethik, im Verhalten der Menschen untereinander und zu Fauna und Flora.

    interessanter link:

  5. #64
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478398
    Es dreht sich bei der Idee des Karma wohl mehr um die Sicht auf Moral, Ethik, im Verhalten der Menschen untereinander und zu Fauna und Flora.
    Sehe ich genauso!

  6. #65
    Avatar von Samuianer

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Paddy",p="478402
    Zitat Zitat von Samuianer",p="478398
    Es dreht sich bei der Idee des Karma wohl mehr um die Sicht auf Moral, Ethik, im Verhalten der Menschen untereinander und zu Fauna und Flora.
    Sehe ich genauso!
    Darum geht es zwar nicht, aber freu mich drueber das wir eine Ansicht zu teilen in der Lage sind! Ich liebe als bodenstaendiger Mensch einfache Loesungen!

  7. #66
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    hi eletiomel,

    Zitat Zitat von eletiomel",p="478341
    nun luk,anpassungsfähigkeit ist auch eine stärke,gesselige wölfe die sich zu rudeln zusammen finden tun dieses auch nur für die beste überlebensstrategie,zum nachteil ihrer fressfeinde und beute.
    selbst die lieblichen symbiotischen verbindungen haben diesen zweck.
    stärke kann auch der erfindungsreichtum einer spezies sein,wie beim menschen,wodurch er eben noch besser seine umwelt in seiner verbreitungsbemühung kontroliert.
    Die Bibel ist ja in dieser Frage eindeutig, aber nicht gerade "glücklich" wie ich finde: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrscht über die Fische im Meer und die Vögel des Himmels, etc, etc... schlechte Übersetzung, oder was?

    Zitat Zitat von eletiomel",p="478341
    mit diesem zurückblicken in die vergangenheit will ich nur eins zeigen,es gibt ja immer wieder das argument,wir alle sind für die welt in der wir leben verantwortlich.dem stimme ich zu,nur aus der entwicklung des lebens können keine moralischen gesetze abgeleitet werden,ausser villeicht,überlebe und sorge dafür das deine nachkommen überleben.
    Der Apell an die Verantwortlicheit für die eignen- und auch für weitreichendere "Geschicke" ist wichtig, auch wenn diese Verantwortlichkeit nicht absolut und endgültig gemeint ist. Da wo sie die Grenzen des Menschen überschreitet, - also spätestens bei Naturkatastrophen endet sie wie selbstverständlich. Ausser wir verfallen wieder dem ultimativen Aberglauben und sehen eine Art gerechte Strafe höherer Mächte oder Gottes darin.

    Zitat Zitat von eletiomel",p="478341
    gibt es keinen gott,keine sonstwie manifestierte kraft,entscheidet der einzelne mensch was gut ist bzw. der konsenz in der gesellschaft.
    höchstens auf dieser grundlage könnte man gutes karma anhäufen,in dem man nach seinem eigenen verständniss das richtige tut.
    Natürlich,- wenn wir von einem "Karmagesetz" ausgehen, dann muss es eine Art Naturgesetz sein. Allerdings würde sich ein Naturgesetz weder nach einem wechselnden gesellschaftlichen- oder allgemeinen Konsens- noch nach individuellen Masstäben richten. Wenn du mich fragst, dann hällt das Karma nicht sonderlich viel von Moral...

    Zitat Zitat von eletiomel",p="478341
    was man selbst aber als das richtige sieht,ist auch nur das produkt der entwicklung des lebens und der gesellschaft die einen prägt.(luk,dieses beziehe ich nicht nur auf eine homogene gesselschaft im regionalen herkunftsgebiet,damit sind auch die prägenden einflüsse gemeint die man im laufe des lebens von menschen allerlei region und philosophy erfährt)
    Es ist glaube ich ganz klar dass die moralischen oder ethischen Kodexe der verschiedenen Zeitalter, Kulturen und Religionen sich nicht ganz überschneiden. Wenn man es darauf anlegen würde könnte man durchaus hervorheben dass sie extrem diversifiert sind. Und dazu müssen wir nicht unbedingt die Pigmäen oder die Inuit aufsuchen, oder 3000 Jahre zurückzublicken. Karma ist also so oder so nicht an lokale oder historische Moralvorstellungen gebunden. Aber gehen wir doch einmal an die Basis zurück:

    Karma bedeutet nichts anderes als AKTION, -> Handlung ist "Intervention" die eine gewisse Wirkung haben wird. Das ist eigentlich das ganze Einmaleins.

