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Verständnisfrage

Erstellt von Ricci, 25.01.2005, 11:15 Uhr · 23 Antworten · 2.481 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ricci

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    Verständnisfrage

    Hossa,

    ich hatte gerade ein lustiges Telefongespräch mit einer Standesamt Trulla (anders kann ich sie nicht bezeichnen).

    Ich wollte wissen, welche Unterlagen man für ein Ehefähigkeitszeugnis braucht. Ok, fing gut an, da Abstammungsurkunde und alles andere von mir direkt dort gespeichert sei.

    Aber: Rein von der Logik her..............wieso brauche ich, der ich im Ausland heiraten möchte, eine Bescheinigung meiner zukünftigen, die -natürlich nur legalisiert und in D übersetzt- aussagt, dass meine Frau nicht verheiratet ist.

    Die genervte Frau sagt nur, dass man ein Ehefähigkeitszeugnis nicht blanko ausstellen würde.
    Naja, ich fragte sie, ob es nicht etwas neutraler ginge. zB ein Ehefähigkeitzeugnis das einfach nur bestätigt, dass ICH NICHT VERHEIRATET BIN. Was sie mir hier erzählt hat wäre ungefähr so, wie wenn ich einen Führerschein mache in dem drinne steht, dass ich nur VW fahren darf. Nein, ich vergleiche Frauen nicht mit Autos, spart euch die Tasten.
    :-)
    Dann fing sie an schnippisch zu werden. Und sie brabbelte immer wieder was von "blanko geht das nicht". Naja, als ich sie dann fragte, was denn zu machen sei, wenn die Betroffene eine Witwe ist, meinte sie nur: "Uuuuuuuuuuuuhhhh, ooooooooooooooohhhhhhh, pffffffffffffffff, das ist aber blöd."

    Da wars mir dann zuviel. Ich fragte sie, was denn "blöd" an dieser Situation sei. Und ob sie auch soviel Taktgefühl bei Sterbefällen an den Tag lege.

    Ich fragte nochmals nach ihrem Namen und bestand darauf mich mit der Abteilungsleiterin zu verbinden. Da die Damen und Herren nach einer Stunde härterster Akkordarbeit verständlicherweise erst mal eine Stunde Vesper machen müssen, dauerte es etwas.

    Aber diese ebenfalls schnippische Dame konnte mir auch nicht weiterhelfen. Sie nahm ihre total unfähige Azubine in Schutz und hatte es sichtlich schwer, wieder zum eigentlichen Thema zu kommen. Als ich sie dann nach IHREM Vorgesetzten fragte, kehrte Ruhe ein.

    Gut, wenn es denn so ist, wie es ist............denn überzeugend klang das heute absolut nicht, dann ist es halt so und man kann nix machen.

    Aber rein vom Verständnis her........macht es Sinn ein Ehefähigkeitszeugnis zu erstellen in dem die Partnerin schon drinne steht?

    Ach noch was: Ich plane nicht, die Heirat in D ebenfalls durchzuführen, da wir in THL bleiben möchten.

    Ich steig da nicht hinter.


    Ciao
    Ricci

  2.  
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  3. #2
    Avatar von phi mee

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    Re: Verständnisfrage

    Hallo Ricci,

    kann dein Unverständnis verstehen, mir ging es letztes Jahr genauso.

    Die Unfreundlichkeit der Sachbearbeiterinnen des Standesamtes scheinen Programm zu sein. Richtige Eheverhinderungsbeamtinnen!
    Wenn wir nicht heiraten müssten damit unsere Frauen bei uns bleiben können, sollte man denen was vor den Koffer sch....!

    Sorry, aber meine Meinung dazu!

    Bei der Hochzeit zickte meine Sachbearbeiterin auch noch mit den Trauzeugen herum. Die eine war Thai und hatte Probleme mit dem ausfüllen des Formulars. Da wurde die Alte richtig pampig! Meine Trauzeugin steht als Vorstandsassistentin voll im Leben und hat daher auch das entstprechende Durchsetzungsvermögen. Die hat die alte Zimtzicke darauf hin so richtig abgeledert. Habe ich an diesem Tag nicht mitbekommen, aber ist mir runtergegangen wie Öl als sie mir das ein paar Tage später erzählt hat!

    Da fällt einem das djai jen jen manchmal ganz schön schwer!


    phi mee

  4. #3
    Avatar von wingman

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    Re: Verständnisfrage

    Hallo,
    oh mann, da kann ich mich ja schon einmal auf einiges seelisch einstellen. Zwar haben wir noch Zeit aber wenn bei mir so eine "nette Trulla" pampig wird werde ich wahrscheinlich aushaken.
    Auf keinen Fall würde ich meine Kleine oder Trauzeugen beim Standesamt anpampen lassen.
    Ganz gleich ob es nun um Ausküfte oder Zusammenschreiben /Heiraten geht, Unhöflichkeit muss nicht geduldet werden.
    Meine Tatsima hat mich letzte Woche einmal gefragt was denn eine "A....geige" sei (ich hatte beim Autofahren geflucht ;-D ),
    ich sagte ihr du wirst sie noch kennen lernen in Deutschland .
    Wie man hier sieht wirds ja nicht lange dauern. Armes Deutschland .

    Liebe Grüsse
    Wingman

  5. #4
    Avatar von JT29

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    Re: Verständnisfrage

    Ein Ehefähigkeitszeugnis ist eine Bescheinigung des deutschen Standesamts zur Eheschließung im Ausland, in dem beide Verlobte genannt sind. Es bescheinigt die Tatsache, dass nach deutschem Recht der beabsichtigten Eheschließung keine bekannten Ehehindernisse entgegenstehen.

