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Problem: Familiennachzug

Erstellt von Bangkok Dangerous, 14.06.2004, 12:46 Uhr · 38 Antworten · 4.542 Aufrufe

  1. #31
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Problem: Familiennachzug

    Man muss hier wohl zwei Dinge trennen.
    Die Botschaft erteilt ein Visum zur Einreise, die Ausländerbehörde dann eine Aufenthaltsgenehmigung zum weiteren Aufenthalt.
    Die Botschaft darf nur dann ein Visum erteilen, wenn die Ausländerbehörde mitteilt, dass sie wahrsheinlich eine Aufenthaltserlaubnis erteilen wird.
    Etwas laienhaft dargestellt, bevor jetzt wieder vermeintliche Juristen sich mokieren.

  2.  
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  3. #32
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Problem: Familiennachzug

    Ich glaub´ die Österreicher sind da erstaunlich präziser in ihrem Deutsch: Die unterscheiden zwischen "Einreisetiteln" = Visa und "Aufenthaltstiteln" = verschiedene Formen von Aufenthaltsgenehmigungen. Die hatten ja schon immer einen Faible für Titel oder?
    Also dürfte man bei denen mit einem Visum nur einreisen. Hat man die Paßkontrolle passiert, darf man aber nicht länger bleiben. ;-D

    Da dies Unsinn wäre, berechtigt das Schengen-Visum zur Einreise und zu einem Besuchs-Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Ist in diesem Sinne auch ein Aufenthaltstitel.
    Bei einem Nationalen Visum (Heiratsvisum, Ehegattennachzug, Kindernachzug) berechtigt das Visum zu einem Aufenthalt bis zur Eheschließung bzw. bis Eintragung eines anderen Aufenthaltstitels durch die Ausländerbehörde.

    Über jeden Antrag auf Erteilung eines Schengen-Visums entscheidet - da es sich um einen Antrag auf Erteilung eines Visums handelt (s. Formular) - die Botschaft. Darauf hat Kali bereits hingewiesen. Deshalb dauert dies ja auch nur 2-3 Arbeitstage.

    Wenn wir jedoch ein Einreise-Visum zum Zwecke der Heirat, des Ehegattennachzugs bzw. Kindernachzugs haben wollen, dann stellen wir in Wahrheit gar keinen Antrag auf ein Visum (worüber die Botschaft zu befinden hätte), sondern einen "Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis" (s. Formular). Darüber entscheidet natürlich NICHT die Botschaft, sondern die Ausländerbehörde. Dauert entsprechend länger.

    Wem es noch nicht aufgefallen ist: Bei einem Schengen-Visum bekommt der Antragsteller 1 (ein) Visum in seinen Paß geklebt. Bei einem sog. Nationalen Visum ("Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis") bekommt man 2 (zwei) Dinge - hintereinander - in den Paß geklebt.

    Moderne und pfiffige Verwaltungen - wie z.B. die Ausländerbehörden in Köln - haben darauf hin schon messerscharf den Schluß gezogen, dass man für zweimal Kleben auch zweimal Gebühren zahlen muß. Einmal bei der Botschaft in Bangkok und zum anderen Mal bei der Ausländerbehörde. Tut dem Staatssäckel gut. :-)

  4. #33
    Avatar von Bangkok Dangerous

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    146

    Re: Problem: Familiennachzug

    Mal sehen was der Montag so bringt.

    Dann werde ich früh mal in der Ausländerbehörde vorstellig werde, vielleicht bekomme ich ja "live" Auskunft darüber, was jetzt passiert.

  5. #34
    Avatar von Bangkok Dangerous

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    146

    Re: Problem: Familiennachzug

    Update: natürlich habe ich keine Auskunft auf unserer Ausländerbehörde bekommen. Seit letzter Woche Mittwoch sind die Dokumente in Bangkok und seitdem rufen wir jeden Tag dort an, nur um zu erfahren, daß noch nichts fertig ist. Dauert das eigentlich immer so lange? Ich drehe noch durch, weil ich ich nicht weiß, was die Leute auf der Ausländerbehörde gemacht hben.

  6. #35
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Problem: Familiennachzug

    Zitat Zitat von Bangkok Dangerous",p="151167
    Update: natürlich habe ich keine Auskunft auf unserer Ausländerbehörde bekommen. Seit letzter Woche Mittwoch sind die Dokumente in Bangkok und seitdem rufen wir jeden Tag dort an, nur um zu erfahren, daß noch nichts fertig ist. Dauert das eigentlich immer so lange? Ich drehe noch durch, weil ich ich nicht weiß, was die Leute auf der Ausländerbehörde gemacht hben.
    Wenn die Stellungnahme der Ausländerbehörde u.a. darauf hinaus lief, dass die Botschaft die Sorgerechtsbescheinigung zu legalisieren habe, dann kann eine solche Legalisierung 6-8 Wochen dauern. Wobei dieser Zeitraum ein durchschnittlicher Erfahrungswert ist. Letztlich hängt die Dauer der Legalisation davon ab, wie schnell die ausstellende thailändische Behörde - in diesem Fall, diejenige, die die Sorgerechtsbescheinigung erstellt hat - der Deutschen Botschaft auf ihre Bestätigungs-Anfrage antwortet. Die Legalisation ist hierbei keine Schikane, sondern vorab bekannte Voraussetzung für die Erteilung des sog. Kindernachzugsvisums.