    Fortsetzung im nächsten Post...

  8. #67
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Tramaico",p="478375
    Ein ewiger Kreislauf. Vom Leiden kann sich nicht geloest werden, aufgrund eines vom Mensch dubios interpretierten, niemals existierenden Perfektionismus, der das tatsaechlich Existentielle in Frage stellt.
    Seltsam was du da schreibst...
    Ich weiß nicht ob du's wusstest, aber die Lösung des Ausbruchs aus dem ewigen Kreislauf des Leidens sieht aus buddhistischer Sicht (unter Anderem) so aus:



    "Plan A" sieht, wie man auf den Schrifttafeln, die den Verstorbenen "begleiten" sollen, eindeutig vor nicht wiedergeboren zu werden. 1. Lege dich nieder - und stehe nicht mehr auf. 2. Schlafe - und wache nicht wieder auf. 3. Gehe und komme nicht (nie) wieder.

    "Plan B" erst sieht vor, für den Fall für den man wiedergeboren wird, bzw. wiedergeboren werden muss, dass gute Taten, gutes Karma - und eventuell eine (leicht) angenehmere Wiedergeburt mit sich bringen...

  9. #68
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Zitat Zitat von Samuianer",p="478398
    Well, wie meinen Mr.Luk, so hat eben Jeder ein Weltbild und seine Anschauungen, ob "romatisierend" oder "chaotisch", so ist es nun mal mit uns Menschenkindern.
    Tja, und das ist die andere Interprätation von Karma. Jeder sieht und empfindet die Welt, die Natur und vor allem seine Mitmenschen auf "seine eigene Weise". Oder entsprechend seines Karmas? Und diese Wahrnehmung, Ob sie nun"karmisch" oder anders konditioniert ist, befindet sich immer jenseits von einer absoluten Wirklichkeit. Es ist immer das was man sich (karmisch) "erarbeitet" oder "heruntergewirtschaftet" hat, da schlussendlich das Resultat von schlichter- oder aber komplexer Ursache und Wirkung. Die Sammlung an Vorstellungen die man willentlich geschaffen - oder unbewusst angereichert- oder auch blind übernommen hat. Es ist auch die Welt der wechselnden Klischees und der Vorurteile, die Welt der "Sonnenbrillen" aller schillernden Farben.

    Eine Betrachtungsweise mag rational und dennoch nur egozentrisch sein, - sie mag altruistisch aber nicht sehr effektiv oder rational sein. Die eigene Perspektive kann gar nichts anderes sein als die Summe von Vorstellungen und Ideen die man "angesammelt" hat. Und es ist nicht nur -eine- Perspektive, es ist eine Vielzahl die sich teilweise widersprechen und im Klinch miteinander liegen. Zusätzlich wechselt der Beobachter und die Art der Betrachtungsweise und auch die "Zensur" ändert sich mit diesen wechselnden Bedingungen. Es ist noch nicht einmal eine Gradlinigkeit oder Konsequenz im Denken und Handeln zu erkennen.

    Es ist letzten Endes auch nicht so wichtig welche Farbe die Brille hat die man trägt, oder wie konditioniert oder fragmentiert das "Selbst" ist. Der erste Schritt der Erkenntnis ist das Wissen und das Bewusstsein über diese Kondition. Das Wissen über die stetige TRENNUNG und Division die man bei allem vornimmt. Das Bewusstsein, dass es das und nichts anderes ist, das die Konflikte in uns selbst und mit Anderen erzeugt.

    Henry Miller hat einmal gesagt: "solange wir nicht sehen, muss wohl der Blinde den Blinden führen!". Die Bedingung hierzu wäre aber erst einmal dass die Blinden die Arroganz ablegen und zumimdest "einsehen" dass sie blind sind. Aber auch dann sind wir nicht auf der gewonnen Seite, - denn wie will der Blinde sich selbst oder dem Blinden die Brille denn abnehmen oder die Augen wohl irgendwann öffnen?

  10. #69
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Luc,

    was fuer Dich seltsam anmutet, ist meine Logik, meine Art den Buddhismus zu verstehen und ausschliesslich Nutzen aus ihm zu ziehen. Seltsamerweise, je weiter ich schreite und je mehr Fragmente ich finde, fuegen diese sich immer nur nahtlos im bereits zusammengefuegten Puzzle ein.

    Es ist mein Plan C. Was immer auch passieren mag, es wird richtig sein. Nein, nicht im Sinne des Fatalismus, denn ich habe ja meine Strasse selber gebaut.

