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Woran ich glaube

Erstellt von phennecke, 09.08.2002, 08:11 Uhr · 22 Antworten · 1.319 Aufrufe

  1. #11
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Woran ich glaube

    @Alhash,
    ja, und sich bloss nicht einfallen lassen, im aufrechten Gang ein Bein zu heben...

  2.  
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  3. #12
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Woran ich glaube

    Zum Thema

    Irgendwann mal hab ich in dem Ethikunterricht (bin ein bißchen später eingeschult worden, zu meiner Zeit gabs die Anfänge des Ethikunterrichts ) was über den Kantschen Imperativ und über Utilitarismus gehört. Über die Zeit habe ich das Halbverstandene dann zu meiner eigenen Lebensphilosophie umgebastelt. Wenn ich so darüber nachdenke, deckt sie sich eigentlich gut mit bekannten Regeln. Leider halten sich aber die meisten Menschen nicht vollkommen daran:
    - Verhalte dich so, wie du es von den anderen erwartest
    - Oder: Wenn sich alle so verhalten würden, wie du, wären wir insgesamt am glücklichsten (Utilitarismus: "The greatest happyness for the greatest number")

    Der grundlegende Unterschied zu Religionen ist, daß jeder seine Regeln selbst erarbeiten muß, womit er viel Verantwortung auf sich lädt. Und jeder hat andere Erwartungen und andere Vorstellungen vom Glücklichsein.

    Von daher halte ich Religionen für sinnvoll, weil sie dem Menschen eine Vorlage geben, wie er sich verhalten soll. Nur, daß ich irgendwann mal während dem Studium der Mathematik den Glauben an einen Gott so richtig verloren habe, den Glauben an die Kirche schon länger. (Gläubige bitte diesen Satz überlesen, ich stoße niemandem gerne vor den Kopf.) Und außerdem bin ich mit einigen Details in den Regeln der meisten Religionen nicht einverstanden, weshalb ich sie nicht unreflektiert annehmen möchte.

    Unabhängig von meiner Begeisterung für Thailand gefällt mir da der Buddhismus noch am besten, weil ich das Gefühl habe, daß bei ihm noch am wenigsten unnötiger Ballast vorhanden ist. Ich schaue mir aber trotzdem auch nur seine Ziele an und übernehme von ihm nur, was mir gefällt.

  4. #13
    phennecke
    Avatar von phennecke

    Re: Woran ich glaube

    Lieber Harakon,

    Als ich diesen Thread eroeffnet habe, dachte ich nicht, dass er gefaehrlich sein koennte, und so wie du dich aeusserst, sehe ich, dass er auch nicht gefaehrlich sein muss. Danke fuer deine Stellungnahme sage ich dir jetzt mal ganz parteiisch, weil ich zu sehen glaube , dass meine Idee doch nicht sooo schlecht war. Wieso sollte man dich fuer deine Sehweise jetzt angreifen? Ich sowieso nicht, denn ich denke ja aehnlich (auch ohne das entsprechende Fach). Jetzt weiss ich aber bei einem naechsten Posting von dir schon einiges mehr als von manchen anderen, von denen ich schon viel mehr Beitraege gelesen habe.
    Alles Gute,
    Peter

  5. #14
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Woran ich glaube

    @Harakon
    Ethikunterricht - in Nürnberg - etwa bei dem Religionslehrer, der Schülern Strafarbeiten aufgibt, wenn sie sich zur Urknalltheorie bekennen?
    Xenu

  6. #15
    Blue
    Avatar von Blue

    Re: Woran ich glaube

    Hallo allerseits.

    Original erstellt von phennecke:
    Ich persoenlich bin der Meinung, dass der Mensch (oder bescheidener:ich) die Sinnesorgane nicht

    besitz(e)(t), die zur Erkenntnis der letztendlichen Wahrheit noetig sind. Ich lasse das leer, bin

    dadurch aber kein asozialer Mensch, sondern ich versuche, mich auf dieser Erde so zu verhalten, dass ich

    als soziales Wesen meinen Spass nicht auf Kosten anderer habe. Das unterscheidet sich von einem Glauben,

    einer Religion ja entschieden und ist dann schon dem Buddhismus naeher als den alles erklaerenden Religionen.

    phennecke
    Auf die Gefahr hin mich einer Kollision auszusetzen, der ich nicht standhalten kann, möchte ich dennoch meinen Standpunkt zu diesem
    Thema vertreten.

