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Vaterrechte in Thailand nach der Geburt

Erstellt von Rolex, 24.05.2012, 08:35 Uhr · 15 Antworten · 3.866 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Rolex

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    Vaterrechte in Thailand nach der Geburt

    Hallo allwissendes Forum,


    habe ich es richtig verstanden, dass ich als eingetragener Vater (Kind soll den Familiennamen des Vaters tragen)
    automatisch das 50%ige Sorgerecht in Thailand habe, obwohl unverheiratet


    Welche Unterlagen benötigen die thailändischen Behörden zum Eintrag der Vaterschaft,
    genügt es Pass und internationale Geburtsurkunde vorzuzeigen, oder muss ein Orginal meiner Geburtsurkunde ausgehändigt werden





  2.  
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  3. #2
    Avatar von franky_23

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    haben und auch wahrnehmen können sind zwei verschiedene Dinge.

  4. #3
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Im Regelfall wird in Thailand davon ausgegangen, dass die Mutter/Kind Beziehung enger ist als die Vater/Kind Beziehung. Bei einem nicht ehelichen Kind wird nicht automatisch von einen 50:50 Sorgerecht ausgegangen, sondern um dieses zu sichern waere ein Eintrag in's Vaterschaftsregister und Beanspruchung des anteiligen Sorgerechts notwendig.

    Du wirst sicherlich fuer die Registierung Deinen Pass benoetigen, die Geburtsurkunde des Kindes im Original und auch die Zustimmung der Kindesmutter. Eine Definierung Deines Names bezueglich der thailaendischen Schreibweise vor dem Gang zum Bezirksamt empfiehlt sich auch, falls sich dies nicht bereits durch den namentlichen Ausweis in der Geburtsurkunde des Kindes eruebrigt. Gehe davon aus, dass Du in der Geburtsurkunde des Kindes als Vater ausgewiesen bist. Ist dieses nicht der Fall, dann muesste Deine Vaterschaft durch einen DNA-Test nachgewiesen werden. Eine neue Geburtsurkunde und damit neue Identitaet (neue thailaendische ID-Nr. und entsprechende Aenderung im Hausregister) wuerde dann auf dieser Basis geschaffen werden.

    Zustaendig fuer die Aenderung waere das Bezirksamt, bei dem die Geburt des Kindes registriert wurde und nicht das Bezirksamt, dem das Kind laut Hausregister zugeordnet ist. Diese koennen identisch aber auch durchaus unterschiedlich sein.

  5. #4
    Avatar von Rolex

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    haben und auch wahrnehmen können sind zwei verschiedene Dinge.
    Woran "hackt" es und wie kann ich die Möglichkeit des "Wahrnehmens" optimieren ?



    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Im Regelfall wird in Thailand davon ausgegangen, dass die Mutter/Kind Beziehung enger ist als die Vater/Kind Beziehung. Bei einem nicht ehelichen Kind wird nicht automatisch von einen 50:50 Sorgerecht ausgegangen, sondern um dieses zu sichern waere ein Eintrag in's Vaterschaftsregister und Beanspruchung des anteiligen Sorgerechts notwendig.

    Du wirst sicherlich fuer die Registierung Deinen Pass benoetigen, die Geburtsurkunde des Kindes im Original und auch die Zustimmung der Kindesmutter. Eine Definierung Deines Names bezueglich der thailaendischen Schreibweise vor dem Gang zum Bezirksamt empfiehlt sich auch, falls sich dies nicht bereits durch den namentlichen Ausweis in der Geburtsurkunde des Kindes eruebrigt. Gehe davon aus, dass Du in der Geburtsurkunde des Kindes als Vater ausgewiesen bist. Ist dieses nicht der Fall, dann muesste Deine Vaterschaft durch einen DNA-Test nachgewiesen werden. Eine neue Geburtsurkunde und damit neue Identitaet (neue thailaendische ID-Nr. und entsprechende Aenderung im Hausregister) wuerde dann auf dieser Basis geschaffen werden.

