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4 Wochen Asien

Erstellt von i_g, 25.05.2009, 18:28 Uhr · 53 Antworten · 6.273 Aufrufe

  1. #51
    i_g
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    Re: 4 Wochen Asien

    Am nächsten morgen hatte ich nichts besonders vor, so bin ich recht spät aufgestanden. Fast schon eine Sünde, in einer so schönen Stadt, wo es so viele Möglichkeiten gibt den Tag angenehm zu verleben.. aber es hat gut getan.
    Appetit, geschweige den Hunger hatte ich nicht, das viele gute Essen am Vortag war mehr als genug. Also bin ich erstmal los gelaufen um mich nach neuen Büchern umzusehen. In den letzten Jahren war die ausbeute an Büchern immer sehr gut gewesen. In allen Buchhandlungen in denen ich war, hatten die in diesem Jahr entweder gar keine deutschen Bücher, oder eben nur die ich bereist gekauft hatte. Gefunden habe ich schlussendlich drei Bücher, die mich vom Thema her nicht so besonders ansprachen, die dann aber eher aus Frust gekauft wurden.
    Da noch sehr schöne Erinnerungen an das Kantoke Diner da waren, bin nochmal zu meinem Reisebüro gelaufen.
    Dort nochmal den gestrigen Tag inkl. den nicht so schönen Erlebnissen Revue passieren lassen, vielleicht auch als kleine Geste der Entschuldigung, hat er erstmal was zu Essen an einer Garküche bestellt um mit mir gemeinsam zu essen. Alles in allem war es ein recht schöner Ausflug, nur meine ich einige Teile hätte man auslassen können. Der Besuch bei den Bergvölkern und der weiße Tempel. Wohl ebenfalls aus Gründen der Harmonie, ist er nicht weiter auf das Thema eingegangen.
    Sein Freund und Mitinhaber der Agentur kam noch dazu, da seine Großmutter gestorben ist, ist er auf dem Weg ins Kloster, um dort einige Wochen als Mönch zu leben, dadurch steigt die Seele der Großmutter weiter... zumindest habe ich es so verstanden. Leider fällt es mir immer sehr schwer in solch einer Situation die richtigen Worte zu finden, gerade in Verbindung mit einem völlig anderen Glaubensverständnis, als was ich kenne, ich hätte sehr gerne mehr darüber erfahren.
    Mittlerweile gibt es zwei Kantoke Veranstalter, einmal das Chiang Mai Culture Center, was ich bereits kenne und auch ein neues, was noch viel schöner sei als das alte. Etwas verschämt fügte er dann noch hinzu das es auch 200 Baht mehr kostet, was mir allerdings herzlich egal war...
    Das Kantoke Diner, ist in erster Line traditioneller thailändischer Tanz, vorher und während dessen werden (Nord)thailändische Gerichte serviert. Mir gefällt es sehr gut.Die Abholung sollte gegen 18.00 Uhr am Hotel erfolgen.
    Da noch recht lange Zeit war bis zur Abholung und der penetrante Regen nicht aufhören wollte, habe ich mich entschlossen zu dem großen Einkaufszentrum in der nähe des Flughafens fahren zu lassen. Da irgendein großer Sale begonnen hatte und ich so oder so noch etwas an Kleidung kaufen wollte, bot es sich an. Auch der große Food Court im Untergeschoss war mir in bester/köstlicher Erinnerung geblieben....
    Viele Markenkleidung war zwar zu deutlich reduzierten Preisen erhältlich, aber die meisten Sachen waren so bunt, dass mich darin eher wie ein Papagei gefühlt hätte.... Wieder aus trotz habe ich mich für ein bedrucktes T-Shirt von Camel entschieden.... Der große Asia Book Shop, hatte leider auch nichts an deutschen Büchern. Da aus dem leichten Nieselregen, mittlerweile auch ein kräftiger Monsunregen geworden war, wollte ich auch nicht unbedingt raus. Die Idee ins Kino zu gehen, war auch sinnlos, da die Vorstellung bereits 30 Minuten lief...
    Ein etwas unschönes Erlebnis hatte ich an dem Ticket Schalter, wo ein Gruppe Schüler standen und mich recht feindselig angesehen hat und angefangen hat, wohl über mich, zu reden, zumindest das Wort Farrang und den recht abfälligen Ton habe ich sehr deutlich wahrgenommen. Ziemlich erschreckt, da ich so was in Thailand noch nie erlebt habe, habe ich mich dann auch recht schnell davon gemacht.. Weder trete ich ungepflegt oder gar tölpelhaft auf, noch bin ich es. Auch meine Kleidung ist so wie man es von einem Gast in einem fremden Land erwartet. Lange Hose und Hemd oder Polo Shirt, mit festen Schuhen. Selbstverständlich auch rasiert und geduscht..
    Trotzdem wollte ich noch eine der unten im Food Court angebotenen Köstlichkeiten essen, obwohl mir das eben erlebte sehr auf den Appetit geschlagen ist.

