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Scheidung in Thailand

Erstellt von Arconsia, 03.04.2011, 17:39 Uhr · 12 Antworten · 3.063 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Arconsia

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    Scheidung in Thailand

    Hallo zusammen,

    das Thema betrifft nicht mich persönlich, aber in meinem Bekanntenkreis gibt es ein deutsch-thailändisches Päärchen, das sich auseinander gelebt hat und kurz vor der Scheidung steht.

    Nun habe ich gelesen, dass man sich auch in Thailand privat scheiden lassen kann. Diese Scheidung soll in Deutschland jedoch nicht anerkannt werden.

    Im Rahmen meiner jährlichen Lohnsteuererklärung habe ich mir nun dazu folgende Gedanken gemacht und bitte da um Hinweis, ob ich richtig liege oder falsch.

    Ausgangssituation:
    Ehemann hat Steuerklasse 3, Ehefrau Klasse 5, kennen sicherlich viele hier.

    Nun fliegen beide nach Thailand und lassen sich da privat scheiden. Das würde bedeuten, so meine Theorie, in Thailand gelten die beiden als geschieden, in Deutschland als verheiratet.

    Ehefrau bleibt in Thailand, Ehemann fliegt nach Deutschland zurück.

    Da er ja nach deutschem Recht weiterhin verheiratet ist, behält er die Lohnsteuerklasse 3. Verstehe ich das richtig? Weil er ja nie rechtskräftig nach deutschem Recht geschieden wird und dies auch nicht vorhat, kann er die Steuerklasse 3 behalten? Oder gibt es hier irgendwann eine Überprüfung, wo denn die Ehefrau ist, die er fleißig in seiner Steuererklärung angibt?

    Was ist, wenn sie sich hier in Deutschland abmeldet? Vor der Familienzusammenführung galt für den Ehemann, auch wenn er offiziell schon verheiratet war, normalerweise die Steuerklasse 1. Dies wird ja erst geändert, wenn die Ehefrau auch in Deutschland ist. Müsste also bei Abmeldung der Ehefrau umgekehrt laufen? Auch, wenn sie weiterhin verheiratet sind?

    Was, wenn sie sich hier nicht abmeldet, weil sie später vielleicht doch wieder zurück möchte...? Viele Fragen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Arconsia Beitrag anzeigen
    das Thema betrifft nicht mich persönlich
    Das verstehen wir nur zu gut.
    Zitat Zitat von Arconsia Beitrag anzeigen
    Im Rahmen meiner jährlichen Lohnsteuererklärung habe ich mir nun dazu folgende Gedanken gemacht und bitte da um Hinweis, ob ich richtig liege oder falsch.
    Da kann man 'mal sehen, wie sehr man von den Dingen, die einen gar nicht betreffen, doch betroffen sein kann. Wahrscheinlich das bekannte Mutter Theresa Symptom.

    Wir haben hier einen Experten an Board, der sich wohl ohnehin per PN schon längst bei Dir gemeldet hat. Für Eheschließungen und -scheidungen, die keine unnötigen Spuren hinterlassen. Hier gilt es ja, das deutsche Finanzamt nicht über eine eingetretene Änderung in der relevanten Steuerklasse zu informieren. Sehr gut, nur weiter so.

    Wenn das sich erst allgemein herumspricht, dann werden deutsche Steuerbehörden wohl einfach zähneknirschend schweigen. Die weiterhin in Thailand lebenden Expats werden die Suppe dann später auslöffeln dürfen. Mit Wonne! Das sei Dir versichert.

  4. #3
    Avatar von alder

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    Was ist, wenn sie sich hier in Deutschland abmeldet? Vor der Familienzusammenführung galt für den Ehemann, auch wenn er offiziell schon verheiratet war, normalerweise die Steuerklasse 1. Dies wird ja erst geändert, wenn die Ehefrau auch in Deutschland ist. Müsste also bei Abmeldung der Ehefrau umgekehrt laufen? Auch, wenn sie weiterhin verheiratet sind?
    Das wär schön.
    Also wenn ihr das Finanzamt flaxen wollt, darf sie sich natürlich nicht abmelden.
    Das Ganze kann dann recht lange gut gehen, vorausgesetzt sie hat ein "Unbefristetes", bezieht keine Sozialleistungen, unterschreibt auch immer schön die Steuerklärung und reist hier nie wieder ein. Denn über 6 Monate Abwesenheit aus Deutschland bedeutet eigentlich den Verlust der Aufenthaltserlaubnis - wenns mal einer nachrechnet am Airport.

    Ich würds trotzdem nicht machen - für was denn? Für die paar Kröten?

    Da kenn ich so einen Megaschlauen, der mit seiner megaschlauen Frau für ihren Sohn Kindergeld und Sozialleistungen kassiert hat, obwohl der in Thailand bei der Oma ist. Nach Anfragen von Ämtern liessen sie sich ein Attest über Dengue-Fieber von einem Wald und Wiesendoktor schreiben - der Sohn sei Transportunfähig.
    Kam alles raus - Verurteilung wegen Betrug und Rückzahlung.

    Aber kann natürlich jeder machen was er will.

