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Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

Erstellt von moselbert, 08.04.2010, 16:52 Uhr · 83 Antworten · 10.024 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    15.1.2010

    Heute war Neumond und damit Mönchtag.
    Auch Vollmondtage und der Tag des Ersten und Letzten Viertels sind Mönchtage.
    An diesen geht man gerne zum Tempel und spendet den Mönchen etwas.
    Auch wir machten das heute so.
    Wir hatten uns als Ziel Wat Weluwaranaram (B) ausgesucht, wo sowohl einer meiner Schwager als Mönch als auch Enkel Muu als Novize leben.

    Fahrstecke (Google Maps)




    Wir waren insgesamt 14 Personen, die sich in dem Pick-Up auf den Weg machten.
    Fehlende Kindersitze, Leute auf der Ladefläche, Rückbank überfüllt und keiner angeschnallt, telefonieren beim Fahren...
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Punkte man da in Flensburg bekommen würde.

    Wat Weluwaranaram


    Ein Kinnari bringt Licht


    Stopp!


    Aufforderung zur Gymnastik?


    Nach dem Beten und Opfern fuhren wir zum Gericht.
    Der Weg führte uns an einem Hochhaus vorbei, wie es so sicher nur in Thailand stehen kann, dem Elefantenhochhaus. (C)
    Es ist 102 Meter hoch (damit also nicht unter den 50 höchsten Gebäuden Bangkoks).
    Es ist aber sicher eines der originellsten.



    Unser Ziel war ein Gerichtsgebäude, in dem Lek einige Dinge zu erledigen hatte. (D)



    Grund ist eine Bürgschaft.
    Lek hatte einen Arbeitskollegen, der hatte sich von vielen seiner Kollegen Geld geliehen, hatte ein Auto auf Raten gekauft, und war mit der Freundin eines Kollegen auf Nimmerwiedersehen verschwunden.
    Seine Ehefrau sitzt zu Hause und weiß auch nicht wo ihr Mann hin ist.
    Lek hatte für den Kauf des Autos eine Bürgschaft übernommen.
    Alle Kollegen sind jetzt auf den Verschwundenen sauer, das ist klar.
    Die anderen haben Geld oder Freundin verloren.
    Im Prinzip kann man dann da einen Strich machen und neu anfangen.

    Lek hat jedoch mit größeren Nachwirkungen zu kämpfen.
    Eigentlich müsste er jetzt wegen der Bürgschaft die Raten des Autos an die Bank zahlen.
    Und er hat ja noch die Raten seines Hauses und seines Autos am Hals. Das ist zuviel.
    Das thailändische Recht gibt einem aber die Möglichkeit zu erklären, dass man kein Geld hat.
    Man darf 3 Jahre nichts besitzen, kein Geld haben, keine bezahlte Arbeit annehmen, und so weiter.
    Deswegen schicken wir unsere Geldüberweisungen nach Thailand jetzt nicht mehr auf Leks Konto.
    In Deutschland kann man bei einer Privatinsolvenz wenigstens soviel Geld behalten, dass es für den Unterhalt reicht.
    Lek hat aber nichts mehr.
    Immerhin hat er eine Frau, die jetzt seine Arbeit mit übernommen hat.
    Er hat sie angelernt und alles läuft jetzt auf ihren Namen. Auch ihr Bruder hilft mit.
    Und jetzt muss er noch zwei Jahre durchhalten, dann ist das mit der Bürgschaft erledigt.

    Das Luft war in der Frühe wieder sehr frisch.
    Auch am Tage war es nicht allzu heiß, gut auszuhalten.
    Von der partiellen Sonnenfinsternis heute über Thailand habe ich nichts gewusst und es erst aus den Nachrichten erfahren.

    Abendessen zu Hause




    Schau mal nach oben, hast Du die Wolken gesehen?



    Fortsetzung folgt

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Pustebacke

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    Super Bericht und schöne Fotos!

  4. #23
    Avatar von Claude

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    Zitat Zitat von moselbert",p="846177
    [b]15.1.2010
    ....
    Grund ist eine Bürgschaft.
    Lek hatte einen Arbeitskollegen, der hatte sich von vielen seiner Kollegen Geld geliehen, hatte ein Auto auf Raten gekauft, und war mit der Freundin eines Kollegen auf Nimmerwiedersehen verschwunden....
    Es ist mir vollkommen schleierhaft, warum Thais auf Thais reinfallen - die Geschichte ist ja immer gleich: Somchai leiht sich bei Pinoy viel Geld und verschwindet. Warum verstehen die Thais das nicht???

  5. #24
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    Zitat Zitat von Claude",p="846241

    Es ist mir vollkommen schleierhaft, warum Thais auf Thais reinfallen - die Geschichte ist ja immer gleich: Somchai leiht sich bei Pinoy viel Geld und verschwindet. Warum verstehen die Thais das nicht???
    Gibt`s wirklich öfters. Allerdings suchen sich die Thai`s schon die entsprechenden Hansel aus, mit denen sie so verfahren können.

