Seite 6 von 18 ErsteErste ... 4567816 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 178

Zahlen und Fakten zu A1

Erstellt von strike, 28.10.2010, 11:38 Uhr · 177 Antworten · 36.406 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von alder

    Registriert seit
    29.12.2010
    Beiträge
    6.587
    Wenn man die Frau erst davon überzeugen muss, dann stimmt mit deren Einstellung der Auswanderung ine in vollkommen fremdes Land aber schon etwas grundlegendes nicht.
    Wohl war. Für jeden, der nur halbwegs alle Tassen im Schrank hat, muss das oberste Ziel sein, dass seine Frau die Landessprache lernt. Genauso wäre für mich eine Frau undiskutabel, die meint, das bräuchte sie nicht.
    Als wir uns entschieden haben aus unserer "Fernehe" eine Richtige zu machen, war das überhaupt kein problem für meine Frau den A1 zu machen. Sie weiss auch bis zum heutigen Tag nicht, wie ich wirklich über diesen Schmarrn denke, weil ich sie nicht gleich mit negativen Feedbacks bombardieren will. Sie hat es auch ohne zu Murren aktzeptiert und gebüffelt bis die Birne geraucht hat.

    Aber irgendwann dann kurz vor dem Test im Goethe, hat sie Bedenken geäussert, dass sie es vielleicht nicht schafft und ob ich ihr dann böse bin.
    " Quatsch, dann machstes halt nochmal, was solls....". Und dann fragte sie, warum sie eigentlich das alles getrennt von mir lernen soll, ob es in Deutschland keine Schulen gäbe...."
    Ohne die ganze Politik zu kennen, die hinter diesem Unsinn steckt, hat sie für mich damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Sie hat den A1, kann aber immer noch kein Deutsch - nicht mal die Zahlen so genau. Auswendig gelernte Sätze kann sie runterplappern, wendet man sie aber auf eine andere Situation an, steht sie schon auf dem Schlauch.

    Und ihr ist - wie ich befürchte - die Lust auf Schule und vor allen Dingen anschliessenden Tests vergangen.
    Dummerweise habe ich von dem Integrationskurs erzählt. Ihre erste Frage war, ob es dann auch einen Test gibt und ob sie ausgewiesen wird, wenn sie ihn nicht besteht.

    Das hat uns also der A1 gebracht. Ein paar Brocken Deutsch und Unlust und Angst vorm weiteren Lernen.

  2.  
    Anzeige
  3. #52
    Avatar von socky7

    Registriert seit
    07.11.2007
    Beiträge
    3.069
    Zitat Zitat von alder Beitrag anzeigen
    Dummerweise habe ich von dem Integrationskurs erzählt. Ihre erste Frage war, ob es dann auch einen Test gibt und ob sie ausgewiesen wird, wenn sie ihn nicht besteht.
    Das hat uns also der A1 gebracht. Ein paar Brocken Deutsch und Unlust und Angst vorm weiteren Lernen.
    Wenn die promovierten Scharfmacher im Innenausschuss des Bundestages: Uhl (CSU) und Wiefelspütz (SPD) keine neuen Schikanen für Ehefrauen aus Nicht-EU-Ländern und sonstige Immigranten durchsetzen, müssen nur die 600 Deutschstunden in den Integrationskursen nachgewiesen werden.
    Zwei Jahre und elf Monate nach Einreise in Deutschland hat meine Thaifrau jetzt mit Zertifikat Deutsch A 1 und einem Niveau von A 2 die unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Meine Frau muss jetzt nur noch zur Ausländerbehörde, nachdem sie einen neuen thailändischen Reisepass bekommen hat um die Niederlassungserlaubnis zu übertragen. Ich gehe davon aus, dass sie den neuen Pass auch im Konsulat der thailändischen Botschaft in Berlin bekommt - oder irre ich mich da ?

  4. #53
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wenn man die Frau erst davon überzeugen muss, dann stimmt mit deren Einstellung der Auswanderung ine in vollkommen fremdes Land aber schon etwas grundlegendes nicht.


    Meine Rede, Chak.
    Und mein Hinweis an Rooy.
    Seit langem.

