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Filme aus Thailand...

Erstellt von Rene, 09.03.2006, 12:43 Uhr · 32 Antworten · 3.086 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Shiai

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    Re: Filme aus Thailand...

    Zitat Zitat von DisainaM",p="329528
    stellt aber keine wesentliche Beeinträchtigung dar.
    Leider haben wir in DE ja ähnliche Probleme. Auch hier werden viele Filme, speziell aus Asien, zer- und umgeschnitten, bzw. die Handlung durch eine falsche Synchro verfälscht. Aus dem Grund kaufe ich meine Filme inzwischen auch kaum noch in DE. Thaifilme, zumindest die Thai-Veröffentlichungen sind nun auch für mich gestorben. Hoffentlich werden sich die HK-Labels mehr für Thai-Filme interessieren, wäre letztendlich schade drum.

    Grundsätzlich finde ich es merkwürdig, wieso viele Menschen bereit sind diese Einschränkungen bei Filmen hinzunehmen. Würden Bücher und Romane ähnlich behandelt werden, z.B. Textpassagen schwärzen, Seiten entfernen o.ä. wäre der Aufschrei groß. Wieso sind also viele bereit dies bei Filmen zu akzeptieren?

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Serge

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    Re: Filme aus Thailand...

    Zitat Zitat von Shiai",p="330145
    Wieso sind also viele bereit dies bei Filmen zu akzeptieren?
    Ich bin dazu genauso wenig bereit. Bei manchen Filmen ist es eine Notwendigkeit, jemanden rauchen zu sehen, oder schiessen, oder was auch immer. Und es hat auch etwas mit freier Entfaltung in der Kunst zu tun. Gerade in Thailand verstehe ich es nicht, wo zur Abschreckung im Fernsehen uebelst verstuemmelte Leichen gezeigt werden, uebrigens oftmals mit rauchenden Polizisten drumherum, aber dann derartige Filmszenen getruebt werden muessen.

  4. #13
    Avatar von DisainaM

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    Re: Filme aus Thailand...

    bei dem th. Jugendschutz geht es ja nicht um die Bilder ansich,
    sondern um emotionale Handlungsketten.

    Eine Frau erhängt sich, im Trailer ohne Filter zu sehen, im Film mit Filter, oder eine Frau zielt mit ihrer Waffe auf den untreuen Mann, im Trailer ohne Filter, im Film mit Filter.

    Bei den Produktionen fürs Ausland spielen dagegen ganz andere Faktoren eine Rolle,
    - Thailand soll als ein Land dargestellt werden, dass sich im Grunde von der thai Town in Los Angeles von nichts unterscheiden soll;
    in den Augen des uninformierten Westlers also nichts ungewohntes.

    vor allem,
    - keine "weil-Ketten",

    (das Problem der "weil-Ketten" kennen wir ja schon aus den Farangbüchern über Thailand - Erklärung siehe Zitat)

    denn bei Auslandproduktionen soll kein kultureller Einführungsunterricht stattfinden, sondern allerhöchstens ein algemeiner Handlungscartoon vor exotischer Kulisse ablaufen, der von jedem verstanden wird.

    Wird dann doch eine Inlandsproduktion im Ausland aufgeführt, besorgt die Synchronisation die Inhaltsreduktion auf das allgemein verständliche Handlungscartoonmuster, wobei kulturspezifische Elemente nach Möglichkeit herausgeschnitten werden.


    Viele Geschichten über Thais in Thailand, die von Farangs geschrieben werden, versuchen das Leben und die Handlungsweisen der Hauptperson dem Leser zu erklären.

    So entstehen in den Geschichten die sogenannten "weil"-Ketten (kausalzusammmenhänge), also `das Mädel kam nach Pattaya, weil ...`, wobei diese weil-Ketten von 2 Faktoren abhängig sind; 1. den Erfahrungen des Autors, und 2. dem Vorstellungsvermögen der Leser.

    Ist der Erfahrungsschatz des Autors wesentlich größer, als das Vorstellungsvermögen der Leser, so müßte der Autor viel mehr über die kulturellen Zusammenhänge in Thailand dem Leser erklären, damit der Leser ´weil`-Ketten versteht, die jenseits seiner Vorstellungen sind.

