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Scheidung verrückt

Erstellt von strato, 21.02.2014, 11:32 Uhr · 30 Antworten · 5.106 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Chumpae

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    Ich korrigiere mich nach tieferer Recherche dahingehend, daß bei z.B. Antragstellung auf Witwenrente u.a.der Punkt nachgefragt wird,ob die Ehe bis zum Tode bestand. Dies mit ja zu beantworten wäre zumindest fragwürdig.Wäre eine Wiederheirat angestrebt worden hätte sie sicherlich nur Anspruch auf den Ertrag aus der Witwenrente mit Partner II(der aber der Selbe wie Nr.I) wäre. Das müßte dann sicherlich ein Jurist klären.Somit konstatiere ich für mich selbst, daß mindestens der Anspruch auf Witwenrente futsch sein könnte.

  2.  
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  3. #12
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    Ich korrigiere mich nach tieferer Recherche dahingehend, daß bei z.B. Antragstellung auf Witwenrente u.a.der Punkt nachgefragt wird,ob die Ehe bis zum Tode bestand. Dies mit ja zu beantworten wäre zumindest fragwürdig.
    Ein interessanter Link zum Thema Anerkennung einer "Privatscheidung" hier:Thailändische Privatscheidung nach deutschem Recht nicht anerkennungsfähig | Urteilsrubrik

    Ein wesentlicher Aspekt ist bei der Sache auch, ob der deutsche Beteiligte weiterhin in Deutschland gemeldet ist oder nicht.

    Gundsaetzlich bedarf eine thailaendische Privatscheidung der Anerkennung der deutschen Gerichtsbarkeit, wobei sich dann auch die Fragestellung ergibt ob die Privatscheidung in der gegebenen Konstellation ueberhaupt anerkennungsfaehig ist, da unter anderem auch die eheliche Gemeinschaft im Wesentlichen in Deutschland und nicht Thailand bestanden hat.

  4. #13
    Avatar von Knut_0815

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    Habe doch in einem anderen Thead bereits vom Fall einer Bekannten geschrieben, die vor nunmehr neun Jahren von ihrem liebenswerten deutschen Ehegatten in Thailand "ausgesetzt" wurde, nachdem auf dem Amphoe die Scheidung eingetragen wurde.

    Sie hat im vergangenen Jahr einen Anwalt eingeschaltet (haben wir ihr empfohlen) der jetzt die Scheidung, Getrenntlebenunterhalt und alles was noch so anfällt für sie in DE macht - und zwar auf Prozeßkostenhilfe.

    Die Scheidung beim Ampoe ist nicht das Papier wert, auf dem sie steht. Jedenfalls in DE.

  5. #14
    Avatar von Doby

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    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Bei dem Bezirksamt wieder heiraten- bei dem man geschieden wurde- die haben doch alle Unterlagen noch. Die deutsche Bescheinigung sagt doch nur aus- beide sind noch verheiratet.

    Ist es in Thailand nicht auch so, dass die Papiere nicht älter wie 6 Monate sein dürfen?

  6. #15
    Avatar von maeeutik

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    Zitat Zitat von Knut_0815 Beitrag anzeigen
    ...die vor nunmehr neun Jahren von ihrem liebenswerten deutschen Ehegatten in Thailand "ausgesetzt" wurde, nachdem auf dem Amphoe die Scheidung eingetragen wurde...
    ...Die Scheidung beim Ampoe ist nicht das Papier wert, auf dem sie steht. Jedenfalls in DE.
    Eine solche Aussage ist schon im Grundsatz falsch!

    Die deutsche Gerichtsbarkeit handelt immer nach dem Prinzip, wonach die Beteiligung einer
    auslaendischen Behoerde bei Entscheidungen in Familienstandsangelegenheiten immer zuerst
    mal auch die Anerkennungsfaehigkeit unterstellt wird.

