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Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

Erstellt von avak, 13.02.2008, 20:28 Uhr · 103 Antworten · 7.777 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von avak

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    Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Hallo zusammen,

    seit letzten Samstag bin ich zurück von meiner 3-wöchigen Reise ins gelobte Land. Meine zweite Thailandreise hat mir wieder äußerst gut gefallen! Fast 1000 Bilder wollen sortiert werden, ein prall gefülltes Tagebuch und jede Menge guter, präsenter Erinnerungen warten auf ihre Verarbeitung für dieses Forum. Da ich das nicht hauptberuflich mache, bitte ich um ein wenig Geduld, wenn die Fortsetzungen mal ein paar Tage auf sich warten lassen.

    Ich habe wärend der gesamten Tour keinerlei Ärger oder Stress gehabt, hatte aber viel Spaß. Es wird viele Fotos von Land, Menschen, Märkten und Essen geben. Mit einer kleinen Reisetasche geht es los - ich habe aus meiner vorigen Reise gelernt und nehme nur das Nötigste mit.

    Trotz des quälend engen Sitzabstands fliege ich wieder ab Düsseldorf mit LTU (gehört jetzt zu Airberlin), da ich recht kurzfristig buchen musste und alle anderen Flieger ganz erheblich teurer gewesen wären (ca. 1000 €). Der Direktflug hat mich 770 € gekostet, das finde ich ganz okay für die Saison. Zum Flughafen chauffiert mich eine gute Freundin, sodass es ganz entspannt los gehen kann. Wir sind rechtzeitig da, und wir trinken einen letzten Kaffee vor dem Einchecken.

    Bei der Sicherheitskontrolle erlebe ich einen letzten Akt deutscher Pingeligkeit: meine Zahnpastatube wird konfisziert, denn es sind nur 100 ml an Flüssigkeit im Handgepäck erlaubt, die Tube fasst aber 125 ml. Mein Hinweis, dass die Tube doch fast leer sei und vielleicht eine Restmenge von 30 ml beinhaltet, interessiert den Beamten nicht. Also wird das brandgefährliche Teil konfisziert. Ich versuche, diesen Akt deutscher Behördenwillkür mit thailändischer Gelassenheit zu nehmen, was mir aber nicht wirklich gelingt.

    Im Flieger habe ich einen beschissenen Sitz an der Wand zur Toilette. Der lässt sich deshalb nicht richtig nach hinten neigen, eine ganz tolle Konstruktion. Der Airbus ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Neben mir nimmt eine ältere Dame Platz. Diese ist glücklicherweise nicht geschwätzig, sondern sehr nett und zurückhaltend. Was sie zu erzählen hat, ist durchaus interessant, denn sie war im Rahmen ihrer Entwicklungshilfetätigkeit schon unzählige Male in Thailand.

    Der Flug ist recht anstrengend, an Schlaf ist nicht zu denken, zumal ich mit meinen Knien an den Vordersitz stoße und keine bequeme Haltung finde. Ich schaue aus dem Fenster und genieße den prächtigen Sternenhimmel und die funkelnden Ortschaften darunter. Ich frage mich, wie es dort unten wohl aussehen mag. Nach einigen Stunden Flugzeit fällt mir eine sehr lange, vollkommen gleichmäßige Lichtschnur am Boden auf, eine Straße ist das nicht, zumal sie nicht durch Ortschaften führt. Anhand der mittlerweile verstrichenen Flugzeit vermute ich, dass es die Grenze zwischen Pakistan und Indien sein muss. Erinnerungen an die Mauer werden wach. Eine spätere Recherche mit Google Earth bestätigt meine Vermutung: diese Grenze ist stark befestigt und nachts höchstwahrscheinlich beleuchtet.

    Irgendwann bin ich doch kurz davor, einzuschlafen, aber jetzt wird es draußen hell . Ein schöner, aber kurzer Sonnenaufgang, denn wir fliegen der Sonne entgegen. Wir sind über Myanmar, da ist Thailand ja nicht mehr weit . Interessante Landschaft, ich sehe Berge, unzählige Flüsse, Stauseen, kleine Ackerflächen mit Bauernhäusern. Nach einem sehr bescheidenen Frühstück mit einem kalten, gummiartigen Brötchen, das immerhin von einer sehr freundlichen und gutaussehenden Stewardess serviert wird, erreichen wir endlich die beeindruckende Skyline von Bangkok.