    Die Bahtbus Fahrer sind in Chiang Mai erstaunlich ehrlich. Nie haben die mehr Geld gefordert als normal, so weit ich es beurteilen kann, habe ich immer 20 Baht bezahlt. Die mitfahrenden Thais haben das selbe bezahlt. Beim warten in dem Bus bin ich von einem jüngeren Thai auf eine von meinen Tätowierungen angesprochen worden, ob er diese einmal sehen dürfe. Irritiert habe ich sie ihm gezeigt und es kam ein nettes Gespräch dabei heraus, er hätte auch den Wunsch sich tätowieren zu lassen, allerdings aus Respekt vor seinen Eltern, sieht er davon ab. Schön das es international wohl die selben Probleme in dieser Hinsicht gibt. Auch ist es nicht sehr einfach einen guten Künstler zu finden, der eine so schöne Arbeit wie die auf meinen Arm zu fertigen weiß. Auf meinen Einwand das es in Bangkok mindestens ein Studio gibt was international ein sehr hohe Ansehen genießt, wollte er gar nicht glauben... Ein sehr angenehmer Gesprächspartner, gerade nachdem erlebtem im Kino.
    In der nähe des Hotel absetzten lassen und kurz überlegt ob gleich ins Hotel, oder lieber erstmal eine Massage von Tik.
    Tik schwirrte mir den ganzen Tag im Kopf herum, allerdings konnte, bzw. wollte mir nicht eingestehen weshalb. Ein Blick auf das Geld was noch über war.. Bevor ich irgendwas unternehmen kann muss ich erstmal was tauschen. Also erstmal ins Hotel, nach einer Dusche, fühlte ich mich schon deutlich besser, trotz des Regens war die Hitze doch sehr hoch. Kurz an eine von den Wechsel Buden und einen Scheck eingelöst, für eine Massage war es nun zwar schon zu spät, aber ein paar Minuten um mit ihr zu sprechen, die sind noch da – kurz überlegt um dann lieber ins Internet Café zu gehen.. blöd, oder?
    Zurück im Hotel noch die Kamera geschnappt und dann war auch der Fahrer, übrigens in einer Koch Uniform, da.
    Am Veranstaltungsort angekommen, wieder Regen.... es kam auch gleich einer der Angestellten mit einem Schirm, den ich dankend abgelehnt habe... eine Nummer zu dekadent für meinen Geschmack.
    Nach ein paar Schritten auf der Terrasse, fingen sofort einige Darsteller an einen kleinen Begrüßungstanz aufzuführen, mir war das schon etwas peinlich da, es nach wie vor regnete...
    Anschließend bin ich in die Halle geführt worden, wo die Show stattfinden sollte. Schon auf dem Weg zur Halle, ist mir die unglaubliche Detailverliebtheit auf dem Gelände aufgefallen, überall stehen kleine Steinfiguren, viele Blumen und selbstverständlich auch die reichlichen Verzierungen an den Säulen und Pagoden Dächern. Alles noch recht neu und dementsprechend sehr gepflegt.
    Der Platz der mir zugewiesen wurde war auch sehr schön, genau in der Mitte, aber etwas weiter hinten, wegen der durchdachten Anordnung, der Sitzgelegenheiten, hatte ich aber freie Sicht auf die Bühne. Wirklich eine Bühne, etwas höher und sehr groß, mit einer sehr großen Plastik im Hintergrund.
    Bei den Sitzplätzen, ist mir ein sehr Knie schonendes Detail aufgefallen, an Plätzen war jeweils eine Vertiefung so das man sich auf den Boden setzt, aber letztendlich wie auf einem Stuhl. Für Menschen die nicht mehr lange im Schneidesitz sitzen können, eine sehr entspannende Haltung, ohne das man negativ auffällt.
    Das obligatorische Blumenmädchen mit dem Fotograf durfte nicht fehlen, das Foto habe ich auch tatsächlich gekauft... eine schöne Erinnerung an einen sehr schönen Abend.
    Als das Essen serviert wurde, verschlug es mir tatsächlich die Sprache, unzählige kleine Schälchen, mit Köstlichkeiten, wie ich mir habe erklären lassen, aus dem Issan und Nordthailand.
    Was es alles genau war weiß ich nicht, aber es schmeckt sehr gut und war auch ganz anders gewürzt, schärfer. Der Service war sehr aufmerksam, sobald ein Teil des Menüs sich dem ende neigte war auch sofort Nachschub da.
    Als die Anmoderation für den ersten Tanz kam, hatte ich schon wieder das Gefühl einen Stein im Magen zu haben.
    Es waren auch kleine Programmhefte ausgelegt, übrigens auch auf deutsch, wo die einzelnen Tänze erklärt wurden. Los ging es mit einer Trommel Vorführung um sich dann immer weiter zu steigern, sowohl was die Länge als auch die künstlerische Darbietung anging.
    Der letzte Tanz war der Hammer, aus allen Richtungen kamen auf einmal die Darsteller um mitten im Publikum zu tanzen, vereinzelt wurden auch Menschen aus dem Publikum mit einbezogen. Einige trugen Tierkostüme, ein Drachen, bestehend aus mehreren Künstlern und und... Wie sehr mir das ganze gefallen hat, muss ich wohl nicht beschreiben. Besonders teuer war das ganze auch nicht, denke es waren so um die 500 Baht, inkl. Abholung, Essen und natürlich die tolle Vorführung der Tänze und der Musik.
    Zum Abschluss des tollen Essens wurde noch frisches Obst gereicht, Ananas und Melone.

