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In Sachen Kinder bez. Erziehung

Erstellt von Lungkau, 31.07.2005, 00:07 Uhr · 18 Antworten · 1.723 Aufrufe

  1. #11
    EO
    Avatar von EO

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    Hallo Freimut.
    Ok ich versuchs mal.Bin kein 10 Finger Schreiber.
    Wenn ein Kind 100% Thai mit ca.4 Jahre alt hierhin kommt,kann es noch ca.2-3 warten mit der Einschulung.es wäre dann ca.6-7 JAhre alt und hat aber dann schon aif der Strasse,mit Fraunden,Deutsche OMA,Opa,Familie evtl Kindergarten Deutsch gelernt.In dem Alter lernen sie schnell.Wenn es in die Schule kommt hat es in der Regel die gleichen Chancen wie die anderen.Könnte also mit guten Noten nach 4 JAhren Grundschule auf Real-Gymnasium gehen.Trotz der Lehrstellenmisere derzeit bessere Chancen als Hauptschüler -oder Gesamtschüler.Die Thai Mutter evtl.in Thailand vom Dorf(nur 3-4-5 Jahre in Schule gewesen)dort schon mit eigenen Problemen soll jetzt hier dem Kind helfen mit Hausaufgaben.Vielleicht selbst oder meistens schon Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache.oder auch Angst.Da sie das nicht erfüllen kann,zieht sie sich zurück und überlässt das ihrem MAnn,der nach Feierabend dann da auch noch anfangen kann.Wenn dann noch gesagt wird "wir leben in Deutschland bitte nur deutsch sprechen,dann denkt die Frau,der Mann hat Ahnung,der wirds schon richten.Ausbildung in Germany ist besser als in Thailand.Dann passiert es meistens daß das Kind nur (4 Jahre in Thailand gelebt)schnell die Muttersprache verlernt.Trotz daß die Mutter mit dem Kind Thai spricht,versteht es die Mutter schon,antwortet vielleicht in Thai oder deutsch.Aber schreiben wie in den Anfängerklassen in Thailand hat es nicht gelernt.Nun sagt evtl.der Mann"das interessiert hier nicht,deutsch ist angesagt(kann sein).oder die Mutter kommt auf die Idee "ich lerne mit meinem Kind Thai schreiben.
    Irgendwann hat das Kind keine Lust/oder die Mutter auch nicht.oder das Kind ist nun 6-7 Jahre alt und kommt in die deutsche Schule.Dort hat dann diese Schule Vorrang.Auch hier ist man dem Lerndruck ausgesetzt.Vielleicht nicht so am Anfang,aber irgendwann.Dann lässt man das Thai etwas zurück um das Kind nicht zu überfordern.Wenn dann noch im zunehmenden Alter und Klasse ca.4te-5te usw.Englisch auf dem Lehrplan steht.Was macht man dann?evtl.bei höherer Schule noch Französisch?
    Bei Kindern die mit späterem Alter nach Deutschland kommen sind diese Probleme wieder anders.z.b.12 Jahre alt.
    Die waren schon in Thailand in der Grundschule.können Thai 100%sprechen,lesen ,schreiben.Die haben die überwiegenden Probleme mit deutsch.In welcher Klasse soll es hier eingeschult werden?mit Vorschule usw.sitzt es dann mit 14 Jahre alt in der 5-6 Klasse (nur Hauptschule?).Welcher Elternteil soll oder kann dann die Unterstützung geben?.Dann sind sie in der Pubertät.Wenn sie nicht mitkommen in der Schule verlieren sie die Motivation und haben dann vielleicht auch kein Bock.das bringt wieder schlechte Noten mit sich.Wir haben in Düsseldorf früher alle Schattierungen kennen gelernt.Und so teilte sich dann auch die Schulklasse auf.Thai lernen-rechts-----Deutsch lernen links.
    Diese Altersgruppe auf der einen Seite ----die anderen links.Wenn sich die Eltern unterhielten traten die Probleme an den Tag.Die Probs gibt es heute immer noch.Auch wenn wir im Tempel sind,kommen ja auch dort Frauen mit ihren Kindern hin.dann kann man sehen und hören wie die Kinder sich teilweise geben.in der Regel mehr deutsch.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Peter65

