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Das perfekte Frühstück?

Erstellt von benni, 08.09.2015, 13:51 Uhr · 74 Antworten · 6.833 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von benni

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    Das perfekte Frühstück?

    An und ab ist es ganz witzig zu lesen was in der alten Heimat so geschrieben wird über Dinge, die für jemanden, der seit Jahrzehnten woanders lebt, seit Jahrzehnten als komplett stinknormal empfunden wird.

    Dieser Artikel gehört dazu. Das perfekte Frühstück? Reisbrei mit rohem Ei - Blog: Gruß aus der Küche - derStandard.at ? Lifestyle

    Es handelt sich um die Chok, die thail. Reissuppe, als Frühstück. Habe im Laufe der Jahre Tausende in der Früh verschlungen, schmeckt einfach herrlich und liegt nicht im Magen. Das perfekte Frühstück gin gin.

    Allerdings fiel die Reaktion (Postings auf den Artikel) weniger glimpflich aus. Liegt eventuell an der Zubereitung...

    Das perfekte Frühstück? Reisbrei mit rohem Ei

    TOBIAS MÜLLER6. September 2015, 15:00

    273 POSTINGS



    Eine einfache, aber vorzüglich samtige Mahlzeit – vorzugsweise mit einem rohen Ei

    Was ich esstechnisch vielleicht am meisten vermisse, wenn ich nicht in Asien bin, ist das Frühstück. In Penang oder Guangzhou, in Bangkok oder Peking genießt man den herrlichen Luxus, morgens nach dem Aufstehen einfach auf die Straße zu gehen und an den allgegenwärtigen Fressständen und Imbissbuden zwischen dutzenden verschiedenen Gerichten wählen zu können. Von Bohnensterz, in Schweinefett über offenem Feuer gebraten, über frittierte Teigstangen bis hin zu scharfen Nudelsuppen mit jeder Menge frischen Kräutern. Jede Stadt, jede Gegend hat mehr oder wenige ihre eigene Frühstückskultur – der König des asiatischen Frühstücks aber ist fast überall und immer zu bekommen: der Congee oder Reisbrei.


    foto: tobias müller

    Schnelles Wohlfühlessen

    Auch hier gibt es lokale Unterschiede: Die Südostasiaten stehen auf der würzigen Seite des Reisbrei-Spektrums, sie packen gern Fischsauce und Zitronengras, geröstete Erdnüsse, frische Kräuter und Chilis hinein. Dem gegenüber stehen die zurückhaltender würzenden Chinesen, die den feinen Reisgeschmack ihres Breis lieber nicht zu sehr stören wollen und bloß auf etwas Ingwer und Sojasauce setzen. Hongkonger packen gern sauren Fisch und tausendjährige Eier in die Suppe, Bangkoker setzen auf rohe Eier. Fast immer aber gilt: Congee ist ein perfektes, schnelles Wohlfühlessen.
    Einfach, aber langwierig

    Congee zu machen ist so schrecklich einfach, dass es mich wundert, dass es nicht öfter auch hierzulande angeboten wird. Eine vergleichsweise sehr kleine Menge Reis wird mit einer vergleichsweise sehr großen Menge Wasser oder Suppe so lange gekocht, bis der Reis zerfallen ist und seine Stärke das Wasser in eine schlatzig-weiche, cremig-gaumenschmeichelnd, Herz und Magen wärmende Suppe verwandelt hat.
    Der einzige Nachteil des Reisbreis ist, dass die Zubereitung etwa eineinhalb Stunden dauert. Wer also keine chinesische Großmutter hat, die lange vor allen anderen aufsteht und kocht, der muss etwas auf sein Frühstück warten. Sicher, Sie können Ihren Reisbrei auch vorkochen und dann einfach aufwärmen – das schmeckt aber leider nicht mehr ganz so gut. ("Die Gelehrten sagen, es ist besser, dass ein Mann auf seinen Reisbrei wartet, als dass der Reisbrei auf den Mann warten muss", schrieb schon der chinesische Dichter und Gourmet Yuan Mei im 18. Jahrhundert. "Vermeide es, deinen Reisbrei zu lange stehen zu lassen, weil sonst der Geschmack verschwindet und die Flüssigkeit an die Luft verlorengeht." Zitiert nach diesem Buch (aus dem Englischen selbst übersetzt).
    Es gibt so viele Reisbrei-Rezepte wie Köche. Yuan Mei etwa war ein ausgesprochener Purist: "Reis und Wasser müssen dazu gebracht werden, harmonisch zu verschmelzen, zu einer einzigen weichen Samtigkeit (…) Heutzutage machen die Leute Enten-Reisbrei, dem sie Fleisch zusetzen, und Acht-Schätze-Reisbrei mit diversen Früchten. All das führt aber nur dazu, dass der richtige Geschmack des Reisbreis verlorengeht. Man sollte seinem Reisbrei nichts hinzufügen außer Jungbohnen im Sommer und Hirse im Winter." Ich finde das ein wenig zu frugal. Was folgt, sind ein paar allgemeine Beobachtungen nach einigen Reisbrei-Versuchen sowie meine derzeitige Lieblingsvariante.
    Eine von vielen Möglichkeiten, sich einen Reisbrei zu kochen

