Seite 11 von 40 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 400

Adolf in Thailand

Erstellt von waldi, 29.11.2003, 13:28 Uhr · 399 Antworten · 49.553 Aufrufe

  1. #101
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand

    Nakhorn Sawan liegt nicht im Isaan. Aber vielleicht wolltest du das damit auch gar nicht sagen.
    @chak

    stimmt, das wollte ich nicht damit sagen... :-)

    anyway - ihr bekommt heute noch eine fortsetzung... schreibe sie grad... :-)

    ...will auch gleich darauf hinweisen, es kommt der teil 20, ich habe einen fehler beim posten gemacht, ich habe teil 7 zweimal benannt... das heisst teil 8 habe ich auch teil 7 genannt, und das bessere ich jetzt aus, indem ich teil 19 dann teil 20 nenne... (also es fehlt keiner :-) )

    waldi

  2.  
    Anzeige
  3. #102
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand


    Teil 20:


    Adolf war wieder sehr glücklich!

    Die Liaison mit Lexy war nun endgültig vergessen, nun hatte er endlich eine richtig nette Frau gefunden. Er war sich sicher, das Oi die richtige sein muss. Adolf hatte nun noch acht Nächte vor sich, er wollte die restliche Zeit jetzt ganz Oi widmen.

    Nach einer ausgiebigen Dusche brach Adolf und Oi Richtung Rat-U-Thit Road auf. Als sie den Markt passierten, hörte Adolf seinen Namen lautstark schreien. Es war Pepperl, der Burgenländer.

    „Pai Nai?” fragte Pepperl. Adolf wollte auf Thai antworten, doch er wusste nicht, was er in Thai darauf sagen sollte, so antwortete er in Deutsch. „Wir wollen etwas essen gehen, Oi kennt den Weg“. „Ich kenne da ein hervorragendes Restaurant, gleich um die Ecke, die haben Thai und Farang-Food, folgt mir einfach“. „Klar, du kennst dich ja aus“, antwortete Adolf.

    Das diese zufällige Begegnung natürlich nicht zufällig war, ahnte Adolf nicht. Pepperl wartete schon über zwei Stunden auf Adolf. Er wusste, das er hier vorbeikommen wird. Pepperl hatte nun schon viel Zeit in Adolf investiert, nun wollte er bald seine Ernte einfahren.

    Sie fuhren in die Soi Sawasdee und kehrten in eine elegante, italienische Pizzeria ein.

    Als sie den klimatisierten Gastraum betraten, wurden sie freundlich von der Wirtin, eine rund 35jährige Thai, die mit einem Italiener aus Neapel verheiratet war, begrüßt. Man merkte, das Pepperl hier oft verkehrte. Pepperl nahm gleich am Stammtisch Platz und deutete Adolf und Oi, sich neben sich zu setzen. Oi war das ganze nicht ganz geheuer, noch nie hatte sie so ein elegantes Restaurant, das für die Fremden gedacht war, betreten. Sie wurde von der Chefin gefragt, was sie zu Essen wünscht. Schüchtern und zurückhaltend bestellte sie ihr Reisgericht und klammerte sich verlegen an Adolf.

    Adolf merkte natürlich nicht, das sich Oi sehr unwohl fühlte, er deutete ihre Anhänglichkeit als Zuneigung zu ihm und niemals würde er auf die Idee kommen, das Oi ganz einfach nur Angst vor der fremden Umgebung hatte. Oi staunte über die teure Einrichtung, kannte sie ja nur die Freiluft Fress Stände der Einheimischen. Sie saß schüchtern, eng neben Adolf, und streichelte unterm Tisch, zärtlich über Adolfs Beine.

    Pepperl und Adolf bestellten sich eine knackige Pizza, die frisch, in dem extra importierten Ofen aus Italien, zubereitet wurde.

