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Scheidung - er in D, sie in Thailand.

Erstellt von socky7, 05.02.2012, 08:50 Uhr · 23 Antworten · 3.918 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Das ist eindeutig. Vermutlich kann der Antrag auf Ehescheidung bei dem zuständigen Familiengericht in Deutschland erst im Oktober eingereicht werden, weil der deutsche Ehemann seine Thaifrau zuletzt im November 2011 in Thailand besuchte und das Trennungsjahr eingehalten werden muss.
    Kurzfristige Versöhnung so bis ca. 6 wochen ist unbedeutend.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von ฉลาม

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    Vielleicht haben Sie auch gestern nach Kerzenschein und Wein die Laken durchwühlt, who knows? Internetgeschichten halt.
    Zur Vorlage beim Rechtsanwalt und Familiengericht zählen andere Fakten, Forenberichte sind vermutlich gerichtlich eher nicht so verwertbar.

  4. #23
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Wie ist denn nachfolgender Fall aus Thailand zu beurteilen:

    Eine Thaifrau heiratet vor einem Jahr in Bangrak in Bangkok einen deutschen Ehemann. Nachdem sie in mehreren Prüfungen im Goethe-Institut die notwendigen 60 Punkte für das Zertifikat Deutsch A 1 nicht erreicht hat, verschenkt sie ihre Lehrmaterialien und lernt kein Deutsch mehr.
    Wie kann sich der deutsche Ehemann scheiden lassen ?
    Muss er den Antrag in Deutschland stellen, weil er die Heirat auch im deutschen Standesamt eintragen liess, oder kann er den Antrag auf Ehescheidung auch in Thailand stellen ? Wer kennt einen ähnlichen Fall, in dem die Scheidung bereits erfolgte ?
    (Die besagte Thaifrau war noch nie in Deutschland. Der deutsche Ehemann ist in Deutschland berufstätig. Ein Umzug nach Thailand ist innerhalb der nächsten 15 Jahre nicht möglich.)
    der deutsche Ehemann stellt den Antrag bei seinem zuständigen Amtsgericht. Wenn die Ehefrau miteinverstanden ist - ist es kein grosses Problem. Wenn nicht, gibt es eine Wartezeit - ich glaube momentan 3 Jahre.
    Meine Frau hat gerade so eine Scheidung für eine Kundin abgewickelt. Der Fall war ähnlich. Er wollte die Ehefrau mit Touristenvisum ohne A1 Schein mitnehmen und es wurde abgelehnt. Daraufhin hat er sie in BKK stehen lassen und ist nachhause geflogen. Die Thai kam dann zu meiner Frau und die hat dann
    erstmal Prozesskostenhilfe beantragt, eine Anwältin in D zur Seite gestellt und halt alles bis zur Scheidung abgewickelt.

    Es besteht auch die Möglichkeit Unterhalt zu beantragen, das ist in vorliegendem Fall nur daran gescheitert, das der Ehemann leider genau mit dem Existenzminimum gleichauf lag. Ansonsten hätte es auch Unterhalt gegeben bzw. bei Einigung auch eine Ablöse.

  5. #24
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    und das Trennungsjahr eingehalten werden muss.
    bedingt, da das neue deutsche Scheidungsrecht auf das Trennungsjahr verzichtet, und viele Dinge grundsätzlich verändert.

    FARANG 01-2012

    Neues Scheidungsrecht ab 21.06.2012

    Ab dem 21.06.2012 richtet sich das bei einer Scheidung in Deutschland anzuwendende Recht nicht mehr nach den nationalen Verschriften nach EG BGB, sondern nach den Regeln der europäischen Verordnung Nr. 1259/2010, die sog. Rom III - Verordnung. Dies bringt erhebliche Änderungen mit sich.

    Neu ist, dass die Ehegatten ab dem 21.06.2012 stets vereinbaren können, nach welchem Recht ihre Ehe geschieden werden soll. Bislang gilt: Ein Deutscher und eine Thai, die in Deutschland gelebt haben, werden vor einem deutschen Gericht ausschließlich nach deutschem Recht geschieden, mit allen daraus folgenden Konsequenzen, z.B. zwingende Beachtung des Trennungsjahres.

    Ab dem 21.06.2012 können Deutsche und Thai in einem vorsorgenden Ehevertrag oder in einer nach der Trennung geschlossenen Vereinbarung bestimmen, dass für ihre Ehescheidung das thailändische Recht gelten soll. Das deutsche Gericht wird dann die Ehe nach thailändischem Recht - also ohne Trennungsjahr - scheiden.

    Die Vereinbarung des anwendbaren Rechts wird bis zur Einleitung des Scheidungsverfahrens jedoch frühestens ab dem 21.06.2012 möglich sein.

    Wenn sich also zwei Ehegatten jetzt einvernehmlich trennen und geschieden werden wollen, können diese ab dem 21.06.2012 schriftlich vereinbaren, dass sie nach thailändischem Gesetz in Deutschland geschieden werden wollen und sofort danach die einverständliche Scheidung beantragen. Nach jetzigem Recht hingegen müssen die Ehegatten das Trennungsjahr abwarten, da eine Vereinbarung über das anzuwendende Recht nicht möglich ist.

    Die zweite wichtige Änderung betrifft die Ehe zwischen zwei Thais, die in Deutschland leben und hier geschieden werden wollen. Bislang wird die Scheidung in Deutschland nach thailändischem Recht durchgeführt, wenn beide Eheleute die thailändische Staatsangehörigkeit haben. Ab dem 21.06.2012 entscheidet über das anzuwendende Scheidungsrecht der gewöhnliche Aufenthalt der Ehegatten. Wohnen beide Thais in Deutschland, gilt ab dem 21.06.2012 die Scheidung nach deutschem Recht. Wegen der schwierigen Scheidungsvoraussetzung empfiehlt es sich bei einer Thai/ Thai Ehe eine entsprechende Vereinbarung zugunsten des thailändischen Rechts zu treffen.
    also warten bis zum 21.6.12 und eine Scheidung nach dem neuen Scheidungsrecht.

    Inhaltlich unklar ist natürlich, warum der Mann nicht im Stande war, sich in einem benachbarten EU Nachbarland einen Wohnsitz anzumelden,
    und von dort lebend die Familienzusammenführung ohne Sprachtest betrieben hat (während er an seinem zweiten Wohnsitz in Deutschland weiterhin berufstätig bleibt).

    Klar gibt es Menschen, die interlektuell einfach nicht im Stande sind, in einem Alter ab 20 Jahre noch zu lernen,
    besonders wenn die Fähigkeit zur Konzentration in der Jugend nie gelernt wurde.

    Es gibt im übrigen eine Nichtanwendung der Sprachbarriere bei Menschen mit Lern Handikap.

    Hier ist einfach das Verständnis und der Wille zur Gemeinschaft nicht stark genug vorhanden gewesen.

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