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Bangkok - Venedig des Ostens

Erstellt von HPollmeier, 04.10.2003, 12:13 Uhr · 26 Antworten · 4.017 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von phimax

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Auf Wunsch von @HPollmeier seine alte Beiträge in diesem Thread auf Grund des "Neustarts" entfernt.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!


    3. Venedig,


    die Serenissima,


    hat ebenfalls zwei Gesichter: das der Touristen








    Gruss

    HPollmeier


    > 4.

  4. #13
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!


    4. und das der Venezianer.
















    Gruss
    HPollmeier



    > 5.

  5. #14
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!

    5. Der Touristenstrom waelzt sich durch die engen Gassen, ueber einsturzgefaehrdete Bruecken,



    ueber Plaetze




    und Plaetzchen mit vielfaeltigen Brunnen vor praechtigen Palaesten und Kirchen,





    stur den Wegweisern "San Marco",


    "Rialto",



    "Ferrovia" folgend.

    Gruss
    HPollmeier


    > 6.

  6. #15
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!

    6. Die Venezianer









    haben ihre eigenen Wege, die kaum ein Tourist kennt.







    Dort versuchen, 80.000 Bewohner der Lagunenstadt den jaehrlich zehn Millionen Besuchern auszuweichen. Und die Stadt ist so klein: Von Ost nach West nur 4.630 Meter, von Nord nach Sued gerade 3.240.






    Gruss
    HPollmeier


    > 7.

  7. #16
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!


    7. Bangkok hat kein erkennbares geographisches Herzstueck wie den San Marco Platz mit Dogenpalast und Markuskirche von orientalischer Pracht, nach Ansicht von Herrn Goethe der "Marktplatz der Morgen- und Abendlaender".




    Man kann nicht einfach auf einen zentralen Punkt lossteuern.



    Bangkok mit seinen zweihundert Jahren ist ziemlich jung, auch wenn das kulturelle Erbe bis in die Zeit der Riten und Mythen zurueckreicht.[/b]






    Gruss
    HPollmeier

    > 8.

  8. #17
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!

    8. Sie ist keine ordentliche Stadt, ist ein launenhaftes Auf und Ab von Harmonie und Chaos, Exotik und Banalitaeten. Wie sagt der Apa Guides so schoen: "Nehmen Sie sich den Stadtplan von Bangkok vor, und suchen Sie den Grossen Palast, Wat Phra Keo und das grosse Oval des Sanam Luang.








    Bei genauerem Hinsehen werden Sie feststellen, dass hier der Chao Phya-Fluss eine sehr starke Kruemmung macht und zusammen mit dem schmalen Kanal (klong), der das durchflossene Land durchschneidet, etwa die Form einer Mango bildet. Diese von Fluss und klong gebildete kuenstliche Insel war das urspruengliche Bangkok, die "Innere Stadt", und genau hier sollte jede Erkundung von Bangkok beginnen."








    Gruss
    HPollmeier

    > 9.

  9. #18
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!

    9. Kleines Zwischenspiel:

    Venedig ist durch den Industrieort Mestre quasi von seinem alten Hinterland abgeschnitten. Folgt man der Strada Romea und begibt sich in die Niederungen von Brenta, Etsch oder gar Po, kann man solche Aufnahmen machen:



    Auch das ist Venedig: ein morbide Landschaft wie die Stadt selbst.





    Chioggia nennt man "Klein-Venedig" – nicht zu Unrecht; hier geht es nicht grossartig zu, aber es gibt viele intime, malerische Plaetze.






    Die Lagunenstadt Comacchio stammt sogar aus vorroemischer Zeit.




    Gruss
    HPollmeier

    PS: Venedig melancholisch:
    Oliver Friel:
    http://www.o-friel-photo.de/seiten_b.../photo_ve.html

    Sehr gute Bilder von Lothar Hentschel:
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/8631
    Viele HDR-Bilder!


    > 10.

  10. #19
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!


    10. Nehmen wir uns aber den Stadtplan des "Guide to Bangkok" von 1928 vor, so erkennt man, dass Bangkok wie Venedig buchstaeblich eine schwimmende Stadt war, kreuz und quer von Kanaelen und Flusslaeufen, einem Netz von Khlongs, durchzogen. Laeden und Haeuser standen auf Booten und Floessen. Selbst der aeusserste Stadtrand war mit einer der beiden Uferseiten des Chao Phraya verbunden. Auf dem Khlong Bang Kwang konnte man mit einem Boot vor der Haustuer abfahren, dem Fluss nach Norden folgen, in einen anderen Khlong einbiegen, schon war man in Chinatown.




    Nach einem Einkaufsbummel schipperte man den naechsten Khlong zum Royal Turf Club hoch und auf dem Khlong Phadung Krungkasem zurueck. Heute ist diese Strecke fast nur Strasse, denn die meisten Kanaele innerhalb Bangkoks wurden zugeschuettet. Wer Venedig kennt, mag das bedauern; dort werden die Kanaele nun liebevoll saniert, hier ging ein Stueck exotisches Bangkok fuer immer verloren. Lediglich die Khlongs in Thonburi


    vermitteln noch das fruehere pralle Leben auf den Wasserwegen Bangkoks.


