Seite 1 von 9 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 90

Probleme bei Bonitätsprüfung

Erstellt von Didi2019, 18.08.2019, 17:09 Uhr · 89 Antworten · 2.891 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Didi2019

    Registriert seit
    11.08.2019
    Beiträge
    6

    Probleme bei Bonitätsprüfung

    Hallo liebe Community,
    Ich bin erst seit kurzem hier dabei und braüchte ein paar Informationen zum Thema Bonität.Meine langjährige Freundin und ich wollen in der BRD im November in Köln heiraten
    .Der Termin beim Standesamt steht seit Mitte Mai.Bei meheren Telefonaten mit dem Ausländeramt wurde mir von der Bonitätsabteilung mitgeteilt,daß ich keine Kaution bei der VE stellen kann,da es sich um ein Heiratsvisum handelt und kein Schengenvisum

    .Darüber hinaus nannte man mir die Summe von 1750€ monatliches Nettoeinkommen um die VE überhaupt abgeben zu können. Da ich als Rentner leider unter diesem Betrag bleibe, bot ich meine nicht unerheblichen Ersparnisse als Sicherheit auf ein Sperrkonto an.Dies wurde ziemlich schroff abgelehnt. Die schriftliche Ablehnung steht noch aus. Danach bliebe mir nur die Heirat in Thailand als letzte Möglichkeit, wobei dann beim Ehegattinnachzug nach Deutschland angeblich die Bonitätsprüfung entfallen würde.
    Ist dem wirklich so? Habe da auch schon vom Gegenteil gehört!
    Ich möchte auf keinen Fall zum Schluß vor dem Verwaltungsgericht klagen( Kosten und bis zu 18 Monate Wartezeit)

    Hatte von euch schon jemand ähnliche Probleme?
    Bin für jeden Tip dankbar!!


    Didi2019

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von allsome

    Registriert seit
    27.05.2018
    Beiträge
    2.758
    es ist kompliziert..
    aus 2016 / 2017

    wird wohl hoffentlich passen, der Link.
    Sehr interessant, wie was berechnet und bewertet wird...


    https://www.jurati.de/downloads/Sich...nterhaltes.pdf

  4. #3
    Avatar von ReinerS

    Registriert seit
    01.01.2007
    Beiträge
    759
    Hallo, hatte vor Jahren mal ähnliches Problem, ging um wenige Euro zu geringer Verdienst. Allerdings ging es bei mir um die Verpflichtungserklärung, um Schwester meiner Frau aus Thailand zu Besuch einladen zu können. Da meine Frau auch verdiente, konnten wir diese VE gemeinsam unterschreiben, und es wurde akzeptiert. Hätten auch gutverdienenden Bekannten unterschreiben lassen können.
    Verstehe folgende Aussage von dir nicht ganz:

    wurde mir von der Bonitätsabteilung mitgeteilt,daß ich keine Kaution bei der VE stellen kann,da es sich um ein Heiratsvisum handelt und kein Schengenvisum

    Soll dasbedeuten, es können nur Gutverdiener heiraten? Müßte relativ neu sein. Als ich vor knapp 20 Jahren heiratete, war ich auch kein Gutverdiener, durfte trotzdem heiraten.

    Um wie viel soll den deine Rente zu niedrig sein? ggf. Minijob oder ähnliches annehmen? Mehr fällt mir dazu leider nicht ein. Versteh aber nicht, kann es wirklich sein, das ein "armer Rentner" seine langjährige Freundin nicht heiraten darf, aber "andere" teilweise mit 2. und 3. Frauen herkommen, und komplett von Harz IV leben?

