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Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

Erstellt von MadMovie, 05.02.2005, 17:32 Uhr · 170 Antworten · 12.610 Aufrufe

  1. #111
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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Kapitel 17

    Weihnachten stand vor der Tür. Und da alle zusammen los zogen, verlief der Einkauf der Weihnachtsgeschenke völlig anders, als in Deutschland, wo man möglichst einen geheimnisvollen Schleier über alles breitete, um dann am Heiligen Abend in glänzende Augen blicken zu können.
    Nong, Peter und Bernd machten sich einen Spass daraus, auf irgendein Produkt in einem Regal zu zeigen und den zu Beschenkenden anzulächeln.
    Ein Lächeln zurück oder ein Kopfschütteln genügte als Antwort.
    Sie schlenderten durch Patong und kauften eigentlich nur Kleinigkeiten, bis sie an einem Juwelierladen vorbei kamen. Bernd drängte das Paar fast hinein, die beiden wären weiter gelaufen.
    Peter zeigte auf die Auslagen mit den goldenen Ringen. Nong machte eine vage, abwehrende Geste, aber ihre Augen leuchteten.
    Die Ladenbesitzerin sah, wie unschlüssig die potenziellen Käufer waren und versicherte wortreich zweisprachig, dass es qualitativ höherwertiges Gold sei, als das Thaigold, aus dem die beliebten schweren Ketten gefertigt würden.
    Sie probierten verschiedene Ringe. Als Peter nach dem Preis fragte und die Antwort erhielt, ließ Bernd einen leisen Pfiff ertönen.
    Nong hob die Hand und verhandelte mit der Ladenbesitzerin, mit dem Ergebnis, dass sie einen erheblichen Rabatt aushandelte. Bernd rechnete nach und kam auf mehr als 10 Prozent.
    Peter zückte schweren Herzens die Kreditkarte. Er würde im Januar mehrere Artikel verkaufen müssen, um das Finanzloch wenigstens zum Teil stopfen zu können.
    Auf dem Rückweg kamen sie am Ocean Plaza an der Thavee Wong Road vorbei und besuchten den Drogeriemarkt im Kellergeschoss.
    Hier gab es ein Wiedersehen mit Familie Werner. Nach der Begrüßung nahm Wolfgang Peter beiseite:
    “Schade, dass es gestern so spät geworden ist und wir gar nicht mehr über das modernste Tsunami-Frühwarnsystem der Welt reden konnten. Im nächsten Monat will ich mir das mal im Geo-Forschungszentrum Potsdam ansehen. Es ist serienreif und du wirst es nicht glauben, Peter, es kann starke Tiefenströmungen binnen Sekunden von Tsunamis unterscheiden und meldet der Seefahrt auch Freak Waves...”
    “Ich bremse deine Begeisterung nur ungern, Wolfgang. Was heißt ‘serienreif‘? Nach meiner Rechnung braucht man davon nur drei: Atlantischer Ozean, Mittelmeer und Indischer Ozean. Die Amerikaner haben schon eines im Pazifik.”
    “Ja, aber das ist veraltet, unzuverlässig und liefert Fehlalarme.”
    “Wir treffen uns heute Abend im Hotel, setzen uns zusammen und ich schreibe alles auf, okay?”
    “Ja, ich komme. - Weißt du, was mir noch aufgefallen ist?”
    Peter schüttelte den Kopf. Manchmal konnte der Wissenschaftler auch nerven.
    “Der Drogeriemarkt ist eine Todesfalle, falls das Meer mal überschwappt. Dafür hätte es in Deutschland vermutlich keine Baugenehmigung gegeben.”
    Bernd war zu ihnen getreten und hatte das Letzte mitbekommen.
    “Kennst du den schon, Wolfgang? Ein Unternehmer aus Amerika und ein deutscher wetten, wer am schnellsten ein Firmengebäude hoch ziehen kann.
    Nach ein paar Wochen kommt ein Fax aus den USA: ‘Noch 30 Tage und der Bau steht.’ Der Deutsche schickt ein Fax zurück: ‘Noch 30 Formulare und wir haben die Baugenehmigung in der Tasche!’”


    wird fortgesetzt...

