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"Religionserziehung in der Famillie"

Erstellt von Joerg_N, 07.02.2010, 09:40 Uhr · 62 Antworten · 4.732 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von

    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von dutlek",p="822119
    Glauben heisst nicht Wissen, danach hab ich (natuerlich auch meine Frau, also wir zusammen) meine (unsere) Kinder erzogen. Und ein Kind anluegen, nur weil es noch ein Kind ist und weil es irgendwelche Traditionen gibt, davon halte ich ueberhaupt nix.
    sorry Dutlek, sowas von dir.
    Glauben kommt vom althochdeutschen gilouba, Vertrauen, Zuversicht und ist eng verwandt mit liob, Liebe.

    Diese drei Worte geben die Bedeutung von Glauben gut wider. Glauben ist jedenfalls ziemlich das Gegenteil von nicht wissen.

    Und es sei schon die Frage gestattet ob es fuer ein Kind vorteilhaft ist wenn man ihm diese drei Dinge wegnimmt.
    Denn genau das ist die Konsequenz.
    So ganz nebenbei, ein bisserl mehr Vertrauen und Zuversicht haettest du sicher die letzten Monate auch gut gebrauchen koennen.

    Dass es den Nikolaus gibt ist ja wohl auch voellig unstrittig. Blos was man dann aus der Person macht das ist die Frage. Das ganze Brimborium hat ja mit Christentum nun so gar nix zu tun.

    Und natuerlich ist das Christkind der historische Jesus, den es genauso unzweifelhaft gibt. Blos was dann........

    Wer natuerlich den Coca-Cola-Weihnachtsmann vorzieht der hat den Konsum verinerlicht und pervertiert Weihnachten.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von

    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von DisainaM",p="822064
    nehmen wir den Rindfleischkonsum,

    in Thailand sind viele Buddhisten der Meinung, Gutes zu tun, wenn sie sich eine Periode goennen, wo sie kein Fleisch essen, um ihr Karma zu verbessern.

    Die Moslems praktizieren ihre Fastenzeit,

    jedoch in der christlich gepraegten Welt gilt,
    machet euch die Welt untertan, und konsumiert, was im Supermarkt angeboten wird.

    Kommt vor Weihnachten eine Welle, ein Erdbeben oder sonstige Katastrophe, wird gespendet, und waehrend des Jahres kauft man ev. noch FAIRtrade Produkte, und das wars dann,

    Verzicht, Enthaltsamkeit (Ausnahme Alk nach Aschermittwoch),
    sind den christlichen Werten weitgehend fremd.

    Waechst ein Kind in einer Welt,
    ich hab die Kohle, also mach ich, - wer zahlt, bestimmt,
    auf,
    dann praegt das natuerlich den Menschen in seiner Wertskala.

    Das reduzierte Christentum macht dabei Platz einer Konsumreligion.
    Das Christentum hat drei Fastenzeiten. Wobei modernes Fasten nicht zwingend Essensverzicht bedeutet. Sondern man soll an den entsprechenden Tagen auf etwas verzichten, das auch tatsaechlich ein Verzicht ist. Fuer manchen kann auch der Verzicht aufs Nitty oder aufs Internet generell sehr sinnvolles Fasten im christlichen Sinn sein. Oder nicht fernsehen, oder das Auto stehen lassen, etc pp. So sieht zeitgemaesses Fasten aus.

    Neben den vierzig Tagen vor Ostern von Aschermittwoch ab(ausser den Sonntagen), sind das alle Freitage und man hoere und staune die Adventszeit. Ja, die Adventszeit ist eine christliche Fastenzeit. Der Konsumrausch koennte dem Christentum nicht ferner stehen.

    Uebrigens war auch die Adventszeit frueher in Frankreich und bis zum Rhein 40 Tage. Beginnend am 11.11. Der sogenannte Karnevalauftakt hat also in Wahrheit die gleiche Bedeutung wie der Faschingsdienstag und markiert das Ende des Weihnachtskarnevals.

