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2007 - Road to Nowhere ....

Erstellt von Stalker, 16.06.2007, 18:08 Uhr · 126 Antworten · 12.430 Aufrufe

  1. #101
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    @ Stalker, ich muss gestehen und verbiege mich nicht dabei, dass mir diese Geschichte gefällt - bin nach sporadischem reinschauen bei der "black magic woman" hängengeblieben - wie Du auch wohl...

  2.  
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  3. #102
    Avatar von Stalker

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Leute .. ich danke Euch ... wir sehen bestimmte Dinge sicher verschieden, sind doch aber alle Fans dieses Landes und seiner Menschen.

    Black Magic Cambodian Woman … die Zweite ...

    Es ist 5.45 Uhr. Ich wache aus meinem kurzen Schlaf nur langsam auf und brauche ein paar Augenblicke um die Situation erneut zu erfassen. Als erstes fällt der Blick wieder auf mein Geschenk. Dumm gelaufen. Ich mag Su und es hat mir wehgetan, sie so unglücklich zu machen. Andererseits kann ich die Uhren nicht zurück drehen, niemand kann das. Nicht einmal so ein cleverer Typ wie Stephen Hawking. Hab vor kurzem in seiner „Nussschale“ gelesen, amüsant. Nun gibt es da Jemanden, zu dem ich mich hingezogen fühle.

    Black Magic Cambodian Woman ….

    Kid?
    Stalker!
    Wo bist Du?
    Busterminal, habe gerade mein Ticket gekauft.
    Kommst Du zu mir nach Bangkok?
    Was? Was ist passiert? Wo ist Su?
    Sie ist gegangen.
    Du hast ihr von mir erzählt?
    Ja, aber sie wusste es längst.
    Ich verstehe.
    Kommst Du?
    Ja, bist Du sicher?
    Ja.
    Gut, ich komme, ich will Dich sehen …
    Wir treffen uns an der Skytrain-Station Saphan Thaksin. Das müsste jeder Taxifahrer finden.
    Ok.

    Kid legt auf. Damit ist eine Wiederkehr für Su versperrt. Ich gehe duschen, lege mich noch einmal hin und höre Musik aus dem MP3-Player. Das Klingeln meines Mobiles weckt mich. Ich springe auf, aber es ist nur Am. Sie hat inzwischen mit Su telefoniert. Die ganze Sache hat inzwischen die Runde gemacht. Auch Kaew weiß Bescheid. Was machst Du nun, fragt mich Am? Ich erzähle ihr es, sage ihr, das ich keine Lust habe, für 2 Tage zurück nach Pattaya zu fahren, mich aber auch nicht mit Kid an der Sukhumvit sehen lassen werde. Gibt nur beschissenes Yek, Yek - Gerede und das hat Su nicht verdient.

    Am scheint mich zu verstehen. Ich hoffe, dass wir uns als gute Bekannte begrüßen können, falls man sich über den Weg läuft. Am hat damit keinerlei Probleme. Sie mag mich, ich mag sie, warum sollte wir aufeinander losgehen. Sie meint nur, dass Su genau wusste, dass ich Kid nicht vergessen konnte, dass sie genau wusste wie wenig ich seit dem letzten Trip mit ihr in Kontakt stand und das sie große Angst hatte, mich zu verlieren. Ich kann und will aber momentan nicht weiter darüber zu sprechen, zumal inzwischen zuviel passiert ist. Sie wünscht mir noch eine schöne Zeit in Bangkok und vermeidet es diesmal, mich vor den Zauberkünsten der Kambodschanerin (die ja genau genommen gar keine ist) zu warnen.

    Inzwischen bin ich hungrig geworden. Nachdem Gespräch mit Am nutze ich das Frühstücksangebot des Hotels. Lasse mir von einer netten Lady ein Omelett speziell nach meinen Wünschen fertigen. Wie im Dezember 2003 haben sich jede Menge Polizisten hier eingefunden, rauchen, lesen Zeitung und unterhalten sich. Mit der Renovierung ist in diesem Hotel fast alles besser geworden, nur die Bullen und der Stalker sind als Relikte längst vergangener Zweisternigkeit übriggeblieben.