  6. #25
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    Was das Ganze für mich noch rätselhafter macht, mein Stiefsohn kannte die Geschichte eines unserer entfernteren Nachbarn:

    Zitat Zitat von moselbert",p="140467
    EIN HAUS FÜR MILLIONEN

    Es war im Januar 2003.
    [...]
    Eines Tages besuchte uns dieser Nachbar und trug uns seine Geschichte vor.
    [...]
    Er hatte bei der Bank für den 100 Millionen Kredit eines Freundes gebürgt. Das Geschäft, das dieser aufbauen wollte, ging Pleite, der Freund verschwand.
    Wir hatten darüber ausführlich gesprochen, weil der uns sein Haus für 240 Millionen Baht verkaufen wollte.

    Deswegen habe ich für diesen Vorgang nur Kopfschütteln übrig. Meine Frau übrigens auch.

  7. #26
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    17.01.2010

    Muu ist wieder Zivilist. Er hat aus dem Tempel eine neue Figur für den Hausaltar mitgebracht.



    Heute besuchten wir drei Tempel in Nakhon Chaisi einer Kleinstadt zwischen Bangkok und der Provinzstadt Nakhon Pathom.

    Unsere Fahrstrecke (Quelle Google Maps)



    Zunächst waren wir am Wat Klang Bang Kaeo (B).







    Wie sehr viele thailändische Tempel liegt auch dieser an einem Gewässer.
    Schräg gegenüber befindet sich eine größere Industrieanlage.




  8. #27
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht


    Der nächste Tempel, den wir besuchten, war Wat Klang Ku Wiang (C).





    Hier waren Grundsteine für neue Gebäude in 9 verschiedenen Tempeln aufgestellt.



    In Anbetracht der Bedeutung des Tempels war er schlecht besucht.
    Das mag allerdings auch an der Uhrzeit und dem Wochentag gelegen haben.
    Angeblich sollte auch ein schwimmender Markt vorhanden sein, aber auch hier war nichts los.
    Vielleicht waren wir auch einfach nur zu spät dran.




  9. #28
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht


    Der dritte Tempel, den wir am heutigen Tage besuchten, war Wat Thaiyawat (D).





    Was macht man auf dieser Brücke bei Gegenverkehr?



    Hier wollte meine Frau Cousinen besuchen, die sich hier ein Haus gekauft hatten und Essen verkauften.
    Das Haus war allerdings verschlossen und niemand war zu Hause.
    Wie wir von Nachbarn erfuhren, war eine der Cousinen am Wochenende verstorben.

    An der Sai 4 gegenüber der Mahidol Universität aßen wir in dem etwas versteckt liegenden Restaurant Srisuwan (E).



    Männer sagen Khrab, Frauen Kha als Höflichkeitspartikel.
    Wenn aber Dong nach seiner Mutter ruft, antwortet sie mit Khrab.
    Wahrscheinlich nur so lange bis er es selber benutzt.



    Umgekehrt ist das genauso:
    Tonn sagt "kha" wenn er mit seiner Tochter kommuniziert.


    Sonnenuntergang in Bang Khae




    Fortsetzung folgt

  10. #29
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    20.01.2010

    Nachdem wir also vom Tode der Cousine meiner Frau erfahren hatten, fuhren wir am nächsten Tag zum Tempel Wat Mai Pradunkhet, in dem der Sarg der Cousine aufgebahrt war.
    Dieser Tempel liegt neben der Siedlung, in der meine Frau und ihre Verwandten aufgewachsen sind.

    Das Auto stellten wir am Bahnhof Sala Thammassop ab.


    Bahnhofsgebäude


    Fahrplan


    Impressionen aus der Siedlung


    Einige Häuser sind dem Kanalausbau zum Opfer gefallen.


    Aber das Geburtshaus meiner Frau steht noch.


    Beim Kanalausbau hat man die alte Holzbrücke durch eine neue ersetzt.


    Über die Brücke gelangt man zum Wat Mai, der schon in der Nachbarprovinz liegt, denn der Kanal bildet hier die Grenze.

  11. #30
    Avatar von moselbert

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    Re: Bangkok und Umgebung Anfang 2010 - Reisebericht

    Wat Mai Pradungket


    Eine Halle war festlich geschmückt.
    Auf den Stoffbahnen an den Säulen standen letzte Grüße von Familienangehörigen und Freunden.


    Der mit Blumen geschmückte Sarg



    Chomchid Nammueang *31. Okt. 2511 (1968) +17.Jan 2553 (2010)


    Die Cousine ist also nur 41 Jahre alt geworden.
    Sie war die Dritte von 4 Schwestern.
    Sie litt an Diabetes und war dem Alkohol nicht abgeneigt.
    Sie soll am kommenden Sonnabend den Flammen übergeben werden.

    Nach dem Besuch des Tempels fuhren wir zum Restaurant Sauplachongnongsri.


    Ich hatte Huhn in Gewürzblattern und Alufolie, auf dem Grill gegart. Es schmeckte sehr lecker.



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