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Welches Visa, wenn man schon in DE verheiratet ist?

Erstellt von J-M-F, 12.08.2011, 19:44 Uhr · 17 Antworten · 8.646 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von J-M-F

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    Welches Visa, wenn man schon in DE verheiratet ist?

    meine Frau denkt, dass Sie nun bereit ist, in Deutschland zu bleiben.

    Die Ausländerbehörde meinte, dass wir ein Familienzusammenführungsvisa brauchen.

    Ist das so, wenn man in Deutschland verheiratet ist?

    Ich dachte dieses Visa ist dafür, wenn man im Ausland verheiratet ist.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von sunnyboy

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    Ich dachte dieses Visa ist dafür, wenn man im Ausland verheiratet ist.
    wenn Sie in Thailand ist und keine Aufenthaltsgenehmigung hat brauch sie ein Familiennachzugsvisum.

    Gruß Sunnyboy

  4. #3
    Avatar von jerry1959

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    um diese Frage beantworten zu können, müstest Du schon mehr Informationen geben. Alles was wir bisher glauben zu wissen ist, dass Ihr in Deutschland geheiratet habt. Interessant wäre, wie sie dort hingekommen ist, was das Standesamt in Deutschland sagt, was das OLG sagt und wo sie jetzt ist.

  5. #4
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Wenn sie sich schon auf deutschem Boden befindet, dann benoetigt sie kein Visum (= Einreiseerlaubnis) sondern eine Aufenthaltsgenehmigung auf der Basis eines ehelichen Zusammenlebens mit dem deutschen Ehemann.

    Befindet sie sich nicht auf deutschem Boden sondern im Ausland, dann benoetigt sie eine Einreiseerlaubnis in Form eines D-Visum zum Zwecke der Familienzusammenfuehrung. Nach Ankunft in Deutschland ist eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen.

    Zum Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung sind Grundkenntnisse der deutschen Sprache erforderlich, wenn kein verminderter Integrationsbedarf besteht, die durch das A1-Pruefunszertifkat nachzuweisen sind.

  6. #5
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    ... Zum Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung sind Grundkenntnisse der deutschen Sprache erforderlich, wenn kein verminderter Integrationsbedarf besteht, die durch das A1-Pruefunszertifkat nachzuweisen sind.
    Sorry, ich widersprech' Dir nicht gern, Tramaico.
    Aber die Grundkenntnisse sind notwendig wenn sie ein Visa beantragt.
    Kein A1, kein FZF - Visum.
    Kein Visum, keinen AT.

    Den befristeten AT - wenn sie denn schon in D ist - bekaeme sie sicher wegen des deutschen Ehemannes sowieso.
    Fuer den unbefristeten AT (==NE) muesste sie dann wieder A1 nachweisen.

    So mein bisheriges Verstaendnis und meine Erfahrungen.

  7. #6
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Haengt rein von der Auslaenderbehoerde ab. Ermessensspielraum. Angenommen die thailaendische Ehefrau eines deutschen Ehemanns hat ein Schengenvisum beantragt und es gewaehrt bekommen. Beim Antragsverfahren wurde ausgesagt, dass es sich lediglich um einen Besuch handeln sollte. Unter gewissen Voraussetzungen kann solch ein Visum erteilt werden, ohne dass die Botschaft darauf verweist, dass ja als Ehefrau eines deutschen Staatsbuergers das Recht auf eine (befristete) Aufenthaltsgenehmigung besteht, A1 natuerlich vorausgesetzt.

    Die Antragstellerin reist nach Deutschland ein und entschliesst sich waehrend ihres Aufenthaltes doch in Deutschland verbleiben zu wollen. Somit gehen die Eheleute zur zustaendigen Auslaenderbehoerde und beantragen eine Aufenthaltserlaubnis auf Basis des ehelichen Verhaeltnisses.

    Diese kann, muss aber nicht gewaehrt werden. Kann kein A1 nachgewiesen werden, wird vermutlich eine Fiktionserlaubnis unter der Praemisse ausgestellt, dass die Sprachkenntnisse zu erwerben sind. Eine tatsaechliche Abschiebung auf Basis "Visummissbrauch" ist unwahrscheinlich, speziell wenn es sich nachweislich um eine echte nach dem GG schuetzenwerte Ehe handelt.

    Aus diesem Grund ist die Botschaft auch sehr zoegerlich, ein Schengenvisum ohne A1-Zertifikat zu erteilen. Sie tut es aber manchmal trotzdem bei gewissen Konstellationen.

    Ein A1-Zertifikat ist auch fuer ein FZF-Visum nicht zwingend notwendig. Naemlich falls die Visumsbeantragung auf Basis einer FZF mit einem deutschem fuersorgebeduerftigen Kindes erfolgt. Prinzipiell ist A1 zwar fuer eine FZF mit einem deutschen Ehepartner notwendig, aber auch hier laesst das Gesetz Ausnahmen zu.