    Anschließend suche ich nach einem Internetcafe. Schicke ein Message an Forenkollegen @Dii, dass ich unter Umständen nicht in Begleitung zum vereinbarten Treffen an der Suk Soi 19 im kleineren Biergarten kommen werde. Die Frauen und der Suff, dit reibt uns Kerle uff …

    Mein Mobile klingelt erneut - Black Magic Cambodian Woman. Sie sitzt im Taxi und ist unterwegs zum Treffpunkt. Auch ich laufe Richtung Skytrain, freue mich auf Kid und habe Su im Moment fast vergessen. Ich steige ins Taxi und sie umarmt mich und zwickt mich auf der ganzen Fahrt zum Hotel unter ständigem „Mankeaw“-Rufen. Wenig später verschmelzen unsere Körper und Seelen im Bossotel Inn und es ist so, als ob wir uns nicht getrennt hatten. Kid fragt nicht nach Su. Fragt nicht ob sie jetzt an ihrer Stelle treten kann. Wenn sie über mein Dilemma spricht kommt immer nur: „Be careful Stalker, not hurt your Wife.“ Und ich nehme ihr das ab.



    Am frühen Abend beschließe ich, die gemeinsame Zeit mit ihr zu nutzen, sie mitzunehmen zum Treffen mit @Dii. Wir fahren also beide bei wolkenverhangenem Himmel an die Sukhumvit Road. Machen es uns schon gemütlich als @Dii mit seiner Frau eintrifft. Wenig später kommt ein weiteres Pärchen dazu. Ein Unidozent, ebenfalls mit seiner Ehefrau. Es fängt an zu regnen, was aber der Stimmung keinen Abbruch tut. Ich finde es bemerkenswert, wie leicht wir Zugang zueinander finden. Wir sprechen über viele Dinge und am Ende ist es so, als würde man sich schon länger kennen. Zu allem Überfluss hat @Dii auch noch Geburtstag, was mich überrascht. So müssen wir nichts für die Getränke bezahlen - danke. Nach ca. drei Stunden verabschieden wir uns voneinander und ich fahre mit Kid zum Victory Monument, um den Abend im Saxophone-Club ausklingen zu lassen. Der Laden ist diesmal knackend voll. Wir haben unseren Spaß. Kid sorgt durchs Baileytrinken dafür, dass ihre Nom in Form bleibt (von diesem Irrglauben kann ich sie nicht abbringen), sitzen aber an einem Tisch im hinteren Bereich, von dem aus man nicht so viel sehen kann. Kurz vor Skytrain-Schluss fahren wir zurück nach Saphan Thaksin.

    Ich frage Kid, ob sie schon im Wat Phra Kheo war? Nein, dort was sie noch nicht - sie kennt auch nichts in Bangkok, wie sie mir beim letzten Mal auch schon bewies (2006er Thread - Police Station Lumpini). Setze das am nächsten Tag in Verbindung mit einer Fahrt über den Chao Phraya auf die To-Do-Liste. Abends will ich mit ihr zum Bayoke, das Dinner einnehmen und den Ausblick genießen und nach ihrer Begeisterung für das Kamparn in Pattayas Second Road, wird dieser Urlaub dann standesgemäß im Tawan Daeng ausklingen. Wer nun der Meinung ist, er hätte schon Ähnliches von mit gehört, dem kann ich nicht widersprechen, aber ich bin eben ein von Natur langweiliger Typ - und Kid kannte schließlich nichts von all dem.

    Fortsetzung folgt…
    Stalker

  4. #103
    Avatar von Lupus

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Macht weiterhin Spaß zu lesen, ein neues Kapitel?

    In Bangkok geht es mir meistens so, dass ich auch häufig die selben Orte ansteuer, obwohl ich auch vieles noch nicht gesehen hab.

    Zum Beispiel der Lumpini Park. Ich freu mich jetzt schon wieder darauf, im August einfach nur dort auf einer bank zu sitzen und Mensch und Tier zu beobachten, natürlich in Begleitung.

