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Angkor Wat - Das versunkene Herz Kambodschas

Erstellt von Bajok Tower, 28.06.2010, 21:55 Uhr · 22 Antworten · 5.697 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Smile Angkor Wat - Das versunkene Herz Kambodschas

    Sonntag, 04.07.2010,
    13.05 Uhr.
    Sender: N24


    Angkor Wat - Das versunkene Herz Kambodschas

    Angkor Wat ist das nationale Symbol Kambodschas. Die gigantische Anlage ist 1,5 mal 1,3 Kilometer groß und ist von einem 170 bis 190 Meter breiten Wassergraben umgeben. In ihrem Zentrum steht der riesige, aufwändig gestaltete Tempelbau aus Sandstein mit seinen fünf lotusblütenförmigen Türmen, wobei der größte 65 Meter in den Himmel ragt. Wie aber ist dieses großartige Bauwerk entstanden? Eine Dokumentation über einen ehrgeizigen König und ein noch ehrgeizigeres Projekt ...

  2.  
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  3. #2
    antibes
    Avatar von antibes
    Danke für diesen interessanten Tipp.
    Ich weiß nicht ob dies eine Erstsendung oder eine Wiederholung ist. Kam schon vor ca. einem halben Jahr ein Film über Angkor.

  4. #3
    Avatar von Micha L

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    9.319
    Walter, erinnere mich am Freitag an den Bildband, den wir haben. Einmalige Fotos............

  5. #4
    Avatar von franky_23

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    8.731
    über einige Jahrhundert vom Dschungel überwuchert und dann soll es das Herz einer Nation sein?

    Angkor hat schon seinen Reiz für einen Besuch, ...

  6. #5
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    An demselben Sonntag, auch zum Thema Kambodscha:

    PHOENIX - Leben im Minenfeld

    Ist aber nichts für schwache Nerven.

  7. #6
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Man kann auch mit dem Bus von Bangkok nach Kambodscha zum Tempel-Weltwunder Angkor Wat:

    Thailand & Kambodscha: Rundreise und Baden | kurier.at

  8. #7
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Die Buddhas verschönern

    Wie eine Dresdnerin bei der Restaurierung der Tempelstadt Angkor Wat hilft

    Die Buddhas verschönern - Nachrichten welt_print - Wissen - WELT ONLINE

  9. #8
    antibes
    Avatar von antibes


    Ein Teil des Gesteins aus dem Angkor Wat besteht soll Feldspat sein.
    Wenn ich nur lese wie da z.T. gearbeitet wird, kann man nur froh sein daß dort kein Frost aufkommt.

    Muß mich in dieses Thema noch einlesen.

  10. #9
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Tempelstadt in Kambodscha: Heiligtum mit Bombenkratern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise

    Heiligtum mit Bombenkratern

    Meistens steht Angkor Wat ganz oben auf der Liste, wenn Touristen in Kambodscha Tempelruinen sehen wollen. Doch abseits der Besuchermassen gibt es viele versteckte Schätze - wie die Ruinenstadt von Sambor Prei Kuk, die vor Angkor das Zentrum des Reiches war.

    Vor wenigen Minuten hat das Huhn noch gelebt, jetzt brutzelt es in einem Topf über einem offenen Feuer. Daneben köchelt ebenfalls auf einem offenen Holzkohlefeuer eine Suppe, während in einem Wok Gemüse angebraten wird für das Mittagessen für die paar Touristen, die den Weg nach Sambor Prei Kuk gefunden haben.

    Ein französisches Ehepaar im klimagekühlten Wagen mit Vierradantrieb und Chauffeur, drei junge Amerikaner auf Enduros, dazu der Autor dieser Zeilen und eine spanische Reporterin, das ist schon fast ein Besucheransturm in der antiken Tempelanlage Sambor Prei Kuk, die vor Angkor das Zentrum des Khmer-Reiches war.
    Die sieben Besucher werden sofort umlagert von einer Horde kleiner Kinder, die in allerlei Sprachen kunsthandwerkliche Produkte anbieten. Soichi ist zwölf und kann schon ein wenig Deutsch. "Wie heißen Sie?", fragt sie und freut sich, dass sie verstanden wird. "Die Sprachen lerne ich von den Touristen", sagt sie auf Deutsch und fügt auf Englisch hinzu: "Aber es kommen nicht viele." Gerade mal 10.000 Besucher pro Jahr finden den Weg zu der Tempelanlage aus dem 8. Jahrhundert in der Nähe der Provinzstadt Kompong Thom.