    Mein Fahrer, immer noch in Koch Uniform.. , erwartete mich bereits an der Tür um mich ins Hotel zu bringen, auf meine bitte hin, hat er mich beim Thapa Gate abgesetzt, ich wollte noch zur der Live Musik Bar, da es Montag war, habe ich gehofft das der Anteil an Touristen nicht so hoch ist, was auch so war.
    Die nette Thai, kam auch gleich erfreut zu mir.. mit den Worten:“ you dont change anything, black T-Shirt, and no Alcohol.. only Coke..das ganze mit einem charmanten Lächeln.
    Ein schöner Abend geht schön weiter.....
    Kennen gelernt habe ich sie im letzten Jahr, nach meinen Spaziergängen in der Stadt habe ich mich gerne in die Bar gesetzt und eine Cola getrunken, am frühen Abend wenn die Live Band geprobt hat, waren meist keine Touristen da.
    Sie ist 23 Jahre und arbeitet in der Bar, da ihr Vater so krank sei das er nicht mehr arbeiten kann. Gleichzeitig verdient sie das Schuldgeld für ihren jüngeren Bruder. Was sie genau in der Bar macht habe ich nicht gefragt, ich denke ich möchte es auch gar nicht so genau wissen, meist stand sie hinter dem Tresen, oder hat Nachmittags auf die Kinder des Inhabers aufgepasst. Sie sagt von sich das sie noch so jung sei und noch gar nicht genau weiß was sie mit ihrem Leben anfangen will. Trostlos.
    So jung ist sie in meinen Augen eigentlich nicht mehr... , besonders wenn man in einem Entwicklungsland lebt. Auf vorsichtige Nachfragen meinerseits, kam es immer zu recht radikalen Themen wechseln... Eine rollende Garküche, erregte ihre Aufmerksamkeit, auf meine Frage hin ob sie etwas zu essen haben möchte, verneinte sie – um einen Augenblick später zu fragen, ob ich hungrig sei, dann könnte man sich ja was teilen.. Ein Wesenszug an Frauen den ich nie verstehen werde, entweder ist man hungrig und isst etwas, bzw. nimmt ein Angebot an, oder man ist nicht hungrig und lehnt es ab, zumindest aus Sicht eines Mannes. Dieses Verhalten ist ausdrücklich nicht auf die Nationalität der Frau. Auf meine Bitte hin etwas zu bestellen, brachte der Küchen Betreiber ein paar sehr lecker duftende Schälchen... ebenfalls ein Wunder in meinen Augen, wie ein Mensch von wenigen Zentimeter Größe und wenigen Gramm Körpergewicht, solche Mengen zu sich nehmen kann und dabei die Figur eines Zwergwal zu bekommen... Diesmal ausdrücklich auf die Nationalität der Frau bezogen.
    Während sie gegessen hat, ich konnte nichts mehr essen, das Essen vom den Kantoke Diner war deutlich zu viel gewesen, habe ich ihr von meinem unschönen Erlebnis beim Kino erzählt, dabei wirkte sie etwas beschämt, erwidert hat sie darauf nichts. Da ich sie nicht weiter in Verlegenheit bringen wollte, war ich es, der das Thema gewechselt hat. Sie ist sehr an dem Leben in Europa interessiert, ich meine zwischen den Worten eine Sehnsucht nach einem anderen Leben als das was sie lebt, zu hören. Sie hat von ihrem Vater wohl nicht die beste Meinung, da er sehr viel trinkt, aber das war auch die einzige leise Kritik die sie geäußert hat.
    Die Familie, bzw. die absolute Loyalität gegenüber der Familie hat in Asien ja eine sehr große Bedeutung, um so erstaunter war ich über diese Aussage. Wenn man ihr zuhört passt ihr die Situation nicht so sonderlich das nur ein paar wenige Jahre zur Schule gehen konnte und ihr jüngerer Bruder deutlich länger lernen darf und sie das ganze mit zu finanzieren hat, neben dem Unterhalt der Eltern. Bei dem Gespräch, was fast eine Wiederholung des letzten Gespräches aus 2008 war, bekam die Aussage, dass sie nicht weiß was sie mit ihrem Leben anfangen soll, eine ganz andere Bedeutung.
    Da sich die Kneipe nun so langsam weiter füllte und auch die Band wieder auf die Bühne kam, habe ich die günstige Gelegenheit genutzt und mich für den heutigen Abend von ihr verabschiedet, vielleicht etwas feige, da sie offensichtlich entweder einen Gesprächspartner sucht, oder mehr, da ich das mehr nicht einschätzen kann, habe ich den Rückzug gewählt, die Gefahr einen anderen Menschen in seinen Empfindungen zu verletzten, ist nicht das was ich mir unter einem schönen Abend vorstelle.

    Auf dem Rückweg zum Hotel, hatte der Wetter Gott beschlossen mich nochmal komplett Nass zu machen...
    Da noch etwas Geld auf der WiFi Prepaid Karte war, habe ich das restliche Guthaben genutzt um mit jemanden in Kambodscha zu telefonieren.