  5. #104
    Avatar von derregulator

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    @Stalker,
    mach weiter so.

  6. #105
    Avatar von Armin

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Zitat Zitat von derregulator",p="500889
    @Stalker,
    mach weiter so.
    @Stalker,
    mach nicht so weiter.
    Manchmal soll man auch an andere denken und man bekommt es später 1000fach zurück. Dieses strahlende Gesicht ist dir gewidmed, nimm es an!

  7. #106
    Avatar von Stalker

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    @Arnim

    Warte es einfach mal ab.

    Stalker

  8. #107
    Avatar von Stalker

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Kultur pur …

    Als ich am nächsten Morgen wach werde, hat sich Kid eng an mich geschmiegt. Ich höre ihre gleichmäßigen Atemzüge. Sie ist völlig entspannt und scheint sich sehr sicher zu fühlen. Mit meinem freien, linken Arm gelingt es mir bei sonstiger Bewegungslosigkeit den MP3-Player einzuschalten, ohne Kid dabei zu wecken. Dummerweise höre ich nach kurzer Zeit einen Titel von Tai Orathai, der mich wieder an Su erinnert.

    Inzwischen ist es 7:30 Uhr. Kid beginnt aufzuwachen. Irgendwann gehen wir zum Frühstück und genießen das große Angebot der Speisen und Getränke.



    Frühstück

    Kid bringt mir ein Omelett-Komplett an den Tisch. „For recharge your Battery Stalker“ grinst sie mich an.



    Lobby



    Bossotel Inn

    Nach dem Essen laufen wir Richtung Fluss und nehmen von dort ein Boot. Kid schwimmt zum ersten Mal auf dem Chaophraya.











    Wat Arun ...







    Der Anblick des vielen Wassers macht Appetit auf ... zisch ... gurgel ...



    ... genau ...

    Wir fahren Richtung Wat Phra Kheo. Unterwegs besuchen wir noch die Thonburi-Schlangenfarm mit Show und noch ein paar anderen Tieren.



    Die berühmte, speiende Springkobra ... oder so ähnlich ...



    Mae Mott und Schlange ... endlich wieder vereint ...



    Neuer Boyfriend, und so anspruchslos, nur ein paar Chips und er frisst ihr aus der Hand...



    Als ich die Beiden fotografiere rutscht der Papa zur Mama rüber, um sie zu schützen ... das gefällt Kid, sie nennt mich nun auch ihrer Nok....

    Die letzten paar hundert Meter laufen wir zum Wat Phra Kheo, essen Eis und sehen dem Treiben der vielen kleinen Händler zu. Plötzlich klingelt mein Mobile. Es ist Am. Sie ist von Su vorgeschickt worden. Am würde sich heute gerne mit mir unterhalten, und fragt, ob ich vielleicht am Nachmittag Zeit für sie hätte. Wir vereinbaren, uns um 16.00 Uhr im Gulliver zu treffen. Am möchte das ich allein komme.













    Ankhor Wat für die Modellbahnanlage ... das wollen wir dann auch noch Original sehen...





    Vom Wat Phra Keo ist Kid begeistert. Als wir an einer Miniaturausgabe von Ankhor Wat vorbeikommen, vereinbaren wir einen gemeinsamen Trip nach Kambodscha. Irgendwann haben wir alles gesehen. Es ist so heiß, dass mir der Schweiß brennend in die Augen rinnt. Im Taxi kann ich mich etwas akklimatisieren. Im Hotel gehe ich kurz duschen, um mich anschließend auf den Weg zu Am zu machen. Ich nehme Sus Geschenk ungeöffnet mit, um es dann im Gulliver Am zu übergeben.

