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Visa + Behördenwillkür der Embassy

Erstellt von nicknoi, 20.04.2005, 23:52 Uhr · 108 Antworten · 8.035 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von JT29

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Hi Wingman,

    Du hast sicher recht nach deinem objektiven Blickwinkel. Aber ist das auch der Blickwinkel, der sich aus der Aktenlage ergibt?

    Ja, das Wing Treffen kenne ich noch - das Motorradgeschäft dazu gibt es nun allerdings nicht mehr :-(

    Zu deinem Vorschlag, das hatten wir auch schon, ist noch gar nicht so lange her. Mein Erzeuger berichtete, dass genau dieses bereits in den 60er an der schweizer Grenze gang und gebe war und wehe, Du hattest zuviel Kaffee oder Schokolade dabei

    Juergen

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Hallo zusammen,

    ich verfolge die Diskussion über die Visa-Politik der Deutschen Botschaft in BKK eine ganze Weile.

    Irgendwie muss ich mich seinerzeit vor Glück besch... haben, wie wir hier im Ruhrpott sagen.

    Mein Mädel kam im Februar 2003 nach Deutschland, mit einem 90-Tage Touristenvisum. Und das Ganze ohne irgendwelche Probleme!
    Ich habe einfach eine Einladung ausgesprochen, die VE unterzeichnet und beim ADAC eine KV abgeschlossen. Anschließend hane ich ihr die Dokumente mit der Post (immerhin als Einschreiben ) geschickt und über ein Reisebüro in Pattaya via Internet die entsprechenden Flüge gebucht.
    Meine Mädel ist mit den Papieren zur Botschaft gegangen und hat ohne Probleme 2 Tage vor Abflug ihr Visum bekommen.

    Die von hier angesprochenenen Kriterien zur Visa-Erteilung waren mit Sicherheit nicht erfüllt:
    - noch nicht Volljährig,
    - als Servicekraft in einem Restaurant tätig, somit auch nicht der beste Beweis für eine Rückkehrbereitschaft,
    - und im Besitz aller Dokumente für eine Eheschließung in Deutschland.

    Der Sachbearbeiter auf der Botschaft schien wohl extrem gute Laune gehabt zu haben, Buddha sei Dank :bravo: . Aus Unwissenheit habe ich mir damals auch nicht die geringsten Sorgen darüber gemacht, dass irgendwas nicht klappen könnte.

    Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb verstehe ich die jetzige "Schikane" bei der Visums-Erteilung nicht.
    Anders als bei der Vergabe-Praxis in den Ostblock-Staaten war es meinens Wissens bei Thais doch schon längere Zeit notwendig, dass der Einlader eine Verpflichtungserklärung unterzeichnet, in der er mit seinem "Privatvermögen" für alles haftet, was die eingeladene Person während ihres Aufenthaltes in D so alles anstellt.
    Schließlich gab es dazu vom AA eine Bonitätsprüfung und den Nachweis über geeignete Unterbringung. Und schlussendlich kann der Einlader auch dafür haftbar gemacht werden, wenn die eingeladene Person nach Ablauf des Visums nicht wieder ausreist. So zumindest meine Wissensstand.

    Wo liegt also das Problem?
    Jede eingeladene Person ist einem "Einlader" zugeordnet, also jemandem, der dafür die Verantwortung zu tragen hat. Sollte dann die Prüfung der Sachlage für den Visumsantrag sich nicht viel mehr auf den Einlader konzentrieren?

    Wen interessiert dann noch das Thema Rückkehrbereitschaft?
    Der Terminus ist schon lächerlich genug!
    Ich gehe davon aus, dass gerade die Absichten unserer Member hier "lauter" sind. Denn, wozu laden wir denn die Mädels ein? Entweder wollen wir sie einfach näher kennen lernen als im Urlaub, oder wir haben konkrete Pläne zum Zusammenbleiben.
    Mal abgesehen von Einladungen von Familienangehörigen, aber auch dann ist eine Plausibilität gegeben, oder nicht?

