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6 Wochen Chiang Mai und ...

Erstellt von Festus, 08.03.2004, 03:31 Uhr · 27 Antworten · 3.224 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von UweFFM

    Registriert seit
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    Beiträge
    2.041

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    @Festus,
    danke, du bist ja sehr ausführlich.
    Hühner und Spiegeleier, ja gibts denn gar keine Vogelgrippe mehr in LOS? Mopedfahren direkt in CiangMai ist mirs zu voll, gerade bei den Märkten ist oft fast kein Durchkommen mehr, es dort zu lernen fast schon riskant. Außerhalb ists echt schöner in den Bergen. Zu den Getränken gegen Mineralverlust kennst du das Elektrolyte-Zeugs aus der Pharmacia sicherlich. Gruß Uwe

  2.  
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  3. #12
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    Danke,

    ich lebe noch und bin aus Laos zurueck.


    Am 28. Starte ich auf Hoteltour bis nach Krabi - ich hoffe, dort finde ich ab und zu mehr Zeit, den Bericht weiter zu schreiben ..


    da ist so viel zu erzaehlen ...

    Gruss Thomas

  4. #13
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    Hallo Leser,

    tut mir unendlich Leid, aber ich schaffte es während dem Urlaub nicht mehr, die Berichte abzufassen.

    Ich bin zurück und werde kommende Woche wähend meiner Tagung abends viel schreiben, so dass ich Euch kommendes Wochende und fortlaufend die Geschichte weiter zur Verfügung stellen kann.

    Sorry - ich hatte so viel zu erleben ...

  5. #14
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    9. Tag - Samstag, 13. März
    Nachdem hier recht spärlichen Frühstück mit 4 Scheiben Toast mit Butter und Marmelade sowie etwas Salat mit einem kleinen Glas Orangensaft kaufte ich auf dem Weg zu Jimmy noch eine Flasche Kaba ein. Bei Jimmy programierte ich dann fleissig die neuen und spezielleren Webseiten, die ich jeweils auch in der anderen Sprache anfertigte. Jimmy war begeistert von der Geschwindigkeit, mit der die Seiten entstanden, sah aber ein, dass er mit dem HTML-Code nichts anfangen konnte.

    Nebenbei konnte ich die Touristen beobachten die regelmäßig hier hereinkamen und auch die Verkaufsstrategien. Das Mittagessen auf einer Matte hinten im Büro mit Tanyalak - Klebreis, Hühnchen, kleine Fische sowie scharfe Beilagen waren auch eine neue Erfahrung für mich. Hatte ich doch die kleinen, panierten Fischlein anfangs für Hühnchenteile gehalten. Doch als ich den Irrtum aufgeklärt hatte, war es schon zu spät und so aß ich einfach weiter die Minifischchen - schmeckten sie doch recht gut.

    Das Abendessen fand dann gemeinsam mit Jimmy, seiner Nichte und Tanyalak wieder hinten im Büro auf dem Boden mit einer Matte statt. Als Jimmy und seine Nichte mal wieder unterwegs waren, und ein Deutcher ins Büro kam, war Tanyalak etwas überfordert, und so stellte ich dem Kunden die mir durch die Programmierung schon reichlich bekannten Ausflüge vor. Er entschied sich doch tatsächlich für den am Folgetag stattfindenden Ausflug mit dem Zug nach Lampang. Jimmy brachte mich anschließend mit dem Auto zum Hotel, wo ich erst wieder duschte, da ich trotz Büroraum und kühler Umgebung fast immer schwitzte.