  5. #4
    Avatar von tira

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    Lightbulb

    Zitat Zitat von Arconsia Beitrag anzeigen
    ....Ehefrau bleibt in Thailand, Ehemann fliegt nach Deutschland zurück.
    Da er ja nach deutschem Recht weiterhin verheiratet ist, behält er die Lohnsteuerklasse 3.......
    moin,

    .... getrennt lebend geht klasse 3 flöten, gilt auch innerhalb d grenzen. und wie nach 6 monaten iss auch eine unbeschränkte niederlasssungserlaubnis futsch. das ganze macht keinen sinn.


  6. #5
    Avatar von DisainaM

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    Die eine Sache ist, das sich der Mann der Frau wegen Steuerbetrug ausliefert,
    ganz zu schweigen, wie er sich denkt, ihre Unterschrift unter der Steuererklaerung zu tricksen,

    die andere Sache sind ihre fortlaufenden Rentenansprueche.

    Wenn er weniger Steuern zahlen will, warum laesst er sich nicht normal scheiden,
    und macht legal eine selbststaendige Nebentaetigkeit,
    5 Jahre kann er die Verluste aus dieser Taetigkeit seinem Erstgehalt gegenrechnen,
    danach wirds Liebhaberei, oder mal ein Jahr mit Umsaetzen.
    Bei den Verlusten kann er seine Auto und Benzinrechnungen, abzueglich eines Privatanteils ebenso einbringen,
    wie anteilig die Miete, Untermietvertrag des Bueros bei ihm, sowie Heiz und Elektrokosten.

    Mir unbegreiflich, auf illegale Varianten zu kommen, wenn das Gesetz genug Gestaltungsmoeglichkeiten fuer legale Verluste offen laesst,

  7. #6
    Avatar von Arconsia

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    @waanjai: Nein, Mutter Theresa Symptom habe ich mit Sicherheit nicht, nur habe ich bei der gesamten Geschichte ein ungutes Gefühl und möchte nicht, dass die Frau (mit der sich meine Frau blendend versteht) sich - naiv wie sie ist - "übertölpeln" lässt und die für sie ungünstigere Variante in Betracht zieht.

    Von o.g. Darstellung halte ich persönlich auch nichts, nur kam das Thema in einem Telefonat auf und ich konnte dazu keine Antwort geben.

    @alder: Du hast in deiner Anmerkung ein entscheidendes Kriterium genannt, sie muss ja die Steuererklärung auch unterschreiben... dass die Aufenthalserlaubnis nach 6 Monaten erlischt, wusste ich ebenfalls nicht, habe mich mit dem Thema aber auch nicht beschäftigen müssen...

    Schade im allgemeinen, dass das Thema zu stark auf meine Person gemünzt wird (zumindest die ersten Beiträge), aber was solls.

  8. #7
    Avatar von alder

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    @alder: Du hast in deiner Anmerkung ein entscheidendes Kriterium genannt, sie muss ja die Steuererklärung auch unterschreiben... dass die Aufenthalserlaubnis nach 6 Monaten erlischt, wusste ich ebenfalls nicht, habe mich mit dem Thema aber auch nicht beschäftigen müssen...
    Es gibt noch ein entscheidendes Kriterium:

    Man macht mit Thais nichts Illegales, weil sie beim ersten Verdacht einer möglichen Entdeckung anfangen zu plappern wie 16-Jährige auf Extasy.

  9. #8
    Avatar von franky_23

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    Wo will die Thai leben? In Deutschland? Wenn sie eine NE hat und D nicht länger als 6 Monate am Stück verlässt, erlischt auch keine NE, da diese Zweckungebunden ist. Allerdings müsste sie sich u.U. selbst versorgen können.

    Wieso gehen sie dann nicht den Weg, dass der Mann Trennungsunterhalt zahlt und danach evt. nachehelichen Unterhalt. Auch freiwillig wirkt sich dies für den Ehemann dann steuermindernd aus.

    Da in diesem Fall beide die Vorsorgefreibeträge haben, könnte das Ganze evt. sogar die steuerlich günstigere Variante sein. Geaueres kann ein Steuerberater erklären.

    Wenn sie in einem gemeinsamen Haus in unterschiedlichen Wohnungen wohnen und die fälligen Kosten von einem gemeinsamen Konto abbuchen lassen, dann wäre dies vermutlich noch eine gültige Ehe, wo dann weiterhin die Steuerklasse 3 gilt.

    Für eine Frau die weniger verdient, ist es meist grundsätzlich günstiger die Ehe hinauszuziehen, da der Versorgungsausgleich sich günstiger darstellt.

  10. #9
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Arconsia Beitrag anzeigen
    @alder: Du hast in deiner Anmerkung ein entscheidendes Kriterium genannt, sie muss ja die Steuererklärung auch unterschreiben...
    Viel entscheidender ist doch, wie schon zuvor erwähnt wurde, dass das Steuerhinterziehung wäre, wenn sie getrennt leben, ob geschieden oder nichts, und dennoch in der Steuererklärung angeben das sei anders.

  11. #10
    Avatar von franky_23

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    Wie definierst du getrennt leben? Da ist das Verfassungsgericht mittlerweile wesentlich liberaler geworden.

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