  4. #53
    Avatar von dutlek

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von Extranjero",p="822314
    sorry Dutlek, sowas von dir.
    Wieso sollte es nicht von mir kommen. Ist ja meine Meinung.
    Als ich meinen Sohn darueber aufgeklaert hatte das Weihnachten und Nikolaus nicht das ist was es fuer Kinder zu sein scheint, hatte er schon lange selbst gemerkt, das da mein Bruder drunter ist und dementsprechend gefragt ob da wirklich was dran ist. Da war er etwa 5-6 Jahre. Einem Kind seine eigenen Illusionen rauben, wuerde ich nie machen. Ebenso wuerde ich nie ein Kind anluegen (besser gesagt, die Unwahrheit sagen), damit es falsche Illusionen bekommt.

  5. #54
    Avatar von tomtom24

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von Joerg_N",p="821949
    Hey TomTom,

    gib doch einfach mal eine Antwot auf meine Frage - so schwer kann es doch nicht sein, oder ?

    [highlight=yellow:695b4a0cd6]zitieren und lachen kann ich auch[/highlight:695b4a0cd6]
    Eben deshalb ;-D

    Aber schoen, hier mein Statement dazu:

    Vorgeschichte: wir hatten Puk's Sohnemann hier auf ne christliche Schule geschickt (ist schon komisch wenn einen der Benedikt aus Regensburg hier in Mae Sot angrinst von den Waenden ;-D ). Das aber weniger aus christlichen Werten heraus sonder einfach in der Hoffnung, dass das ne gute Schule gewesen sein koennte, was es aber, wie man hier schon erkennen mag, nicht war. Deshalb kommt jetzt ne chinesische Schule. Soviel mal vorab.

    Dann noch eine zweite Geschichte. ich bin mit meiner Exfrau (eine Polendeutsche, also entsprechend glaeubig) in ein bayrisches (also neben tiefschwarz auch noch ungemein katholisch ;-D ) Dorf gezogen. Entsprechend wurden ihre Kinder dort eingeschult. Da aber wegen der Umschulung ihr Sohn, der kurz vor der Kommunion stand, der Pfarrer ihn nicht zulassen wollte, weil er nicht in der Kirche gesehen wurde Sonntags (wie denn auch wenn wir dort nicht gewohnt hatten in diesem Dorf?), bin ich mit dem auf Kriegsfuss gestanden. Christliche Werte... Dass ich nicht lache.

    Und noch eine Geschichte: mein vater war ein sehr glaeubiger mensch, ging aber Sonntags nie zur Kirche. Stattdessen (weil er viel unterwegs war) hatte er seine Autobahnkapellen und ging auch mit meiner Mutter regelmaessig zu Kapellen. Dann starb mein Vater. Wir mussten uns um die Beerdigung kuemmern. Also sind wir zum Pfarrer (mein Vater war zu diesem Zeitpunkt noch zuhause; also wirklich unmittelbar nach seinem Tod). Der fragte mich ploetzlich, wie es denn mit Sonntagsmesse ausgesehen hatte. Und ich erklaerte, was ich hier gerade geschrieben habe. darauf bekam ich folgende Antwort: "der neue Katechismus schreibt vor, dass das eine Todsuende sei" bla bla bla und fing mit mir eine voellig unangebrachte Diskussion an. Irgendwelches Mitgefuehl oder wenigstens nur Taktgefuehl? Volle Fehlanzeige!

    Mit all diesen persoenlichen Erfahrungen, welche laengst nicht alle Negativerfahrungen mit der Kirche sind und in der Summe mit der allgemeinen Haltung der Kirche auch in den letzten Jahrhunderten und der Stellungnahme der Kirche heute dazu, muss ich sagen, dass ich, solange ich in Asien lebe, keine katholische Erziehung moechte. Auch halte ich diese in Deutschland nicht fuer erstrebenswert, da komme ich aber leider nicht aus, da sonst von dieser "Liebe Deinen Naechsten Kirche" das betreffende Kind ins soziale Abseits gedraengt wird (wie gesagt, schon erlebt). Diesen Mist muss ich nicht auch noch foerdern. Soviel zur "weltlichen Kirche".

