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Wohnraumnachweis / Gehalt bei Heirat einer Thailänderin in Deutschland

Erstellt von sthennin, 08.02.2015, 19:53 Uhr · 23 Antworten · 3.363 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von sthennin

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    Wohnraumnachweis / Gehalt bei Heirat einer Thailänderin in Deutschland

    Hallo liebes Forum ;),

    ich habe eine sehr spezielles Frage und leider könnte mir das noch niemand zufriedenstellend beantworten.

    Ich habe vor meine Verlobte (sie ist seit Ende des Monats wieder in Thailand) zu heiraten. Über die allgemeinen Vorgänge wurde ich aufgeklärt und ich war auch bereits beim Standesamt.

    Bevor wir jedoch alles weitere in die Wege leiten, wollte ich folgendes in Erfahrung bringen:
    Einen Nachweis über Wohnraum und Gehalt muss ich beim Standesamt einreichen, richtig?
    Meine Verlobte hätte die Chance direkt in Mainz arbeiten zu können und eine Ausbildung zu beginnen. Ich wohne in Köln, ihre Mutter in Mainz.
    Ist es möglich sie trotz einer Heirat in Mainz, bei ihrer Mutter, melden zu lassen, wenn ich weiterhin in Köln bin? Zudem wohne ich derzeit in einer WG mit einem Arbeitskollegen. Genug Platz wäre eigentlich vorhanden, aber die Vermieterin stellt sich quer, sodass ich sie nicht bei mir wohnen lassen könnte.
    Würde sich eine ABH in solchen Fällen quer stellen? Hat jemand schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Eine nächste Frage: Welches benötigte Gehalt berechnet die ABH im Regelfall?

    Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

    Freundliche Grüße
    Steve

  2.  
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  3. #2
    Avatar von singto

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    Die Gehaltsnachweise sind nur dazu da, damit das Oberlandesgericht die Gebührenhöhe für das Ehefähigkeitszeugnis berechnen kann.

    Offiziell heißt das "Antrag auf Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses". Der Antag wird mit Euch zusammen bei der Anmeldung zu Eheschließung beim Standesamt erstellt und zur Prüfung ans OLG weitergeleitet.

    Und zwar wird das immer dann gemacht, wenn das Herkunftsland nur eine Familienstandsbescheinigung anstelle eines Ehefähigkeitszeugnisses ausstellt.

    Die AB kann Dir aufgrund geringen Verdienstes die Einreise/Heirat nicht verweigern. Außerdem sagst Du doch dass Deine Verlobte eine Ausbildung beginnen könnt. Das müsste ausreichen.

    Was hast Du denn für eine Vermieterin, die Dir verbieten möchte mit Deiner zukünftigen Frau zusammenzuleben?
    Die vorübergehende räumliche Trennung solltest Du beim Standesamt erwähnen, dürfte aber kein Problem sein. Falls Du nichts sagt und das AB erfährt davon, könnte es leicht zum Verdacht auf Scheinehe führen.

  4. #3
    Avatar von sthennin

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    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Ja das ist in der Tat eine berechtigte Frage. Meine Vermieterin ist über 70 Jahre alt und meinte sie ist für sowas nicht zu haben und auch zu alt dafür. Ich musste ihr erst einmal erklären, dass es sich um keine Scheinehe handelt und keiner in die Wohnung kommt um gewisse Dinge zu kontrollieren, aber das hat nichts gebracht.
    Meinen Mitbewohner kann ich auf den Kosten der Wohnung, die wir neu bezogen haben, auch nicht sitzen lassen.

    Werde bei der ABH auch direkt angeben, dass wir sie in Mainz melden lassen wollen, eben aufgrund der beruflichen Situation und meiner Problematik mit der Vermieterin. Ich habe ja auch nichts zu verbergen und würde da mit offenen Karten spielen.

    Zwecks der Gehälter habe ich bereits ähnliches gelesen, wie du es beschrieben hast, allerdings auch wieder von vielen gehört, dass die ABH aufgrund der Nettoeinkommen berechnet, ob ich sie quasi finanzieren kann. Dadurch ist man irgendwann echt verunsichert.

  5. #4
    Avatar von JT29

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    Es kommt darauf an, wie die Anwälte immer zu sagen pflegen.
    Der Gehaltsnachweis kann vom Standesamt gefordert werden, sofern auch das Einkommen für die Berechnung der Gebühren des OLG herangezogen wird (in BW ist das eben nicht so, da betrifft es nur die Antragstellerin).

    Die AB wird mit Sicherheit eine Gehaltsmitteilung der letzten 3 Monate fordern und den Mietvertrag. Und ja es gibt da schon Vermieter, die was gegen Zuwachs in der Wohnung haben, weil sie z.B. zu klein ist oder aber man eine Pauschale bei den Nebenkosten hat usw. - ist nicht unüblich. Und selbstverständlich kann die AB auch das Visum dann verweigern, wenn nicht genug Geld da ist oder eine adequate Wohnung (Hartz4 Niveau). Sie kann es (fast) nicht, wenn man in TH heiratet, dann greift das GG.