    Plötzlich ging die Eingangstür auf, und ein schlanker, hochgewachsener, elegant wirkender Mann betrat die Gaststätte. Wie von der Tarantel gestochen, stürzte Pepperl zu ihm, begrüßte ihn überschwänglich und bat ihn, am Stammtisch Platz zu nehmen. Der Mann schaute etwas gelangweilt und abwertend auf Adolf und Oi, nahm dann aber doch Platz.

    „Darf ich vorstellen, das ist Iwan“, sagte Pepperl stolz.

    Iwan warf ein kurzes Hallo in die Runde, auf ein Händeschütteln legte er keinen Wert. Sogar Adolf war beeindruckt von der Erscheinung Iwan, - irgendwas Geheimnisvolles strahlte dieser Mann aus, das merkte er sofort.

    Iwan war Russlanddeutscher, aber nicht so einer, wie es die Deutschen gewohnt sind. Iwans Großvater war gebbürtiger Deutscher, er blieb nach seiner Gefangenschaft in Russland. Iwan war überdurchschnittlich intelligent, und hatte in Moskau, Deutsch und Englisch auf einer sehr renommierten Universität studiert. Nach dem Fall der Mauer kam er mit seiner Mutter, sein Vater war schon verstorben, und seinen zwei Brüdern nach Deutschland. Das er jetzt auf Phuket wohnte, hatte ganz bestimmte Gründe.

    Der Patong Tower, am Ende der Soi Sawasdee, der einen ehemaligen Gouverneur von Phuket gehört, war inzwischen fest in russischer Hand. Die Russen haben sich, ab der zwölften Etage bis zur achtzehnten Etage eingekauft, und vermitteln die renovierten Luxus Wohnungen per Time Sharing an ihre Landsleute. Iwan war in dieses Geschäft involviert, aber nebenbei machte er noch allerlei weitere Geschäfte. Iwan war ein eiskalter, berechnender Geschäftsmann und Menschen waren für ihn nur Schachfiguren in seinem voll durchdachten, ausgeklügelten, kalten Spiel. Die Barmädchen behandelte er wie Dreck, aber er zahlte gut und sah blendend aus. Somit liefen sie ihm, in Heerscharen nach und er wusste das ganz genau. Meist hatten die Russen aber eh ihre eigenen Gespielinnen dabei.

    Iwan benutzte Pepperl für niedere Wasserträger Dienste. Pepperl war wirklich nur ein kleiner Gauner, der auch nur benutzt wurde. Iwan hatte sich ein sehr lukratives Geschäft aufgebaut, das man, wenn man sarkastisch ist, eigentlich als das perfekte Gentleman Verbrechen bezeichnen könnte. Pepperl war eine kleiner Bauer im Brettspiel der Könige. Er würde niemals in dieses clevere Spiel eingeweiht werden, außerdem war er für so eine Sache viel zu dumm.

    Nun saßen sie da, ein eiskalt berechnender, intelligenter Russlanddeutscher, ein gescheiterter, benutzter Österreicher, eine scheue, käufliche Bardame, die über drei Jahre, primitivste Grundschule nicht hinausgekommen ist, und unser Beamter aus dem Arbeitsamt Mönchen Gladbach, der außer seiner Formblätter im Büro, nichts von der großen, weiten Welt wusste. Eine ironisch, makabre aber sehr gefährliche Kombination, - natürlich nur für bestimmte Personen.

    Das Essen kam, Adolf stürzte sich auf seine Salami Pizza, Oi stocherte in ihren Reis, Pepperl schnitt seine Pizza in kleine Teile und Iwan überlegte, ob er diese Figuren benutzen konnte.

    Iwans Geschäft war voll durchdacht, vom Anfang bis zum Ende. Als erstes besorgte er sich von den verschiedenen Mittelklasse Hotels, wo die meisten, alleinreisenden Herren aus aller Welt abstiegen, von den korrupten Nachtportieren, Reisepässe aller möglichen Nationalitäten. Gegen Bares kann man in Thailand eigentlich alles kaufen und das Personal dieser Hotels ist Nebengeschäften meist auch sehr aufgeschlossen.

