Seite 412 von 494 ErsteErste ... 312362402410411412413414422462 ... LetzteLetzte
Ergebnis 4.111 bis 4.120 von 4935

Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 432.772 Aufrufe

  1. #4111
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Mich würde mal eher interessieren, auf welche Höhe Schadenersatz man den deutschen Staat verklagen kann, weil er das Zusammenleben von Ehepartnern in Deutschland ja illegal verhindert hat. In den USA kämen da sicherlich schöne 6-7stellige Beträge zuammen. Hat das mal jemand in Deutschland versucht?
    Denn mit normalen Einzelklagen pellt sich die Regierung ja ein Ei drauf. Wenn es aber ums Geld geht, würde die Sache vielleicht anders aussehen. Ich hätte ja mal große Lust, es auszuprobieren. 1 Million wäre doch fair, oder? Gleich mal mit meiner Frau sprechen, sie soll einen Antrag stellen.
    Lieber Knarf, du weisst doch, dass noch kaum ein Einwanderer die USA erfolgreich verklagt hat.

    Die derzeitige Rechtslage wurde auch von Kammern und nicht von Einzelrichtern entwickelt. Dazu müsstest du ihnen Vorsatz nachweisen, was fast ausgeschlossen ist.

    Da du ja noch keinen Antrag auf FNZ gestellt hast, nicht ersichtlich ist, dass du einstweiligen Rechtsschutz beantragt hat und eine Klage durchgezogen hast fragt es sich schon was du da willst.

    So ungefähr, ich habe den Flug nicht gebucht, da er aber ausfällt will ich jetzt Schadenersatz da ich ja theoretisch mit dem Flugzeug hätte fliegen können.

  2.  
    Anzeige
  3. #4112
    Avatar von socky7

    Registriert seit
    07.11.2007
    Beiträge
    3.076
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ....
    socky, wie weit bist du mit deiner Beschwerde?
    Das folgende Schreiben hatte ich an das Auswärtige Amt geschickt:

    Datum der Anfrage: Wed, 2 May 2012
    Betreff: Visaerteilungen in der deutschen Botschaft Bangkok

    Sehr geehrte Damen und Herren !
    Die gängige Behördenpraxis im Konsulat der deutschen Botschaft in Bangkok ist inzwischen noch erheblich schikanöser als noch vor vier Jahren. Mitte Januar 2008 konnte ich noch den Visaantrag auf Ehegattennachzug im Konsulat in Bangkok einreichen mit dem Versprechen, das Zertifikat Deutsch A 1 nach Erhalt innerhalb von zwei Monaten nachzureichen. In der Zwischenzeit wurde die zuständige Ausländerbehörde in Berlin um Stellungnahme gebeten.
    Heute werden in Bangkok Visaanträge nur noch dann angenommen, wenn gleichzeitig das Zertifikat Deutsch A 1 vorgelegt wird. Das bedeutet bei thailändischen Ehefrauen mit deutschen Ehemännern in Berlin, dass das Visum auf Ehegattennachzug wegen der extrem langen Bearbeitungszeiten in der Berliner Ausländerbehörde erst im Oktober erteilt wird, wenn Anfang Mai ein Visaantrag gestellt wird. Dann darf der Berliner seine Thaifrau am Volkstrauertag im Novembernebel in die Arme schließen.
    In anderen Konsulaten, wie z.B. in Manila, ist man erheblich bürgerfreundlicher und darf das Zertifikat Deutsch A 1 nachreichen.
    Ich werde diese vorsätzliche und völlig unnötige Schikane der deutschen Botschaft in Bangkok auch bei den zuständigen Abgeordneten monieren, weil der Gleichheitsgrundsatz verletzt wird.
    Mit freundlichen Grüßen
    S........

    Nach meiner Einschätzung wird - bis auf die Eingangsbestätigung - nichts passieren. Denn Ministerialbeamte glauben, dass sich alles von allein durch Zeitablauf regelt.

