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8 Tage in Vietnam

Erstellt von franki, 09.03.2015, 16:39 Uhr · 17 Antworten · 2.197 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von franki

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    8 Tage in Vietnam

    Die 8 Tage waren natürlich viel zu wenig, ich war schon einmal 1998 3 Wochen mit Wikinger-Reisen dort. Empfehlen würde ich für Nordvietnam eher so März oder April, das Wetter in Hanoi war Anfang Februar nicht so gut. Auch sonst lief dieses mal nicht alles so optimal, aber ihr sollt ja aus unseren Fehlern lernen können.

    Abgeflogen sind wir früh 7.45 vom Don Muang, die letzte Nacht haben wir im Amari Airport Hotel geschlafen. Die Variante kann ich empfehlen, es gibt vom Hotel zum Airport eine Art Übergang über die Hauptstraße, schneller geht es nicht. Ich hatte mir vorher eine Bescheinigung für ein 'Visum on Arrival' hier geholt: Visum - Visa on arrival Service für Vietnam :: Vetnam-Destination Online Reisebüro Das hat alles problemlos geklappt, man muß den Pass nicht per Post senden und günstiger ist es unterm Strich auch noch.

    Der Verkehr in Vietnam ist ein Schock: wenige Autos, dafür sehr viele Mopeds, ein nicht enden wollender Strom! Fußgängerampeln oder Brücken wie in Bangkok gibt es kaum, man hat nur eine Chance, wenn man sich todesmutig in den Verkehr stürzt und einfach langsam über die Straße läuft, in der Hoffnung, die Mopeds werden einen schon umfahren. Auch der Fußweg, ohnehin kaum vorhanden durch die Vielzahl von Verkaufsständen etc. ist für die Mopedfahrer kein Tabu. Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich dran, aber entspannend ist ein Spaziergang in einer vietnamesischen Großstadt nicht.



    In Saigon oder offiziell 'Ho Chi Minh Stadt' haben wir direkt im Travellerviertel im Blue River Hotel gewohnt. Eine gute Wahl, das Hotel ist einfach, aber sauber und relativ ruhig in einer kleinen Seitenstraße und die Leute dort haben uns gut weiter geholfen. Das Travellerviertel ist so ähnlich wie die Khaosan Road: viele Restaurants, Souvenirläden, Bars und Kneipen, auch die sogenannten 'Barladys' gibt es.



    Ja, Vietnam ist noch kommunistisch, auch wenn das für den Touri fast nur an solchen Fahnen im Straßenbild erkennbar ist. Ansonsten gibt es alle internationalen Ketten, auch die Luxusläden wie Gucci und Lui Vitton etc.



    Das sind wir vor dem 'Kriegsreliktemuseum' in Saigon (mit zünftigen Vietcong-Mützen ), davor gibt es ein paar Fahrzeuge und Flieger und Kanonen der Amerikaner aus dem Vietnamkrieg zu sehen, drin viele Fotos aus dem Vietnamkrieg, die die Kriegsverbrechen der Amerikaner zeigen.



    Die vietnamesiche Kopie der 'Notre Dame', in Vientiane gibt es ja eine Kopie des 'Arc de Thriomphe' zu sehen, beide Länder waren schließlich mal französische Kolonien.



    Das Opernhaus von Saigon. Im Zentrum von Saigon wird viel gebaut, ein ganzer Straßenzug in der Mitte vom Zentrum wird gerade gebaut, so das wir nicht weiter kamen und einen großen Umweg laufen mußten.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von franki

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    Noch was zum Geld in Vietnam: ich hatte auf dem Flughafen gleich mal den höchstmöglichen Betrag, 8 Millionen Dong, aus dem ATM gezogen. 8 Millionen, das klingt nach viel, aber sehr weit kommt man damit nicht. Der Kurs zum Euro ist etwa 1 zu 24000. Bei den Scheinen muß man sich erst mal an die vielen Nullen gewöhnen: schnell verwechselt man mal 2000 Dong mit 20000 und mit 200000...