  5. #54
    Avatar von lucky2103

    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    11.393
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wenn man die Frau erst davon überzeugen muss, dann stimmt mit deren Einstellung der Auswanderung ine in vollkommen fremdes Land aber schon etwas grundlegendes nicht.
    Gegenfrage: Wieviele Farang- Expaten in TH sind denn überzeugt, dass das Erlernen der Landessprache in Wort und Schrift unabdingbar zur Auswanderung dazugehört ?

    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Zu Luckys Frage: So ein Rückzug geschieht ja meist nicht fluchtartig. Insofern kann man einen Schulbesuch ja wohl in deinem Fall genauso zeitlich einplanen, wie bei uns, die vorher nicht in Thailand gelebt haben.
    Ich als Deutscher erwarte nicht weniger, als dass ich mit meiner rechtmäßig angetrauten Ehefrau jederzeit und ohne Verzug in Deutschland sesshaft werden kann - der Staat hat sich nicht in meine privaten familiären Dinge einzumischen.
    Wenn der A1- Kurs + Prüfung in D nach dem Umzug besucht werden könnte (wie in Belgien), so wäre dies für mich noch akzeptabel.

    Nicht fluchtartig ? Was wäre, wenn TH durch politische Umwälzungen nach dem Ableben des Vaters der Nation im Chaos versinkt und wir schnell raus müssten ?
    Dürften wir dann die Szenen, die sich vor der US-Botschaft in Saigon 1975 zugetragen haben, nachspielen ?

    Nebenbei: Das Goethe- Institut ist 800km von unserem Wohnort entfernt, die nächste Deutschschule in CNX fast 300km. Abgesehen davon kostet der Kurs + Prüfung runde 500,- €, ist also nicht ganz billig.
    Ich hab mir mal die Kostenpunkte angesehen. Da ist u.a. von ein paar Lehrbüchern, welche 2100 THB kosten, die Rede. Desweiteren werden Fragen der Schüler nur Dienstags von 15.00 - 17.00 h beantwortet - die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun, diese Goethe- Institutler.


    Was mich am meisten in der ganzen Angelegenheit kränkt, ist dass der deutsche Gesetzgeber mich als rechtmäßig Verheiratetem in einen Topf wirft mit Rentnern, die 20-jährige Stangentänzerinnen aus Pattaya per "Visum zu Heirat" nach Deutschland bringen wollen.

  6. #55
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    *
    Erneut - aus meiner Sicht - eine gute Argumentation.
    Es muss jeder fuer sich entscheiden duerfen, was einem selbst wichtig ist.

    Deswegen auch mein mehrfacher Hinweis an Rooy, dass ein derartiges Anliegen - auch aus nachvollziehbaren Gruenden - von den Ehepartnern selbst geleistet werden muss.
    Wenn man denn das Erlernen der deutschen Sprache zum "Gluecklich sein" fuer elementar haelt.
    Die Ueberzeugungsarbeit muss er dann schon selbst leisten.
    Dies darf man meines Erachtens - auch und besonders nicht aus Bequemlichkeit - nicht dem Gesetzgeber ueberlassen bzw. delegieren.

    Dein Hinweis auf das ploetzliche Ableben koennte man auch um das Beispiel Fukushima erweitern.
    Wenn dies in einem nicht priviligiertem Lande passiert waere, wuerde es vielleicht ein paar weniger Menschen geben, die diese Regelung auch noch toll finden.
    In einer derartigen Situation muesstest Du Deine Frau naemlich erst mal ein paar Monate in TH zuruecklassen - kranker geht es nimmer.

    Neben der von Dir erwaehnten Kraenkung aergert mich besonders und wie schon oefter erwaehnt die praktizierte und wissentlich akzeptierte Inlaenderdiskrimienrung.
    Ein Parlament, dass es zulaesst, dass Deutsche schlechter gestellt werden als bei uns lebende Gaeste, verdient es nicht Vertretung des deutschen Volkes genannt zu werden.

    Ich erinnere an den Fall des Griechen, der seine gerade erworbene deutsche Staatsangehoerigkeit aus diesem Grunde zurueck gab, um derartigen Problemen beim Nachzug seiner Ehefrau aus einem Nicht-Eu-Land aus dem Wege zu gehen, die er nur deshalb hatte, weil mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehoerigkeit auch die Schlechterstellung des Deutschen griff.