    Ich würde mir eher Gedanken wegen der Scheinehe machen.

  6. #5
    Avatar von sthennin

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    Wie meinst du das 'Gedanken wegen der Scheinehe machen?'

    Um vlt meine persönlichen Verhältnisse aufzuklären: Ich bin 24 habe einen Bachelor und studiere nebenbei im Master. Habe ein Vollzeitstelle, die allerdings bisher nicht sonderlich viel abwirft (1250€ Brutto). Meine Wohnung umfasst 74m^2 und ist frisch renoviert etc. Aber die würde wohl schon als Meldeort entfallen. Die Wohnung ihrer Mutter und ihres Stiefvaters ist ebenfalls groß genug und sie hat dort ein eigenes Zimmer. Das hatte sie die letzten zwei Jahre und auch bis sie mit 17 wieder nach Thailand ausgereist ist.

    Sobald sie die Ausbildung beendet hat, werden wir spätestens zusammenziehen.

    Das ist zumindest der Plan. Allerdings eröffnen sich immer mehr Schranken...

  7. #6
    Avatar von JT29

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    Mach das mal mit der zuständigen AB aus, hoffe nur, die glaubt Dir die Geschichte.
    Als ich damals geheiratet habe, dann hat meine Frau selbstverständlich bei mir gewohnt. Für mich klingt das alles irgendwie komisch und ich zähle bei den bisher vorliegenden Infos besser nicht 1 und 1 zusammen - ist auch nicht mein Bier.

  8. #7
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von sthennin Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das 'Gedanken wegen der Scheinehe machen?'

    Um vlt meine persönlichen Verhältnisse aufzuklären: Ich bin 24 habe einen Bachelor und studiere nebenbei im Master. Habe ein Vollzeitstelle, die allerdings bisher nicht sonderlich viel abwirft (1250€ Brutto). Meine Wohnung umfasst 74m^2 und ist frisch renoviert etc. Aber die würde wohl schon als Meldeort entfallen. Die Wohnung ihrer Mutter und ihres Stiefvaters ist ebenfalls groß genug und sie hat dort ein eigenes Zimmer. Das hatte sie die letzten zwei Jahre und auch bis sie mit 17 wieder nach Thailand ausgereist ist.

    Sobald sie die Ausbildung beendet hat, werden wir spätestens zusammenziehen.

    Das ist zumindest der Plan. Allerdings eröffnen sich immer mehr Schranken...
    Wie ist Deine Verlobte eigentlich an das Visum für den Schengenraum gekommen?

  9. #8
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von JT29 Beitrag anzeigen
    Für mich klingt das alles irgendwie komisch und ich zähle bei den bisher vorliegenden Infos besser nicht 1 und 1 zusammen - ist auch nicht mein Bier.
    Das geht mir ähnlich......------> 3 Beiträge

  10. #9
    Avatar von sthennin

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    Sie ist mit 11 Jahren nach Deutschland gekommen und lebte seitdem bei Ihrer Mutter. Mit 17 Jahren verließ sie Deutschland wieder, aufgrund eines Streits mit ihrer Mutter welche sie auch auswirken ließ. Mit 24 kam sie im Zuge eines FSJ und ihres Studiums nach Deutschland (in selbigen Betrieb würde sie auch sofort arbeiten können). Sie wollte auch noch während ihres FSJ das Visum verlängern und in Deutschland studieren. Das wäre an sich kein Problem wurde uns gesagt etc. Wir haben da monatelang gekämpft wurden aber immer wieder abgelehnt und sie erhielt nie die Erlaubnis hier zu studieren oder eine Ausbildung zu beginnen. Problem war die Ausweisung durch ihre Mutter mit 17 Jahren.
    Dadurch verlor sie die rechtliche Grundlage ein Visum umzuwandeln.

    Ist ne ewig lange Geschichte, weil ich irgendwann auf einmal sogar mit der Härtefallkommission nach, ich glaube, Paragraph 23 AufenthG in Kontakt war. In der Zeit nach Ablauf ihres Visums war sie im Besitz eines Fiktionsbescheids.

    Das zu ihrer Vorgeschichte und der Tatsache es würde komisch klingen. Nun wollen wir heiraten, damit wir einfach auch zusammen sein können. Sicherlich hab ich mir ne Hochzeit auch unter anderen Umständen vorstellen können, aber eine Beziehung über 12.000km zu führen, ohne eine Aussicht auf Änderung ist für mich einfach absurd.

  11. #10
    Avatar von markobkk

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    Was Deine Vermieterin sagt ist Quatsch und voellig irrelevant. Sie kann und darf Dir nicht verbieten wer bei Dir wohnt und wenn's Deine Frau ist dann schon gar nicht. Du must sie in diesem Fall noch nicht mal fragen oder informieren. Deine Frau zieht ein und fertig.

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