  2.  
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  3. #112
    Avatar von MadMovie

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Fortsetzung Kapitel 17

    Nong gingen zwei Dinge nicht aus dem Kopf:
    Zum einen wusste sie nicht, wer der Mann war, der sie telefonisch gewarnt hatte. Sie würde auf keinen Fall Phuket verlassen, sondern bei Peter bleiben. Zum Anderen wollte sie unbedingt zum Weihnachtsfest selbst kochen, schon um Peter zu beweisen, dass sie das auch konnte. Aber sie hatte hier keine Küche und ihre linke Hand war auch noch nicht wieder voll einsatzfähig.
    Eine Küchenhilfe wäre nicht schlecht. Lek? Nein, die kam nicht in Frage.
    Sie verwarf den Gedanken gleich wieder. Nong überlegte weiter. Wen kannte sie noch in Patong? Pon! Warum war sie nicht gleich darauf gekommen!
    Pon kannte sie noch aus der Zeit, als diese in der Caféteria des Landwirtschafts-Ministeriums gearbeitet hatte. Dann war Pon nach Phuket gegangen, hatte als Kellnerin begonnen und jetzt gehörte ihr selbst ein kleines Restaurant an der Strasse nach Phuket Town. Nong griff zum Handy.
    Während dessen saßen Wolfgang Werner, Peter und Bernd auf dem Balkon des Nebenzimmers, genossen die abendliche Aussicht auf die Patong Bay und tranken Bier.
    “Ich würde gern einen Interviewtermin mit dem Vorstandsvorsitzenden des GeoForschungszentrums Potsdam vereinbaren und wir würden uns dort im Januar treffen.”
    Peter hatte im Hinterkopf, eine ganze Artikelserie daraus zu machen, denn als freier Journalist musste er jedes interessante Thema aufgreifen, bevor jemand anderes von einem Redaktionsleiter damit beauftragt wurde.
    “Das können wir machen“, sagte Dr. Werner, “kein Problem. Nur noch zwei Sätze dazu...”
    Bernd rutschte auf dem Plastikstuhl unruhig hin und her. “Zwei Sätze” konnte bei einem Wissenschaftler ein Vortrag in der Länge einer Vorlesung bedeuten.
    “Ich sagte bereits gestern, die Kollegen haben das modernste Frühwarnsystem der Welt entwickelt. Vom Grundprinzip unterscheidet es sich nur wenig vom System der Amerikaner. Neu entwickelt wurden die Drucksensoren am Meeresboden. Die Anzahl der Messdaten, die gleichzeitig in Echtzeit ausgewertet werden können, ist beeindruckend. Die Amerikaner haben schon reges Interesse an der Auswertesoftware bekundet und werden die wohl kaufen. Aber das kann dir ja Professor Emmermann nächsten Monat viel besser erklären.”
    Bernd war beeindruckt. Wolfgang hatte nur das Dreifache an Sätzen benötigt, wie angekündigt. Aber er freute sich zu früh, Dr. Werner war noch nicht fertig.
    “Die Potsdamer haben ein eigenes Netz, um Erd- und Seebeben rechtzeitig zu erkennen - GEOFON, übrigens auch zwei Stationen hier im Indischen Ozean.”
    Bernd schenkte Bier nach und Peter vervollständigte seine Notizen.
    Die Verbindungstür wurde vorsichtig geöffnet und Nong huschte ins Zimmer.
    “Sawadee khaa, Khun Wolfgang. Sie haben gestern vieles über Katastrophen erzählt. Was ist mit meiner Heimat?”
    “Die Gefährdung für Thailand? Dazu kann ich nicht viel sagen, weil meines Wissens nach die Topografie des Meeresbodens des Indischen Ozeans nirgendwo vollständig erfasst ist und niemand zuverlässig die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Tsunamis berechnen kann. Viel mehr gefährdet ist Indonesien. Am 27. August 1883 explodierte die Vulkaninsel Krakatau in der Sunda-Strasse. Die davon ausgelöste Tsunami war vierzig Meter hoch und 36000 Menschen verloren ihr Leben. Sogar im Ärmelkanal stieg der Wasserstand.”
    Wolfgang Werner nippte am Bierglas.
    “Aber das war nicht die Frage. Bangkoks Untergrund ist so beschaffen, dass seismische Schwingungen um ein Mehrfaches verstärkt werden.
    Ich bin nicht der Experte dafür, aber ein Beben ab 5,7 Richter-Skala würde ausreichen und Bangkok würde wie ein Kartenhaus zusammen fallen.”
    Bernd schenkte Bier nach und Nong zog einen Stuhl heran.
    “Wie realistisch ist das?” fragte die junge Frau besorgt.
    “Eher unwahrscheinlich. Die meisten Beben werden in Süd-China registriert, weit genug weg.” Dr. Werner lächelte.
    “Du hast gestern etwas gesagt von Erdplatten, die gegeneinander stossen”, sagte Bernd.
    “Ja, richtig, westlich von hier im Indischen Ozean treffen die Indische, die Australische und die Burma-Platte aufeinander. Diese Platten bewegen sich, schieben sich teilweise untereinander und erzeugen Spannungen. Irgendwann kommt es zur Freisetzung dieser Energie. Ich weiß nur nicht, ob das morgen oder in hundert Jahren sein wird.”



