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Versicherung für das Visum zur Familienzusammenführung zum ungeborenen Kind nach DE

Erstellt von chriys, 19.05.2014, 11:53 Uhr · 8 Antworten · 2.859 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von chriys

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    Versicherung für das Visum zur Familienzusammenführung zum ungeborenen Kind nach DE

    Hallo Zusammen,

    ich bin in der glücklichen Lage, dass meine thailändische Freundin im 3. Monat schwanger ist und wir vorhaben, die Geburt in Deutschland durchzuziehen.

    Momentan machen wir die Vaterschaftsanerkennung, die in den nächsten 2-4 Wochen abgeschlossen sein sollte. Der nächste Step wäre das Visum zur Familienzusammenführung... hier habe ich bereits Rücksprache mit der deutschen Botschaft, der Ausländerbehörde, meiner Versicherung und der Hansemerkur gehalten - das Problem scheint die Versicherung (respektiv die Kosten für die Entbindung zu sein).

    Keiner hatte bis jetzt 100% zielführende Hilfestellungen anbieten können, die Hansemerkur (als unabhänigege Incoming Versicherung) lehnt den Antrag ab, da wohl die Kosten für die Entbindung den Beitrag für die Incoming Versicherung bei weitem übersteigen...

    Meine Versicherung würde Sie aufnehmen entweder wenn wir heiraten (was wohl innerhalb kürzester Zeit etwas schwer wird) oder Sie mindestens ein Visum über 13 Monate bekommt ( Kostenpunkt 180€ pro Monat).

    Hierzu wollte ich dann von der deutschen Botschaft wissen, auf welchen Zeitraum ein Visum zur Familienzusammenführung ausgestellt wird... bekomme die Leute jedoch seit ein paar Tagen nicht mehr ans Telefon.

    Die Ausländerbehörde hat mir nur mitgeteilt, dass Sie das Visum nicht unterstützen wird, wenn keine entsprechende Versicherung gegeben ist.

    Nun meine Frage an euch, kennt ihr ähnliche Fälle... wie haben die Beteiligten das Problem mit der Versicherung gelöst? Die Entbindungskosten aus eigener Tasche tragen, wird in meinem Fall schwer machbar sein.

    Bleibt mir nur zu hoffen, dass die deutsche Botschaft ein entsprechend langes Visum ausstellt oder muss ich wirklich meine Freundin vorab (nur aus versicherungstechnischen Gründen) im Hauruk Verfahren in Thailand heiraten?

    Bitte um Hilfe, lieben Gruß!

    Chris

  2.  
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  3. #2
    Avatar von michael59

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    Visum ist nationales Visum- für 3 Monate wird dann durch Aufenthaltstitel ersetzt.

    private Versicherung wird sie nicht nehmen- bei GKV im Kundenzentrum vorbeischauen und sich beraten lassen.

  4. #3
    Avatar von markobkk

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    Vielleicht ein komischer Vorschlag, aber lass Deine Freundin doch in Thailand entbinden und anschliessend zu Dir kommen. In Thailand sollte das finanzielle der Geburt doch geklaert oder auf jeden Fall auch privat bezahlbar sein.

    Abgesehen davon, wenn Deine Freundin jetzt im 3. Monat schwanger ist, warum sollte es nicht moeglich sein noch rechtzeitig zu heiraten? Bis zur Entbindung sind es noch ein paar Monate.

  5. #4
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Das Visum zur Familienzusammenfuehrung wird fuer 90 Taage erteilt. Bei Entgegennahme des Visums ist ein Krankenversicherungsschutz fuer Deutschland nachzuweisen, im Regelfall durch eine Reisekrankenversicherung. Die meisten Reisekrankenversichrungen scheinen aber schwangerschaftsbedingte Faelle generell auszuschliessen.

    Erfahrungsgemaess ist die Botschaft nicht das eigentliche Problem, sie war es zumindest nicht in der Vergangenheit. Sie erteile das Visum bei Vorlage einer Reisekrankenversicherung gemaess den EU-Richtlinien.

    Ob die Botschaft das Visum jedoch erteilen darf, haengt von den Zustimmungsbedingungen der zustaendigen Auslaenderbehoerde ab. Schreibt diese vor, dass ein Visum nur erteilt werden darf, wenn Krankenversicherungsschutz der Schwangerschaft mit abdeckt nachgewiesen wird, dann muss sich die Botschaft zwingend daran halten.

