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Adolf in Thailand

Erstellt von waldi, 29.11.2003, 13:28 Uhr · 399 Antworten · 49.558 Aufrufe

  1. #91
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand

    Teil 17:


    “Was machst du eigentlich beruflich in Thailand?” fragte Adolf den Burgenländer.

    „Ich vermiete mehrere Wohnungen und habe eine Bar, hier in Patong Beach“, antwortete Pepperl stolz. „Früher war ich Goldgräber in Australien, ich hatte da mehrere Claim’s, im Hinterland von Sydney. Habe dann mit vierzig Jahren alles verkauft und seitdem genieße ich das Leben hier auf Phuket.“

    „Ja, das ist eine feine Sache, ich wünschte, ich hätte auch so ein Leben“, sagte Adolf etwas neidvoll.

    „Könntest du doch, so schwierig ist das nicht, hier in Thailand Fuß zu fassen, du brauchst nur die richtigen Kontakte und Beziehungen“, warf Pepperl ein. „Natürlich müsstest du gewisse Investitionen tätigen, das ist doch dir als selbstständiger, erfolgreicher Geschäftsmann, in der Leiharbeiterbranche, sicherlich kein Fremdwort.“ Adolfs Brust schwellte wieder etwas an. „Na klar weiß ich das, ohne Moos nix los, ist doch wohl klar, ich habe mir vor kurzen auch wieder einen neuen Ad hoc Manager für eine meiner Zweigstellen eingestellt.“
    Das Adolf seinen Bürokaufmann Lehrling im ersten Lehrjahr meinte, der die verschiedenen Abteilungen des Arbeitsamtes Mönchen Gladbach in seiner Lehre durchlaufen muss, wusste Pepperl nicht. Aber es war ja auch egal, Pepperl erzählte Adolf ja auch nicht, dass er sieben Jahre im Bezirksgefängnis von Penrith, ein Vorort von Sydney, wegen eines Raubüberfall, gesessen hatte, und danach sofort ausgewiesen wurde. Im australischen Knast hatte Pepperl, gezwungener Maßen, auch so gut Englisch gelernt. In Bangkok hatte er nach der Ausweisung einen Zwischenstop am Flughafen, und sich dann über Pattaya nach Phuket durchgeschlagen.

    „Wo ist denn deine Bar?“ fragte Adolf. „Gleich da drüben, in der Soi Kathoey.“ „Was??? Da sind doch nur umgebaute und Männer!“ war jetzt Adolf etwas irritiert. „Nein, das ist Blödsinn, das sind doch nur die vorderen Bars, dahinter sind ganz normale Bierbars mit Mädchen.“ erzählte Pepperl. „Echt? Glaube ich nicht!“ „Der ist ja nicht nur deppert, der ist auch noch arrogant“, dachte sich Pepperl.

    „Ne, ne, bei mir in der Bar arbeiten nur die besten Mädchen, eine schöner wie die andere. Jetzt habe ich noch geschlossen, aber heute Abend lade ich dich gerne auf ein Bier ein.“

    Adolf wollte sich das natürlich nicht entgehen lassen.

    Das die Bar nicht Pepperl gehörte, sondern seiner Ex Thai Freundin, mit der er gemeinsam seine undurchsichtigen Geschäfte durchzog, musste Adolf auch nicht wissen. Sein Part war deutschsprachige Gäste an die Bar ranschaffen, und zum Verweilen und Konsumieren zu animieren. Davon bekam er meist einen gewissen Anteil als Provision ausgezahlt, seine Getränke verrechnete Nok, die Ex, meist auch den Gästen, wenn sie schön besoffen waren. In den Touristenorten von Thailand wird für jede Vermittlung, egal ob das Touren, Tauchkurse, Schneider oder was auch immer, Provisionen bezahlt. Solche Schmeißfliegen, wie Pepperl, gibt es mehr als es sich die meisten Touristen vorstellen können. Die große Masse der Touristen weiß davon gar nichts, - muss auch nicht sein.