    Dennoch sehe ich mich aber als glaeubigen Christen, der aber dem Buddhismus sehr angetan ist. Deshalb befuerworte ich eine buddhistische Grunderziehung, weil ich hier viel mehr Toleranz finden kann und weil ich eben aus dieser Toleranz heraus auch christliche Werte (die, die es eigentlich zu befolgen gilt oder die es wert sind, vermittelt zu werden, also irgendwie, locker gesagt, die 10 Gebote) herueberbringen kann. Also christliche Werte verweltlicht und angepasst, also fasst schon wieder buddhistisch.

    Reicht das? ;) ;-D

  6. #55
    Avatar von DisainaM

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"


  7. #56
    Avatar von freimut

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Etwa zwei Jahre nach unserer Hochzeit, 1991 bin ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Der Kirchensteuer wegen.
    Unsere Tochter ging in der Grundschule in den Kindergottesdienst. Sie nahm auch am Religionsunterricht teil. Auf eigenen Wunsch und gegen meinen Willen entschlossen meine Frau (Budhistin) und unsere Tochter sich für ein katholisches Mädchengymnasium.
    Mit 14 äußerte sie mir gegenüber den Wunsch am Konfirmationsunterricht teilnehmen zu dürfen.
    Halbe Sachen mache ich nicht, d.h., sie mußte reglmäßig sonntags zum Gottesdienst und ich ging als Vorbild mit.

    Vor der Konfirmation trat ich wieder in die Kirche ein. Ich wollte gemeinsam mit meiner Tochter das Abendmahl feiern. Die Gottesdienste besuche ich noch regelmäßig. Ich fühle mich danach einfach gut. Gehe ich danach sonntags nach Hause, begegnen mir oft Jogger. So tut halt jeder etwas anderes für sein Wohlergehen.
    Ich finde, man sollte seine Kinder mit den Werten, vertraut machen, die einem selbst wichtig sind und die man auch vorlebt.
    Viele Grüße
    Freimut

  8. #57
    Avatar von kcwknarf

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von Samuianer",p="822193
    Welchen Nutzen hat so ein "Glaube" der nicht durch Wissen untemauert ist?

    Was koennte Mensch daraus fuer Nutzen ziehen, was die Menschheit bisher fuer Nutzen draus gezogen, was sind die Lehren?

    Haben uns die Wissenschaftn seit der fruehen Antike nicht viel, viel weiter gebracht als jede Form von Glauben und Religion mit blinden Vertrauen gekoppelt - oder setzt du dich ins Auto, verbindest dir die Augen und faehrst mit blinden Vertrauen, darauf das du zur Arbeit findest, los?
    Katzen und Hunde finden ohne Stadtplan nach Hause zurück.
    Warum das so ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Nehmen wir an, die Menschen könnten das auch. Dann könnten sie vielleicht auch blind fahren.
    Wenn man nun glaubt, dass das geht, könnte man daran weiter forschen. Und dann würden die Menschen ihre versteckten Fähigkeiten auch wieder nutzen.

    Der Glaube versetzt Berge, heißt es bewiesenermaßen. Der Realismus, die Aufklärung oder wie man diesen Schwachsinn auch immer nennen mag, verhindert aber, dass man nicht alle Fähigkeiten nutzt. Der Glaube ist also immer der Anfang von dem, was man später real nutzen kann.

    Auch Forscher glauben ja zunächst an etwas. Sie stellen eine These auf (also Glauben). Und diesen Glauben wollen sie durch ihre Forschung bestätigen. Am Ende steht dann oftmals die Bestätigung ihrer These, also ihres Glauben.

    Aus rein religiöser Sicht macht ein Glaube den Sinn, dass man sein ganzes Leben versteht und evtl. danach ausrichtet. Ist z.B. das Leben mit dem Tod tatsächlich vorbei oder macht es Sinn, sich in diesem Leben immer gut zu benehmen, damit die die Eintrittskarte für den Himmel, das Nirvana oder die ewigen Jagdgründe erhält?

