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Das Schiff der Kindersklaven

Erstellt von Paddy, 09.06.2009, 23:42 Uhr · 1 Antwort · 1.266 Aufrufe

  1. #1
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Das Schiff der Kindersklaven

    Dienstag, 9. Juni 2009 um 23.00 Uhr
    Wiederholungen:
    13.06.2009 um 14:00
    20.06.2009 um 01:00

    ARTE


    Das Schiff der Kindersklaven
    (Frankreich, 2008, 92mn)
    ARTE F
    Regie: Joël Farges
    Kamera: Jean-Jacques Mrejen
    Musik: Béatrice Thiriet
    Schnitt: Sabine Emiliani
    Darsteller: Angeli Rayani, Anthony Buencamino, Argie Fernandez, Bong Embile, Jérald Napolez, Philippe Dormoy (Schiffskoch)
    Autor: Joël Farges
    Kostüme: Edith Vesperini
    Produktion: ARTE France, Pierre Javaux Productions
    Ton: François Guillaume

    mit dt. Untertiteln





    Der kleine Mario und sein Bruder Alonso gehören zu den Badjaos, den Bewohnern der südlichen Philippinen, die man auch "Meernomaden" nennt. Sie arbeiten als Tiefseetaucher für einen skrupellosen Kapitän, bis eines Tages die Situation auf dem Schiff aus dem Ruder läuft ...


    Die Badjaos, ein philippinisches Volk, werden auch "Nomaden des Ozeans" genannt. In einem Korallenriff in den südlichen Philippinen wird Mario, ein junger Badjao, mit seinem Bruder Alonso für den Fischfang engagiert. Mit vielen anderen Kindern unterschiedlicher Herkunft leben und arbeiten sie für einen Hungerlohn auf dem Schiff des skrupellosen Kapitäns Murène. Gemeinsam treiben sie mit der gefährlichen Muro-Ami-Technik in den Korallenriffen Fischschwärme ins Netz: An einem Stein befestigt, springen die kleinen Taucher ins Meer, um schneller in die Tiefe zu gelangen. Ohne Ausrüstung tauchen sie so bis zu 30 Meter tief, um gemeinsam eine große Fischreuse zu platzieren. Der brutale Kapitän hält die von den ständigen gefährlichen Tauchgänge erschöpften Kinder wie Sklaven. Als der kleine Boï von einem Schwertfisch tödlich verwundet wird, läuft die Situation auf dem Schiff aus dem Ruder: Die Kinder werden aufsässig und lassen sich die Schikanen nicht länger gefallen. Ihre Stärke ist ihr Zusammenhalt untereinander. Mario vermag der Gruppe Mut zu machen mit Geschichten und Liedern, die er von seinem Großvater gelernt hat. Als der Kapitän Marios Bruder Alonso tötet, bricht auf dem Boot eine blutige Meuterei aus. Das Unglücksschiff treibt auf dem Ozean führungslos umher - ohne Kapitän. Die kleinen Tiefseetaucher sind sich selbst überlassen.


    "Das Schiff der Kindersklaven" erzählt in farbenprächtigen Bildern vom unglaublichen Leben der Kindertaucher, ihrer kulturellen Vielfalt und den gefährlichen Tauchgängen in die schwindelerregenden Tiefen des Ozeans. Der französische Regisseur und Filmproduzent Joël Farges wurde durch einen Zeitungsartikel auf die grausame Technik Muro-Ami aufmerksam: Die Idee zur Revolte auf dem Schiff und die sich selbst überlassenen Kinder [highlight=yellow:d45399f1c6]beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich vor zehn Jahren zutrug.[/highlight:d45399f1c6] Die kleinen Gefangenen brachten in einer Meuterei die gesamte Besatzung des Schiffes um und überlebten ganze drei Monate ohne jedes Wissen von Navigation in einem kleinen Rettungsboot auf dem Ozean. 1986 wurde Muro-Ami nach einem nationalen Aufschrei verboten, als 100 Kinder mit der Beute im Netz gefangen, ertranken.
    Für diese Form des Fischfangs bieten sich Kinder an, da sie nicht viel Platz brauchen und weniger Kosten verursachen. Oft wurden die gekauften oder für eine Saison "gemieteten" Kinder, wenn sie überlebten, nicht an ihre Eltern zurückgegeben, sondern auf Borneo oder anderswo einfach ausgesetzt. Joël Farges traf auf den Philippinen Kinder, die auf Fischkuttern als Tiefseetaucher gearbeitet haben. Er erzählt: "Ihre Sicht der Dinge änderte meine Perspektive. Die Welt des Muro-Ami war grausam, erschöpfend, brutal, aber sie haben mir erzählt, wie groß ihre Solidarität war, die ihnen geholfen hat, am Leben zu bleiben. Sie teilten auch Spaß und trotz der tödlichen Gefahr und der entsetzlichen Umstände und Unterdrückung auf dem Schiff gelang es ihnen, ein Stück Menschlichkeit zu bewahren. Diese Geschichte erschien mir beispielhaft für das Ungleichgewicht der Welt und gleichzeitig sah ich darin ein Zeichen von Hoffnung. Das war für mich der ausschlaggebende Grund, sie erzählen zu wollen."
    Joël Farges war bereits als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor an zahlreichen Filmproduktionen beteiligt. Unter seiner Regie entstanden "La semaine sanglante" (1978), "Amok" (1993) und "Serko" (2006).


    http://www.arte.tv/de/programm/242,d...anchor_2637188

    Sollte man gesehen haben!

  2.  
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  3. #2
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Das Schiff der Kindersklaven

    Mal was zur Bewusstseinserweiterung

    Heute 14:00 Uhr auf ARTE

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