    Ein guter Reisbrei braucht wenig Reis und viel Wasser oder Suppe: Auf einen Teil Reis kommen zwischen neun und zwölf Teile Garflüssigkeit, je nachdem, ob das Ergebnis noch eher breiig oder schon sehr ruppig sein soll. Dieses vorzügliche Rezept wählt einen Mittelweg und setzt auf zwölf Teile Wasser plus eine ordentliche Portion Maisstärke. 250 Gramm Reis reichen leicht für vier Esser. Wer ein wenig Suppe mit in den Topf packt, bekommt mehr Würze (auf dem Foto ist es Schweinskopf-Fond), nur Wasser tut's aber auch und bringt den Reisgeschmack schöner zu Geltung.


    foto: tobias müller

    Ich habe meinen Reisbrei stets mit Jasminreis gekocht, kann mir aber vorstellen, dass Risotto-Reis ebenfalls gut funktionieren würde. Experimentieren und posten Sie. Gelegentlich finden sich Rezepte, die bereits gekochten, übriggebliebenen Reis für den Brei benutzen. Das mag ökonomisch sein, der Geschmack aber leidet: der Reisbrei wird einfach weniger schlatzig und dünner. Sparen Sie sich Ihren alten Reis lieber für gebratenen Reis auf.


    foto: tobias müller

    Packen Sie den Reis und das Wasser / die Suppe in einen großen Topf, bringen Sie das Ganze zum Köcheln und lassen Sie es anschließend etwa eine Stunde vor sich hin garen, bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat. Rühren Sie dabei immer wieder einmal kräftig im Topf, damit nichts anbrennt.


    foto: tobias müller

    In der Zwischenzeit würzen Sie Ihr Faschiertes: Mir gefällt ein ordentlicher Schuss dunkle Sojasauce (gibt dem Reisbrei allerdings eine etwas schmutzig dunkle Farbe, siehe Foto), etwas Fischsauce fürs Salz, fein gehackter Ingwer für die Frische, eine Birds-Eye-Chili, ein Schuss Essig, ein klein wenig Knoblauch, und brauner Zucker. Mischen Sie das alles unter das Fleisch und lassen Sie es marinieren, während Ihr Brei kocht.


    foto: tobias müller

    Kurz vor dem Servieren werfen Sie das Faschierte in den heißen Topf und zerdrücken es mit einem Löffel. Lassen Sie es nicht zu lange garen, gerade so, dass es nicht mehr roh, aber noch saftig ist.


    foto: tobias müller

    Geben Sie den heißen Brei in Schüsseln, werfen Sie ein rohes Ei für etwas Fett und noch mehr Sämigkeit hinein, bestreuen Sie das Ganze mit dem gehackten Grün einiger Frühlingszwiebel. Der Tag kann beginnen. (Tobias Müller, 6.9.2015)


  2.  
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  3. #2
    Avatar von Dieter1

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    Naa, i mogs net.

