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Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

Erstellt von phuebn, 29.06.2007, 13:00 Uhr · 53 Antworten · 8.532 Aufrufe

  1. #21
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Zitat Zitat von JT29",p="499471
    oder aber die Verlobte ist geschieden. Dann wird in der Tat der Einkommensnachweis benötigt, da diese Anerkennung vor der OLG (bei uns) läuft und die Gebühren sich nach dem Einkommen berechnen.
    Hallo Juergen, giolt diese Regelung nur fuer BW?

    Meine Frau war in Thailand geschieden und meine Standesbeamtin hat mein Ehefaehigkeitszeugnis innerhalb eines Tages ohne OLG ausgestellt.

    Glueck gehabt oder halt in Bayern anders?

    Sioux

  2.  
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  3. #22
    Avatar von JT29

    Registriert seit
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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    @Indianer

    Bayern ist doch anders

    Entscheidungen, durch die im Ausland eine Ehe für nichtig erklärt, aufgehoben oder geschieden ist, werden für den deutschen Rechtsbereich nur anerkannt, wenn die Landesjustizverwaltung festgestellt hat, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen. Diese sog. „große Anerkennung“ ist nicht erforderlich, wenn ein Gericht oder eine Behörde des Staates entschieden hat, dem beide Ehegatten zur Zeit der Entscheidung alleine angehört haben (sog. kleine Anerkennung).

    -> also bei z.B. thai-thai-Verbindung: NEIN, bei z.B. deutsch-thai-Verbindung: JA und
    -> soweit die Lesart der OLGs Stuttgart und Karlsruhe. Wie man bei Chak3 sieht, sehen es die Nordlichter auch mal anders.

    Wenn es also bei Dir eine thai-thai-Verbindng war, dann heisst es: passt scho

    ................

    So wie mein Standesamtskollege heute Mittag ausdrückte, hängt aber auch viel vom Standesbeamten selber ab, inwieweit er den Urkunden Glauben schenkt.

    Da gibt es zum einen Länder, da ist das problemlos, bei anderen Ländern (USA z.B) braucht man eine Apostille. Die übergeordnete Dienststelle bestätigt den Stempel/Siegel und die Unterschrift des Ausstellenden. Der Standesbeamte kann dann davon ausgehen, dass wenn beide Behörden bestätigen, dann die Urkunde auch seine Richtigkeit hat. Die nächste Stufe ist die Legalisierung, hier fragt die deutsche Behörde (Botschaft) bei der ausländischen Stelle nach. Das kann soweit gehen (Phillipinnen), dass ein Vertrauensanwalt der Botschaft betraut wird, in das Dorf xy zu gehen, Zeugen zu suchen und ein Verhandlungsprotokoll zu fertigen, ob die Urkunde auch tatsächlich etwas Wert ist. Oft kommt es dann in den speziellen Ländern vor, dass zwar der Inhalt richtig ist, aber die falsche Behörde gestempelt hat, oder eben anders herum - alles nicht so einfach und wären alle Länder dem Code Napoleon gefolgt, hätten es die Standesämtler recht einfach .....

    Hope this helps

    Juergen

  4. #23
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Sioux, Glück gehabt.

  5. #24
    Avatar von wingman

    Registriert seit
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    14.074

    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Nun mit den Apostillen und Legalisierungen habe ich mich bereits bei den Adoptionen herumplagen müssen. Allerdingst hier konnte ich den Sinn begreifen wurden gegen Ende der 90er Jahre noch viele Kinder verschoben (besonders in die USA) teils den Müttern abgekauft in Rumänien. Dies ganze war auch der Auslöser des Auslandsadoptionsstop der bis heute Gültigkeit besitzt. Mit Babys und Kleinkindern aus RO wurden Vermögen verdient. Hier machte eine Überprüfung der Dokumente Sinn und gilt bis heute für fast alle Staaten des Ostblocks und Südamerika.

    Hier geht es um eine Heirat mit einer Thai, warum hier Legalisiert werden muss, leuchtet mir nicht ganz ein. Niemand verdient daran, ich kann auch keine Thaifrau kaufen.
    Kaum jemand wird für eine Thai > 20.000US$ ausgeben ;-D mit frisierten Dokumenten.

    Eine berechtigte Ausnahme gibt es, die Philippinen. Tatsächlich werden hier Angaben verändert und frisiert.
    Bei der künftigen Frau eines Freundes stellten sich die Angaben als falsch heraus. Er war bereits bei ihr auf den Philippinen alles war soweit geregelt und er wollte das EFZ beantragen. Nach langer Wartezeit stellte sich heraus das die Dokumente nicht den Tatsachen entsprachen. Entäuschung gross, viel Geld verbrannt. Mit einem Touristenvisum ebenfalls keine Chance.
    Bei den Thais ist mir solch ein Fall unbekannt.