    Das Internet, Iwan verfügte auch über hervorragende Kenntnisse in diesem Metier, war der wichtigste Teil in dieser Sache. Er holte sich einen anonymen Hotmail Account, - da er aber wusste, das die IP Nummern bei der Anmeldung und Abfrage registriert werden, wählte er sich immer mit seinem Laptop über eine kanadische Telefonnummer von Thailand aus, bei einen amerikanischen Provider, der die Online Gebühren über den Telefontarif berechnete, ein. Nachdem er eine E-Mail Adresse hatte, suchte er viele deutsche Bankverbindungsdaten von Mittelstandsfirmen in Deutschland, die eigentlich alle öffentlich auf der Homepage bekannt gegeben werden, aus den unzähligen Webauftritten raus.

    Danach gab er in den inzwischen, unzähligen Jobbörsen Annoncen auf, das er freiberufliche Kuriere für einen Flugticketservice für Geschäftsleute suchte. Dabei verwies er auf einen tatsächlich existierenden, seriösen Service auf der Seite www.business-???.com, und stellte sich als freier Ticket-Dealer mit diesem Service, bei den interessierten, meist Arbeitslosen vor. Diese greifen natürlich nach jedem Strohalm, und Iwan offerierte gute Verdienstmöglichkeiten, und er verlangte sehr bestimmt nach den Kontodaten seiner zukünftigen Mitarbeiter, schließlich muss er ja die Provisionen für ihre Arbeit dann irgendwohin überweisen, leuchtet ja jeden ein. Dann kam sein Bruder in Deutschland ins Spiel, dieser füllte ganz stinknormale Überweisungsformulare der Firmen aus dem Internet aus, und erteilte Überweisungsaufträge von ungeraden, vierstelligen Beträgen auf das Konto der neuen Mitarbeiter von Iwan. Keine Bank in Deutschland prüft eingeworfene Überweisungsformulare nach, sie überweisen einfach. Danach wird der neue Mitarbeiter wieder kontaktiert und informiert, das eine Fehlbuchung eines Business Kunden, der ein Ticket bezahlt hatte, versehentlich auf seinen Konto gelandet ist, er möge doch dieses Geld von seinen Konto abheben und per Western Union nach Thailand schicken.

    Ein Vorgang, den Hunderte Liebeskasper jeden Tag unzählig oft an ihre, ach so treuen Damen machen!

    Seine vermeintlichen, neuen Mitarbeiter können 5 bis 10% für ihre Unannehmlichkeiten abziehen. Diese naiven Dummköpfe sind natürlich erfreut, das sie schon Provisionen verdient haben, ohne etwas getan zu haben.
    Dann kommen so gewiefte Typen wie Pepperl ins Spiel, die dann das geschickte Bargeld mit den gestohlenen Reisepässen aus den Hotels, bei den Western Union Stellen in Thailand abholen. Dafür bekommt er auch so 5%. Thais können/wollen Farangs eh nicht unterscheiden und das Bild überprüft kein Mensch, außerdem gibt es keinen Anlass. Am Ende der Kette steht dann Iwan und steckt das Geld ein, ohne irgendwo in Erscheinung getreten zu sein, - und das nicht nur 10mal im Monat.

    Adolf war jetzt fertig mit seiner Pizza und wollte nun mit Oi Einkaufen gehen. Pepperl passte dies nicht so richtig ins Konzept, aber zurückhalten wollte er ihn auch nicht.

    Adolf und Oi verabschiedeten sich nun von Iwan und Pepperl, - er wusste, das diese beiden Geschäftsleute noch wichtige Sachen zu besprechen haben.

    Mit seiner HONDA Dream, Oi am Sozius, fuhr er zum OCEAN Shopping Center.