  5. #4
    Avatar von Didi2019

    Registriert seit
    11.08.2019
    Beiträge
    6
    Hallo Reiner,
    danke für deinen Beitrag.Zu deiner Frage:beim Schengen oder Touristenvisum kann man eine Kaution von 2500€ stellen, falls das laufende monatliche Nettoeinkommen nicht hoch genug ist.Dies geht beim Heiratsvisum angeblich nicht. Es wird die Möglichkeit in den Raum gestellt, daß die einreisende,zukünftige Ehefrau es sich in der Zeit bis zum Standesamt Termin sich anders überlegen könnte,den Mann verläßt und dem Deutschen Staat zur Last fällt.
    Noch absurder wird es, wenn gesagt wird,daß die VE mit der Heirat und dem damit verbundenen Aufenthaltstitel erlöscht, d.h.wir reden hier maximal von 6Wochen für die die VE gilt.Danach bin ich als Ehemann sowieso unterhaltsplichtig.
    Ein neuer Job um die Rente aufzubessern muß mindestens 6 Monate nachweislich bestehen.Das würde mir jetzt nicht helfen!
    Die Bedingungen zur Stellung der VE sprich Bonität sind tatsächlich in den letzten Jahren verschärft worden.
    Deine Schlußfolgerungen zum Thema "Armer Rentner"kann ich durchaus nachvollziehen!! Leider werden meine Ersparnisse ja nicht akzeptiert.
    Wenn es bei der Ablehnung bliebe, wäre das gefühlsmäßig eine große Ungerechtigkeit!!

    Gruß Didi

  6. #5
    Avatar von ReinerS

    Registriert seit
    01.01.2007
    Beiträge
    759
    Bleibt vielleicht wirklich nur die Heirat hier in Thailand, kenne ich mich aber nicht wirklich aus damit. Wundert mich aber, das deinen Beitrag hier nicht schon mehr Members kommentiert haben. Die sind normalerweise nicht so schüchtern, und kennen sich recht gut aus. ( von ein paar Ausnahmen mal abgesehen )

    Wenn es bei der Ablehnung bliebe, wäre das gefühlsmäßig eine große Ungerechtigkeit!! Dieser Aussage von dir kann ich nur zustimmen.

    Fällt mir noch ne ganz kleine Möglichkeit für dich ein. Hier die verschiedenen Ämter handhaben bei wohl gleicher Gesetzeslage deren Auslegung durchaus unterschiedlich. Manche lockerer, manche strenger. Meine mal gehört bzw. gelesen zu haben, auch die Ausländerämter in Deutschland sind verschieden streng bzw. hätten durchaus einen gewissen Ermessensspielraum. Könntest mal versuchen in einer Stadt wo Freunde oder Angehörige von dir wohnen, auf dem dortigen Ausländeramt nachzufragen. Bei positiven Bescheid dann ggf. kurzfristig mit 2. Wohnsitz dort anmelden. Ist mir gerade so eingefallen, fragen kostet ja nichts in deiner Lage.

    Wünsch dir viel Glück
    Reiner

    Nachtrag:
    Das man beim Schengen oder Touristenvisum eine Kaution von 2500€ stellen kann, falls das laufende monatliche Nettoeinkommen nicht hoch genug ist, ist mir jetzt neu. Bei uns wurde selbst vor 1-2 Jahren noch eine VE wegen zu niedrigem Einkommen abgelehnt. Und da wurde nicht von einer Kaution über 2500,- gesagt. Was ja für meine Theorie der ggf. unterschiedlichen Handhabungen sprechen würde.

  7. #6
    Avatar von Hans.K

    Registriert seit
    15.08.2010
    Beiträge
    2.789
    Da würde ich mir auf jeden Fall Rat bei einem sachkundigen Anwalt suchen. Es kann und darf nicht sein, dass wir als deutsche Staatsbürger, im Gegensatz zu all den Flüchtlingen die ihre Frau nachholen können, so diskriminiert werden.

