Seite 1 von 45 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 441

Wilde Tiere in Thailand - Reale Gefahren oder übertriebene Angstmache?

Erstellt von khid, 17.03.2012, 14:21 Uhr · 440 Antworten · 89.876 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von khid

    Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    173

    Cool Wilde Tiere in Thailand - Reale Gefahren oder übertriebene Angstmache?

    Keine Ahnung, ob das Thema hier schon mal aufgegriffen wurde - aber es kann ja nicht schaden das Thema nochmals zu beleuchten...

    Von Region zu Region gibt es in Thailand unterschiedliche, potentiell gefährliche Tiere in freier Wildbahn und in urbanen Gegenden.
    Neben zahlreichen Gift- und Würgeschlangen gibt es noch diverse Insekten, Würmer und Großwild wie Tiger, Leopard und Elefant.
    Die größte Gefahr in den Dörfern uns Städten geht aber wohl von den zahllosen Haustieren wie Hunden und Katzen aus, die hier nicht selten zum Schutz von Haus und Hof "scharf" gehalten werden - und die allermeisten sind nicht gegen Tollwut geimpft!

    Dieser Thread soll Erfahrungen der User mit den verschiedensten Tieren in Thailand sammeln - in Form von Anekdoten, persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Es kann spannend und ernüchternd sein - ich bin gespannt!

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von siamthai1

    Registriert seit
    02.02.2011
    Beiträge
    5.710
    abend khid

    ja da hast du recht ! es gibt viel wilde tiere hier wie zb. schlangen , und davon leider nicht wenige. aber mit der zeit lernt man damit zu leben.
    kann mich eigentlich nicht mehr erschrecken, man weiss mit der zeit wie man sich verhalten muss. grosse tiere die gefährlich werden könnten gibts bei uns nicht.
    aber dafür jede menge kleintiere die ich nicht kenne, aber trotzdem vorsicht geboten ist.

  4. #3
    Avatar von khid

    Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    173
    Hypothetische Realitäten ;o) :

    Als ich die erste Tour durch das Land des Lächelns plante, war mein Gang zum Tropenarzt obligatorisch.
    Natürlich war Malaria damals noch ein Thema (ist´s heute auch noch, nur weniger wahrscheinlich), eigentlich war die "Malaria-Tropica" sogar die nominelle Hauptgefahr. Eine Ansteckung verläuft oft "verdeckt" (z.B. Erkältungssymptome oder Übelkeit) und zeitverzögert (bis zu 12 Monate! Inkubationszeit!) und führt, wenn sie nicht rechtzeitig (ca. 1 Woche nach den ersten Symptomen kann es bereits zu spät sein (= Patient tot!)) behandelt wird.
    Mein Tropenmediziner hatte aber noch eine andere Gefahr im Auge: Tollwut.
    Weltweit gab es damals keine 3 dokumentierete Fälle von Menschen, die eine Tollwutinfektion überlebt haben. Bereits ein Kratzer von einer mit Tollwut infizierten Katze kann den Erreger auf den Menschen übertragen - und das war´s dann! Die einzige Rettung kann nur noch eine sofortige Impfung sein - aber auch die ist dann keine Garantie mehr.
    Ich habe mich damals nach WHO-Methode gegen Tollwut impfen lassen und frische diese Impfung regelmäßig auf.

    Als nächste Gefahr wären dann nicht tödliche, aber sehr schmerzhafte und unschöne Kleinsttiere zu nennen: Fadenwürmer.
    Dieses fiese kleine Tierchen lebt im Schlamm und Schlick von Flussbetten, Seen, Reisfeldern und Teichen - aber auch an Stränden kann er vorkommen.
    Es ist ein länglicher Wurm, der ein Wirtstier sucht - und auf größere Tiere wie Wasserbüffel "geeicht" sein soll. Im Menschen kennt sich das Tierchen offenbar nicht aus und wandert über die Fußsohlen direkt unter der Haut die Beine rauf, hinterlässt dort unschöne weiße Spuren, Schmerzen und Dauerschäden.
    Eine Behandlung tötet nur die Würmer, die Narben unter Haut können aber längere Zeit sichtbar bleiben. Der Grund für die Wanderung dieses Wurms ist die Suche nach der Leber des Wirtes. Fotos, die ich gesehen habe, waren alles andere als schön anzuschauen.