    Auf Deutsch:

    Dieses Zeugnis sagt aus, dass Du mit deiner Verlobten nach deutschen Recht heiraten könnt. Ein "Blanko" gibt es da nicht und ginge auch schwer.

    Beispiel: Du hast so ein Blanko und heiratest in TH. Nun stellt sich aber im Nachhinein heraus, die Dame ist ja noch verheiratet und damit haben wir einen Ehehinderungsgrund in DE -> is nich mit Haarem
    Außerdem sind wir dann schon im Bereich der Bigamie mit den resultierenden Rechtsfolgen.

    Daher wird eben einzelfallmäßig geprüft, ob eben in dieser Konstellation mit der genannten Verlobten nach deutschem Recht eine Ehe möglich ist.

    Drum sage ich ja auch immer,dass es sich fast nichts schenkt, ob man hier oder in TH heiratet, der Papierkram ist der Gleiche.

    Noch ne Anmerkung zu den Standesämtlern - eigentlich kenne ich ein pampiges Verhalten nicht - die Kleintel (sofern sie noch sprechen kann ) ist doch sehr pflegeleicht im Gegnsatz zum Sozialamt.

    Selbst auf unserem Provinzstandesamt habe ich überhaupt keine Probleme mit der Dame (eher mit dem OLG, aber das ist ein anderes Thema )

    Juergen

  6. #5
    Avatar von dawarwas

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    Re: Verständnisfrage

    Hi,
    in Brasilien z.B. gibt es so ein Zeugnis schon x gar nicht. :O Und nu?

    Da muss man einen Antrag beim VG in Karlsruhe stellen, auf sonder Behandlung, das es auch ohne diese geht. Dauert und dauert aber.

    Mein Tipp, egal ob so oder so, ich wuerde nie in Deutschland heiraten. Alleine aus Frack schon x nicht.

    Dafuer gibt es genug andere Laender, die bei weitem nicht so kompliziert sind wie wir.

    Meine Meinung.

  7. #6
    Avatar von MikeRay

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    Re: Verständnisfrage

    Ich habe ohne Ehefähigkeitszeugnis in TH 2004 geheiratet.
    Deutsche Unterlagen hatte ich nur eine beglaubigte Kopie meiner Geburtsurkunde und eine Ledigkeitsbescheinigung.Diese dann in TH übersetzen lassen.Mit Tabian Baan und Hausbuch meiner Frau zur Amphoe, dann wurden wir dann amtlich verheiratet.Mit den dort ausgestellten Dokumenten wieder zum Übersetzer für die deutsche Botschaft, dort alles legalisieren lassen.Antrag auf Familienzusammenführung gestellt. Und das war´s.Ich frage mich bei einem so einfachen Prozedere wie immer wieder Probleme auftauchen.

    PS: Haben auf der Heimatamphoe meiner Frau geheiratet.

  8. #7
    Avatar von Ricci

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    Re: Verständnisfrage

    Mal ne saudumme Frage,

    Ledigkeitsbescheinigung und Ehefähigkeitszeugnis........

    .....sind das zweierlei Paar Schuhe?

  9. #8
    Avatar von JT29

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    Re: Verständnisfrage

    "in Brasilien z.B. gibt es so ein Zeugnis schon x gar nicht. Und nu?"

    Well, dann folgt eben der Antrag auf Befreiung von der Beibringung eines Ehefähigkeitszeugnisses.
    Diesen Antrag stellt man über das Standesamt beim zuständigen OLG (nicht VG).

    Sicherlich kann man in anderen Ländern heiraten, aber wenn man ein Familienbuch hier anlegen will, sind die gleichen Papiere notwendig. Natürlich kann man für jeden Vorgang immer wieder die Heiratsurkunde mit Übersetzung vorlegen .. ob das der Weisheit letzter Spruch ist und evtl. Prüfungen und "dumme" Fragen alles immer jeweils verzögert, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.



    "Ich habe ohne Ehefähigkeitszeugnis in TH 2004 geheiratet. "
    Wundert mich, das das geht ohne Konsularbescheinigung
    Hoffentlich gibt das mal keinen Boomerang hier.

    Nur so nebenbei angedacht. Sollte sich beispielsweise theoretisch einmal herausstellen, dass die Dame an einem anderen Amphoe schon einmal geheiratet hat oder die Scheidung immer noch nicht rechtmäßig durch ist und sie somit immer noch verheiratet ist, dann wird es strafrechtlich interessant -> Bigamie.
    Diese für viele unsinnig erscheinende Ehefähigkeitszeugnis hat schon seinen tiefen Sinn.


    Juergen

  10. #9
    Avatar von MikeRay

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    Re: Verständnisfrage

    Scheinbar schon. :-)

  11. #10
    Avatar von JT29

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    Re: Verständnisfrage

    Zitat Zitat von Ricci",p="209652
    Mal ne saudumme Frage,

    Ledigkeitsbescheinigung und Ehefähigkeitszeugnis........

    .....sind das zweierlei Paar Schuhe?
    Eine saudumme Antwort : JA

    Ledigkeitsbescheinigung bescheinigt dir nur, dass Du nicht verheiratet bist.

    Ehefähigkeitszeugnis sagt aus, dass eine Ehe mit der Verlobten keine Ehehindernisse nach deutschem Recht entgegenstehen.

    Juergen

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