    Darum, falls Plan A, wie von Dir beschrieben = Okay

    Darum, falls Plan B, wie von Dir beschrieben = Okay, wobei aber unwesentlich ist, als wer oder was man wiederkommt. Wuesste ich, dass es als "Kuechenschabe" waere (ja, wieder dieses seltsame Beziehung zu diesem vermeintlich Niedrigsten der Niedrigen), dann wuerde mich dies ebenfalls nicht in keinster Weise in Besorgnis versetzen, denn ich bin sicher aus der schabischen Perspektive ist das Dasein voellig in Ordnung und sie kann zu Zufriendeheit finden (im Fressen, Verstecken, Schlafen, Reproduzieren) ohne sich im Leiden des Unerfuellten "nicht Mensch zu sein" zu verstricken.

    Ein gesteuerter Versuch eine Auswirkung auf das Kharma zum Eingenzweck auszuueben ist nicht aufrichtig und kann somit nicht positiv sondern im Gegenteil nur in umgekehrter Weise Einfluss nehmen.

    Ich werde Moench um mein Kharma zu beeinflussen?

    Ich werde Moench um Erkenntnis zu gewinnen

    Erkenntnis gewonnen. Kein Leid, keine Fragen, keine Furcht, keine Zweifel mehr. Es ist wie es ist und somit ist das Kharma perfekt, wie immer es auch ausfallen mag.

    Seltsam? Macht nichts. Passt schon. Salopper ausgedruckt: "Mein Kharma kann mich mal."

    Viele Gruesse,
    Richard

  11. #70
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Das Kharma und seine Auswirkungen

    Hi Richard,
    Zitat Zitat von Tramaico",p="479314
    was fuer Dich seltsam anmutet, ist meine Logik, meine Art den Buddhismus zu verstehen und ausschliesslich Nutzen aus ihm zu ziehen. Seltsamerweise, je weiter ich schreite und je mehr Fragmente ich finde, fuegen diese sich immer nur nahtlos im bereits zusammengefuegten Puzzle ein.
    Es klingt tatsächlich seltsam für mich, das war keineswegs als ein "Argument" geschweige denn als Zynismus meinerseits zu verstehen.

    Zitat Zitat von Tramaico",p="479314
    Es ist mein Plan C. Was immer auch passieren mag, es wird richtig sein. Nein, nicht im Sinne des Fatalismus, denn ich habe ja meine Strasse selber gebaut.
    Nur zu, - allerdings hat (wie du ja indirekt selbst sagst) dein 'Plan C' nicht mehr sonderlich viel mit Buddhismus gemein. Mich haben manche "Buddhisten" auch genervt, die mir systematisch mit Zitaten aus dem Pali Kanon oder mit den "Lehrkörben Buddhas" auf meine Fragen geantwortet- bzw. gekontert haben. "Blanke" Lehrmeinung ohne Interprätationsmöglichkeiten interessiert mich auch nicht. Das ist nicht nur Religion, sondern Dogma. Das erinnert mich auch zu sehr an etwas...

    Allerdings kann man den Buddhismus auch nicht beliebig in Streifen schneiden und sich daraus ein neues Patchwork nähen. Man kann es unter Umständen wohl, aber dann braucht man dies auch nicht Buddhismus zu nennen. Jedem sein eigener Plan C, D oder E, , und Jedem seine eigene Philosophie - aber dann sollte sie auch so heissen... bzw. diesen Titel tragen. Soviel Konsequenz sollte dann schon sein.

    Zitat Zitat von Tramaico",p="479314
    denn ich bin sicher aus der schabischen Perspektive ist das Dasein voellig in Ordnung und sie kann zu Zufriendeheit finden (im Fressen, Verstecken, Schlafen, Reproduzieren) ohne sich im Leiden des Unerfuellten "nicht Mensch zu sein" zu verstricken.
    Was weiß ein Mensch schon vom Dasein und dem Bewusstsein einer anderen Existenzform?

    Zitat Zitat von Tramaico",p="479314
    Ein gesteuerter Versuch eine Auswirkung auf das Kharma zum Eingenzweck auszuueben ist nicht aufrichtig und kann somit nicht positiv sondern im Gegenteil nur in umgekehrter Weise Einfluss nehmen.
    1. Wer sagt denn überhaupt dass es um einen banalen Eigenzweck geht?
    2. Wie willst du ausserdem wissen dass ein "Eigenzweck" aus Prinzip nicht aufrichtig ist, und somit keinen positiven Einfluss haben kann? Braucht es etwa nicht (erst) einen glücklichen Eheman um eine Frau glücklich zu machen, bzw. umgekehrt? Braucht es etwa keinen zufriedenen Menschen, um selbiges zu übermitteln? Wer oder was macht den "Mensch" denn als erstes glücklich, wenn nicht er/sie sich selbst? Was ist also letztendlich ein Eigenzweck?