  8. #7
    Avatar von ReinerS

    Registriert seit
    01.01.2007
    Beiträge
    759
    Zitat Zitat von Hans.K Beitrag anzeigen
    Da würde ich mir auf jeden Fall Rat bei einem sachkundigen Anwalt suchen. Es kann und darf nicht sein, dass wir als deutsche Staatsbürger, im Gegensatz zu all den Flüchtlingen die ihre Frau nachholen können, so diskriminiert werden.
    Da gebe ich dir 100 % recht, nein, 1000%

  9. #8
    Avatar von Didi2019

    Registriert seit
    11.08.2019
    Beiträge
    6
    Hallo Hans,
    einen RA bzw mehere habe ich schon kontaktiert.Die wollen alle zunächst 220 € für die erste Beratungsstunde. Bei einer Klage vor dem Verwaltungsgericht kommen schnell ein paar tausend zusammen und evtl. 18 Monate Wartezeit.also auch keine option

  10. #9
    Avatar von Helli

    Registriert seit
    23.02.2013
    Beiträge
    9.896
    Zitat Zitat von Didi2019 Beitrag anzeigen
    Hatte von Euch schon jemand ähnliche Probleme?Bin für jeden Tip dankbar!!Didi2019
    https://dejure.org/gesetze/PStG/13.html

    Heirat und Ehe von Ausländern in Deutschland

    https://www.mth-partner.de/auslaende...-zu-deutschen/
    Zitat: Daher müssen bereits bei Erteilung des Visums neben den allgemeinen Regelerteilungsvoraussetzungen gem. § 5 AufenthG (Sicherung des Lebensunterhalts, Ausschluss einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit, Erfüllung der Passpflicht) auch die für die Erteilung einer Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis erforderlichen besonderen tatbestandlichen Erfordernisse gegeben sein.

    Es ist richtig, dass die Ausländerbehörden große Ermessensspielräume haben. Die kann man aber nirgendwo nachlesen und schon gar nicht einfordern!
    Hier ist auch die "menschliche Chemie" gefragt!

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein AB-Sachbearbeiter ob der derzeitigen Probleme bereits morgens mit dickem Hals zu seiner Dienststelle geht. Vielleicht hilft ein freundschaftliches Gespräch mit dem Kollegen vom Standesamt, ob der bei der AB intervenieren würde (die kennen sich in der Regel untereinander).

    Auch sollte dem AB-Sachbearbeiter bekannt sein (bzw. gemacht werden), dass er bei einer Heirat in TH, dem "Familiennachzug" ohnehin in der Regel nicht widersprechen kann!
    https://www.familiennachzug-visum.de...haltssicherung

    Vielleicht gibt es in Deinem zuständigen Bezirk/Stadtteil ein sog. Bürgerbüro, wo man auch kostenlose Informationen und/oder Hilfe bekommen kann.

  11. #10
    Avatar von ReinerS

    Registriert seit
    01.01.2007
    Beiträge
    759
    Zitat Zitat von Didi2019 Beitrag anzeigen
    Hallo Hans,
    einen RA bzw mehere habe ich schon kontaktiert.Die wollen alle zunächst 220 € für die erste Beratungsstunde. Bei einer Klage vor dem Verwaltungsgericht kommen schnell ein paar tausend zusammen und evtl. 18 Monate Wartezeit.also auch keine option
    Nunja, bis zur Klage muß es ja nicht gleich kommen. Einmalig 220,- Euro für Beratung, falls Fachanwalt für Ausländerrecht (gibt es den überhaupt?), das würde ich mir schon mal überlegen. Vielleicht wärest du schlauer danach. Ist ja nicht so, das du massig Optionen hast.

Seite 1 von 9 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Probleme bei Namensänderung in Thailand
    Von SubKorn im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 17.08.05, 14:25
  2. Probleme bei der Einreise mit oneway-Ticket ?
    Von monkey im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 05.07.05, 07:09
  3. Probleme bei Sprachvisum
    Von malton im Forum Treffpunkt
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 16.06.04, 07:41
  4. Probleme bei 90 Tage Visum
    Von Micha_S im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 07.09.03, 11:53
  5. Probleme bei der gemeinsamen Zukunftsplanung
    Von Anonym im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 07.09.02, 12:16