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Der Lauf des Lebens, 30.01.07, 5.35, SF1

Erstellt von Rene, 18.01.2007, 20:00 Uhr · 0 Antworten · 749 Aufrufe

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    Rene
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    Der Lauf des Lebens, 30.01.07, 5.35, SF1

    "Margrit Woodtli: geboren in Münsingen, gestorben in Thailand"

    Dieser berührende Dokumentarfilm schildert das Leben und Sterben der Alzheimer-kranken Margrit Woodtli. Der Film beobachtet genau und dennoch respektvoll den Verlauf der Krankheit und das Sterben der Bernerin.

    Mehr als drei Jahre hat Christoph Müller Margrit Woodtli mit der Kamera begleitet. Als die an Alzheimer Erkrankte in der Schweiz vor der Einweisung in ein Pflegeheim stand, entschloss sich ihr Sohn, sie nach Thailand mitzunehmen. Dort verbrachte Margrit Woodtli die letzten drei Jahre ihres Lebens.

    Sie hatte während dieser Zeit drei Betreuerinnen, die sich während 24 Stunden am Tag um sie kümmerten. "In der Schweiz hätte man sie wohl in einem Pflegeheim medikamentös ruhigstellen müssen", sagt Martin Woodtli, ihr Sohn. In Thailand hingegen führte sie trotz der Krankheit ein relativ aktives Leben. Sie besuchte gerne Tempel, spielte Federball und kaufte leidenschaftlich gerne auf dem Markt ein. Sie redete in breitem Berndeutsch mit den Thais und erlebte jeden Tag neue Abenteuer. Der einzige Unterschied zu anderen Touristen: Sie vergass alles gleich wieder...

    "Weil die Thais einen grossen Respekt vor dem Alter haben und weil sie so liebevoll mit alten Menschen umgehen, ist die Situation hier ideal für meine Mutter" sagt der Sohn und Sozialarbeiter Martin Woodtli. Ausserdem ist dank niedriger Löhne eine sehr intensive Betreuung finanzierbar.

    Weil die Erfahrungen für ihn und seine Mutter so positiv waren, hat Sozialarbeiter Woodtli ein Betreuungsangebot für Alzheimerkranke auf die Beine gestellt. So entstand eine kleine Wohngemeinschaft von Schweizer Alzheimerkranken in Chiang Mai. Zur Zeit betreuen Martin Woodtli und seine Pflegerinnen vier ältere Schweizerinnen und Schweizer.

    Reporter Christoph Müller hatte Margrit Woodtli vor drei Jahren kennen gelernt, als sie körperlich noch rüstig war. Er besuchte sie später, als sie einen Herzinfarkt erlitten hatte, und er war zugegen, als ihr Sohn Martin sie aus dem Spital nach Hause nahm, wo sie im Kreise ihrer Betreuerinnen und ihrer Familie starb. Als sie unheilbar krank darniederlag, hatte sich ihr Sohn entschlossen, auf lebensverlängernde Massnahmen zu verzichten. So stellt der Film auch die Frage nach der Grenze des medizinisch Machbaren und nach einem würdigen Tod.

    Der Lauf des Lebens - Porträt, 2006 Dienstag, 30.01.2007
    Beginn: 05.35 Uhr Ende: 06.30 Uhr Länge: 55 Min.

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