    Zitat Zitat von Tramaico",p="479314
    Ich werde Moench um mein Kharma zu beeinflussen?

    Ich werde Moench um Erkenntnis zu gewinnen
    Wieso diese spekulative Bewertung, - ohne überhaupt genau zu wissen weshalb Mönch Mönch wird oder ist?

    1. Wird kein Mensch Mönch um sein Karma zu beeinflussen - Karma lässt sich nicht beeinflussen da es sich um eine "Gesetzmässigkeit" handelt: Kausalität - Eine Wirkung hat stets eine Ursache. Karma lässt sich höchstens bewusst werden und durch das Bewusstwerden eventuell auflösen. Neues, 'potentes', schweres Karma lässt sich aber unter Umständen vermeiden.

    2. Wird kein Mensch Mönch um nur Erkenntnis zu gewinnen. Erkenntnis ist eher die Vorbedingung für Bewusstsein und Toleranz. Ignoranz führt zu Intoleranz, da man ja auf (falsche) Vorstellungen, Vorurteile und andere "Reflexe" angewiesen ist.

    Menschen werden vor allem Mönche, um kein weiteres Karma mehr zu schaffen, zu generieren, bzw. es weitestgehend einzuschränken. Keine bestimmten Aktionen = keine spezifische Ursache - also auch keine "voraussehbare" Wirkung. Das Leben in einer Gesellschaft, Leidenschaft, Konkurenzkampf, Familie und Nachwuchs, sowie vieles "weltliche" mehr, all das sind ganz bestimmte Ursachen und bringen somit automatisch die entsprechenden verstrickten Wirkungen mit sich. Das ist ein leicht im täglichen Leben der Menschen zu beobachtender Fakt. Sich davon zurückziehen (und sei dies nur zeitweise) ist ein willentlicher Akt, nicht nur des Verzichts, sondern mit der Absicht kein derartiges Karma zu erzeugen begleitet, um dem Kreislauf des Samsara entgegenzuwirken. Dies sowohl als Selbstzweck (ohne den geht es schlecht), wie auch eindeutig im "Dienst der Sache, (des Buddha Dharma)", und selbstverständlich um zu helfen das Leid Derer zu mindern oder zu lindern, die diesen Weg nicht gewählt haben.

    Ist das ein egozentrischer oder gar egoistischer Schritt? Oder ist dies viel eher eine Vorraussetzung um überhaupt erst fähig zu sein Mitgefühl für Andere zu haben, zu helfen oder zu lehren? Wie will Jemand Mitgefühl für Andere haben und das Dharma lernen oder lehren, wenn er bis zum Hals in Problemen steckt die das aufreibende Berufsleben, das kompromissvolle gesellschaftliche Leben, der manchmal grausame Daseins- und Existenzkampf und nicht zuletzt eine (oft) anspruchsvolle Familie, in irgendeiner Form Ipso fakto mit sich bringen?

    Es gibt sicherlich viele verschiedene MOTIVE für einzelne Menschen Mönch oder Nonne (im Grunde heißt es ja Bhikkhu und Bhikkhuni) werden zu wollen. Aber auch hier is es wie mit dem eigenen "Patchwork": es ergibt wenig Sinn sich seine eigenen Vorstellungen zu machen was "Mönchsein" bedeutet. Entweder du passt da rein oder nicht... du kannst es dir unmöglich so zurechtbiegen wie du glaubst dass es ist, oder wie du es möchtest. Dann werde nicht Bhikkhu, sondern Sanyassin, Yogi, Swami, Philosoph oder Eigenbrödlerdingens...

    Der Theravada heißt nicht umsonst "das kleine Vehikel oder Fahrzeug". Es ist halt nicht Platz für alle darauf, - und doch kloppt man sich nicht darum mitzufahren. Das liegt woh daran das es eben tatsächlich nicht für Jedermann geeignet ist. Den Einen ist es zu bequem, den Anderen nicht bequem genug - und Manche werden bereits Seekrank wenn sie es nur aus der Ferne sehen

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