  7. #36
    Avatar von Bangkok Dangerous

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    Re: Problem: Familiennachzug

    Zitat Zitat von waanjai",p="151173
    Die Legalisation ist hierbei keine Schikane, sondern vorab bekannte Voraussetzung für die Erteilung des sog. Kindernachzugsvisums.
    Es ist aber dann eine Schikane, wenn die Unterlagen bereits 6 Wochen auf dem Ausländeramt liegen, ohne daß irgendetwas passiert ist! :-(

  8. #37
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Problem: Familiennachzug

    Was ich an diesem Fall nicht so recht verstehen kann ist folgendes:

    Es ist bekannt, dass das Kindernachzugsvisum in BKK in der Botschaft gestellt werden muß. Wer schon mit einer Thailänderin verheiratet ist, weiß wo die Botschaft ist und wofür sie zuständig ist.

    Wie kommt es, dass die Original-Unterlagen für den Antrag auf Kindernachzugsvisum hier in D bei der Ausländerbehörde liegen, ohne dass zuvor die Dt. Botschaft die je gesehen hat?

    Oder hat die Dt. Botschaft die Unterlagen zusammen mit dem Antrag auf das Kindernachzugsvisum nach Deutschland geschickt ohne die Antragsteller darauf hinzuweisen, dass die Papiere zuvor legalisiert werden müssen?

    Warum wurde nicht - wie immer sonst üblich - parallel zum Antrag auf ein Kindernachzugsvisum der Antrag auf Legalisation der Unterlagen in Bangkok gestellt? Hat die Botschaft zu diesem Zeitpunkt nicht darauf hingewiesen, dass sie für die Legalisierung die Originale benötigt?

    Warum wurden der Dt. Botschaft vom Antragsteller nicht die Originale schon früher zugestellt (über UPS oder sonstige sichere Kuriere?)

  9. #38
    Avatar von Bangkok Dangerous

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    Re: Problem: Familiennachzug

    Die Deutsche Botschaft nimmt die Papiere entgegen, schaut sich diese kurz an und schickt sie dann per Kurierdienst (Botschaftskurierdienst oder wie immer man das nennen will) nach Berlin ans Auswärtige Amt. Von dort gehen die Papiere an das Oberlandesgericht (?) in Berlin, welches wiederum die Papiere an die zuständigen Ausländerämter in Deutschland weiterleitet. Das hat bei uns schon knapp 3 Wochen gedauert.

    Dann ging es eben so weiter wie in meinem ersten Posting zu lesen war: Nachweise erbringen (Einkommen, Miete usw.), es war aber niemals von Legalisieren der Dokumente die Rede. Deswegen bin ich ja der Meinung, daß die Legalisierung der Dokumente zum jetzigen Zeitpunkt Schikane ist.

  10. #39
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Problem: Familiennachzug

    Das sieht eindeutig danach aus, dass in diesem konkreten Fall die Dt. Botschaft in BKK gepennt hat. Denn gerade nach deren Aussagen auf deren Website, muß man davon ausgehen, dass die Unterlagen zu legalisieren sind. Wahrscheinlich ist die - den Visumsantrag - annehmende Sachbearbeiterin ohne weitere Prüfung davon ausgegangen, dass Ihr den Antrag auf Legalisation - zwei oder drei Schalter nebenan - bereits gestellt hättet oder noch stellen würdet. Dennoch hätte ihr auffallen müssen, dass Ihr Originale beigelegt hattet. (Die gehören nämlich nur in die Hand der Legalisationsabteilung, nicht jedoch in die Hände der Visums-Abteilung, die immer nur mit den Kopien arbeitet und auch einen Satz der ja mehrfach einzureichenden Kopien an das Ausländeramt via Kurier nach Berlin - Bundesverwaltungsamt Köln - lokale Ausländerbehörde verschickt.)
    Der einzige Lichtblick ist hier nur die Tatsache, dass die Sorgerechtsbescheinigung ebenfalls von der Dt. Botschaft nicht schon im Vorfeld moniert wurde; sie also als "üblich" und von der Form her "bekannt" angesehen wurde.
    Dass die eigentlich erforderliche Echtheitsüberprüfung nicht bereits von der Botschaft durchgeführt wurde (bzw. darauf von den Antragstellern nicht insistiert wurde) war natürlich ein "gefundenes Fressen" für jeden Bürokraten, der einen renitent gewordenen Antragsteller "eins auswischen" wollte.

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