    Ist es z.B. wichtiger, sich nach den moralischen Gesetzen (10 Gebote und ähnliches ) zu orientieren als nach irdischen staatlichen Gesetzen?
    Diese Fragen könnten halt beantwortet werden. Ich halte das für sehr wesentlich.
    Aber natürlich sollte man seinen Glauben (also die These) erforschen, hinterfragen und notfalls korrigieren und nicht einfach bei der Übertragung der Lehre durch Eltern, Lehrern, Priestern etc. stehen bleiben.

  9. #58
    Avatar von Samuianer

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    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von tomtom24",p="822610


    ..............auf das Wesentliche gekuerzt......


    Dennoch sehe ich mich aber als glaeubigen Christen, der aber dem Buddhismus sehr angetan ist. Deshalb befuerworte ich eine buddhistische Grunderziehung, weil ich hier viel mehr Toleranz finden kann .....


    ;-D



    Das siehst du nur solange du die rosarote Brille noch auf hast!

    Ist im Prinzip das Gleiche, die gleichenmachtstrukturen, der gleich Druck, der gleiche Klerus!

    Erinnere in dem Zusammenhang an Bikkhu Buddhadasa, an den Vorfal mit Bothirak:


    investigations into Santi Asoke, which led to a decision by the Supreme Council of the Sangha to defrock Phothirak. Phothirak sidestepped the defrocking by abandoning his yellow robes for white ones and refraining from calling himself a monk. In 2007/8 Santi Asoke monks present themselves in brown robes again. Apart from Bhotirak many of them were ordained in the orthodox way before they joined Santi Asoke; they remain monks, albeit without the "monks' pass" issued by the monastic hierarchy.

    An das Ausscheiden eines buddhistischen Tempels in Australien/Perth wegen der Ordination von 2 Frauen (Bikkhunis)...aus der Thailaendischen Sangha... es ist nicht alles Gold was glaenzt -



    When the monastic elders in Thailand were busy with the Wat Sothorn monks’ protest two week ago over who would get to be the abbot of their rich temple, their Western counterparts were simultaneously facing a serious split over the ordination of bhikkhuni (female monks).

    Here in Thailand, we just shook our heads wearily at the sight of angry monks trying to retain their grip on temple wealth.



    the expulsion of Ajahn Brahmavamso from the Wat Pah Pong Forest Sangha under the lineage of Luang Por Chah, for engineering the full ordination of women at his temple in Australia, in violation of the Thai elders’ anti-bhikkhuni mandate.
    Das ist genauso wie einem Toten die letzte Ruhe auf einem christliche "Gottesacker" zu verneinen...!

    echte Spiritualitaet braucht keine Goetzen, Goetter, Propheten, Clubs, empel, Kirchen, Moscheen oder "heilige Staetten"!

    Alles Humbug, Volksverbloedung, wie der Weihnachtsmann und der Osterhase!




    "Im Namen der Rose"! - Umberto Ecco

    "Die Teufel" - Aldous Huxley

  10. #59
    Avatar von tira

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    17.260

    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    Zitat Zitat von Samuianer",p="822679
    ...Alles Humbug, Volksverbloedung, wie der Weihnachtsmann und der Osterhase!....
    moin,

    iss wohl jedermann´s individuelle einstellung, was soll o.g. hetze

    Zitat Zitat von freimut",p="822625
    ...Ich finde, man sollte seine Kinder mit den Werten, vertraut machen,
    die einem selbst wichtig sind und die man auch vorlebt...
    das sind genannte leitlinien, die der entwicklung förderlich sind.


  11. #60
    Avatar von Lille

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    3.481

    Re: "Religionserziehung in der Famillie"

    ;-D also immer schoen vor dem pfarrer auf die knie fallen und den worten glauben die sich menschen ausgedacht haben und behaupten es waere ein hoeres wesen gewesen.

    ob im christentum oder im islam oder sonst einer religion sind es doch immer die die an der macht sind die alles so regeln wie es fuer sie selbst am besten ist.


    mfg lille

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