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In Thailand heiraten...?

Erstellt von Dina, 21.10.2010, 20:37 Uhr · 5 Antworten · 1.607 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dina

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    In Thailand heiraten...?

    Hallo,

    meine Mum kam heute auf eine "schräge" Idee. Wir fliegen nächstes Jahr im August nach TH. Dort lebt die Familie, die ich selbst gar nicht kenne (ich war damals 2) und ich freue mich schon riesig. Mein Bruder scheint zu "blöd" dafür zu sein, zu heiraten... jedenfalls vertreibt er alle Frauen. Nun meinte meine Mum, mein Freund und ich sollen doch in Thailand heiraten, wenn wir dort hinfliegen. Schlimm wäre es für uns nicht, also waren wir der Idee nicht abgeneigt. Das alles nur für Oma, da sie schon ziemlich alt ist und vielleicht nicht mehr lange lebt. Sie würde sich freuen, wenn die Enkelin, die sie ja schon ewig nicht gesehen hat, in TH heiraten würde.
    In Deutschland wird das dann ja nicht anerkannt werden (denke/hoffe ich).

    Habt ihr das schonmal irgendwo miterlebt? Ich bin zwar hier geboren und bin auch D Staatsbürgerin, aber ich habe auch eine (gekaufte?) Thailändische Geburtsurkunde. Kann es sein, dass das wirklich nur für Oma ist? Oder bringt das auch meiner Familie in Thailand was? Wir sind ja beide Deutsche...

    Vielleicht habt ihr ja ein paar Infos für mich,
    ansonsten freue ich mich schon drauf...

    Gruß, Dina

  2.  
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  3. #2
    Avatar von dsching dschog

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    Eine budhistische Hochzeit im Dorf hat keinerlei Rechtsverbindlichkeit und ist einem Brauchtumsfest gelich zu setzen.

  4. #3
    Avatar von Lukchang

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    Moin-Moin Dina!

    Gibt Sachen die dafür sprechen und welche, die dagegen sprechen.

    Ich habe vor >18 Jahren meine Frau in Deutschland geheiratet (in der Eulenspiegelstadt Mölln) und dann 3 Wochen später nochmal mit einer buddhistischen Zeremonie 'bei Oma und Opa' auf dem Lande in Thailand. Es hat mich riesig beeindruckt wie ich als damals noch völlig Fremder von der Familie meiner Frau aufgenommen wurde - da beteten 20 Leutchen für unser Wohl (also auch für meins!) - und auf der Riesenfete am Nachmittag mit gut 500 Leutchen hab ich fast den ganzen Landstrich kennengelernt. Das hat ne wichtige soziale Funktion ganz besonders darin daß eben viele Leute aus dem Umfeld den 'Neuen' kennenlernen und zuordnen können. Seitdem bin ich dort nicht 'dieser Europäer' sondern 'der Mann von dem Thongniam-Mädel' egal wo ich aufkreuze. So was ist allerdings nur dann relevant wenn man auch wirklich anstrebt, dort oft aufzutauchen, eventuell sogar dort einmal zu leben. Wobei wir schon ein paarmal zu Jahrestagen unserer Hochzeit dort mit einem 'ausgegebenen Schweinchen und ein paar Kisten Chang' gefeiert haben und zum Teil mit den gleichen Leuten so sie nach beim letzten Male 17 Jahren denn noch leben drauf angestoßen haben. Einfach schön.

    (siehe dazu hier unter Literatur - Thailand bei Familie 2009 - Feier zum 9.8.2009)

    Und es ist eigentlich schade wenn man ein so tief in der lokalen Tradition verwurzeltes Fest zu einer - na ja - Kulisse missbraucht. Für mich war es damals ganz klar das war so richtig denn damit zeigte ich der Familie meiner Frau und den Nachbarn, Schulfreunden, Verwandten meiner Frau 'alles ist in Ordnung, ich nehme es so ernst wie ihr das nehmen würdet, ich möchte - so ihr mich lasst - auch zu euch gehören.' DU bist dort weniger verwurzelt als meine Frau damals bei Ihrer Familie, und ich glaube nicht so recht, daß Dein Freund vorhat, eine ähnlich intensive Beziehung wie ich sie habe zu dem Umfeld dort - das ja auch gar nicht wirklich DEIN Umfeld ist - aufzubauen.