  4. #3
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zwei Eier in die Pfanne, mit Speck und Zwiebeln, dazu frische Brötchen, Butter und Marmelade. Das ist ein perfektes Frühstück, und es geht schnell. Am frühen Morgen schon Reis kochen geht mal gar nicht.

  5. #4
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um die Chok, die thail. Reissuppe, als Frühstück. Habe im Laufe der Jahre Tausende in der Früh verschlungen, schmeckt einfach herrlich und liegt nicht im Magen. Das perfekte Frühstück gin gin.
    Djok? Nein Danke! Es gibt so etwas was man im Englischen "acquired taste" nennt, also etwas an das man sich erst gewöhnen muss um es zu schätzen. Ich habe mich daher in meinen ersten Wochen in Thailand überwunden, täglich so eine Djok Suppe zum Frühstück zu essen. Allerdings schmeckte sie mir nach 2 Wochen auch nicht besser als am ersten Tag, daher habe ich es aufgegeben, und zwar für immer.

    Das perfekte Frühstück sieht für mich eher so aus:



    Cheers, X-pat

  6. #5
    Avatar von benni

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    Alles Geschmacksache. Allerdings ist Spoks Vorgangsweise schon etwas abwegig. Man braucht sich an nichts gewöhnen zu müssen. Etwas passiert oder passiert nicht. Nur keine verkrampften Verbiegungen.

  7. #6
    Avatar von Chak

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    Ich mag Djok ab und an ganz gerne mal, das sieht bei meiner Frau aber auch etwas apetitlicher aus als in dem Artikel. Auch ist das Ei nicht komplett roh, ich schätze sie gibt es zum Ende der Garphase hinzu, so dass es noch weich und teilweise flüssig ist.

  8. #7
    Avatar von ChangLek

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    .............und was kommt jetzt auf den Toast? Meine Schwägerin, als wir im Juli in Nan waren, hat ab und zu morgens Chok auf dem Markt geholt. Der war noch heiß und so konnte das rohe Ei durch umrühren verfestigt werden. Auch die Variante mit Speck un Ei ist mir kredenzt worden. Es mundete beides.............

  9. #8
    KKC
    Avatar von KKC

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    Ich stehe da lieber auf
    - Grünen Tee
    - Müsli mit zusätzlich Walnuss, geschrotetem Leinsamen und ein paar getrockneten Gojifrüchten
    - Fruchtjogurt

    Zum Schluß:
    Jägermeister, eiskalt

    P.S.: Auf Reisen (im Hotel) vergreife ich mich ausgiebig am Bufett!!

  10. #9
    Avatar von credit

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    Hier im Nordosten wird diese Suppe mit den gebrochenen Reis zubereitet, der in der Regel auch etwas billiger ist. Serviert wird's ohne Ei, aber mit etwas "Maggi" oben drauf.

    Mit den Maggi schmeckts auch mir, weil Reis normalerweise ohne Salz gekocht wird und sonst fad schmecken würde.

    Die Suppe wird weniger als Frühstück, sondern als stärkende Mahlzeit für Schwache und Kranke gereicht.

    Lg credit

  11. #10
    Avatar von benni

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Ich stehe da lieber auf
    - Grünen Tee
    - Müsli mit zusätzlich Walnuss, geschrotetem Leinsamen und ein paar getrockneten Gojifrüchten
    - Fruchtjogurt

    Zum Schluß:
    Jägermeister, eiskalt

    P.S.: Auf Reisen (im Hotel) vergreife ich mich ausgibig am Bufett!!
    Große Schale Müsli mit frischen (tropischen) Früchten, auch mein Top Fav seit der Schulzeit.

    Allerdings sich den Magen vollschlagen an den Buffets der 3-5* Häuser unterwegs in Thailand bedeutet auch Schwerfälligkeit, Trägheit und Unwohlgefühl. Kenne ich auch zur Genüge und habe schon lange keinen Bock mehr auf das. Die ganzen fetten Croissants, Brötchen, Würstchen, der fettigste Speck auf Erden und der "billige" Importkäse, die Bohnen, die chemische Marmelade und die Butter in Eiswürfeln, die Säfte aus dem Abfüller etc etc etc thanks, but no thanks

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