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  4. #113
    Avatar von MadMovie

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Fortsetzung Kapitel 17

    Pairat hatte diesmal an alles gedacht. Nichts durfte diesmal schief gehen.
    Der Plan war eigentlich perfekt. Er hatte eine zusammenklappbare Kiste, blaue Overalls und einen Kleintransporter besorgen lassen, den seine Männer gerade mittels Schablone und Farbspraydosen mit dem Schriftzug eines erfundenen Klempnerbetriebes versahen. Man murrte zwar im Stillen über die ungewohnte Arbeit, aber sie erledigten das zur Zufriedenheit ihres Chefs.
    Pairat hatte ihnen unerschöpfliche Einnahmequellen versprochen, wenn erst einmal Potaram gestürzt war und sie an den Schalthebeln der Macht saßen.
    In der Patong Bay dümpelte ein gechartertes Schiff vor Anker, keine teure Hochsee-Yacht, die wäre zu auffällig gewesen, sondern ein stabiler Fischkutter. Pairat rieb sich die Hände. Diesmal würde es klappen, es war vielleicht die letzte Chance...


    Auch Nong hatte an alles gedacht, nur nicht daran, Pon in alles einzuweihen, was in der Zwischenzeit passiert war. Der Schock über den Tod ihrer Freundin Wan saß noch tief, auch wenn Nong sich das nicht anmerken ließ.
    Die quirlige, vor Ideen sprühende Pon hatte ihnen einen Nebenraum in ihrem Restaurant reserviert und dort sogar einen Plastikweihnachtsbaum geschmückt, weil sie wusste, dass die deutschen Gäste sich darüber freuen würden. Nong hatte sehr schnell das Vorhaben aufgeben müssen, selbst zu kochen. Die resolute ältere Köchin ließ sich von niemanden rein reden.
    Peter und Bernd waren gerade beim ersten Bier, da traf Familie Werner ein, die man ebenfalls geladen hatte. Sogar die 16Jahrige Susann hatte auf einen Bummel mit ihren skandinavischen Freunden verzichtet.
    Nong bat darum, dass man ihr Weihnachtsbräuche aus Deutschland erklärte und Dr. Werner beauftragte mit strenger Miene seine Tochter damit, weil ihre Schulnote in Englisch zur Sorge Anlass gab. Frau Birgit Werner unterhielt sich mit Pon und bat um thailändische Kochrezepte, die sie nach dem Urlaub zu Hause in Hamburg ausprobieren wollte.
    Peter unterhielt sich diesmal mit Wolfgang Werner nicht über Frühwarnsysteme und die satellitengestützte Erfassung von Monsterwellen im Südatlantik, sondern sie hatten gemeinsam mit Bernd ein Thema gefunden, über das sich trefflich streiten ließ: Fussball!
    Dabei stellte sich heraus, dass Wolfgang Anhänger des Hamburger Sportvereins war und Bernd und Peter Fans von Hertha BSC Berlin.
    Es wurde heftig darüber debattiert, ob beide Mannschaften oder nur eine im nächsten Jahr im UEFA-Cup oder Champions League spielen würde.
    Pon wirbelte durch den festlich geschmückten Raum und servierte Essen und Getränke. Es gab von allem etwas, was die thailändische Küche zu bieten hatte und alle waren voll des Lobes.
    “Mal was anderes, als immer nur Kartoffelsalat mit Würstchen zum Heiligen Abend”, sagte Susann und erntete nur Zustimmung.
    Der Abend hätte perfekt sein können, wenn zwei Dinge nicht passiert wären:
    Dr. Werner wechselte abrupt das Thema und fragte wenig feinfühlig nach dem Tod der Bekannten, der zwei Tage zuvor erwähnt worden war.
    Bernd war gerade dabei, die komplette Story, beginnend im nasskalten November in Berlin, zu erzählen, da fielen Nong und Peter gleichzeitig die Löffel aus der Hand. Lek stand plötzlich im Raum, verharrte kurz, eilte dann lächelnd zu Nong, legte eine Hand auf die Schulter und flüsterte:
    “Ich wollte dir nie den Mann weg nehmen. Frieden?”
    Sie war von Pon eingeladen worden, die von dem Zerwürfnis zwischen den beiden Freundinnen nichts wusste.
    Nong blieb nichts anderes übrig, als aufzustehen, die Freundin flüchtig zu umarmen und zu sagen: “Frieden!” Dabei blitzte der Ring an ihrer rechten Hand auf und Lek sagte “Glückwunsch!”
    Nong kannte ihre Freundin lange genug, um zu wissen, dass dies ehrlich gemeint war. Die Situation wurde endgültig entspannt, als Lek neben Bernd Platz nahm und dieser sich sofort um die attraktive Dame kümmerte.
    “Mann, die ist umwerfend!” sagte Bernd auf Deutsch.
    Peter gab lieber keine Antwort, sondern nickte Lek nur zu.
    Nach der Verteilung der kleinen Geschenke, die nur für Familie Werner eine Überraschung waren, fuhr man in zwei Taxen zurück nach Patong.
    Bernd gab Lek einen Kuss auf die Wange und vereinbarte ein Treffen am nächsten Tag. Dann musste er los, denn Nong und Peter waren schon zehn Schritte voraus.
    “Blöder Job, Bodyguard”, knurrte Bernd, als die beiden vor der Zimmertür heiße Küsse tauschten. Bernd schaute aufmerksam in alle Richtungen. All zu gegenwärtig war noch die Erinnerung an den Heckenschützen McCormick, der exakt von hier geschossen hatte.
    Peter löste sich von Nong und knuffte Bernd.
    “Noch’n Schlummertrunk oder gleich in die Koje?” fragte er gut gelaunt.
    Nong öffnete die Tür und war gerade dabei, die Chipkarte in den Schlitz zu stecken, um Beleuchtung und Klimaanlage zu aktivieren, da wurde ihr ein Tuch vor den Mund gepresst. Sie spürte einen stechenden Geruch und einen üblen Geschmack, dann war sie weg.