    Da die Zahlen der Betroffenen aber ueberschaubar ist (2009 gab es 17.000 Nachzuege zum deutschen Ehepartner) koennen sich die Entscheidungstraeger sicher sein, dass dies keine grossen Wellen macht und ihr verlogenes Spiel weiterspielen.
    Nichts beherrschen meines Erachtens diese sogenannten Volksvertreter wie Wiefelspuetz oder Uhl offensichtlich besser als Demagogie.
    Detailfragen von mir wurden von diesen Herren immer abgebuegelt bzw. gar nicht ernst genommen - obwohl die es wirklich wert sind genauer hinzuschauen, was genau man da eigentlich beschliesst.
    Menschen und deren Schicksale interessieren diese Herren meiner Meinung nach nicht wirklich.

    Aber solange sie sogar Beifall fuer diesen Eingriff in die Privatangelegenheiten selbst von Betroffenen ernten kann, dies ja alles nicht so verkehrt sein, gelle?

    P.S.: Nichts spricht gegen Sprachanforderungen und - angebote vor Ort in Deutschland, aber auch das hatte ich schon zig Mal betont.

  7. #56
    Avatar von Armin

    Registriert seit
    13.10.2001
    Beiträge
    1.415
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Interessante Diskussion, der ich gerne folge.

    Aber kann mir mal einer erklären, warum es richtig, gerecht und korrekt sein soll, wenn ich mit meiner thail. Frau jahrelang mit von der Botschaft legalisierter Heiratsurkunde hier in TH lebe...und im Falle eines Rückzuges nach D diese wegen fehlendem A1 gar nicht mitnehmen dürfte ???
    Korrekt ganz sicher nicht, wenn man sieht, wie Viele die Gesetze dehnen und biegen um nur ihr private Ziel zu erreichen: das Glück mit einer Außerirdischen.
    Wie war das mit dem Grundgesetz ? "Die Ehe und Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates...fff"

    Die dt. Ausländerpolitik ist, um es nett zu formulieren, merkwürdig.
    Mir ist mein Heimatland, seine Gesetze und Beamten einfach nur suspekt - deswegen wohne ich dort seit 14 Jahren nicht mehr.
    Ich lebe seit 1985 nicht mehr dort und schätze mein Geburtsland und frühere Heimat nach wie vor.
    Ob ich bei einer Rückkehr nach D. Probleme mit meiner Frau (Thai) habe weiß ich noch nicht. Die Sprache wird es nicht sein, obwohl ich kein fließend Thai kann und sie kein Deutsch. Auf jeden fall bräuchte ich keinen Staat, der mir vorschreibt wie ich mich zu verständigen habe. Ich verstehe noch lange nicht alles wie meine Frau tickt und sie hat auch Schwierigkeiten mit meiner deutschen Denke. Doch wir haben das 26 Jahre geregelt und werden es weiter regeln, egal wo wir uns aufhalten. Dass man sich dabei an landestypische Gesetze und deren Beamte halten muß ist klar. Auch wenn es manchmal nervt und Zeit und Geld kostet.
    Wie war das mit dem Grundgesetz ?
    Wegen dem Grundgesetz bleibe ich weiter Deutscher.

  8. #57
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.493
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Wenn der A1- Kurs + Prüfung in D nach dem Umzug besucht werden könnte (wie in Belgien), so wäre dies für mich noch akzeptabel.

    Nicht fluchtartig ? Was wäre, wenn TH durch politische Umwälzungen nach dem Ableben des Vaters der Nation im Chaos versinkt und wir schnell raus müssten ?
    Dürften wir dann die Szenen, die sich vor der US-Botschaft in Saigon 1975 zugetragen haben, nachspielen ?

    Nebenbei: Das Goethe- Institut ist 800km von unserem Wohnort entfernt, die nächste Deutschschule in CNX fast 300km. Abgesehen davon kostet der Kurs + Prüfung runde 500,- €, ist also nicht ganz billig.
    Ich hab mir mal die Kostenpunkte angesehen. Da ist u.a. von ein paar Lehrbüchern, welche 2100 THB kosten, die Rede.
    Lucky, wenn du derartige Befürchtungen hast, dann ist es aber grob fahrlässig, dass deine Frau nicht schon längst mit dem Deutschkurs angefangen hat.

    Und dein Kostenargument widerspricht deinem anderen Argument, man könnte ja auch hinterher in D. lernen, denn da wird es nicht billiger.