    Älter als Angkor

    Wer nach Kambodscha reist, der will die großartigen Angkor-Tempel Bayon, den durch "Tomb Raider" und Angelina Jolie berühmt gewordenen Ta-Phrom-Tempel und natürlich Angkor Wat sehen. Punkt. Auch Kambodschas Tourismuswerbung ist bislang ganz auf Angkor zugeschnitten. Das ändert sich erst langsam. Ökotourismus entlang des Mekong oder Badeurlaub an den Stränden Kambodschas werden immer beliebter, und allmählich werden in den Tiefen des kambodschanischen Dschungels auch wieder lange vergessene Kulturdenkmäler wie Sambor Prei Kuk erschlossen. Früher hieß der Ort Isanapura, die Ruinen auf einem Gebiet von 300 Hektar bestehen aus über 150 mit Reliefs verzierten Tempeln und Türmen. Es gibt drei Hauptkomplexe, die einst von hohen Mauern umgeben waren und deren Reste noch zu sehen sind.

    Isanapura und die den Hindugöttern Vishnu, Brahma und Shiva geweihten Tempel waren das politische, wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Zentrum des machtvollen Königreichs Chenla. Das erstreckte sich im Osten bis ins heutige Vietnam und im Westen bis weit hinein nach Thailand. Wie zahlreiche archäologische Funde, in Tempelwände eingemeißelte Sanskrit-Texte, aber auch Dokumente aus China belegen, hatte Chenla Beziehungen in ganz Asien, die bis Sumatra, Java und Indien reichten.
    Ein Beweis dafür ist am Relief eines der Tempel zu sehen, das einen Mann mit langen, lockigen Haaren, einem Schnurrbart und ganz und gar nicht südostasiatischen Gesichtszügen zeigt. "Niemand weiß, wer der Mann war oder woher er kommt", sagt Bouteng, der Besucher durch die Tempelanlage führt. "Er könnte ein Inder gewesen sein, vielleicht sogar ein Europäer."

    Globalisierung vor tausend Jahren

    Bouteng erzählt mit viel Liebe und Begeisterung von "seinen" Tempeln, die er von Kindheit an kennt. Der 30 Jahre alte Khmer stammt aus einem der fünf Dörfer in der Tempelanlage in der Nähe des Flusses Tonle Sap. Stolz erzählt er, dass schon damals, zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert unserer Zeit, chinesische Politiker und Kaufleute zu Besuch in Isanapura waren. "Die sind mit ihren Schiffen den Mekong hinaufgefahren, dann über den Tonle Sap und einen seiner Nebenflüsse bis hierher. In dem heutigen Dorf Chheur Teal haben sie angelegt", erzählt Bouteng stolz die Geschichte einer Globalisierung, die vor mehr als eintausend Jahren stattgefunden hat und in der seine Heimat eine bedeutende Rolle spielte.

    Von der einstigen Pracht und Herrlichkeit sind aber nur noch die aus Backsteinen gemauerten Tempel mit ihren Pyramidendächern übriggeblieben, von denen viele auch 1200 Jahre später noch erstaunlich gut erhalten sind. Die Menschen in den Dörfern aber sind arm. Sie leben vom Reisanbau, von Seidenweberei, vom Fischfang.

    Das Touristenheer rauscht an ihnen vorbei auf der Nationalstraße 6, die Phnom Penh und die Angkor-Stadt Siem Reap verbindet. Für die Linienbusse ist Kompong Thom lediglich ein halbstündiger Zwischenstopp als Pinkelpause und für eine schnelle Mahlzeit auf der fünfstündigen Fahrt.

    Narben aus dem Krieg

    Dabei ist der Ort strategisch ideal gelegen auf halbem Weg zwischen Siem Reap und Phnom Penh. Man könnte mittags in Kompong Thom ankommen, den Nachmittag in dem nur zwölf Kilometer entfernten Tempelkomplex verbringen und abends in eine der bekannteren Städte weiterfahren.

    "Wir nehmen aber an, dass die meisten lieber gleich in Kompong Thom übernachten werden. Es gibt schon einige Gästehäuser und Hotels. Mit unserer Hilfe bieten auch einige Leute in den Dörfern einen Homestay in ihren Häusern an. Das ist eine sehr direkte Art, Land und Leute zu erleben", sagt Willem Niemeijer, einer der Gründer des auf Erlebnis- und Kulturreisen in Thailand und Indochina spezialisierten Reiseveranstalters Khiri Travel. In Kooperation mit der deutschen "Gesellschaft für technische Zusammenarbeit" (GTZ) und den Dörflern entwickelt Khiri Reach, der Non-Profit-Arm des Unternehmens, in Sambor Prei Kuk einen "Community-based Tourismus".