    Adolf war an eine extrem ausgebuffte Version dieser Spezies geraten.

    Pepperl und Adolf verabredeten sich für heute Abend in der Soi Kathoey. Adolf bezahlte die Rechnung, auch die Getränke, auf die ihn Pepperl vorher, großzügig eingeladen hatte. Adolf fuhr jetzt mit seinen frisch aufgepumpten Reifen in sein Gästehaus. Er legte sich ins Bett, um seinen leichten Rausch auszuschlafen, damit er Abends fit war.

    Der Tag neigte sich dem Ende zu, Adolf grunzte schnarchend, aber friedlich, in seinen Bett vor sich hin.

    Um 21.00 Uhr wachte er auf und nach einer ausgiebigen Dusche fuhr er, an diesem Tag, das zweite Mal, zum Mc Donalds in der Beach Road. Nachdem er ein weiteres Big Mac Menü verdrückt hatte, schlenderte er die Beach Road entlang. Alle 10 Sekunden wurde er von fliegenden Händlern angesprochen. Das war ihm dann doch zu nervig und er machte sich mit seinen Moped auf den Weg in die Soi Kathoey.

    Aufdringlich wurde er von den schrillen Geschöpfen, am Eingang zur Soi Kathoey, begrüßt. Einige trugen ihr aufgedackeltes Bühnenoutfit, das sie bei der Travestieshow, im Kabarett, am Ende der Straße, verwenden. Adolf blickte auch fasziniert auf die beiden sehr 5exy gekleideten Transvestiten, die auf dem kleinen Podest, im Eingangsbereich, tanzten. Man kann ja halten, was man will, von den Transen, aber die schöneren Frauen für den aufgeweckten Betrachter, sind sie allemal. Die Illusion wird hier absolut perfekt verpackt an den Mann bzw. Frau gebracht.

    Der Eingangsbereich war, wie jeden Abend, voll mit Touristen aus aller Welt. Ein babylonisches Sprachgewirr verdeutlichte ein internationales Flair, welches selten in der Welt so gebündelt auftritt. Da die Preise hier auch relativ hoch sind, kann man sich in etwa vorstellen, das dieses Business richtig Kohle produziert. Wer da im Hintergrund mit einflussreichen Thais, die Fäden in der Hand hält, würde die meisten erstaunen, - es ist aber nicht wichtig. Die beiden umsatzträchtigsten Straßen in Patong sind in der Hand von Leuten, die aus einen sehr schönen, kleinen Land in Europa kommen. Der prominenteste Auswanderer dieses Landes leitet seit kurzen einen Bundesstaat, der die viertgrößte Wirtschaftkraft auf der Welt hat.

    Adolf wurde von vielen betatscht, und animiert, gemeinsame Fotos mit den farbenprächtigen Paradiesvögeln zu machen, aber er kämpfte sich tapfer bis zu der Bar von Pepperl durch. Es war ein schwieriges Unterfangen, da er bei jeder Bar von mehreren Mädchen gezogen, an allen möglichen, heiklen Körperteilen berührt, und manchmal schon recht aggressiv zum Einkehren genötigt wurde.

    Tatsächlich saßen an den Bars jetzt „normale“ Bargirls, seine fundierten Infos waren wieder mal falsch.

    „Hallo, da bist du ja!“ wurde er von Pepperl empfangen. „Das ist der Komiker, von dem ich dir erzählt habe“, sagte Pepperl, unhörbar für Adolf, zu Nok, der Chefin der Bar.