    wird fortgesetzt...

  5. #114
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    ...verdammt, immer wenn's spannend wird

    Gruß von Niko

  6. #115
    Avatar von MadMovie

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Kapitel 18

    Es war relativ einfach gewesen, am frühen Abend in das Hotel zu marschieren und der Dame an der Rezeption einen gefälschten Reparaturauftrag unter die Nase zu halten. Sie kam auch gar nicht auf die Idee, beim Manager nachzufragen, ob alles seine Richtigkeit habe. Da zwischenzeitlich eine andere junge Frau den Dienst übernahm, fiel niemanden auf, dass die angeblichen Klempner Mitternacht immer noch im Hause waren.
    Pairat wollte auch nicht, dass seine Männer die ganze Zeitauf dem Balkon von Nong’s Zimmer herum lungerten und eine Zigarette nach der anderen qualmten. Deshalb hatte er sich ein Beschäftigungsprogramm ausgedacht.
    Die beiden Farangs würden ihr blaues Wunder erleben. Erleben? - Sie würden vermutlich überhaupt nichts mitbekommen.
    Pairat bedauerte ein wenig, dass vor allem dieser nervige, etwas dickere Farang einen so schnellen Tod finden würde.
    Nachdem ein ahnungsloser Mitarbeiter ihnen bereitwillig die Tür zu Zimmer Nummer 418 geöffnet hatte, warteten sie einen Moment, um dann durch die Verbindungstür in den Nebenraum zu gelangen.
    Einer der neu angeworbenen Männer hatte früher einmal als Feinmechaniker gearbeitet und noch nicht alles verlernt. Dieser Mann stieg auf eine Aluminium-Stehleiter, nahm die Klimaanlage fachmännisch auseinander, installierte ein paar Sachen und schraubte wieder alles zusammen.
    Pairat trieb ihn nicht an, sie hatten alle Zeit der Welt.
    Es hatte dann bis ein Uhr gedauert, bis Nong zur Tür hinein kam und sofort mit Chloroform betäubt wurde. Sie wurde in die Kiste gepackt und vom dritten Stock abgeseilt. Über das von Palmen bestandene Gelände gelangten sie durch eine Hintertür in das Nebengebäude des Hotels, das zur Zeit nicht genutzt wurde. Pairat schickte einen Mann vor, der vom Fahrer des Lieferwagens das Signal erhielt, alles wäre okay. Der Portier, der sonst Taxen oder Minibusse für die Gäste organisierte, war gerade nicht zu sehen.
    Pairat atmete auf. Diesmal hatte alles geklappt! Jetzt zum Schiff und dann ab auf die andere Seite der Insel.


