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Scheidung (in TH) ohne Urkunde nach 2 Trennungsjahren möglich?

Erstellt von punkrocker, 05.12.2011, 13:36 Uhr · 72 Antworten · 5.795 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    In diesen Anspruch fließen sehr wohl auch Grundstücke ein in den Anspruch in Höhe von 50% des Zugewinns, nicht viel anders als in Deutschland.
    Eben nicht.
    Ist in Thailand so wie in Deutschland. Erbschaften fallen ja auch nicht in den ehelichen Zugewinn, sondern verbleiben im hoechstperoenlichen Eigentum. Die gleiche Wirkung entfaltet halt die Erklärung des Alien vor dem Landamt beim Landkauf durch die mia farang. Komisch, dass dies so schwer zu verstehen ist. Für einige.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Pitmacli

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    Nicht ganz, Bukeo... Um einen 49%igen Kalfak-Eintrag auf Eigentum einzutragen, musst Du weder verheiratet sein noch in Thailand leben. 51% müssen in thailändischer Hand bleiben. Wie kommst Du zu Deiner Aussage, dass ein Mann in Thailand nur einmal offiziell verheiratet sein darf??? Haben in unmittelbarer Nähe einer, der besitzt offiziell 3 Ehefrauen und von allen sind Kinder vorhanden...
    Ist tatsächlich so, dass eine Thaifrau, wenn sie offiziell nicht verheiratet in Thailand ist, um einiges einfacher Grunderwerb tätigen kann. Dann komme ich zu Pachtverträgen. Du kannst als Ausländer problemlos Pachtverträge, in der Regel für 30 Jahre, abschliessen. Ginge aber auch länger. Dazu benötigst Du nicht mal einen Anwalt - mit bist Du aber auf der eher sicheren Seite...
    Und Tatsache ist, dass sich die meisten effektiv zu wenig offziziell absichern, eine Heiratsurkunde in Thailand reicht dazu nicht aus, wenn die Familie und die Gattin effektiv auf den Ruin des Ehemanns bedacht sind.
    Rede nun wirklich aus der Praxis. Und nicht von theoretischen Wenn und Aber. Die Gesetze in Thailand sind nicht schlecht, aber die Voraussetzungen des Ausländers sind oft dermassen mieserabel, dass er ins Fettnäpfchen trampt. Da kannst Du schreiben was Du willst.
    Einverstanden bin ich mit Dir, dass wir tatsächlich alles über eine aktive GmbH regeln - aber - da verhält es sich grundsätzlich auch nicht viel anders... 51% des Aktienkapitals müssen in thailändischer Hand sein. Du kannst in Thailand niemals 50% von Besitz in Anspruch nehmen. Klar, mit Bargeld verhält es sich anders... Nur - die meisten investieren das ja in Eigentumswohnungen oder Häuser. Sieht dann in der Praxis und in der Regel nicht mehr so rosig aus, wie Du das schilderst... Erwähne es nochmals - Absicherungen sind möglich - doppelte Absicherungen in diesem Land empfehlenswert für den Fall, sollte es tatsächlich zu Trennungen kommen.

  4. #23
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Eben nicht.
    Ist in Thailand so wie in Deutschland. Erbschaften fallen ja auch nicht in den ehelichen Zugewinn, sondern verbleiben im hoechstperoenlichen Eigentum. Die gleiche Wirkung entfaltet halt die Erklärung des Alien vor dem Landamt beim Landkauf durch die mia farang. Komisch, dass dies so schwer zu verstehen ist. Für einige.
    Das ist für einige nicht schwer zu verstehen, sondern wird einfach als Unsinn angesehen. Ich versuche es noch einmal ganz langsam für dich zu erklären. Auch wenn ich da wenig Hoffnung habe, dass es bei dir fruchtet, wird anderen sicherlich die Funktionsweise klar.

    Die Ehefrau erklärt vor dem Ampür, dass das Geld zum Kauf des Grundstückes aus ihrem eigenen Vermögen stammt. Woher soll dieses Vermögen denn aber stammen während der Ehe, wenn nicht aus dem, was dem Zugewinn unterliegt?

    Wenn sie das Geld tatsächlich schon vorher hatte, dann kann sie natürlich bei der Scheidung auf ihr Anfangsvermögen verweisen, welches vom Endvermögen abgezogen wird, aber das könnte sie auch, wenn sie statt des Grundstückes das Vermögen in Aktien hielte.

    Aber ich gönne deiner Frau, dass du glaubst, du kämest ohnehin nicht an den Zugewinn heran.