  2.  
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  3. #52
    i_g
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    Re: 4 Wochen Asien

    Viel zu früh wach geworden und mit erschrecken festgestellt das der Wetter Gott immer noch nicht besser gelaunt ist, sprich wieder Dauerregen....
    Hungrig habe ich mich auf dem Weg zu Art Café gemacht, was ich genau gegessen hatte weiß ich nicht mehr, war aber ein westliches Frühstück, was mir nicht so gut gefallen hatte. Für die tropischen Temperaturen eindeutig zu schwer und zu viel. Das Gefühl einen Stein im Magen zu haben sollte für den restlichen Tag anhalten.
    In einer Kurzschlussreaktion habe ich beschlossen, einmal die Straße zu überqueren, um zu dem Air Asia Verkaufsbüro zu kommen.
    Der nächste Flug nach Bangkok und am folgenden Tag wieder zurück nach Kambodscha. So viel teurerer war das doch sehr kurzfristige buchen dann doch nicht, denke habe etwa 15 Euro mehr bezahlt, für die Strecke Bangkok – Phnom Penh, für die Strecke, Chiang Mai – Bangkok, war es etwas mehr aber der Frust über den Dauerregen, war so groß das es mir egal war.
    Fix zum Hotel gelaufen und den Rucksack gepackt, an der Rezeption, noch eine kleine Diskussion über den Verzehr, aus der Minibar... Sie wollte mir nicht glauben das sie mir viel zu wenig in Rechnung stellt...., nachdem sie mich endlich verstanden hatte, war sie doch sehr erfreut einen so guten Kunden zu haben, zum Abschied noch ein sehr nettes lächeln bekommen, was mich sehr erfreut hat.
    Draußen dann die ächten Überraschung, der Regen Gott hat beschlossen, da ich nun endlich abreise... dem Sonnen Gott platz zu lassen. Was soll´s, zum ärgern ist es nun zu spät.
    Auf dem Weg zur Hauptstraße, wollte ich eigentlich noch eben zu dem Massage Studio um mich von Tik zu verabschieden, an der entsprechenden Soi angekommen, noch einmal kurz inne gehalten um dann weiter zu gehen. Eine Entscheidung die ich heute sehr bereue, da ich sie wohl nie wieder sehen werde. Das sie mir doch sehr viel mehr bedeutet als ich mir, vor Ort eingestanden habe.
    Ein TukTuk was mich zum Flughafen bringt habe ich recht schnell gefunden, angekommen, wollte ich vor dem betreten der Halle, noch eine Zigarette rauchen, es standen einigen Thais da und haben geraucht, als war ich der Meinung das dies hier wohl geduldet wird, leider scheint diese Duldung nicht für Ausländer zu gelten, bereits als ich die Packung aus der Tasche genommen hatte, kam ein Security Mitarbeiter auf mich zu, um mich auf ein Rauchen verboten Schild hinzuweisen. Die Strafe beträgt 2000 Baht..... Ich wollte noch widersprechen, da ja eine Gruppe von Thais dort auch rauchte.. habe es aber sein lassen, da er auch keine Anstalten mache, die 2000 Baht zu verlangen. Also warum unnötiger weise Ärger heraufbeschwören.
    Beim Air Asia Schalter, musste ich noch einiges an Übergepäck bezahlen, freundlicherweise, hat mir die Dame dann den Betrag halbiert, wieso und warum weiß ich nicht, muss wohl doch sehr erschrocken ausgesehen haben.
    Auf dem weg zur Abflughalle, gibt es einen Kiosk mit Internet PCs, da ich keine Ahnung hatte wo ich in Bangkok unter kommen möchte, hab eich die Gelegenheit noch genutzt um nach einem Hotel zu suchen.
    Die Suche nach bei Asiarooms und Hotelthailand, ergab keinen wirklichen Treffer, da mir die Hotels alle recht teuer erschienen, die Lagen der Hotel waren allerdings alle samt sehr gut, wie ich im nach hinein festgestellt habe, so das der Preis wohl gerechtfertigt war.
    In der Gegend um die Kao San Road, sind zwar viele günstige Unterkünfte zu finden, nur wollte ich nicht unbedingt in der Gegend sein, zu viele seltsame Gestalten...mit denen ich nichts anfangen kann, mein Eindruck ist das die mit sich auch nichts anfangen können...
    Gute Erinnerungen hat in Bangkok an die Sawsadee Hotels, also die Seite aufgerufen und Überraschung, die haben auch ein Hotel in der Suhukomvit Area, vom Preis her passte es auch, also fix gebucht.
    Der Flug war recht kurz, in Bangkok, angekommen, auf der Ankunftsebene ein Taxi angesprochen ob er mit Meter fährt, ja das tut er, also die Adresse des Hotel in die Hand gedrückt und los ging das Abenteuer.... Nach einigen Metern fiel mir auf das er den Meter nicht eingeschaltet hat, auf meinen Hinweis, er möge es doch bitte einschalten, drückte er einen Knopf, ohne Reaktion, „sorry Meter dont working....“, „ok, no Problem, so i dont must pay for the Trip, make me very happy... „, etwas irritiert, drückte er nochmal auf einen Knopf, so das der Meter doch anging, freudig erklärte er mir, oh, „now working.....“ ich zeigte auf seine Hände und faselte was von Magic Hands
    Trotz das der Fahrer die Adresse hatte, wusste nicht so recht wo das Hotel zu finden sei, oder er war sauer das er doch mit Meter zu fahren hatte,auf jeden Fall brachte er mich zu zwei Hotels die nichts mit meinem zu tun hatten... Nachdem er es endlich gefunden hatte, war ich von der Lage recht weit draußen doch etwas enttäuscht, erklärt auch den doch sehr günstigen Preis von rund 600 Baht. Naiv zu glauben das der Preis in einer guten Lage zu realisieren ist...
    Nach dem beziehen des Zimmers, noch fix die Taschen so umgepackt, das der größte Teil des Gepäck im Hotel bleiben kann und dann raus, der Magen schrie, trotz des üppigen Frühstückes, in Chiang Mai.
    Das schöne an dem Hotel ist das man in wenigen Schritten die BTS Station erreichen kann, eine Transport Lösung die sehr zu schätzen gelernt habe. Sowohl was die Fahrpreise angeht, als auch die Geschwindigkeit, ist nicht zu toppen.
    An der Nana Station hatte ich nette Garküchen in Erinnerung und einen sehr gut sortierten Asia Books Shop. Was ich genau gegessen habe, weiß ich nicht aber es war wieder sehr lecker und sehr günstig.
    In dem Asia Books Shop, hatten die entschieden, die deutschen Bücher, die von Bangkok Books herausgegeben werden, herauszunehmen, eine sehr gute und große Auswahl von Taschenbüchern hatten die aber doch da. Schade. Noch etwas über die Straße spaziert und das schier unendliche Angebot von den Straßenhändlern angesehen, gesucht habe ich eigentlich nach etwas nettem, was ich verschenken wolle.
    Die Preise die, die Händler aufgerufen haben, entsprachen in etwa dem 10 fachen, was ich erwartet hätte, nach dem Besuch des Weekend Basar in Chiang Mai, einen etwas höheren Preis zu verlangen ist in Ordnung, aber völlig überzogene Priese bin ich nicht bereits zu akzeptieren, auch das feilschen würde in dem Fall nicht helfen.
    Also habe ich nichts gekauft und bin recht genervt ins Hotel zurück gefahren, der Flug geht recht früh und ich wollte ausgeschlafen ankommen.
    Noch kurz ins Internet und meine genaue Ankunftszeit mitgeteilt und das Versprechen bekommen, das sie mich abholt.

