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Unangenehmes Thema - Wohlfühlen in Deutschland mit Thai-Frau

Erstellt von bckpcker1, 09.10.2016, 15:31 Uhr · 54 Antworten · 2.989 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von bckpcker1

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    Unangenehmes Thema - Wohlfühlen in Deutschland mit Thai-Frau

    In meinem Falle keine Thai-Frau aber Myanmar-Frau...Was im Grunde für das folgende Problem wohl das gleiche sein dürfte.

    Wir sind jetzt seit ungefähr einem knappen Monat in Deutschland. Sind beide Mitte 20 und haben ein Kind.

    Und dennoch fühle ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich wohl hier in der ostdeutschen Provinz.

    Hier ist es so das manche schon Leute aus Westdeutschland als "Ausländer" bezeichnen würden und generell sehr wenig Interesse oder Offenheit bezüglich Ausländern haben. Das ist noch sehr harmlos ausgedrückt. Im Grunde ist die Wahrheit die, das ein großer Teil der hier lebenden Leute ausländerfeindlich ist bzw. sehr große Vorurteile über Ausländer hat. Ohne überheblich zu wirken fällt es mir doch auf das die Leute hier nicht viel mehr kennen als Ihr Dorf und auch gar nichts anderes kennen wollen. Die meisten Leute haben hier noch nicht einmal von Myanmar bzw. Birma gehört und kennen das Land nicht mal vom Namen her.

    Mir fällt es auf das wir hier in der Öffentlichkeit schon sehr stark angestarrt werden obwohl wir optisch nun wirklich nicht gerade auffällig sind bzgl. Kleidung, Erscheinungsbild, etc. Ich fühle mich selbst schon fast als Ausländer.

    Ich nehme an das es hier im Forum einige gibt die wissen was ich meine? Gibt sich dieses Gefühl nach einer gewissen Zeit?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von rolf2

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    In dem Maße indem es Dich wenig bis garnicht interresiert was andere Leute denken oder wie sie Euch beachten wird es zunehmend egaler.

  4. #3
    Avatar von John

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    @ bckpcker1:

    ich kann dir nur bedingt von meinen eigenen Erfahrungen /Beobachtungen berichten, da ich
    aktuell nicht in einer Partnerschaft mit einer Asiatin lebe...

    Als "Wessi", der ich nun schon seit einigen Jahren in Ostdeutschland lebe, kann ich bestätigen,
    dass alles was hier nicht "nach Ossi" aussieht, quasi unter Exot läuft...

    Selbst der "Wessi" mußte sich erst einmal aklimatisieren, oder andersrum, erst einmal ankommen um
    auch vom "Ossi" akzeptiert und respektiert zu werden. Je ländlicher /dörflicher du wohnst, desto
    mehr Vorurteile gibt es.

    Es trifft sogar auf jene zu, die durchaus inzwischen die Bekanntschaft "von anderen" gemacht haben, sprich,
    jene die sogar weit weg verreisten z.b. Kuba, Thailand usw.....die dort kennengelernten Menschen waren
    aus ihrer Sicht "richtig nett".....leben dann irgendwann mal ein paar von diesen "richtig netten Menschen" aus
    Thailand z.B. hier im Ossiland, dann sind die gleichen Menschen mitunter von jetzt auf gleich nicht mehr so nett :-))

    Akzeptiert wird man am ehesten noch, wenn man selbständig ist, z.B. wie hier eine Vietnamesin einen
    Obstladen hat.

    Der herrschende Gedanke, dass sich der Mann "eine gekauft hat"....ist zweifelsfrei oft unausgesprochen da....

    Man kann nur versuchen sich über gute Nachbarn, einem Sportverein einen Freundeskreis aufzubauen, der dich /euch
    dann aufgrund von Gemeinsamkeiten offener und freunschaftlicher begegnet. Gelingt einem das nicht, wird sich
    speziell deine Freundin hier auf Dauer vermutlich unwohl fühlen.

    Kanntest du denn vorher das Dorf indem ihr jetzt wohnt? bzw. überhaupt Ostdeutschland? was hat denn
    zu der Wahl des jetzigen Wohnortes geführt?

    Tendenziell kannst du in Westdeutschland garantiert freier / unbeschwerter mit einer Asiatin leben als
    in Ostdeutschland....manche sind hier (leider) immer noch ein wenig "kleinkariert"...