    Ich werde heute noch einmal an das Konsulat der Deutschen Botschaft in Bangkok schreiben.
    Aber die sitzen auf dem hohen Ross, weil sie wissen, dass Außenminister Westerwelle seine restliche Amtszeit nur noch aussitzen will.

  4. #4113
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Vielleicht muss ja nun auch bald in Manila analog Bangkok gehandelt werden

  5. #4114
    Avatar von kcwknarf

    Registriert seit
    27.06.2005
    Beiträge
    10.249
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Lieber Knarf, du weisst doch, dass noch kaum ein Einwanderer die USA erfolgreich verklagt hat.
    Was den Fall "Ehepartner" betrifft: warum auch? Die USA ist ja ein familienfreundiches Land. Ehepartner und ausländische Familienangehörige erhalten die Green Card ohne irgendwelche Bedingungen. Den Antrag stellt hier ja auch der US-Bürger (wodurch schon mal Schikanen wegfallen). Damit der Zuziehende nicht so lange warten muss, bis der Antrag durch ist werden umgehend Visen für Ehepartner UND VERLOBTE (!!!) ausgestellt. Das ist Humanität, wie ich sie eigentlich auch für Deutschland erwartet hätte, als ich noch naiv war.

    Mit hohen Klagen meine ich eigentlich andere Rechtsfälle (z.B. Kaffe über den Kopf schütten bei McDonalds, aber auch Klagen gegen den Staat).


    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Die derzeitige Rechtslage wurde auch von Kammern und nicht von Einzelrichtern entwickelt. Dazu müsstest du ihnen Vorsatz nachweisen, was fast ausgeschlossen ist.
    Die Rechtslage wird im Bundestag entwickelt. Und wenn sich Deutschland nicht nach EU-Gesetzen hält, ist das illegal und auch Vorsatz. Und ich denke schon, dass man da Schadensersatz fordern könnte. Man bekommt ja auch Geld, wenn man zu Unrecht im Gefängnis gesessen hat oder Geld zurück, wenn der Staat die Steuergesetze nicht verfassungsgemäß umsetzt.
    Und wenn sich der Staat in solch einer Form in die Familie einmischt und quasi das Zusammenleben von Frau und Mann verhindert, ist das aus meiner Rechtsauffassung so etwas wie Kidnapping (wo ein Partner ja auch zwanghaft dem anderen vorenthalten wírd).


    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Da du ja noch keinen Antrag auf FNZ gestellt hast, nicht ersichtlich ist, dass du einstweiligen Rechtsschutz beantragt hat und eine Klage durchgezogen hast fragt es sich schon was du da willst.
    Richtig, ich könnte derzeit nicht klagen. Daher wäre es ja eine Überlegung wert, JETZT einen Antrag zu erstellen, der dann natürlich abgelehnt werden würde. Dann warte ich ein paar Jährchen, bis Deutschland sich der EU nicht mehr wehren kann. Und dann könnte ich auf Schadensersatz klagen. So ist meine Idee.

    Ob das realistisch ist, weiß ich ja selber nicht (daher meine Frage hier). Muss ich mich mal schlau machen.

  6. #4115
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Da das Ministerium auch genug zu tun hat, wirst vermutlich eine Antwort in ca. 3 Monaten bekommen. Auch die Botschaftsmitarbeiter schlafen nicht. Dumm nur, wenn sie sich auf Grund von fragwürdigen Entscheidungen einfach unnötig mehr Arbeit einhamsen. In sofern muss man kein besonderes Mitleid empfinden. Auch bekommen sie ja in BKK eine "Erschwerniszulage" 14 von 20.

    Dass nichts passiert glaube ich nicht.

