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Siamkatzen

Erstellt von xenusion, 14.04.2002, 10:36 Uhr · 0 Antworten · 1.192 Aufrufe

  1. #1
    xenusion
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    Siamkatzen

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    Temperamentvolle Siamkatzen: Ein Rasseporträt
    Von Kathrin und Ferdinand Teubner

    Siamkatzen sind gesprächige Hausgenossen. Deutlich hörbar klagen die extrovertierten Schönheiten ihre Bedürfnisse ein und verfügen dabei über ein schier unerschöpfliches stimmliches Repertoire.

    Die Herkunft der Siamkatze ist bis heute umstritten, und es gibt verschiedene Varianten und viele Legenden. Sicher ist jedoch, dass sie aus Siam stammt, dem heutigen Thailand. Dort galten sie als heilige Katzen.
    Das erste Siamkatzenpaar kam vor rund 100 Jahren nach Europa - angeblich ein Geschenk des Königs von Siam an einen britischen Generalkonsul. Eine ungewöhnliche Ehre, denn es galt bis dato als unmöglich, eine Katze aus dem alten Siam auszuführen.

    Auf einer Katzenausstellung im Londoner Kristallpalast erregte vor allem die außergewöhnliche Farbe und der schlanke Körperbau die Gemüter: „Ein unnatürliches Schreckgespenst von Katze“, hieß es zunächst, doch leider nur allzu schnell waren die fremdländischen neuen Katzen in Mode.

    Und nach 100 Jahren Zucht in Europa entstand zum Teil wirklich ein Schreckgespenst: Gnadenlose Züchter machten aus einer zwar schon immer grazilen und schlanken Katze eine modische übertrieben feingliedrige „Twiggy-Katze“ mit einem ästhetisch fragwürdigen schmalen, dreieckigen Kopf.

    Siamkatzen werden übrigens weiß geboren. Erst langsam bis zum dritten Lebensjahr entwickelt sich ihre endgültige typische Färbung. Die außergewöhnliche Maskenzeichnung der Siamesen beruht auf einer Mutation. Ein Gen bewirkt, dass mehr oder weniger Farbstoff produziert wird, in Abhängigkeit zur Außentemperatur.

    Aber erst wenn der Körper kühleren Temperaturen ausgesetzt wird, bildet sich das Pigment. Also je kälter es ist, desto mehr Pigmente werden gebildet und desto dunkler verfärbt sich das Fell; aber nur an den „kälteren“ Stellen wie Gesicht, Ohren, Pfoten, Schwanz.

    Siamkatzen sind ausgesprochen menschenbezogene, anhängliche Tiere. Sie halten sich ständig in der Nähe „ihres“ Menschen auf und teilen ihm pausenlos mit, was ihnen so durch en Kopf geht. Siamkatzenfans schätzen diesen Charakterzug. Siamkatzen leben, wie im Prinzip fast alle orientalischen Katzen, auch gerne mit Artgenossen zusammen und pflegen ein besonders geselliges Sozialverhalten. Eine Siamkatze allein würde sich sehr langweilen.

    Leider werden viel zu viele Katzen gezüchtet, und selbst Rassekatzen landen zuhauf in den Tierheimen. Verantwortungsvolle Züchter, die nicht auf die schnelle Mark aus sind, bleiben leider die Ausnahme.
    Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte sich zunächst im Tierheim umsehen. Wer bei einem Züchter kaufen möchte, sollte darauf achten, dass es sich um eine echte Hobbyzucht handelt und nicht um kommerziellen Tierhandel. Ein verantwortungsvoller Züchter stellt viele Fragen und verkauft nicht an jeden Interessenten.

    Quelle

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