    Bernd hatte einen wunderbaren Traum Er hüpfte als kleiner Junge über eine blühende Wiese in der Märkischen Heide, beobachtete Schmetterlinge, Bienen und eine Heuschrecke. Der kleine Junge kam an eine Scheune und schlüpfte hinein. Dort roch es nach frischem Heu und fauligem Obst. Der kleine Bernd wurde stutzig. In einer Scheune müsste es eigentlich auch nach Stroh riechen. Der zuerst wahrgenommene Geruch wurde immer stärker und kitzelte Bernd die Nase. Er musste niesen. Das Gas erreichte die Lunge und Bernd verspürte aufkommende Übelkeit. Plötzlich wurde er wach und sprang aus dem Bett. Bernd riss die Schiebetüren zum Balkon auf. Alle weiteren Handlungen liefen vom Unterbewusstsein gesteuert ab, er war immer noch nicht ganz wach. Bernd hastete zum Eingang, um die Klimaanlage außer Betrieb zu nehmen.
    Nur kein Licht machen, sagte eine Stimme ihm, es könnte sich auch um explosives Gasgemisch handeln! Im Bad tastete er im Dunkeln nach zwei Handtüchern, tränkte diese in Wasser und warf dem schlafenden Peter eines auf das Gesicht, worauf sein Freund erwachte.
    Peter tastete schlaftrunken zum Lichtschalter, bekam aber sofort einen Schlag auf die Hand.
    Bernd öffnete die Zimmertür und ein leichter Luftzug wehte durch den Raum. Jetzt wagte er es, das feuchte Handtuch vom Mund zu nehmen. Es lag immer noch der Geruch nach Heu und fauligem Obst in der Luft.
    “Was ist los?” knurrte Peter, der immer noch im Bett lag.
    “Ich bin ein Blödmann”, sagte Bernd, “Phosgen ist kein explosives Gas, aber zwei, drei Minuten später, und unsere Lungen wären von Salzsäure zerfressen worden. Wo haben die das nur her?”
    Bernd rannte durch das Zimmer, machte nun endlich Licht und griff nach dem Handy. Die Nummer der Polizeidienststelle in Phuket Town hatte er vorsorglich eingespeichert.
    Peter schlüpfte in die Jeans. Er wusste zwar immer noch nicht, was eigentlich geschehen war, aber eines wusste er: Wenn dieses Zimmer präpariert worden war, dann auch das Nachbarzimmer. Er klopfte gegen die Verbindungstür.
    “Nong? Nong?”
    Peter warf sich mit aller Kraft gegen die Holztür, aber Bernd schob ihn beiseite.
    “Laß mich mal!”
    Die Tür flog aus den Angeln. Das Zimmer nebenan war leer.


    wird fortgesetzt...

  7. #116
    Avatar von MadMovie

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="226529
    ...verdammt, immer wenn´s spannend wird
    "Fortsetzung folgt..." hat einst schon die Gruppe BAP gesungen.
    Am traurigsten ist, dass Ostern vermutlich Schluss ist.

  8. #117
    Avatar von UweFFM

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    weil Pairat gewinnt?

  9. #118
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Zitat Zitat von UweFFM",p="226803
    weil Pairat gewinnt?
    Nix da, ich bestehe auf ein Happy-End ;-D

  10. #119
    Avatar von phi mee

    Registriert seit
    03.11.2004
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    7.482

    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="226920
    Nix da, ich bestehe auf ein Happy-End ;-D

    Genau!
    Peter kriegt Nong!
    Bernd kriegt Lek!
    Beide schließen sich glücklich der Nittaya-Gemeinde an!


    phi mee

  11. #120
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Abenteuer in Thailand - Auf der Suche nach Nong

    Ihr müsst doch nicht schon alles verraten

    René

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