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    @roette:

    natürlich geben sich die kinder mehr deutsch, schliesslich ist hier ihr Lebensmittelpunkt. Meiner Meinung nach ist es richtig das Kind 2-sprachig aufwachsen zu lassen (auch thai lesen und schreiben zu lehren), aber wichtig ist doch in erster Linie Deutsch.
    Für den weiteren Lebensweg des Kindes wie Ausbildung und Beruf.
    Ich finde Du bist etwas zu thai-assimiliert.
    Wenn Du Dein Kind als Thai aufwachsen lassen möchtest hättet Ihr IMHO das Ganze in Thailand stattfinden lassen sollen und nicht in DL.
    So machst Du Deinem Sohn das Leben nur unnötig schwer.
    Just my 2ct.

    Grüsse,
    Peter

  4. #13
    EO
    Avatar von EO

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    Hallo Peter65.
    Ich finde Du bist etwas zu thai-assimiliert.
    Das denke ich nicht.Teilweise will ich dir Recht geben.
    Ich will nur damit sagen,daß das was man manchmal möchte sich nicht machen lässt aus unterschiedlichen Gründen.
    Mein Sohn kann Deutsch-lesen-sprechen-schreiben.
    englisch durch Schule -lesen-sprechen-schreiben.
    Thai -sprechen.
    Französisch nach 2 Jahren Schule kein Pflichtfach mehr.
    Ich hätte auch gern das er Thai lesen und schreiben kann.
    warum das ganze.
    Wenn er später in seinem Leben kein Bock mehr hat aus irgendwelchen Gründen in Deutschland zu bleiben,könnte er ja dann mit "entsprechender"Ausbildung in Thailand leben.

  5. #14
    Avatar von tira

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    Zitat Zitat von roette",p="265132
    ....ern das er Thai lesen und schreiben kann.
    warum das ganze.
    Wenn er später in seinem Leben kein Bock mehr hat aus irgendwelchen Gründen in Deutschland zu bleiben,könnte er ja dann mit "entsprechender"Ausbildung in Thailand leben.
    ja roette,

    das sind die optionen die man dem kind offenhalten will, die man so selbst nicht hat.
    ob und wann diese jemals eingelöst werden steht auf einem anderen blatt, das haben die kids
    zu gegebener zeit selbst zu entscheiden.
    bezüglich des wehrdienstet oute ich mich gegebenfalls als freiloskäufer. in der 3. welt
    ähh schwellenländer ist der begriff menschenwürde in bezug auf junge rekruten ein unwort. :O

    gruss :P

  6. #15
    EO
    Avatar von EO

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    das sind die optionen die man dem kind offenhalten will, die man so selbst nicht hat.
    da geb ich dir Recht.

  7. #16
    Avatar von Joerg_N

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    unser kleiner (10 Monate) soll es selbst spaeter entscheiden,
    wir ich-exprotestant frau nicht sehr glaeubige buddhistin

    denken momentan dass er es selbst entscheiden kann,
    aber sicher wird er durch die umwelt eher christlich gepraegt werden,
    auch ohne unser dazutun.

    Das einzige ware eventuell in bezug auf kindergarten oder schule,
    es gibt in hamburg christliche kindergaerten die wesentlich besser sein sollen
    als die meissten "normalen",
    man muss in manchen bloss getauft sein, egal ob katholisch oder evangelisch.

    Gruss
    Joerg

  8. #17
    Nuad
    Avatar von Nuad

    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    Meine Frau ist Buddhistin, ich wurde zwar evanglisch getauft, nutzte aber die Gelegenheit beim Ausstellen der ersten Lohnsteuerkarte anzugeben ich wäre konfessionslos (was dazu führte das die Kirchensteuerstelle 16 Jahre später versuchte die Kirchensteuer dieser 16 Jahre erfolglos nachzufordern weil ich nie formell austrat bis dahin) und unser Sohn ist mittlerweile 5,5 Jahre alt.

    Da ich alle Religionen respektiere waren meine Frau und ich das erste Paar das hier in Berlin im hiesigen Wat eine Hochzeitszeremonie abhielten (bei der Erinnerung daran tun mir heut noch die Knie weh) und bei unserem ersten gemeinsamen Thailand Aufenthalt wurden wir in ihrem Dorf von den dortigen Dorfältesten zusätzlich noch in einer ganz und gar unbuddhistischen Zeremonie verbunden.