    Am nächsten Tag sind wir dann weiter mit dem öffentlichen Bus nach Can Tho in das Mekongdelta, ca. 150 km südlich von Saigon gefahren. Dort haben wir wieder direkt an der Uferpromenade gewohnt, leider hatten wir diesmal ein lautes Hotel (Via Hotel) erwischt, weil sich dort unten die Dorfjugend zu lauter Musik getroffen hat. Im Loose-Reiseführer hatte das eine gute Bewertung bekommen, aber das war wohl, bevor die dort mit dem Lärm angefangen hatten. Aber zum Glück für uns herrscht in Vietnam sozialistische Zucht und Ordnung und die Musik ging nur bis 22 Uhr.

    In Can Tho haben wir uns noch den Markt angeschaut, für Meow gab es viel, was es so in Thailand nicht gibt, für mich war es ziemlich gleich wie ein Markt in Thailand.



    Eine Tagesfahrt mit dem Boot kostet 40 Dollar pro Boot. Überall gibt es Schlepper, fast jeder am Ufer spricht einen an, ob man ein Boot möchte, wobei Preise und Leistung fast überall gleich sind. Los geht es schon früh um 5.30 Uhr, so das man noch den Sonnenaufgang mitbekommt.



    Im Delta spielt sich das ganze Leben am oder im Wasser ab.







    Auch an 2 Märkten auf dem Wasser sind wir vorbei gekommen.



    Insgesamt ein schöner Tag mit vielen Eindrücken.

  4. #3
    Avatar von franki

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    Abendlicher Blick von unserem Hotel auf die 'Promenade' von Can Tho mit dem großen Denkmal von Ho Chi Minh.



    Leider hatte ich versäumt, vorher für die Rückfahrt nach Saigon Tickets für den Bus zu besorgen. Am nächsten Morgen hatten wir uns ein Taxi bestellt zum Busbahnhof. Am Büro der Busgesellschaft hatte uns das Taxi auch abgesetzt, aber kaum waren wir ausgestiegen, hatte sich schon jemand unser Gepäck geschnappt. Ich dachte erst, vielleicht jemand von der Busgesellschaft, aber es war ein Schlepper vom konkurrierenden Minibus. Und als der einmal unser Gepäck hatte, hat er es auch nicht wieder rausgegeben, da hätte ich mich wahrscheinlich prügeln müssen. So sind wir mit dem Minibus nach Saigon gefahren und mußten erst mal warten bis der voll war und außerdem fuhr der in Saigon nur bis zum Busbahnhof und wir mußten noch mal mit dem Taxi 5 Dollar bis zum Hotel bezahlen während man mit dem öffentlichen Bus bis zum Travellerviertel gefahren wurde. Naja, ein dummer Fehler, aber kann passieren. Da ich dann keine Lust mehr hatte auf den Stress mit den Schleppern habe ich dann bei Thui vom Blueriver-Hotel gleich das ganze Nordvietnam-Arrangement inkl. Hotel und (teurem) Boot in der Halongbucht für ca. 800 Euro gebucht und mit Kreditkarte bezahlt, da brauchte ich mich um nichts mehr zu kümmern.

    Am nächsten Tag haben wir uns vormittags noch mal Saigon angeschaut, u.a. den Zentralmarkt, vielleicht vergleichbar mit Chatuchak in Bangkok.



    Unsere innervietnamesischer Flug mit Asiapacific Airlines war per Mail schon 2 Stunden später angekündigt. Dummerweise hatte ich vergessen, an dem Tag des Abflugs noch mal die Mail zu checken, beim Checkin erfahren wir, das der Flug nochmal 2 Stunden später geht - so haben wir an dem Tag auch noch 4 Stunden auf dem Fughafen rumgesessen.

  5. #4
    Avatar von Micha L

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    Danke für den schönen Bericht.

    Im übrigen ist Vietnam längst kapitalistisch, ohne soziale Komponente. Es gibt keine Demokratie aber die kommunistische Regelementierung der Wirtschaft bis ins kleinste Geschäft ist Geschichte. Die Partei nennt sich noch kummunistisch und bedient sich weitgehend der alten Ikonografie - was dem westlichen Besucher auffällt. Mit der damit verbundenen Illusion der Gleichheit will man die Leute bei der Stange halten. Die sind nicht dumm, aber geben sich bisher damit zufrieden, Profit machen zu können.
    Das ist nicht anders als in China.

  6. #5
    Avatar von franki

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    Am nächsten Morgen ging es dann zeitig los zur Halongbucht. Wir waren zusammen mit anderen Touristen in einem Minibus, wurden dann aber beim Einschiffen in der Nähe von Haiphong auf unterschiedliche Boote verteilt.