    Und im Falle einer "thailaendschen Privatscheidung" (wobei diese Bezeichnung irrig ist) sind sowohl
    bei der Beurkundung der Trennungsauseinandersetzung wie auch im Nachgang bei der Registrierung
    dieser Scheidung, thailaendische Behoerden "rechtsgueltig" involviert.

    D.h., das sogenannte thailaendische Privatscheidungen sehr wohl in Deutschland anerkannt werden.
    Die Verweigerung der Legalitaet einer solchen Scheidung durch eine deutsche Behoerde ist also nicht
    zwangslaeufig. Um eine Nichtanerkennung zu erreichen bedarf es trifftige Gruende, die sich u.a. an
    der Dauer einer Ehe, der Regelung einer nachehelichen Vorsorge, etc., etc. orientiert.
    Insbesondere wenn gemeinsame Kinder von einer solchen Scheidung betroffen sind, gibt es seitens
    der deutschen Gerichtsbarkeit ggf. Fragen und Klaerungsbedarf fuer eine Zustimmung.

    Damit zum obigen Beitrag:
    Vorweg - ich gehe davon aus, dass die thailaendische Frau nach der Scheidung auch in
    Thailand und nicht in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt begruendet.

    Ob eine vor 9 Jahren, auf einem thailaendischen Amphoer, vollzogene Scheidung heute noch
    grosse Erfolgsaussichten in Bezug auf Unterhalt, Rentenansprueche usw. verspricht wage ich
    zu bezweifeln.

    Dass ein deutscher Rechtsanwalt sich ueber eine Prozesskostenhilfe bedient ist nichts neues.
    Nur muss die Dame wissen, dass die Prozesskostenhilfe fuer sie selbst nicht umsonst ist. Man
    wird auf Kostenerstattung pochen wenn sich die persoenlichen Lebensumstaende des
    Hilfesuchenden verbessern.

    Neun Jahr nach einer Scheidung haben beide Parteien sich soweit von einander weg entwickelt,
    dass da m.E. keine Basis fuer einen neu aufzulebenden Unterhaltsanspruch besteht.
    Ob Rentenansprueche gegen den geschiedenen Ehemann geltend gemacht werden koennen
    haengt insbesondere davon ab wie lange man verheiratet war, wo die Ehe ihren "Lebensmittelpunkt"
    hatte und welche Regelungen lt. Scheidungsprotokoll getroffen wurden.

    Sicher gibt es noch einiges Weiteres zu bedenken, nur - wie geschrieben, ich glaube nicht, dass
    dem Begehren der Frau nach Unterhalt vor einem deutschen Gericht stattgegeben werden wird.

    maeeutik

  7. #16
    Avatar von maeeutik

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    Also "strato", Deine Geschichte...
    Zitat Zitat von strato Beitrag anzeigen
    Hallo, manchmal kommt es anders als man denkt.
    War über 10 Jahre mit einer Thai verheiratet. Geheiratet hatten wir in Thailand und in Deutschland gelebt.
    Die Ehe wurde beim Standesamt in Berlin eingetragen. Vor ca. 1,5 Jahren der Umzug nach Thailand und
    die Probleme begannen. Die Ehe wurde dann in Thailand auf dem Bezirksamt im einvernehmlichen Geschieden.
    Da mir nicht ganz klar war was nun zu tun war und ich keine Lust hatte mich damit zu beschäftigen habe ich nichts
    weiter unternommen und gehen davon aus das die Behörden in Deutschland keine Informationen haben
    und dort die Ehe weiter eingetragen ist.

    Nach kurzer Zeit hatte sich der Ärger gelegt und wir beschlossen wieder zusammen zu bleiben und wollen
    eigentlich die Ehe fortführen bzw. neu heiraten. Ich weis hört sich bescheuert an sorry. Kann mir jemand Rat geben was am einfachsten ist. Gruss Strato
    ...ist schon etwas kurios.
    Doch es gibt nichts das es nicht gibt - auf jeden Fall freue ich mich fuer Dich und Deine
    alte-neue-Liebe, dass Ihr es noch einmal "angehen" wollt.