    Zustaendig fuer die Aenderung waere das Bezirksamt, bei dem die Geburt des Kindes registriert wurde und nicht das Bezirksamt, dem das Kind laut Hausregister zugeordnet ist. Diese koennen identisch aber auch durchaus unterschiedlich sein.
    Hilfreiche Info - DANKE!

    In anderen Worten:
    Um 50% Sorgerecht zu erhalten muss ich den Eintrag im Vaterschaftsregister beim Bezirksamt (Thesaban?) anstoßen.
    Zu meiner Person genügt der Reisepass,
    ich muss also keine beglaubigte Ausfertigung meiner Geburtsurkunde vom Standesamt in Deutschland besorgen.

  6. #5
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Wozu Deine deutsche Geburtsurkunde fuer eine thailaendische Behoerde. Du wuerdest sie brauchen, wenn es um eine deutsche Vaterschaftsanerkennung geht bei der ja das Kind das Recht auf deutsche Staatsbuergerschaft erhaelt. Deine deutsche Nationalitaet wird durch Deinen Pass nachgewiesen. Die Vaterschaft durch die thailaendische Geburtsurkunde, in dem als Vater Dein Name eingetragen ist. Nun sollten idealerweise Du, die thailaendische Kindesmutter und das thai-deutsche Kind beim Bezirksamt vorstellig werden mit

    - Deinem Pass im Original
    - thailaendische Geburtsurkunde des Kindes im Original
    - Thai-ID Karte der thailaendischen Mutter
    - Hausregisterbuechlein in dem Mutter und Kind eingetragen sind

    Von allen genannten Dokumenten 1 Kopie oder vielleicht auch noch besser zwei und von den Dokumentinhabern unterschrieben, bis auf die Kopie(n) der Geburtsurkunde des Kindes. Diese gegebenenfalls mit den Unterschriften der Kindeseltern versehen. Damit solltet Ihr fuer die Vorsprache beim zustaendigen Bezirksamt gut ausgeruestet sein.

    In Thailand ist eine Geburtsurkunde von weitaus weniger Relevanz als in Deutschland und geht deshalb auch oftmals schon mal verloren und wird meist erst dann wieder benoetigt, wenn eine Eheschliessung mit einem Auslaender beabsichtigt wird. Dann jedoch auch nicht fuer die thailaendischen Behoerden sondern die auslaendischen. Sobald ein thailaendischer Staatsbuerger altersbedingt eine Thai-ID-Karte erhaelt, dann ist diese zusammen mit dem Hausregisterbuechlein fuer saemtliche Behoerdengaenge von Relevanz. Beim Auslaender ist es der Pass. Gegebenenfalls in Kombination mit Residence Permit, Work Permit oder auch gelbem Hausbuch wenn in Thailand gelebt wird.

  7. #6
    Avatar von Rolex

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    @ Tramaico

  8. #7
    Avatar von Rolex

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    Immer wieder tauchen neue Fragezeichen auf


    Soeben wurde mir von meiner Freundin erklärt:

    "Erst nachdem das Kind ein gewisses Alter hat, bzw. bereits spricht, kann mich das Kind als Vater akzeptieren.
    Dieser Vorgang nennt sich การรับรองบุตร (gaan rap roong but -> Adoption)
    Anschliessend ist das Kind erbberechtigt und ich - tatsächlich - 50% sorgerechtsberechtigt"



    Dies würde bedeuten, der ganze Vorgang ist nicht unmittelbar nach der Geburt, mit dem Eintrag der Vaterschaft beim Bezirksamt erledigt, sondern muss Jahre... später nochmals aufgekocht werden


    Lässt sich der Vorgang wirklich nicht komplett nach der Geburt, sozusagen in einem Rutsch, erledigen