    Überschwänglich freundlich wurde Adolf von den jungen Mädchen begrüßt. Sofort wurde er von zwei Schönen der Nacht in Besitz genommen und mit weißen Erfrischungstücher „behandelt“. Nok gab ihm gleich unaufgefordert ein Carlsberg, Adolf fühlte sich wieder als Mann bestätigt. Sollen ihm doch die Emanzen in seinen Heimatland alle am Allerwertesten lecken. Hier war er der begehrte Mann, dessen Fähigkeiten und Ausstrahlung geschätzt und erkannt wird. Seine Meinung, das die asiatischen Frauen ältere Gentlemen’s sehr schätzen, wurde wieder mal bestätigt. Das die Damen nur ihre perfekte Show abzogen, kam ihm zwar manchmal kurzzeitig in den Sinn, aber routiniert verdrängte er es. So denken nur Miesmacher und Emanzen, war er sich sicher. Er erlag sofort der perfekten Illusion, die hier gekonnt verkauft wird. Das sich die Herren der Schöpfung in einen Bereich der käuflichen Liebe bewegen, in dem nichts anderes außer Bares zählt, und ein knallhartes Geschäft ist, wird von den Meisten genauso verdrängt und schön geredet. Die Wahrheit will niemand wissen!

    „Alles ok? Geht es dir gut?“ wollte Pepperl wissen. „Ja, sehr gut, Mann, du hast schon ein schönes Leben hier. Jeden Tag die schönsten Mädchen, immer schön warm, jeden Abend Party, ich beneide dich wirklich“, erwiderte Adolf.

    Das Pepperl von den Thais gehasst wird, weil er ein kleiner, mieser Kleinkrimineller ist, wusste Adolf nicht. Auch Pepperl war sich da nicht so bewusst, hatte er doch einen Bonus, weil er immer neue Gäste an die Bar brachte. Die ganze Schmierenkomödie lebte von und –miteinander, und konnte auch nur deswegen so gut funktionieren. Eine perverse Situation, dessen sich fast kein Beteiligter bewusst ist.

    Die beiden Damen, die Adolf bearbeiteten, waren die Dienstältesten an der Bar, ihre Hemmschwelle war schon weit jenseits, von Gut und Böse, ihre Ambitionen, sich mit den unansehnlichsten Männern, abzugeben, waren gesteuert durch ihre Gier nach Geld.

    Adolf fiel auf, das auf anderen Seite der Bar, ein Mädchen gelangweilt und Cola trinkend rumlümmelte. Sie gefiel ihm auf Anhieb, weil sie nicht so aggressiv und bestimmt auf die Gäste zuging. Sie müsste so um die 30 Jahre alt sein, dachte er sich.

    „Wer ist das Mädchen da auf der anderen Seite?“ fragte er Pepperl. „Wart mal“, entgegnete Pepperl. „Was ist heute mit der Oi los, wieso hängt die so in den Seilen? Der deutsche Farang will sie haben“, fragte Pepperl Nok in Englisch. „Die hat ihre Menstruation“, erwiderte Nok.

    „Du bist schon ein Hund, das Mädchen da drüben ist erst seit gestern hier, sagte mir gerade Nok, woher wusstest du das?“ bauchpinselte Pepperl Adolf neckisch. „Na ja, sie schaut so unschuldig, ich sehe das sofort“, sagte Adolf.
    Oi arbeitete seit vielen Jahren im käuflichen Gewerbe, aber erst seit kurzen mit den Touristen, weil sie von den Einheimischen schon lange keiner mehr wollte. Darum sprach sie so gut wie kein Englisch.

    „Ja, die würde mir sehr gefallen, man sieht ihr, ihre Unerfahrenheit an.“ lächelte jetzt Adolf zu Oi.

    „Aber bei der musst du sehr vorsichtig und zurückhaltender sein. Die ist nicht so eine, - du weißt schon“, sagte Pepperl. „Na, und ob ich das weiß, schließlich bin ich ja oft hier.“

    „Oi, der Farang mit der roten Nase ist interessiert an dir“, sagte jetzt Nok in Thai. „Ja, ich weiß schon, der glotzt dauernd zu mir rüber“. „Setz dich zu ihm!“ kommandierte jetzt Nok. Gleichzeitig befahl sie den Beiden, die neben Adolf saßen, zu verschwinden, und die vorbeilaufenden Farangs wieder ranzuziehen. Sofort machten die drei Mädchen, was die Chefin befohlen hatte. Nok war die unbestrittene Nummer Eins in der Hierarchie an der Bar, und niemals käme ein Mädchen auf die Idee, eine Anweisung anzuzweifeln, ganz geschweige, sie nicht sofort auszuführen.