    Ganz davon abgesehen scheinen die Standesämter ziemlich nach eigenem Gusto zu entscheiden. So weis ich von einem Fall bei Frankfurt wo jemand das EFZ bekam ohne auch nur ein Dokument übersetzen zu lassen oder eine Legalisierung. Keine Ente, eine Tatsache. Vor 2 Wochen geschehen, auch er will eine Thai heiraten.

  6. #25
    Avatar von JT29

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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Zitat Zitat von wingman",p="500750
    Hier geht es um eine Heirat mit einer Thai, warum hier Legalisiert werden muss, leuchtet mir nicht ganz ein. Niemand verdient daran, ich kann auch keine Thaifrau kaufen.

    Ganz davon abgesehen scheinen die Standesämter ziemlich nach eigenem Gusto zu entscheiden.
    Och .. wingman, klar kannst Du eine kaufen und glaube nicht was alles gemacht wird, um Papiere zu beschönigen und raus aus den wirtschaflichen Verhältnissen zu kommen. Das Problem ist halt dass u.a. TH eben (noch) nicht ein einwandfreies Personenstandswesen hat wie z.B in DE. Die deutschen Urkunden geniessen momentan einen sehr hohen Vertrauensschutz - manches ist halt in TH noch zweifelhaft.

    Beispiel: Vor - jetzt müssten es nun 2 Jahre sein - gab es im Regierungsbezirk Celle die Anweisung, dass bei einer TH-Heirat die Dame eine Bescheinigung beizubringen hat, dass die Dame auch eine Dame ist :O . Was war passiert. Man(n) hat schnell in DK geheiratet - ist ja so einfach und dann stellte sich in DE später heraus, dass die Dame eben rein formaljuristisch noch keine Dame war ;-D - die Papiere sie aber so ausgewiesen hatte (auf gut Deutsch, der Umbau war noch nicht fertig ).

    Wie schon geschrieben ist es letztlich die Entscheidung des Standesbeamten, was er glaubt und der trägt auch in der Folge die volle Verantwortung. Er prüft beim EFZ lediglich, ob der Ehe nach deutschen Recht Hinderenisse im Wege stehen würden (also nicht verwandt, volljährig, nicht bescheuert etc.). Dazu muss man nicht unbedingt legalisierte Dokumente haben. Viele OLGs wollen dies aber für die Befreiung und daher hängen sich viele Standesämtler an die Fachaufsicht ran und verlangen die Legalisierung auch gleich mit - so ist es zumindest wieder abgesichert.

    Alles nicht so einfach .....

    Juergen

  7. #26
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Zitat Zitat von JT29",p="500769
    Das Problem ist halt dass u.a. TH eben (noch) nicht ein einwandfreies Personenstandswesen hat wie z.B in DE.
    Mir wird ja gerne unterstellt, ich sehe das zu negativ. Ich denke JT29 ist da vollkommen unverdächtig und schätzt die Lage einfach nur genauso realistisch ein wie ich.

  8. #27
    Avatar von wingman

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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Ich denke diese Problematik ist innerhalb der jetzigen EU viel grösser als gerade bei den Thaifrauen befürchtet.
    In Timisoara / Rumänien befindet sich trotz EU noch immer der grösste Umschlagplatz für Frauen und Kinder. Frauen ab> 5000 US Dollar meist für Prostitution verkauft von Albanischen Händlerringen. Der Handel mit Kindern (ausser zur Prostitution) ist nachezu zum erliegen gekommen dank Ratifizierung der Haager Konvention (frisierte Dukomente haben keinerlei Bestand mehr).

    Gesehen habe ich in Kambodscha das man ebenfalls eine Frau kaufen kann. Jedoch beginnt das Exportproblem an der Grenze Kambodschas und die staatlichen Hotels sind nicht sehr komfortabel ;-D .

    Ich denke das bis auf einzelne Extremfälle wie dem noch nicht fertig montiertem Kathoy Legalisierungen eher Arbeitsbeschaffung sind.
    Nun gut wir Farangs müssen da halt durch und haben am ende eine von amtswegen TÜV geprüfte Thaifrau. Obs ein Kathoy ist müsste der Farang eigentlich vorher bemerkt haben ;-D .

  9. #28
    Avatar von Ampudjini

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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Zitat Zitat von wingman",p="500750
    Eine berechtigte Ausnahme gibt es, die Philippinen. [...]Bei den Thais ist mir solch ein Fall unbekannt.
    Dann glaub doch wenigstens den anderen Leuten, die Dir Gegenteiliges versichern. Auch wenn es wenige Extremfälle sein mögen, es gibt sie trotzdem und von Behördenseite wollen sie eben verhindert sein.
    Darunter leiden dann natürlich auch viele Normalfälle. Das ist leider der Gang der Dinge.