  5. #24
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Die Ehefrau erklärt vor dem Ampür, dass das Geld zum Kauf des Grundstückes aus ihrem eigenen Vermögen stammt. Woher soll dieses Vermögen denn aber stammen während der Ehe, wenn nicht aus dem, was dem Zugewinn unterliegt?
    Ich möchte hier mal eingreifen. Angenommen, die Frau erklärt, dass das Geld aus gemeinschaftlichem Besitz entstammt, was wäre die Konsequenz?

  6. #25
    Avatar von Pitmacli

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    Die Konsequenz wäre ganz klar, Yogi, dass der Mann Anspruch darauf hat, 49 % Prozent des gemeinsamen Vermögens ausbezahlt zu bekommen. Ist aber rein theoretisch und setzt voraus, dass eine Inventarliste erstellt - wo getrennt wird, wer was zusätzlich und vorgängig eingebracht hatte. Bewegliche Güter, sofern nicht darum gestritten wird, könnten also schon vorgängig mal bezogen werden. Dein geschilderter Fall wäre eigentlich ideal - nur - die Frau kann den Mann ja mangels Geld nicht auszahlen. Ein Verkauf des Besitzes also nur möglich, wenn die Frau auch einverstanden ist. Meist kommts dann trotzdem zu einem langwierigen Gerichtsstreit. Im schlimmsten Fall wird der Besitz vom Gericht verhöckert und dann meist zu einem Preis, der sicher mal Anwalts- und Gerichtskosten deckt. Ab und zu auch noch andere Nutzniesser (Experten, Einschätzungsfachleute usw.).
    Reines und unbestrittenes Vermögen wie Geld, Schmuck, Aktien usw. würden in der Regel geteilt - Immobilien und Besitz von Land werden niemals dem Farang zugesprochen, weil der ja niemals über 49% Besitzanteil verfügen kann. Das müsste aber vorgängig geregelt werden - dann gäbe es viel weniger Probleme damit.
    Der Idealfall ist aber sehr selten und noch seltener, dass bei der Frau Bargeldvermögen nachgewiesen werden können bei einer Scheidung. Beim Farang eher, weil die Überweisungen ja monatlich (vielfach) überprüft werden können... Scheidungen sind in allen Ländern in 95% aller Fälle wirklich zum Erbrechen... Pit

  7. #26
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ich möchte hier mal eingreifen. Angenommen, die Frau erklärt, dass das Geld aus gemeinschaftlichem Besitz entstammt, was wäre die Konsequenz?
    Der Landkauf vor dem Landamt käme nicht zustande.

    Das Landamt verlangt die Erklärung vom Alien, dass das Geld für den Grundstückserwerb aus dem persönlichen Vermögen der Frau (Sin Suan Tua) entstamme. Durch die Unterschrift wird somit etwas also erschaffen, was rechtlich als Wahrheit angesehen wird. Gibt es doch ziemlich häufig im Leben: So kann man sich natürlich auch selbst eines Verbrechens bezichtigen (obwohl man objektiv voellig unschuldig ist) und diese Erklärung vor Gericht hat dann auch zur Folge, dass man für das eingestandene Verbrechen auch verurteilt wird. Es gibt jede Menge an Erklärungen, die bis auf Weiteres als Wahrheit angesehen werden obwohl sie objektiv Lügen sind.

  8. #27
    Avatar von Pitmacli

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    Auch der Farang darf investieren in Thailand... Leider macht er das viel zu selten auch rechtlich abgesichert. Als Ausländer darf ich 49% von Besitztümern erwerben, eingetragen bei Liegenschaften und Land hinten auf dem Chanot, z.B. 51 % müssen dem gegenüberstehen, die in thailändischem Besitz sind. Ist mit Companien dasselbe, nur dort können dann zusätzliche Regeln (intern) geschaffen werden. Rechtlich aber muss das Kapital von Besitz immer im Minimum 51 % Thailand, 49 % Ausland sein. Hat auch positive Auswirkungen... Thailand kann sich gar nicht derart verschulden wie westliche und andere Länder.
    Nachteil in einer Scheidung aber - meist hat 51 % mehr Gewicht bei Entscheidungen durch das Gericht. Nur - wenn diese Regelungen offiziell getroffen wurden mit allen Stempeln und Bestätigungen, geht der Farang ganz sicher nicht leer aus. Leider herrscht in den ersten Phasen der Verliebtheit blauäugigkeit vor... Kann aber schon recht teuer zu stehen kommen... Pit

  9. #28
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zum Thema auslaendischem Landbesitz in Thailand: Bangkok Post : Foreign property ownership in Thailand

  10. #29
    Avatar von Pitmacli

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    Dürfte absolut hinhauen, Tramaico - gäbe dann noch noch zusätzliche Absicherungen, aber irgendwann ist es wie mit den Rentenversicherungen - man zahlt viel ein und bekommt wenig zurück - vielleicht irre ich mich ja auch...