  5. #4
    Avatar von hueher

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    Also, ich hatte mich im "Osten" eigentlich wohl gefühlt, 2 Jahre in Meck-Pom ( Neubrandenburg, Warren/Müritz ). OK, anfangs waren die Menschen etwas reserviert, dann aber für mich kein Problem. Es war 3 Jahre nach dem Mauerfall gewesen.........vielleicht sind die Menschen heute wegen der vielen Vorkommnisse mit Asylanten und Flüchtlingen ängstlicher und ärgerlicher gegenüber Ausländern geworden?
    Es hängt eventuell auch ab, WO Ihr euch nicht wohlfühlt, Sachsen, Brandenburg oder Meckpom? Ein Dorf ist eher ungeeigneter zum Leben als eine Stadt?
    Eine Asiatin im Dorf wo es nix gibt, könnte Unwohlheit erzeugen, da die einfachen Dörfler am Stammtisch sonst nix zum Reden haben oder auch "neidig" auf die "Exotin" sind.......siehe Gerhard Polts "Mei Ling" Story!

  6. #5
    Avatar von bckpcker1

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    21
    Zitat Zitat von John Beitrag anzeigen
    @ bckpcker1:

    ich kann dir nur bedingt von meinen eigenen Erfahrungen /Beobachtungen berichten, da ich
    aktuell nicht in einer Partnerschaft mit einer Asiatin lebe...

    Als "Wessi", der ich nun schon seit einigen Jahren in Ostdeutschland lebe, kann ich bestätigen,
    dass alles was hier nicht "nach Ossi" aussieht, quasi unter Exot läuft...

    Selbst der "Wessi" mußte sich erst einmal aklimatisieren, oder andersrum, erst einmal ankommen um
    auch vom "Ossi" akzeptiert und respektiert zu werden. Je ländlicher /dörflicher du wohnst, desto
    mehr Vorurteile gibt es.

    Es trifft sogar auf jene zu, die durchaus inzwischen die Bekanntschaft "von anderen" gemacht haben, sprich,
    jene die sogar weit weg verreisten z.b. Kuba, Thailand usw.....die dort kennengelernten Menschen waren
    aus ihrer Sicht "richtig nett".....leben dann irgendwann mal ein paar von diesen "richtig netten Menschen" aus
    Thailand z.B. hier im Ossiland, dann sind die gleichen Menschen mitunter von jetzt auf gleich nicht mehr so nett :-))

    Akzeptiert wird man am ehesten noch, wenn man selbständig ist, z.B. wie hier eine Vietnamesin einen
    Obstladen hat.

    Der herrschende Gedanke, dass sich der Mann "eine gekauft hat"....ist zweifelsfrei oft unausgesprochen da....

    Man kann nur versuchen sich über gute Nachbarn, einem Sportverein einen Freundeskreis aufzubauen, der dich /euch
    dann aufgrund von Gemeinsamkeiten offener und freunschaftlicher begegnet. Gelingt einem das nicht, wird sich
    speziell deine Freundin hier auf Dauer vermutlich unwohl fühlen.

    Kanntest du denn vorher das Dorf indem ihr jetzt wohnt? bzw. überhaupt Ostdeutschland? was hat denn
    zu der Wahl des jetzigen Wohnortes geführt?

    Tendenziell kannst du in Westdeutschland garantiert freier / unbeschwerter mit einer Asiatin leben als
    in Ostdeutschland....manche sind hier (leider) immer noch ein wenig "kleinkariert"...
    Danke für den netten Beitrag!

    Grund des Wohnorts: Hier habe ich vor meiner Zeit in Myanmar gewohnt und kann hier mietfrei wohnen bis ich eine Ausbildungsstelle gefunden habe. Das wird wohl erst 2017 was. Deshalb müssen wir hier ein knappes Jahr wohnen. Meine Ausbildung würde ich definitiv nicht in Ostdeutschland machen bzw. ist das in meinem gewünschten Beruf auch gar nicht möglich.

    Ich bin übrigends selbst "Ossi", bin aber 1990 geboren, deshalb habe ich natürlich keine Beziehung zur DDR.

    Seitdem ich ungefähr 14-15 war habe ich mich hier aber sowieso nie wohl gefühlt, da ist die Ausländerfeindlichkeit nur ein Teil des Ganzen. Das war aber vor meiner Rückkehr schon klar, deshalb wusste ich auf was ich mich da einlasse. Die vorherschende Mentalität ist hier schon sehr eigenartig für einen "Fremden" (dazu zähle ich mich auch). Besonders der allgegenwärtige Frust darüber wie schwer man es doch hat und wie benachteiligt man ist, ist für mich schwer zu verstehen.

    Allerdings möchte ich das nicht auf ganz Ostdeutschland beziehen. Es gibt sicher auch Gegenden die besser sind, gerade größere Städte wie Dresden sind da teilweiße schon ganz anders.

    PS: Wir sind verheiratet.