    Denke ich sollte an dieser Stelle mal einfügen wer sie ist:

    2008, Phnom Penh:
    Im Hotel hatte ich ein Zimmermädchen gesehen, nichts aufregendes. Am Abend hat sie mit einem anderen Mädchen zusammen auf einer der Balkone gesessen und hat mehr oder weniger Englisch gelernt. Da ich ebenfalls auf dem Balkon rauchen wollte und die schöne Aussicht auf die Riverside genießen wollte, bin ich ebenfalls auf den Balkon raus, die beiden haben sofort angefangen ihre Sachen zu packen und wollten gehen. Da ich nicht stören wolle, habe ich die beiden gebeten doch zu bleiben, nein das ist vom Inhaber nicht gestattet, auf mein Wort hin das ich die Verantwortung dafür übernehme, haben die beiden nach etwas zögern, das Angebot wahrgenommen. Es hat sich ein nettes Gespräche entwickelt.
    Die eine von den beiden konnte Englisch da sie einen Kurs gemacht hat und schon recht lange in Phnom Penh lebt und somit auch einiges an Kontakt zu den „Barrangs“ hat. Trotz der Sprachbarriere war ich doch sehr von ihrer Art angetan. Die nächsten Tage haben wir uns noch ein paar mal getroffen. Der Kontakt hat auch nach meiner Abreise angehalten, dank Skype und anderen Möglichkeiten des Internet. Ihre Englisch Kenntnisse besserten sich fast jeden Tag, ich war von ihrem Charme und ihrer Intelligenz absolut fasziniert.

    Kaum gelandet, konnte ich es kaum erwarten sie zu sehen, fast im Laufschritt zum Visa Schalter, die Einreisebeamtin, sah sich meinen Pass durch und gab ihm mir dem Satz: „ Welcome back, Mr. Ghosh, zurück, verbunden mit einem neckischen Lächeln... da ich nur Handgepäck dabei hatte, die große Tasche hatte ich in Bangkok gelassen, sofort raus aus dem Gebäude. Die Freude und Erleichertung war doch sehr groß, die Begrüßung war etwas verhalten, aber trotzdem herzlich, zumindest, wenn man bedenkt das sich das ganze vor gefühlt 10000 Augen abgespielt hat. Auf dem Weg zum Taxi, ergriff sie sehr fest meine Hand.
    Im Hotel angekommen kurz duschen und dann zum Essen raus. Was sie mir bestellt hatte weiß ich nicht mehr genau, aber es war höllisch scharf aber trotzdem schmackhaft....