    Weg von den hypotetischen Gefahren, zu realen Erlebnissen:

    Das Frühstück:
    Ich saß mit meiner Frau, meinen Schwiegereltern und Schwägerinnen morgens um 7.00 Uhr beim Thaifrühstück (Suppe mit Einlage/ Reis/ Obst/ Rohkost) auf der Veranda des Hauses. Das Satteldach des Hauses neigte sich in Richtung Veranda (damals noch im Bau). Der Hahn meines Schwiegervaters saß oben auf dem First und begann plötzlich mit heftigem Gezeter. Alle am Tisch schauten hoch (ich nur kurz, da ich mit dem Rücken zum Haus saß). Dann rief meine Schwägerin: "Ngu hau", was Kobra bedeutet. Alle sprange auf - außer mir natürlich, der damals nicht wusste, was los war! Meine Frau, damals noch meine Verlobte, bedeute mir dann geflissentlich mit Handzeichen und ängstlichem Blick doch bitte aufzustehen und zu ihr zu kommen. Ich tat wie geheißen und sah nach oben:
    Der Hahn kämpfte mit der Schlange - beide konnten sich nur mit Mühe auf dem Dachfirst halten und es war nicht klar, wer von beiden zuerst "abstürzen" würde - und in welche Richtung! Zur Ehrenrettung des Hahns sei gesagt, dass der natürlich fliegen konnte... bei Schlangen sind da Zweifel angebracht...
    Wir standen da nun zu siebt in sicherer Entferung zu unserem Frühstück und beobachteten dieses einmalige Schauspiel mit einiger Angst und Entsetzen:
    Was, wenn die Kobra nun in unsere Richtung vom Dach rutscht?
    Mich beschäftigte zudem die Frage: Wie und wann ist sie da rauf gekommen? Schließlich habe ich gerade in dem Haus noch geschlafen, geduscht und war auf der Toilette... Mich beschlich doch einiges Unbehagen bei dem Gedanken, womöglich in unmittelbarer Nähe dieses Kriechtiers ruhig und unwissend geschlafen zu haben!
    Der Hahn tat während dessen sein Bestes - und die Kobra, die sich klassisch aufgebaut hatte und ihre schöne Halsmusterung zu Schau stellte, schnellte wieder einmal hervor, der Hahn parierte und die Schlange rutschte ab - zu unser aller Glück jedoch in die andere Richtung. Wir haben sie nie wieder gesehen...

    Unterwegs auf der Landstraße:
    Ich weiß nicht mehr, wie viele Kilometer ich bis heute in Thailand mit dem Auto selbst zurückgelegt habe - Begegnungen mit Wildtieren waren aber doch recht selten. O.k., da war noch die wilde Fahrt mit meinem Schwiegervater durch einen der zahlreichen Nationalparks. Eine Schotterpiste, die sich durch den Dschungel wand. Auf die Frage, warum mein Schwiegervater so einen Affenzahn drauf hat, antwortete meine Frau, die mit mir und den anderen auf der Ladefläche saß (damals noch ein Singelcab-Toyota), dass es hier Tiger und Leoparden gäbe (Aufzuchtprogramm/ Schutzgebiet für Tiger!)...
    Gesehen haben wir natürlich weder einen Tiger noch einen Leoparden - und ich kann bis heute nicht sagen, ob das der wahre Grund für den Höllenritt war oder ob der Farang einfach ein wenig unterhalten werden sollte ;o))

    Auf einer unserer zahllosen Touren durchs Land, kamen wir schließlich zurück nach Hause. Die Dämmerung setzte ein - und Zuckerrohrlastwagen verloren zu der Zeit gerade wieder mal einiges ihrer Fracht (die Meisten sind heillos überladen). So war ich zunächst auch nicht verwundert in einiger Entfernung einen dicken schwarzen Stamm von etwa 4 Metern Länge auf meiner Fahrspur auszumachen. Er lag kurz vor unserer letzten Wegkreuzung, die wir noch nehmen mussten um das Haus meines Schwiegervaters zu erreichen. Luftlinie ca. 300 Meter. Dann bemerkte ich, wie sich der "Stamm" bewegte! Er war breiter als meine Fahrspur und auch noch auf der Hälfte der anderen. Sein Durchmesser betrug locker 30 bis 40 Zentimeter - also etwas, dem ich hätte ausweichen müssen oder aber sehr langsam überrollen hätte können - doch dazu kam es nicht mehr. Wir näherten uns mit Neugier und konnten dann erkennen, dass es eine Schlange war. Ein Python! Dieses Prachtexemplar entschwand dann in den Graben des nächsten Reisfeldes. Wow, was für Nachbarn es hier gibt!