    Ein Aufenthaltstitel nach Ankunft in Deutschland wird erst dann erteilt, wenn der Aufenthaltsgrund, also die Familienzusammenfuehrung mit dem deutschen Kind, erfuellt ist. Dies ist bei einem ungeborenen Kind noch nicht der Fall. Somit wird lediglich uebergangsmaessig ein Aufenthalt auf Basis einer Fiktion gewaehrt, was wiederum nicht ausreichend ist, fuer eine gesetzliche Krankenversicherung. Hatte vor ca. 2 Jahren unseren Versicherungsspezialisten Joachim Roehl genau zu dieser Thematik angeschrieben.

    Joachim antwortete damals am 29.05.2012 wie folgt:

    Hallo Richard und ..., das geht leider nur über den Basistarif
    http://www.pkv.de/w/files/broschuere...recht_2012.pdf der PKV,
    der runde 630€ monatlich inklusive Pflegeversicherung kostet. Normale
    preiswertere Tarife der PKV für die Hälfte wird ihr keiner anbieten
    können, da sie bereits schwanger ist, die PKV keinen Aufnahmezwang hat
    und weiterhin erschwerend noch keine Aufenthaltserlaubnis vorliegt. Sie
    geht am besten zur Debeka
    http://www.debeka.de/ansprechpartner...s/search.iface und
    beantragt dort den Basistarif als Interimslösung.

    Moeglichrweise gibt es zwischenzeitlich weitere andere Optionen. Am Besten diesbzueglich direkt noch mal den Joachim Roehl ansprechen.

    In diesem Fall hatte die Botschaft das Visum auf Basis der ADAC Incoming Versicherung erteilt und es ging nun um Versicherungsschutz fuer die Schwangere nach Ankunft in Deutschland.

    In Anbetracht der genannten Versicherungspraemien erscheint dann die kurzfristige Eheschliessung die deutlich guenstigere finanzielle Loesung, setzt dann aber ein A1-Sprachzertifikat voraus, da ja der Aufenthaltstitel nicht mehr auf Familienzusammenfuehrung mit dem deutschen (ungeborenen) Kind begruendet wird, sondern auf der Familienzusammenfuehrung mit dem deutschen Ehemann. In diesem Fall waeren die Erfordernisse fuer einen entsprechenden Aufenthaltstitel sofort erfuellt, sobald eine Ehe rechtskraeftig geschlossen ist.

    Also vermutlich, doch Familienzusammenfuehrung mit dem ungeborenen Kind und parallel die fuer die Eheschliessung erforderlichen Papiere aufbereiten und mit nach Deutschland nehmen. Nun die Ehe schliessend. Da sich die Ehefrau eines deutschen Staatsbuergers bereits auf deutschem Boden befindet, koennte die Auslaenderbehoerde gegebenenfalls einen Aufenthaltstitel fuer mehr als 12 Monate erteilen oder aber argumentieren, es sei ja zum Zweck einer Familienzusammenfuehrung mit dem deutschen Kind eingereist worden und somit dann auf eine Erfuellung des eigentlichen Einreisgrunds bestehen. Eine recht komplexe Thematik, wobei sich empfiehlt, diese im offenen Gespraech mit der zustaendigen Auslaenderbehoerde abzuklaeren.

    Die Botschaft ist nicht von sich aus in der Lage einen deutschen Aufenthaltstitel zu erteilen sondern lediglich ein D-Visum fuer maximal 90 Tage zum Zweck eines Erwerbs eines deutschen Aufenthaltstitels. Aus diesem Grund ist auch die Zustimmung zum D-Visum seitens der zustaendigen Auslaenderbehoerde zwingend notwendig.

    Somit liegt hier in erster Linie die Zustaendigkeit bei der Auslaenderbehoerde, deren Zustimmung zum D-Visum mit einer maximalen Gueltigkeit von 90 Tagen zwingend erforderlilch ist.

  6. #5
    Avatar von chriys

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    Ich würde gerne bei der Geburt dabei sein, genauso wie meine Familie in Deutschland... hinzukommend möchte ich aber auch ungern heiraten, "nur" wegen der Versicherung...