  9. #8
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Woher hat Deine Freundin dieses "Wissen"? Es ist schlichtweg Unsinn. Wenn die Eltern uebereinkommen, dass Du der Vater des Kindes bist, dann ist das so. Durch die Registrierung wirst Du zum Vater des Kindes mit allen Rechten und Pflichten, wobei sonst das ausschliessliche Recht bei einem unehelichen Kind nach thailaendischem Gesetz der Mutter obliegt. Die Meinung des Kindes ist unerheblich und wuerde nur bei einer Adoption zum Tragen kommen, wenn das Kind in der Lage ist eine eigene Meinung zu aeussern. Allerdings erwaechst aus einer Adoption nach thailaendischem Recht kein Erbrecht und die Rechte und Pflichten des adoptierten Kindes gegenueber der leiblichen Familie bleiben trotzdem erhalten.

    Hier geht es aber um die Registrierung des leiblichen Vaters und somit bedarf es grundsaetzlich nicht der Zustimmung des Kindes und diese Registrierung kann und sollte moeglichst unmittelbar nach der Geburt geschehen. Da das Kind anscheinend noch nicht geboren ist, unbedingt darauf achten, dass Dein Name tatsaechlich auf der Geburtsurkunde erscheint, da Du sonst moeglicherweise in eine Situation wie der Member "maylaw" geraetst. Mit Registrierung der Vaterschaft entsteht natuerlich sofort Erb- und Sorgerecht.

    Enweder will Dich Deine Freundin hier verladen bzw. sich nicht die Zuegel am Recht des Kindes aus den Haenden nehmen lassen (zahlen ja, aber Rechte keine) oder sie hat sich von Strassenweisheiten beeinflussen lassen, was nicht selten hier im Lande geschieht. Der Prozess der Vaterschaftsanerkennung ist absolut unkompliziert und koennte auch vom Vater alleine durchgefuehrt werden, er muesste aber in diesem Fall die schriftliche Zustimmung der Mutter beibringen.

    Zur Thematik im Detail findest Du Informationen hier, allerdings nur in thailaendischer Sprache: การจดทะเบียนการรภ±à¸šà¸£à¸.งบุตร

    Hier wird nichts von einem Mindestalter des Kindes geschrieben, was auch voellig ohne Sinn waere. Selbst bei einer Adoption eines Saeuglings oder Kleinkinds ist der Wille des Kindes unerheblich. Allein die volljaehrigen (nach thailaendischem Gesetz 20 Jahre) und geschaeftsfaehigen Sorgeberechtigten, im Regelfall beide Elternteile und der Adoptierende entscheiden ueber die Prozedur. Selbstverstaendlich muss der Adoptierende die Voraussetzungen der zustaendigen Jugendbehoerde gerecht werden, was aber bei einer Registrierung der leiblichen Vaterschaft keine Rolle spielt.

  10. #9
    Avatar von Rolex

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    DANKE !

    Hatte meine durchaus willige Freundin gebeten sich durch ein Telefonat mit der Amphöö schlau zu machen
    allzu hohe Erwartungen an das Ergebnis hatte ich nicht, auch für mein Mädel wird diese Aktion hoffentlich lehrreich sein,
    zudem, besser mögliche Nebelkerzen klären sich frühzeitig auf, als in der nachgeburtlichen Belastung über falsche Infos zu stolpern.

    Die Thailektüre werde ich mir reinziehen, es wird eine gute Übung sein.

    Nachtrag:
    Oh, bereits im ersten Absatz findet sich die entscheidende Aussage: "นับแต่วันจดทะเบียน"

  11. #10
    Avatar von Dieter1

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    Deine Frage war, ob sich irgendwelche Rechte aus Deiner Vaterschaft ableiten lassen.

    Das ist leider nicht der Fall.

    Aber Du koenntest die Mutter heiraten, das wuerde Dir hier zumindest die Vorraussetzungen fuer eine Aufenthaltserlaubnis erleichtern.

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