    Nun zu Deinem Dilemma:
    Es ist ganz sicher so, dass man in Deutschland nichts ueber Deine Scheidung hier in Thailand weiss.
    Grundsaetzlich koennte Dir dieser Umstand auch egal sein - denn ob Deine Geschiedene nach Deinem
    Ableben aus dem Unwissen der deutschen Behoerden einen Vorteil zieht oder nicht mag Dich dann
    nicht weiter stoeren. Ist es Dir/Euch aber ernst mit einer neuerlichen Heirat, dann empfehle ich Dir
    Dich mit dem fuer Dich in Deutschland massgeblichen Standesamt in Verbindung zu setzen.

    Neben den aus der Vergangenheit schon bekannten Unterlagen - uebersetz und beglaubigt (eventuell
    sogar ueberbeglaubigt) - sind auch die Scheidungsunterlagen (Scheidungsprotokoll und Urkunde) in
    gleicher Weise beizubringen. Da Du nun beim deutschen Standesamt um ein Ehefaehigkeitszeugnis
    bittest (und nur mit einem solchen gibt es die von thailaendischen Behoerden geforderte
    Konsularbescheinigung, ausgestellt durch die deutsche Botschaft in BKK) wird man Dich dort natuerlich
    wegen dem Familienstandseintrag "verheiratet" befragen.

    Damit hast Du die Moeglichkeit dem Standesbeamten die Situation dazulegen der dann sehr wahrscheinlich
    verlangen wird (obwohl die neue Ehe mit der gleichen Frau geschlossen werden soll), dass Du die
    thailaendische Scheidung durch ein deutsches Oberlandesgericht als rechtmaessig absegnen laesst.
    Was der Standesbeamte aber auch entscheiden kann - dafuer traegt er die Verantwortung - das ist,
    dass er die thailaendische Scheidung zur Kenntnis nimmt, diese aber nicht ueber den deutschen
    Gerichtsweg gegenbestaetigt haben moechte und er erteilt das Ehefaehigkeitszeugnis.

    "strato", ein Problem koennte der Weg ueber ein Oberlandesgericht (um fuer die Scheidung auch
    durch die deutsche Gerichtsbarkeit eine Anerkennung zu bekommen) schon noch ergeben.

    Durch die 10 Jahre andauernde Ehe hat Deine Frau nach deutschem Recht natuerlich Anspruch
    auf einen Versorgungsausgleich. Und in diesem Punkt muss ich - was meine Kenntnisse und
    Erfahrungen angehen - leider passen, ich denke aber, dass am Ende dieses doch recht komplexen
    Themas (wo lebte das Ehepaar bis zur Scheidung, wie verteilte sich das Haushaltseinkommen,
    gibt es ehevertragliche Regelungen, etc. etc. und im Weiteren so vieles mehr) dann vielleicht
    ein "realer" Versorgungsausgleich stehen koennte.

    Was koennte dies nun heissen?
    Nun solange Ihr zusammen lebt habt ihr Beide die Rente - Du die gekuerzte ab Rentenantritt
    und Deine alte-neue-Frau den ihr uebertragenen Anteil (landesspezifisch gemindert) ab deren
    Rentenantritt.

    So weit so gut - oder aber auch nicht - nur, wenn Ihr Euch noch einmal scheiden lassen solltet,
    dann musst Du mit der geminderten Rente leben. Im Falle, dass Du in der Ehe verstirbst,
    wuerde dies Deiner Frau, zusaetzlich zu dem bereits uebertragegenen (aber geminderten) Anteil,
    eine Witwenrente bescheren.