    Wir gehen ins Wat wenn wir mal dazu kommen aber auch mal in eine Kirche, z.B. zu einer Weihnachtsandacht mit Konzert und wir würden auch in eine Moschee gehen so dort etwas stattfinden sollte das uns interessiert, meinerseits also sozusagen eine religiöse Salatbar Mentalität da ich mit Religionen an sich nichts am Hut hab und meine Frau zieht halt mit.

    Was nun Religionserziehung angeht hatte meine Frau anfangs eigentlich vor Sohnematz zum Buddhisten zu erziehen, ich erklärte daraufhin jedoch das ich mich dann gezwungen sehen müßte ihn auch in Moscheen, Synagogen, Wicca Zirkel usw. zu schleifen um ihn ein möglichst umfassendes Spektrum an Religionen zu vermitteln.

    Nuje... Sohnematz macht auch vor christlichen Symbolen einen ´Wai´ und Frauchen steckt in einer Kirche auch mal eine Kerze für verstorbene Verwandte an.

    Im Endeffekt sieht es bei uns so aus das meine Frau versucht unserem (B)Engel buddhistische Werte zu vermitteln wogegen ich natürlich keine Einwände habe und ich versuche ihn offen für alle religiösen Richtungen zu halten was meiner Frau nicht unbedingt völlig zusagt.

    Ach ja noch eine Anmerkung zu den Kommentaren wie ´wir sind deutsche´ und ´wir leben aber in Deutschland´: in erster Linie sind wir ganz unabhängig davon wo wir nun einmal zufällig geboren worden alles Menschen und in Deutschland herrscht Religionsfreiheit, von einigen Dörfern in unseren südlichen, blau/weißen Provinzen vielleicht einmal abgesehen. ;-D

  9. #18
    Avatar von kcwknarf

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    Viele Kommentare zu dem Thema zeigen das grosse Problem, dass mittlerweile in Bezug auf Religion und Glauben in der Gesellschaft auftritt: der Glauben, die Religionen, die Stätten (ob nun Kirche, Wat, Moschee...), die Erziehung und die Gesellschaftsformen werden miteinander vermischt.
    Das ist Realität, aber völlig am eigentlichen Sinn vorbei.

    Ein Glaube sollte keinem aufgedrängt oder anerzogen werden. Der kommt von innen heraus. Das kann durchaus mehrere Jahre dauern.
    Daher halte ich grundsätzlich auch nichts von frühen Taufen.
    In die Kirche oder in den Wat zu gehen hat nichst mit dem eigentlichen Glauben zu tun. Das ist eine von Menschen geschaffene Institution, die es manch einem nur erleichtern soll, seinen Glauben auszuüben (sofern er es in seinen eigenen vier Wänden nicht schafft).

    Aus meiner Erfahrung heraus ist doch das wichtigste, dass alle Religionen die gleichen moralischen Grundwerte haben. Überall soll nicht getötet oder geschädigt werden. Und DAS sind die Werte, die man als Eltern seinem Kind vermitteln sollte (und vor allem auch vorleben sollte). Da spielt die Religion zunächst mal keine Rolle.

    Es ist zudem kein Widerspruch, sich dann später mit dem eigenen Willen zum Christ und zum Buddhisten zu bekennen. Wenn man mal historisch zurückblickt erkenne ich nichts, was Teile der anderen Glaubensrichtung ausschliesst. Das sehen vielleicht Hardcore-Priester anders. Aber das sollen sie erst einmal nachweisen.

    Die Ellenbogengesellschaft in Deutschland ist halt keine im eigentlichen Sinne christliche Gesellschaft mehr.
    Die Akzeptanz anders Gläubiger ist ebenfalls eine Sache, die Eltern den Kindern beibringen sollten. Es ist wichtig, andere zu akzeptieren, wenn man selber akzeptiert werden möchte.

    Fazit: lasst das Kind später selber entscheiden, erklärt ihm, welcher Elternteil was glaubt und warum und erzieht es nach allgemeinen Moralvorstellungen.

  10. #19
    Avatar von Peter65

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    Re: In Sachen Kinder bez. Erziehung

    @Nuad

    mein
    ´wir leben aber in Deutschland´ (oder so ähnlich)
    sollte lediglich in Bezug auf die Sprache und Lebensumstände gemünzt sein (mit Religion hatte das nichts zu tun).
    Grüsse,
    Peter

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