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Andy, Franz und Harry

Erstellt von MadMovie, 28.08.2005, 18:17 Uhr · 299 Antworten · 21.097 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von mipooh

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    Re: Andy, Franz und Harry

    wo kann man denn das?bin jetzt neidisch
    Ich auch.
    Gruss
    mipooh

  2.  
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  3. #12
    Avatar von MadMovie

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    Re: Andy, Franz und Harry

    @ mipooh, bigchang & all:

    Zitat Zitat von MadMovie",p="270548
    Geht heute Abend weiter...


    @ Jim Thompson,

    der eine oder andere ist dort mitunter anderer Meinung. ;-D

  4. #13
    Avatar von bigchang

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    Re: Andy, Franz und Harry

    Zitat Zitat von MadMovie",p="270606

    der eine oder andere ist dort mitunter anderer Meinung. ;-D

    wo???

  5. #14
    Avatar von Jim Thompson

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    Re: Andy, Franz und Harry

    @MM oder @SM, ist doch egal, uns scheint es hier recht gut zu gefallen. Also lass Dich bloß nicht blöd anmachen und mach weiter so.
    Immer gern gelesen ...

  6. #15
    Avatar von MadMovie

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    1.457

    Re: Andy, Franz und Harry

    6

    Ein zufälliger Beobachter hätte schnell ein Urteil gefällt: Schickes, kurzes Kleid, dezentes Make-up, teure Uhr - Freelancerin der höchsten Kategorie!
    “Meine Betreuerin von der Uni, Lily!” hörte Harry und zwang sich dazu, die Kinnlade wieder nach oben zu fahren und den Blick auf Andy zu richten.

    Deine Betreuerin in jeder Beziehung?” grinste Franz und entblößte seine Schneidezähne.
    “Sawadee khrap, khun Lily”, sagte Harry freundlich und machte artig einen Wai, der erwidert wurde.
    Franz schüttelte den Kopf. Was nur wieder in Harry gefahren war? Einen Wai gegenüber einer Frau, die er gar nicht näher kannte.
    “Soll ich das übersetzen, so wie es gemeint war?” giftete Andy in Richtung des vorlauten Franz.
    “Sawadee kaa!” strahlte die Schönheit sie an.
    Die zierliche Kellnerin wuselte um den Tisch und Lily bestellte nach einem kurzen Blick in die Speisekarte für alle.
    Franz, der immer vehement eine weibliche thailändische Begleitung abgelehnt hatte, überdachte gerade seine Einstellung angesichts dieses akademischen Fotomodells.

    “Ich möchte doch darum bitten, dass wir die Unterhaltung in Englisch fortsetzen - es wäre unhöflich gegenüber Lily, weiter Deutsch zu quatschen”, sagte Andy und übersetzte es freundlich grinsend.
    Das Essen wurde aufgetragen und alle stopften Reis, Gemüse und frittierten Fisch in sich hinein.

    Andy brach als erster die von ihm selbst aufgestellte Regel und erklärte mit vollem Mund auf Deutsch: “Was ihr nur immer habt? Lange nicht so scharf, wie die Fischsuppe von Ferenc in Ungarn!”
    Lily schaute ihn mit hoch gezogenen Augenbrauen an und Andy übersetzte artig, was er gerade gesagt hatte.

    “Treffpunkt Lokus?” zischte Harry seinem Freund Franz ins Ohr.
    Auf dem Weg zum hong naam überlegte Harry, in welchem Teil der dänischen Serie “Die Olsenbande” das gesagt worden war. Auf jeden Fall erinnerte es ihn an seinen Spitznamen, den er 1985 erhalten hatte, als es ihm beinahe gelungen war, ein Hotel in Moskau-Ostankino in die Luft zu sprengen - “Dynamit-Harry”.
    “Du hast doch gesagt, Egon, Treffpunkt Lokus!” feixte Franz, den Original-Dynamit-Harry zitierend.
    Fasziniert betrachtete er den auf- und abwandernden Strahl.
    “Das geht nicht gut, der kann nicht aus seiner Haut!”
    “Die Metamorphose hat schon begonnen. Ich hoffe, die Lily hat hervorragende pädagogische Qualitäten!”
    “Ein hoffnungsloser Fall”, war sich Franz sicher.
    “Bad guys have all the luck”, pfiff Harry vor sich hin.
    “Rod Stewart. Du hast nur ein Wort verändert!” Franz war hier der Experte für Rock- und Popmusik.
    “Falls jemals zwischen den beiden Süßen da draußen etwas laufen sollte, würde ich es als Letzter erfahren”, sagte Harry und zog den Reißverschluss wieder hoch. Dabei überlegte er, wen man als Spion für den Campus anheuern könnte.

    “So, dann wollen wir mal nach fragen, ob die noch Holzkügelchen hin und her schieben oder schon richtige Rechenmaschinen benutzen”, lachte Franz.
    “Erinnere den Andy nur nicht daran. Der wird behaupten, so etwas nie gesagt zu haben.”