    „Bist Du Dir sicher? Ich glaube Du liebst sie immer noch.“ Kid sieht mich verständnisvoll an. Ich küsse sie auf die Stirn. „Gegen 19.00 Uhr bin ich zurück.“

    - Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer … - (Nadoo)

    Fortsetzung folgt…
    Stalker

  9. #108
    Avatar von raksiam

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Einfach toll geschrieben. Bitte schnell weiterschreiben. Möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

  10. #109
    Avatar von Stalker

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    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    Tanz auf dem Vulkan …

    Am wartet schon auf mich. Sie sieht mich mit traurigen Augen an. Wir sprechen ruhig miteinander. Su konnte, wollte nicht kommen. Ich schiebe Am das Paket herüber. Wir sprechen über die „alten“ Zeiten, hin und wieder lächeln wir sogar. Am freut sich, dass ich mich nicht an der Suk sehen lasse. Vielen Farangs wäre Sus Gesichtsverlust scheißegal, aber das hat sie nicht verdient. Schon genug wenn ich hier meine Buttefly-Touren durchgezogen hatte. Auch Daah, Oh und andere werden von unserem Fallout erstmal nichts erfahren. Das Kid bei mir ist, erstaunt Am nicht. Ihr Mobile klingelt. Su möchte am Telefon mit mir sprechen. Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte. Es gelingt mir jedoch nicht nein zu sagen. Su stammelt am Telefon vor sich hin. Ein richtiges Gespräch wird das nicht. Sie ist total am Boden und fängt an zu weinen. Das ist nichts für das Sensibelchen Stalker. Mehr als ein „sorry“ bringe ich nicht heraus. Gebe Am das Mobile zurück.

    Sie unterhält sich noch kurz mit Su und legt dann auf. „Sie hat außer Dir niemanden. Du kennst doch ihre Wohnung, überall nur Fotos von Dir. Sie liebt Dich.“ Vor meinem geistigen Auge lasse ich die vergangenen dreieinhalb Jahre Revue passieren. Wenn ich manchmal in den Foren lese, wie die Jungs von ihren Yings abgezockt oder verarscht werden, habe ich wohl Glück gehabt … ist mir mit Su nicht passiert. Es sei denn ich lege ihr scheitern in Bang Nah so aus. Entlarvend muss ich aber feststellen, dass dies nur ein Vorwand für mich selbst war, um ihr etwas vorwerfen zu können. Menschlich mehr als fragwürdig, wenn man da anderen Storys liest oder hört. Werfe alles zusammen, wäge ab und letzten Endes gelingt es mir nicht, das letzte Fünkchen Gefühl für sie auszutreten. Da ist dann auch noch Tons Ausbildung. Ich sehe mich in der Verantwortung, die Einigen lächerlich erscheinen mag. Nein, kann hier keinen Schlussstrich ziehen. Vielleicht später, weiterer Aufschub. „Am, das Geschenk soll Su für mich aufheben, ich packe es beim nächsten Besuch aus.“

    Als ich fort ging war die Strasse steil - kehr wieder um (Karussel)
    Nimm an ihrem Kummer teil, mach sie heil.
    Als ich fort ging war der Asphalt heiß - kehr wieder um
    Red Ihr aus um jeden Preis, was sie weiss

    Nichts ist unendlich, so sieh das doch ein
    Ich weiss, du willst unendlich sein - schwach und klein
    Feuer brennt nieder, wenn's keiner mehr nährt
    Kann ja selber, was dir heut widerfährt.

    Als ich fort ging warn die Arme leer - kehr wieder um
    mach's ihr leichter einmal mehr, nicht so schwer.
    Als ich fort ging kam ein Wind so schwach - warf mich nicht um,
    unter ihrem Tränendach war ich schwach

    Nichts ist unendlich, so sieh das doch ein,
    Ich weiß, du willst unendlich sein, schwach und klein.
    Nichts ist von Dauer, wenn's keiner recht will,
    Auch die Trauer wird da sein, schwach und klein

    Am fragt mich, was ich heute Abend vor habe. Da ich morgen zurückreise, will ich den Abend noch einmal spektakulär ausklingen lassen. „Wir wollen im Bayoke zum Dinner gehen und anschließend ins Tawan Daeng.“ Ganz spontan frage ich Am, ob sie uns nicht begleiten will. Sie ist geschockt - hat wohl Angst vor der „Black Magic Cambodian Woman“. Schließlich willigt sie ein mit zum Tawan Daeng zu kommen. Ist ja nur einen Katzensprung von ihrem Appartement entfernt und kennt den Laden in und auswendig.
    Ich verabschiede mich von Am, bin mir jedoch nicht sicher, ob ich sie heute Abend noch einmal sehen werde.