    Das Thema dieses Threads lautet: 'Woran ich glaube'.

    Genau darauf möchte ich eingehen.Zunächst sollte imho redefiniert
    werden, was unter GLAUBEN verstanden wird. Nachdem ich eher nüchtern
    denke, glaube ich erstmal nichts.
    Für mich ist GLAUBEN eher gleichbedeutend mit WISSEN.
    Die Trennlinie zwischen GLAUBEN und NICHT GLAUBEN
    bezeichne ich für mich mal als sowas wie ERFAHREN oder LERNEN.

    Allgemein scheint Glaube und Religion das selbe zu sein. (Mein Glaube, Meine Religion...)
    Hier müßte mal der Duden konsultiert werden, wozu ich momentan keine
    Lust habe.

    Nun, woran glaube ich denn nun?
    Ganz im Ernst: Im Sinne von Religion habe ich da ganz eigene Wege eingeschlagen, die wohl mit diesen Weltreligionen nicht unbedingt in
    Einklang zu bringen sind.
    Ich kann hier eigendlich nur aus der Sicht eines 'Gelernten Christen' sprechen. Schließlich wurden mir diese Lehren seit frühester Kindheit
    eingehämmert.

    Was mich hier stört ist die Tatsache, daß das Christentum seine Mitglieder mit Hilfe der Angst missioniert.
    Ich vermute mal, daß nahezu kein Katholik, Protestant, Neuapostel oder sonst jemand aus dieser Familie ohne Bedenken von dieser Erde
    Abschied nimmt. Im Vergleich hierzu sei der Islam erwähnt.

    Jüngste Ereignisse lassen eher eine kontroverse Einstellung zum Ende des Lebens erwarten. Andererseits scheint im Islam die Missionierung
    um einiges intensiver abzulaufen, als im Christentum.
    Weiterhin mag ich am Christentum das heuchlerische nicht.
    Beispiel: Die berühmten 10 Gebote.
    Diejenigen, die damit anfingen uns vorzuschreiben, was wir nicht dürfen, nahmen sich ebenjene Freiheiten heraus;
    natürlich auf Kosten derer, die versuchten, sich an die Regeln zu halten.
    Weiter möchte ich die Art und Weise dieser Vorschriften anmerken:
    'Du sollst / Du sollst nicht'. Das bedeutet für mich
    'Du mußt / Du darfst nicht'.
    Wieso kann diese Religion nicht sagen
    'Du könntest / Du solltest nicht'?

    Weiter: Unser Herr wird von den entsprechenden Institutionen als Allwissend, Gütig, Weise, ... dargestellt.
    Zum Trotz auch von mir die bekannte Frage:
    Warum läßt er dann all dies zu, was um uns geschieht?

    Um langsam wieder zum Kernthema zurückzukehren:
    Ich glaube nichts!... ...von dem was die Religion mich zu lehren versucht.
    Es gibt sowohl Himmel, als auch Hölle.
    Ich denke jedoch, daß jeder sich seinen eigenen Himmel und/oder
    seine eigene Hölle schafft. Und wer es drauf hat, der schafft dies schon zu Lebzeiten.
    Was mir primär am Buddhismus auffiel und auch gut gefällt ist die Tatsache, daß es hier keine Hölle zu geben scheint.
    Schlimmstenfalls kommt man wieder zur Welt, als was auch immer.
    Und soo schlecht ist unsere gute alte Erde nun auch wieder nicht.

    Ich glaube an tolerante Glaubensfreiheit!


  7. #16
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Woran ich glaube

    Original erstellt von xenusion:
    @Harakon
    Ethikunterricht - in Nürnberg - etwa bei dem Religionslehrer, der Schülern Strafarbeiten aufgibt, wenn sie sich zur Urknalltheorie bekennen?
    Xenu
    Nope, ich war in Höchstadt und Kulmbach... In den Anfangszeiten hat sich der Unterricht auch jährlich wiederholt, weil jedes Jahr mehr Schüler in den Ethikunterricht gekommen sind und die die Grundlagen noch nicht hatten... Stichwort: Normen und Werte. Immer und immer wieder Normen und Werte...