    Von der Orangenplantage in den Bangkok-Zoo:
    Mein Schwiegervater ist Landwirt mit erklecklichem Grundbesitz. Neben Reisfeldern, Maisfeldern, Fischzucht, diversem Obst, baut er auch Orangen an.
    Die Orangen sind sein voller Stolz, denn sie bringen den meisten Gewinn. Nun sollte ich mit Orangenstauden für ein Foto posieren.
    Natürlich kam ich dieser Bitte nach, stapfte mit strammen Schritten durch das Kniehohe Gras und hielt eine der Orangenstauden in meinen Händen. Klick, das Foto war im Kasten.
    Ein paar Tage später. Meine Frau und ich waren in BKK zum Shoppen und Sightseeing (ja, auch Thais vom Land können in BKK noch was entdecken, selbst, wenn sie dort schon mehrere Jahre gearbeitet haben!). Wir waren im Wat Phrakeo, Wat Po, Wat Arun, Wat..., im Oriental zum Mittagessen und dann dachte ich "wie wär´s in den Zoo zu gehen?".
    Also fuhren wir zum Zoo. Dort angekommen konnten wir uns gemeinsam einen Überblick über die (einst) heimische Fauna verschaffen. Besonderes Interesse hatte ich nun, nach dem Erlebnis mit der Kobra und dem Hahn, an den diversen Reptilien. Wir gingen nun in den Terrarienteil. Dort gibt es alle Arten von Schlangen, die in Thailand vorkommen.
    Ich stand irgendwann vor einem sehr kleinen Terrarium von vielleicht 50cm x 30cm x 30cm. In diesem Terrarium waren exakt zwei kleine Äste eines Orangenbaums (!)... Neben dem Terrarium war ein Schild mit dem Bild einer Giftgrünen Schlange, drei Totenköpfen und der Beschreibung des Bewohners. Grüne-Baumviper.
    Lebensraum: Alle Sorten von Bäumen. Gerne in Plantagen zu Hause. Sehr giftig. Schlecht zu erkennen da oben dunkleres Grün als unten.
    Ich stand gebannt vor dem Terrarium und begab mich auf die Suche nach der Viper. Ich suchte und suchte, rückte dem Glas immer näher - und fand nichts!
    Doch dann, nach einer gefühlten Ewigkeit gerfror mir schlagartig das Blut in meinen Adern: Die Viper, etwa 20 cm lang und 2cm schmal, saß die ganze Zeit direkt vor meinen Augen auf einem Ast! Ihre Tarnung war perfekt! Mir wurde flau im Magen, hatte ich doch kaum 24 Stunden zuvor einen ebensolchen Ast in meinen Händen gehalten... Klick - diesmal in meinem Kopf...

    to be continued... ;o)

  5. #4
    Avatar von ChangLek

    Registriert seit
    01.06.2004
    Beiträge
    4.160
    ............ ich hoffe doch sehr, das der tapfere Hahn nicht in's Curry kommt - das was er tat war mit Sicherheit scharf genug..........

  6. #5
    Avatar von benni

    Registriert seit
    06.06.2010
    Beiträge
    11.453
    Thailand ist wohl eines der ungefährlichsten Tropenländer punkto gefährliche Tiere. Die landeten nämlich bereits meistens im Kochtopf, gewisse Teile u.a. in China und die wenigen Überlebenden haben sich weit zurückgezogen.
    Lebe seit über 20 Jahren direkt am Meer in Südthailand und schwimme bei guten Verhältnissen so gut wie jeden Tag ca 1 Stunde im Meer Richtung Horizont und dann wieder zurück. Trekke in den Wäldern oft und viel, war in beinahe allen National Parks. Ausser einer Begegnung mit einer ausgewachsenen Kobra vor meinem Haus kam es bisher noch nie zu einer gefährlichen Situation.

    Ein leider bereits seit Jahren verstorbener alter, vertrauter, lokaler Thai erzählte mir, daß es früher, als er jünger war nur so von Haien aller Grössen gewimmelt hat. Von Krokodilen und anderem.... das war einmal und wird sobald nicht mehr sein

  7. #6
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Gehören Dreibeiner auch zu den wilden Tieren in Thailand?