    Dort erfolgte meine Abholung von Siriphorn und ich überlies Ihr die Fahrt in andere weitere 4 Hotels, um dort jeweils die Bezahlung der in Ihrem Büro am Flughafen getätigten Buchungen und Einzahlungen zu regeln. Auch eine Art die Stadt und die Hotels kennen zu lernen. Doch ich war erstaunt, wie schwer es den Hotels jeweils war, die auf dem Papier deutlich geschriebenen Namen in ihrem Hotel-Buchungs-System zu finden. Dann machten wir von meinem Hotel aus noch einen Spaziergang zu Jimmy und hatten alle zusammen eine nette Unterhaltung Auch Jimmys Sohn war heute mal da, der ja die grundlegenden Befehle in HTML erlernen sollte. So wäre es den Beiden möglich, irgendwann ohne meine unbedingte Hilfe die Beschreibungen zu ändern. Das würde seine Reaktionsgeschwindigkeit erheblich verbessern, ihn irgendwann unabhängig von mir zu machen und Änderungen nicht erst per Mail bei mir landen müssen.

    Auf dem Rückweg zum Hotel saßen Siriphorn und ich noch bei lustiger Unterhaltung in einer kleinen Bar unweit meines Hotels zusammen. Es war wieder recht spät geworden, als sie im Hotel mit Ihrem Moped startete und ich zu Bett ging.

  6. #15
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    10. Tag - Sonntag, 14. März
    Früh morgens musste ich raus. In meinem Hotel gab es zu dieser Zeit noch kein Frühstück und so ging ich ins Empress, wo soweiso die Abholung der beiden Gäste erfolgen sollte und ich gleich zur Gruppe hinzustoßen konnte. Hier nahm ich auch gegen Bezahlung am Frühstück teil und konnte wieder schön die vielen Gäste beobachten. Vorwiegend Amerikaner waren jetzt so kurz nach 6 Uhr hier beim Frühstück und bereiteten sich wohl auch auf einen Ausflug vor. Ein Ehepaar hatte sich wohl recht hochnäsig benommen, denn die Frau erhielt trotz recht auffälliger Winkbewegungen keinen neuen Kaffee. Mich amüsierte das enorm, musste ich doch selber über die Art und Weise ihrer Bewegungen leicht grinsen. Nachdem aber die Bedinung wieder an meinen Tisch kam, obwohl ich die ganze Zeit keinen Tee und Kaffee genommen hatte. So schickte ich sie höflich zum Nachbartisch und erntete vom Gast einen dankbaren Blick.

    Schon beim Frühstück entdeckte ich einen der Kunden für den heutigen Ausflug. Als ich dann in der Lobby auf die Abholung wartete, konnte ich den Kunden schon abfangen und "einsammeln". Als dann der Fahrer eintraf, warteten wir nur kurz auf den zweiten Teilnehmer und fuhren dann ins nächste Hotel weiter. Dort holten wir die englische Familie mit dem blonden Mädchen ab, dass im Büro von Jimmy immer so von den Frauen begutachtet wurde. Die waren gerade mit dem Frühstück fertig und so ging es gemeinsam zum Bahnhof.

    Dort angekommen gingen wir zusammen zum schon bereitstehenden Zug und belegten direkt die Plätze hinter dem Lockführer. Vor dem Start - wir waren gut 30 Minuten zu früh - kam auch eine größere weitere Gruppe im Waggon hinzu, die ich als Gäste des Empress wieder erkannte. Nach Besichtigung des Führerhauses und einiger Fotos ging es dann los.

    Zu Beginn ging es auf flacher Strecke und wenig Bewuchs über das Land. Der Zug hatte jedoch als Bimmelbahn die Angewohnheit an jeder Station zu halten und bei Stationen mit 2 Gleisen entweder einen Zug vorbei zulassen, oder einen entgegenkommenden Zug passieren zu lassen. Dabei konnten wir das System zur Sicherung der Strecke beobachten: es war ein im Netzwerk verwendetes System - Tocken Ring. Am Bahnhof befanden sich spezielle Haltestangen, die einen an einem Ring befestigten Beutel - wohl aus Leder - hielten. Dieser wurde dem Lockführer bei Ausfahrt ausgehändigt und er hängte diesen bei Einfahrt in den nächsten Bahnhof wieder ein. So konnte mit einem für einen Streckenabschnitt gültigen Schlüssel sicher gestellt werden, dass nur ein Zug diesen nutzte. Über die Probleme der Schnellzüge oder überholenden Züge dachte ich zwar nach, konnte aber die Lösung nicht finden.