    Ich werde wohl mit der Ausländerbehörde nochmal Kontakt aufnehmen - so wie Tramaico es schildert, klingt es logisch! Aber ich schätze wenn wir in Thailand heiraten würden, würde man das Visum zur Zusammenführung des ungeborenen Kindes nicht gelten lassen sondern das Visum zum Ehegattennachzug (wöfur man A1 Kentnisse nachweißen muss, die meine Freundin nicht hat). -> ergo die Variante fällt aus.

    Die zweite Variante, sie mit dem Visum zur Zusammenführung zum ungeborenen Kind hier hinkommen lassen und dann heiraten, da schätze ich macht die Ausländerbehörde dann einen Strich durch die Rechnung, aber du hast Recht Tramaico, man sollte das mit denen mal offen diskutieren...

    Gibt es weitere Meinungen, Ratschläge oder sogar Erfahrungsberichte von Membern, die selbiges durchgemacht haben?

  7. #6
    Avatar von 2sc5200

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    Hi habe dir eine Mail mit Tel geschrieben, ruf mich an.....

    Problem ist leicht zu lösen

  8. #7
    Avatar von markobkk

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    Zitat Zitat von chriys Beitrag anzeigen
    Aber ich schätze wenn wir in Thailand heiraten würden, würde man das Visum zur Zusammenführung des ungeborenen Kindes nicht gelten lassen sondern das Visum zum Ehegattennachzug (wöfur man A1 Kentnisse nachweißen muss, die meine Freundin nicht hat). -> ergo die Variante fällt aus.
    Sie braucht keinen A1 wenn als Mutter eines deutschen Kindes. Visum waere dann auch nicht Ehegattennachzug sondern Visa zur Familienzusammenfuehrung zum minderjaehrigen deutschen Kind, beziehungsweise Visum zur Ausuebung der Personensorge soweit ich informiert bin.

  9. #8
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von markobkk Beitrag anzeigen
    Visum waere dann auch nicht Ehegattennachzug sondern Visa zur Familienzusammenfuehrung zum minderjaehrigen deutschen Kind, beziehungsweise Visum zur Ausuebung der Personensorge soweit ich informiert bin.
    Wodurch sie sich aber erst fuer einen langfristigen Aufenthaltstitel qualifiziert, wenn das Kind bereits geboren ist. Bis zur Geburt des Kindes ist somit dann ein Aufenthalt nur auf Basis einer Duldungsfiktion moeglich, die jedoch nicht mit einem Aufenthaltstitel gleichgesetzt ist.

    Es geht jedoch darum in den Besitz eines langfristigen Aufenthaltstitels zu kommen, der nicht nur zu einem Krankenversicherungsvollschutz berechtigt sondern auch verpflichtet und schwangerschaftliche Aspekte mit abdeckt.

  10. #9
    Avatar von 2sc5200

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    Richtig Tramaico, ich stimme dir 100 % zu.

    Meine ist seit 6 Monaten bei mir und hat inzwischen 3 Jahre AE von der Ausländerbehörde bekommen.

    Das Kind ist jetzt fast 4 Monate alt,

    PS: bis Du mit allem in DE fertig bist ist ein Aktenordener voll und viel lauferei.

    1. Am 1 Tag nach ihrer Ankunft haben wir gleich bei der deutschen Rentenversicherung eine SV Nummer zu beantragt.
    2. Nach ihrer Anmaldung bei der Meldebhörde gleich beim Finanzamt eine Steuer Nummer beantragt
    3. Bei der Ausländerbehörde Antrag auf AE gestellt und Fiktionsbescheinigung ausstellen lassen

    Krankenversicherung gibt es wenn Du ihr einen SV Job z.B. als Putze auf mindestens 451 EUR besorgt, es reicht wenn Sie nach 1-2 Monaten wieder entlassen wird, Sie ist jetzt in der GKV und kann sich freiwillig versichern ca. 150 EUr pro Monat.

    Der Ausländerbehörde legst Du dann eine Kopie der Krankenkassenkarte vor und anch der Geburt eures Kindes kriegt Sie automatisch ihren Aufenthaltstitel, dann geht die Rennerei mit Elterngeld und Kindergeld los.

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