  7. #6
    Avatar von Ferdinand

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    Zitat Zitat von hueher Beitrag anzeigen
    vielleicht sind die Menschen heute wegen der vielen Vorkommnisse mit Asylanten und Flüchtlingen ängstlicher und ärgerlicher gegenüber Ausländern geworden?
    Du spinnst, gerade da gibt es kaum Asylanten, gäbe es welche seit Jahrzehnten, so wie in der Bundesrepublik, hätten die Leute weniger Berührungsängste - was der Bauer...
    Zitat Zitat von bckpcker1 Beitrag anzeigen
    Gibt sich dieses Gefühl nach einer gewissen Zeit?
    aber ja, so viele Kontakte wie möglich knüpfen, Vereine, Veranstaltungen, Kirchenchor,... - dann gewöhnen sich die Leute an euch und die euch immer noch feindselig sind werden auch nichts mehr sagen, wenn sie sehen dass ihr viele Bekanntschaften geknüpft habt. Vielleicht noch in die lokale AfD eintreten - das wird die ganz verwirren

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von hueher Beitrag anzeigen
    Also, ich hatte mich im "Osten" eigentlich wohl gefühlt, 2 Jahre in Meck-Pom ( Neubrandenburg, Warren/Müritz ). OK, anfangs waren die Menschen etwas reserviert, dann aber für mich kein Problem. Es war 3 Jahre nach dem Mauerfall gewesen.........vielleicht sind die Menschen heute wegen der vielen Vorkommnisse mit Asylanten und Flüchtlingen ängstlicher und ärgerlicher gegenüber Ausländern geworden?
    Genau, drei Jahre nach dem Mauerfall hatte man überhaupt kein Problem mit Ausländern, insbesondere Asylbewerbern.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aussch...k-Lichtenhagen

    Ich schließe mich Ferdinand an, du spinnst.

  9. #8
    Avatar von John

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    @ Ferdinand
    @ Chak

    warum muß man gleich "spinnen", wenn man wie @hueher eine andere Meinung dazu hat?,
    immerhin hat er in Ostdeutschland gelebt...

    Vermutlich äußern sich gerade jene dazu, die noch nie in Ostdeutschland gelebt haben...

    so,so, 3 Jahre nach dem Mauerfall hatte man überhaupt keine Probleme mit Asylanten...
    meint ihr alle 10 oder gar alle 20 Asylanten ? waren das damals schon die mit
    vermeintlichem IS Hintergrund?...wohl eher nicht ! damals konnte man es ausschließen,
    heute wohl eher weniger....

    Der Ossi ist ein Herdentier....jetzt wagt es einer aus der Ossiherde eine Freundschaft mit
    dem potentielen " Ausländerfeind" zu schließen..(ich übertreibe bewußt)...oh, das kann aber dann auch
    in die Hose gehen, läuft er doch Gefahr demnächst selbst aus dieser für ihn so wunderbaren Herde
    ausgegrenzt zu werden.

    Ich habe hier im hiesigen Tischtennis Verein lange Diskussionen mit meinen TT-Kumpels geführt.
    Ich habe aber klar zu verstehen gegeben, dass wenn die Diskussion zu Ende ist, ich für sie
    genauso bin wie vorher....sie verstehen besser "klare Kante" als Gefühlsdudelei

    Wäre ich nicht fester Bestandteil einer erfolgreichen Mannschaft, würden sie nicht meine Hilfsbereitschaft zu schätzen wissen,
    wer weiß, ob ich noch in diesem Verein wäre....es ist aber ein großer Unterschied, ob ein alter Haudegen nur alleine in der
    Fremde seine Zelte aufschlägt, oder ein junger Familienvater, der für Frau und kleinem Kind verantwortlich ist.

    Merkt man aber,das sich das Ganze hier weit schwieriger darstellt als anderswo, dann ist es legitim sich
    dahingehend Gedanken zu machen wo es einem voraussichtlich leichter fällt zu leben.

    Ich wünsche dir und deiner Familie das ihr es irgendwie ganz gut hin bekommt, sollte PN gewünscht sein?,
    dann melde ich mich dazu, bin aber hier nicht täglich an Bord.

    Ich werde hier in vier Jahren meine "Mission" beenden, und danach auch wieder "die Grenze passieren" :-))
    vermutlich nach Bayern...

  10. #9
    Avatar von tuxluchs

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    @John zu #3,

    Same, same als "Ossi" im Westen, und selbst nach 10 Jahren muss ich mir so manchen Ossispruch hier in BW gefallen lassen.
    Je nach Region bleibt man lange ein nur "Reingeschmeckter"

    Und eins sollte klar sein, nur wer offensiv auf Leute zugeht, wird auch irgendwann als nichtmehr Exot erkannt.

    PS: bckpcker1 wo ungefähr deine ostdeutsche Provinz? Randpolen?

  11. #10
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ............. wird es zunehmend egaler.


    besser :

    "einerleier" ( einerlei, einerleier, am einerleiesten )

    s,cnr

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