    Dann erreichten wir den Thantum Tunnel, vor dem sich auch wieder ein malerischer Bahnhof befand, auf dem wir diesmal auch wieder etwas länger hielten. Hier machte ich mich gleich auf um im Bahnhof - bzw. darum herum Wasser für die Tourgäste zu besorgen. Aufgrund der mangelnden Informationen durch den Tourführer waren wir uns nie sicher, wie lange wir an einer Haltestelle Aufenthalt hatten. Doch die bisherigen Beobachtungen hatten mich in der Meinung bestärkt, dass ich nach Erreichen des Gegenzuges immer noch genügend Zeit für die Rückkehr hätte. So war es dann auch. Und ich hatte sogar noch genügend Zeit, Aufnahmen vom Tunnel und dem Bahnhof zu machen.
    Dann durften wir wieder losfahren und einfahren. Wie erwartet, roch es hier nicht gerade besonders gut, aber nach Verlassen des Tunnels war durch die offenen Fenster schnell wieder die stickige Luft abgezogen. Aber trotz des Windzuges war es immer noch sehr warm im Zug. Gleich hinter dem Tunnel aber roch es sehr stark nach Benzin. War doch ein Güter zug von nicht gerade langer Zeit wohl zum Teil entgleist. Insgesamt 4 Waggons und eine Lock konnte ich zählen. Die Waggons lagen so dicht an der Bahnlinie, dass scheinbar die Gleise etwas in Kurven um die havarierten Teile gelegt wurden. Der Zug fuhr sehr langsam an den Unfallstellen vorbei und ich konnte viele Thais beobachten, die mit Eimern und Kanistern hier wohl eine Tankstelle gefunden hatten.

    Auf der Strecke dann bis Lampang war es auch recht abwechslungsreich. Brücken wechselten sich mit scharfen Kurven ab, und grüne Bereiche wechselten sich mit teilweise recht frisch abgebrannten Waldbereichen ab. Den Erklärungen nach handelte ich weitgehend um kontrollierte Brände, um regelmäßig kleinere Bereiche unter Kontrolle halten zu können. Auch die Seiltechnik, mit der die Weichen und Signale geschaltet wurden, wurden von mir mit Aufmerksamkeit beobachtet. Doppelseile, Seilstrecker und Umlenkrollen hatte ich oft im Blick.

    Im Lampang am Bahnhof angekommen wartet auch schon das Fahrzeug mit dem wir weiter in die Stadt fuhren. Wir entschieden uns wegen der schon fortgeschrittenen Zeit gleich für das Mittag essen im mir schon vom Vorjahr bekannten Restaurant. Wir waren zwar noch früh dran, aber dafür konnten wir in Ruhe am Buffet unsere Speisen aussuchen. Vor allem an der Kuchenbar musste ich wohl 4 oder 5 mal nachschub geholt haben, wollte ich doch jedes der hier vorhandenen Stückchen probiert haben. Dann erreichte eine rießige Gruppe aus ca. 2 Bussen das Restaurant und fluggs war das Buffet nicht mehr zu sehen. Wir waren glücklicherweise fertig und gingen zu den unweit stehenden Pferdekutschen, für das Lampang auch bekannt war.

    Ich selber bestieg keine der Kutschen, weil es für 3 Erwachsene einfach zu Eng wäre und ich so besser Aufnahmen aus dem Van heraus machen konnte. Nach der Rundfahrt in der Stadt waren wir am ebenso berühmten Teakholzhaus und besichtigten dieses auch ausgiebig. Ich erinnerte mich an einige der Erklärungen vom Vorjahr als ich die verschiedenen Gegenstände sah. Im Keller - offenen Untergeschoss - genossen wir noch eisgekühlte Getränke, bevor wir zur nächsten Station aufbrachen.