    Als ich Gullivers verlasse, beginnt es in Strömen zu regnen, Ich renne Richtung Amari Watergate Hotel und biege in die schmale Verbindungssoi zwischen Soi 5 und 7 ab. Kurz hinter den Karaokeboxen sehe ich eine neue große Bar mit Billardtischen, die mir bisher noch nicht aufgefallen war. Plötzlich ruft jemand „Stalker, Stalker“.

    Es ist Ying, obwohl ich sie nicht gleich erkenne. Freudestrahlend zieht sie mich in die Bar stellt mich gleich zwei Kolleginnen vor, deren Customer von dem Aufruhr, den ich verbreite, nicht begeistert sind. „You know, I tell you about him, this is Stalker …“ erklärt sie ihren Kolleginnen. Ying ist völlig außer sich und tupft mir den Regen mit vielen Kleenex-Tüchern vom Gesicht. Was ist aus ihr geworden. Aus der strahlenden Ying. Sie ist sehr dünn, ihre Gesichtshaut ist sehr unrein. Ich frage, wie lange sie hier schon arbeitet. „Seit ungefähr sechs Monaten. Ich habe wieder angefangen auf der Universität zu studieren“, antwortet Ying. Eine ihrer Kolleginnen wendet sich mit einem säuerlichen Lächeln ab. Ying, Ying was ist mit Dir passiert, geht es mir durch den Kopf.



    Su (links), Ying (Mitte) und Daeng, die gute Fee aus dem Internetcafe gegenüber vom Biergarten in 2004...

    Sie war so resolut, mit einem Siegerlächeln, nichts ist davon übrig. Als ich frage ob es ihr gut geht, sehe ich, wie sich ihre Augen mit salzigem Wasser füllen. Ich treibe ein paar Scherze, mach ihr ein paar Komplimente - sie fängt sich wieder. Sie legt den Schalter um und ist für kurze Zeit die alte (jüngere, stärkere) Ying. Nun fragt sie mich nach Su, die sie seit meinem letzten Trip nicht mehr gesehen hat. „Sie ist zu Hause, habe sie nur kurz getroffen, da ich mit meiner Frau hier bin - es geht Su gut, werde Grüße von Dir bestellen“ lüge ich. Der Regen hat etwas nachgelassen. Bezahle mein Bier, drücke Ying 1.000 Baht extra in die Hand, woraufhin sie einen tiefen Wai macht. „Take care youself, hope to see you again!“ Ich wende mich ab und laufe Richtung Soi 7 und anschließend zum Skytrain.

    Auf den Zug wartend, telefoniere ich mit Kid. Sie war kurz im Robinson und ist nun wieder im Hotel. Ich sage ihr, dass wir im Tawan Daeng auf Am treffen werden, es ist ok für sie.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  11. #110
    Avatar von Stalker

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    696

    Re: 2007 - Road to Nowhere ....

    The last Waltz

    Auf dem Weg von der BTS Skytrain Station Saphan Thaksin zum Bossotel Inn, erwischt es mich erneut mit voller tropischer Regenhärte. Ich komme völlig duchnässt im Hotel an. Die Mädels von der Rezeption können sich kaum beherrschen, reichen mir aber schon hier unten ein Handtuch. Oben im Zimmer lässt mir Kid sofort ein heißes Bad ein. Nach dem ich mich wieder besser fühle verschwindet auch sie im Bad und ich liege noch ein bisschen vor mich hin grübelnd auf dem Bett herum.