    Die beste Beschreibung der alten Pracht und Herrlichkeit hat uns - wie so oft - Achille Clarac ueberliefert:

    "Den Fluss, der noch immer die Lebensader der Stadt ist, saeumen an beiden Ufern in ununterbrochener Folge Haeuser auf Pfaehlen,




    Maerkte, Lagerhaeuser und Warenspeicher, vor denen unaufhoerlich Schiffe hin- und herfahren


    und wo ein eifriger Handel betrieben wird.


    Die Vielfalt und der Phantasiereichtum der Holzkonstruktionen, die mitten unter ihnen noch erhaltenen ehemaligen Residenzen, in denen heute Schulen und Behoerden untergebracht sind, die bunten Tempeldaecher, welche dieses Bild beherrschen, machen es zu einem der typischen der Hauptstadt.


    Es steht in eindrucksvollem Kontrast zu den modernen Vierteln Bangkoks mit ihren Wolkenkratzern und breiten Avenuen, wo das Geschaeftsleben internationale Formen angenommen hat.



    Hier auf den Klongs hat sich noch das traditionelle Bild erhalten. Noch sind hier die grossen runden Kaehne aus Teakholz, welche den Reis und schwere Lasten befoerdern, in der UEberzahl, und die Be- und Entladung erfolgt fast immer noch auf dem Ruecken von Menschen. Da hier kein Boulevard am Fluss entlangfuehrt, kann man dabei hoechstens von den Bruecken aus zusehen;


    man muss sich daher auf ein Schiff begeben, wenn man das Treiben an den Ufern miterleben will. An den Haupthalteplaetzen (Oriental Hotel, Thammasat-Universitaet) stehen den Touristen zahlreiche Mietboote zur Verfuegung."



    Ein Teil der alten Wasserstrassen hat ueberlebt. Einst gab es im "Venedig des Ostens" weniger Strassen auf dem Festland als Wasserwege - genauso wie in Venedig, das auf Millionen Stelzen steht, auf Holzstaemmen, die als Pfeiler 35 Meter tief in Schlick und Schlamm von 200 Inseln gerammt und nur mit Teer und OElsand zu einem Fundament verbunden wurden. Wem Trubel, Stau und Smog in den Strassen Bangkoks zu viel werden, kann aber immer noch aufs Wasser ausweichen. Auf dem Chao Phraya verkehren wie eh und je auf und ab die Hang yao-Schnellboote und Faehren. Fuer ein paar Baht erreicht man mit ihnen schnell und preiswert "down by the riverside" viele der Sehenswuerdigkeiten: den Wat Pho oder Wat Arun,




    man kann sich zum ca. 6 km entfernten Wat Sai Floating Market oder in die Provinz Nonthaburi im Norden der Stadt bringen lassen.

    Gruss
    HPollmeier


    > 11.

  11. #20
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Bangkok - Venedig des Ostens

    Hallo!


    11. Eine Bootstour – spannend, lehrreich, nicht immer wohlriechend – weist nicht nur den Weg in die Geschichte.




    Die beliebteste Route ist der Khlong Bangkok Yai, an Wochenenden sozusagen ein Lehrpfad fuer Touristen, aber auch fuer Einwohner Bangkoks:



    riesige Teakholzhaeuser, tropische Gaerten, prachtvolle Tempelanlagen und Anlegebruecken, die teilweise so baufaellig aussehen,






    dass man Angst hat, die dahinter liegenden Restaurants und Laeden zu erreichen. Die Haeuser, dicht aneinandergedraengt bis ins Wasser gebaut, haben eigene Anlegestellen, die auch als Bade- und Waschplaetze dienen.




    Enthuellt sich bei jeder Khlong-Windung ein neues Schauspiel – wahrlich vom Mangrovenhain bis zur Textilfabrik




    - bietet auch das Leben auf dem Fluss selbst fesselnde Einzelheiten. Die Aussenbezirke der Stadt werden immer laendlicher. Die 43 Kilometer lange Tour, beginnend in der Naehe der des koeniglichen Palastes, endet in Mahachai am Golf von Thailand, ein preiswertes Vergnuegen.



    Kann man in Venedig die Palaeste am Canal Grande nur vom Wasser aus besichtigen, entginge dem Reisenden in Bangkok ohne Khlongfahrten ein Teil jener wundersamen Atmosphaere, die das "Venedig des Ostens" einst ausgezeichnet hat.

    Gruss
    HPollmeier


    PS: Alle Khlong-Aufnahmen wurden mit der 1979 neuen Agfamatic 901 S Motor gemacht; die kleinen Pocket-Negative lassen sich nur muehsam ‚scannen’, aber es erstaunt, wie farbintensiv die Aufnahmen nach dreissig Jahren noch sind.

    http://www.kameramuseum.de/1agfa/poc...mot-flash.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Agfamatic


    > 12.

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