    In Lampuhn besichtigten wir dan das Wat, wo gerade Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier eines der dort tätigen Mönche (70 Jahre) getroffen wurden. Als ich zufällig nach der Runde um die Anlage wieder vorne war, versuchten gerade recht junge Thai die schweren Tafeln vor dem Eingang wegzutragen. Schnell fast ich zu und übernahm eine Seite alleine und wir erreichten Sicher die Halle. Die tatsache, dass ein Urlauber einfach mal eben so mithalf, schien recht ungewöhnlich zu sein. So jedenfalls musste ich die Zurufe beurteilen.

    Weiter ging es zum Elefantenhospital in den Bergen auf dem Rückweg nach Chiangmai. Hier besuchten wir eine Mutter mit ihrem Baby, das aber trotzdem gut 5 Meter von uns entfernt war. Weitere Elefanten mit unterschiedlichsten Verletzungen wurden hier wieder gepflegt. Weiter unten erkannte ich auch wieder die Elefanten, denen jeweils ein Fuß fehlte. Teils traurig, teils aber auch bewundernd betrachtete ich die Rießen bei ihrer Nahrungsaufname und wie sie von den Pflegern(-innen) versorgt wurden. Nach einer wieder reichlichen Spende verlies ich den Infostand. So fuhren wir wieder zurück nach Chiangmai, verteilten die Teilnehmer in ihre Hotels. Auch ich kam zurück und wollte eigendlich nach meinem Auschecken das für die folgenden 30 Tage vorgesehene Zimmer beziehen, aber der Miter war nicht ausgezogen und so erhielt ich eines einen Stock tiefer. Welches Zimmer ich hatte, war mir relativ egal - ich wollte nur nicht mehr unziehen müssen. Die Packerei ging mir auf die Nerven.

    Gegen 18:15 - ich saß geduscht mit dem Rechner in der Lobby und tippe meinen Bericht, als ein Bekannter, den ich bisher nur über MSN kannte, um mich zum Gemeinsamen Essen abzuholen. Auf seiner schweren Maschine ging es dann im tiefsten Brummton - er schaltete sehr früh hoch - zum Westteil in ein Restaurant. In der Unterhaltung ging es vorwiegend um seine Erlebnisse mit den Thais. Er erklärte seine Sicht so:
    Ich kenne jemanden, je besser ich ihn kenne, desto weniger werde ich ihn ausnutzen, Freundschaft und Bekannte kommen vor dem Gesetz;
    Ich kenne ihn nicht, also nutze ich ihn gnadenlos aus;
    Keine Fähigkeit, eine logische gedankliche Kette zu bilden, also eine Argumentation nachzuvollziehen;
    Keine Fähigkeit, eine Teilarbeit im Sinne des Ganzen anzufertigen - soll besonders für den Bereich Programmierung gelten;
    Ich konnte diese Erfahrungswerte bisher nicht teilen, wollte aber mal ein Auge darauf haben. Er brachte mich auf seiner schweren Maschine auch wieder ins Hotel und da es nach 22 Uhr war, verschwandich nach einer Dusche auch gleich ins Bett.

  7. #16
    Avatar von Monton

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    Beiträge
    439

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    Hallo Festus,
    Du bist schon `ne Marke wert die es verdient hervorgehoben zu werden.
    Gruß Monton

  8. #17
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    11. Tag - Montag, 15. März
    So nahm ich heute zum Frühstück gleich den Computer mit hinunter, hatte ich doch an dem Tisch am Fesnter auch gleich noch eine Steckdose entdeckt. So konnte ich schon beim Warten auf das bestellte Essen den Rechner vorbereiten und nachdem ich gegessen hatte, blieb ich einfach sitzen. So konnte ich die anderen Gäste beobachten und gleich wieder einige Daten eingeben.

