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wann müssen Söhne von Thaifrauen zur Army (Musterung und Einberufung) ?

Erstellt von socky7, 16.09.2010, 12:20 Uhr · 12 Antworten · 4.079 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    Angry wann müssen Söhne von Thaifrauen zur Army (Musterung und Einberufung) ?

    Das ist schon ein gravierender Einschnitt in das Familienleben der Thaifrau, wenn ein Sohn zur Army einberufen wird - nicht nur in finanzieller Hinsicht.
    Ich habe dazu folgende Erfahrungen gemacht:

    Wenn vor der Musterung 30.000 Baht an die zuständige Person im Dorf gezahlt werden, dann kann der Sohn mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, nicht zur Army abkommandiert zu werden. Diese Zahlung ist kein Freikauf im regulären Sinne, sondern eine Schmiergeldzahlung für die Sachbearbeiter im Musterungsverfahren, welche die Lose von den aufgeregten jungen Männern ziehen lassen.
    Ich habe das im Musterungsverfahren beim ältesten Sohn meiner thailändischen Ehefrau genau beobachtet:
    Es gibt zwei verschiedene Eimer mit Losen.

    Denjenigen jungen Männern, die sich vorher mit Schmiergeld freigekauft haben oder die vom Erscheinungsbild nicht für die Army geeignet erscheinen, wird der Eimer mit den Nieten hingehalten. Die dürfen (müssen) nicht zur Army.
    Den für die Army körperlich und geistig geeigneten Männern, die vorher kein Schmiergeld zahlten, wird der andere Eimer hingehalten, in dem sich keine Nieten befinden. Alle, die aus diesem Eimer Lose ziehen, werden anschliessend von den Amtspersonen im Musterungs-und Einberufsverfahren beglückwünscht, dass sie keine Niete gezogen haben und nun zur Army dürfen (müssen).
    Der Trick mit den zwei unterschiedlich bestückten Loseimern ist so auffällig, dass es mich wundert, dass diese miese Verfahrensweise noch nicht aufgeflogen ist und nicht medienwirksam verarbeitet wurde.
    Es ist nicht zu fassen !

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Yogi

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    Ich wundere mich, dass Lebensgefährten der Mütter diesem Prozess beiwohnen dürfen.

  4. #3
    Avatar von Chak

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    Worüber ich mich nicht mehr wundere, dass so bereitwillig 30.000 Baht abgedrückt werden.

  5. #4
    Avatar von waanjai_2

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    Und dann gibt es noch die ganz normalen Gegenden, in denen die Inhalte der beiden Eimer zusammengeschüttet und gemischt wurden. So machen wir das in Udon.
    Mein Ältester hat Glück gehabt und mußte nicht zum Wehrdienst. Er wäre viel zu stolz gewesen, um etwa an Schmiergelder zu denken. Und dementsprechend war dies nie ein Thema.

    Wer bei uns ganz unbedingt nicht zum Wehrdienst will, beginnt ein Jahr früher schon mit der Transformation zum kathoey. Vom Äußeren her, nichts irreversibles. Also alle noch pre-op.

  6. #5
    Avatar von Yogi

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    Sprich, waanjai_2, warst du bei der Musterung zugegen? Wenn nicht, hättest du die Möglichkeit gehabt?

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Sprich, waanjai_2, warst du bei der Musterung zugegen? Wenn nicht, hättest du die Möglichkeit gehabt?
    1. Nein
    2. Ja. Meine Frau hätte evtl. klarstellen müssen, dass ich der Stiefvater wäre. Dem Aufsichtspersonal gegenüber.

  8. #7
    Avatar von Yukitadasanada

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Das ist schon ein gravierender Einschnitt in das Familienleben der Thaifrau, wenn ein Sohn zur Army einberufen wird - nicht nur in finanzieller Hinsicht.
    Ich habe dazu folgende Erfahrungen gemacht:

    Wenn vor der Musterung 30.000 Baht an die zuständige Person im Dorf gezahlt werden, dann kann der Sohn mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, nicht zur Army abkommandiert zu werden. Diese Zahlung ist kein Freikauf im regulären Sinne, sondern eine Schmiergeldzahlung für die Sachbearbeiter im Musterungsverfahren, welche die Lose von den aufgeregten jungen Männern ziehen lassen.
    Ich habe das im Musterungsverfahren beim ältesten Sohn meiner thailändischen Ehefrau genau beobachtet:
    Es gibt zwei verschiedene Eimer mit Losen.

    Denjenigen jungen Männern, die sich vorher mit Schmiergeld freigekauft haben oder die vom Erscheinungsbild nicht für die Army geeignet erscheinen, wird der Eimer mit den Nieten hingehalten. Die dürfen (müssen) nicht zur Army.
    Den für die Army körperlich und geistig geeigneten Männern, die vorher kein Schmiergeld zahlten, wird der andere Eimer hingehalten, in dem sich keine Nieten befinden. Alle, die aus diesem Eimer Lose ziehen, werden anschliessend von den Amtspersonen im Musterungs-und Einberufsverfahren beglückwünscht, dass sie keine Niete gezogen haben und nun zur Army dürfen (müssen).
    Der Trick mit den zwei unterschiedlich bestückten Loseimern ist so auffällig, dass es mich wundert, dass diese miese Verfahrensweise noch nicht aufgeflogen ist und nicht medienwirksam verarbeitet wurde.
    Es ist nicht zu fassen !
    Kann nicht sein. Ich habe 25.000THB bezahlt und man hat mich aus der Liste entfernt. Schmiergeld oder freikauf ist das selbe. Es gibt aber auch Soehne von Politikern die mit Namen buergern koennen damit die Soehne nicht zum Militaer muessen. Da unser Staat knappes Budget hat kann der nicht alle rekutrieren und diese 20-30.000 Thb (von provinzen variabeln, sind willkommen) In Jeder Provinz wird nur eine Anzahl von Soldaten rekutriert. Ungefaehr die haelfte meldet sich freiwillig. Der Rest muss Lose ziehen. Die 1.Klasse Musterung kommt zuerst dran, die 4.,aslo die fast untauglichen zum Schluss. Das es 2Boxen gibt schwer zu glauben. naechstesmal bitte Foto machen und es mir schicken. Danke!

  9. #8
    Avatar von noritom

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    Den jungen Thai Nichtsnutzen schadet ein wenig militärischer Schliff überhaupt nicht. Auf jeden Fall besser als zuhause rumzulungern und dummes Zeug anzustellen.

  10. #9
    Avatar von waanjai_2

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    [QUOTE=Yukitadasanada;1057294]Kann nicht sein. Ich habe 25.000THB bezahlt und man hat mich aus der Liste entfernt. Schmiergeld oder freikauf ist das selbe. Es gibt aber auch Soehne von Politikern die mit Namen buergern koennen damit die Soehne nicht zum Militaer muessen.[QUOTE]
    So ist es. Und so freut es mich, daß nun anhand des Falles Abhisit V. die ganze verlogene Moral offengelegt wird.

    Denn es gibt nicht wenige Familien im Isaan, die haben die 25.000 nicht.

    Die fordern jetzt als Rothemden: Gleichheit vor dem Gesetz! Sollte man auf so etwas eingehen, wenn man irgendwann einmal beabsichtigt, demokraticher Rechtsstaat zu werden? hmmmm.

  11. #10
    Avatar von Derk

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    Ach, Germoney behauptet doch auch "demokratischer Rechtsstaat" zu sein.
    Da sind es halt nur die oberen Etagen, die sich die Taschen füllen und nicht der Staatsapparat bis nach unten (was wesentlich gerechter ist )

    Bye,
    Derk

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