    Oi setzte sich zu Adolf und sofort wischte sie mit einen Erfrischungstuch seinen Schweiß von der Stirn. Adolf war fasziniert von ihr. „Du gefällst ihr, das sieht man sofort“, legte jetzt Pepperl nach.
    „Ja, du hast recht, das ist eine ganz liebe, die gefällt mir sehr!“

    Pepperl ließ die Beiden jetzt alleine und ging zu Nok, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

    Da weder Adolf noch Oi Englisch sprachen, bestand ihre „Unterhaltung“ auf gegenseitiges Knutschen und Kuscheln. Oi war es zwar zuwider, aber routiniert ließ sie alles geschehen. Adolf war begeistert, wie nett und lieb diese Oi war.

    Der Abend nahm seinen Lauf und Adolf fühlte sich mal wieder, wie im Paradies. Kurz vor 02.00 Uhr war Adolf soweit bearbeitet, das er jede Summe für seine Oi ausgeben würde. Er löste sie aus und wollte mit ihr in sein Gästehaus. Schließlich war es Liebe auf den ersten Blick. Sie hatte die ganze Zeit, auf so einen, wie ihm, gewartet.

    ...und damit hatte er nicht mal unrecht!


    - Hang on, Guys -




  2.  
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  3. #92
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Adolf in Thailand

    Hallo Waldi,

    ich lese Deine Geschichte mit einem breiten Grinsen seit Anfang mit. Mittlerweile bekomme ich aber schon fast Mitleid mit dem armen Adolf, bloss wer sich auf´s Glatteis begibt sollte sich dann auch nicht wundern, das er staendig auf die Fresse faellt. Ich habe Patong by night 2mal gesehen, und das hat mir mehr als gereicht. Jeder wie er mag -keine Frage- aber an wievielen "Adolfs" ich damals vorbeigekommen bin, kann ich gar nicht zaehlen...

    dersichaufdienaechsteepisodefreut hello_farang

  4. #93
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand



    Teil 18:


    Die Sonne blinzelte gerade über die Erdwölbung hervor, als Oi, durch das laute Schnarchen, neben Adolf aufwachte.

    Sie schaute neben sich und sah, für ihre Begriffe, einen seltsamen, aber irgendwie lustigen Mann. Sie ließ die letzte Nacht, nochmals vor ihren geistigen Auge ablaufen und war irritiert. Ihre Erfahrungen mit Farangs waren bis jetzt, auf zwei Männer begrenzt. Adolf war der Dritte, mit dem sie eine Nacht verbracht hatte. Diese komischen Farangs waren so ganz anders, als die Thai Männer, die sie zu Hunderten schon bedient hatte. Die genaue Zahl wusste sie natürlich nicht, aber es waren sehr viele.

    Sie richtete sich auf und beobachtete Adolf sehr aufmerksam und genau, wie er so friedlich, vor sich hingrunzte.

    „Was wollen diese Farangs eigentlich von uns?“ dachte sie sich, während Adolf einen kleinen Furz zum Besten gab. „Wieso kommen die von soweit her, um dann, in unseren Land, sich so fremdartig zu benehmen?“

    Oi hatte einfach viel zu wenig Erfahrung mit Farangs, das sie verstehen konnte, warum sich westliche Menschen so verhalten, wie sie sich verhalten.

    Sie kannte nur die thailändischen Freier, die sie all die letzten Jahre bedient hatte. Als sie dann langsam, aber sicher älter wurde, fand sie sich irgendwann in einen Sing-a-Song in den Straßen von Surin Soi I bis III, in der Hafengegend von Phuket Town, wieder. Sie folgte damals einer Freundin aus Trang, die ihr die tollsten Sachen aus der Provinz Phuket erzählte. Oi wuchs, genau wie ihre Freundin, in einen kleinen Vorort von Trang auf. Das, in diesem Sing-a-Song, der Thai Chinesen gehörte, aber hauptsächlich Seeleute burmesischer und laotischer Herkunft verkehrten, hatte die Freundin nicht erzählt.