    Siriphorn holte mich um 10 Uhr mit der gelben Mia ab und so fuhren wir mit mir am Steuer gen Norden. Es ging an einigen Kasernen vorbei und wir nutzten eine Nebenstraße. Ich sah die bekannten Falltürme der Fallschirmspringer und Hindernisbahnen. So kamen wir nach knapp 1 Stunde - schon im hügeligen Bereich angekommen - am botanischen Garten an.

    Das Moped liesen wir am Parkplatz im Schatten stehen und nach Bezahlung des Eintrittes gingen wir hinauf in die Grünanlagen. Auf kleinen Wegen (knapp 1m) durchquerten wir verschiedenste Grünanlagen von niederen Büschen, Blumen und auch Bäumen. Immer wieder mussten wir den automatischen Bewässerungsanlagen ausweichen oder deren Erfassungsbereich geschickt durch Ausnutzung des Drehbereiches durchqueren. An einigen Stellen hielten wir sitzend inne, um der fantastischen Natur Ehre zu gebieten. Bananen, Orchideen und verschiedenste Tierstimmen mussten in Ruhe betrachtet und gehört werden.

    Oben angekommen - es wurde schon unangenehm warm - fanden wir dann die Gewächshäuser. Jedes war so 50 Meter lang und befasste sich mit einem andern Thema. Wasserpflanzen, Büsche, Bäume usw. Am besten fand ich die 3 Häuser für Kakteen, Orchideen und den Dschungel. Es waren alle mir bekannten Kakteen in so großer Anzahl da, dass auch die Schwiegermüttersitze mit Durchmessern von 30 cm als Gruppe vorhanden waren. Der Orchideengarten war schon unbeschreiblich. Ein kleiner Weg führte über Holzbohlen durch das Haus und entlang eines künstlichen Baches blühtem so viele Orchideen in farbenprächtigen Gruppenzusammenstellungen. Meine Mutter würde hier nicht mehr wegkommen. Und der Dschungel wurde durch viele Sprühbereiche wirklich sehr feucht gehalten. Ein Rundgang führte langsam auf gut 5 Meter hinauf, so dass wir Besucher jeden Vegitationsbereich gut betrachten konnten.

    Unter den draussen auch vorhandenen Grünanlagen machten wir gemütlich eine Pause und aßen einige kleine Kuchen und tranken viel, da es jetzt schon sehr heiss geworden war. Dann gingen wir den weiten Weg wieder herunter zum Parkplatz, wobei wir auch auf diesem Weg wieder viele Anlagen und auch gerade im Bau befindliche Bereiche sahen. Der Bereich eignete sich hervorragend für einen entspannenden Ganztagesausflug für Botanikbegeisterte. Unten angekommen machten wir uns mit der Mia auf den Rückweg. Kurz vor der Kreuzung zur Hauptstraße nach Norden kauften wir noch frische Erdbeeren und Erdbeersaft ein. Hier draussen - heraus aus den Hügeln - war die Hitze spürbar. Trotz des Fahrtwindes war es schon unangenehm warm.

    In Chiangmai angekommen schauten wir bei Boong vorbei und verspeisten zusammen ein paar Beeren. Zurück im Hotel duschten wir erst und spielten in der Lobby UNO, was meiner "Schülerin" immer noch sehr viel Spass machte. Besonders, wenn ich mal wieder viele Karten ziehen musste, oder hoch verlor. Später fuhren wir noch in ein Hotel, wo Siriphorn noch einen Kunden der Hotelreservierung treffen musste. Dann gingen wir zum nahen Nachtmarkt und besuchten Bekannte von Ihr. Hatte doch Ihr voriger Arbeit geber hier gut 3 Monate eine Zweigstelle des Reisebüros gehabt und sie so einige Bekanntschaften gemacht. So aßen wir hier auch, schauten der Tanzvorführung in traditionellen Gewändern und Musik zu und besuchten weitere Freunde von ihr an der Hauptstraße, wo diese einen Verkaufsstand für Schmuck betrieben. Dann lieferte sie mich in meinem Hotel ab und furh heim. Ein kurzer Anruf zeigte, dass auch Sie heil daheim angekommen war und ich schlief ein.