    Also rate ich dazu gerade aus Respekt vor den Leuten dort und ihren Bräuchen NICHTS vorzutäuschen was nicht da ist oder nicht als solches beabsichtigt ist. Ich sah es damals als äußerst wichtig und richtig an meine Frau nach der ihr nicht gerade vertrauten Trauzeremonie auf dem Standesamt Mölln noch einmal in der ihr im Herzen liegenden Form zu heiraten, mit den Mönchen im Haus das der Vater selbst gebaut hat, verbunden mit einem geweihten(?) Band und mit dem Segen der Eltern und Verwandten.

    Und wenn Du sagst "Schlimm wäre es für uns nicht, also waren wir der Idee nicht abgeneigt" entnehme ich daraus daß ihr es miteinander schon recht ernst meint ABER wie ist euer Draht zu dem Ort, den Leuten, den Gebräuchen dort? Ich habe damals ein paar Sätze Thai erstmal auswendig gelernt, etwa 'Ich freue mich riesig, bei euch zu sein' und so. Und meine Frau die natürlich ALLE bestens kannte und astrein übersetzen konnte hat dann solche Sachen rübergebracht wie 'klar ich weiß ich seh anders aus und werde immer eine blasse Langnase unter euch sein aber ich bin offen, lernbereit und meist kein schlechter Kerl - bin nicht mehr wert als ihr aber auch nicht weniger'. Damit hab ich von Anfang an dort gut gepunktet und merke, daß ich über die Jahre besser und besser akzeptiert werde. Besonders wo ich mit der Sprache immer besser rüberkomme. Unsere beiden knallguten Kinder und die Tatsache, daß meine Frau offenbar immer glücklich und zufrieden wahrgenommen wird, das hilft natürlich zum insgesamt positiven Bild. War ja auch von Anfang an auf 'langfristig' angelegt. Und ist ja 'Gott und Buddha sei Dank' auch bisher so gekommen.

    Klar könnt ihr es machen. Klar würde sich wohl Oma drüber freuen - aber wären da nicht vielleicht doch Zweifel sogar bei ihr was EUCH diese Zeremonie wirklich bedeutet. Was ihr darin seht. DAS müsst ihr klären. Damit ihr dann wenn ihr es macht wirklich alle 'auf der gleichen Feier' seid, nicht nur physisch anwesend sondern auch mit dem Herzen dabei. Klingt vielleicht altmodisch aber ich sehe das eben so und bisher sind wir gut damit gefahren.

    Machts gut auf jeden Fall, machts richtig. Und ja ich hoffe ich hab Dir - bei dem anderen Thema - ein paar Ideen zu deinem Referat geben können. War für mich mal ganz interessant das so zusammenzuschreiben trötet aus dem Norden

    Lukchang

  5. #4
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Dina Beitrag anzeigen
    Hallo,

    meine Mum kam heute auf eine "schräge" Idee. Wir fliegen nächstes Jahr im August nach TH. Dort lebt die Familie, die ich selbst gar nicht kenne (ich war damals 2) und ich freue mich schon riesig. Mein Bruder scheint zu "blöd" dafür zu sein, zu heiraten... jedenfalls vertreibt er alle Frauen. Nun meinte meine Mum, mein Freund und ich sollen doch in Thailand heiraten, wenn wir dort hinfliegen. Schlimm wäre es für uns nicht, also waren wir der Idee nicht abgeneigt. Das alles nur für Oma, da sie schon ziemlich alt ist und vielleicht nicht mehr lange lebt. Sie würde sich freuen, wenn die Enkelin, die sie ja schon ewig nicht gesehen hat, in TH heiraten würde.
    In Deutschland wird das dann ja nicht anerkannt werden (denke/hoffe ich).

    Habt ihr das schonmal irgendwo miterlebt? Ich bin zwar hier geboren und bin auch D Staatsbürgerin, aber ich habe auch eine (gekaufte?) Thailändische Geburtsurkunde. Kann es sein, dass das wirklich nur für Oma ist? Oder bringt das auch meiner Familie in Thailand was? Wir sind ja beide Deutsche...