    Und zu den Rentnern mit den 20-jährigen Stangentänzerinnen, inwiefern sollte man dich denn diesen gegenüber bevorzugen? Dasm wäre dann doch erst recht Diskriminierung.

  9. #58
    Avatar von lucky2103

    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    11.393
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Lucky, wenn du derartige Befürchtungen hast, dann ist es aber grob fahrlässig, dass deine Frau nicht schon längst mit dem Deutschkurs angefangen hat.
    Ich plane nicht den Rückzug nach D, aber der Gedanke, dass ich meine Frau im Falle eines Falles zurücklassen müsste, ist erschreckend.

    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Und dein Kostenargument widerspricht deinem anderen Argument, man könnte ja auch hinterher in D. lernen, denn da wird es nicht billiger.
    Wichtig ist, dass meine Frau frei mit mir reisen könnte, was nicht der Fall ist.
    Stattdessen werden im Ursprungsland (Thailand) mit Absicht hohe finanzielle Hürden aufgebaut, um Bewerber abzuschrecken.
    Ist Dir jemals aufgefallen, dass Japanerinnen, Koreanerinnen oder Australierinnen keinen A1- Test absolvieren müssen ? Nein, da ist kein Integrationsbedarf vorhanden ? Die Angehörigen dieser Staaten müssen sich nicht auf Anhieb in der dt. Gesellschaft zurechtfinden können ? Warum nicht ? Fragen über Fragen...
    Ich habe den entsprechenden Text der dt. Botschaft auf Thai gelesen...so etwas Scheinheiliges und Verlogenenes habe ich noch nie gesehen.

    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Und zu den Rentnern mit den 20-jährigen Stangentänzerinnen, inwiefern sollte man dich denn diesen gegenüber bevorzugen? Dasm wäre dann doch erst recht Diskriminierung.
    Warum sollte der Gesetzgeber mich gegenüber gegenüber Rentnern, die 20-jährige Stangentänzerinnern nach D schaffen wollen, bevorzugen ?
    Weil ich im Gegensatz zu denen jahrelang nach dt. Recht mit meiner Frau verheiratet bin...genau deshalb.

    Aber ich sehe schon, Du argumentierst aus der Position des "Habenden", kannst es Dir also leisten, die bestehenden Regellungen als sinnvoll darzulegen - weil sie Dich nicht (mehr) tangieren.

  10. #59
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373
    @ Armin, wie lange geht dir die Frage schon im Kopf rum? dachte..das ist längst geklärt..

    -> " Ob ich bei einer Rückkehr nach D. Probleme mit meiner Frau (Thai) habe weiß ich noch nicht."

    @Lucky, hast du einen Link, das das nicht funzt ??

    -> " Ich plane nicht den Rückzug nach D, aber der Gedanke, dass ich meine Frau im Falle eines Falles zurücklassen müsste, ist erschreckend. Wichtig ist, dass meine Frau frei mit mir reisen könnte, was nicht der Fall ist. Stattdessen werden im Ursprungsland (Thailand) mit Absicht hohe finanzielle Hürden aufgebaut, um Bewerber abzuschrecken." usw.


    Kann mich noch dunkel daran erinnern, wie z.B. ein EX Member des Forums..nach D.-Land mit seiner Thaifrau zurückgegangen war.. ..nach x Jahren Daueraufenthalt in TH.

  11. #60
    Avatar von lucky2103

    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    11.393
    Zitat Zitat von Nokgeo Beitrag anzeigen

    Kann mich noch dunkel daran erinnern, wie z.B. ein EX Member des Forums..nach D.-Land mit seiner Thaifrau zurückgegangen war.. ..nach x Jahren Daueraufenthalt in TH.
    Wenn dies so sein sollte, dann bin ich sehr zufrieden und höre auf zu meckern.

Seite 6 von 18 ErsteErste ... 4567816 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. unglaubliche Fakten aus Berlin
    Von socky7 im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 08.09.10, 17:49
  2. Steuern zahlen
    Von Tschaang-Frank im Forum Treffpunkt
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 05.07.09, 20:50
  3. STATISTIK... nur Zahlen
    Von Lanna im Forum Treffpunkt
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 29.12.07, 17:31
  4. Fakten , Daten und etwas Geschichte aus dem Isaan
    Von Otto-Nongkhai im Forum Literarisches
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 01.05.03, 23:07
  5. Fakten und Zahlen
    Von Harakon im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 22.08.01, 19:34