    Pit - sich ein wenig schämend - aber absoluter Thailandfan....

  11. #30
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Die Ehefrau erklärt vor dem Ampür, dass das Geld zum Kauf des Grundstückes aus ihrem eigenen Vermögen stammt. Woher soll dieses Vermögen denn aber stammen während der Ehe, wenn nicht aus dem, was dem Zugewinn unterliegt?
    kommt darauf an. Nur soweit gräbt der am Landoffice gar nicht. Dem reicht es zu wissen, dass das Geld der Ehefrau gehört und nicht vom Ehemann finanziert wird.
    Woher sie das Geld dann hat, ob von eigener Arbeit in Deutschland, aus einem Lotteriegewinn, Erbe usw - interessiert in Thailand nicht.

    Wenn sie das Geld tatsächlich schon vorher hatte, dann kann sie natürlich bei der Scheidung auf ihr Anfangsvermögen verweisen, welches vom Endvermögen abgezogen wird, aber das könnte sie auch, wenn sie statt des Grundstückes das Vermögen in Aktien hielte.
    diese Konstellation dürfte sehr, sehr selten vorkommen - das würde ja bedeuten, das die Thai vermögend war. Die meisten vermögenden Thais heiraten aber keinen Farang :-)
    Wenn sie natürlich genau nachweisen kann, dass das Vermögen bereits vor der Ehe bestand (Bank-Statements usw) - dann hast du recht.
    Aber ich gönne deiner Frau, dass du glaubst, du kämest ohnehin nicht an den Zugewinn heran.
    doch kommt er.

    Nur kommt da noch eine weitere Hürde bei einem Zugewinnausgleich, d.h. wenn man sich nicht irgendwie noch anders abgesichert hat.
    Je nach Länge der Ehe, wird der Ehemann verdonnert, der Frau eine Art Abfindung zu zahlen. So hat meine Frau kürzlich einen Fall bearbeitet, da war der Deutsche mit der Thai 1 Jahr verheiratet. Sie über 50 - machte beim Gericht mit ihrem Anwalt geltend, das sie nun als Ex-Mia-Farang schwer einen Thai Mann finden würde, ausserdem wäre sie schon fast zu alt dafür usw. bla, bla, bla
    Sie wollte eine Abfindung von 100,000 Baht. Letztendlich konnte dann auf 30.000 Baht für ein Jahr Ehe runter gedrückt werden.
    Wenn nun jemand 10 oder mehr Jahre verheiratet ist, kann schon passieren - das er zwar die Hälfte des Hauses erhält, aber gleichzeitig den Wert der Hälfte als Abfindung an die Frau zahlen muss. Vor allem, wenn sie kein eigenes Einkommen hat.

    Das vergessen leider auch viele.

    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    Die Konsequenz wäre ganz klar, Yogi, dass der Mann Anspruch darauf hat, 49 % Prozent des gemeinsamen Vermögens ausbezahlt zu bekommen.
    du verwechselst jetzt die 49% mit Firmenanteil. Vermögen wird glatt mit 50% geteilt. Nur eben bei Firmen nicht.

    Reines und unbestrittenes Vermögen wie Geld, Schmuck, Aktien usw. würden in der Regel geteilt - Immobilien und Besitz von Land werden niemals dem Farang zugesprochen, weil der ja niemals über 49% Besitzanteil verfügen kann. Das müsste aber vorgängig geregelt werden - dann gäbe es viel weniger Probleme damit.[/QUOTE]

    auch hier verwechselst du wieder einiges.
    Bei einer Scheidung und Aufteilung der Anteile einer Ltd. - erhält der Mann erstmal seine gesamten Anteile von 49%.
    Gewinne aus dieser Ltd. fallen wieder unter den Zugewinn-Ausgleich - als 50:50.

    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    Nachteil in einer Scheidung aber - meist hat 51 % mehr Gewicht bei Entscheidungen durch das Gericht. Nur - wenn diese Regelungen offiziell getroffen wurden mit allen Stempeln und Bestätigungen, geht der Farang ganz sicher nicht leer aus. Leider herrscht in den ersten Phasen der Verliebtheit blauäugigkeit vor... Kann aber schon recht teuer zu stehen kommen... Pit
    klammere einfach mal Firmenanteile aus einer Scheidung aus. Es gibt auch Fälle, da wird die gemeinsame Firma gar nicht aufgelöst oder verkauft, die bleibt bestehen mit 51:49 und wird auch nach der Scheidung weitergeführt.

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