    1. Es ist rechtswidrig einen Antrag nicht anzunehmen. Wenn dann sollten sie annehmen und ggf. ablehnen.

    2. der Sprachnachweis ist rechtlich höchst umstritten. Ich denke du hast die Links gesehen. Ein fehlender Sprachnachweis stellt somit keine Begründung für eine Abschiebung dar, da das persönliche Interesse höher einzustufen ist.

    3. Nicht geklärt ist die EU Vereinbarkeit und die nationale Vereinbarkeit der Nachzugsregelung, denn a) müsste die Thai mit einem EU´ler verheiratet und dieser in D lebend max. 15 Tage auf ein Einreisevisum warten. Wieso wird sie nur deshalb diskriminiert dass sie mit einem Deutschen (EU´ler verheiratet ist)? b) Es bleiben nachhaltige Schlechterstellungen bei weiteren EU Rechten wie ab wann kann Daueraufenthalt EG beantragt werden und die Einschränkung der EU (Reise-)freizügigkeit während des Abwartens bis Deutschland seine Prüfung abgeschlossen hat. Nicht auszuschließen, dass sich auch hier das BVerwG bewegen wird, sofern mit der Frage konfrontiert. In diesen Fragen hat sich die EU und der EuGH schon eindeutig positioniert.

    Du meinst du schreibst an die Rechts- und Konsularabteilung? Wieso nicht an den Botschafter? Der ist der Vorgesetzte und kann bei rechtswidrigem Verhalten seine unterstellten Mitarbeiter (früher Untergebenen) anweisen, dass sie die systematische rechtswidrige Praxis der Verweigerung der Antragsannahme endlich abstellen. Ansonsten würde er diese Handlungen ja dulden.

    Gleiches gilt auch in Fällen in denen bei Verheirateten das Visum mit einer falschen Nebenbestimmung hinsichtlich der fehlenden Arbeitserlaubnis versehen ist.

  7. #4116
    Avatar von noritom

    Registriert seit
    15.02.2010
    Beiträge
    1.705
    @socky, ich kann Deinen Frust vollkommen nachvollziehen. Aber warum lasst ihr (Du...., geht aber anderen Members auch so) euch immer zu unsachlichen Aussagen (schikanös) in schriftlichen Stellungnahmen hinreißen. Warum immer diese Prosa ( Dann darf der Berliner seine Thaifrau am Volkstrauertag im Novembernebel in die Arme schließen) im Schriftwechsel mit Behörden. Ich denke, man sollte 100% sachlich bleiben und die Emotionen raus lassen (auch wenn es schwer fällt).

  8. #4117
    Avatar von kcwknarf

    Registriert seit
    27.06.2005
    Beiträge
    10.249
    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen
    Ich denke, man sollte 100% sachlich bleiben und die Emotionen raus lassen (auch wenn es schwer fällt).
    Warum sollte man sich dem emotionslosen Staat anpassen? Ist es nicht gerade das, was den Bürger gegenüber dem Staat auszeichnet: seine Emotionen? Ich lasse mir jedenfalls vom Staat weder die deutsche noch die Behördensprache vorschreiben, die eh kein emotional fühlender Mensch versteht. Der Staat soll gefälligst fühlen, wie wütend seine Bürger sind - auch wenn es nur ein paar Behördenmitarbeiter sind (aber vielleicht erreicht es ja mal den Richtigen).
    Ohne Emotionen wäre Gaddafi an der Macht. Oder hätten ihn sachliche Argumente zum Rücktritt gebracht?
    Daher finde ich emotionsvolle Schreiben gut und richtig.