    Als sie an den Tisch zurück kamen, waren Lily und Andy in ein Fachgespräch vertieft. Franz und Harry hatten zwar täglich mit Computern zu tun, waren aber keine Experten. Lily und Andy erklärten ihnen geduldig, worum es eigentlich ging: Sie hatten beide schon das Vordiplom für Business Administration und Informatik in der Tasche. Solche Fachleute wurden weltweit gesucht.
    Jeden zaghaften Hinweis, dass er ursprünglich nur widerwillig in dieses “Entwicklungsland” gereist war, hätte Andy entrüstet zurück gewiesen.
    Lily musste mal kurz für kleine Mädchen verschwinden und Andy nahm Harry beiseite:
    “Überlege dir gut, was du in der Email schreibst. Da läuft nichts und ich habe ihr gesagt, dass ich Frau und Kinder habe!”
    Die verheirateten Kerle sind die schlimmsten, dachte Harry, sagte aber nichts.


    wird fortgesetzt...

  7. #16
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Andy, Franz und Harry

    Also Harry55 (MM oder SM) mach einfach weiter.

    René

  8. #17
    Avatar von Jim Thompson

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    896

    Re: Andy, Franz und Harry

    Na siehste, es geht doch. Dann kann ich ja jetzt in´s Bett gehen ...

    O.K. ich höre jetzt auch auf!

  9. #18
    Avatar von MadMovie

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    Re: Andy, Franz und Harry

    Zitat Zitat von Rene",p="270650
    Also Harry55 (MM oder SM) mach einfach weiter.
    So lange keine Fotos von Senf-Näpfen gepostet werden... ;-D

    Gruß nach Berlin!

  10. #19
    Avatar von MadMovie

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    1.457

    Re: Andy, Franz und Harry

    7

    Andy und Lily verabschiedeten sich sehr bald mit dem Hinweis, morgen wieder zeitig auf dem Uni-Gelände sein zu müssen.
    “Wir sehen uns vielleicht am Wochenende”, drohte Andy.

    “Es steckt auf jeden Fall mehr dahinter. Es passt gar nicht zu Andy, etwas zu verschweigen, was die eigene Person ins Licht rückt, aber diesmal macht er es”, sinnierte Harry.
    “Fortsetzung der Tagung in Zimmer 408?” fragte Franz und nippte am Bier.
    “Wir warten.”
    “Worauf und auf wen vor allem?” Franz war jetzt neugierig geworden.
    “Von zwei verschiedenen Leuten in zwei völlig unterschiedlichen Internet-Foren wurde mir gesagt, ich solle mich treiben lassen.”

    “Ich kenne dich schon ein paar Jahre, du lässt dich nicht treiben, du planst! Was hast du diesmal ausgeheckt?” bohrte Franz.
    “Außerdem hast du mal gesagt, in den Internet-Foren hauen sich nur selbst ernannte Experten gegenseitig die Taschen voll!”
    “Ich halte es mit Andy: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!”
    “Das hat mal ein Politiker gesagt, ich weiß nur nicht mehr, ab es Churchill oder Adenauer war. Du weichst mir aus - warum sitzen wir hier noch rum? Ich habe Mekhong und Singha im Kühlschrank gebunkert!”
    Die Frage von Franz wurde schneller beantwortet, als er glaubte. Eine junge Frau mit glatten, langen schwarzen Haaren trat an den Tisch, murmelte:
    “Sawadee kaa!” und deutete einen Wai an.
    Franz hielt die zunächst für eine neue Kellnerin und wollte schon bestellen, aber Harry bat die Dame, Platz zu nehmen.

    “Das ist Pom, sie musste heute länger arbeiten!”
    “In Patpong?” griente Franz und kam sich ungeheuer witzig vor.
    “Jeder andere wäre für diese Frage in den Teich geflogen, das weißt du nur zu gut, mein lieber Franz!” drohte Harry.
    Pom machte große Augen und Harry übersetzte das Gesagte ohne den Hinweis auf Patpong. Die junge Frau verstand zwar mangels perfekter Englischkenntnisse nicht alles, hatte aber doch den Namen des verrufenen Distrikts heraus gehört.

    “I’m working at Pratuman Market”, sagte sie und überspielte ihre Abneigung gegenüber Franz mit einem Lächeln.
    “Warum habe ich nur Franz wieder einfliegen lassen, wo ich doch genau weiß, dass der jedes aufgestellte Fettnäpfchen zielsicher ansteuert”, schalt sich Harry.

    Franz musterte Pom und kam zu dem Schluss, dass sich Harry nicht unbedingt verbessert hatte. Sie hatte eine im Vergleich zu anderen Thaifrauen kräftige Statur, war aber nicht korpulent. Sie war ansehnlich, aber kein Vergleich mit der Verflossenen von Harry.

    Im weiteren Verlauf des Abends stieg Franz so langsam dahinter, was an der Neuen anders war: Sie hing Harry an den Lippen, sagte kaum ein Wort und gab ihm Feuer, wenn er rauchen wollte. Kein Vergleich mit der selbstbewussten Friseurmeisterin, die zwar nicht wusste, was sie wollte, aber das mit aller Kraft.

    Wenn Harry in diesem Fall konsequent weiter machte, mit Einladung nach Deutschland und allem Pipapo, dann sah Franz seine Felle davon schwimmen. Gute Freunde waren nicht so dick gesät und wer erst einmal unter die Fuchtel einer Frau geriet, war zwar nicht verloren, aber nicht mehr derselbe Freund wie vorher. Diese Erfahrung hatte Franz schon mehrfach gemacht.
    Er würde versuchen, diese Beziehung zu torpedieren, ohne dass die beiden es merkten. Stille Wasser sind tief, deshalb war diese Pom zehnmal gefährlicher als die Friseurin - so viel stand fest.


    wird fortgesetzt...

  11. #20
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Andy, Franz und Harry

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    René

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