    Wir waren in einem der teureren Boote, das auch nur zu ca. 20% ausgelastet war. Da war natürlich alles vom feinsten, inkl. mehrgängigem Menü zum Abend.



    Der Blick vom Aussichtspunkt - wo wir wieder die Mitreisenden von den anderen Booten getroffen haben - auf die Halongbucht. Sie erinnert ein wenig an die Gegend bei Phang Nga in der Nähe von Phuket.



    Es gab verschiedene Programmpunkte: wir konnten lernen wie eine Frühlingsrolle zubereitet wird und am nächsten Morgen ein Thai-Chi Kurs.



    Durch diesen Durchgang sind wir mit einem kleinen Boot durch.

  7. #6
    Avatar von franki

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    Zum Schluß hatten wir noch einen Tag für Hanoi. Eine Stadtrundfahrt mit eigenem Führer hätten wir für 60 Dollar pro Person haben können, aber da Meows Englisch dafür nicht gut genug ist und sie nichts davon gehabt hätte, habe ich die nicht gebucht und wir haben uns die Stadt auf eigene Faust angesehen.



    Hanoi hat noch eine relativ ursprüngliche Altstadt, durch die man schön bummeln könnte, wenn nicht die vielen Mopeds wären...



    Rund um den See im Zentrum gibt es schöne Parks und dort ist es angenehm zu laufen.



    Früher hatte Vietnam chinesische Schriftzeichen, aber die Franzosen haben die lateinische Schrift eingeführt. Schade, das das in Thailand nicht passiert ist und es dort immer noch diese Schrift gibt, die kaum ein Ausländer lesen kann.



    Relativ kühl - ca. 12 bis 15 Grad - war es die ganze Zeit in Nordvietnam, aber gegen Nachmittag fing es am letzten Tag auch noch an zu regnen, so ein feiner Nieselregen wie in Deutschland, so das wir einige Zeit im Hotelzimmer geblieben sind. Am nächsten Morgen ging es dann früh zum Flughafen und mit AirAsia zurück nach Bangkok.

    ENDE

  8. #7
    Avatar von Micha L

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    Hi Frank,
    Schöne Fotos

    Das ist übrigens der "See des zurückgegebenen Schwerts".

    Der König Le Loi soll dort von einer heiligen Schildkröte ein Wunderschwert bekommen haben, mit dem er chinesische Invasoren besiegen konnte. Anschließend gab er das Schwert zurück.

    Hinter dem abgebildeten Tor ist eine Brücke zu einer kleinen Insel, auf der eine Pagode steht - darin eine präparierte Riesenschildkröte.


    2013 mein Sohn & Freundin auf der Brücke

    Übrigens: Die Schriftsprache haben vor der französischen Zeit portugiesische Missionare kreiert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamesische_Schrift

    Gruß
    Micha

  9. #8
    Avatar von Dieter1

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    Danke fuer diesen schoenen Bildbericht!

  10. #9
    Avatar von Micha L

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    Hallo Frank,

    wie wurde denn die vietnamesische Küche von Deiner Frau bewertet? Wie fandest Du sie?

    Als ich mit meinen Leuten in Thailand war, haben wir Übereinstimmungen und interessante Unterschiede festgestellt und waren kulinarisch sehr angetan. Die Tendenz zu süß und sehr scharf entspricht am Ehesten der südvietnamesischen Küche.

    Ein vietnamesisches Restaurant haben wir in Bangkok nur aufgesucht, weil Mai mal wieder quatschen wollte (Sprachlosigkeit ist ja gerade für Frauen eine Strafe).
    Wider Erwarten sprach aber in dem Restaurant Keiner Vietnamesisch...

  11. #10
    Avatar von franki

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    Hallo Micha,

    leider hat die vietnamesische Küche meiner Frau nicht so gut gemundet. Es war ihr nicht scharf genug und alles so ungewohnt, obwohl sie das deutsche Essen mag. Wahrscheinlich hat uns auch der richtige Führer gefehlt, es ist nicht so einfach, auf eigene Faust die richtigen Restaurants zu finden und dann auch noch die richtigen Gerichte zu bestellen. Ich weiß noch, als ich im März 1998 mit Gruppe und Reiseführer in Vietnam war, da war ich von der vietnamesischen Küche sehr angetan.

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