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Unterhalt für deutsch-thailändische Kinder in D einfordern

Erstellt von antibes, 04.08.2010, 08:02 Uhr · 17 Antworten · 5.210 Aufrufe

  1. #1
    antibes
    Avatar von antibes

    Unterhalt für deutsch-thailändische Kinder in D einfordern

    Vorgestern bekam ich einen Anruf eines Bekannten aus Berlin. Er ist nicht Mitglied in einem Forum. Daher frage ich für ihn.

    Er sieht sich mit folgender Situation konfrontiert. Er lebte bis vor 3 Jahren für mehrere Jahre mit seiner thailändischen Ehefrau und dem gemeinsamen 9-jährigen Sohn im Isaan. Die Ehefrau brachte noch eine zwölfjährige Tochter eines Thai mit in die Ehe.

    Anfangs lief die Ehe, die auch über 5 Jahre in Deutschland gut lief, unproblematisch. Nach 2 Jahren Theilandaufenthalt veränderte sich die Beziehung schlagartig zum Negativen, die Frau wurde immer aggressiver und eines Tages verschwand sie mit beiden Kindern Richtung Bangkok. Er ging deshalb vor ein thailändisches Familiengericht und gewann gegen den ersten Sorgerechtsprozess für seinen Sohn. Das Urteil wurde von der Mutter schlichtwegs ignoriert und er verlor später den darauf folgenden zweiten Prozess. Die Mutter bekam das alleinige Sorgerecht.
    So ging der Vater entäuscht zurück nach Deutschland.

    Von Deutschland aus bezahlte er regelmäßig Unterhalt für seinen Sohn. Die Mutter machte aber immer wieder Probleme mit der Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Sohn und Vater. So legte sie manchmal bei dessen Anruf einfach den Hörer auf oder sie gab vor daß der Sohn nicht da war. Umgangsvereitelung in Reinkultur. Auch sein Vorschlag daß der Sohn bei ihm in Deutschland aufgrund des größeren Ausbildungsangebotes aufwachsen sollte wurde ihrerseits schroff abgewiesen. So war seine letzte Hoffnung daß sich die Mutter einen neuen Farang zulegt und mit diesem nach Deutschland zieht. Das hat sich leider auch zerschlagen.

    Nun mußte er durch einen ehemaligen Nachbarn erfahren, daß seine Nochfrau die Kinder öfters bei irgendwelchen Nachbarn parkt und zum Anschaffen Richtung Pattaya oder bangkok für mehrere Wochen fährt. Auch schien das Geld von ihm eher bei der Mutter und nicht bei den Kindern an zu kommen.

    Zur Rede gestellt wurde sie gleich patzig und unterband den weiteren Kontakt zum Sohn und auch zur Stieftochter. Darauf hin stellte er die Unterhaltszahlungen ein. Er möchte sich nicht vor dem Unterhalt drücken und legt das Geld auf die Seite. Nur sieht er nicht ein daß das Geld der Kinder von der Mutter zweckentfremdet wird.

    Ich erklärte ihm daß Unterhaltszahlungen auch von Thailand aus durch findige Rechtsanwälte eingefordert werden können..

    Die Fragen:

    1. Kann Unterhalt für den in Thailand lebenden Sohn seitens der Nochehefrau von LOS aus eingefordert werden?
    2. Wenn ja. Gibt es eine Tabelle wie hoch dieser ist oder wird eine vergleichbare deutsche Tabelle festgeschrieben?

    3. Ist er auch unterhaltspflichtig für die thailändische, "angeheiratete" Tochter?
    4. Wenn ja, wie sähe der Unerhaltsanspruch für die "Tochter" nach der Scheidung aus?

    5. Haben im Falle seines Ablebens der Sohn sowie die angeheiratete Tochter den gleichen Erbanspruch wie ein von ihm in Deutschland lebendes Kind?

    Der Kontakt zu den Kindern ist inzwischen komplett abgebrochen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.496
    Zu 1., natürlich, sie braucht doch nur hier einen Rechtsanwalt zu beauftragen.
    Zu den übrigen Fragen sollte er besser selbst einen Rechtsanwalt befragen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass man für solche Fragen verlässlcihe Antworten in einem Forum vonn Laien zu finden erhofft.