    Vielleicht habt ihr ja ein paar Infos für mich,
    ansonsten freue ich mich schon drauf...

    Gruß, Dina
    Dina, welche Rolle spielt denn da dein Bruder?


    Wieso solltest du eine gekaufte thailändische Geburtsurkunde haben?

    Selbst wenn ihr beide nach dem Gesetz nur Deutsche wäret, könntet ihr beim Bezirksamt rechtsverbindlich heiraten. Dazu benöitigt ihr einfach die notwendigen Unterlagen.

    Wenn es nur ein buddh. Zeremonie sein soll, so entfaltet diese weder in D noch in Thailand eine Rechtsverbindlichkeit.

    So imposant sind die Zeremonien auch nicht zwangsläufig, denn schon während der buddh. Zeremonie ist meist schon das Buffet eröffnet und die meisten männlichen Gäste kümmern sich nicht sonderlich um die religiöse Zeremonie.

  6. #5
    Avatar von Dina

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    @ lukchang:
    wir würden auch hier offiziell heiraten, also wären wir wahrscheinlich auch mit ganzem herzen dabei ;) in deutschland heiraten wir nur nich, aus finanziellen gründen...
    danke für deine (mal wieder sehr ausführliche) antwort


    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Dina, welche Rolle spielt denn da dein Bruder?


    Wieso solltest du eine gekaufte thailändische Geburtsurkunde haben?

    Selbst wenn ihr beide nach dem Gesetz nur Deutsche wäret, könntet ihr beim Bezirksamt rechtsverbindlich heiraten. Dazu benöitigt ihr einfach die notwendigen Unterlagen.
    mein bruder spielt die rolle, das meine mutter und meine oma von ihm etwas enttäuscht sind, da er fast 30 ist, alle frauen verjagt und nur mist baut (und sozusagen geld kostet...)
    eine "gekaufte" thailändische geburtsurkunde habe ich, weil dort mein vater als unbekannt drin steht und ich einen andern namen habe und diese erst ausgestellt wurde, als ich als baby mit meiner mutter in TH war. ich weiß nicht warum das so ist, vielleicht kann mir ja damit auch jemand weiterhelfen. mein dad meinte damals immer, das hat meine mutter damals gemacht, weil sie mich nach thailand "entführen" wollte, genau habe ich es nie erfahren.

    und wie gesagt: rechtsverbindlich wollen wir nicht heiraten.
    wir wollen aber später, in vielen jahren, nach thailand auswandern. das dauert aber noch!

    Gruß, Dina

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Dina Beitrag anzeigen
    ....eine "gekaufte" thailändische geburtsurkunde habe ich, weil dort mein vater als unbekannt drin steht und ich einen andern namen habe und diese erst ausgestellt wurde, als ich als baby mit meiner mutter in TH war. ich weiß nicht warum das so ist, vielleicht kann mir ja damit auch jemand weiterhelfen. mein dad meinte damals immer, das hat meine mutter damals gemacht, weil sie mich nach thailand "entführen" wollte, genau habe ich es nie erfahren.
    Die Sorgerechtsfrage stellt sich von Anfang an erst garnicht, wenn der Vater als unbekannt gilt. Das alleinige Sorgerecht nach thail. Recht oblag also bis zur Volljährigkeit des Kindes der Mutter.

    Das hatte dann ganz praktische Vorzüge: Dem Kind konnte in Thailand auf Veranlassung allein der Mutter ein Reisepaß ausgestellt werden. So manche Mutter konnte sich wohl auch noch andere Verwaltungsverfahren vorstellen, wo bei einem in der Geburtsurkunde des Kindes ausgewiesener Vater dieser Mitwirkungsrechte gehabt hätte.

    Und um das alleinige Sorgerecht für die Mutter auf anderem Wege zu erreichen, hätte es Schritte bedurft - z.B. eine Scheidung - die evtl. von der Mutter garnicht gewünscht worden wären.

    Letztlich war dann auch sichergestellt, dass das Kind als Nachnamen den Mädchennamen der Mutter erhalten würde. Nicht überall in Thailand gelten deutsche Nachnamen als besonders schön.

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