    2009, Phnom Penh:
    Wir haben uns in Phnom Penh verabredet. Bereits als ich sie auf das Café zukommen sah, wurde mir bewusst das ich mich verliebt habe. Einige Tage später, da ich mir meiner Gefühle durchaus bewusst war und diese wohl auch auf Gegenseitigkeit beruhten, habe ich sie gefragt ob sie es sich vorstellen könne, mit mir zusammen in Deutschland zu leben.
    Die Antwort war leider nicht die erhoffte, sie müsse sich das überlegen. Am nächsten Tag habe ich eine SMS bekommen, wo sich für ihr Verhalten entschuldigte und mir mitteilte, dass sie sehr gerne mit Leben möchte. Aber vorher müsse sie mit mir reden. Etwas irritiert über die Nachricht habe ich mich mit ihr für den Abend verabreden wollen, sie könne auch sofort.
    Sie erzählte mir einiges aus ihrem Leben, vieles was ich bereits wusste, bzw. habe es mir zusammen gereimt. Geboren ist sie kurz nach dem Einmarsch der Vietnamesen, in eine Zeit voller Mangel. Ihr Eltern hatten in dieser Zeit nicht das Geld gehabt die Kinder zur Schule zu schicken, sie kann nicht lesen und schreiben. Die Zeit wo es keine Feldarbeit gab, sind ihre Eltern zu anderen Dörfern gefahren um den Lebensunterhalt für die Familie zu erwirtschaften, sie und ihre Geschwister waren zu dieser Zeit bei den Großeltern untergebracht, wo sie mit Müll sammeln, etwas Geld verdienen mussten. Ihr Leben war immer von extremer Armut und dem Mangel an Bildung bestimmt gewesen, aber sie hat die absolute Liebe der Familie genossen, trotz allem.
    In dem Hotel wo sie gearbeitet hat, hatte sie freie Kost und eine Schlafmöglichkeit 30 USD pro Monat, ab und zu geben die Gäste auch Trinkgeld, was sie aber nicht komplett behalten durfte,verdient. Von den 30 USD, hat sie ihrer Mutter monatlich die Hälfte gegeben. Geld für Kleidung, Kosmetika und andere Wünsche die mit dem Leben in einer Großstadt natürlich sind, war nie über.
    Eine von ihren Freundinnen, arbeitet in einer Bar wo man sehr viel Geld verdienen kann. Dazu hat sie sich auch entschlossen, sie würde im Monat nun ca. 150 - 180 USD haben und die Arbeit sei nicht so schwer.
    Ob ich sie nun immer noch mögen würde, mit sehr viel Scham und und stockender Stimme, schob sie noch nach das sie keine Jungfrau mehr sei.
    Eine für mich sehr schwierige Frage, die ich aber recht spontan mit einem ganz klaren Ja, beantwortet habe. Das eben gehörte zu verarbeiten und mir über die Tragweite von dem eben gehörten bewusst zu werden, dazu brauchte ich doch einige Tage länger, auch heute ca. 6 Monate später, bin ich mir nicht ganz klar darüber. Wobei ich eher zu einem „past is past...“ tendiere.
    Den restlichen Tag haben wir gemeinsam verbracht, mit sehr viel Spaß und Freude, in machen Augenblicken , wurde sie recht melancholisch und schnitt immer wieder das Thema, ihre Familie an, ohne wirklich darauf einzugehen. Ich habe mir dabei nichts gedacht.
    Mein Vorschlag den ich ihr gemacht habe, war folgender:
    Sie hört auf in der Bar zu arbeiten und macht am Meta House in PhnomPenh einen Kurs um das lateinische Alphabet zu erlernen, um im Anschluss den Deutsch Kurs zu machen, oder je nach Erfolg privat Unterricht zu nehmen. Sehr gerne würde sie dazu den Beruf der Nageldesignerin erlernen. Den Lebensunterhalt würde ich monatlich zukommen lassen, was sie mit dem Geld macht ist ihre Entscheidung.
    Nach diesem Angebot, war sie wie ausgewechselt und sprach sehr offen, darüber wie sehr sie ihren Job in der Bar hassen würde. Barrangs die komisch riechen und sehr laut sind, würden sie anfassen, nur weil sie ein Getränk bezahlen, haben sie nicht das recht dazu sie an zufassen. Wieder schnitt sie das Thema Familie an, auch wieder ohne darauf einzugehen. Da ich mich selber etwas überfordert fühlte, wusste ich nicht so recht wie ich mich verhalten sollte.
    Am nächsten Tag, hatte ich sie ihr Telefon ausgeschaltet, ich war verwirrt und hatte große Sorge.
    Da ich sie den ganzen Tag über nicht erreichen konnte, habe ich mich zu der Bar durchgefragt wo sie arbeitet. Eine Kollegin, sagte mir sie sei zu ihrer Familie gefahren und würde erst am folgenden Tag zurück kommen. Auf der einen Seite freute es mich, auf der anderen Seite war ich doch etwas gekränkt das sie nichts davon gesagt hatte....
    Am nächsten morgen bekam ich eine SMS mit den Worten: I love you, but i love Money more than you. I´m a bad Girl.
    Wie ich mich nach dieser Nachricht gefühlt habe, weiß ich nicht, die Minuten sind wie ausradiert. Am Abend rief sie mich einmal an und bat mich um ein Gespräch.
    Im laufe dessen schnitt sie immer wieder das Familie an, worauf ich sehr direkt nachfragte was sie mir sagen möchte. Ihre Eltern möchte nicht das sie Kambodscha verlässt und eine Ehe mit einem Barrang sei nicht einfach und nicht gut für sie und die Familie.
    Wie soll ich mich in solch einer Situation verhalten, ich war eher der Meinung das es ich es nur zur Kenntnis nehmen sollte. Da bereits alle Entscheidungen ihre Eltern, für sie übernommen hatten. Durch die absolute Loyalität der Eltern gegenüber ist es auch sinnlos noch irgendwas zu versuchen, um sie einmal zum Nachdenken, bzw. zum überdenken der Entscheidung, die nicht die ihre ist zu bewegen.
    Wieder die westlichen Maßstäbe angelegt, behaupte ich die Eltern fungieren als Zuhälter ihrer Kinder, da auch ihre Schwestern in verschiedenen Bars arbeiten. Ihr Bruder ist verheiratet und arbeitet in Thailand auf dem Bau.
    Ich habe mich von ihre verabschiedet und bin gegangen. Bei weggehen, lief sie mir noch hinterher, um mich zu fragen ob ich nicht in Kambodscha leben kann, dann könnten wir zusammen sein und vielleicht gemeinsam ein kleines Geschäft, oder Hotel aufbauen. Wie sehr mir diese Situation das Herz gebrochen hat, kann ich nicht in Worte fassen. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber ein doch recht deutlicher Hinweis darauf das sie nicht Geld mehr liebt, als mich... Ich habe noch versucht zu erklären das dies nicht möglich ist für mich, wobei ich mich aber immer wieder fragte warum nicht, auch heute weiß ich darauf keine Antwort.
    Das anschließende Abschied nehmen war, wie ich es von Asiaten kenne, kurz und ohne weitere Emotionen.