    Ist allerdings der Erfahrungsschatz des Autors nur unwesentlich größer, als das seiner Leser, dann hat der Autor kein Problem damit, Dinge, die er selber nicht versteht, aus seinen Geschichten auszublenden, oder mit pauschalen Erklärungsschablonen zu bedecken, die ein unwissender Leser plausibel findet.

    Will ein Autor seine Geschichten auch (in Massen ? ) verkaufen, darf er seine Geschichten nicht zu einem Lehrbuch machen, wo jeder Teil der Geschichte, wo er das Verhalten seiner Thaihauptperson erklären muß, eine 5 seitige Aufklärungsbeschreibung über die kulturellen Hintergründe folgt,
    da dann der Unterhaltungswert bei dem unkundigen Leser, der die Story am Strand mal kurz gegen die Langeweile durchfliegt,
    auf Null kommen würde.

    Darum muß man bei Thailand-Story-Books sich immer fragen,

    - wer ist die Zielgruppe des Autors -
    - welcher Lesergruppe würde man sich selber zuordnen -

    Neben dem Thailandstrandurlauber, der mal eben die Story konsumiert, gibt es ja die große Gruppe derjenigen, die sich mit der Marterie schon, durch Ehe, Beziehungen, oder Expatdasein zwangsläufig seit Jahren beschäftigt hat.

    Diese Gruppe kennt diese Stories schon seit Jahren, und wer sich nochmal die Zeit nehmen will, eine zu lesen,
    sucht einen Autor, der bei seinen `weil`-Ketten auf die 08/15 Schablonen verzichtet.

    Doch wenn ein Autor sowohl auf die 08/15 Erklärungen, als auch auf die "sie sind eben anders" Begründung verzichtet,
    dann wird die Story zur Fachliteratur für Fachleute,
    denn plötzlich kommt ein neues Element in die Geschichten,
    etwas, was man den Strandlesern nie vermitteln könnte,
    - nicht lineare Handlungsmuster.

    Plötzlich wird das Ziel einer Reise eines Isaanmädels durch den Weg bestimmt.

    Plötzlich bekommen Farangs mit Geld noch eine andere, wichtigere Bedeutung, die aus dem Brahmismus kommt, und sich mit der Durchleuchtung des Karmas, ausgehend manchmal von seinem Geburtsdatum, bezieht,
    und darüber entscheidet, ob dieser Farang zum Partner werden könnte, oder ob er ein Farang mit Geld bleibt.
    Bei letzteren treten völlig andere Verhaltensstrukturen an den Tag, denn nichts ist schlimmer, als sein Karma mit dem schlechten Karma eines reichen Farangs zu verbinden.
    Diejenigen, die das Risiko eingehen, und sich ev. der kurzfristigen Annehmlchkeiten erfreuen, zeichnen sich dann aber durch `völlig irre Handlungsweise`(aus Farangsicht) aus,
    weil sie den Farang mit seinem Karma wie mit einem Sieb von sich fern halten müssen, während das Geld rituell gereinigt zu ihnen kommen soll.
    Dazu gehört für einige z.B., das Geld durchs Kartenspielen mit Freundinnen (an Freundinnen) zu verlieren, während man selber später durch die Hilfe von Freundinnen überlebt.
    So hat man das Faranggeld "weggeschmissen" (ins eigene soz. Netz), und ist dadurch sauber geblieben, während das Netz später für einen sorgt (oder manchmal auch nicht).

    Aber auch die schwarze Seite würde eine viel wichtigere Rolle spielen, und manche Thaiprogramme, wie das `gin wenja`, dem "Seele essen", würde man zwangsläufig näher behandeln.
    Auch wenn es keiner mag, daß seine Seele gegessen wird, wenn die ...Reserven aufgebraucht sind, beginnt für viele das innere Abdrehen, wobei dann die unschönen Sachen passieren.

    Das besondere dieser Geschichten wäre,
    das "Irre" nimmt kein Ende,
    und viele dieser "irren" Verhaltensweisen hat das Leben manches Betroffenden nachhaltig verändert.

    Nur wird man auf diese Bücher sehr lange warten,
    weil sie nie geschrieben werden.