  8. #7
    Avatar von MadMac

    Registriert seit
    06.02.2002
    Beiträge
    22.411
    Dengue ist wahrscheinlich die letzte reale Gefahr, die sich auch mit umfangreicher Schädlingsbekämpfung und Sprühen in tropischen Grossstaedten nicht verhindern lässt

  9. #8
    KKC
    Avatar von KKC

    Registriert seit
    11.12.2006
    Beiträge
    10.667
    Also das Thema Schlangen sollte man in Thailand nicht unterschätzen.

  10. #9
    Avatar von khid

    Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    173
    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Thailand ist wohl eines der ungefährlichsten Tropenländer punkto gefährliche Tiere. ...

    Ein leider bereits seit Jahren verstorbener alter, vertrauter, lokaler Thai erzählte mir, daß es früher, als er jünger war nur so von Haien aller Grössen gewimmelt hat. Von Krokodilen und anderem.... das war einmal und wird sobald nicht mehr sein
    Na ja, was man nicht sieht (sehen kann), ist lt. thailändischer Definition auch nicht da...
    Nach dem Motto fahren auch nicht wenige Thais Auto...

    Natürlich bedeutet das nicht, dass es wirklich so ist...
    Ich habe neben den oben erwähnten Tieren auch noch einige andere "live" gesehen:

    Skolopender (Hundertfüßer, sehr giftig, nicht tödlich!)

    diverse Makakenaffen (die werden recht zudringlich, da sie oft in Tempeln leben und dort von Touristen gefüttert werden - aber wehe man gerät in ihr "Revier", zwischen Mutter und Kind...) die Viecher haben lange, spitze Zähne und vier Hände....

    nach der Flutkatastrophe sind jede Menge Krokos (Leistenkrokodile/Siamkrokodoile/etc.) wieder in Freiheit...

    Bullenhaie kommen im Golf von Thailand sehr sicher und zahlreich vor - denn sowohl Wassertemperatur als auch die restlichen "Lieblingshabitate" dieser sehr angriffslustigen Haiart findet sich dort - vor allem im nördlicheren Golf von Siam!
    (Flussmündungen, Mangroven, trübes, warmes Wasser - und die Leibspeise: Rochen)
    Von daher: Viel Glück weiterhin bei Deinen Schwimmaktionen...

    Leistenkrokodile legen weite Strecken zurück - also u.U. auch von Australien bis in den Golf von Siam...

    Würfelquallen sind extrem giftig, es gibt kein Gegengift - und hey, im April/Mai stehen an fast allen Stränden dort Warnschilder und sind Netze gespannt... die aber wohl nur die ausgewachsenen Exemplare fernhalten, die ebenso giftigen Jungtiere aber nicht...


    Die "Ungefährlichkeit" von Thailand im Vergleich zu anderen Tropenländern sehe ich daher relativ.
    Ja, es ist relativ ungefährlich in Thailand Urlaub zu machen und dort zu leben.
    Die Gefahr steigt aber mit jedem Meter mit dem man urbane Gefilde verlässt (wobei Phytons auch schon in BKK gesichtet worden sind - mitten in der Stadt)...
    Dennoch: Tropen sind Tropen. Für Europäer bleiben sie relativ gefährlich - für viele andere Bewohner der Tropen sind sie täglich lebensgefährlich. In Thailand, einem der reichsten und besten entwickelten Länder dort unten, ist die Gefahr von Krankheiten oder Tod durch Bisse von Giftschlangen nur deshalb relativ gering, weil die medizinische Versorgung nahezu flächendeckend gut ist.
    Die inwzischen recht dichte Besiedlung des Landes hat zudem viele Wildtiere abgedrängt.

    p.s.: Der Hahn hat erstmal überlebt - er hatte ja noch seine junge Familie mit 6 Küken und drei Hennen zu verteidigen...
    Eines Tages jedoch...

  11. #10
    Avatar von J-M-F

    Registriert seit
    10.04.2005
    Beiträge
    4.032
    Das gefährlichste Tier in Thailand ist die gemeine Thaifrau ;), dagegen sind Tieger und Elefant ja harmlos

Seite 1 von 45 12311 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Religion und ihr Einfluss auf das reale Leben
    Von Micha im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 04.09.11, 17:40
  2. Safari-Park in Thailand - Kenia liefert 135 Tiere
    Von Rene im Forum Thailand News
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 08.11.05, 15:56
  3. die wilde isar
    Von soi1 im Forum Sonstiges
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 25.08.05, 22:56
  4. Freie Liebe, oder wilde Ehe!
    Von Armin im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 08.11.04, 23:04
  5. Spass ohne reale Drogen!
    Von Jakraphong im Forum Essen & Musik
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 02.08.03, 23:22