    Alles wirklich etwas verwirrend denke ich mal aber sowohl ueber das Standesamt (was das
    Ehefaehigkeitszeugn anbelangt) wie ueber die BfA (wegen der Rente) zu recherchieren.

    maeeutik

  8. #17
    Avatar von strato

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    Hallo maeeutik,
    hast Recht ist schon kurios. Letztendlich werden ich die Scheidung in Deutschland anerkennen lassen. Die Botschaft beglaubigt die
    Unterlagen und nach Aussage der Mitarbeiter ist es kein Problem. Gemeinsame Kinder haben wir nicht und Rentenansprüche sind zu gering um sich darüber Gedanken zu machen. Nach dem hin und her bringt eine Wiederheirat auch nicht soviel Vorteile.
    Gruss

  9. #18
    Avatar von maeeutik

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    Zitat Zitat von strato Beitrag anzeigen
    ...Letztendlich werden ich die Scheidung in Deutschland anerkennen lassen. Die Botschaft beglaubigt die
    Unterlagen und nach Aussage der Mitarbeiter ist es kein Problem...
    Nein, mit Problemen seitens der Botschaft rechne ich auch nicht. Dort bestaetigt man einzig was auf den
    thailaendischen Dokumenten ausgewiesen wird - ohne irgend welche Bewertung dessen.
    Zitat Zitat von strato Beitrag anzeigen
    ...Gemeinsame Kinder haben wir nicht und Rentenansprüche sind zu gering um sich darüber Gedanken zu machen. Nach dem hin und her bringt eine Wiederheirat auch nicht soviel Vorteile. Gruss
    Hmmmm...warum also dann ueberhaupt agieren?
    Dein Vorhaben kostet Dich Geld und einen persoenlichen Vorteil erkenne ich darin nicht.

    Ob ein Versorgungsausgleich wirklich wegen "Geringfuegigkeit der Ansprueche" at acta fallen kann,
    kann ich beim besten Willen nicht bestaetigen. Sollte es durch das "Scheidungsprozedere" vor deutschen
    Behoerden aber dennoch dazu kommen (und ich muss Dir aus Erfahrung sagen, dass als Ausgleichsbetrag
    auch schon 25 Euro genuegen ueber den ein Gericht entscheidet), dann habt ihr Beide keine Vorteile
    daraus - was die Rentenhoehe in Summe angeht.

    Allerdings - geschieden hat Deine neue/alte Lebensgefaehrtin ueberhaupt keine Ansprueche auf (Witwen-)
    Rente, solltest Du Dich irgend wann mal auf den letzten Weg machen.

    Was ich aus meiner Sicht empfehlen koennte, das waere das Gespraech mit dem Standesamt zu suchen,
    das das Ehefaehigkeitszeugnis ausstellt um feststellen zu koennen, dass man dort eine aussergerichtliche
    Ehescheidung vor thailaendischen Behoerden (ohne oberlandesgerichtliche Anerkennung) als legitimen
    Nachweis der Scheidung akzeptiert. Ist dem dann so (weil die Braut die ehemalige Ehefrau ist), dann
    wuerde ich auf jeden Fall den Weg der Neuverheiratung gehen.

    Besteht man aber auf einem oberlandesgerichtlichen Entscheid, dann ist es alle mal sinnvoll sich auch
    mal den eventuellen Versorgungsausgleich vorrechnen zu lassen.

    maeeutik

  10. #19
    Avatar von strato

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    Versorgungsausgleich besteht nicht, wir hatte zur damaligen Heirat in Deutschland einen notariellen Ehevertrag der das ausschliesst.
    Zur Beurkundung war extra ein anerkannter Dolmetscher dabei. Das war insgesamt richtig teuer und ist ein Grund sich die Wiederheirat genau zu überlegen.

    Gruss strato

  11. #20
    Avatar von tira

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    Zitat Zitat von strato Beitrag anzeigen
    Versorgungsausgleich besteht nicht, wir hatte zur damaligen Heirat in Deutschland einen notariellen Ehevertrag der das ausschliesst.
    Zur Beurkundung war extra ein anerkannter Dolmetscher dabei........
    moin,

    ...... hatteste keinen notar bei, gelle. der hätte dir gesacht, der versorgungsausgleich kann vertaglich net ausgeschlossen werden.
    leider iss es fact, dass viele dolmetscher in d bezüglich der d gesetze wenig bewandert sind

    doch wie macht es wenig sinn, in der sache erneut aktiv zu werden.


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