  9. #18
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    12. Tag - Dienstag, 16. März
    Beim Frühstück saß ich wieder gleich mit dem Rechner in der Ecke am Fenster. Dort konnte ich auch immer wieder einen Blick auf den Verkehr draußen auf der Kreuzung werfen und den erwachenden Berufsverkehr beobachten. Vor allem die Pickups mit den Bauarbeitern fielen mir immer wieder auf. Gegen 9 Uhr war ich dann bei Jimmy im Büro und arbeitete heute vorwiegend Übersetzungen ins Deutsche ab.

    2 Brittinnen, die ich ja schon von dem Ausflug nach Lampang kannte, hatten einen Text im Englischen korregiert und mitgebracht und waren sogar so freundlich, einige weitere Angebote zu überfliegen und die gröbsten Fehler auszumerzen. Mir waren die meist noch nicht aufgefallen, weil ich doch gleich an die deutsche Übersetzung dachte und froh war, den Text verstanden zu haben.

    Gegen 17 Uhr - Siriphorn hatte dann frei - fuhren wir beide mit dem Moped in den Norden der Stadt um einen Supermarkt zu besuchen. Dieser Markt konnte sich locker mit europäischen Märkten messen, aber teilweise musste ich auch lachen. Gerade bei den Waschmitteln waren die 10 Kg Säcke teilweise bis zu 10 Meter hoch an der Wand in die Regale gestellt. Das sah impossant aus, aber kein Kunde hätte sich dort bedienen können.

    Ich jedoch war vorwiegend damit beschäftigt, die Preise für Lebenshaltung und Wohnen zu erfassen. Also all die Gegenstände zu sehen und deren Preise zu erfassen, die ich für eine Lebansführung wie derzeit in Mittenwald bräuchte. Leider hatte ich kein Papier dabei, so daß ich nochmal kommen müsste. Doch schon der erste Eindruck stimmte mich positiv auf ein solches Unterfangen ein. Selbst Haferflocken meiner Art fand ich hier. Diese waren jedoch als einziges Gut teurer als in Deutschland (500gr statt 25 Cent hier grob 80 Cent).

    Angeschlossen am Supermarkt besuchten wir anschließend das "MK". Diese Art von Restaurant war mit aus Deutschland bisher nicht bekannt. Wir nahmen uns einen Tisch, wobei hier schon ausgesucht werden konnte, ob man Suppenschüssel oder Grillunterlage haben wollte. Wir hatten einen Suppenkochtopf, der auch gleich mit Wasser gefüllt und beheitzt wurde. Dann hatte Siriphorn einige Dinge bestellt, die nun langsam gebracht wurden. Die Speisen waren noch roh und lagen in kleinen Schälchen. Auch Grünzeug wurde geliefert. So kochte sie nun an unserem kleinen Tisch für uns und ich konnte in Ruhe all die verschiedenen Speisen testen, deren Geschmack ich mit alleine aus den Bildern oder auf dem Markt keinen Reim machen konnte. Als Getränk gönnte ich mir einen Bananenshake und hatte so alsbald auch Octupuss, Pilze und verschiedene andere Köstlichkeiten gegessen.