    - Verminderter Integrationsbedarf (die antragstellende Person hat einen Universitaetsabschluss und verfuegt ueber fliessende Kenntisse der englischen Sprache). Die Botschaft kann in diesem Fall eine Empfehlung an die zustaendige AB aussprechen, dass aus ihrer Sicht in diesem Fall auf A1 verzichtet werden koennte. Stimmt die AB zu, dann kann die Botschaft das Visum ohne A1 erteilen, stimmt sie nicht zu, dann darf die Botschaft das Visum nicht von sich aus trotzdem erteilen

    - A1 ist auch dann nicht erforderlich, wenn die antragstellende Person nicht in der Lage ist, dieses Pruefungszertifkat auf Basis eines nachweislichen Handicaps (koerperlich, geistig, seelisch) zu erwerben

    - Eine Visumerteilung ist auch aus humanitaeren Gruenden durchaus ohne A1 moeglich. Angenommen der deutsche Ehepartner ist nachweislich schwer krank und es besteht Lebensgefahr. Der Ehefrau auf Grund von mangelnden Sprachkenntnissen jetzt ein Visum zu verweigern ist reinstes Dynamit. Verstirbt der Ehemann ohne die Gelegenheit gehabt zu haben noch einmal seine Ehefrau zu haben, dann werden mit Gewissheit Koepfe rollen. Das schafft sogar ein nur lediglich durchschnittlich begabter Advokat.

    Die Auslaenderbehoerde hat einen recht grossen Ermessensspielraum bei einem FZF-Visum, den die Botschaft nicht hat. Wird somit ein Antragverfahren auch ohne A1 von der zustaendigen Auslaenderbehoerde gestuetzt und kann dies gegenueber der Botschaft nachgewiesen werden, dann ist auch eine FZF-Visum-Antragstelung durchaus moeglich. Nach eigenen Aussagen folgt die Botschaft in diesem Fall zu 99% der Ansicht der deutschen Auslaenderbehoerde.

    Wer sich bereits auf deutschem Boden befindet benoetigt kein Visum. Ein Visum ist wie bereits erwaehnt, lediglich eine Einreiseerlaubnis. Visumzustaendigkeit liegt bei den Auslaendsvertretungen doch die Zustaendigkeit geht in dem Augenblick auf das Ministerium fuer Inneres, vertreten durch die Auslaenderbehoerden, ueber, sobald sich eine auslaendische Person bereits auf deutschem Boden befindet.

    Eine befristete Aufenthaltsgenehmigung kann auch dann erteilt werden, wenn mit einem Schengenvisum eingereist wurde oder sogar unrechtmaessig ohne Visum. Z. B. als blinder Passagier. Haengt immer von den Umstaenden ab. Das GG schlaegt IMMER das Aufenthaltsgesetz und nun ja, selbst das Aufenthaltsgesetz raeumt den Auslaenderbehoerden gewisse Spielraeume ein.

    Geht nicht, gibt es nicht. Kommt immer darauf an, auf den Einzelfall.

  8. #7
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    *
    Okay.
    Sehr ausfuehrlich.
    Und nachvollziehbar.

    Fuer das Protokoll: ich nehme meinen Widerspruch zurueck.


  9. #8
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Schwurblerphilosophie. Regt sich Widerstand, dann ertraenke ihn in Worten. Vielleicht sollte ich eine politische Karriere anstreben.

  10. #9
    Avatar von franky_23

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    Wenn ein Paar in Deutschland ist und nach der Einreise in D geheiratet hat, dann sollte § 39 (3) der AufenhV zum Tragen kommen.
    Bei Sprachnachweis wäre u.U. auf den Fall Imran abzustellen, bei der die EU Kommission sagt, dass Integrationsmaßnahmen als Einreisekriterium nicht zulässig sind.

  11. #10
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Die Antragstellerin reist nach Deutschland ein und entschliesst sich waehrend ihres Aufenthaltes doch in Deutschland verbleiben zu wollen. Somit gehen die Eheleute zur zustaendigen Auslaenderbehoerde und beantragen eine Aufenthaltserlaubnis auf Basis des ehelichen Verhaeltnisses.

    Diese kann, muss aber nicht gewaehrt werden. Kann kein A1 nachgewiesen werden, wird vermutlich eine Fiktionserlaubnis unter der Praemisse ausgestellt, dass die Sprachkenntnisse zu erwerben sind. Eine tatsaechliche Abschiebung auf Basis "Visummissbrauch" ist unwahrscheinlich, speziell wenn es sich nachweislich um eine echte nach dem GG schuetzenwerte Ehe handelt.

    Wer sich bereits auf deutschem Boden befindet benoetigt kein Visum. Ein Visum ist wie bereits erwaehnt, lediglich eine Einreiseerlaubnis. Visumzustaendigkeit liegt bei den Auslaendsvertretungen doch die Zustaendigkeit geht in dem Augenblick auf das Ministerium fuer Inneres, vertreten durch die Auslaenderbehoerden, ueber, sobald sich eine auslaendische Person bereits auf deutschem Boden befindet.
    so kannte ich das auch.

    Nun wird's Ernst und es wird rumgeeiert, dass ein FZV zur Einreise benötigt wird.

    Wie gesagt, wir haben in einem deutschen Standesamt geheiratet, meine Frau hat A2 und ist bei B1, ist bei meiner Krankenkasse Familienversichert und Sie war hier schon einmal gemeldet.

    kann die AB dann noch die Aufenthaltserlaubnis verweigern, wenn wir dort mit einem Schengen-Visa aufschlagen?

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