    Seine zukünftige Frau sollte schöne Kleider tragen!

    Das er sie heiraten wird, war ihm schon jetzt klar, sagte aber nichts zu Oi.
    Er wusste, soviel Glück, das er noch mal so ein bezauberndes, unschuldiges Wesen finden würde, hat er nicht. Auch bei Oi muss es Liebe auf dem ersten Blick sein, war sie doch so nett und lieb zu ihm.

    Oi war sich jetzt auch sicher und lächelte Adolf ins Gesicht:

    Das musste wirklich ein sehr reicher Mann sein!


    - Hang on, Guys -


  4. #103
    Avatar von dschai jen

    Registriert seit
    13.10.2003
    Beiträge
    437

    Re: Adolf in Thailand


    Hab ich das mit den Überweisungen nicht gestern erst im Fernsehen gesehen??

    Super Story und da Adolf ja noch 8 Tage Urlaub vor sich hat gibt es sicher noch einige Fettnäpfchen und Fallen in die er noch nicht getreten ist ;-D

    Gruß,

    Andreas

  5. #104
    irrlicht
    Avatar von irrlicht

    Re: Adolf in Thailand

    dschai jen schrieb:

    Hab ich das mit den Überweisungen nicht gestern erst im Fernsehen gesehen??
    stimmt, habe ich auch gesehen...

    aber die story ist super und ich bin gespannt wie's weitergeht. :bravo: :bravo: :bravo:

  6. #105
    Tilak1
    Avatar von Tilak1

    Re: Adolf in Thailand

    @Waldi,
    wie immer[schild=47,FF0000:80fd3fed79]Danke schön!![/schild:80fd3fed79]


    Bis dahin Andreas

  7. #106
    Harry55
    Avatar von Harry55

    Re: Adolf in Thailand

    @Waldi, dreimal Hut ab! :bravo:
    Habe deinen Fortsetzungsroman am Stück gelesen und bin schwer beeindruckt.
    Wann erscheint dein Buch? Einen Verlag hättest du auch schon? Das beeindruckt mich noch mehr, als die Story! (Ich mußte für "Traum von Tahiti" zuzahlen).
    Viele im Forum haben mich gefragt, warum ich zu feige wäre, mir eine Frau in Thailand zu suchen. Die Antwort liegt in deiner Geschichte und in meiner ("Märchenstunde" bitte lesen, bekam ebenso gute Kritiken von den alten Forum-Hasen).
    Ich hätte mich genauso dämlich wie Adolf angestellt. Da ich schon die ganze Welt bereist habe und überall (ob Tahiti oder USA) gut zurecht kam, neige ich auch zur Selbstüberschätzung. Unterschied zu Adolf: mein Englisch ist ein wenig besser und als Hobbyschriftsteller recherchiere ich vorher gründlich. Nach allem, was ich hier im Forum und woanders gelesen habe, müßte ich eigentlich meine Suwan im Isaan lassen; mache ich aber nicht. :-)
    Gruß von Harry55

  8. #107
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Adolf in Thailand

    recherchiere doch einfach mal nicht als Hobbyschriftsteller

  9. #108
    Harry55
    Avatar von Harry55

    Re: Adolf in Thailand

    @Petsch,
    jeder von uns ist eine multiple Persönlichkeit, das kann man nicht trennen. Ich bin gleichzeitig Reisender, Beobachter, Mann (die Augen sind meist hormongesteuert ) und Schreiberling, der seine Erlebnisse abspeichert, um sie später in irgendeinem Text verwenden zu können.
    Gruß Harry55

  10. #109
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Adolf in Thailand

    Dann gib das mit der multiplen-Person mal
    den TH-Behörden bekannt:
    damit hast Du gute Chancen auf ein "multiple entry" ;-D

  11. #110
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand



    Teil 21:

    Oi probierte einige Kleider. Da sie aber Thailänderin ist, fand die Anprobe nicht, wie bei einer teutonischen Frau, die mit 54 Teilen in der Umkleidekabine verschwinden, statt, sondern sie hielt sich die verschiedenen Teile nur an ihren Körper und befand die Größe als passend oder auch nicht.