    Die Burmesen waren die schlimmsten, sie kannte zwar schon viele Repressalien von den thailändischen Freiern, aber das, was sie hier erlebte, kannte sie nicht.

    Sie merkte aber sehr schnell, das die Seeleute relativ viel Geld für thailändische Verhältnisse einstecken hatten. Viele arbeiteten auf den Versorgungsschiffen verschiedener Touristeninseln, oder auch auf den unzähligen Fähren, die die Touristen an alle möglichen Ausflugziele in die Umgebung von Phuket brachten.

    Wenn die besoffen waren, und das waren sie jedes Mal, wenn sie in ihren Sing-a-Song auftauchten, waren sie unberechenbar. Sehr oft wurde sie geschlagen und gedemütigt, aber sie wusste genau, das sie sich niemals an die Betreiber des Sing-a-Song wenden konnte, weil sie dann erst recht Ärger bekommt. Außerdem brauchte sie das Geld, Phuket ist sehr teuer, auch oder gerade für die Thais.

    Von den Einheimischen, die meist in irgendwelche Geschäfte reingeboren werden, oder schon betrieben, wurde sie geächtet.

    Die Phuket Thais wollen von den zugezogenen Landsleuten wenig bis nichts wissen, sie betrachten ihre eigenen Landsleute als eine oder mehrere Stufen tiefer.

    Sie war sehr froh, als sie vor zwei Wochen, auf einer Geburtstagsfeier in Phuket Town, die Nok, die eine gutgehende Bar in Patong Beach betrieb, kennen lernte. Nok hatte sie mitgenommen und sie gab ihr auch ein Darlehen von 2.000 Baht als Startkapital.

    Leider hatte sie, in den letzten zwei Wochen, eben nur diese zwei Farangs, - aus welchen Land die kamen, wusste sie nicht mehr. Sie wusste sehr gut, das sie Null Englisch sprach, und das war sehr schlecht für das Geschäft mit den Farangs. Viele wendeten sich von ihr ab, weil die anderen Mädchen, Scherze in besseren Englisch, mit den Fremden machten.

    Adolf sprach im Schlaf plötzlich seltsame Wörter, in einer für sie völlig unbekannten Sprache, und er drehte sich im Schlaf um, - und wieder ließ er seinen menschlichen Bedürfnissen freien Lauf, indem er einen Furz direkt in ihre Richtung abließ. Sie schmunzelte, kannte sie doch diese Ausdünstungen von ihren Vater in der kleinen Hütte, in der sie aufgewachsen war.

    Oi legte das weiße Bettlaken wieder über Adolf und begab sich in das Badezimmer. Sie betrachtete sich selber, und war überrascht, das ihre Menstruation diesmal so schwach ausfiel. Sie begab sich in die Duschkabine und gönnte sich eine lange und ausgiebige Dusche. Sie war sehr beeindruckt von den schönen Badezimmern, die diese Herbergen für die Fremden boten.

    Nachdem sie ihre ausgiebige Körperpflege beendet hatte, legte sie sich wieder zu Adolf ins Bett. Gerne hätte sie den großen Fernseher eingeschaltet, aber das traute sie sich dann doch nicht.

    Sie betrachtete Adolf wieder sehr aufmerksam.

    Leicht berührte sie seine hellhäutige Haut und amüsierte sich über die vielen feinen Härchen an seiner Haut. Sie war sehr angetan von diesem Fremden, vor allen, weil er letzte Nacht sehr zurückhaltend war, weil sie ihm sagte, das sie ihre Regel hat.

    Noch nie hatte jemand darauf Rücksicht genommen.

    „Dieser Mann musste sehr reich sein“, dachte sie sich und vertiefte sich in einen Art Traum. Sie hakte sich bei ihm ein und schmiegte sich behutsam an seine Schulter. Sein unangenehmer Geruch aus seinem Achselbereich störte sie nicht.