    Ich bin überrascht, welch riesige Ausdehnung diese faszinierende Stadt hat! Ich freue mich wie ein kleiner Junge auf diese verrückte Metropole, die ich in bester Erinnerung habe. Und sie hat unerwartet viel Grün und auch beschauliche Ecken mitten in der City. Als der Flieger landet, bin ich hellwach und ziemlich aufgeregt.

    Der neue Flughafen empfängt uns mit seinem spröden, sterilen Charme. Ich mag ihn nicht. Aber die Beamten der Immigration sind perfekt organisiert und haben für unseren dicken Vogel reichlich Schalter geöffnet, sodass die Wartezeit bis zum Stempel im Pass keine 10 Minuten beträgt, klasse! Nach dem Aufnehmen des Gepäcks gehe ich mit meiner Sitznachbarin nach draußen. Die hat nämlich ein Hotel in der Sukhumvit gebucht und wird vom Hoteltaxi abgeholt. Ihr Angebot, mich mitzunehmen, nehme ich natürlich gerne an. So geht es in einem nagelneuen VW-Bus kostenlos und sehr komfortabel in die Sukhumvit Road, Soi 11.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Ich habe wärend der gesamten Tour keinerlei Ärger oder Stress gehabt,
    Avak,dass klinkt toll,aber Stress und Ärger hat man oft und das muß nicht ungesund sein,gehört zum Urlaub.

    Dann lese ich aber das:
    Im Flieger habe ich einen beschissenen Sitz an der Wand zur Toilette.
    Der Flug ist recht anstrengend
    Der neue Flughafen empfängt uns mit seinem spröden, sterilen Charme. Ich mag ihn nicht.
    OK,doch ein paar Unpässlichkeiten,dann bist du im Trent.

    Weiter mit deinem interessanten Bericht.

    Gruss

    Otto

    PS.bin auch gerade in Kölle,welchem Stadtteil gehörst du an?

  4. #3
    Avatar von Hippo

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Avak, gut geschrieben.

    Es kommen doch hoffentlich noch Bilder?

    Gruß Klaus

  5. #4
    Avatar von avak

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Die kleinen Unannehmlichkeiten, die ich beschrieben habe, waren nicht so schlimm - was ich sagen wollte, war eher, dass ich keine größeren Probleme hatte wie Diebstahl, Betrug, Unfälle, Krankheit, Ärger mit Polizei oder Zoll, handfeste Streitereien... Das finde ich keineswegs selbstverständlich!

    Und es kommen noch jede Menge Bilder! Ich brauche nur ein bisschen Zeit zum Sortieren und Aufbereiten.

  6. #5
    Avatar von Lupus

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Bangkok, Pattaya, Samed... das waren bisher auch immer die Stationen, die "meine" Besucher auf sich nehmen mussten. Da meine Freundin unter der Woche arbeiten muss ist man da ein wenig eingeschränkter, aber allen hats gefallen.

    Ich bin sehr gerne da.

  7. #6
    Avatar von avak

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Meine letzte Reise vor zwei Jahren endete in der Sukhumvit, Soi 4: http://www.nittaya.de/viewtopic.php?t=25364&start_t=15

    Ich beschließe, meine diesjährige Reise genau dort beginnen zu lassen, wo die letzte geendet hat. Damals war ich ja total verliebt und konnte die letzten Tage in Bangkok und dieses spannende Viertel nicht wirklich genießen, deshalb will ich das jetzt nachholen! Also laufe ich zu Fuß den kurzen Weg in die Soi 4. Das "White Orchid Inn" hat leider kein Zimmer mehr frei, aber es gibt genug andere Möglichkeiten - mein Gepäck ist klein, leicht, und der Tag noch jung. Nicht weit entfernt schaue ich mir ein einfaches, großes Zimmer im Khaosan-Stil für 500 B an, aber ich lehne es ab, denn der Laden ist mir zu schmuddelig. Schließlich lande ich im Swan Inn, ein sauberes Zimmer mit einem ziemlich durchgelegenen Bett für 600 B. Einchecken, auspacken, entspannen.