    In Sambor Prei Kuk gibt es viel zu sehen, vor allem, wenn man mit Bouteng durch den Tempelwald spaziert. Bouteng weist auf eine tiefe Narbe in einer Außenwand eines kleinen Tempels. "Das stammt von einem Granatenbeschuss aus dem Bürgerkrieg", sagt Bouteng. Er meint jenen Bürgerkrieg zwischen Truppen der Roten Khmer und anderen kambodschanischen Milizen vor wenigen Jahrzehnten, eine Zeit, die der 30-Jährige noch als Kind erlebt hat. "Es gab immer wieder Schießereien und Tote." Gleich daneben ist ein Tempelchen, das im Laufe der Jahrhunderte fast bis zur Unsichtbarkeit von den Wurzeln eines Baums umschlungen worden ist.

    Viele Götterstatuen wurden gestohlen

    Aus der Zeit vor Boutengs Geburt stammen die vielen großen, mit Gras und kleinen Büschen bewachsenen Löcher im Waldboden. "Das sind Bombenkrater aus der Zeit des Vietnam-Kriegs. Davon gibt es hier in Sambor Prei Kuk mehr als 300. Hier waren Vietcong. Deshalb wurde diese Gegend von den Amerikanern besonders heftig bombardiert." Die jüngere Vergangenheit ist in den Tempeln auch durch das präsent, was man nicht mehr sieht: Götterstatuen und Lingas. "Viele wurden während des Bürgerkriegs und auch schon vorher von den Roten Khmer gestohlen und verkauft, um Geld für Waffen zu bekommen", erzählt Bouteng.
    Vorstellungskraft ist auch gefordert für die noch unsichtbaren Teile der Tempelanlage, von der nämlich noch vieles unter einer mehr als halben Meter dicken Schicht Erde zu liegen scheint. Erste vorsichtige Grabungen japanischer Archäologen deuten zum Beispiel darauf hin, dass das ganze Gelände zwischen den drei Tempelgruppen gepflastert gewesen sein könnte. Auch Tempelfriese und Statuen könnten noch unter dem Humus von Jahrhunderten ruhen.

    Das Huhn ist gebraten, die Suppe fertig, das Gemüse gar. Willkommener als das leckere Essen aber ist zunächst ein eiskaltes Wasser. Denn selbst wenn man im Schatten der riesigen Bäume langsam von Tempel zu Tempel schlendert, kommt man in der tropischen Hitze schnell ins Schwitzen.


  11. #10
    Avatar von resci

    Registriert seit
    20.01.2004
    Beiträge
    6.960
    Auszug aus meinem Reisebericht August 2010 von Siem Reap und Angkor



    Siem Reap
    , Tag 2

    Angkor Wat, Achtung Steinegefahr!

    Entweder man liebt sie oder man hasst sie, diese alten Tempel. Man muss schon viel archäoligisches Blut in sich haben wenn man mit Dreitagespass die ganzen Steingebilde erkunden oder gar erklimmen möchte.
    Mir haben gut 6 Stunden gereicht, dann war ich am Ende. 35 Grad, die hohe Luftfeuchtigkeit und die aufgeheizten Steine, das zehrt. 6-7 Liter Wasser warens mindestens, die ich verbraucht hab.
    Dieses 10 Quadratkilometer große Dschungelareal hats schon in sich. Optimal ist da der TukTuk, da kühlt dann der Fahrtwind etwas. Ich hab so glaub ich 6 verschiedene Tempelanlagen besucht und teilweise auch erklommen, dann war genug. Kennste einen, kennste alle.

    Als erstes war natürlich Angkor Wat dran, die größte Tempelanlage. Die Namen der weiteren Anlagen erspar ich mir hier. Man muss esrtmal nen halben Kilometer zu Fuss gehen bis man angekommen ist. Platschnassgeschwitzt natürlich jetzt schon.Und überall wird man penetrant von Verkäufern umringt. So anderthalb Stunden sind für Angkor Wat völlig ausreichend. Man muss nicht jeden Turm erklettern.

    So gings dann von Tempel zu Tempel und zum Schluss als Schmankerl in die Anlage mit den gigantischen Bäumen, deren Wurzeln die Tempelanlagen teilweise eingehüllt hatten. Leider waren hier schon einige hundert Chinesen-Touris in dem Areal, so dass die ruhige Dschungelatmosphäre hinüber war. Schade.

    Zu guter letzt, am späten Nachmittag hat mich dann mein TukTuk-Fahrer zu sich nach Hause eingeladen.
    Er wohnte mit Frau und zwei kleinen Kindern nur wenige Kilometer entfernt inmitten des Dschungels in einem Wellblechhaus. Seiner Frau war es allerdings etwas peinlich, so mein Eindruck, weil ausser nem Bett, nem Fernseher, nem Videorecorder und ein paar schönenen Fließen nichts in der aufgeheizten Baracke drin war.
    Nach dem Drink hat er mich dann wieder nach Siem Reap ins New Angkor Hotel gebracht.

    Für den ganzen Tag wollte er US$15 fürs rumfahren. Ich gab ihm dann nen 20er und er war überglücklich.


    mein Fahrer am zweiten Tag




























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