    Adolf beobachtete sie dabei sehr genau und sein Verlangen nach dieser exotischen Schönheit stieg von Minute zu Minute. Er war so richtig verliebt. Eigentlich war er sein ganzes Leben noch nie so verliebt, das er die Schmetterlinge im Bauch spüren konnte. Jetzt war es aber so!

    Pepperl war in der Zwischenzeit bei Nok, der Barbesitzerin, zu Hause und plante mit ihr, wie die Beiden Kapital aus Oi und Adolf Beziehung schlagen könnten. Oi war das Mittel zum Zweck und würde sowieso machen, was Nok ihr befiehlt, das wusste Pepperl nur auch zu gut. Nok hatte Oi aus dem schmuddeligen Sing a Song in Phuket Town geholt, somit steht sie in ihrer Schuld, und das wusste Oi auch genau. Es ist in Thaikreisen immer noch üblich und eigentlich normal, das die Höhergestellten anschaffen, was die unteren zu tun haben. Darüber zu diskutieren verbietet ihnen die Kultur sowie die Hierarchie, und niemals würde es ein Untergestellter in Frage stellen. Beste Beispiele sind da auch die thailändischen Beamten, die manchmal das „gültige Recht“ so auslegen, wie es von den Oberen Beamten befohlen wird. Schergendienste sind das normalste der Welt in der thailändischen Gesellschaft und werden auch ohne wenn und aber ausgeführt.

    Oi entschied sich für eine Kombination zweier Blusen und zwei kurzen Röcken, die ihre schönen, aber kurzen Beine sehr gut zur Geltung brachten. Adolf war sehr überrascht, das die Rechnung unter einen Doppelnelson (1000 Baht) ausfiel. Außerdem war er glücklich, das er ihr so schöne Sachen kaufen durfte.

    Ja, durfte! Es kam ein ganz normaler Vorgang zum Tragen, den die meisten Männer immer noch nicht kapiert haben oder einfach nicht verstehen wollen. Sie wollen sich einfach nicht emanzipieren, wie es uns die westlichen Frauen vorgemacht haben, die letzten Jahrzehnte. Eine kluge Frau wird einen Mann immer soweit im Griff haben, das sie die Männer der Illusion erliegen lassen, mit ein wenig bauchpinseln jeden Wunsch erfüllt zu bekommen. Oi hatte da zwar keine großen Erfahrungen, aber irgendwie ist das bei allen Frauen auf dieser Welt im Erbgut enthalten. Freiwillig gibt man(n) immer eher als unter Zwang.

    Adolf bekam einen thailändischen Kuss (schnelles Hochziehen durch die Nase) links und rechts und Oi bedankte sich mit einen hohen Wai. Adolf war sehr gerührt über diese Geste und beim Verlassen des Shopping Centers sah er, wie Oi schüchtern in die angeschlossene Goldecke sah. Adolf war in Geberlaune und zog sie zu der gläsernen Vitrine. Oi war sehr überrascht und suchte sich eine 1 Baht Goldkette (rd. 15 Gramm) aus. Adolf bezahlte 5.500 Baht. Oi hatte noch nie erlebt, das jemand so viel Geld für sie ausgab, - einfach so!

    Sie fuhren zurück in das Gästehaus und hatten das erste Mal 5ex. Natürlich fiel das ganze etwas gehemmt aus, da Adolf nicht unbedingt der erfahrene Liebhaber war, aber es war sehr schön für ihn, so eine junge und schöne Frau im Bett zu haben. Die zugezogenen Vorhänge und der dadurch sehr finstere Raum störten ihn nicht. Für Oi war es mehr ein Dank für die schönen Sachen, die er ihr geschenkt hatte, aber irgendwie mochte sie diesen seltsamen Fremden.