  9. #4118
    Avatar von socky7

    Registriert seit
    07.11.2007
    Beiträge
    3.076
    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen
    @socky, ich kann Deinen Frust vollkommen nachvollziehen. Aber warum lasst ihr (Du...., geht aber anderen Members auch so) euch immer zu unsachlichen Aussagen (schikanös) in schriftlichen Stellungnahmen hinreißen. Warum immer diese Prosa ( Dann darf der Berliner seine Thaifrau am Volkstrauertag im Novembernebel in die Arme schließen) im Schriftwechsel mit Behörden. Ich denke, man sollte 100% sachlich bleiben und die Emotionen raus lassen (auch wenn es schwer fällt).
    Hallo Noritom,
    ich habe überhaupt keinen Frust, denn ich bin seit Oktober 2007 glücklich und zufrieden mit einer Thaifrau verheiratet.
    Aber mich stören unnötige Schikanen von auskömmlich besoldeten Beamten und Beamtinnen in der deutschen Botschaft in Bangkok !
    Inzwischen habe ich bereits 27 Bundestagsabgeordnete vom Innenausschuss und vom Ausschuss für Auswärtiges angeschrieben. Vielleicht wird der eine oder andere aktiv und fragt mal im Auswärtigen Amt nach - wer weiß ?
    Steter Tropfen höhlt den Stein !
    Gruß socky7

  10. #4119
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.509
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Was den Fall "Ehepartner" betrifft: warum auch? Die USA ist ja ein familienfreundiches Land. Ehepartner und ausländische Familienangehörige erhalten die Green Card ohne irgendwelche Bedingungen. Den Antrag stellt hier ja auch der US-Bürger (wodurch schon mal Schikanen wegfallen). Damit der Zuziehende nicht so lange warten muss, bis der Antrag durch ist werden umgehend Visen für Ehepartner UND VERLOBTE (!!!) ausgestellt. Das ist Humanität, wie ich sie eigentlich auch für Deutschland erwartet hätte, als ich noch naiv war.
    Zum einen ist es auch für Amerikaner bzw. deren Ehepartner nicht ganz so einfach, wie du suggerierst. Zum anderen ist durchaus eine Aufenthaltsgenehmigung für Ehegatten an Bedingungen geknüft, die teils sogar strenger sind als in der EU, wie etwa, dass in den ersten Jahren das Land nur in ganz bestimmten Ausnahmen verlassen werden darf (wie etwa Tod der Eltern), sonst erlischt die AE wieder.

  11. #4120
    Avatar von kcwknarf

    Registriert seit
    27.06.2005
    Beiträge
    10.249
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Zum einen ist es auch für Amerikaner bzw. deren Ehepartner nicht ganz so einfach, wie du suggerierst. Zum anderen ist durchaus eine Aufenthaltsgenehmigung für Ehegatten an Bedingungen geknüpft, die teils sogar strenger sind als in der EU, wie etwa, dass in den ersten Jahren das Land nur in ganz bestimmten Ausnahmen verlassen werden darf (wie etwa Tod der Eltern), sonst erlischt die AE wieder.
    Lass doch die AE erlischen, wenn du sie sofort wieder erhalten kannst. Mein Schwägerin (Thai) ist mit einem US-Bürger verheiratet. Daher weiß ich, wovon ich spreche.
    Dass die USA grundsätzlich in Sachen Ausländerzuzugspolitik (insbesondere gegenüber Mexikanern) auch nicht meinen Wünschen entspricht, sollte klar sein. Aber gegenüber Deutschland sind sie humaner (z.B. werden Visa gleich auf 10 Jahre mit Mehrfachbesuchsmöglichkeiten vergeben und nicht nur für ein paar Wochen).

    Ich kenne jedenfalls keinen Staat der Welt, dass so rigoros gegen das Zusammenleben von Ehepartnern vorgeht wie Deutschland, vielleicht Nordkorea noch.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 97
    Letzter Beitrag: 02.01.13, 09:52
  2. ausreichende deutschkenntnisse + was noch?
    Von ottifan im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 17.05.12, 17:21
  3. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26.03.09, 08:01
  4. Familienzusammenführung - Deutschkenntnisse
    Von diveyourdream im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 24.01.08, 21:27
  5. Sprachvisum einfacher als Schengenvisum?
    Von tee-rak im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 07.10.07, 20:08