    Gruß von Niko

  4. #23
    Avatar von Jinjok

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Zitat Zitat von JT29",p="240131
    Aber Prostitution ist da ja nicht, man nennt es ja in den Kreisen "betreutes Wohnen" ;-D
    Prostitution wird bei der Visums-Vergabe in Bangkok nicht das ganz große Problem sein, denn die kommen ja wohl nach 3 Monaten wieder zurück. Das Problem, was die Vergabe von Schengen-Visa seit Jahren immer mehr verschärft und einschränkt ist der Mißbrauch dieser Visa durch Leute wie Du und ich.

    Selbst hier im Forum kann man seit Jahren immer wieder lesen, daß man sich aus Bequemlichkeit, Zeitdruck oder anderen einleuchtenden Gründen oft dafür entscheidet, mit dem Touristen-Visum in Deutschland oder Dänemark zu heiraten.

    Nicht Joschka Fischer ist an den steigenden Ablehnungen in der Botschaft in Bangkok schuld, sondern die vielen Bürger, denen ein Heiratsvisum zu umständlich ist, zu lange dauert oder was auch immer. Jeder Einzelne, der eine Frau mit Touristenvisum heiratet, hat die Ablehnungen späterer Antragsteller mit auf seinem Gewissen.

    Die Beamten in der Botschaft sind nur mehr oder weniger geschickt bei der Handhabung der Situation, aber sie haben sie nicht geschaffen, sie müssen sie nur verwalten. Es ist schon fast grotesk in ein und dem selben Forum zu lesen, wie man in einem Thread verzweifelt versucht herauszufinden, warum die Frau kein Visum bekommen kann und in anderen Threads werden bereitwillig Ratschläge gegeben wie man mit einem Touristenvisum am einfachsten in Dänemark heiraten kann. :schuettel:

    Sorry, das mußte ich mal wieder loswerden. Das Familien-Board lese ich wohl besser nicht so häufig.
    Jinjok

  5. #24
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Zitat Zitat von Jinjok",p="240252
    [...] Jeder Einzelne, der eine Frau mit Touristenvisum heiratet, hat die Ablehnungen späterer Antragsteller mit auf seinem Gewissen. [...]
    Warum ist es dann möglich, in Deutschland mit einem Touristenvisum zu heiraten?
    Wenn der Weg zu einem Heiratsvisum so viel sicherer und eindeutiger gegen Missbrauch ist, warum gestattet das Gesetz noch eine andere Möglichkeit?

    Da stimmt doch schon der Grundgedanke der Visa-Politik nicht.
    Und das ist nicht die Aufgabe der Antragsteller und Einlader.

    Sorry, aber das hört sich für mich an, als solle ich bspw. freiwillig mehr Steuern zahlen als ich muss :bravo: .


    Gruß von Niko

  6. #25
    Avatar von jerry

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Es wäre mal interessant zu wissen, wieviele von den Visa abgelehnt wurden als der Farang bei der Beantragung anwesend war bzw. wieviele abgelehnt wurden wo er sich überhaupt nicht hat blicken lassen.
    Meine Theorie wäre da ganz einfach:
    Die Botschaftsleute haben ein einfaches schwarz-weiß Denken.
    *Farang anwesend=persönliches Interesse=Heiratsabsicht=>Visum ablehnen
    *Farang nicht anwesend=ist ihm egal ob´s klappt oder nicht=kein persönliches Interesse=>Visum erteilen, unter der Maßgabe, daß sich die Dame nicht total verplappert

    Aber wie gesagt, ist meine ganz persönliche Meinung. Bei dem Hintergrund, daß es bei meiner Kleinen gerademal 2 Wochen gedauert hat bis sie das Visum hatte, wenn es auch ein Sprachvisum war bei dem aber nach meinem Kenntnisstand die gleichen Voraussetzungen (Rückkehrwilligkeit usw.) erfüllt sein müssen wie bei einem Schengenvisum und sie diese in keinster Weise erfüllt hatte.

  7. #26
    Avatar von Didel

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Jeder Einzelne, der eine Frau mit Touristenvisum heiratet, hat die Ablehnungen späterer Antragsteller mit auf seinem Gewissen.
    Hmm, deswegen kann ich nicht ruhig schlafen :-)

    Nö, Scherz beiseite.....