    Am Abend fuhren sie in die Bangla Road um Oi’s Bar zu besuchen. Oi wurde gleich mit einen Riesen Anschiss von der Nok empfangen. Adolf konnte natürlich nichts verstehen und bestellte sich ein Carlsberg. Pepperl war nicht da, aber am anderen Ende der Barstraße sah Adolf diesen deutschen Glatzkopf wieder. „Macht dieser Typ eigentlich ewig Urlaub hier?“ dachte sich Adolf. Natürlich war der Typ wieder von mehreren Mädchen umringt und sie schäkerten alle mit ihm. Adolf zwang sich, nicht allzu oft hinzuschauen, aber es gelang ihm nur sehr mühsam. Immer wieder beobachtete er den komischen Kerl. Andauernd hatte er seine Finger an den lachenden Mädchen. Seltsam.

    „Warum bist du heute Nachmittag nicht nach Hause gekommen?“ bleckte Nok Oi an. „Ich war beim Farang“, versuchte sich Oi zu entschuldigen. „Wie viel Geld hat er dir gegeben?“ redete Nok sehr laut weiter. „Noch nichts, aber wir waren einkaufen, er hat mir Kleider und diese Goldkette gekauft.“

    Die anderen Mädchen begutachteten die Kette. „Morgen Nachmittag kommst du kurz nach Hause, wir haben etwas zu besprechen, und lass dir Geld vom Farang geben!“ beendete Nok das Gespräch mit Oi.

    Die anderen Mädchen begutachteten auch die neuen Kleider von Oi und wollten wissen, wo sie die Klamotten gekauft haben und was sie gekostet hatten.

    Oi setzte sich dann wieder artig zu Adolf und wischte ihm mit einen Erfrischungstuch seinen Schweiß von der Stirn. Danach schwänzelte sie um ihn herum und verwöhnte ihn abwechselnd mit Massagen und Zärtlichkeiten. Sie wusste sehr genau, das sie andauernd von der Nok beobachtet wurde und das sie böse auf sie ist. Oi überspielte aber die gespannte Situation und Adolf merkte nichts.

    Nach ein paar Carlsberg wollte Adolf nicht mehr in der lauten Barstraße bleiben und ging mit Oi, nachdem er die Barfine bezahlt hatte, noch Richtung Strand.

    Sie saßen noch eine Stunde auf der kleinen Mauer, die den Strand von der Straße teilte und hielten Händchen. Adolf hatte nur Augen für Oi und nahm sie etwas klammernd in den Arm. Oi lauschte dem Meerrauschen und träumte vor sich hin.

    „Hoffentlich schickt mich der Farang nicht so schnell fort.“

    Plötzlich ertönte ein sehr lauter Schrei aus Richtung des Wassers: „Adolf, what the hell are you doing here? You ....... .......“ Adolf zuckte etwas zusammen, dann sah er vier Körper leichtbekleidet auf sich zukommen. Es waren Mortimer und Charles, die mit zwei jungen Thai Boys beim Baden waren. Sie waren alle vier stark betrunken. Adolf verstand fast nichts, was die Beiden Engländer auf ihn, in feinsten Englisch, einhämmerten. Das sie aber von seiner Begleitung sehr beeindruckt waren, verstand er, und war sehr stolz.

    Nach kurzer Zeit verzogen sich die vier wieder ins Wasser und Adolf wollte gar nicht wissen, was sie da trieben. Adolf und Oi fuhren ins Gästehaus.

    Die Nacht verbrachten sie engumschlungen. Adolf konnte nicht gut schlafen, er wusste, das er morgen nur mehr eine Woche hier in diesen Paradies hatte.


    - Hang on, Guys -


Seite 11 von 40 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Adolf H. in Thailand
    Von big_cloud im Forum Sonstiges
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 12.03.07, 23:36