    Im Hotel habe ich mir ein Bus Tickte nach Siam Reap gekauft, die Abholung sollte gegen 7 Uhr morgen sein, was mir sehr recht war, den ich wollte raus, raus aus Phnom Penh, raus aus Kambodscha, aber da ich nun schon mal da war und sowohl Zeit und Geld Aufwand recht hoch war, wollte mir nochmal die Ruinen von Angkor ansehen.
    Leser werden sich fragen wie ich so locker mit dem Thema umgehen kann, dazu möchte ich ein paar Zeilen schreiben.
    Mir war von vorne rein klar das es klappen kann, oder auch nicht, viel zu viele Hürden gibt es, nicht nur die Wertevorstellungen, von 2 Menschen die aus völlig verschiedenen Kulturkreisen kommen. Sicherlich lohnt es sich für das was man liebt, oder zu meinen das man es tut, zu kämpfen, nur sollte eine reale Chance da sein den Kampf zu gewinnen. Sich zwischen die Familie und deren Vorstellungen für die Tochter zu stellen, da sind die Chancen gleich Null, selbst wenn man diese Bande bricht, ist die Wahrscheinlichkeit das die Frau in einem anderen Lebens/ Kulturkreis glücklich wird sehr gering.

  4. #53
    i_g
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    Re: 4 Wochen Asien

    Wie die folgende Nacht war, kann sich jeder vorstellen.....
    Die Fahrt war dank eines recht großen und komfortablen Reisebusses sehr angenehm. Etwa auf halber Strecke, gab es einen Zwischenstopp an einer Raststätte. Ich war sehr hungrig, ich mag die Khmer Küche sehr gerne, aber was dort angeboten wurde, war undefinierbar.. Also habe ich mich auf den Kauf von ein paar Keksen und etwas Obst beschränkt. Weder das Obst noch die Kekse habe ich gegessen, auf der Raststätte waren viele Kinder, die Essen und Getränke angeboten haben. In einem nicht sichtbaren Bannkreis waren ebenfalls sehr viele Kinder, die meisten nackt, bzw. nur mit einem Kleidungsstück angezogen. Die bettelten um Essen und Geld. Ein gutes Geschäft für die Kinder die das Essen an der Raststätte anboten... nachdem ich mein Frühstück verteilt hatte, habe ich noch mehr gekauft und weiter gegeben, bis meine restlichen Dollar alle waren. Mein eigener Appetit, war mir komplett vergangen.