    Zurück zum Hotel übernahm ich wieder die Steuerung des Mopeds durch die Stadt. Wenn die Strecke außerhalb mal freier war, kam ich schon mal auf 60 km/h, aber meist blieb ich im Stadtverkehr knapp über 40. Das war angesichts des Verkehrs und der unzulänglichen Voranzeige der anderen Verkehrsteilnehmer über mögliche Richtungswechsel auch ausreichend. Zurück im Hotel unterhielten wir uns noch über die Möglichkeiten des folgenden Tages, bevor sie heimfuhr und ich mich im Zimmer zur Nachtruhe vorbereitete. Ein abschließender Anruf bestätigte mir ihre Anwesenheit daheim und eine weitere Nachtruhe folgte.

  10. #19
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    13. Tag - Mittwoch, 17. März
    Wie üblich das Frühstück im Hotel schon am Fenster mit dem Rechner eingenommen. Die Notizen betrafen nicht nur diese Geschichte, sondern auch die Kassenbuchführung meiner Urlaubsausgaben und auch Stichworte zu Überlegungen oder Fragen an Siriphorn. So ging ich wieder gegen 9 Uhr in Jimmys Büro. Am meisten machten derzeit die Umsortierungen der Reisebeschreibungen Arbeit. Diese sollten jeweils alleine in einem Dokument mit klarem Dateinamen enthalten sein und auf den folgenden Seiten Platz für die englische, deutsche und weitere Übersetzungen bieten, so dass wir eine einfachere Kommunikation hätten und durch die Übermittlung des Dokumentes klar wäre, um welchen Text es sich drehen sollte. Zudem wurde jetzt ein Verzeichnisbaum für die von Jimmy gemachten Fotos angelegt. Abgesehen von Ordnern für die Orte gab es Unterordner für jede Tempelanlage oder Besonderheiten wie Doi Suithep oder Elefantanhospital, damit auch die Fotos leichter zuzuordnen und wieder zu finden wären.

    Am Nachmittag kam dann überraschend der Deutschlehrer von Siriphorn ins Büro, der aufgrund seiner Arbeit in einem anderen Reisebüro hier zu tun hatte. Erst wusste ich ja nicht, wer da hereingekommen war, aber Jimmy stellte mich vor und er wusste sofort bescheid. Das ! konnte dann nur derjenige sein und wir hatten gleich ein nettes Gespräch in Deutsch. Ich würde mich freuen, wenn er nach seinem Kanadaaufenthalt für 2 Wochen bei mir unterkommen würde und ihm gerne die Sehenswürdigkeiten und Lebensbedingungen in meiner Umgebung zeigen. So wollten wir uns gemeinsam mit Siriphorn auch zum Essen treffen, welches ich aufgrund seiner besonderen Neigung sicherleich sehr lustig und interessant finden sollte.

    Ab 19 Uhr - Siriphorn hatte heute Spätdienst gehabt - waren wir dann im 5 verschiedenen Hotels in Chiangmai unterwegs. Sie sollte noch die Einnahmen des Tages durch die Hotelbuchungen einzahlen und so erhielt ich gleich wieder mehr Fahrpraxis und lernte noch weitere Hotels kennen. Rydges, Ping.... und Sheraton gehörten zu den Kandidaten und die Straßen und jeweiligen Parkplätze waren völlig unterschiedlich.

    Danach saßen wir lange in der Lobby zusammen und spielten auch wieder UNO. Es gab immer wieder Gesprächsstoff, wunderte ich mich doch sehr darüber, dass es den Hotels so schwer fiel, die Gäste aus der Liste - suberst geschrieben - in Ihrem Computersystem zu finden.

  11. #20
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: 6 Wochen Chiang Mai und ...

    14. Tag - Donnerstag, 18. März
    Auch heute wieder das Frühstück mit dem Rechner. Heute jedoch verlies ich das Hotel etwas hungrig und kaufte mir in dem Geschäft vor Jimmy noch eine Flasche Kaba ein. 830 ml für 32 Baht. Diese leerte ich dann bei Jimmy zur Frühstückspause. Wieder drehte sich meine Tätigkeit meist um die Programmierung der Webseiten, doch war ich schon sehr weit und legte jeden Tag einen anderen Schwerpunkt um die Einheitlichkeit der Seiten beizubehalten und die Strukturen einfach zu halten.