    Ich hatte damals noch nicht "das Wissen des Forums"

    Fakt ist wir gingen zum Standesamt fragten nach was wir brauchen und dann haben wir das so gemacht.
    Der Standesbeamte und auch das Oberlandesgericht wußte von der Tatsache das nur ein Touristenvisum vorhanden war.
    Auch das Ausländeramt war informiert.

    Also ich mache mir daher jetzt mal keine Gedanken oder Vorwürfe.

    Gruß Didel

  8. #27
    Avatar von Nokhu

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="240244
    Wo liegt also das Problem?
    Jede eingeladene Person ist einem "Einlader" zugeordnet, also jemandem, der dafür die Verantwortung zu tragen hat. Sollte dann die Prüfung der Sachlage für den Visumsantrag sich nicht viel mehr auf den Einlader konzentrieren?

    Wen interessiert dann noch das Thema Rückkehrbereitschaft?
    Der Terminus ist schon lächerlich genug!
    .... Denn, wozu laden wir denn die Mädels ein? Entweder wollen wir sie einfach näher kennen lernen als im Urlaub, oder wir haben konkrete Pläne zum Zusammenbleiben.
    Mal abgesehen von Einladungen von Familienangehörigen, aber auch dann ist eine Plausibilität gegeben, oder nicht?
    Gut auf den Punkt gebracht, aber gesunder Menschenverstand ist in Amtsstuben i.d.R. nicht erwünscht.
    Frei nach dem Motto : Es ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Amen.

    Umgekehrt würde es Sinn machen !

    @ Jinjok

    Mea Culpa...ich bekenne mich schuldig. War zur damaligen Zeit einfach nicht genügend informiert.
    Aber mir erschliesst sich bis heute nicht die Notwendigkeit verschiedener Visa für Reise,Sprache und Heirat. Warum nicht ein einziges Visa, welches dann hier nach den Gegebenheiten abgeändert wird ?
    Ok, Gestz ist Gesetz, aber man wird ja mal grübeln dürfen, oder ?

  9. #28
    Avatar von Jinjok

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    @ Pee Niko

    Das ist eine Art Gesetzeslücke. Um heiraten zu können, muß man einen legalen Aufenthalt nachweisen. Damit erschöpft sich das Gesetz in dieser Hinsicht.

    Um eine Touristen-Visum zu bekommen muß man nachweisen, daß man sich nur vorübergehend in der EU aufhalten möchte und wieder zurückkehrt. Hat man aber vor zu heiraten und in der EU zu verbleiben, täuscht man die Behörde also über den Zweck seiner Reise.

    Das Problem ist also nicht die Heirat an sich, denn die Anforderungen dafür sind EU-weit ähnlich. Das Problem ist das Beantragen von Visa unter Angabe falscher Gründe. Daher wird also logischerweise auch an diesem Ende die Kette angezogen. Einfache Kiste. Und je mehr Leute mit Schengen-Visum aus Bangkok heiraten, desto schwieriger wird es nachfolgend in Bangkok eine Visum zu bekommen. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Oder?
    Jinjok

  10. #29
    Avatar von Jinjok

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    @ Nokhu
    Ich will niemanden angreifen bzw. auffordern sich zu outen, wer es den anderen alles vermasselt hat. Die Situation ist heute so wie sie ist, das ändert man nicht mehr. Aber die Zusammenhänge klar zu machen und bei den künftigen Heiratskandidaten Verständnis zu erzeugen ist doch einen Versuch wert.
    Viele grüße
    Jinjok

  11. #30
    Avatar von JT29

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    Re: Visa + Behördenwillkür der Embassy

    Jinjok hat es bereits auf den Punkt gebracht - dem stimme ich so zu.
    Bleibt noch die Frage offen, warum ich mit jedem Visumstyp trotzdem heiraten kann: Dies können wir unserem Grundgesetz zuschreiben. dort ist das Rechtgut Ehe und Familie höher zu werten, als z.B. die Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zur Visaerteilung. Das ist aber in anderen Schengenstaaten mehr oder weniger ähnlich ausgeprägt mit der mehr oder weniger gleichen Problematik.

    Juergen

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