    Zitat Zitat von wingman",p="500892
    Ich denke diese Problematik ist innerhalb der jetzigen EU viel grösser als gerade bei den Thaifrauen befürchtet.
    [...]
    Ich denke das bis auf einzelne Extremfälle wie dem noch nicht fertig montiertem Kathoy Legalisierungen eher Arbeitsbeschaffung sind.
    Sie ist bei Thailänderinnen (und, ja auch bei Thailändern ) eben nicht befürchtet, sondern bereits real existent.
    Es geht ja nicht immer um Menschenhandel.
    Auch wenn eine/r bereits in Deutschland ist, geht das Gemauschel weiter. Was meinst Du, wieviele Pässe mal schnell "verloren gehen" oder "gestohlen werden" ... und dann wird schnell ein neuer besorgt.
    Das sind auch so Auswüchse, dem die Behörden eben entgegenwirken wollen.

    Genauso wie mit dem E-Pass, der Thailänder/innen zwingt, im Ausland geschloßenen Ehen im Heimatland endlich mal registrieren zu lassen. Es funktioniert wohl immer nur mit Druck und Zwang. Und am Ende regen sich alle drüber auf. Dass es nie so weit gekommen wäre, wenn gekommen die Leute sich gleich regelkonform verhalten hätten, wird dabei außer Acht gelassen.

    Man kann sich natürlich über die geltenden Regelungen beschweren, doch ist da der jeweilige Sachbearbeiter auch die falsche Adresse. Er hat die Gesetze nicht gemacht und hält sich auch nur an andere Regeln, die er von anderen bekommen hat.
    Und dieses Palaver über das für und wider am Schalter einer Behörde regt mich einfach auf, weil es den ganzen Betrieb aufhält und damit auch Antragsteller, die alles vorbildlich vorbereitet haben und einfach nur schnell ihre Sachen erledigen wollen, unnötig aufhält.
    Da wird oftmals über Sachen diskutiert, die der Sachbearbeiter auch nicht ändern kann. Also was bringts, außer einem peinlichen Auftritt, Frustration und Ärger?

    Entschuldige meine lange Auslassung, aber ich hatte echt viele Diskussionen mit uneinsichtigen deutschen Ehemännern, die mit einer Thailänderin verheiratet sind, keine oder nur wenig Ahnung haben, um was für Dokumente es überhaupt geht, aber sich einmischen und lautstark beschweren, warum alles so schlecht ist. :kopfhau: Meiner Meinung nach Hauptproblem: ungenügende Kommunikation zwischen den Eheleuten.

  10. #29
    Avatar von wingman

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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    Hallo Jini,
    ich sprach ja nur die eigentlich im Normalfall unsinnige Legalisierung einzelner Dokumente an. Bedeutet ja im Prinzip nichts anderes die deutschen Behörden stellen sich über die ausstellende in Thailand weil man deren Richtigkeit/Echtheit anzweifelt.
    In Russland erlebte ich vieles in Sachen Dokumente was ich für unglaublich gehalten habe. Dort Normalität. Aber Russland und Thailand sind zwei paar Schuhe.

    Ok, wie auch immer. Ich habe meiner Kleinen schon gesagt, sobald wir geheiratet haben wird sie sich einen neuen Pass und ID Card ausstellen lassen wegen der Namensänderung.
    Das so manche so wichtige Dinge haben schleifen lassen ist mir ebenso unverständlich. Ich denke es ist wichtig das die Papiere aktualisiert sind.

    So achte ich auch darauf das die rumänischen Reisepässe meiner Töchter nicht die Gültigkeit verlieren auch wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit schon lange besitzen.

  11. #30
    Avatar von Alek

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    Re: Probleme mit der Standesamt wg Ehefähigkeitszeugnis

    @Jini, 100% ACK.

    Wir waren eben heute mal wieder bei unserer Ausländerbehörde damit der Sticker (Aufenthaltserlaubnis) in Schatz´ neuen Pass übertragen wird. Zweiseitiges Formular ausfüllen, soweit kein Problem.

    Bei der Gelegenheit wollten wir uns schlau machen wie es mit einem eventuellen Nachzug von Töchterchen aussieht. Darauf meinte die Kollegin auf der Behörde dass das wahrscheinlich nach dem neuen Gestz (wird wohl heute abgenickt werden ) scheitern wird: Keine Deutschkenntnisse. Die freundliche Dame meinte selber, dass da per Familiennachzug alles Mögliche nach Deutschland geholt wurde ohne jeglich Bereitschaft sich hier wirklich integrieren zu wollen und dieses Gesetz wohl nur eine logische Konsequenz währe.

    Hier musste ich ihr Recht geben. Aber auf meine Antwort dass es is Thailand schwer bis unmöglich ist (OK, Göthe Institut Bangkok) einigermassen Deutsch zu lernen wusse sie auch keine Antwort...

    Grüsse
    Alex

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