    Das Mittagessen nahm ich in Begleitung der anwesenden Schülerinnen ein, die bei Jimmy zum Praktikum waren. Auch für die 4 jeweils zu 2. anwesenden Mädchen war es sicherlich eine große Erfahrung eine recht ausführliche Kommunikation in Englisch zu führen. So waren wir zusammen im Restaurant und es war recht lustig. Als dann Jimmy nach seiner Rückkehr hinzu stiess machte ich dann doch den Fehler, eine Chillischote zu KAUEN - mein Mund brannte dann für locker 1 Stunde wie die Hölle. Die einzige Hilfe war ein im Mund zerschmelzender Eiswürfel. Geschmacklich war ich völlig blind geworden: Fleisch, Reis oder Gemüse waren nur brennende Gegenstände im Mund, die ich automatisch kaute und schluckte.

    Gegen 14 Uhr lies ich mich von einem Taxi zum Computerplaza an der nördlichen Stadtmauer fahren. Ich wollte mal die Computerpreise sehen und erkunden, welche Möglichkeiten und Tools sich hier kaufen liesen. Es befanden sich hier 3 Gebäude mit jeweils 3-4 Stockwerken, die mit einer quadratischen Innenhalle eine kleine Computerstadt bildeten. Auf dem Balkonen befanden sich jeweils kleine Geschäfte mit knapp 5*5 Meter Raummaß die sich jeweils auf spezielle Angebote eingestellt hatten. So fand ich Kabel, Kommunikation, Einzelteile im Bereich Rechner und Zubehör, Komplettrechner und mobile Computer. Geschäfte mit Angeboten für Handys waren genauso mit dabei wie Anbieter von Spielen oder Musik-CDs.

    So kaufte ich einen USB-Connector und zwei kurze Netzwerkkabel, nahm fast jedes Prospekt mit und schaute mit die Laptops genauer an. 2,8 GHz, 256 MB RAM und 40 GB HDD mit Brenner und allen Schnitt stellen für groß 760 Euro war schon verlockend. So hätte ich meinen alten Laptop Siriphorn für ihr Studium überlassen, doch der Stromanschluß und das Wissen über die Ünnötigkeit dieses Einkaufs liessen mich zögern.

    Zurück ging ich dann nach enormer Wasseraufnahme per Pedes und sah mir so auch mal eine andere Ecke der Stadt etwas gemütlicher an. Hier waren nach den Computern vor allem Autoersatzteile, Bauwerkstoffe und auch Musikintrumente. Hier fand ich für knapp 50 Euro auch das dem Hackbrett ähnlich aussehende und spielbare Instument.

    Im Rydges angekommen fragte ich mal wieder wegen der Rückzahlung der nicht nutzbaren Internet kosten nach. Es hatte sich jedoch nichts getan. Bei Boong vorbei war ich dann nach gut 3 Kilometern auch wieder bei Jimmy wo ich erst mal die USB-Verbindung testete. Die Rechner, bzw. das Programm konnte zwar den jeweils anderen Rechner sehen, aber die Übertragung klappte nicht. So waren wir weiter auf seine Digitalkamera angewiesen, die als Übertragungsmedium ala USB-Stick diente, konnte ich dem W98-Rechner von Jimmy nicht mal meinen USB-Stick 'beibringen'. Diese Variante war recht umständlich, aber so waren immer 2 Versionen unserer Webweise gesichert.

    Gegen 17 Uhr war ich wieder im Hotel, duschte und wartete mit dem Computer arbeitend schon in der Lobby. Als Siriphorn dann kam spielten wir wieder UNO und trennten uns erst gegen 22 Uhr. Die Nachtruhe begann für mich erst wieder nach einem Anruf von ihr.

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