    I've never known a girl like you before (Edwyn Collins)
    Now just like in a song from days of yore
    Here you come a knockin', knockin' at my door
    And I've never met a girl like you before
    You give me just a taste so I want more and more
    Now my hands are bleeding and my knees are raw
    Now you've got me crawlin', crawlin' on the floor
    And I've never met a girl like you before
    You've made me acknowledge the devil in me
    I hope to God I'm talkin' metaphorically
    Hope that I'm talkin' allegorically
    Know that I'm talkin' about the way I feel
    And I've never known a girl like you before
    Never, never, never, never
    Never known a girl like you before
    This old town's changed so much
    Don't feel like I belong
    Too many protest singers
    Not enough protest songs
    And now you've come along
    Yes you've come along
    And I've never met a girl like you before

    Später gesellt sie sich zu mir, so dass ich danach gleich noch einmal duschen muss.

    Im Anschluss daran machen wir uns fertig und fahren per Skytrain und Taxi zum Bayoke Tower.





    Auf zum Bayoke ...

    Kid ist von der Aussicht begeistert, auch die Auswahl an Speisen findet sie toll - obwohl sie sicher ihr Khmer-Food vermisst (sich das aber nicht anmerken lässt). Ihr Mobile klingelt. Ein Customer aus Deutschland ist an der Strippe.



    (ex)-Sponsorenanruf

    Nach kurzer Zeit sagt sie ihm, dass sie mit ihrem Boyfriend hier zum Essen ist, der Typ legt erbost auf. Ein Sponsor, frage ich? Ja früher, inzwischen nicht mehr.

    Nach dem Essen geht es auf die Aussichtsplattform.





    Schweigend stehen wir nebeneinander und blicken über die Stadt, die nie zu schlafen scheint. „I never forget you, you are always in my Heart.“ sagt sie und drückt meine Hand.

    Anschließend fahren wir zum Tawan Daeng. Kurz vor dem Eintreffen rufe ich Am an. Sie macht sich sofort auf den Weg.
    Wie treffen uns am Eingang. Die Frauen können von Anfang gut miteinander.



    Am





    Es wird ein lustiger Abschiedsabend. Am hätte nie gedacht das Kid so locker drauf ist. Kid ist ja ein paar Jahre älter. Ich beobachte Details. Kid schenkt Am Bier nach. Bedient sie beim Essen. Tut nicht so als wäre sie hier die Big Mama.



    Wir bleiben bis der Laden schließt. Die beiden sind schon relativ gut abgefüllt.



    Am Ende quatschen wir noch mit dem Personal und einem Jungen von der Band. Verlassen den Club als schon die Stühle hochgestellt werden.



    Hmmmm .... Mitternachtssnacks ....

    Vor dem Club muss sich Kid noch eine Tüte mit Daga Daengs kaufen. Auch Am probiert. Wir umarmen Am. Sie flüstert mir ins Ohr nicht Su und sie zu vergessen.



    Bye, bye Am ...

    Gegen 3:00 Uhr sind wir zurück im Hotel. Kurz nach betreten des Zimmers verschwindet Kid sehr schnell im Bad und ich höre sie würgen. Wenig später kommt sie jedoch entspannt wieder raus. Wir schlafen in dieser, unser vorerst letzten Nacht nicht, sondern erforschen uns selbst, unsere Grenzen, lassen die gemeinsame Zeit Revue passieren. Am Morgen hilft mir Kid beim Sachen packen. Anschließend rufen wir die verkaterte Am an, die die ganze Nacht durchgekotzt hat und nun über schwere Halsschmerzen klagt. Angeblich sei das aber nicht der Alkohol, sondern die eine Heuschrecke gewesen, die Kid ihr gegeben hat. Am meint das Kid in Ordnung ist und sie sich keine Sorgen mehr um mich macht - schön.

    Nach einem kurzweiligen Frühstück und Auschecken im Hotel fahre ich mit Kid zum zweiten Mal einem Abschied entgegen.





    Wir lassen es am Airport nicht sentimental werden. Eine letzte feste Umarmung, ein Kneifen mit „Mankeaw“ und der Urlaub ist vorbei. In nicht einmal 3 Monaten bin ich wieder vor Ort. Und so Buhda uns lässt, werden ich sie wiedersehen …
    Black Magic Cambodian Woman.

    Ende

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