  5. #14
    Avatar von Serge

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    Re: Filme aus Thailand...

    Woher stammt das Zitat? Wuerde gerne den ganzen Artikel lesen.
    Danke.

  6. #15
    Avatar von DisainaM

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    Re: Filme aus Thailand...

    Das Zitat war ursprünglich hier
    http://www.siamtraveller-forum.org/c...39;t=1944;st=0

    gepostet worden.

    ps. In diesem Unterforum befanden sich sehr viele Geschichten eines gewissen gad. So ist das Zitat (+ topic) auch als Antwort zu verstehen.

  7. #16
    Avatar von Shiai

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    Re: Filme aus Thailand...

    @DisainaM
    Ich kann hier den Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Was hat Dein Posting mit den Zensurrestriktionen zu tun?

  8. #17
    woody
    Avatar von woody

    Re: Filme aus Thailand...

    Zitat Zitat von Serge",p="330162
    Woher stammt das Zitat? Wuerde gerne den ganzen Artikel lesen.
    Danke.
    @Serge, was ist mit der Omma, ist hoffentlich nichts passiert ;-D ?

  9. #18
    Avatar von Serge

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    Re: Filme aus Thailand...

    Zitat Zitat von woody",p="330177
    Serge, was ist mit der Omma, ist hoffentlich nichts passiert ;-D ?
    Omma ist klar, Monta wuerde jetzt sagen, hat mir mein Frisoer erzaehlt. ;-D

  10. #19
    Avatar von DisainaM

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    Re: Filme aus Thailand...

    Zitat Zitat von Shiai",p="330175
    @DisainaM
    Ich kann hier den Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Was hat Dein Posting mit den Zensurrestriktionen zu tun?
    weil Shiai ein anderes Element reinbrachte,
    die Frage, warum die Synchronisation verfälscht wird.

    Dies war IMO nicht nur verfälschung, sondern eher gezielte filterung,
    - und da beginnt der Zusammenhang zum Posting

    Zitat Zitat von Shiai",p="330145
    Zitat Zitat von DisainaM",p="329528
    stellt aber keine wesentliche Beeinträchtigung dar.
    Leider haben wir in DE ja ähnliche Probleme. Auch hier werden viele Filme, speziell aus Asien, zer- und umgeschnitten, bzw. die Handlung durch eine falsche Synchro verfälscht. Aus dem Grund kaufe ich meine Filme inzwischen auch kaum noch in DE. Thaifilme, zumindest die Thai-Veröffentlichungen sind nun auch für mich gestorben. Hoffentlich werden sich die HK-Labels mehr für Thai-Filme interessieren, wäre letztendlich schade drum.

    Grundsätzlich finde ich es merkwürdig, wieso viele Menschen bereit sind diese Einschränkungen bei Filmen hinzunehmen. Würden Bücher und Romane ähnlich behandelt werden, z.B. Textpassagen schwärzen, Seiten entfernen o.ä. wäre der Aufschrei groß. Wieso sind also viele bereit dies bei Filmen zu akzeptieren?

  11. #20
    Avatar von ReneZ

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    4.327

    Re: Filme aus Thailand...

    Vor vielen Jahren habe ich mal mit jemand gesprochen die
    für eine grosse Amerikanische Filmstudio arbeitete.
    Die hat damals erklärt dass wenn ein Film gemacht wird,
    die 2 Stunden dauern soll, und für internationales Publikum
    geplant ist, manchmal 3.5 Stunden Material gedreht wird.
    Das ist weil die Geschichte in vielen Ländern anders dargestellt
    werden muss, entweder durch Gesetzen, oder durch Geschmack.

    In manchen Ländern ist nackte Haut Tabu, in andern ist es
    gefragt, und in Asien soll möglichst viel Blut zu sehen
    sein. Der Film wird überall etwas anders zusammengesetzt.

    Wenn man's voreher machen kann ist es besser als im Nachhinein
    editieren.

    Warum es aber OK ist zu zeigen wie Leute mit scharfen Schwerten
    andere in Kleinteilen zerstückeln (war das Sars Wars?),
    aber eine Flasche Wein ausgeblendet werden muss, entgeht mein
    westliches Verstand

    Gruss, René

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