  4. #3
    antibes
    Avatar von antibes
    Er ist noch auf dem Weg zur Lösung des Problems.
    Er sieht zudem keine Möglichkeit mehr in Thailand Recht zu bekommen, höchstens ein Urtei.
    Wie soll die Frau in D einen Rechtsanwalt beauftragen wenn sie in LOS lebt?
    Ihre finanziellen Verhältnisse bessert sie sich in Pattaya zwar auf aber das Geld wird ebenfalls verpulvert. So kann sie sich hier wohl keinen Anwalt von Thailand aus leisten.

  5. #4
    Avatar von Silom

    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    4.776
    Ich finde dieses Thema durchaus interessant. V.a. schätze ich, dass die Situation des Freundes aus Berlin kein Einzelfall darstellt.
    Da das Forum für Infos oder auch Lösungen dient gibt es bestimmt die ein oder andere Erfahrung.

  6. #5
    Avatar von JT29

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    8.286
    zu 1: Ja, theoretisch. Ich meine Johann hat mal was dazu geschrieben, dass der deutsche Hilfsverein wohl entsprechende Verbindungen hätte. (Die Cousine meiner Frau hat ja die ähnlichen Probleme: Zwillinge von einem Engländer und ward nicht mehr gesehen - einfordern mit Anwalt - zu teuer und unsicher in GB).

    zu 3: Nein, so lange er sie nicht adoptiert hat.

    zu 5: eigener Sohn, ja - die Tochter nein (außer adoptiert).

  7. #6
    Avatar von Pak10

    Registriert seit
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    Beiträge
    616
    Das Kind ist von einem Deutschen, damit auch Deutsch, damit Unterhaltsanspruch! Klar wie Klosbruehe! Hoehe siehe Duesselsorfer Tabelle und Laendergruppe in der TH ist. Der deutsche Staat zahlt Prozesskostenbeihilfe uA Kosten sind gering, Risiko fuer den Anwalt auch, wenn alle daten da sind und die prozesse und ablaeufe eingespielt sind. es gibt mitlerweile eine gut funktionierende organisation die sich darum bemueht deutsche vaeter wiederzufinden, die nicht zahlen!!! Das ist wie mit der SteuerCD-wer sich freiwillig meldet, kriegt ein Vorzugsangebot! wie heisst denn dein bekannter, antibes?

  8. #7
    antibes
    Avatar von antibes
    Servus Pak,
    er möchte seine Idendität nicht preis geben. Ist bei den vielen Stalker die inzwischen krank durch die Foren irren verständlich.

    Ich frage mich nur wie eine Frau die in Thailand lebt in D Prozesskostenhilfe beantragen soll.

  9. #8
    Avatar von Leipziger

    Registriert seit
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    3.872
    Hallo antibes

    3. Ist er auch unterhaltspflichtig für die thailändische, "angeheiratete" Tochter?
    Klares Nein , ein Stiefvater kann gesetzlich nicht zum Unterhalt gezwungen werden !

  10. #9
    Avatar von sunnyboy

    Registriert seit
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    5.838
    Keine Chance behaupte ich einfach, es gibt keine Rechtsabkommen mit Thailand. Es geht zur Zeit ein Bericht über vom Vater entführtes Kind durch alle Medien. Hat das Kind in den Libanon entführt. Die Frau bekam nach Rechtsprechung in der BRD und im Libanon das Kind zugesprochen, aber im Libanon wird das Urteil nicht vollzogen, da der Vater in das Hisbollahgebiet in den Südlibanon wechselte. Gibt nach auch ein paar andere Berichte mit ähnlich gelagerten Ländern. Das Problem ist immer die Vollstreckung des Urteils.

    Gruß Sunnyboy

  11. #10
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
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    8.731
    wo ist sein Problem? Bisher zahlte er Unterhalt. Will er nun nicht mehr?

    Gibt doch Anwälte und auch Detekteien. Ein Mutter die in Thailand anschaffen geht, evt. noch in öffentlichen Foren zufällig abgebildet wird, ...

    Bildchen den Eltern zuspielen, ... Evt. Belege sammeln, dass die Mutter nur sporadisch die Erziehung aufführt und ansonsten delegiert. ...

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