    Einige Stunden später die Ankunft in Sieam Reap, auf dem lokalen Busbahnhof, etwas außerhalb der eigentlichen Stadt. Der Fahrer der mich abholen sollte um mich in das bereits in Phnom Penh gebuchte Hotel bringen sollte, erwartete mich bereits. Die Masse an teilweise sehr aggressiven Fahren, war schockierend, selbst in Indien habe ich es so nicht erlebt.
    Die Leute hatten keine Chance aus dem Bus aus zu steigen, da die Fahrer, in einer Traube direkt an der Tür standen....
    Die Fahrt nach Sieam Reap, bzw. dem Hotel, war schon fast Idyllisch, vorbei an Reis und Getreidefeldern. Das Hotel sollte in der Nähe des Old Market sein, habe gelernt das Nähe ein sehr relativer Ausdruck sein kann.... Die „Pubstreet“ ist ca. 30- 40 Minuten Fußmarsch entfernt. Dazu kommt durch die direkte Lage am Fluss waren sehr viel Moskitos unterwegs. Das Zimmer selber war sehr sauber und sehr groß, für 20 USD, durchaus ein gutes Hotel, aber zu weit außerhalb.
    Nach dem einchecken, habe ich mich zum Old Market fahren lassen, sowohl ein anderes Hotel, als auch der Hunger trieben mich. Sehr erfreut war ich das es das Fresh Gesthouse noch gab. Also habe ich mich dort absetzten lassen, der Inhaber erkannte mich auch wieder, für 12 Dollar, war auch das Zimmer erfreulich günstig. Leider war es seit meinem letzten Besuch 2007 nicht mehr renoviert worden... was sich insbesondere im Bad bemerkbar machte. Es war zwar alles heil aber doch etwas abgenutzt. Verabredet hatte ich das ich am nächsten morgen in dem anderen Hotel abholen soll. Anschließend, möchte ich gleich zu dem Tempel Ruinen von Angkor weiter.
    Nach dem es nun schon später Nachmittag war und ich noch nichts gegessen hatte, zog mein Magen mich zur Pubstreet. Ein Lokal was ich in besonders guter Erinnerung hatte, gab es nicht mehr, Dafür stand da nun ein Schild, das es von stolzen Khmer geführt wird. Wenn das kein Grund ist sich dort niederzulassen. Leider hat die Küche unter den stolzen Khmer sehr gelitten, das Essen empfand ich als nett angerichtet, aber nicht sehr schmackhaft. Eher für den Touristen Gaumen, als tatsächliche Khmer Küche. Was ich genau erwartet habe, keine Ahnung. Die Straße ist für Touristen, Fahrer und Bettler haben ab den Abendstunden keinen Zutritt, was von einem Sicherheitsdienst überwacht wird. Auf der einen Seite erschreckend, aber für mich an dem entsprechenden Abend, durchaus willkommen, da ich mich aufgrund des Erlebten in Phnom Penh etwas Ruhe und Abstand haben musste und auch wollte.
    Eine Khmer stellte in der Seitenstraße ihren Roller ab, und kämmte sich ihre Haare, ich muss wohl unbewusst hin gestarrt haben, den sie lächelte mich an, eher aus Verlegenheit habe ich zurück belächelt.
    Was sie das aufmunterte sich in meinen Augen sehr obszön über die öffneten Lippen zu lecken... Vielleicht sollte das ganze erotisch wirken, ich fand es eher abstoßend.

    Nach einem längeren Spaziergang durch Sieam Reap, wollte sich noch keine Müdigkeit einstellen. Also habe ich mich von dem nächsten TukTuk Fahrer noch zu einer Disko fahren lassen.
    Dort war auch nicht all zu viel los, bis auf einige Damen des horizontalen Gewerbes... Nachdem ich mich an einem Tisch niedergelassen hatte, kam so gleich ein Mann und fragte ob ich Gesellschaft haben möchte, was ich verneinte. Also habe ich mir das gebalze von Touristen um die Damen angesehen und mich dabei doch etwas amüsiert.. Nach ein paar Minuten kam eine Khmer und setzte sich zu mir, nach etwas harmlosen Small Talk, die Frage ob sie hier sitzen bleiben könne... verneint habe ich diesmal nicht. Allerdings wüde mich das einen Ladydrink und 5 USD kosten..... Mit einem freundlichen, Thank you, but i must go.. hab eich mich verabschiedet. Aufgrund ihres Tonfalles denke ich das mir Pest und Cholera an den Hals gewünscht hat...
    Sieam Reap hat nichts mit Kambodscha zu tun, was ich kennen und lieben gelernt habe. Mit diesem Gedanken bin ich eingeschlafen.

  5. #54
    Avatar von DisainaM

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    Re: 4 Wochen Asien

    es ist schwer, in die tatsächlichen Hintergründe bei Asiatinnen einzusteigen, wenn man nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung hat.

    Nachdem man sich im Glauben fühlt, es könnte eine Chance bestehen, sollte man sich das Heft nicht zu schnell aus der Hand nehmen lassen, und auf einen Besuch bei den Eltern dringen.

    Aus dem Bauch gesagt, die SMS kam wahrscheinlich nicht von ihr, wer das Handy hatte, war die Person, die über ihr Leben das Sagen hat, oder eine Arbeitsfreundin.
    Nicht selten arbeiten Frauen nicht nur mal eben so in einer Bar, sondern sind dort in eine Struktur eingebunden worden, wo sie geführt werden.

    In der höchsten Form, würde der oder die Mamasan zu den Eltern fahren, mit den Eltern einen Vertrag im örtlichen Wat besiegeln, und sich der übertragenden Rechte bewusst sein.

    In der niedrigsten Form, würde die Bar ihre Mädchen drogenabhängig gemacht haben, sodass sie ihre Quelle nie verlassen könnten, ohne sich einen neuen Sponsor mit Leckerlifütterung zu vergewissern.

    Um nun jemanden aus einer Bar oder Vertrag rauszukaufen, bedarf es allerdings einer Menge Kenntnisse, um nicht übers Ohr gehauen zu werden, zuweilen sind in Kambodscha die Rotlichtstrukturen sehr mafiös, der einfache Waffenbesitz tut sein übriges.

    Der Hinweis von ihr, nach der Vietnamesischen Besatzungszeit geboren zu sein, könnte ev. auch heissen, dass sie zu 50 % vietnamesisches Soldatenblut in ihren Adern hat, was noch eine eigene Problematik bedeutet.

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