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Neuer Kodex für Vergabe von Visa ?

Erstellt von talisman, 06.04.2010, 10:30 Uhr · 1 Antwort · 1.439 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von talisman

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    Neuer Kodex für Vergabe von Visa ?

    Hier der Link:
    http://www.wienerzeitung.at/default....wzo&cob=483122

    Brüssel. Kinder sollen es billiger haben. Mit der Vereinheitlichung der Visa-Regeln im europäischen Schengen-Raum kommt eine Reduzierung der Visum-Gebühr für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren auf 35 Euro. So viel zahlen auch künftig Bürger aus Russland, der Ukraine und Moldawien sowie aus Balkan-Staaten wie Bosnien-Herzegowina, denen die EU Visa-Erleichterungen gewährt. Für alle anderen kostet die Einreise weiterhin 60 Euro. Für die Ausstellung des Dokuments bleiben die nationalen Behörden zuständig.

    Die neuen Regeln gelten ab Montag; eine weitere Vereinheitlichung der Verfahren ist für kommendes Jahr geplant. Ab dann müssen die EU-Staaten eine Ablehnung begründen, und Antragsteller können Rechtsmittel einlegen, wenn ihnen ein Visum verwehrt wird.

    Der neue Kodex sieht auch vor, dass ein Termin für den Antrag binnen zwei Wochen gewährt werden muss. Die Entscheidung soll dann innerhalb von 15 Kalendertagen fallen.

    Vetos gegen Schengen-Visa für Drittstaatsangehörige können künftig leichter unterlaufen werden. So haben mehrere Staaten die Möglichkeit, ein beschränktes Kurzzeitvisum nur für ihr Territorium ausstellen. Zuletzt hatte etwa das Schengenraum-Mitglied Schweiz mehr als 150 Libyern die Einreise verwehrt. Der Streit mit Libyen ist mittlerweile ausgeräumt.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von talisman

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    Re: Neuer Kodex für Vergabe von Visa ?

    hier noch ein weiter link Deutsche Welle:
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5415937,00.html

    Zugang zum Schengen-Visum wird einfacher

    Lange Warteschlangen im Konsulat, unerklärliche Ablehnung von Visumsanträgen oder hohe Gebühren für mitreisende Kinder - all dies soll nun der Vergangenheit angehören. Dafür sorgt der EU-Visakodex.
    Wer ein Visum für den Schengenraum hat, darf in 25 europäischen Ländern ohne weitere Grenzkontrollen herumreisen. Beantragt werden muss ein solches Visum im Konsulat eines teilnehmenden Staates und nach dessen eigenen Regeln. Das soll ab dem 5. April 2010 einfacher werden, mit Hilfe des neuen EU-Visacodex.

    EU-Kommission sieht Handlungsbedarf

    EU-Justizkommissarin Cecilia Malmström hat mit Blick auf die Vergabe von Kurzzeitvisa für den Schengenraum vor allem ein Ziel: "Die Vorgehensweise in allen Schengen-Ländern zu koordinieren und es so einfacher für die Millionen Menschen in aller Welt zu machen, die ein Schengen-Visum beantragen."
    Jedes Jahr erhalten rund zehn Millionen Menschen ein so genanntes "Schengen-Visum", mit dem sie in die meisten EU-Länder sowie Norwegen, Island und die Schweiz einreisen können. Nun wird es einfacher für Touristen, Studierende und Arbeitssuchende aus nicht-europäischen Ländern, ein Kurzzeit-Visum für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen im Zeitraum von sechs Monaten zu bekommen.

    Schneller, transparenter, preiswerter

    Einheitlicher soll die Prozedur werden, und auch etwas preiswerter. Grundsätzlich bleibt es zwar bei der Gebühr von 60 Euro pro Visum, allerdings müssen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren künftig nur noch 35 Euro zahlen. Zudem soll es Ausnahmen für bestimmte Gruppen von Antragstellern geben. Das Formular wird ebenfalls etwas kürzer und leichter auszufüllen, betont Jan de Ceuster, zuständiger Referatsleiter bei der EU-Kommission.

    Er sieht Schwächen im alten System. "Ich denke, wir sollten zugeben, dass der Visa-Prozess in der Vergangenheit nicht immer kundenfreundlich war. Es habe manchmal lange Schlangen in den Konsulaten gegeben, so de Ceuster, "manchmal musste man auch zwei Monate warten, bevor man überhaupt einen Visumsantrag stellen konnte."

    Nur noch zwei Wochen Wartezeit

    Das wird sich jetzt ändern. Innerhalb von 15 Kalendertagen muss das Konsulat eines Schengenlandes dem Antragsteller einen Termin zuteilen, an dem er sein Formular einreichen kann. Danach soll innerhalb von zwei Wochen eine Entscheidung getroffen werden.

    Wird der Kandidat abgelehnt, muss dies begründet werden. Früher war das nicht so, erklärt Jan de Ceuster von der EU-Kommission: "Manchmal gab es keine Begründung für die Ablehnung eines Visums und es gab keinerlei Möglichkeit, gegen die Ablehnung eines Antrags zu protestieren. Das habe viel Frustration hervorgerufen und auch zu dem berüchtigten Bild der "Festung Europa" beigetragen, gibt de Ceuster zu.

    Bald können Bewerber den Rechtsweg beschreiten

    Ab April 2011 soll es möglich sein, in allen Schengenländern den Rechtsweg zu beschreiten, sollte ein Visum verweigert werden. Für EU-Justizkommissarin Malmström ist der neue EU-Visakodex ein wichtiger Schritt nach vorne. "Es wird ein faireres, transparenteres und leichteres System für den Einzelnen sein und damit werden wir ein vollständig harmonisiertes EU-Visasystem haben."

    Das gilt allerdings nicht für die EU-Staaten, die kein Mitglied im Schengenraum sind. Also Großbritannien und Irland, Bulgarien, Rumänien und Zypern.

    Quelle:http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5415937,00.html

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