    Adolf bewegte sich wieder, war er doch eine weitere Person beim Schlafen nicht gewöhnt, aber er wachte nicht auf, im Gegenteil, er befand sich mitten in einen tiefen Traum.

    Er war gerade als Personal Manager von SIEMENS bei einer wichtigen Verhandlung, ...mit einer asiatischen Telekommunikationsgruppe in Hong Kong. Er war der stellvertretende Vorsitzende einer hochrangigen Delegation aus Deutschland. Angeführt wurde diese Gruppe von seinem geliebten Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Er saß neben ihm und handelte gerade einen Wirtschaftsdeal in Milliardenhöhe zwischen Deutschland und China aus.

    Oi fiel das Lächeln von Adolf, im Schlaf, zwar auf, aber sie deutete es als ganz was anderes.

    Es gefiel ihr, wie Adolf so vor sich hinlächelte. Sie küsste ihn mit einen thailändischen Kuss, indem sie ganz nah an seine Wange ging, und mit der Nase ruckartig seinen Duft einzog.

    Adolf lächelte jetzt noch mehr, hatte er doch gerade den Zuschlag vom chinesischen Premierminister für seine Personalpolitik in einen chinesisch/deutschen Milliardendeal bekommen.

    Oi schlief wieder ein.

    Plötzlich klopfte es an der Tür.

    „Sorry, clean, clean the room“, schallte es an der Tür.

    Adolf und Oi wachten gleichzeitig auf…



    - Hang on, Guys -


  5. #94
    woody
    Avatar von woody

    Re: Adolf in Thailand

    Hallo waldi,
    Deine story gefällt mir von mal zu mal besser: die gelungene Schilderung der Expat-Spezies ´Pepperl´ und dann noch der zeitgenössische Zusammenhang mit Herrn Bundeskanzler Kohl ;-D ,aber auch die Schilderung des Charakters der im Faranggeschäft neuen Oi, mit der wohl viele von uns Farangtouries Bekanntschaft gemacht haben, kurz gesagt: -Nicht schlecht Herr Specht-

  6. #95
    Tilak1
    Avatar von Tilak1

    Re: Adolf in Thailand

    @Waldi,
    was ist los?bist Du nicht gut reingerutscht mit Adolf?
    Schreib doch biiiiiiiiiiiiitte Weiter.


    Bis dahin Andreas

  7. #96
    irrlicht
    Avatar von irrlicht

    Re: Adolf in Thailand

    @waldi,

    ich schliesse mich dem andreas an.

    bitte weiter !!!

    gruss
    irrlicht

  8. #97
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274

    Re: Adolf in Thailand

    off topic

    waldi,

    kannst du andeutungsweise (wenig, normal, stark) schreiben,
    welchen Einfluß die Nahkon Sawan Community in Phuket hat?

    tia
    Michael

  9. #98
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Adolf in Thailand

    waldi,

    kannst du andeutungsweise (wenig, normal, stark) schreiben,
    welchen Einfluß die Nahkon Sawan Community in Phuket hat?
    @phimax

    ich verstehe deine frage nicht...

    du willst wissen, was Leute aus dieser Stadt auf HKT zum Sagen haben?

    normalerweise haben NON Phuket Thais auf Phuket gar keinen Einfluß...

    geborene HKT Thais lassen sich von anderen Thais (aus anderen Provinzen) garnix "Sagen", speziell von den Isaan Thais wollen sie überhaupt nichts wissen... (kennst doch die Hierarchien unter Thais)

    aber ich denke, du willst ganz was anderes fragen bzw. wissen...

    schick mal PM mit detaillierteren Angaben ...wennste willst

    Gruß

    waldi

  10. #99
    Holger
    Avatar von Holger

    Re: Adolf in Thailand

    Mach doch bitte weiter :-(
    Story echt Super :bravo:
    Gruß Holger

  11. #100
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Adolf in Thailand

    Nakhorn Sawan liegt nicht im Isaan. Aber vielleicht wolltest du das damit auch gar nicht sagen.

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