    Phenneke, Blue:

    Der Grundtenor unserer Beiträge ist sicher ähnlich. Schade, daß ich mich zu wenig mit dem Thema auskenne, aber hier können wir uns ja austauschen ... Ich denke, daß es eine allgemeine Tendenz zumindest in der westlichen Welt ist, entweder an gar nichts mehr zu glauben und/oder mit dem Buddhismus zu symphatisieren. Anscheinend bietet der Buddhismus noch am meisten für die Leute, die schon alles gegessen und gekauft haben und sich nun höheren Dingen zuwenden :-p

    Ist es im Buddhismus nicht sogar so, daß nur die einfachen Menschen alle Regeln als gegeben ansehen sollen, die Mönche aber durchaus wissen, daß da oben gar kein alter Mann mit langem, weißen Bart und großem Stock schwebt und jeden für jede klitzekleine Sünde bestraft? Daß sie also über dem ganzen Glauben stehen, dem einfachen Menschen aber die Regeln geben, die er braucht?

    Gefährlich, gefährlich... Die Menschen in dumme und erhabene zu unterteilen darf man eigentlich nicht...

    Ergänzen sollte ich dazu noch, daß ich mit der Regellosigkeit der westlichen Welt keinesfalls glücklich bin., das halte ich sogar für gefährlich. Wenn multinationale Großkonzerne die Strafe Gottes für ihre lebensgefährdenden Aktivitäten nicht fürchten, ist das nicht gut - allerdings habe ich die Befürchtung, daß sich die Menschen im Mittelalter von Gott auch nicht von ihren Schandtaten haben abhalten lassen.

  8. #17
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Woran ich glaube

    @Harakon

    die westliche Welt (wir!) hat m.E. sehr strenge Regeln, die sie auch unnachgiebig durchsetzt.
    Die neue Religion ist der Glaube an die kapitalistische Globalisierung (oder wie auch immer man das nennen mag) mit ihrem Götzen Wachstum. Diese hat einen viel tieferwirkenden Einfluss auf alle Völker als jede ursprüngliche Religion oder Atheismus.
    Der WMF beeinflusst das Leben von mehr Menschen und prägnanter, als es sich jegliche Herrscher oder geistige Oberhäupter jemals zuvor träumen liessen.
    In Deutschland ist die Diskussion über eine neue Ethik längst eingeschlafen zugunsten z.B. der Diskussion über eine neue Aktienkultur. usw.

    Xenu

  9. #18
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Woran ich glaube

    Xenu:

    Das Bild des Geldscheines statt des Jesus am Kreuz ist ja hinlänglich bekannt.

    Müssen wir jetzt davor Angst haben? Ich glaube nein. Die Moral ist, denke ich, nicht schlechter als früher. Wovor wir Angst haben müssen, sind allenfalls die neuen Möglichkeiten. Früher konnte man mit seiner Dummheit einfach nicht so viel anrichten wie heute. Wenn es (wie mir neulich jemand erzählt hat) jetzt schon möglich ist, die Erde zu spalten mit den modernen Waffen, wird das in hundert Jahren von Privatpersonen machbar sein. Und unter 10 Milliarden Menschen findet sich einer, der verrückt genug ist, das auszuprobieren.

    Na ein Glück, daß die Zeit nur wenige von uns miterleben werden.

  10. #19
    phennecke
    Avatar von phennecke

    Re: Woran ich glaube

    Hallo Harakon,

    Jetzt begebe ich mich auf unbekanntes Feld, da aber kein Fachmann antworten will, meine unmassgebliche Meinung: Meines Erachtens nach kennt der Buddhismus keinen Gott. Auch weiss ich nichts von doppelter Moral. Es gibt einige Richtlinien zum Beispiel fuer das rechte Denken und Handeln, die aber ausgefuehrt werden koennen oder auch nicht. Hoffentlich fuehlt sich mal ein Fachmann angesprochen, denn ich traue mich nicht, noch mehr von meinem Unwissen preiszugeben.

    Peter

  11. #20
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Woran ich glaube

    @phennecke,
    ich hab' das Problem, daß ich manchmal glaube, kaum etwas zu wissen, dann wieder feststelle, daß ich eigentlich schon eine ganze Menge weiß. Doch Wesentliches ist von Dir bereits genannt worden: die Nichtexistenz eines Gottes, das rechte Handeln und tun usw.

    Aber wenn Du einmal nachsehen willst, vielleicht kennst Du diesen Link ja noch nicht. Steht 'ne ganze Menge drin über den Buddhismus, gerade des Theravada in Thailand.

    Gruß, Kali

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