    So, jetzt aber raus aus dem Zimmer und ab in die Stadt! Ich bin kein bisschen müde mehr, und es zieht mich zum Chao Phraya. Ich nehme den Skytrain von Nana zu Saphan Taksin und steige dort in das Schnellboot zur Rama VIII Bridge. Ich genieße die flotte Fahrt über den großen Fluss, herrlich! Mein Boot hält leider nicht am Rama VIII Pier, sondern erst eine Station danach, am Thewet Pier.

    Aber egal, denn auch dort gibt es ein sehr schönes, etwas einfacheres Restaurant am Fluss. Es ist überaus preiswert, das Essen ist köstlich und der Ausblick auf den Chao Phraya und die Rama VIII Bridge ein Genuss. Ein Münchner Pärchen, das ich kennengelernt habe, nennt den Platz "romantisch".

    Am Pier gibt es Fischfutter zu kaufen, und die Biester prügeln sich richtig darum:



    Schließlich mache ich mich auf, die Gegend näher zu erkunden. Bin der einzige Farang hier, und das gefällt mir. Schlendere durch die Gassen und komme an einem Stand mit lebenden Schlangen vorbei.





    Dieses Motiv darf für einen typischen Thailandurlaub natürlich auch nicht fehlen:



    Mein Weg führt mich abseits der Touristenpfade an Garküchen, Handwerksläden und einfachen Wohnhäusern vorbei.














  8. #7
    Avatar von avak

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Hunde und Katzen dösen auf dem Gehsteig. Hier ist eine beschauliche Ecke ohne Verkehrslärm, und das mitten in der Stadt. Ich gehe an einem Geisterhäuschen vorbei...



    ...und erreiche einen Wat.














  9. #8
    Avatar von avak

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Nach einem bezaubernden Sonnenuntergang an der Rama VIII Bridge erreiche ich eine große Markthalle.





    Ich liebe Märkte! Diese Pracht an Farben und Gerüchen. Das ist speziell an Thailand: gerade auf Märkten begegne ich immer wieder sehr freundlichen Menschen, die sich meistens gerne fotografieren lassen, zumindest wenn man ihnen respektvoll und mit Zurückhaltung begegnet.















    Chillies trocknen in der Sonne.


  10. #9
    Avatar von Nimra

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    [quote="avak",p="564741"]Die kleinen Unannehmlichkeiten, die ich beschrieben habe, waren nicht so schlimm - was ich sagen wollte, war eher, dass ich keine größeren Probleme hatte wie Diebstahl, Betrug, Unfälle, Krankheit, Ärger mit Polizei oder Zoll, handfeste Streitereien... Das finde ich keineswegs selbstverständlich!

    Hallo @avak,

    Wenn man sich in jedem Land in dem man sich aufhält, zu benehmen weis, dürfte das nirgends ein Problem sein.

    Alles was du da aufzählst ist mir in meinen Urlauben noch nie passiert. Und ich reise schon seid 1989 nach SOA.

    Ansonsten schöner Bericht, bitte weiter.

    Gruß Nimra

  11. #10
    Avatar von avak

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    Re: Bangkok, Pattaya, Koh Samet 2008

    Nach Sonnenuntergang geht es zurück zum Pier, denn das letzte Boot fährt gegen 19 Uhr. Vorbei an einem Klong, einer wenig befahrenen, großen Straßenkreuzung (auch das gibt es in Bangkok!) und einfachen Restaurants.







    Die Bootsfahrt im Dunkeln ist sehr schön, da die hell erleuchteten Sehenswürdigkeiten wie der Königspalast und das Wat Arun gut zu sehen sind. Leider keine Fotos, denn auf dem schaukelnden Boot reichte dafür das Licht nicht mehr aus.

    Nach diesem intensiven ersten Tag in Bangkok kehre ich erschöpft, verschwitzt und glücklich in mein einfaches Hotelzimmer zurück und gönne mir erst mal eine Dusche. Danach ist Aufräumen angesagt.

    Ich falle müde und mit Kopfschmerzen ins Bett. Von draußen höre ich Musik, Motorgeräusche und das laute "Helloo, Sawatdee kaa, welcoooome" aus der gegenüberliegenden Coyote-Bar. Ich falle in einen komaähnlichen Tiefschlaf.

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